Einwanderungsgesetze verschärfen

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Thales
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Mo 7. Sep 2015, 07:53

Tomaner » Mo 7. Sep 2015, 02:29 hat geschrieben:

Es ist schon erstaunlich! Da legst du uns eine Rechnung vor, die wir alle vertrauen sollen, bist aber nicht einmal in der Lage deine eigenen Links zu addieren.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
30,7+21,8+5,4 macht 57,9Millionen über 40 Jahre.


Du addierst hier Prozentangaben :D
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
im Alter von ... bis unter ... Jahren (%)

Es heißt 57,9%
Macht 80,8 Mill x 0,579 = 46,8 Mill
Kung Fury

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kung Fury » Mo 7. Sep 2015, 08:00

Obsorvor » Mo 17. Mär 2014, 10:47 hat geschrieben:Hallo,

wohin Masseneinwanderung führt, sehen wir in der Krim. Sollte Deutschland seine Einwanderungsgesetze verschärfen, um insbesondere den Zuzug von Russen zu verhindern? Nicht das Russland in paar Jahrzehnte vor deutscher Grenze steht, weil seine Ethnien angeblich bedroht werden?

MfG

Härtere Gesetze wären nicht mal so schlecht.30Jahre Knast für illegale Einwanderer
HugoBettauer

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon HugoBettauer » Mo 7. Sep 2015, 08:58

Kung Fury » Mo 7. Sep 2015, 07:00 hat geschrieben:Härtere Gesetze wären nicht mal so schlecht.30Jahre Knast für illegale Einwanderer

Dir ist schon klar, dass im Knast mehr Platz, Sozialbetreuung, Arbeitsgelegenheit und besseres Essen bereitsteht als in einem Flüchtlings-Aufnahmelager.
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Perdedor
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Perdedor » Mo 7. Sep 2015, 23:57

Thales hat geschrieben:Und auf den Netto-Zuwanderungsbedarf hat das gar kein Einfluss.


Kommt darauf an, wie du "Bedarf" definierst.
Erhalt der Gesamtbevölkerung?
Man könnte mittelfristig auch eine bestimmte Form der Altersstruktur anstreben und dafür Bevölkerungs Zu- oder Abnahme in Kauf nehmen.
Eine Extrapolation auf mehr als 50-100 Jahre in die Zukunft ist ohnehin nicht sinnvoll, da völlig unklar ist wie sich über solche Zeiträume die Fertilitätsrate und Lebenserwartung entwickeln, sowie die politischen Umstände (rein hypothetisch, nur als Beispiel, könnte Deutschland in einem europäischen Superstaat aufgehen (oder auch nur ein gemeinsame Sozialsysteme), was die lokale Alterstruktur weniger relevant macht).

Thales hat geschrieben:Deine Betonung auf "mehr Alte" ist für mich irrelevant, weil ich davon ausgehe, dass die Alten nicht teuerer sind als die Jungen.


Da wäre es interessant konkrete Zahlen zu haben.
Der Punkt ist aber, dass Investitionen in Kinder langfristig profitabel sein können, während das Geld für Alte schlicht verkonsumiert wird.

Thales hat geschrieben:Ich glaube auch nicht, "dass ältere Gesellschaften weniger Innovativ sind."


Ältere Menschen sind naturgemäß weniger innovativ. Es ist unwahrscheinlich, dass Bill Gates Windows als Rentner entwickelt hätte. Er hätte die neusten technischen Entwicklungen damals vermutlich gar nicht mitbekommen.
Zudem müssen sich Leute finden, die bereit sind in eine alternde Gesellschaft zu investieren. Die berüchtigte Investitionslücke in Deutschland.
Pflegeroboter sind sicherlich eine gute Idee. Nur müssen sich die Alten die Pflegeroboter auch leisten können, damit sich eine Investition in die Entwicklung lohnt. Bei einer umlagefinazierten Rente fällt dies wieder auf die Beitragszahler zurück.
Es ist ja Fakt, dass die Anleger in Deutschland wenig profitable Investitionsmöglichkeiten sehen. Daher sind die Zinsen zur Zeit ja so niedrig. Und ohne Investitionen gibt es keine Produktivitätssteigerung.

