Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

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Tom Bombadil
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 25. Jul 2018, 17:50

sünnerklaas hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:43)

Dadurch ist die türkische Regierung einigermaßen flüssig, gleichzeit fließt das in die Außenhandelsbilanz ein.

Dann sollten sich die niederländische und deutsche Regierung vllt. überlegen, ob sie den Abfluss des "Nazigeldes" in die Türkei nicht stoppen sollten. Zumindest solange, bis der größenwahnsinnige Autokrat Demut gelernt hat.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Raul71 » Mi 25. Jul 2018, 17:58

think twice hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:25)

Der war gut! :D

Seit 3 Jahren hört und liest man nur Flüchtlingskrise , Fluechtlingsproblematik, Fluechtlinge hier und Fluechtlinge da.

Nun hat Mesut Oezil mit einem Foto die Türken wieder auf Platz 1 katapultiert und es gibt kein größeres Problem als Türken! :D
Die Türken, die türkische Presse und ein paar seltsame Politiker haben dieses Thema, teilweise auch bewusst, hochstilisiert. Wie kann ein Özil ein paar Tage vor der WM demonstrieren, dass er als Deutscher Wahlkampfhilfe betreiben will? Was hatte Erdogan mit der WM zu tun? Özil kann doch, wie es sich heraus gestellt hat, seinen autokratischen Präsidenten jederzeit umarmen und abküssen aber doch nicht ein paar Tage vor einer WM. So unmündig kann der deutsche Nationalspieler gar nicht sein, dass man alles auf sein Management schieben kann. Und dann wird so etwas noch zum Rassismus konstruiert. Das ist mehr als frech. Das ist übel.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Jul 2018, 18:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:50)

Zumindest solange, bis der größenwahnsinnige Autokrat Demut gelernt hat.
Diese Demut bringen ihm noch die Finanzmärkte bei. Seine auf Kredit (hauptsächlich in Euro) basierender Wirtschaftsaufschwung, angetrieben durch gigantische Infrastrukturprojekte geht nicht mehr lange gut. Mal sehen wann er den IWF bitten muß Kredite zur Verfügung zu stellen.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Neandertaler » Mi 25. Jul 2018, 18:11

Alexyessin hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:13)

3. Warum war der Krieg in Slowenien kürzer als der in Bosnien?
a) Weil Kroatien dazwischen lag
b) Weil Kroatien dazwischen lag

Ne die Kroatien haben nicht groß eingegriffen. Punkt war das der slowenische Widerstand wesentlich heftiger und koordinierter war als vorher vermuttet und die Rekruten das jugoslawischen Armee nicht wussten wozu sie dort ihr Leben reskieren Sollten. Jugoslawien war ja offensichtlich am zerbrechen.
Und ja, es gab keine anderen relevanten Bevölkerungsgruppen in Slowenien und somit auch keine Milizien derselben.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Julian » Mi 25. Jul 2018, 18:17

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:03)

Da hättest du ruhig noch weiter aus dem Artikel zitieren sollen.

"Die deutsche Staatsbürgerschaft scheint sich für Türken integrationsfördernd auszuwirken: Wer den deutschen Pass hat, schneidet bei vielen Integrationsindikatoren besser ab als diejenigen, die noch nach Jahren in Deutschland nur den türkischen Pass besitzen."

Dann ist man hoffentlich auf einen guten Weg. Inzwischen haben ja immer mehr in Deutschland lebende Personen mit türkischem Migrationshintergrund die deutsche Staatsangehörigkeit. Zitat aus der aktuellen Studie die im Eröffnungsposting verlinkt wurde:

"In NRW sind 45% und auf Bundesebene 44% der volljährigen Befragten deutsche Staatsbürger, wobei der Anteil der deutschen Staatsbürger im Generationenverlauf deutlich wächst –in NRW sind ein Viertel der ersten, gut die Hälfte der zweiten und drei Viertel der dritten Generation Deutsche. .... Deutsche Staatsbürger unterscheiden sich von türkischen Staatsbürgern nach dem Grad der Integration, nach Identifikation und nach politischer Partizipation. Ihr Grad der Akkulturation (Hinweis: Das sind Anpassungsprozesse von Personen oder sozialen Gruppen an eine Kultur in Hinsicht auf Wertvorstellungen, Sitten, Brauchtum, Sprache, Religion, Technologie und anderes) und Interaktion ist –auch bedingt durch die Generationsunterschiede –höher als der türkischer Staatsbürger."

