Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

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Was sollen die Behörden tun?

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Bolero
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Bolero » Mi 20. Feb 2019, 19:05

Die Engländer sind diesbezüglich recht kurz angebunden.

Shamima Begum (19) zeigt keine Reue: Briten entziehen ISIS-Braut die Staatsbürgerschaft

https://www.bild.de/politik/ausland/pol ... .bild.html

Könnte man doch auch hier anwenden. :rolleyes:
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 20. Feb 2019, 19:36

Bolero hat geschrieben:(20 Feb 2019, 19:05)

Könnte man doch auch hier anwenden. :rolleyes:
Ja genau, ändern wir mal eben das Grundgesetz damit andere Länder das Problem an der Backe haben.
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Fliege
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Fliege » Mi 20. Feb 2019, 22:15

Bolero hat geschrieben:(20 Feb 2019, 19:05)
Die Engländer sind diesbezüglich recht kurz angebunden.
Shamima Begum (19) zeigt keine Reue: Briten entziehen ISIS-Braut die Staatsbürgerschaft
https://www.bild.de/politik/ausland/pol ... .bild.html

Könnte man doch auch hier anwenden. :rolleyes:

Könnte man, denn wer sich von Deutschland lossagt, braucht nicht auf Hilfe aus Deutschland bauen.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Orbiter1 » Do 21. Feb 2019, 10:56

Mal wieder Trump. Die anderen Staaten fordert er auf IS-Anhänger heimzuholen, bei den eigenen Leuten lehnt er das ab.

"Jüngst forderten die USA europäische Staaten auf, ihre IS-Anhänger zurückzunehmen. Nun will US-Präsident Donald Trump selbst eine Dschihadistin nicht einreisen lassen - obwohl die Frau angibt, US-Bürgerin zu sein." Quelle: https://amp.dw.com/de/usa-wollen-geläut ... a-47608605
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon relativ » Do 21. Feb 2019, 11:04

Orbiter1 hat geschrieben:(21 Feb 2019, 10:56)

Mal wieder Trump. Die anderen Staaten fordert er auf IS-Anhänger heimzuholen, bei den eigenen Leuten lehnt er das ab.

"Jüngst forderten die USA europäische Staaten auf, ihre IS-Anhänger zurückzunehmen. Nun will US-Präsident Donald Trump selbst eine Dschihadistin nicht einreisen lassen - obwohl die Frau angibt, US-Bürgerin zu sein." Quelle: https://amp.dw.com/de/usa-wollen-geläut ... a-47608605

Hast du von Trump etwa etwas anderes erwartet? :cool:
Wenn man jemals ein Argument gegen den turbo Kapitalismus und seiner Auswirkungen haben möchte, dann ist Trump wohl das Beste Negativbeispiel.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Wolverine » Do 21. Feb 2019, 11:13

Bolero hat geschrieben:(20 Feb 2019, 19:05)

Die Engländer sind diesbezüglich recht kurz angebunden.

Shamima Begum (19) zeigt keine Reue: Briten entziehen ISIS-Braut die Staatsbürgerschaft

https://www.bild.de/politik/ausland/pol ... .bild.html

Könnte man doch auch hier anwenden. :rolleyes:


Geht leider nicht. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt kann jederzeit komplikationslos einreisen. Allerdings würde ich die Früchtchen unterbringen. Solche Leute sind eine Gefahr für die Allgemeinheit. Meiner Ansicht nach. Und da mache ich keinen Unterschied zwischen linken, rechten oder islamischen Verbrechern.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 21. Feb 2019, 11:24

Ich habe dafuer gestimmt sie dort wo sie sind verschimmeln zu lassen und da ich Australier bin zusammen mit den australischen Frauen die sich ISIS angeschlossen haben.

Diese Frauen sind eine Bedrohung und Gebaermaschinen fuer Extremisten besser dafuer zur sorgen das sie verschwinden zusammen mit ihren Gatten.

Ich weiss es ist eine extreme Position aber ich stehe dazu
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon relativ » Do 21. Feb 2019, 12:06

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Feb 2019, 11:24)

Ich habe dafuer gestimmt sie dort wo sie sind verschimmeln zu lassen und da ich Australier bin zusammen mit den australischen Frauen die sich ISIS angeschlossen haben.

Diese Frauen sind eine Bedrohung und Gebaermaschinen fuer Extremisten besser dafuer zur sorgen das sie verschwinden zusammen mit ihren Gatten.