Letztendlich ist es immer etwas Spekulation. Noch nie in der Geschichte war eine Volkswirtschaft in einer demographischen Situation, die der Deutschlands 2050 entspricht (viele Alte-wenig Junge).
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » Di 8. Sep 2015, 00:21

Thales » Mo 7. Sep 2015, 06:53 hat geschrieben:
Du addierst hier Prozentangaben :D
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html

Es heißt 57,9%
Macht 80,8 Mill x 0,579 = 46,8 Mill


Ok stimmt! Was aber die Situation nicht verbessert, wenn fast 60% der Bevölkerung über 40 Jahre ist. Es ändert nichts daran, dass in etwa 20 Jahren um die 40% der Bevölkerung im Rentenalter ist. Davon ausgehend, dass ja nicht alle Jüngere zu 100% arbeiten (Beisp. Hausfrau), kommt man nahe hin das 1 Arbeitnehmer einen Rentner bezahlen muß.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Di 8. Sep 2015, 18:45

Perdedor » Mo 7. Sep 2015, 23:57 hat geschrieben:
Kommt darauf an, wie du "Bedarf" definierst.
Erhalt der Gesamtbevölkerung?
Man könnte mittelfristig auch eine bestimmte Form der Altersstruktur anstreben und dafür Bevölkerungs Zu- oder Abnahme in Kauf nehmen.
Eine Extrapolation auf mehr als 50-100 Jahre in die Zukunft ist ohnehin nicht sinnvoll, da völlig unklar ist wie sich über solche Zeiträume die Fertilitätsrate und Lebenserwartung entwickeln, sowie die politischen Umstände (rein hypothetisch, nur als Beispiel, könnte Deutschland in einem europäischen Superstaat aufgehen (oder auch nur ein gemeinsame Sozialsysteme), was die lokale Alterstruktur weniger relevant macht).

Zunächst geht es um den Erhalt der Bevölkerung. Wenige machen sich Gedanken über die Form der Altersstruktur. Alle Menschen wollen lange leben, möglichst 100 werden. Bei der Planung einer Altersstruktur muss man deswegen lange im Voraus planen, was nicht einfach ist. Man kann nur extrapolieren, was wäre wenn die demografischen Größen so bleiben würden wie gegenwärtig und gegensteuern. Ab und zu, spätestens alle 20 Jahre muss neu darüber nachgedacht werden.
Wer heute noch ein Kind ist und erst in 40 J Kinder bekommt, die wiederum in 40 J Kinder bekommen, die ebenfalls 100 J leben wollen, schaut auf 180 J in die Zukunft.
Der europäische Superstaat ist zunächst nur ein Traum in den Köpfen von Politikern. Ich glaube nicht, dass die Völker Europas ihre Vielfältigkeit so leicht aufgeben werden. Das wird noch lange dauern.

Da wäre es interessant konkrete Zahlen zu haben.
Der Punkt ist aber, dass Investitionen in Kinder langfristig profitabel sein können, während das Geld für Alte schlicht verkonsumiert wird.

Ja, das würde mich auch interessieren. Sollte rauskommen, dass für Alte mehr Geld ausgegeben wird als für Kinder und Jugendliche, wäre das nicht richtig. In diesem Fall sollte man über die Einführung einer Grundrente nachdenken. Der Staat sollte sich nur um die Sicherung der Grundrente kümmern. Die darüber hinausgehende Rente soll Privatsache sein.



Ältere Menschen sind naturgemäß weniger innovativ. Es ist unwahrscheinlich, dass Bill Gates Windows als Rentner entwickelt hätte. Er hätte die neusten technischen Entwicklungen damals vermutlich gar nicht mitbekommen.

Meinte auch nicht, dass ältere Menschen sich selbst humanoide Roboter bauen sollen :D
Aber es gibt auch künftig genug junge Leute, die innovativ sein können. Newton hat die Naturwissenschaft revolutioniert und lebte in einer Zeit, als England gerade mal 7 Mill groß war. In Deutschland wird es auch mit „Schrumpfung“ immer noch über 10 bis 15 Mill junge Erwachsene (20 bis 40) geben.

