Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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omegaunion
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon omegaunion » Sa 1. Sep 2018, 07:35

Es ist aus meiner Sicht auch ein spätkolonialer Gedanke Menschen aus anderen Ländern zu holen um sie hier arbeiten zu lassen, während sie in ihren eigenen Ländern gebraucht werden. Das gab es schon zur Kaiserzeit in dem man andere Länder geplündert hat.
Mich wundert es übrigens auch nicht dass die Wirtschaft so sehr nach Flüchtlingen schreit.
Man wird nach all den Jahren mittlerweile die Nase voll davon haben das selbst Mitarbeiter auf niedrigeren Ebenen ständig nach Mindestlohn, Tarifeinheit und Arbeitsschutz schreien.
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jack000
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 1. Sep 2018, 12:41

omegaunion hat geschrieben:(01 Sep 2018, 07:35)

Es ist aus meiner Sicht auch ein spätkolonialer Gedanke Menschen aus anderen Ländern zu holen um sie hier arbeiten zu lassen, während sie in ihren eigenen Ländern gebraucht werden.

Der Unterschied ist aber, dass wir hier für die arbeiten müssen während sich die Heimatländer weigern ihre Leute wieder aufzunehmen. Die werden wissen warum ...
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omegaunion
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon omegaunion » Sa 1. Sep 2018, 14:21

jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 12:41)

Der Unterschied ist aber, dass wir hier für die arbeiten müssen während sich die Heimatländer weigern ihre Leute wieder aufzunehmen. Die werden wissen warum ...

Man sieht immer wieder Ausländer, Migranten oder Flüchtlinge, in Niederwertjobs. Straße kehren, Mülltonnen an Supermarktketten ausleeren, Zustellfahrer. Die schlechtbezahltesten Jobs die man jetzt auch nicht mehr besser bezahlen muss. Übrigens beteiligen sich auch Kommunen daran auf diese Weise Lohnkosten zu sparen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Sa 1. Sep 2018, 14:32

jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 12:41)
Der Unterschied ist aber, dass wir hier für die arbeiten müssen während sich die Heimatländer weigern ihre Leute wieder aufzunehmen. Die werden wissen warum ...

Dann kannst Du sicherlich auch erklären, warum 30 000 qualifizierte geduldete Flüchtlinge nicht für einen Spurwechsel in Frage kämen:
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... re=twitter
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 1. Sep 2018, 16:15

omegaunion hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:21)

Man sieht immer wieder Ausländer, Migranten oder Flüchtlinge, in Niederwertjobs. Straße kehren, Mülltonnen an Supermarktketten ausleeren, Zustellfahrer. Die schlechtbezahltesten Jobs die man jetzt auch nicht mehr besser bezahlen muss. Übrigens beteiligen sich auch Kommunen daran auf diese Weise Lohnkosten zu sparen.

Hat hier irgendjemand behauptet es gäbe keine Ausländer die hier arbeiten? Ich sehe die auch jeden Tag im Hochqualifiziertenbereich.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 1. Sep 2018, 16:15

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:32)

Dann kannst Du sicherlich auch erklären, warum 30 000 qualifizierte geduldete Flüchtlinge nicht für einen Spurwechsel in Frage kämen:
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... re=twitter

Und von was lebt der Rest?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Sa 1. Sep 2018, 16:23

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:32)
Dann kannst Du sicherlich auch erklären, warum 30 000 qualifizierte geduldete Flüchtlinge nicht für einen Spurwechsel in Frage kämen:
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... re=twitter

jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:15)
Und von was lebt der Rest?

Hartz IV, bis die nur geduldeten arbeitsfähigen Flüchtlinge wieder in ihre befriedeten Heimatländer freiwillig zurückkehren oder ausgewiesen werden. Finanzielle Anreize für eine freiwillige Rückkehr wären sinnvoll und auch bezahlbar.
Das Thema Abschiebung bedarf sicherlich einer genaueren Betrachtung, was den Verwaltungsvollzug betrifft. Ob das Asylrecht da zu kompliziert ist, kann ich als juristischer Laie schwer beurteilen. Vielleicht können da andere Fachkenntnisse beisteuern. Aber bitte nicht gleich wieder jammern. ;)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 1. Sep 2018, 16:39

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:23)
Hartz IV, bis die nur geduldeten arbeitsfähigen Flüchtlinge wieder in ihre befriedeten Heimatländer freiwillig zurückkehren oder ausgewiesen werden.

