Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39057
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Jul 2018, 11:36

Wenn ein Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund lieber Türke sein will, dann soll er das doch sein, das ist seine Entscheidung. Konsequent wäre es dann aber auch, wenn er dann einzig die türkische Staatsbürgerschaft annehmen würde. Derjenige sollte dann aber bitte nicht das Opfer spielen, wenn die "Menschen, die schon immer hier leben" ihn dann auch als Türken sehen, er hat sich ja selber dazu entschieden.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Humelix33
Beiträge: 399
Registriert: So 28. Mai 2017, 21:37

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Humelix33 » Di 24. Jul 2018, 11:42

Es hängt ganz alleine vom Verhalten ab.

Das größte Problem ist die linke Seite, die toleranzbesoffen hier fast alles durchgehen lässt, und somit quasi ein Leben als "Fremde" oder "Minderheit" begrüßen. Dazu kommt noch häufig eine islam-konservative Erziehung der Eltern - meistens des Vaters, und schon ist eine gewisse Spaltung mit der Gesellschaft da, wo auch kein Miteinander möglich ist. Oberflächlich vielleicht ja, 1-2 Stunden täglich vielleicht, aber dann geht es eher in ein islamischen Alltag, als in ein Westlich/Freiheitlichen/Modernen.

Da es nunmal auch positive Beispiele gibt, ansonsten hätten Parteien wie die AfD ja zu 100 Prozent Recht, mit dem was sie sagen, muss man bei Problemfällen schon hinterfragen und durchleuchten, was will man in Deutschland, wer hat die Schuld, dass vor allem die dritte oder vierte Generation auch eher die Tendenz zu der Heimat der Familie hat.

Und da eben sehr wenig an Integration seitens der Migranten gefordert wird, normal muss man sich assimilieren, ist auch in jedem anderen Land so, ansonsten lebt man in einer Scheinwelt, wenn man viele Dinge und die Kultur nicht annehmen möchte, da muss wirklich konsequent immer die Frage gestellt werden "Was willst du hier, wenn du nicht anpassen willst?" "Wäre es nicht besser in deine Heimat oder die Heimat deiner Eltern zu gehen, wenn du viele Gepflogenheiten und Selbstverständlichkeiten der Gesellschaft in Deutschland ablehnst?"

Man kann sich in einem Land nur voll entfalten, wenn man mit "ALLEN" Grunddingen, die es gibt, einverstanden ist, sie auch animmt um sich in der Gesellschaft unauffällig zu bewegen, statt gesonderte Aufmerksamkeit, Sonderwünsche, und eigentlich die alte Heimat hier reproduzieren will, dann ist man hier falsch. Aber solange Grüne/Linke/SPD da mitmachen, sind sie die Hauptverantwortlichen für Parallelgesellschaften und dem nicht funktionierenden Zusammenleben vieler Menschen, weil Toleranz völlig falsch interpretiert wird.
Benutzeravatar
Welfenprinz
Beiträge: 8710
Registriert: So 6. Jul 2008, 19:55
Benutzertitel: Nec aspera terrent
Wohnort: wo eigentlich die marienburg stehen sollte

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Welfenprinz » Di 24. Jul 2018, 11:43

Ich hab vor zwanzig Jahren bestimmt auch noch eine etwas andere Meinung dazu gehabt (mehr in Richtung des “endgültigen Ankommens im Zielland“).

Inzwischen bin ich durch viele konkrete Fälle in meinem Umkreis dazu gekommen,das anders zu sehen.
Gerade,wenn es über Generationen geht.
Es kann um Besitz gehen(Land,Wohnung) ,über Familiäre Beziehungen,über Bildung und Beruf.

Ein Werdegang wie bei Özils(Türkei,Deutschland,England) ist nicht millionärsspezifisch sondern -oft übers Studium-Normalität in vielen Famiilien.