Zudem müssen sich Leute finden, die bereit sind in eine alternde Gesellschaft zu investieren. Die berüchtigte Investitionslücke in Deutschland.

Die Deutschen sind nicht reich genug um risikobereit zu sein. Das ist das Problem. Jeder will sein Erspartes möglichst sicher investieren: ein Haus oder 2 Häuser oder eine Häuserzeile :D

Pflegeroboter sind sicherlich eine gute Idee. Nur müssen sich die Alten die Pflegeroboter auch leisten können, damit sich eine Investition in die Entwicklung lohnt. Bei einer umlagefinazierten Rente fällt dies wieder auf die Beitragszahler zurück.

So ein Roboter muss man sich nicht kaufen, nur mieten, wird irgendwann recycelt und fällt nicht „auf die Beitragszahler“

Es ist ja Fakt, dass die Anleger in Deutschland wenig profitable Investitionsmöglichkeiten sehen. Daher sind die Zinsen zur Zeit ja so niedrig. Und ohne Investitionen gibt es keine Produktivitätssteigerung.

Letztendlich ist es immer etwas Spekulation. Noch nie in der Geschichte war eine Volkswirtschaft in einer demographischen Situation, die der Deutschlands 2050 entspricht (viele Alte-wenig Junge).

Und ich vertraue darauf, dass die Produktivität mittlerweile so hoch ist, dass Deutschland an diesem Problem nicht zerbrechen kann und jederzeit ein Trendumkehr in den Geburtenzahlen möglich ist.
Tomaner » Di 8. Sep 2015, 00:21 hat geschrieben:Ok stimmt! Was aber die Situation nicht verbessert, wenn fast 60% der Bevölkerung über 40 Jahre ist. Es ändert nichts daran, dass in etwa 20 Jahren um die 40% der Bevölkerung im Rentenalter ist. Davon ausgehend, dass ja nicht alle Jüngere zu 100% arbeiten (Beisp. Hausfrau), kommt man nahe hin das 1 Arbeitnehmer einen Rentner bezahlen muß.

Das Problem mit den vielen Rentner ist nur vorübergehend, bis die Baby-Boomer sterben. Danach normalisiert sich die Lage. In den harten Zeiten mit prozentual viele Rentner kann man die Maschinen besser ausnutzen, länger arbeiten lassen. Ich glaube nicht, dass das so ein großes Problem ist. Die Arbeitgeber leiden eher darunter, dass sie viel mehr produzieren könnten als sie verkaufen können. Sie brauchen Konsumenten, viele Konsumenten.
Und außerdem. Es gibt die relativ vielen Rentner, weil sie sich früher die Kinder gespart haben. MMn müssen die künftigen Rentner lernen sich gegenseitig ehrenamtlich zu pflegen, wenn sie nicht genug Geld für die Pflege haben.
So wie hier zB
https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... t_1661.pdf
Marie-Luise

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Marie-Luise » Di 8. Sep 2015, 18:58

Kung Fury » Mo 7. Sep 2015, 08:00 hat geschrieben:Härtere Gesetze wären nicht mal so schlecht.30Jahre Knast für illegale Einwanderer


Käme uns eine Rückführung nicht billiger?
NP-vollständig

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon NP-vollständig » Di 8. Sep 2015, 19:08

Marie-Luise » Di 8. Sep 2015, 18:58 hat geschrieben:
Käme uns eine Rückführung nicht billiger?

Oder ein "gar nicht erst reinlassen"?
HugoBettauer

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon HugoBettauer » Di 8. Sep 2015, 19:23

Perdedor » Mo 7. Sep 2015, 22:57 hat geschrieben:
Kommt darauf an, wie du "Bedarf" definierst.
Erhalt der Gesamtbevölkerung?
Man könnte mittelfristig auch eine bestimmte Form der Altersstruktur anstreben und dafür Bevölkerungs Zu- oder Abnahme in Kauf nehmen.

