Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

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Marmelada
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Marmelada » Do 26. Jul 2018, 02:31

Lamasshu hat geschrieben:(26 Jul 2018, 02:05)

Dich kann man wohl auch nicht von deinen Vorurteilen abbringen, dass deutsche und türken ja scheinbar als Nachbarn nebenan wohnen.
Das sie mit deutschen aufwachsen - woher willst du das wissen?
Das ist selbst für hiesige Verhältnisse absurd. Willst du Neurechte lächerlich machen?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Do 26. Jul 2018, 02:33

Lamasshu hat geschrieben:(26 Jul 2018, 02:05)

Dich kann man wohl auch nicht von deinen Vorurteilen abbringen, dass deutsche und türken ja scheinbar als Nachbarn nebenan wohnen.
Das sie mit deutschen aufwachsen - woher willst du das wissen? Es kommen zum Teil Kinder in die Schule, die kein Wort deutsch sprechen...
Gehen mit ihnen zur Schule - In Neukölln gibt es Schulen mit einem Migrantenanteil von 90% und höher.
spielen im Verein Fussball - Ich kenne keinen deutschen, der bei Hürriyet, Hürtürkel oder türkiyemspor Fussball spielt.

Aber noch etwas anderes:
Angenommen ich lerne als deutscher (mit polnischen Wurzeln übrigens) eine hübsche Türkin kennen und wir verlieben uns. Ihre Familie lehnt mich allerdings ab, weil ich kein Moslem/Türke bin. Du sag mal, ist das jetzt eigentlich auch Rassismus?

Ich bin mit Tuerken, Russen und Polen u.a. in Berlin aufgewachsen. Kannst du nicht wissen, interessiert dich auch nicht, du weisst es trotzdem besser. Du hast ja Internet und kannst lesen. :)
Ich habe mal einen Thüringer Motorradkumpel zum Public viewing zum Em-Spiel Deutschland -Türkei nach Hannover eingeladen. Eigentlich ein ganz Netter, bis auf seine vorurteile gegen Auslaender und speziell gegen Tuerken. Nach dem Türkei Aus feierten Tuerken und Deutsche gemeinsam den Einzug der deutschen ins Finale auf der Strasse. Der Kumpel staunte Baukloetze , um dann zu sagen, er könne die Türken trotzdem nicht leiden. Als ich fragte, warum, antwortete er wörtlich (ich schwöre es): "Die gucken alle so komisch."
Ich habe daraufhin den Kontakt abgebrochen. Ein hoffnungsloser Fall.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Senexx » Do 26. Jul 2018, 05:21

Bedauerlich, dass auch dieses Thema von den üblichen Verdächtigen wieder zugeschissen wird.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Keoma » Do 26. Jul 2018, 08:03

think twice hat geschrieben:(26 Jul 2018, 02:33)

Ich bin mit Tuerken, Russen und Polen u.a. in Berlin aufgewachsen. Kannst du nicht wissen, interessiert dich auch nicht, du weisst es trotzdem besser. Du hast ja Internet und kannst lesen. :)
Ich habe mal einen Thüringer Motorradkumpel zum Public viewing zum Em-Spiel Deutschland -Türkei nach Hannover eingeladen. Eigentlich ein ganz Netter, bis auf seine vorurteile gegen Auslaender und speziell gegen Tuerken. Nach dem Türkei Aus feierten Tuerken und Deutsche gemeinsam den Einzug der deutschen ins Finale auf der Strasse. Der Kumpel staunte Baukloetze , um dann zu sagen, er könne die Türken trotzdem nicht leiden. Als ich fragte, warum, antwortete er wörtlich (ich schwöre es): "Die gucken alle so komisch."
Ich habe daraufhin den Kontakt abgebrochen. Ein hoffnungsloser Fall.


Nun, in einem Forum kann man allerhand schreiben.
Man sollte es aber wenigstens interessant machen.

