Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

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imp
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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon imp » Do 6. Dez 2018, 15:51

H2O hat geschrieben:(05 Dec 2018, 18:03)

Diese Kritik ist aber etwas einfach angelegt; wie kann man denn "durchgerechnete Konzepte" von verärgerten Bürgern erwarten, die zu keiner erkennbaren politischen Sacharbeit oder Parteiarbeit zusammen gelaufen sind, außer um ihrer Verärgerung Luft zu machen. Gewalttäter sind dabei ein besonderes Kapitel, das uns auch nicht ganz fremd ist. Nein, man muß sich schon aufraffen und heraus finden, was hinter diesem ungeordneten Wust an Forderungen steckt.

Es ist das Wesen von Protestbewegungen, dass sie über nebensächliche, auch komplizierte Detailfragen hinweggehen. Sie müssen auch nicht in Einzelheiten einig sein. Sie versammeln viele verschiedene, die gemeinsam eine Sache wollen bzw meistens nicht wollen - sei es nun Krieg, Alkoholverbot, eine Synagoge, ein Hochhaus, eine Haftstrafe einer bekannten Figur, eine Olympiade, eine bestimmte Reform oder die Einstellung der Serie Star Trek.
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H2O
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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon H2O » Do 6. Dez 2018, 17:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Dec 2018, 14:49)

Er hat sich den Schwachsinn angehört und er ist in Sachen Steuer auf Diesel und Benzin ja auch eingeknickt. Und jetzt? Wie geht es weiter?


Das kann ihnen nur der französische Präsident sagen, wobei ich hoffe, daß er sich mit seinen Ministern und Beratern gründlich abstimmt! Ich glaube, daß das Thema "Kraftstoffpreise" nur ein Auslöser für Unruhen war, nicht die tiefere Ursache. Dieser tiefer liegenden Ursache sollte der Präsident auf den Grund gehen.

So ähnlich liegt das bei unseren Wutbürgern auch... meiner Überzeugung nach in der großen Mehrzahl der Fälle.
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keinproblem
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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon keinproblem » Do 6. Dez 2018, 18:49

BlueMonday hat geschrieben:(05 Dec 2018, 17:51)

Nur der übliche etatistische Wahn. Den gibt es schon zur Genüge auch hierzulande. Die Franzosen waren in der Beziehung noch nie Vorbild. Aber wenn's denn unbedingt französisch sein muss, vielleicht mal Landsmann Bastiat lesen: http://bastiat.de/bastiat/schriften/staat.html

Danke, dass du den Text mit mir geteilt hast, hat meinen Horizont wirklich erweitert.

Quatschki hat geschrieben:(05 Dec 2018, 18:09)

Lebenshaltungskosten.
Da liegt irgendwo der Trick
internationale Markenartikel, Elektronik, Handys, Neuwagen, Auslandsreisen etc. alles genauso teuer oder teurer als in D,
aaber Wohnen, Energie, Wasser, ÖPNV, Grundnahrungsmittel, Versicherungen, Schule, Kita, Krankenhaus, Gebühren für dies oder jenes - also die Sachen, die man unbedingt an Ausgaben hat
und wo auch der Staat steuern kann, sind entsprechend bezahlbar oder es gibt zumindest immer eine Alternative, die auch für Leute mit wenig Geld bezahlbar ist, ohne irgendwohin betteln gehen zu müssen, stigmatisiert und ausgegrenzt zu werden.

Ich verstehe nur nicht, weshalb Dtl. es nicht hinkriegt oder besser gesagt hinkriegen will, die Grundversorgung niedrig zu halten, wo wir doch sonst eine deutlich wohlhabendere Gesellschaft hätten. Kannst du dir das erklären?

Wähler hat geschrieben:(05 Dec 2018, 18:06)

Dass soziale Bewegungen immer stärker an die Stelle von Parteien und Gewerkschaften treten, könnte auch hier in Deutschland an Bedeutung gewinnen. Allerdings könnten auch die traditionellen Parteien und Gewerkschaften grenzüberschreitend für eine koordinierte Sozialpolitik auf EU-Ebene eintreten.
So könnten vielleicht auch Anregungen aus den national unterschiedlichen Sozialstaatssystemen von einem Land ins andere sachgerecht transportiert werden. Gewalttätige Demonstrationen sind allerdings undemokratisch und abzulehnen.

Ich habe die Befürchtung, dass in unserem konservativen Deutschland, in dem eine Zahl von 250.000 Protestanten schon beinahe Krisenzustand ist (obwohl es sich dabei nur um ein Dreihundertzwanzigstel der Gesamtbevölkerung handelt) eher am Wahlsonntag andere Buchstabenkombinationen angekreuzt werden, als dass in großem Maße die Bürger selbst ihre Interessen artikulieren.
Die Parteienlandschaft könnte die Situation in unserem Land ändern, wenn man wirklich ernsthaft ein Umlenken wagen würde. Zurzeit erleben wir ja in ganz Europa einen krassen Rechtsruck, primär ökonomischer sei dazu gesagt.