Die Menschen leben nicht mittelfristig, sondern jetzt und bald. Die deutsche Wirtschaft braucht jetzt und bald mehr Arbeitskräfte aller Qualifikationsstufen, die Bezahlerstruktur der Sozialsysteme verändert sich jetzt und bald nachteilig, nicht in 25 Jahren. Die Zugehörigkeit zu Deutschland macht die lokale Altersstruktur in Brandenburg auch nicht irrelevant.


Der Punkt ist aber, dass Investitionen in Kinder langfristig profitabel sein können, während das Geld für Alte schlicht verkonsumiert wird.

Das ist für einen Großteil der Alten falsch und diese Lage wird sich eher noch verstetigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Bill Gates Windows als Rentner entwickelt hätte.

Bill Gates hat Windows nicht entwickelt. Bill Gates hat in seinem Leben überhaupt sehr wenig Software entwickelt.

Pflegeroboter sind sicherlich eine gute Idee. Nur müssen sich die Alten die Pflegeroboter auch leisten können, damit sich eine Investition in die Entwicklung lohnt.

Die Anschaffung von Pflegerobotern muss nur insgesamt billiger sein als die manuelle Pflege. Die Investition muss nicht zwingend bei den Alten liegen, denn das Interesse an einer Verbilligung der Pflege ist gesamtgesellschaftlich. Zuerst hätten vor allem Pflegeanbieter einen Wettbewerbsvorteil.

Es ist ja Fakt, dass die Anleger in Deutschland wenig profitable Investitionsmöglichkeiten sehen.

Au contraire. Wir erleben in den letzten Jahren eine Flucht europäischen Kapitals in deutsche Werte. Deshalb sind die Zinsen zur Zeit so niedrig.
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harry52
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon harry52 » Di 8. Sep 2015, 19:41

Tomaner » Mo 7. Sep 2015, 23:21 hat geschrieben:Ok stimmt! Was aber die Situation nicht verbessert, wenn fast 60% der Bevölkerung über 40 Jahre ist. Es ändert nichts daran, dass in etwa 20 Jahren um die 40% der Bevölkerung im Rentenalter ist. Davon ausgehend, dass ja nicht alle Jüngere zu 100% arbeiten (Beisp. Hausfrau), kommt man nahe hin das 1 Arbeitnehmer einen Rentner bezahlen muß.

Ja. Die Zahlen sind dramatisch und zwar wegen noch etwas anderem.

1963 ist der geburtenstärkste Jahrgang. Dann kam die Pille auf den Markt und ab da ging es schnell abwärts. Man nennt das den Pillenknick. Die mit Baujahr 1963 sind jetzt 52 Jahre alt und das bedeutet konkret, dass von Jahr zu Jahr und das ca. 15 Jahre lang immer mehr in Rente gehen. Gleichzeitig kommen unten immer weniger Junge nach.

Die Veralterung nimmt jetzt erst richtig Fahrt auf. Das geht jetzt erst richtig los.

Das ist ein Riesenproblem, denn auch nach den 15 Jahren werden weiterhin von Jahr zu Jahr mehr Alte in Rente gehen, als Junge nachkommen, denn 1964 war ja noch besser als 1965 und das war besser als 1966 usw. usw.

Ich bin manchmal entsetzt wie kluge Leute wie Gysi uns so frech belügen. Wir bekommen ein Riesen-Mega-Problem und wer zurück zur Rente mit 65 will, ist ein Verbrecher. Das muß man mal deutlich sagen. Gysi hat genug Kohle und Lafontaine und Kipping und .... Denen macht das nichts, aber wir Ottonormalverbraucher werden darunter leiden. Auch was die SPD und Nahles jetzt gemacht haben, ist ein Verbrechen an alle, die noch keine 60 sind. Und die Zuwanderung wird das Problem nur teilweise lösen, denn so toll sind die Zuwanderer nicht, dass sie die aus den geburtenstarken Jahrgängen 1:1 ersetzen können. Weder zahlenmäßig wird das funktionieren, noch von dem Know How.
Zuletzt geändert von harry52 am Di 8. Sep 2015, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon HugoBettauer » Di 8. Sep 2015, 20:05

Wir bekommen ein Riesen-Mega-Problem und wer zurück zur Rente mit 65 will, ist ein Verbrecher.

