Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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Senexx
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Mo 16. Jul 2018, 21:59

Flüchtlingsbürgen werden zu Kasse gebeten

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 66821.html

Wert bürgt, wird erwürgt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 17. Jul 2018, 00:31

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 22:59)

Flüchtlingsbürgen werden zu Kasse gebeten

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 66821.html

Wert bürgt, wird erwürgt.

Die Frage ist ob das wirklich endgültig ist ... Ich habe da meine Zweifel ...Wichtig aber ist, dass bewust wird welche Summen/Kosten da auflaufen...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 17. Jul 2018, 21:52

JFK hat geschrieben:(17 Jul 2018, 21:57)

Wertvoller als Gold bedeutet ja nicht das sie Diamanten bringen, es geht nicht immer um materielle Dinge, auch wenn das einige nicht nachvollziehen können.

Richtig, genau das meinte ich doch ...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Di 17. Jul 2018, 23:24

Neueste Form des versuchten Sozialbetrugs: Erst großspurig bürgen, dann die Rechnung schuldig bleiben wollen.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 72861.html

Wir können nur hoffen, dass man sie am Wickel kriegt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon MoOderSo » Di 17. Jul 2018, 23:25

Schnitter hat geschrieben:(18 Jul 2018, 00:01)

Ich und ich denke auch die meisten anderen der 80 % Menschen die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen, hätten wohl nichts dagegen den Anteil der 20 %, die unwillig sind sich sozial zu verhalten, mit zu bezahlen.

Wenn ich unwillig wäre, säße ich wohl wegen Steuer- und Abgabenbetrug im Knast.
Aber welche Verantwortung habe ich denn nun genau für die privaten Bürgschaften einiger Menschen?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon JFK » Mi 18. Jul 2018, 03:15

Senexx hat geschrieben:(18 Jul 2018, 00:24)

Neueste Form des versuchten Sozialbetrugs.....


du schreibst wieder den größten Bockmist zusammen.

Vermutlich, weil die Politik nun auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wartet: Das Gericht soll klären, ob die Bürgen tatsächlich davon ausgehen durften, dass ihre Verpflichtung mit der Anerkennung des Asylantrags endet. „Wir hoffen, dass jetzt Lösungen gefunden werden“, sagt Straube-Neumann. Zahlen werden er und die anderen Bürgen erst mal nicht.


Betrug.... :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Mi 18. Jul 2018, 07:12

Diesen Strang könnte man eigentlich zumachen, Neues ist da eh nicht mehr zu erwarten. Nur die ewige Hetze "kommen nur, um Geld abzugreifen" und Gejammer auf Höchstniveau über entzogene Gelder, was letztlich nur immer wieder den Menschenhass bemänteln soll. Und das von denen, die trotz formaler Zugehörigkeit zu einer Wohlstandsgesellschaft innerlich verrohter geworden sind als es die Horden Attilas jemals waren. Von Zivilisation und Humanität ist da nichts mehr zu erwarten, da könnte man noch so ausgefeilt argumentieren, es kommt schlicht nicht an.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mi 18. Jul 2018, 07:51

Schnitter hat geschrieben:(18 Jul 2018, 00:01)

Ich und ich denke auch die meisten anderen der 80 % Menschen die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen, hätten wohl nichts dagegen den Anteil der 20 %, die unwillig sind sich sozial zu verhalten, mit zu bezahlen.

Dann aber bitteschön konsequent, d.h. wenn einer von den 20% arbeitslos wird gibt es keine Hartzer Knete von der Allgemeinheit. Jeder sorgt nur noch für seine Belange. Also ein bitterer Kelch für viele AfD Anhänger.

Wenn diese Form der Gesellschaft gewünscht ist bitteschön. Willkommen im 13. Jahrhundert.

Wo hast du die Zahlen her?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon fun_stuff » Mi 18. Jul 2018, 09:12

Schnitter hat geschrieben:(18 Jul 2018, 00:01)

Ich und ich denke auch die meisten anderen der 80 % Menschen die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen, hätten wohl nichts dagegen den Anteil der 20 %, die unwillig sind sich sozial zu verhalten, mit zu bezahlen.

Dann aber bitteschön konsequent, d.h. wenn einer von den 20% arbeitslos wird gibt es keine Hartzer Knete von der Allgemeinheit. Jeder sorgt nur noch für seine Belange. Also ein bitterer Kelch für viele AfD Anhänger.