Das findet bei wie vielen statt? Und wo steht das die alle arbeitsfähig sind?

Finanzielle Anreize für eine freiwillige Rückkehr wären sinnvoll und auch bezahlbar.

Sehe ich genau so!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Sa 1. Sep 2018, 17:16

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:23)
Hartz IV, bis die nur geduldeten arbeitsfähigen Flüchtlinge wieder in ihre befriedeten Heimatländer freiwillig zurückkehren oder ausgewiesen werden. Finanzielle Anreize für eine freiwillige Rückkehr wären sinnvoll und auch bezahlbar.

jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:39)
Das findet bei wie vielen statt? Und wo steht das die alle arbeitsfähig sind?
Sehe ich genau so!

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf
Im August2018 waren in Deutschland 477.000 arbeitsuchende Geflüchtete registriert, darunter waren gut 197.000 arbeitslos.Das waren gut 8 Prozent aller Arbeitslosen.

"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
Anerkannte Schutzberechtigte erhalten –bei Feststellung der Hilfebedürftigkeit –zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts Leistungen nach dem SGBII. Im Mai 2018 waren 4,20 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den Jobcentern registriert. Bei fast 15 Prozent oder 619.000 handelte es sich dabei um Geflüchtete.

"Arbeitslos in der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren im Mai 2018 164.000 Geflüchtete."
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » So 2. Sep 2018, 15:56

Offener Brief von Boris Palmer an Merkel: https://www.theeuropean.de/boris-palmer ... ela-merkel

Mal sehen, ob er eine Antwort bekommt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » So 2. Sep 2018, 16:47

Vermutlich nicht. Ich finde die Idee gut kriminell gewordene Asylbewerber spätestens bei mehrfachen Übertritten aus dem normalen Sozialsystem wieder herauswerfen und in die Erstaufnahmeeinrichtungen zurückzuschicken und die Arbeit an einer Abschiebemöglichkeit zu intensivieren.

Die ehrlichen, sich gut integrierenden Asylbewerber haben ein Recht darauf nicht durch Kriminelle mit in den Dreck gezogen zu werden.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Mo 3. Sep 2018, 16:54

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 17:16)

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf

"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte

"Arbeitslos in der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren im Mai 2018 164.000 Geflüchtete."




Bitte So lügt man mit Statistik von Walter Krämer lesen
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Mo 3. Sep 2018, 17:46

Wähler hat geschrieben:(01 Sep 2018, 17:16)
https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf
"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
"Arbeitslos in der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren im Mai 2018 164.000 Geflüchtete."

Wutbürger hat geschrieben:(03 Sep 2018, 16:54)
Bitte So lügt man mit Statistik von Walter Krämer lesen

Bitte konkret auf die Zahlen der Quelle antworten, sonst macht die Diskussion hier keinen Sinn.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Mo 3. Sep 2018, 19:13

Wähler hat geschrieben:(03 Sep 2018, 17:46)

Bitte konkret auf die Zahlen der Quelle antworten, sonst macht die Diskussion hier keinen Sinn.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte



Eben.
Du nimmst Erwerbstätige Leistungsberechtigte und die Leute glauben, das wären dann die diejenigen (die Masse?)... die aus verschiedenen Gründen in diese Zahlen gar nicht eingerechnet werden, die sind interessant.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 4. Sep 2018, 05:50

Wähler hat geschrieben:(03 Sep 2018, 17:46)
Bitte konkret auf die Zahlen der Quelle antworten, sonst macht die Diskussion hier keinen Sinn.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Grafik Seite 8 Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf
Grafik Seite 13 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte

Wutbürger hat geschrieben:(03 Sep 2018, 19:13)
Eben.
Du nimmst Erwerbstätige Leistungsberechtigte und die Leute glauben, das wären dann die diejenigen (die Masse?)... die aus verschiedenen Gründen in diese Zahlen gar nicht eingerechnet werden, die sind interessant.