Wird aber nicht einfach werden die in Deutschland lebenden Türken besser zu integrieren wenn die Populisten in der Türkei (Erdogan, AKP) und in Deutschland (AfD, PEGIDA) das mit ihrem Hass und ihrer Hetze bewusst verhindern wollen.


Die Behauptung, der deutsche Pass fördere die Integration, ist nicht belegt. Es handelt sich um eine Korrelation, bei der unklar bleibt, was Ursache und was Wirkung ist. Vielleicht bemühen sich besser integrierte Türken eher um die Staatsbürgerschaft? Oder vielleicht bekommen einige der schlechter Integrierten gar keine, weil sie sich nicht selbst versorgen können, keine Sprachkenntnisse haben oder vorbestraft sind?

Das soll nicht heißen, dass ich das Gegenteil behaupte, aber für mich ist das einfach kein wissenschaflicher Beleg. Und andere Länder, die traditionell viel freigebiger waren mit der Staatsbürgerschaft (Frankreich, Belgien) haben nicht unbedingt bessere Integrationserfolge.

Fruchtbarer wäre meiner Meinung nach ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Bundesländern. Ich vermute beispielsweise, dass Türken im provinziellen Baden- Württemberg besser integriert sind als im liberalen Berlin oder auch in NRW.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon H2O » Mi 25. Jul 2018, 18:23

sünnerklaas hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:43)

Wer als türkischstämmiger in die Türkei geht, wird dort als "Deutschländer" beschimpft.
Dass Fachkräfte und Akademiker die Türkei verlassen, ist angesichts der sich abzeichnenden schweren Wirtschaftskrise in der Türkei durchaus im Sinne der türkischen Regierung. Die kann dann hoffen, dass diese Leute regelmässig hohe Beträge in harter Valuta an die Verwandten in die Türkei überweisen. Dadurch ist die türkische Regierung einigermaßen flüssig, gleichzeit fließt das in die Außenhandelsbilanz ein.


Ich halte es in diesem Sinne mit dem Alten Fritz. "Wenn brave Türken in unser Land kommen, dann will ich ihnen Moscheen bauen... und gute Preußen aus ihnen machen!" Ich kenne brave Türken, die ebenso gut brave Deutsche sein könnten, wenn man sie denn ließe. Willkommen in unserer toleranten freiheitlich-demokratischen Gesellschaft!

Das wäre doch ein feiner Zug des großen Führers Erdogan, wenn er auf diese Weise an der Lösung unseres Fachkräftemangels mitwirkte!
Zuletzt geändert von H2O am Mi 25. Jul 2018, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Julian » Mi 25. Jul 2018, 18:26

Alexyessin hat geschrieben:(24 Jul 2018, 11:13)

1. Warum eine Abkehr von den Ergebnissen der fanzösischen Revolution?
2. KuKanien ist nicht an einer gescheiterten Minderheitspolitik auseinandergefallen, sondern weil sie keine Minderheitspolitik gemacht haben. Aber das ist ein Abendfüllendes Thema, wenn du also genug Zeit aufbringst können wir dies gerne mal im Geschichtsforum durchquatschen.
3. Warum war der Krieg in Slowenien kürzer als der in Bosnien?
a) Weil Kroatien dazwischen lag
b) Weil Kroatien dazwischen lag


Französische Revolution heißt, dass alle Staatsbürger gleich sind, dass alle Französisch sprechen, dass sie sich aktiv zu ihrer Republik bekennen und keine Extrawürste für diese oder jene Minderheit gebraten werden.