Wenn diese Form der Gesellschaft gewünscht ist bitteschön. Willkommen im 13. Jahrhundert.


Du scheinst zu vergessen, dass ein entschiedener Teil der vermeintlichen 20% zur steuerzahlenden Bevölkerung gehört und über ausufernde Sozialabgaben bereits einen wesentlichen gesamtgesellschaftlichen Beitrag leistet. Also allen per se Asozialität oder mangelnde soziale Verantwortung zu unterstellen, die ökonomische Grundsätze bei der Verteilung von begrenzten Resourcen nicht für beliebig vernachlässigbar halten, ist halt auch so ein bisschen schräg.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Mi 18. Jul 2018, 11:55

Die Bundesregierung nimmt mal wieder einen Anlauf um die Maghreb-Staaten sowie zusätlich Georgien zu sicheren Herkunftsländern zu erklären.

"Die Bundesregierung begründet den Schritt damit, dass Asylverfahren für Bürger der vier Staaten fast immer mit einer Ablehnung enden. Im vergangenen Jahr erhielt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt rund 8.700 Asylanträge von Menschen aus den drei nordafrikanischen Ländern sowie aus Georgien. Die Anerkennungsquote für Georgien lag 2017 bei 0,6 Prozent, für Algerien bei 2,0 Prozent, für Marokko bei 4,1 Prozent und für Tunesien bei 2,7 Prozent."

Das wird aber wohl auch diesmal nichts werden und am Bundesrat scheitern.

"Grünen-Chef Robert Habeck lehnte auch den abermaligen Vorstoß der Bundesregierung umgehend ab. In den Maghreb-Staaten seien Journalisten, Minderheiten und Homosexuelle noch immer nicht sicher vor Verfolgung und Haft, sagte Habeck den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland und verwies auf Berichte über Folter und unfaire Gerichtsverfahren. "Daher sehe ich nicht, dass diese Staaten sicher sind." Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/sic ... 12900.html

So richtig nachvollziehbar ist das Verhalten der Grünen aber nicht. Es wird ja trotzdem jeder Asylantrag aus diesen Ländern individuell geprüft. In Österreich sind die Maghreb-Staaten inzwischen als sichere Herkunftsländer deklariert. Da wäre eine EU-einheitliche Regelung wünschenswert. Zumindest in diesem Punkt sollte man sich doch einigen können, wenn es schon nicht für ein gemeinsames Asylrecht reicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Moses » Mi 18. Jul 2018, 13:00

. . . Und wieder kommt der Moderator
mit dem Lappen und dem Besen.
Für Spamer aller Seiten
ist‘s dann vorläufig gesen . . .

Moses
(reimender) Mod

in der Hoffnung, das sich die Gemüter etwas beruhigt haben und mit der Bitte sachlich zu bleiben mach ich wieder auf
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 21. Aug 2018, 17:01

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:29)
Aber offensichtlich benötigst du Hilfe. Nun gut, lassen wir noch mal Gnade vor Recht ergehen.
"§ 18 Abs. 2 des Asylverfahrensgesetz
(5) Die Grenzbehörde hat den Ausländer erkennungsdienstlich zu behandeln."
Die Aussetzung der Kontrolle bei den Flüchtlingen ist angesichts dieser Vorschriften des Asylverfahrensgesetzes (auch Quelle in dem Fall) verfassungswidrig.

Die Flüchtlinge wurden auch in der Sturm- und Drangphase im Herbst 2015 in der Regel bei der Registrierung erkennungsdienstlich behandelt. Dass in dieser Zeit vermutlich 10 bis 20 Prozent durch das Netz gefallen sind, kann nicht als verfassungswidriges Verhalten der ausführenden und anweisenden Staatsorgane, sondern als Ausnahmesituation gedeutet werden. Bei dem Gutachten von Di Fabio geht es auch gar nicht um diesen Punkt, sondern um das Verhältnis von Bayern zum Bund und das Problem der unrechtmäßig verrringerten Mitwirkung Bayerns an der Eindämmung der Flüchtlingskrise.
siehe auch:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-141495080.html
Spiegel 16. Januar 2016 Chronik einer Überforderung
Diese ganze Diskussion um die angegebliche Verfassungswidrigkeit der Grenzöffnung im September 2015 gemäß dem Selbsteintrittrecht der Dublin-Verordnung bringt doch nichts mehr. Der Vorwurf des unabgestimmten und eigenmächtigen Handelns von Frau Merkel und Herrn Gabriel ist angemessen. Der letzte EU-Gipfel hat aber kleine Fortschritte bei einer Lösung auf EU-Ebene gebracht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Mi 22. Aug 2018, 07:02

Senexx hat geschrieben:(21 Aug 2018, 18:35)
Fachkräfte? Lachhaft.