Die Rente mit 65 ist erreichbar, aber dazu muss Deutschland seine Willkommenskultur verbessern.
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Perdedor
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Perdedor » Di 8. Sep 2015, 20:08

Thales hat geschrieben:Zunächst geht es um den Erhalt der Bevölkerung. Wenige machen sich Gedanken über die Form der Altersstruktur.


Das stimmt, aber das ist ein Fehler.
Es geht NUR um die Altersstruktur. Sonst könnten nicht Österreich (8 Mio Einw) und Deutschland (80 Mio) etwa gleich wohlhabend sein. Oder Niederlande (400 Einw/km^2) und Kanada (4 Einw/km^2). Die Gesamtzahl, sowie die Bevölkerungsdichte sind in einem weiten Bereich irrelevant.

Thales hat geschrieben:In Deutschland wird es auch mit „Schrumpfung“ immer noch über 10 bis 15 Mill junge Erwachsene (20 bis 40) geben.


Nur mit ausreichend Einwanderung.
Und das Durchschnittsalter wird steigen. Angenommen der Mensch ist mit ca. 30 auf seinem kreativen Maximum (natürlich im Durchschnitt). Je weiter sich das Durchschnittsalter davon entfernt, desto weniger innovativ ist damit die gesamte Gesellschaft. (Kommt natürlich auch darauf an, wie man die Verteilung ansetzt)

Thales hat geschrieben:Die Deutschen sind nicht reich genug um risikobereit zu sein.


Aber warum? Wohl, weil sie sich für ihr Alter absichern wollen (und nicht riskieren wollen, das Geld zu verlieren). Und je mehr Menschen alt werden, desto mehr risikoarme Rücklagen werden gebildet werden, weil befürchtet wird, dass es in Zukunft weniger Menschen gibt, die einem im Alter noch versorgen können (was ja stimmt).

Thales hat geschrieben:Und ich vertraue darauf, dass die Produktivität mittlerweile so hoch ist, dass Deutschland an diesem Problem nicht zerbrechen kann


Die Produktivität muss aber STEIGEN, sonst wird man abgehängt (es sei denn, sie steigt nirgendwo).
Ein Fernseher hat vor 50 Jahren einen Durchschnittsverdiener 350 Arbeitsstunden gekostet; heute nur noch 35 Stunden.
Rückwärtsgerechnet hätte sich der Durchschnittsverdiener von vor 50 Jahren nie einen Laptop leisten können.
Analog für die Zukunft. Wenn die Produktivität nicht steigt, werden die Deutschen sich in 50 Jahren nicht die neusten technischen Entwicklungen leisten können.
Zuletzt geändert von Perdedor am Di 8. Sep 2015, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Lighthouse » Mi 9. Sep 2015, 07:28

Ach Gott » Mo 17. Mär 2014, 11:12 hat geschrieben:Hat mal wer nachgesehen, ob wir nicht längst 1 Million Schwarze problemlos überschritten haben? Wenn ja, können wir auch locker noch eine Million aufnehmen. Die Frauen wird es freuen und die Wirtschaft auch.



Guten Morgen Ach Gott,


wie ist der Satz zu verstehen: Die Frauen wird es freuen?
Du musst entschuldigen, ich bin bildungsfern.

LG Rolf
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Wähler » Mi 9. Sep 2015, 08:21

http://www.genios.de/presse-archiv/arti ... 12706.html
SZ 22. Januar 2015 Einwanderung ohne Gesetz
Im deutschen Recht werde bereits berücksichtigt, dass bei der Einwanderung die wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Bedürfnisse des Landes sowie die Integrationsfähigkeit der Gesellschaft eine Rolle spielen sollen, sagte de Maizière. Es komme lediglich darauf an, die bestehenden Regeln auch anzuwenden.