Slowenien war ethnisch weitgehend homogen, Bosnien nicht. Deswegen gab es in Slowenien keinen Bürgerkrieg, während sich die Ethnien in Bosnien über Jahre hinmetzelten. Slowenien als ethnisch homogenster Nachfolgestaat Jugoslawiens steht heute sehr gut da, während das ethnisch gemischte Bosnien einen gescheiterten Staat darstellt.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Neandertaler » Mi 25. Jul 2018, 18:28

Ich finde die Debatte etwas heuchlerisch als ob Deutschtürken nicht in deutsch türkisch etc einteilen würden.

Man kann auch nicht schwul und heterosexuell gleichzeitig sei. Dann ist man bi. Oder gleichzeitig Veganer und Fleischerfresser.

Oder etwas besseres Beispiel man kann natürlich von zwei Verschiedenen Vereinen in der gleichen Liga Fan sein, wird dann aber von den Hardcore Fans nicht anerkannt. Und kann allein aus logistischen Gründen gar alle Spiele beider Vereine sehen. Wenn man damit glücklich ist ist es natürlich trotzdem super nur man sollte sich dann nicht als hundertprozentiger Fan aufführen.

Zudem wundert mich das der natürliche Prozess der Assimilation immer als böser Zwang dargestellt wird, ist nicht eher merkwürdig und Zwanghaft wenn man darauf besteht das die Kinder unbedingt die Kultur des Grossvaters nicht der Umgebung haben?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon H2O » Mi 25. Jul 2018, 18:48

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 18:26)

Französische Revolution heißt, dass alle Staatsbürger gleich sind, dass alle Französisch sprechen, dass sie sich aktiv zu ihrer Republik bekennen und keine Extrawürste für diese oder jene Minderheit gebraten werden.

Slowenien war ethnisch weitgehend homogen, Bosnien nicht. Deswegen gab es in Slowenien keinen Bürgerkrieg, während sich die Ethnien in Bosnien über Jahre hinmetzelten. Slowenien als ethnisch homogenster Nachfolgestaat Jugoslawiens steht heute sehr gut da, während das ethnisch gemischte Bosnien einen gescheiterten Staat darstellt.


Ihre Vorstellungen von französischer Revolution gehen aber ziemlich stark von Ihrem Wunschdenken aus!

In allererster Linie ging es darum, die als äußerst bedrückend empfundene Adelsherrschaft zu beseitigen und sie durch die Herrschaft des Volkes und der Menschenrechte zu ersetzen. Der Gedanke des französischen Nationalstaats ist aber viel älter; darum hat schon Johanna von Orleans gekämpft! ;) Ja, am Hofe der vielen Ludwigs wurde französisch gesprochen... was denn sonst? Und weil das so praktisch war, taten es die Höfe Europas zwischen Lissabon und Sankt Petersburg ihnen nach.

Also, mit dieser Geschichtsdeutung erfüllen Sie sich einen Wunsch; sonst nichts. Und als die französische Revolution in ein Kaiserreich Frankreich umschlug, und sich Französisch sprechende Offiziere über ihre Elsässer Kollegen beschwerten, daß die sich in ihrem Kauderwelsch unterhielten, da hat Napoleon sie abgekanzelt: "Das ist in Ordnung, so lange sie ihren Säbel auf Französisch schwingen!"

Zu dumm, daß die französische Herrschaftsklasse im besetzten Deutschland es mit den Abgaben und dem Militärdienst so übertrieben hat. Andernfalls grenzte Frankreich heute an Polen... oder Rußland... Leider fehlte dieser Weitblick vor 200 Jahren, und heute beginnt der gewonnene Weitblick wieder zu schrumpfen. Immerhin waren die mitgebrachten bürgerlichen Freiheiten der französischen Revolution und des Kaiserreichs Frankreich nicht mehr auf zu halten.