Im Übrigen hast du dich ja selbst aus der Objektivität gekickt.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Neandertaler » Do 26. Jul 2018, 08:10

Senexx hat geschrieben:(26 Jul 2018, 05:21)

Bedauerlich, dass auch dieses Thema von den üblichen Verdächtigen wieder zugeschissen wird.

In der Tat. Manchmal denke ich es wäre sinnvoll die Postingzahl des einzelnen Users zu begrenzen.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon JJazzGold » Do 26. Jul 2018, 08:12

"ThorsHamar"

Ja, eben, Jazz. Das meinst ich doch mit " dass Gesellschaften eben nur mit Kategorisierungen und Katalogisierungen in und aus allen Richtungen funktionieren."

Du bist Frau, Bayerin, Europäerin, Weisse, Mutter, Tochter, Chefin, Untergebene usw....


Alles richtig, aber ohne authentische Persönlichkeit, wäre ich nicht das, was ich bin.

So what .... wer sich in Gesellschaft begibt, wird bewertet. Das IST SO ! :cool:
Sogar Eremiten beginnen irgendwann, wahrscheinlich schon grundlegend vorher, sich zu bewerten ....


Interessanter Gedanke



Das ist eben keine Einbahnstrasse! Man hört hier bei mir nie "'schbin Deutscha, Alda" ....


Frag mich nicht woran es liegt, aber bei mir können sie gar nicht schnell genug ein Dirndl anziehen. Es muss mit der Attraktion einer Gemeinschaft anzugehören zu tun haben. “When in Rome do as the Romans do.“


Müssen sie ja auch nicht. Offenbar gibt es keine Probleme, die vergleichbar der Türkenproblematik in D sind ...



Es könnte daran liegen, dass der Deutsche anteilig auch im Ausland immer der Deutsche bleibt und das auch bleiben will und keinen Wert darauf legt, “assimiliert“ zu werden.

Logisch, Du hast Deine Tüte selbst dekoriert angeboten.
Genau so funktioniert das auch mit den Angeboten der Türken in Deutschland.


Mal abgesehen davon, dass er seit Atatürk verboten ist, kannst du dir vorstellen was hier los wäre, würden die Männer mit dem Fes auftauchen? Da würde bei der einsetzenden Schnappatmung der CO² Wert messbar steigen.

Ja, so ist das eben, wenn man sich auf das Menschsein konzentriert. In unserem momentanen Team sind eine Japanerin, je ein Kollege aus Benin, aus Mosambik, Serbien, Neuseeland, Russland und Finnland plus 3 Deutsche.
Unsere Not-Sprache ist english, aber alle versuchen, gut Deutsch zu sprechen, auch wir Deutschen.
Es gibt keine Sekunde, in welcher unsere Herkünfte überhaupt wichtig wären. Warum? Weil wir alle den gleichen Spirit haben, unsere Aufgaben zu lösen. Wir alle WOLLEN Gemeinsamkeit und stellen Ansprüche erst nach Check und Abgleich mit dem Gemeinwohl ...


Diesen Spirit setze ich bereits bei der Einstellung voraus, das wird bei euch nicht anders sein. Schön, wenn es klappt. Bleibt aber nach wie vor die Frage, ob sich das auf das Privatleben zum Gemeinwohl Deutschlands übertragen lässt. Ich habe diesbezüglich völlig unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Neandertaler » Do 26. Jul 2018, 08:14

H2O hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:23)
. Da wäre schon eher eine Umgangsweise mit Minderheiten wie in den schrecklichen 13 Jahren denkbar, wenn man bestimmten Haltungen freien Lauf ließe.

Um mit deinen Worten zu antworten:
Diese Frage können Sie am besten mit wiki aufklären. Solche Verhältnisse herrschen in Deutschland nicht, und sie sind auch nicht zu erwarten.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Neandertaler » Do 26. Jul 2018, 08:29

Alexyessin hat geschrieben:(25 Jul 2018, 22:25)

Und nein, der Bürgerkrieg in Bosnien lag nicht im ethnischen unhomogenen, sondern weil sich Tudjman und Slobo sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägel gegönnt.