Insgesamt sind 2013 fast 24 000 Hochqualifizierte nach Deutschland gekommen, das entspricht einem Zuwachs um 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Zwischen 2012 und 2013 ist die Zahl der neuen ausländischen Facharbeiter allerdings um 3300 gesunken

Unter ihnen sind auch knapp 4700 Arbeiter, die über eine sogenannte Blaue Karte nach Deutschland gekommen sind. Das Instrument ist zum 1. August 2012 geschaffen worden, um es Arbeitern mit einem Mindesteinkommen zu erleichtern, innerhalb der EU eine Stelle anzutreten. Dieses Minimum liegt in Deutschland je nach Berufsgruppe bei 24 000 bis 31 000 Euro brutto pro Jahr. Etwa neun von zehn Blauen Karten, die innerhalb Europas vergeben worden sind, seien in Deutschland ausgestellt worden, so de Maizière.

Reichen die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus?
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 9. Sep 2015, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Wähler » Do 10. Sep 2015, 18:40

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... sregierung
Zeit 9. September 2015 Sarrazin fordert drastische Einschränkung des Asylrechts
Sarrazin sprach sich zudem dafür aus, Griechenland die EU-Hilfen zu streichen, solange das Land nicht das Dublin-Abkommen erfülle und Flüchtlinge ohne Registrierung weiterschicke. "Die sollen Lager einrichten auf Kos und auf Rhodos oder wo auch immer, grenznah."

Herr Sarrazin wagt sich aus der Deckung und formuliert Gegenvorschläge zu Herrn Gabriel. Wer alles wird wohl auf seinen Zug aufspringen?
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Fr 11. Sep 2015, 01:14

Perdedor » Di 8. Sep 2015, 20:08 hat geschrieben:
Das stimmt, aber das ist ein Fehler.
Es geht NUR um die Altersstruktur. Sonst könnten nicht Österreich (8 Mio Einw) und Deutschland (80 Mio) etwa gleich wohlhabend sein. Oder Niederlande (400 Einw/km^2) und Kanada (4 Einw/km^2). Die Gesamtzahl, sowie die Bevölkerungsdichte sind in einem weiten Bereich irrelevant.



Nur mit ausreichend Einwanderung.
Und das Durchschnittsalter wird steigen. Angenommen der Mensch ist mit ca. 30 auf seinem kreativen Maximum (natürlich im Durchschnitt). Je weiter sich das Durchschnittsalter davon entfernt, desto weniger innovativ ist damit die gesamte Gesellschaft. (Kommt natürlich auch darauf an, wie man die Verteilung ansetzt)



Aber warum? Wohl, weil sie sich für ihr Alter absichern wollen (und nicht riskieren wollen, das Geld zu verlieren). Und je mehr Menschen alt werden, desto mehr risikoarme Rücklagen werden gebildet werden, weil befürchtet wird, dass es in Zukunft weniger Menschen gibt, die einem im Alter noch versorgen können (was ja stimmt).



Die Produktivität muss aber STEIGEN, sonst wird man abgehängt (es sei denn, sie steigt nirgendwo).
Ein Fernseher hat vor 50 Jahren einen Durchschnittsverdiener 350 Arbeitsstunden gekostet; heute nur noch 35 Stunden.
Rückwärtsgerechnet hätte sich der Durchschnittsverdiener von vor 50 Jahren nie einen Laptop leisten können.
Analog für die Zukunft. Wenn die Produktivität nicht steigt, werden die Deutschen sich in 50 Jahren nicht die neusten technischen Entwicklungen leisten können.


Deine Aussagen sind mir zu pauschal. Es reicht nicht zu sagen, dass alles nur von der Altersstruktur abhängt. Die Entwicklungsländer sind voll von Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es müsste ihnen blendend gehen.
Ob ein Land wohlhabend wird hängt von der Intelligenz und Habgier der Oberschicht ab. Wenn die Oberschicht so gierig wird, dass sie auch die Mittelschicht kaputt macht, dann werden alle arm. Denn nur eine ausreichende Mittelschicht kann die Oberschicht immer reicher machen und die Unterschicht am Leben halten.
Auch junge Leute müssen sich erst ein Haus kaufen. Wenn sie später noch Geld übrig haben würden sie vielleicht in junge innovative AGs investieren. ABER, es lohnt sich nicht. Meistens ist das Geld futsch, weil die neue Firma es doch nicht schafft ODER, wenn sie richtig erfolgreich wird, wird sie aufgekauft und die Gewinne machen andere. Die Gier der Oberschicht verhindert Wohlstand.