Oben die Stimmungsmache, hier die Fakten:
https://mediendienst-integration.de/art ... ldung.html
Mediendienst Integration 11.01.2018 Wie viele Flüchtlinge finden Arbeit?
"Derzeit leben etwa 600.000 anerkannte Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter in Deutschland. ..
Ende 2017 galten etwa 415.000 Geflüchtete als "unterbeschäftigt"...
Rund 200.000 von ihnen waren im Oktober 2017 sozialversicherungspflichtig beschäftigt...
Im März 2017 arbeiteten rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen aus Asylherkunftsländern als Fachkräfte. Die übrigen 40 Prozent arbeiteten in sogenannten Helfertätigkeiten.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln: IW-Kurzbericht 92-2017, Seite 2
Als Fachkräfte arbeiten sie allerdings auch häufiger als Deutsche in Bereichen wie der Sicherheitsbranche, Gebäudeservices oder bei Zeitarbeitsfirmen."
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Julian » Mi 22. Aug 2018, 07:12

Wähler hat geschrieben:(22 Aug 2018, 08:02)

Oben die Stimmungsmache, hier die Fakten:
https://mediendienst-integration.de/art ... ldung.html
Mediendienst Integration 11.01.2018 Wie viele Flüchtlinge finden Arbeit?
"Derzeit leben etwa 600.000 anerkannte Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter in Deutschland. ..
Ende 2017 galten etwa 415.000 Geflüchtete als "unterbeschäftigt"...
Rund 200.000 von ihnen waren im Oktober 2017 sozialversicherungspflichtig beschäftigt...
Im März 2017 arbeiteten rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen aus Asylherkunftsländern als Fachkräfte. Die übrigen 40 Prozent arbeiteten in sogenannten Helfertätigkeiten.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln: IW-Kurzbericht 92-2017, Seite 2
Als Fachkräfte arbeiten sie allerdings auch häufiger als Deutsche in Bereichen wie der Sicherheitsbranche, Gebäudeservices oder bei Zeitarbeitsfirmen."


Aus deinem Link:
Beschäftigte werden nach Staatsbürgerschaft erfasst und nicht nach ihrem Aufenthaltsstatus. Berücksichtigt werden also alle Menschen aus wichtigen Asylherkunftsländern – auch wenn sie schon lange in Deutschland leben. Die Zahlen sagen also nur bedingt etwas über aktuell Geflüchtete aus. Zu den wichtigen Asylherkunftsländer zählen: Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Nigeria, Somalia, Eritrea, Nigeria und Pakistan.

Dies schränkt auch die Bedeutung der aktuellen Jubelmeldungen über die angebliche Beschäftigung von Flüchtlingen ein. Da wir weder genau wissen, wie viele Flüchtlinge in Deutschland leben, noch der Aufenthaltsstatus von Beschäftigten erfasst wird, bleibt alles Spekulation. Ich denke auch, dass solch eine Unschärfe gewollt ist, ermöglicht sie doch eine freie Interpretation je nach Wunsch der Politik.

Und so fällt eben der iranische Arzt, der 1979 vor der Revolution geflohen ist und als Oberarzt in einem Krankenhaus arbeitet, in diese Statistik, obwohl dies nichts, gar nichts aussagt über die Integration der Menschen, die in den letzten Jahren gekommen sind.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Paperbackwriter » Mi 22. Aug 2018, 08:57

Julian hat geschrieben:(22 Aug 2018, 08:12)

Aus deinem Link:

Dies schränkt auch die Bedeutung der aktuellen Jubelmeldungen über die angebliche Beschäftigung von Flüchtlingen ein. Da wir weder genau wissen, wie viele Flüchtlinge in Deutschland leben, noch der Aufenthaltsstatus von Beschäftigten erfasst wird, bleibt alles Spekulation. Ich denke auch, dass solch eine Unschärfe gewollt ist, ermöglicht sie doch eine freie Interpretation je nach Wunsch der Politik.