Die waren beileibe nicht die einzigen Akteure.
Tschuldigung aber Verennst du dich nicht hier etwas?
Ein Ethniescher Konflikt ausgetragen von denn Milizien der einzellen Ethnien Unterstützt durch ihre jeweiligen Mutterländer bei dem die ethnie keine Rolle gespielt haben soll? Das klingt für mich etwas absurd. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich eher unmöglich daß es die gleiche Entwicklung gegeben hätte wäre Bosnien rein Bosnisch gewesen.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon H2O » Do 26. Jul 2018, 08:32

Neandertaler hat geschrieben:(26 Jul 2018, 08:14)

Um mit deinen Worten zu antworten:
Diese Frage können Sie am besten mit wiki aufklären. Solche Verhältnisse herrschen in Deutschland nicht, und sie sind auch nicht zu erwarten.


Hoffentlich behalten Sie Recht! Ich bin mir bei dieser Entwicklung nicht so sicher. Das geht ja nicht von heute auf morgen. Die "Mitte" schrumpft, die Ränder wachsen... dazu brauche ich jetzt aber kein wiki.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Do 26. Jul 2018, 08:51

Senexx hat geschrieben:(26 Jul 2018, 05:21)

Bedauerlich, dass auch dieses Thema von den üblichen Verdächtigen wieder zugeschissen wird.

Das ganze Thema dient den ueblichen Verdächtigen lediglich als eine weitere Plattform, das Forum mit ihren ueblichen Vorurteilen, Unterstellungen, Beleidigungen und Diffamierungen zuzuscheissen.
Zur Abwechslung diskutieren wir mal wieder die Türkenproblematik, anstatt Kriminalität durch Fluechtlinge, Kriminalitaet durch Migranten, die Sinti- und Roma-Problematik. Man gönnt sich ja sonst nix.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon May159 » Do 26. Jul 2018, 09:05

think twice hat geschrieben:(26 Jul 2018, 02:33)

Ich bin mit Tuerken, Russen und Polen u.a. in Berlin aufgewachsen. Kannst du nicht wissen, interessiert dich auch nicht, du weisst es trotzdem besser. Du hast ja Internet und kannst lesen. :)
Ich habe mal einen Thüringer Motorradkumpel zum Public viewing zum Em-Spiel Deutschland -Türkei nach Hannover eingeladen. Eigentlich ein ganz Netter, bis auf seine vorurteile gegen Auslaender und speziell gegen Tuerken. Nach dem Türkei Aus feierten Tuerken und Deutsche gemeinsam den Einzug der deutschen ins Finale auf der Strasse. Der Kumpel staunte Baukloetze , um dann zu sagen, er könne die Türken trotzdem nicht leiden. Als ich fragte, warum, antwortete er wörtlich (ich schwöre es): "Die gucken alle so komisch."
Ich habe daraufhin den Kontakt abgebrochen. Ein hoffnungsloser Fall.


Ich kann mich auch noch gut an das EM-Spiel erinnern. Ich habe da andere Erfahrungen gemacht und zwar, dass Gruppen von Türken beim Autokorso Deutschlandfahnen aus den vorbeifahrenden Autos gerissen haben und auf den Boden schmissen. Aber weder diese negative Erfahrung, noch Ihre positive Erfahrung hat irgendeine Bedeutung. Ich denke wir sollten uns bei dieser Debatte nicht von solchen Kleinigkeiten leiten lassen.