Ich weiss es ist eine extreme Position aber ich stehe dazu

Ganz ehrlich, solche Gedanken schwirren auch bei mir ab und an rum, aber mehr auch nicht. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir nämlich, daß wir so einen Büchse nicht öffnen sollten.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 21. Feb 2019, 23:56

relativ hat geschrieben:(21 Feb 2019, 12:06)

Ganz ehrlich, solche Gedanken schwirren auch bei mir ab und an rum, aber mehr auch nicht. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir nämlich, daß wir so einen Büchse nicht öffnen sollten.



Natuerlich ueberlegt man und will eine weniger extreme und mehr christliche Position einnehmen aber dann denke ich an die Bombenattentate, die Messerattacken, die Auto Attacken, die abgeschnittenen Koepfe, die versklavten und vergewaltigten Frauen, die zerstoerten Kulturwerte und greife zum Buechsenoeffner.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Billie Holiday » Fr 22. Feb 2019, 07:18

relativ hat geschrieben:(21 Feb 2019, 12:06)

Ganz ehrlich, solche Gedanken schwirren auch bei mir ab und an rum, aber mehr auch nicht. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir nämlich, daß wir so einen Büchse nicht öffnen sollten.


Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass mir mein eigenens Wohl, mein Leben und meine Gesundheit wichtiger sind als die von diesen Frauen. Oder wichtiger noch die meiner Töchter. Ich sehe null Gründe, die Unversehrtheit meiner eigenen Kinder aufs Spiel zu setzen für das Wohl von Extremisten. Aus dem Grunde würde ich diese IS Frauen ungern hier frei rumlaufen sehen oder z.B. ehem. Kindersoldaten.
Die schneiden dir ohne mit der Wimper zu zucken die Kehle durch, aber vielleicht stirbt man ja mit dem schönen Gefühl, so ein guter, toleranter Mensch gewesen zu sein. :cool: Es gibt keine guten, gerechten Autobomben.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon relativ » Fr 22. Feb 2019, 08:00

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Feb 2019, 07:18)

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass mir mein eigenens Wohl, mein Leben und meine Gesundheit wichtiger sind als die von diesen Frauen. Oder wichtiger noch die meiner Töchter. Ich sehe null Gründe, die Unversehrtheit meiner eigenen Kinder aufs Spiel zu setzen für das Wohl von Extremisten. Aus dem Grunde würde ich diese IS Frauen ungern hier frei rumlaufen sehen oder z.B. ehem. Kindersoldaten.
Die schneiden dir ohne mit der Wimper zu zucken die Kehle durch, aber vielleicht stirbt man ja mit dem schönen Gefühl, so ein guter, toleranter Mensch gewesen zu sein. :cool: Es gibt keine guten, gerechten Autobomben.

Dir sollte bei deiner egoistischen und kurzsichtigen Überzeugung schon klar sein, dass so eine Entscheidung nicht nur nationale Auswirkungen hat. Außerdem kannst du dich dann nicht hier hinstellen und die Abschiebung bei uns krimineller Ausländer in ihre Heimatländer fordern, die haben dort bestimmt auch Kinder und wollen die Kriminellen auch nicht zurück. :|
Zuletzt geändert von relativ am Fr 22. Feb 2019, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon relativ » Fr 22. Feb 2019, 08:02

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Feb 2019, 23:56)

Natuerlich ueberlegt man und will eine weniger extreme und mehr christliche Position einnehmen aber dann denke ich an die Bombenattentate, die Messerattacken, die Auto Attacken, die abgeschnittenen Koepfe, die versklavten und vergewaltigten Frauen, die zerstoerten Kulturwerte und greife zum Buechsenoeffner.


wenn du im Gegenzug evtl. dazu bereit bist, die bei dir Zuhause kriminelle gewordenen Ausländer zu behalten, wird ein Schuh draus.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon jack000 » Fr 22. Feb 2019, 08:03

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Feb 2019, 07:18)

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass mir mein eigenens Wohl, mein Leben und meine Gesundheit wichtiger sind als die von diesen Frauen. Oder wichtiger noch die meiner Töchter. Ich sehe null Gründe, die Unversehrtheit meiner eigenen Kinder aufs Spiel zu setzen für das Wohl von Extremisten. Aus dem Grunde würde ich diese IS Frauen ungern hier frei rumlaufen sehen oder z.B. ehem. Kindersoldaten.
Die schneiden dir ohne mit der Wimper zu zucken die Kehle durch, aber vielleicht stirbt man ja mit dem schönen Gefühl, so ein guter, toleranter Mensch gewesen zu sein. :cool: Es gibt keine guten, gerechten Autobomben.