Eine Forderung nach on-off -Entscheidung (türkisch-deutsch) ist definitiv anachronistisch und wird nicht die zukünftige Realität sein.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 20729
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 15:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Di 24. Jul 2018, 11:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:36)

Wenn ein Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund lieber Türke sein will, dann soll er das doch sein, das ist seine Entscheidung. Konsequent wäre es dann aber auch, wenn er dann einzig die türkische Staatsbürgerschaft annehmen würde. Derjenige sollte dann aber bitte nicht das Opfer spielen, wenn die "Menschen, die schon immer hier leben" ihn dann auch als Türken sehen, er hat sich ja selber dazu entschieden.

Deutschürken, die sich in Deutschland lieber Türken sind, sehen sich nicht als Opfer. Die machen es einfach. Die haben ein anderes Selbstbewusstsein als deutsche Rechtsaussen, die den ganzen Tag darüber jammern, dass mit ihnen niemand was zu tun haben will und sie unterwandert werden. Und Deutsche mit Selbstbewusstsein lassen die Türken sein wie sie sind, ohne staendig zu fordern, man müsse sich ihnen anpassen.
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
(Mahatma Gandhi)
Uffzach
Beiträge: 1600
Registriert: Mo 28. Aug 2017, 22:21

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Uffzach » Di 24. Jul 2018, 11:53

Kamikaze hat geschrieben:(24 Jul 2018, 09:55)

Eine neue Studie zeigt, dass sich viele Mitbürger mit türkischen Wurzeln (untersucht wurde bis zur 3. Generation) sich mehr zur Türkei zugehörig fühlen, als zu Deutschland.

Tagesschau-Artikel
Veröffentlichung des ZFTI



Warum fühlen sich Menschen, die ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben, einem anderen Land eher zugehörig?


Das ist ganz normal, weil es dabei um etwas geht, das man nicht wechseln kann wie ein Hemd.

Ich fühle mich auch nicht Deutschland zugehörig bloß weil meine Heimat gegenwärtig formal politisch zu Deutschland gehört. :cool:
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39057
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Jul 2018, 11:58

think twice hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:48)

Deutschürken, die sich in Deutschland lieber Türken sind, sehen sich nicht als Opfer.

Prima, dann kann man ja jetzt mit dem Geweine über "dies jedoch werde von der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht akzeptiert" aufhören.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 20729
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 15:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Di 24. Jul 2018, 12:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:58)

Prima, dann kann man ja jetzt mit dem Geweine über "dies jedoch werde von der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht akzeptiert" aufhören.

Es sind doch nicht die Türken, die weinen, sondern die Deutschen. Schau hier ins Forum. Dank der Türkendiskussion belebt es sich zusehends. Sind es Türken, die hier weinen oder Deutsche, die jammern, die Türken würden sich nicht anpassen?
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
(Mahatma Gandhi)
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35713
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Jul 2018, 12:09

Welfenprinz hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:43)

Ich hab vor zwanzig Jahren bestimmt auch noch eine etwas andere Meinung dazu gehabt (mehr in Richtung des “endgültigen Ankommens im Zielland“).

Inzwischen bin ich durch viele konkrete Fälle in meinem Umkreis dazu gekommen,das anders zu sehen.
Gerade,wenn es über Generationen geht.
Es kann um Besitz gehen(Land,Wohnung) ,über Familiäre Beziehungen,über Bildung und Beruf.

Ein Werdegang wie bei Özils(Türkei,Deutschland,England) ist nicht millionärsspezifisch sondern -oft übers Studium-Normalität in vielen Famiilien.

Eine Forderung nach on-off -Entscheidung (türkisch-deutsch) ist definitiv anachronistisch und wird nicht die zukünftige Realität sein.


Richtig, ich habe im zarten Alter von 18 Jahren beschlossen, dass die Welt meine Heimat ist. Geprägt durch eine familiäre Vernetzung, die inzwischen von China bis in die USA und von Südafrika bis nach Schweden reicht. Was nicht bedeutet, dass ich das Angebot deutscher Metzger und Bäcker im Ausland verschmäht hätte. ;)
Was damals ungewöhnlich war, wird heute mehr und mehr zur Norm. Eine Entscheidung für einen Staat zu fordern ist überflüssig. Letztendlich steht nur die Entscheidung an, wo man seinen Lebensabend verbringen möchte, falls man sich die Wahl leisten kann.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12834
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 17:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Dampflok94 » Di 24. Jul 2018, 12:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:36)

Wenn ein Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund lieber Türke sein will, dann soll er das doch sein, das ist seine Entscheidung. Konsequent wäre es dann aber auch, wenn er dann einzig die türkische Staatsbürgerschaft annehmen würde. ...