Die Frage die doch eher im Raum steht ist, wie kann es einfach so hingenommen werden, dass über 60% (mehr als jeder Zweite) der Türken in Deutschland einen Dispoten wählt. Und die Frage die sich anschließt ist, wie können die politisch meist eher links angeordneten Bürger, dieses Verhalten dann ignorieren oder die Schuld nahezu komplett auf die deutsche Bevölkerung abwälzen. Was würden diese Menschen sagen, wenn über 60% der Deutschen die AFD wählen würden, die vom Nationalismus-Grad wahrscheinlich auf einer Ebene mit Erdogan steht.

Es ist wie schon seit Jahrzehnten. In vielen politischen Gruppierungen wird dem in Deutschland lebenden Ausländer ein Großteil seiner Verantwortung für ein funktionierendes Zusammenleben abgenommen. Und wenn es dann zu so belegbaren Situationen kommt, wie die Wahlergebnisse von Erdogan oder Kriminalitätsraten oder Arbeitslosenzahlen und dem Bildungsniveu der Zugewanderten, dann liegt es immer an den rassistischen Deutschen die dafür verantwortlich sind, dass die Zuwanderer nicht integriert werden können.

Ein Vorredner hat ein tolles Beispiel gebracht mit Beziehungen zwischen deutschen Männern und türkischen Frauen. Dies ist aus meiner Sicht fast unmöglich, während deutsche Frauen durchaus mit türkischen Männern in Beziehungen sein dürfen (so steht es ja auch im Koran). Ich habe in meinem Bekanntenkreis einmal überlegt wie hier das Verhältnis ist. Ich kenne 15 türkische Männder die mit deutschen Frauen in Beziehungen waren und 0 deusche Männer die mit türkischen Frauen in einer Beziehung waren.

Wenn man diese Aspekte umdrehen würde, also 60% der Deutschen wählen nationalistische Parteien und verbieten es ihren Frauen mit ausländichen Männern eine Beziehung einzugehen (bzw. mit nicht christilchen Männern), dann wäre der Aufschrei von "Links" grenzenlos. Wenn sich Einwanderer so verhalten, ist das natürlich die Schuld von den rassistischen Deutschen.

P.S. ich habe auch eine Bekannte die nach offenen Grenzen für alle schreit und jedem ein grenzenloses Aufenthaltsrecht in Deutschlad geben will. Zitat: "Jeder Mensch der Welt soll da leben dürfen wo er will". Trotz dieser unfassbar naiven und radikalen, nennen wir es mal Meinung, käme ich nicht im Traum auf die Idee die Freundschaft zu beenden. Es ist ein gefährlicher Weg wenn man beginnt soziale Beziehungen zu beenden, weil man mit den Ansichten seines Freundes nicht übereinstimmt. Aber das nur nebenbei
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Senexx » Do 26. Jul 2018, 09:09

think twice hat geschrieben:(26 Jul 2018, 08:51)

Das ganze Thema dient den ueblichen Verdächtigen lediglich als eine weitere Plattform, das Forum mit ihren ueblichen Vorurteilen, Unterstellungen, Beleidigungen und Diffamierungen zuzuscheissen.
Zur Abwechslung diskutieren wir mal wieder die Türkenproblematik, anstatt Kriminalität durch Fluechtlinge, Kriminalitaet durch Migranten, die Sinti- und Roma-Problematik. Man gönnt sich ja sonst nix.

Sie gehören zu den üblichen Verdächtigen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Alexyessin » Do 26. Jul 2018, 09:12

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:24)

Ich habe dir oben die Quellen verlinkt, wenn du diese nicht lesen willst, ist das dein Bier. Was würde in Bosnien wohl passieren, ohne den permanenten Fluss aus der EU-Kasse, mit dem alle Unzufriedenen geschmiert werden? Was würde in Bosnien wohl passieren, ohne ausländische Soldaten, die die Einheimischen davon abhalten, sich an die Gurgel zu gehen?


Nachdem Bürgerkrieg ist das wenig verwunderlich, aber lt. meinem Link läuft BIH nicht unter failed State, Julian. Fakten.