So ist es! Die bisherige Praxis hat gezeigt, dass die Aufnahme von Menschen mit fragwürdigen Biographien, Folgen nach sich ziehen, die so in Summe unter keinen Umständen zu akzeptieren sind.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon JJazzGold » Fr 22. Feb 2019, 08:23

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Feb 2019, 07:18)

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass mir mein eigenens Wohl, mein Leben und meine Gesundheit wichtiger sind als die von diesen Frauen. Oder wichtiger noch die meiner Töchter. Ich sehe null Gründe, die Unversehrtheit meiner eigenen Kinder aufs Spiel zu setzen für das Wohl von Extremisten. Aus dem Grunde würde ich diese IS Frauen ungern hier frei rumlaufen sehen oder z.B. ehem. Kindersoldaten.
Die schneiden dir ohne mit der Wimper zu zucken die Kehle durch, aber vielleicht stirbt man ja mit dem schönen Gefühl, so ein guter, toleranter Mensch gewesen zu sein. :cool: Es gibt keine guten, gerechten Autobomben.



Das Problem liegt darin entscheiden zu müssen, ob es sich bei diesen Frauen um fanatische IS Vertreterinnen handelt, oder um dumme Mädchen, die bedenkenlos für einen Mann im Bett und trendige Ganzkörperverschleierung ihre Zukunft und ggfls die ihrer Kinder weggeworfen haben. Ich gestehe, dass mich im ersten Moment der Gedanke durchzuckt, dass ich weder auf erstere, noch auf letztere gesteigerten Wert lege, weder in einem deutschen Knast, noch als sozialer Ballast. Nur kann Dummheit kein Grund sein, jemandem die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Klar empört es mich, dass diese Ausgewanderten jetzt plötzlich meinen auf die soziale Absicherung, die ihnen in Deutschland geboten wird, dann doch wieder zugreifen zu wollen, nachdem sie dieser zuvor den Mittefinger gezeigt haben. Aber verwehren kann man es ihnen nur schwer, wenn sich nach einer gründlichen Überprüfung herausstellt, dass sie in der Tat nur als Matratze dienten.

Ich habe auch ein Problem damit, dass diese IS Kämpfermatratzen nach ihrer Rückkehr anteilig als “Märtyrerinnen/Heldinnen“ stilisiert werden und als Nachahmungsmaterial dienen. Was wollen wir wetten, dass sich zügig ein Verlag findet, der “Mein Leben als Mutter im Bombenhagel“, “Meine Zeit als Frau eines IS Kämpfers“, schreibt und verlegt? Die Journaille reisst sich doch jetzt schon um Interviews mit den Lagerinsassinen und deren verzweifelten Eltern und drückt kräftig auf die Tränendrüse.

Sie sind ergo in Summe eine Belastung für unsere Gesellschaft die Eine wie die Andere. Und doch bin ich gewillt, die Dummen zurück zu nehmen. Nicht weil sie mich dauern, meinetwegen können die bleiben wo sie sind, sondern der Kinder wegen. Diese Kinder haben Umstände erlebt, die ich keinem Kind zumuten würde. Ich hege die Hoffnung, dass ihnen bei gebotener Stabilität, krisenfreier Versorgung und Bildungsangebot der Gedanke an Kehle durchschneiden und Autobombe gar nicht erst kommt.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon odiug » Fr 22. Feb 2019, 08:40

Die Frage ist doch folgende: Wie will die Bundesregierung Rücknahmeabkommen mit Herkunftsstaaten verhandeln, wenn sie sich selbst der Rücknahme von deutschen Staatsbürgern verweigert :?:
Der einzige Verhandlungsspielraum ist, über die Bedingungen einer Rücknahme mit den kurdischen Autoritäten zu verhandeln ... und da ist die Forderung von Trump, der mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hat, eine unzulässige Einmischung.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Teeernte » Fr 22. Feb 2019, 09:29

odiug hat geschrieben:(22 Feb 2019, 08:40)

Die Frage ist doch folgende: Wie will die Bundesregierung Rücknahmeabkommen mit Herkunftsstaaten verhandeln, wenn sie sich selbst der Rücknahme von deutschen Staatsbürgern verweigert :?:
Der einzige Verhandlungsspielraum ist, über die Bedingungen einer Rücknahme mit den kurdischen Autoritäten zu verhandeln ... und da ist die Forderung von Trump, der mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hat, eine unzulässige Einmischung.


Die Kurden wünschen eine Gerichtsbarkeit vor Ort - mit Beteiligung der Herkuinftsstaaten.