Und so fällt eben der iranische Arzt, der 1979 vor der Revolution geflohen ist und als Oberarzt in einem Krankenhaus arbeitet, in diese Statistik, obwohl dies nichts, gar nichts aussagt über die Integration der Menschen, die in den letzten Jahren gekommen sind.


Der Großteil der sogenannten "Flüchtlinge" als Oberbegriff, landet so oder so in den Sozialsystemen. Es gibt Aussagen einiger Grüninnen, die das außerordentlich begrüßen. Das Märchen hoch qualifizierter "Flüchtlinge" ist eh schon ausgelutscht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Paperbackwriter » Mi 22. Aug 2018, 08:59

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 22:59)

Flüchtlingsbürgen werden zu Kasse gebeten

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 66821.html

Wert bürgt, wird erwürgt.


Die BAmf hat ausdrücklich auf die evtl. anfallenden Kosten hingewiesen. Ich bin der Ansicht, dass man nur aus Schaden klug wird.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Mi 22. Aug 2018, 09:03

Wähler hat geschrieben:(22 Aug 2018, 08:02)
Oben die Stimmungsmache, hier die Fakten:
https://mediendienst-integration.de/art ... ldung.html
Mediendienst Integration 11.01.2018 Wie viele Flüchtlinge finden Arbeit?
"Derzeit leben etwa 600.000 anerkannte Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter in Deutschland. ..
Ende 2017 galten etwa 415.000 Geflüchtete als "unterbeschäftigt"...
Rund 200.000 von ihnen waren im Oktober 2017 sozialversicherungspflichtig beschäftigt...
Im März 2017 arbeiteten rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen aus Asylherkunftsländern als Fachkräfte. Die übrigen 40 Prozent arbeiteten in sogenannten Helfertätigkeiten.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln: IW-Kurzbericht 92-2017, Seite 2
Als Fachkräfte arbeiten sie allerdings auch häufiger als Deutsche in Bereichen wie der Sicherheitsbranche, Gebäudeservices oder bei Zeitarbeitsfirmen."

Julian hat geschrieben:(22 Aug 2018, 08:12)
Dies schränkt auch die Bedeutung der aktuellen Jubelmeldungen über die angebliche Beschäftigung von Flüchtlingen ein. Da wir weder genau wissen, wie viele Flüchtlinge in Deutschland leben, noch der Aufenthaltsstatus von Beschäftigten erfasst wird, bleibt alles Spekulation. Ich denke auch, dass solch eine Unschärfe gewollt ist, ermöglicht sie doch eine freie Interpretation je nach Wunsch der Politik.

Da die meisten Flüchtlinge die syrische, irakische oder afghanische Staatsbürgerschaft besitzen und diese zum Großteil aus der Flüchtlingswelle von 2015 stammen, sind die Zahlen aussagekräftig. Mindestens 80% der Flüchtlinge in 2015 wurden registriert und erkennungsdienstlich behandelt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Mi 22. Aug 2018, 09:04

Paperbackwriter hat geschrieben:(22 Aug 2018, 09:57)

Der Großteil der sogenannten "Flüchtlinge" als Oberbegriff, landet so oder so in den Sozialsystemen. Es gibt Aussagen einiger Grüninnen, die das außerordentlich begrüßen. Das Märchen hoch qualifizierter "Flüchtlinge" ist eh schon ausgelutscht.

Dieses gerade von unseren Rechtsdraußen hochgejubelte Thema ist eh irrelevant. Flüchtlinge werden nach ihrem Schutzbedürfnis beurteilt. Unsere Rechtsdraußen verweigern sich dem Wissen, was die Bildung von Flüchtlingen betrifft. Es paßt nicht ins Weltbild. Diese Menschen sind nicht "wert" genug. Was auch wieder einen Ausblick auf das Weltbild und Wertesystem in der rechten Ecke ergibt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 22. Aug 2018, 09:57

oga hat geschrieben:(16 Jul 2018, 21:39)

Ach ja?
Wie viel Kosovaren sind nach Ende der Jugoslawien Kriege zurückgekehrt? :D


Deutschland hilft
Vergleichsgrafik der Asylantragszahlen im Laufe der Jahre 1990 bis 2015 | Bild: BR/Felix Hörhager

Deutschland nimmt in der Zeit zwischen 1991 und 1995 die meisten Bürgerkriegsflüchtlinge aus den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens auf. 350.000 Menschen finden einen Zufluchtsort in der Bundesrepublik. Nach einer Berechnung der Uni Bamberg kehrten die meisten wieder in ihr Land zurück. Lediglich 20.000 Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina wurden als Härtefälle eingestuft und blieben dauerhaft bei uns im Land.