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:24)
So sind sie halt, unsere Gutmenschen. Der Mensch ist gut und hat keine bösen Gefühle, bis ein böser Mensch kommt. Dabei war Milosevic ja nicht einmal rechts, weswegen viele Linke bis heute noch auf seiner Seite sind.


Welche Linken sind denn noch auf der Seite Milos? Entweder warst du zu jung um die Balkankriege verfolgen zu können oder du willst partout hier die Aggressoren nicht erkennen.

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:24)
Nun, es gibt eben immer jemanden, der den Hass, wie du sagst: entfachen kann. Deswegen sind ethnische Minderheiten auf der ganzen Welt ein Problem; sie destabilisieren ganze Staaten. Die Esten wären gerne ihre russische Minderheit los, die jederzeit zur Destabilisierung genutzt werden könnte; die Kosovo-Albaner wären auch noch gerne die letzten Serben los, die im Kosovo leben; der ganze Westbalkan fürchtet, es könne eine Bewegung hin zu einem Großalbanien geben, wobei man wissen muss, dass Albaner in Albanien, im Kosovo, in Mazedonien, in Bosnien, in Serbien und in Griechenland leben.


Mit anständiger Selbstverwaltung gibt es wenig Probleme mit ethnischen Minderheiten. Bestes Beispiel findest du übrigens in unserem Land, die Sorben.

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:24)
Dieses Modell will ich nicht für Deutschland. Wer hier einwandert und bleiben möchte, soll Deutscher werden, und nicht andere ethnische Identitäten in den Vordergrund rücken; er soll nicht nur Gesetz, sondern deutsche Sitten und Gebräuche achten. Wer das nicht will, kann hier gerne Gast sein, wenn er sich wie ein Gast benimmt, oder alternativ auch wieder gehen.


Es reicht vollkommen aus, sich an die Gesetze zu halten. Kulturchauvinismus bringt niemanden weiter. Denn was bei dir Sitte ist, ist bei mir keine und umgekehrt. Oder achtest du penibel darauf zwischen 24. Dezember und 06. Januar keine Wäsche aufzuhängen?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Alexyessin » Do 26. Jul 2018, 09:18

Neandertaler hat geschrieben:(26 Jul 2018, 08:29)

Die waren beileibe nicht die einzigen Akteure.
Tschuldigung aber Verennst du dich nicht hier etwas?
Ein Ethniescher Konflikt ausgetragen von denn Milizien der einzellen Ethnien Unterstützt durch ihre jeweiligen Mutterländer bei dem die ethnie keine Rolle gespielt haben soll? Das klingt für mich etwas absurd. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich eher unmöglich daß es die gleiche Entwicklung gegeben hätte wäre Bosnien rein Bosnisch gewesen.


BIH war ein Musterbeispiel von interreligiösem Zusammenleben. Es waren die national-chauvinistischen Idioten, denen die Herren Tudjman und Milsosevic voranstanden, die das zerstört haben. Die bosnischen Muslime wurden dann in der Mitte aufgerieben.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Julian » Do 26. Jul 2018, 09:22

think twice hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:52)

Du hast dich im Thread geirrt mit deinem Vortrag. Deine Herrenmenschenvisionen kannst du vielleicht bei den Fluechtlingen anbringen, die vor dir buckeln, weil sie um eine Aufenthaltserlaubnis betteln muessen, aber nicht bei den Türken. Drei Viertel der Deutschtürken in der vierten Generation haben die deutsche Staatsangehörigkeit, sie scheissen auf dein "Gast"-Gelaber und auf das, was du von ihnen forderst.
Koennen sich auch alle anderen auf die Fahne schreiben, die meinen, sie könnten den Türken Vorschriften machen. Deshalb brauchen sie mich auch nicht als Sprecher, wie ich vorhin gelesen habe. An den Türken beissen sich die Nationaltuemler die Zähne aus und deshalb moegt ihr sie am allerwenigsten, aber auch das ist den Türken egal.