Klar, Gewalt ist immer abzulehnen, da stimmt uns wohl auch jeder hier zu. Fakt ist doch aber auch, und die beiden Tatsachen sollte man beide in angemessener Balance zueinander betrachten, dass es kein neues Phänomen ist, riesige Menschenmassen die für ihre Sache eintreten über die marginale Anzahl von Gewalttätigen zu pauschalisieren, das kennen wir seit Hamburgs G20 und das kennen wir auch aus Chemnitz 2018. Ich würde mich eher wundern, wenn bei 250.000 Menschen nur normale mit von der Partie wären.

@
Skull hat geschrieben:(05 Dec 2018, 19:19)

Ich hatte mich NICHT gegen Volksentscheide ausgesprochen.

Ich habe mich lediglich GEGEN die "Gewalt der Strasse" ausgesprochen.

Und diese Form der Gewalt kein Vorbild für Deutschland...für was auch immer...sein kann.

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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 6. Dez 2018, 19:31

keinproblem hat geschrieben:(06 Dec 2018, 18:49)

Ich verstehe nur nicht, weshalb Dtl. es nicht hinkriegt oder besser gesagt hinkriegen will, die Grundversorgung niedrig zu halten...

Zu viel Privatisierung, vor allem im Bereich Grundversorgung Wohnen, Strom, Heizung, dazu kommen hohe Steuern und Abgaben, die natürlich auf den Endverbraucher umgelegt werden und last but not least die millionenfache Einwanderung in die wirtschaftliche Unterschicht, die die Nachfrage nach günstigen Wohnungen und Gütern anheizt und damit die Preise steigen lässt. Lebensmittel sind in D sehr günstig, Aldi und den Subventionen sei Dank.
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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon keinproblem » Do 6. Dez 2018, 19:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Dec 2018, 19:31)

Zu viel Privatisierung, vor allem im Bereich Grundversorgung Wohnen, Strom, Heizung, dazu kommen hohe Steuern und Abgaben, die natürlich auf den Endverbraucher umgelegt werden und last but not least die millionenfache Einwanderung in die wirtschaftliche Unterschicht, die die Nachfrage nach günstigen Wohnungen und Gütern anheizt und damit die Preise steigen lässt. Lebensmittel sind in D sehr günstig, Aldi und den Subventionen sei Dank.

Privatisierung lässt sich ja rückgängig machen, den Eindruck, dass der Großteil der Bevölkerung das ablehnen würde, habe ich nicht. Weiß der Bundestag das nicht, oder hat es schlicht eine geringere Priorität als andere Interessen?
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Re: Forderungen der Gelbwesten - Vorbild für Deutschland?

Beitragvon Quatschki » Do 6. Dez 2018, 20:21

keinproblem hat geschrieben:(06 Dec 2018, 18:49)
Ich verstehe nur nicht, weshalb Dtl. es nicht hinkriegt oder besser gesagt hinkriegen will, die Grundversorgung niedrig zu halten, wo wir doch sonst eine deutlich wohlhabendere Gesellschaft hätten. Kannst du dir das erklären?

Warum man das nicht will, weiß ich nicht.
Aber Deutschland hat zu viel Schickimicki in der Grundausstattung.
Das ist wie mit VW und Skoda.

Zum Beispiel bei den Bauvorschriften für Häuser und Wohnungen, Oder bei den Vorschriften für Kleingewerbe. Oder Gastronomiebetriebe. Oder Feuerstätten und Kläranlagen. Alles treibt die Preise.
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Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Sofawolf » Sa 15. Dez 2018, 18:57

Was lernen wir aus den "Gelbwesten-Krawallen" in Frankreich?

Ich finde das fatal. Bleiben Demonstrationen friedlich, wie man gemeinhin fordert, dann bleiben sie aber auch meistens wirkungslos. In Anlehnung an das alte Regen-Kinderlied könnte man wohl singen: "Die Demo, die Demo, die Demo nimmt ihren Lauf und wenn man genug demonstriert hat, dann hört's auch wieder auf!". :s

Aber wenn Demonstrationen ausarten und wenn sie mit Krawallen und Gewalt einhergehen, derer man nicht Herr wird, dann gibt es plötzlich Zugeständnisse. Ist das nicht fatal?