Die meisten möchten lieber auch Türke sein. D. h. sie lehnen das Entweder-oder ab und bestehen auf einem sowohl-als-auch. Ich persönlich habe damit überhaupt kein Problem, viele andere leider ja.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39057
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Jul 2018, 12:50

think twice hat geschrieben:(24 Jul 2018, 12:05)

Es sind doch nicht die Türken, die weinen, sondern die Deutschen.

Özil hat zwar einen deutschen Pass, sieht sich selber aber wohl mehr als Türke.

Sind es Türken, die hier weinen oder Deutsche, die jammern, die Türken würden sich nicht anpassen?

Einige Türken weinen, dass sie nicht akzeptiert und respektiert werden, einige Deutsche weinen, dass sich nicht angepasst wird.

Man sollte allen ein Taschentuchreichen und dann sehen, dass man Integrationsprobleme löst, nur durch weinen ändert sich nix.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39057
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Jul 2018, 12:58

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Jul 2018, 12:26)

Die meisten möchten lieber auch Türke sein. D. h. sie lehnen das Entweder-oder ab und bestehen auf einem sowohl-als-auch. Ich persönlich habe damit überhaupt kein Problem, viele andere leider ja.

Mir ist es unverständlich, warum Kinder oder Enkelkinder von Migranten so etwas wollen. Sie wurden in Deutschland geboren, für mich sind sie damit Deutsche (vllt. mit Ausnahme von Kindern, deren Eltern nicht dauerhaft in Deutschland leben, zB. Diplomaten, Soldaten). Und anstatt das dann auch so zu handhaben, geht man lieber auf ihren Wunsch (oder sind es vllt. doch der Wunsch der Eltern oder Großeltern?) ein und gibt ihnen die doppelte Staatsbürgerschaft. Damit zeigt man doch sehr deutlich, dass eigentlich gar keine Integration nötig ist. Wie ist das denn in den klassischen Einwanderungsländern? Gibt es in USA, Kanada und Australien die doppelte Staatsbürgerschaft?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 4732
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Di 24. Jul 2018, 13:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2018, 12:58)

Mir ist es unverständlich, warum Kinder oder Enkelkinder von Migranten so etwas wollen. Sie wurden in Deutschland geboren, für mich sind sie damit Deutsche (vllt. mit Ausnahme von Kindern, deren Eltern nicht dauerhaft in Deutschland leben, zB. Diplomaten, Soldaten). Und anstatt das dann auch so zu handhaben, geht man lieber auf ihren Wunsch (oder sind es vllt. doch der Wunsch der Eltern oder Großeltern?) ein und gibt ihnen die doppelte Staatsbürgerschaft. Damit zeigt man doch sehr deutlich, dass eigentlich gar keine Integration nötig ist. Wie ist das denn in den klassischen Einwanderungsländern? Gibt es in USA, Kanada und Australien die doppelte Staatsbürgerschaft?
In den USA und Kanada gibt es doppelte Staatsangehörigkeiten in Australien nicht.
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 9393
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 09:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Quatschki » Di 24. Jul 2018, 13:37

JJazzGold hat geschrieben:(24 Jul 2018, 12:09)


Was damals ungewöhnlich war, wird heute mehr und mehr zur Norm.

Nur für eine begrenzte, im weltweiten Maßstab zahlenmäßig verschwindend kleine Schicht. Die weil sie sich nur mit ihresgleichen abgibt, darüber ein wenig den Blick für die Realitäten verloren hat.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 39057
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 24. Jul 2018, 13:41

Orbiter1 hat geschrieben:(24 Jul 2018, 13:12)

In den USA und Kanada gibt es doppelte Staatsangehörigkeiten in Australien nicht.