Erwerbstätige Leistungsberechigte, also Aufstocker, sind doch nur eine kleine Teilmenge der Leistungsberechtigten beziehungsweise Erwerbstätigen - hier anscheinend gut ein Viertel der Erwerbstätigen. Du vermischst wohl die Begriffe Erwerbstätige und Erwerbsfähige zu stark. Erwerbstätige bekommen überwiegend keine Leistungen aus Hartz IV und sind daher unter Grafik Seite 12 Beschäftigung aufgeführt. Worauf willst Du eigentlich hinaus?
"Zusätzlich zu den 244.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gingen im Juni 2018 70.000 Personen mit
einer Staatsangehörigkeit aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern einer ausschließlich geringfügigen
Beschäftigung nach."
Zuletzt geändert von Wähler am Di 4. Sep 2018, 06:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon omegaunion » Di 4. Sep 2018, 05:58

jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:15)

Hat hier irgendjemand behauptet es gäbe keine Ausländer die hier arbeiten? Ich sehe die auch jeden Tag im Hochqualifiziertenbereich.


Bitte nicht einfach mein Argument umdrehen.
Es ging nicht darum dass Ausländer hier nicht arbeiten, sondern das in Niedriglohnjobs überwiegend Ausländer arbeiten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Di 4. Sep 2018, 12:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Sep 2018, 15:56)

Offener Brief von Boris Palmer an Merkel: https://www.theeuropean.de/boris-palmer ... ela-merkel

Mal sehen, ob er eine Antwort bekommt.


Der Link funktioniert nicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 4. Sep 2018, 12:32

Senexx hat geschrieben:(04 Sep 2018, 12:01)

Der Link funktioniert nicht.

Wow, das wurde dann wohl entfernt. Deutschland 2018 :dead: Ich werde mir wohl ein Copy&Paste Archiv anlegen müssen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Di 4. Sep 2018, 12:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2018, 12:32)

Wow, das wurde dann wohl entfernt. Deutschland 2018 :dead: Ich werde mir wohl ein Copy&Paste Archiv anlegen müssen.

Hier hat er sich aber jetzt nochmal geäußert und eine Diskussion losgetreten

https://www.tag24.de/nachrichten/tuebin ... ber-762260

Der Breif an Merkel findet sich aber nicht
Polibu

Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Polibu » Di 4. Sep 2018, 12:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2018, 12:32)

Wow, das wurde dann wohl entfernt. Deutschland 2018 :dead: Ich werde mir wohl ein Copy&Paste Archiv anlegen müssen.


Im Cache noch zu finden.

Gewalttaten von Asylbewerbern sind für den Staat gefährlich
Nach meiner Auffassung tut der Staat eindeutig nicht genug, um Gewalt von Asylbewerbern entgegen zu treten. Diese Leben in einem verkehrten Anreizsystem, in dem Leistung nicht belohnt und Fehlverhalten nicht bestraft wird. Deshalb wäre es so wichtig, dass wir einen doppelten Spurwechsel vornehmen, schreibt Boris Palmer in einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin.
die-gruenen angela-merkel bundeskanzler asyl vergewaltigung politisches-asyl asylpolitik gewalt boris-palmer Asylstreit Ankerzentren Asylbetrüger Offener Brief
© Shutterstock
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ihr Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin: „Was gestern in Chemnitz stellenweise zu sehen war und was ja auch in Videos festgehalten wurde, das hat in unserem Rechtsstaat keinen Platz. Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft, oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin, das hat bei uns in unseren Städten keinen Platz, und das kann ich für die Bundesregierung sagen, dass wir das auf das Schärfste verurteilen.“

Gut so. Das unterstütze ich voll und ganz. Allerdings würde ich mir wünschen, dass Sie als Vorsitzende der CDU Deutschland mit ihren Parteifreunden in Sachsen einmal ein ernstes Wort über Rechtsextremismus reden. Die regieren dort seit der Wende und haben es versäumt, effektiv gegen Rechtsextreme vorzugehen, im Gegenteil, offenbar haben sich dort Strukturen verfestigt, die in kürzester wie auf Kommando große Gruppen in Bewegung setzen können.