Zitat: "Präsident Macron macht einen Kniefall vor der "Gelbwesten"-Bewegung, er verspricht eine Reihe sozialer Maßnahmen für Geringverdiener. Ob das die Proteste stoppen kann, ist fraglich. Kritik an seiner Kehrtwende regt sich bereits."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 43023.html
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Sofawolf » So 16. Dez 2018, 10:04

Nun geht es ja tatsächlich auch in Deutschland los.

Zitat: "„Gelbwesten“ protestieren erstmals in Deutschland

Die Protestwelle der „Gelbwesten“ in Frankreich schwappt auch nach Deutschland über: Die linke Sammelbewegung „Aufstehen“ hatte für Samstag zu einer ersten Kundgebung in München aufgerufen – es kamen rund 100 Menschen. Und es soll nicht die letzte Aktion der deutschen „Gelbwesten“ bleiben."

http://www.dnn.de/Nachrichten/Politik/G ... n-Muenchen

Was kommt da auf uns zu?

Erreicht man ohne Gewalt nichts wirklich?
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon DarkLightbringer » So 16. Dez 2018, 10:21

100 Personen sind selbst in München sehr, sehr wenig. Zwei Nullen mehr sind eigentlich schon drin.

Das Problem ist nicht der Verzicht auf Gewalt, das Problem ist die fehlende Unterstützung.

Langfristig seien die Erfolgschancen für die Bewegung gering, konstatiert der Berliner Soziologe Dieter Rucht. Der Zustrom von Anhängern werde stagnieren. Er nennt eine Reihe von Problemen wie die Gründung von oben und die Fokussierung auf Wagenknecht sowie den fehlenden Rückhalt unter Linken.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 43957.html
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Der Neandertaler » So 16. Dez 2018, 10:32

Hallo Sofawolf.
Sofawolf hat geschrieben:Zitat: "Präsident Macron macht einen Kniefall vor der "Gelbwesten"-Bewegung, ...."
Erreicht man ohne Gewalt nichts wirklich?
Es war in Frankreich schon immer so, daß der, der am lautesten schreit, daß der auch (mehr) bekommt, was er fordert - anders als in Deutschland. Und, ... wo und wie steht Deutschland da?
    ... und wo Frankreich?
Ich glaube nicht, daß sich Deutschland von einer unterrepräsentativen Gruppe erpressen läßt?
    ... ich hoffe es zmindest!
Wenn auch eine Schritte der Reformen durchaus wehtun und weitreichende Einschnitte sein mögen, ....
Eine Bekannte (gebürtige Französin) sagte mir, daß Frankreich vergangenheitlich wohl einige Reformen verpaßt hat. Wiewohl hiesige Reformen (wie etwa die Hartz-Gesetze) auch hierzulande (fast) zu spät kamen und dadurch ihre Auswirkungen schmerzhafter waren, als sie hätten sein müssen.Trotzdem haben sie uns (Deutschland als Ganzes) weiter voran gebracht.
    ... zumindest wirtschaftlich.
Das "Einknicken" Macrons hat vielleicht etwas mit dem politischen System zu tun.
    ... mit dessen Aufbau.
      ... dem zentralistischen Aufbau.
        ... mit dem politischen Verständnis.
Zuletzt geändert von Der Neandertaler am So 16. Dez 2018, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Misterfritz » So 16. Dez 2018, 10:34

Sofawolf hat geschrieben:(16 Dec 2018, 10:04)

Nun geht es ja tatsächlich auch in Deutschland los.

Zitat: "„Gelbwesten“ protestieren erstmals in Deutschland

Die Protestwelle der „Gelbwesten“ in Frankreich schwappt auch nach Deutschland über: Die linke Sammelbewegung „Aufstehen“ hatte für Samstag zu einer ersten Kundgebung in München aufgerufen – es kamen rund 100 Menschen. Und es soll nicht die letzte Aktion der deutschen „Gelbwesten“ bleiben."

http://www.dnn.de/Nachrichten/Politik/G ... n-Muenchen

Was kommt da auf uns zu?

Erreicht man ohne Gewalt nichts wirklich?
Eine Protestwelle stelle ich mir irgendwie anders vor.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Skull » So 16. Dez 2018, 11:13

Sofawolf hat geschrieben:(16 Dec 2018, 10:04)

Erreicht man ohne Gewalt nichts wirklich?

Doch. Natürlich. Gewalt ist ja SELTENST eine Lösung.

Ich kann ja auch nicht einfach neidisch zu meinem Nachbarn gehen,
ihm eine reinhauen und dann sein Auto zu klauen.

Auch wenn ich gerne SEIN Auto fahren möchte.

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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon unity in diversity » So 16. Dez 2018, 11:30

Misterfritz hat geschrieben:(16 Dec 2018, 10:34)

Eine Protestwelle stelle ich mir irgendwie anders vor.