Eine vertiefte Darstellung des Bürgerkriegs in Jugoslawien drohe ich schon jetzt an, wenn Sie weiterhin Ihre Theorien dazu verbreiten. Sie sind auf dem Holzweg!
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Jul 2018, 18:53

Neandertaler hat geschrieben:(25 Jul 2018, 18:28)

Ich finde die Debatte etwas heuchlerisch als ob Deutschtürken nicht in deutsch türkisch etc einteilen würden.

Man kann auch nicht schwul und heterosexuell gleichzeitig sei.
Die Verbundenheit zu einem Land mit der sexuellen Orientierung zu vergleichen ist abartig.
Oder etwas besseres Beispiel man kann natürlich von zwei Verschiedenen Vereinen in der gleichen Liga Fan sein, wird dann aber von den Hardcore Fans nicht anerkannt.
Wen interessiert die Meinung der Hardcore-Fans? Das ist eine extremistische Minderheit.
Und kann allein aus logistischen Gründen gar alle Spiele beider Vereine sehen. Wenn man damit glücklich ist ist es natürlich trotzdem super nur man sollte sich dann nicht als hundertprozentiger Fan aufführen.
Wer führt sich denn als hundertprozentiger Fan auf?
Zudem wundert mich das der natürliche Prozess der Assimilation immer als böser Zwang dargestellt wird, ist nicht eher merkwürdig und Zwanghaft wenn man darauf besteht das die Kinder unbedingt die Kultur des Grossvaters nicht der Umgebung haben?
Erklären sie mal warum die Siebenbürger Sachsen in Sibiu (Hermannstadt), Rumänien 800 Jahre nach der Besiedlung immer noch deutsch sprechen und ihren Kindern deutsche Vornamen geben. Die haben offenbar nachhaltige Assimilationsprobleme in Rumänien.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 19:00

think twice hat geschrieben:(25 Jul 2018, 17:25)

Der war gut! :D

Seit 3 Jahren hört und liest man nur Flüchtlingskrise , Fluechtlingsproblematik, Fluechtlinge hier und Fluechtlinge da.

Nun hat Mesut Oezil mit einem Foto die Türken wieder auf Platz 1 katapultiert und es gibt kein größeres Problem als Türken! :D


Mein Antwort bezog sich, eindeutig erkennbar, explizit auf den Satz von JJazz: "Dass sich deutsche Auswanderer auch nicht zwangsläufig als Thailand-Deutsche, Deutsch-Thailänder oder nur Deutsche eintüten lassen wollen."
Und wenn ich mir jetzt Deine Antwort anschaue, hat die damit null komma nix zu tun ....
Oder meintest Du auch deutsche Auswanderer? Dann natürlich: Sorry ....
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon rain353 » Mi 25. Jul 2018, 19:29

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:51)

Das waere schlimm wenn es stimmt :D


Bayern und Österreicher stammen beide von bajuwarischen Stämmen ab.

Im Prinzip ist Österreich Bayern näher als Franken...
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 25. Jul 2018, 20:56

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2018, 18:04)

Diese Demut bringen ihm noch die Finanzmärkte bei.

Ja, schneller ginge es aber, kämen keine Devisen aus Nazi-Holland und Rassismus-Deutschland mehr an.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Alexyessin » Mi 25. Jul 2018, 22:25

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 18:26)

Französische Revolution heißt, dass alle Staatsbürger gleich sind, dass alle Französisch sprechen, dass sie sich aktiv zu ihrer Republik bekennen und keine Extrawürste für diese oder jene Minderheit gebraten werden.


Und wer das nicht wollte bekam dann die Köpfung frei Haus geliefert. Tolle Geschichte Julian.