Wir wollen da NUR Rücknahme verstehen - die "Anerkennung" einer Internationalen Gerichtsbarkeit auf "Kurdischem Territorium" - und Vollzug der Urteile in den Herkunftsländern ist ...eine andere Herausforderung.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon relativ » Fr 22. Feb 2019, 09:36

Teeernte hat geschrieben:(22 Feb 2019, 09:29)

Die Kurden wünschen eine Gerichtsbarkeit vor Ort - mit Beteiligung der Herkuinftsstaaten.

Wir wollen da NUR Rücknahme verstehen - die "Anerkennung" einer Internationalen Gerichtsbarkeit auf "Kurdischem Territorium" - und Vollzug der Urteile in den Herkunftsländern ist ...eine andere Herausforderung.

Dafür muesste man einen kurdischen Staat ausrufen und Deutschland bzw. die UN müsste diesen akzeptieren.
Also die Rücknahme haben wir schon richtig verstanden, etwas anders ist zu Zeit eine Illusorische Annahme.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon odiug » Fr 22. Feb 2019, 09:37

Teeernte hat geschrieben:(22 Feb 2019, 09:29)

Die Kurden wünschen eine Gerichtsbarkeit vor Ort - mit Beteiligung der Herkuinftsstaaten.

Wir wollen da NUR Rücknahme verstehen - die "Anerkennung" einer Internationalen Gerichtsbarkeit auf "Kurdischem Territorium" - und Vollzug der Urteile in den Herkunftsländern ist ...eine andere Herausforderung.

Das ist eine Verhandlungssache zwischen den kurdischen Autoritäten und der Bundes Regierung.
Da hat die Forderung von Trump nichts zu suchen.
Das ist mein Punkt.
Sollten aber die Kurden darauf bestehen, dass Deutschland seine Staatsbürger zurück nimmt und in Deutschland vor Gericht stellt, dann werden wir kaum eine Wahl haben, dies auch zu tun.
Auch wenn nun einige sich auf den Standpunkt stellen, dass für IS Terroristen deren "Überlaufen" zu feindlichen Streitkräften, deren Staatsbürgerschaft aufhebt.
https://www.sueddeutsche.de/politik/is- ... -1.4334744
Das Problem mit diesem Argument ist, dass der IS kein Staat ist und auch nie als solcher anerkannt wurde, und man kann nach internationalem Recht niemanden die Staatsbürgerschaft entziehen, wenn er in der Konsequenz dieses Entzugs dann staatenlos wird.
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon H2O » Fr 22. Feb 2019, 09:49

Ja, das ging mir auch so durch den Kopf: Vor Ort im Einflußgebiet der Kurden wären Gerichtsverhandlungen auch nach deutschem Recht für deutsche Staatsbürger mit IS-Verstrickung viel vernünftiger als hier in Deutschland. Allein die Zeugen, die Beweisführung, der Blick auf das Umfeld könnten dort viel sachbezogener sein. Meinetwegen in Absprache mir Rußland und den Kurden und mit deutschen Soldaten und UNO-Hilfe , damit der Schutz unserer Gerichte dort für die Zeit der Verhandlungen gewährleistet ist. Die Kurden dort sollten schon eine wesentlich Rolle übernehmen, damit das Ganze stattfinden kann.

Wenn am Ende die Urteile gesprochen sind, dann kann man jene, die dann immer noch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, nach Deutschland überführen, entweder auf Bewährung oder zur Verbüßung ihrer Strafen.

Aber bräsig in deutschen Gerichtssälen und womöglich jahrzehntelang (Frau Tschäpe hat doch mindestens 50 Leute 10 Jahre lang mit ihrer Schuld beschäftigt.) einen Prozeß führen, der so vielen Zufällen ausgesetzt ist, das ist doch sinnlos mit Blick auf Gerechtigkeit.

Noch eins fällt mir dazu ein: Auch die EU könnte sich dort einbringen: Denn diese IS-Unterstützer gab es sicher auch aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien und Schweden. Warum sich nicht für diese einmalig gemeinsame Sache organisatorisch zusammentun?
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Re: Deutsche IS-Frauen in Syrien fühlen sich im Stich gelassen

Beitragvon Bolero » Fr 22. Feb 2019, 09:56

relativ hat geschrieben:(22 Feb 2019, 08:00)

Außerdem kannst du dich dann nicht hier hinstellen und die Abschiebung bei uns krimineller Ausländer in ihre Heimatländer fordern, die haben dort bestimmt auch Kinder und wollen die Kriminellen auch nicht zurück. :|

Genau, deswegen lassen wir die alle schön bei uns. :rolleyes:
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