https://www.br.de/nachricht/fluechtling ... n-100.html

Ich kann dir den Artikel generell empfehlen durchzulesen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Julian » Mi 22. Aug 2018, 10:44

Wähler hat geschrieben:(22 Aug 2018, 10:03)

Da die meisten Flüchtlinge die syrische, irakische oder afghanische Staatsbürgerschaft besitzen und diese zum Großteil aus der Flüchtlingswelle von 2015 stammen, sind die Zahlen aussagekräftig. Mindestens 80% der Flüchtlinge in 2015 wurden registriert und erkennungsdienstlich behandelt.


Dass die meisten Flüchtlinge aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit erfasst werden, glaube ich schon. Allerdings befürchte ich, dass auch Leute damit erfasst werden, die keine Flüchtlinge sind.

Die Bundesagentur für Arbeit schreibt ja auch nicht ohne Grund von Menschen aus den acht "Hauptherkunftsländern".
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gezogen. Die Erwartungen der BA seien knapp übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.
Jüngsten Zahlen zufolge hatten im Mai mehr als 300.000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern einen Job - und damit rund 100.000 mehr als im Vorjahresmonat. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Somalia.
Schwarzmalerei unangebracht
"Das läuft alles ganz gut", sagte Scheele. Die Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe keine Veranlassung, schwarz zu malen. Knapp 240.000 der Geflüchteten mit Job - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Das sind Zahlen, die sind gut - dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden", sagte Scheele.

Gut 480.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren.

https://www.tagesschau.de/inland/migran ... t-101.html

Wenn nun aber doch der Aufenthaltsstatus (also etwa Asylbewerber, Schutzsuchender o.ä. Worthülsen) gar nicht erfasst wird von der Bundesagentur und die Statistik ausschließlich auf den genannten acht Staatsangehörigkeiten basiert, wie kann man dann behaupten, diese Statistik betreffe ausschließlich Flüchtlinge?

Wie wird gewährleistet, dass Menschen mit Staatsangehörigkeiten jener Länder, die schon wesentlich länger als 2015 in Deutschland sind oder aus ganz anderen Gründen legal eingewandert sind (aufgrund eines Jobangebots, oder die nach einem Studium in Deutschland Beschäftigung gefunden haben), nicht mit den Flüchtlingen vermengt werden?

Beschäftigungszahlen
Aktueller Stand: Seit Mitte 2015 wächst die Zahl der Beschäftigten aus Ländern, aus denen besonders viele Asylsuchende kommen. Rund 200.000 von ihnen waren im Oktober 2017 sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Das sagen die Zahlen: Der Arbeitsmarkt nimmt verstärkt Menschen aus "Asylherkunftsländern" auf. Im Vergleich sind sie zwar immer noch seltener in Arbeit als Deutsche oder andere Ausländer ("Beschäftigungsquote", Quelle). Dennoch sind seit 2015 rund 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige neu hinzugekommen. Darin enthalten sind auch Ausbildungen und bezahlte Praktika.

Das sagen die Zahlen nicht: Beschäftigte werden nach Staatsbürgerschaft erfasst und nicht nach ihrem Aufenthaltsstatus. Berücksichtigt werden also alle Menschen aus wichtigen Asylherkunftsländern – auch wenn sie schon lange in Deutschland leben. Die Zahlen sagen also nur bedingt etwas über aktuell Geflüchtete aus. Zu den wichtigen Asylherkunftsländer zählen: Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Nigeria, Somalia, Eritrea, Nigeria und Pakistan.

https://mediendienst-integration.de/art ... ldung.html

Offenbar werden hier Menschen mit völlig verschiedenem Aufenthaltsstatus vermischt: der pakistanische Informatiker, der zum Studium ganz legal nach Deutschland gekommen ist und nun bei SAP beschäftigt ist; der iranische Arzt, der in den Achtzigerjahren vor dem iranischen Mullah-Regime geflohen ist und schon lange als Oberarzt in einer deutschen Klinik arbeitet; und eben die Leute, die seit 2015 als "Flüchtlinge" gekommen sind.

Ich verstehe die Statistik nicht. Kann mir das jemand erklären? Oder gibt es da nichts zu verstehen, weil es nur der Verdummung der Leute dient, die Tagesschau gucken und nicht selbst denken?
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