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 18:26)
Slowenien war ethnisch weitgehend homogen, Bosnien nicht. Deswegen gab es in Slowenien keinen Bürgerkrieg, während sich die Ethnien in Bosnien über Jahre hinmetzelten. Slowenien als ethnisch homogenster Nachfolgestaat Jugoslawiens steht heute sehr gut da, während das ethnisch gemischte Bosnien einen gescheiterten Staat darstellt.


Ich wusste gar nicht, das Bosnien ein Failed State ist. Komisch, kannst ja mal belegen. Du weißt schon, seriöse Quellen und so.
Und nein, der Bürgerkrieg in Bosnien lag nicht im ethnischen unhomogenen, sondern weil sich Tudjman und Slobo sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnen wollten. Solltest halt schon wissen, was du laberst, Julian. Aber das ist bei dir eh zu viel verlangt.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Julian » Mi 25. Jul 2018, 23:03

Alexyessin hat geschrieben:(25 Jul 2018, 22:25)
Ich wusste gar nicht, das Bosnien ein Failed State ist. Komisch, kannst ja mal belegen. Du weißt schon, seriöse Quellen und so.


Dann musst du dich halt über diesen "Staat" informieren. Dieser "Staat" ist faktisch zweigeteilt nach ethnischen Kriterien, und funktioniert ganz notdürftig nur mit EU-Geldern und unter militärischer Besetzung. Du hast noch viel zu entdecken!

Hier nur eine Auswahl:
Den ethnisch tief gespaltenen Staat bezeichnen Analytiker oft als "funktionsunfähig", die Konflikte aus den 1990er Jahren, als jeder gegen jeden kämpfte, als "eingefroren", nicht als überwunden.

https://www.mdr.de/heute-im-osten/ostbl ... e-100.html

https://pulitzercenter.org/projects/eur ... rd-failure
But the real story is Bosnia's dysfunction as a state. While many Bosnians have long hoped to join the European Union, the national government has been unable to stand on its own feet since the end of the war. Analysts say the country is looking more and more like a failed state. Here are five numbers that suggest they're right.

https://www.newsweek.com/bosnia-becomin ... tate-81455

Politics are divisive and inefficient, with political leaders frequently blocking each other. In recent years, the acrimonious rhetoric and obstruction of State-level institutions by Milorad Dodik, currently the president of Republika Srpska and for many years its prime minister, has poisoned the political process.
Bosnia is regularly called “dysfunctional”, sometimes even “a failed state”. It is accused of corruption, an expansive bureaucracy and unbridgeable ethnic divisions.

https://www.nato.int/docu/review/2015/a ... /index.htm

Alexyessin hat geschrieben:(25 Jul 2018, 22:25)
Und nein, der Bürgerkrieg in Bosnien lag nicht im ethnischen unhomogenen, sondern weil sich Tudjman und Slobo sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnen wollten. Solltest halt schon wissen, was du laberst, Julian. Aber das ist bei dir eh zu viel verlangt.


Wem willst du denn erzählen, dass die ethnische Zersplitterung nichts mit dem Zerfall Jugoslawiens zu tun hatte? Für wie dumm hältst du die Leute? Wenn Milosevic und Tudjman nicht gewesen wären, wären eben andere gekommen und hätten den unter den Völkerschaften längst grassierenden Hass für ihre Zwecke genutzt.

Dass es menschlich schöner gewesen wäre, wenn alle friedlich und einträchtig zusammengelebt hätten, ist wahr, aber so ist die Welt eben nicht, und so wird sie nie sein. Das ist der Fehler, den ihr Linken immer macht; ihr träumt vom neuen Menschen und seht nicht die Realität.

Deswegen frage ich mich, was es soll, wenn jetzt hier in Deutschland alle möglichen ethnischen Minderheiten angesiedelt werden ohne das Ziel der Assimilation (und nicht nur der Integration, was auch immer das ist)?