Danke, dass du bestätigst, dass wir ein Problem haben. Ja, viele Türken wollen hier einfach so weiterleben wie in der Türkei und lehnen Assimilation ab, und viele machen gar keinen Hehl daraus, dass sie mit dem Staat Deutschland, den Deutschen und ihrer Kultur nicht viel anfangen können und auch gar nicht wollen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Do 26. Jul 2018, 09:23

May159 hat geschrieben:(26 Jul 2018, 09:05)


Die Frage die doch eher im Raum steht ist, wie kann es einfach so hingenommen werden, dass über 60% (mehr als jeder Zweite) der Türken in Deutschland einen Dispoten wählt. Und die Frage die sich anschließt ist, wie können die politisch meist eher links angeordneten Bürger, dieses Verhalten dann ignorieren oder die Schuld nahezu komplett auf die deutsche Bevölkerung abwälzen. Was würden diese Menschen sagen, wenn über 60% der Deutschen die AFD wählen würden, die vom Nationalismus-Grad wahrscheinlich auf einer Ebene mit Erdogan steht.


Das ist auch schon wieder so eine verfälschte Aussage. Es haben nicht 60% der Tuerken Erdogan gewählt. Es haben nur 50% der 1,5 Millionen wahlberechtigten Tuerken überhaupt gewaehlt und davon 60% Erdogan.
Ja, die sind genauso daemlich wie deutsche Afd-Waehler, keiner Diskussion wert. Aber dem allergrößten Teil der Deutschtürken geht Erdogan am Arsch vorbei. Genau wie dem allergrößten Teil der Deutschen Gauland am Arsch vorbei geht.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Do 26. Jul 2018, 09:26

Julian hat geschrieben:(26 Jul 2018, 09:22)

Danke, dass du bestätigst, dass wir ein Problem haben. Ja, viele Türken wollen hier einfach so weiterleben wie in der Türkei und lehnen Assimilation ab, und viele machen gar keinen Hehl daraus, dass sie mit dem Staat Deutschland, den Deutschen und ihrer Kultur nicht viel anfangen können und auch gar nicht wollen.

Die Deutschtürken der 3. und 4. Generation sind hier geboren und sozialisiert. Die fahren bestenfalls in den Urlaub in die Türkei, genießen die Sonne und fliegen wieder nach Hause.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Keoma » Do 26. Jul 2018, 09:29

think twice hat geschrieben:(26 Jul 2018, 09:26)

Die Deutschtürken der 3. und 4. Generation sind hier geboren und sozialisiert. Die fahren bestenfalls in den Urlaub in die Türkei, genießen die Sonne und fliegen wieder nach Hause.


Eben nicht.

https://www.tagesschau.de/inland/deutsc ... n-101.html

Nur auf die Schnelle.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Julian » Do 26. Jul 2018, 09:29

Marmelada hat geschrieben:(26 Jul 2018, 00:27)

Zum Glück muss er die Forenregeln nicht achten, sondern kann nach Lust und Laune Themen mit seiner Propaganda schreddern.


Redest du mit mir in der dritten Person?

Mein Beitrag hat unmittelbar mit dem Thema des Strangs zu tun: Es geht darum, ob Einwanderer, beispielsweise aus der Türkei, sich hier weiterhin als Türken, Deutschtürken oder Deutsche fühlen und fühlen sollten.

Ich habe darauf eine klare Antwort gegeben und diese anhand von Beispielen begründet. Die Antwort mag dir nicht gefallen, themenfremd ist sie jedoch keinesfalls.

Dir steht es aber frei, meine Beiträge der Moderation zu melden.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Do 26. Jul 2018, 09:34

Keoma hat geschrieben:(26 Jul 2018, 09:29)

Eben nicht.

https://www.tagesschau.de/inland/deutsc ... n-101.html

Nur auf die Schnelle.

Man beachte die Prozentzahlen. Auf die Schnelle.
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