Ebenso vermisse ich seit dem Jahr 2015 so klare Worte zur Gewalt durch Asylbewerber. Damit meine ich nicht, jede Form von Gewalt abzulehnen und schwere Straftaten zu verurteilen. Das ist selbstverständlich. Ich meine, dass Sie versäumt haben, sich ganz präzise zu Straftaten von Asylbewerbern, ihrer Wirkung auf die Gesellschaft und Maßnahmen, ihnen vorzubeugen, zu äußern und entsprechend zu handeln.

Ich muss etwas ausholen, um das zu erklären. Schwere Straftaten, ganz besonders Morde mit Messern, verursachen in der Gesellschaft gravierende Reaktionen, weil in wesentlichen Fragen Streit dominiert:

1) Sind Asylbewerber häufiger als andere an Tötungsdelikten beteiligt?

2) Darf man an Asylbewerber besondere Ansprüche zur Rechtstreue stellen?

3) Hat der Staat genug getan, um solche Taten zu verhindern?

Ich habe diese Fragen bereits vor einem Jahr in meinem Buch “Wir können nicht allen helfen” thematisiert:

“Die Menschen, die über das Asylrecht zu uns gekommen sind, haben sehr viele Eigenschaften, die in unserem Land die Wahrscheinlichkeit, kriminell zu werden, nach oben treibt. Das betrifft nicht ihre Herkunft, aber ihr Geschlecht, ihr Alter, ihre Perspektive am Arbeitsmarkt, ihr Wohnviertel, ihren Bildungsgrad oder ihr Einkommen. Selbst wenn wir also gute Gründe haben, davon auszugehen, dass die zugewanderten Menschen bei gleichen Voraussetzungen nicht häufiger kriminell werden als die einheimische Bevölkerung, wäre es statistisch folgerichtig, wenn sie deutlich überdurchschnittlich häufig zu Straftätern werden.”

Mittlerweile wissen wir es dank eine differenzierten Polizeistatistik genauer: Asylbewerber sind siebenmal häufiger an Tötungsdelikten beteiligt (14%) als nach ihrem Anteil an der Bevölkerung zu erwarten wäre (2%). Trotzdem wird häufig auch in den Medien suggeriert, es gäbe hier kein besonderes Problem oder gar behauptet, es sei rassistisch, es zu diagnostizieren. Hier wäre ein klärendes Wort von Ihnen wichtig: Asylbewerber sind nicht sui generis krimineller als Deutsche, aber die Asylbewerber, die derzeit bei uns im Land leben, vereinen so viele Risikofaktoren, dass eine hohe Kriminalitätsbelastung zu erwarten ist. Entsprechend müssen wir handeln.

Zur Frage 2 ebenfalls ein Zitat aus meinem Buch:

“Ein Gast – das wäre in der Kantschen Definition auch ein Asylbewerber –, der einen Menschen umbringt, macht sich also nicht nur eines Mordes schuldig, er vergeht sich auch gegen das Gastrecht. Das letztere ist einem Einheimischen per Definitionem unmöglich.

Dies ist mehr als eine philosophische Randbemerkung, es hat gravierende Konsequenzen. Ein solch schwerer Missbrauch des Gastrechts stellt nämlich das Gastrecht selbst in Frage, weil die Gastgeber zwangsläufig darüber nachdenken, ob sie das Risiko, Gäste aufzunehmen, weiter tragen wollen. Wer als Gast zum Mörder wird, schmälert die Chancen anderer, als Gast aufgenommen zu werden. So geschah es auch in Deutschland nach den Gewalttaten von Flüchtlingen im Jahr 2016.

Alle über einen Kamm zu scheren, ist immer falsch. Es ist nur eine sehr kleine Minderheit unter den Asylbewerbern, die zur Gewalt greift. Ein Generalverdacht gegen Asylbewerber oder gar alle Ausländer ist unmenschlich und zerstört die Fundamente einer pluralistischen Gesellschaft. Trotzdem ist es vernünftig, Gewalt von Asylbewerbern besonders zu beobachten, nach ihren Ursachen zu forschen und spezifische Gegenmaßnahmen von der Prävention bis zur Strafverfolgung zu ergreifen.