Danke für die Info!
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35713
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Jul 2018, 13:54

Quatschki hat geschrieben:(24 Jul 2018, 13:37)

Nur für eine begrenzte, im weltweiten Maßstab zahlenmäßig verschwindend kleine Schicht. Die weil sie sich nur mit ihresgleichen abgibt, darüber ein wenig den Blick für die Realitäten verloren hat.


Diese Kinder kommen aus allen Schichten, vorwiegend aus der jeweiligen Mittelschicht und diesen als klein zu bezeichnen, fällt eher unter Realitätsverlust.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 24174
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Di 24. Jul 2018, 14:00

JJazzGold hat geschrieben:(24 Jul 2018, 12:09)

... Eine Entscheidung für einen Staat zu fordern ist überflüssig. Letztendlich steht nur die Entscheidung an, wo man seinen Lebensabend verbringen möchte, falls man sich die Wahl leisten kann.


Ist das nicht etwas zu romantisch??
Sich für einen Staat zu bekennen, heisst doch nicht einfach, dort nun nach eigenem Gusto zu wohnen.
Eine Staatsbürgerschaft anzunehmen, bedeutet, nicht nur Rechte zu haben, sondern auch eben Pflichten!!!
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Eric Arthur Blair
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 14502
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 13:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Keoma » Di 24. Jul 2018, 14:09

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Jul 2018, 14:00)

Ist das nicht etwas zu romantisch??
Sich für einen Staat zu bekennen, heisst doch nicht einfach, dort nun nach eigenem Gusto zu wohnen.
Eine Staatsbürgerschaft anzunehmen, bedeutet, nicht nur Rechte zu haben, sondern auch eben Pflichten!!!


Bei der vordringenden Beliebigkeit, zärtlich auch "Weltoffenheit" genannt, zählt der Heimatbegriff null.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
Daniel Patrick Moynihan
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35713
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Jul 2018, 14:19

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Jul 2018, 14:00)

Ist das nicht etwas zu romantisch??
Sich für einen Staat zu bekennen, heisst doch nicht einfach, dort nun nach eigenem Gusto zu wohnen.
Eine Staatsbürgerschaft anzunehmen, bedeutet, nicht nur Rechte zu haben, sondern auch eben Pflichten!!!


Meine Rechte und Pflichten habe ich wahrgenommen, wo immer ich mich aufhielt. Die Entscheidung, wo ich meinen Lebensabend verbringe, war in erster Linie pragmatisch geprägt, Haus, See, Berge, langjähriges soziales Umfeld, üppige ärztliche Versorgung, alles vorhanden, und natürlich geprägt durch die Freude auf die Rückkehr ins schönste, weltoffenste, liberalste und gemütlichste Bundesland Deutschlands. :)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 9393
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 09:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Quatschki » Di 24. Jul 2018, 14:21

JJazzGold hat geschrieben:(24 Jul 2018, 13:54)

Diese Kinder kommen aus allen Schichten, vorwiegend aus der jeweiligen Mittelschicht und diesen als klein zu bezeichnen, fällt eher unter Realitätsverlust.

2-3 Millionen Polen leben im Ausland. 37 Millionen in Polen. Damit ist Polen schon ein Land mit extrem mobiler Bevölkerung.
Halb Irland ist im 19.Jh nach den USA ausgewandert. Erst später gab es eine irische Nationalbewegung, wo doch praktisch alle sich aufgrund ihrer Verwandschaft eigentlich als Weltbürger fühlen müßten?
Bei China, Rußland oder auch Japan dürfte der Anteil der "Weltbürger" und globalisierten Karrierevagabunden unter 1% liegen
Oder US-Amerikaner! Würde mich nicht wundern, wenn 90% noch nie im Ausland waren (Militärdienst ausgenommen)
Zuletzt geändert von Quatschki am Di 24. Jul 2018, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 35713
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Di 24. Jul 2018, 14:23

Keoma hat geschrieben:(24 Jul 2018, 14:09)

Bei der vordringenden Beliebigkeit, zärtlich auch "Weltoffenheit" genannt, zählt der Heimatbegriff null.


Es ist mein Leben, ich habe nur dieses eine, und das lebe ich exakt so, wie ich es will und von engstirnigen Nationalisten lasse ich mir gar nichts vorschreiben.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Frank_Stein und 2 Gäste