Viele Israelis wären heilfroh, wenn sie die Araber nicht im Land hätten; die Tschechen waren froh, als sie die Deutschen los wurden; die Griechen und Türken vertrieben einander; und wir holen uns Menschen ins Land, von denen viele Parallelgesellschaften begründen und sich gar nicht integrieren, geschweige denn assimilieren wollen.

Da kann man nur hoffen, dass das irgendwie gut geht. Ansonsten werden unsere Nachfahren ziemlich sauer auf uns sein. Was werden unsere Nachfahren dazu sagen, wenn diese nicht integrierten, nicht assimilierten, sich abgrenzenden Minderheiten dereinst plötzlich Mitspracherechte fordern, und irgendwann auch mehr als das, etwa eigene Territorien fordern, in denen etwa islamische Regeln gelten oder autochthone Deutsche nichts zu suchen haben?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Alexyessin » Mi 25. Jul 2018, 23:08

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:03)

Dann musst du dich halt über diesen "Staat" informieren. Dieser "Staat" ist faktisch zweigeteilt nach ethnischen Kriterien, und funktioniert ganz notdürftig nur mit EU-Geldern und unter militärischer Besetzung. Du hast noch viel zu entdecken!


https://de.wikipedia.org/wiki/Gescheiterter_Staat

Hm. Also du kannst ja vieles versuchen schlecht zu reden, aber sorry Julian, für deine ethnokulturellen Propaganda ist Bosnien-Herzegowina wirklich das falsche Beispiel.

Julian hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:03)
Wem willst du denn erzählen, dass die ethnische Zersplitterung nichts mit dem Zerfall Jugoslawiens zu tun hatte? Für wie dumm hältst du die Leute? Wenn Milosevic und Tudjman nicht gewesen wären, wären eben andere gekommen und hätten den unter den Völkerschaften längst grassierenden Hass für ihre Zwecke genutzt.


Nein, diese zwei haben den Hass zwischen den Völkern erst entfacht. Du hast noch viel zu lernen. Aber das du hier die Identitäre Propaganda übernimmst wundert niemand.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon think twice » Mi 25. Jul 2018, 23:20

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 19:00)

Mein Antwort bezog sich, eindeutig erkennbar, explizit auf den Satz von JJazz: "Dass sich deutsche Auswanderer auch nicht zwangsläufig als Thailand-Deutsche, Deutsch-Thailänder oder nur Deutsche eintüten lassen wollen."
Und wenn ich mir jetzt Deine Antwort anschaue, hat die damit null komma nix zu tun ....
Oder meintest Du auch deutsche Auswanderer? Dann natürlich: Sorry ....

Nein, ich meinte deine Aussage: "Offenbar gibt es keine Probleme, die vergleichbar der Türkenproblematik in D sind ..."
Allein, dass auf einmal wieder eine Tuerkenproblematik attestiert wird, nach jahrelanger Fluechtlingsproblematik, ist schon kurios. :D
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 23:21

Alexyessin hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:08)

Nein, diese zwei haben den Hass zwischen den Völkern erst entfacht. Du hast noch viel zu lernen. ....


... das klingt nach Expertenwissen .... :thumbup:
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 23:21

think twice hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:20)

Nein, ich meinte deine Aussage: "Offenbar gibt es keine Probleme, die vergleichbar der Türkenproblematik in D sind ..."
Allein, dass auf einmal wieder eine Tuerkenproblematik attestiert wird, nach jahrelanger Fluechtlingsproblematik, ist schon kurios. :D


Wieso auf einmal wieder?? War die weg?
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Re: Deutsch-Türken, Türkisch-Deutsche, Türken, oder doch Deutsche?

Beitragvon Alexyessin » Mi 25. Jul 2018, 23:22

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 23:21)

... das klingt nach Expertenwissen .... :thumbup:


Spam nicht rum. Wenn du was zu sagen hast, dann mach es - oder kommt wieder deine typische Dampfplauderei wie mit deiner angeblichen undemokratischen Geschichten?
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