Wir müssen von Asylbewerbern nicht erwarten, dass sie sich gesetzestreuer als deutsche Staatsbürger verhalten. Wir dürfen es aber. Und dass die Meinungen an diesem Punkt auseinander gehen, ist in einer offenen Gesellschaft normal. Es gab beeindruckende Statements von Flüchtlingshelfern, die nach dem Mord in Freiburg erklärten, sie würden keine Sekunde darüber nachdenken, ihr Engagement nun zu reduzieren. Trotzdem sollten wir auch zulassen, dass Menschen sagen, sie können nicht akzeptieren, dass Menschen, die hierher kommen und angeben, sie seien auf der Flucht, in kürzester Zeit zu Mördern werden. Das eine ist nicht naiv, das andere ist nicht bösartig. Beides sind menschliche Reaktionen. (…)

Es ist nicht zu leugnen, dass eine potenzielle Gewaltbedrohung durch einzelne Flüchtlinge ein qualitativ anderes Problem für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft darstellt als eine solche durch Inländer mit einem verfestigten Aufenthaltsrecht. Dass die Duldsamkeit gegenüber Ersteren niedriger ist, entspricht nicht nur der Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung. Es ist auch ethisch gut begründbar. Denn einen moralischen Anspruch auf Hilfe ohne die gleichzeitige Verpflichtung zur Achtung des Helfenden gibt es nicht.

Die Zurückweisung eines Hilfesuchenden, der ein Minimum an Achtung für den Helfenden vermissen lässt, ist eine notwendige Grenzziehung, die uns in allen sozialen Kontexten schon die Selbstachtung gebietet. Auch unser Staat muss diese Selbstachtung unter Beweis stellen, wenn er das Vertrauen, das ihm die Bürgerinnen und Bürger entgegenbringen, dauerhaft rechtfertigen will."
Wie zerstörerisch Gewalttaten von Asylbewerbern auf eine freie Gesellschaft wirken, kann man nach den jüngsten Mordfällen von Wiesbaden, Offenburg und Chemnitz beobachten. Ich gestehe, ich gehöre zu denen, die es nicht akzeptieren können, dass eine so große Zahl von Menschen in unserem Land unschuldig das Leben lassen muss, weil der Staat sie nicht vor Menschen schützen konnte, die zu uns gekommen sind, um Hilfe zu ersuchen.

Das bringt mich zur Frage 3. Nach meiner Auffassung tut der Staat eindeutig nicht genug, um Gewalt von Asylbewerbern entgegen zu treten. Diese Leben in einem verkehrten Anreizsystem, in dem Leistung nicht belohnt und Fehlverhalten nicht bestraft wird. Deshalb wäre es so wichtig, dass wir einen doppelten Spurwechsel vornehmen. Darunter verstehe ich Arbeitserlaubnis und Bleiberecht für die Asylbewerber, die sich integrieren, unsere Gesetze achten und eine Arbeit aufnehmen. Einerseits. Andererseits aber den Entzug des Aufenthaltsrechts in den Kommunen und den Rückverweis in sichere staatliche Einrichtungen wie die ANKER-Zentren es sein werden. Beides sollte auf Antrag der Kommunen erfolgen können. Denn vor Ort wissen wir, wer Probleme macht und wer sich gut integriert. Allein durch diese beiden Maßnahmen könnte der Häufung schwerer Gewalt durch Asylbewerber strukturell entgegen gewirkt werden. Wenn wir sie in Arbeit bringen und die polizeibekannten Störenfriede aus den Kommunen herausholen, wird die viel zu hohe Zahl von Gewalttaten unter dem Schutz des Asylrechts zurück gehen.
Ich bedauere sehr, dass Ihr Innenminister sich davon bisher nicht überzeugen ließ. Vielleicht können Sie es?

Mit freundlichen Grüßen

Boris Palmer

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