Wenn Demonstranten artig bleiben, stehen sie noch in 100 Jahren mit ihren Transparenten, Rasseln und Trillerpfeifen sinnlos in der Gegend rum.
Sie müssen kreativ werden, ohne Wohlbefinden, Gesundheit, oder Leben anderer in Gefahr zu bringen.
Sie könnten zum Beispiel Zeit kosten, das dient der allfälligen Entschleunigung der Gesellschaft.
Punktuelle Straßenblockaden sind dabei hilfreich.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon jorikke » So 16. Dez 2018, 12:37

Skull hat geschrieben:(16 Dec 2018, 11:13)

Doch. Natürlich. Gewalt ist ja SELTENST eine Lösung.

Ich kann ja auch nicht einfach neidisch zu meinem Nachbarn gehen,
ihm eine reinhauen und dann sein Auto zu klauen.

Auch wenn ich gerne SEIN Auto fahren möchte.

mfg


Sag´s doch einfach, wenn du Schiss vor deinem Nachbarn hast.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Skeptiker » So 16. Dez 2018, 13:02

Skull hat geschrieben:(16 Dec 2018, 11:13)
Doch. Natürlich. Gewalt ist ja SELTENST eine Lösung.

Ich kann ja auch nicht einfach neidisch zu meinem Nachbarn gehen,
ihm eine reinhauen und dann sein Auto zu klauen.

Auch wenn ich gerne SEIN Auto fahren möchte.

mfg

Die Gelbwestenproteste und die Reaktion Macrons zeigen aber etwas anderes.

Du beschreibst also eher den Sollzustand, der durch Frankreichs Politik allerdings gefährdet wird.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Skull » So 16. Dez 2018, 13:51

Skeptiker hat geschrieben:(16 Dec 2018, 13:02)

Du beschreibst also eher den Sollzustand, der durch Frankreichs Politik allerdings gefährdet wird.

Wir sind hier im Innenpolitik-Forum. :)

Über Macron und die Gelbwesten in Frankreich ... diskutiere ich...mit meinen französischen Freunden. :D

mfg
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Skeptiker » So 16. Dez 2018, 14:03

Skull hat geschrieben:(16 Dec 2018, 13:51)
Wir sind hier im Innenpolitik-Forum. :)

Über Macron und die Gelbwesten in Frankreich ... diskutiere ich...mit meinen französischen Freunden. :D

mfg

Korrekt. Aber wenn in unserem Nachbarland gewaltsame Proteste so erfolgreich sind, dann mag der eine oder andere auf den Gedanken kommen es hier vielleicht auch auszuprobieren. Das wurde ja im zweiten Beitrag von Sofawolf schon beschrieben. Insofern stehen die Ereignisse in Frankreich durchaus in Beziehung zu der innenpolitischen Lage in Deutschland.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Misterfritz » So 16. Dez 2018, 14:29

Skeptiker hat geschrieben:(16 Dec 2018, 14:03) dann mag der eine oder andere auf den Gedanken kommen es hier vielleicht auch auszuprobieren.
Es beschränkt sich aber nur auf ein paar Hanseln. Ernsthaft, mit 100 Leuten in München erreicht man nix, auch wenn sie symbolisch gelbe Westen anhaben.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Cat with a whip » So 16. Dez 2018, 14:34

Misterfritz hat geschrieben:(16 Dec 2018, 10:34)

Eine Protestwelle stelle ich mir irgendwie anders vor.


Dem Account Sofawolf gehts wohl mit diesem Thread darum seine selektive Wahrnehmung der gewalttätigen Äusserungen der französischen (überwiegend friedlichen) Gelbwestenbewegung mit verkürzten und realitätsfremden Suggestivfragen auf die kleine ebenfalls friedliche Gruppe Nachahmer in Deutschland zu projizieren.

Mit den Leuten von "Aufstehen" die da vereinzelt Solikundgebungen mit Frankreich abhalten hat das nichts zu tun. Ich vermute der Account Sofawolf möchte etwas Stimmung machen und Skandalisieren.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am So 16. Dez 2018, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Gelbwesten, die Demokratie und die Gewalt

Beitragvon Vongole » So 16. Dez 2018, 14:34

Misterfritz hat geschrieben:(16 Dec 2018, 14:29)

Es beschränkt sich aber nur auf ein paar Hanseln. Ernsthaft, mit 100 Leuten in München erreicht man nix, auch wenn sie symbolisch gelbe Westen anhaben.


Wirkte auf mich ein bisschen wie ne ADAC-Veranstaltung. :D
Allerdings möchte ich mir nicht ausmalen, wenn da jetzt plötzlich ganz links und ganz rechts Gemeinsamkeiten entdecken sollten, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren.

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