Was die "ausreichende Einwanderung" betrifft. Was spart man durch Einwanderung?
Allenfalls die Tatsache, dass keine Kosten für Großziehen der Kinder hat, wenn junge Erwachsene einwandern. Und das ist auch der Fall. Alte wandern nicht durch die Welt.
Diesem Ersparnis gegenüber stehen die ganzen Kosten der Integration. Diese sind um so höher, je weiter die Kultur der Einwanderer steht.
Eine Selektion der Einwanderer findet nicht statt und wenn sie stattfinden würde, wäre sie unethisch. Das würde bedeuten, dass Deutschland absichtlich die besten Leute aus Syrien zB reinlässt und die anderen sollen woanders hin. Das geht nicht. Also gibt es nicht den Vorteil von "Fachkräften"

Einfacher wäre gewesen und ist immer noch mMn, wenn man durch eine deutlich verbesserte Familienpolitik die Geburtenrate hier in Deutschland erhöht.
Ein Beispiel
Doppelverdiener + 1 Kind müsste deutlich mehr Steuern zahlen und mehr Rentenbeiträge. Kein Splitting, kein Kindergeld.
Eltern mit 2 oder 3 Kindern, normale Steuersätze.
Das würde mich auch treffen, aber das wäre die korrekte Familienpolitik.
Die Produktivität kann leicht auf internationalem Niveau gebracht werden, siehe China, trotz Ein-Kind-Politik. Schwierig ist, wenn man ein bisschen besser sein will als die anderen. Dann braucht man junge kreative Leute. Einerseits. Andererseits, wenn die Erfinder von Google hier in Deutschland angefangen hätten, wären sie längst von Microsoft aufgekauft worden. Das ist die Regel. Die Amis geben den Ton an.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Teeernte » Fr 11. Sep 2015, 01:19

Thales » Fr 11. Sep 2015, 01:14 hat geschrieben:
Deine Aussagen sind mir zu pauschal. Es reicht nicht zu sagen, dass alles nur von der Altersstruktur abhängt. Die Entwicklungsländer sind voll von Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es müsste ihnen blendend gehen.
Ob ein Land wohlhabend wird hängt von der Intelligenz und Habgier der Oberschicht ab. Wenn die Oberschicht so gierig wird, dass sie auch die Mittelschicht kaputt macht, dann werden alle arm. Denn nur eine ausreichende Mittelschicht kann die Oberschicht immer reicher machen und die Unterschicht am Leben halten.
Auch junge Leute müssen sich erst ein Haus kaufen. Wenn sie später noch Geld übrig haben würden sie vielleicht in junge innovative AGs investieren. ABER, es lohnt sich nicht. Meistens ist das Geld futsch, weil die neue Firma es doch nicht schafft ODER, wenn sie richtig erfolgreich wird, wird sie aufgekauft und die Gewinne machen andere. Die Gier der Oberschicht verhindert Wohlstand.

Was die "ausreichende Einwanderung" betrifft. Was spart man durch Einwanderung?
Allenfalls die Tatsache, dass keine Kosten für Großziehen der Kinder hat, wenn junge Erwachsene einwandern. Und das ist auch der Fall. Alte wandern nicht durch die Welt.
Diesem Ersparnis gegenüber stehen die ganzen Kosten der Integration. Diese sind um so höher, je weiter die Kultur der Einwanderer steht.
Eine Selektion der Einwanderer findet nicht statt und wenn sie stattfinden würde, wäre sie unethisch. Das würde bedeuten, dass Deutschland absichtlich die besten Leute aus Syrien zB reinlässt und die anderen sollen woanders hin. Das geht nicht. Also gibt es nicht den Vorteil von "Fachkräften"

Einfacher wäre gewesen und ist immer noch mMn, wenn man durch eine deutlich verbesserte Familienpolitik die Geburtenrate hier in Deutschland erhöht.
Ein Beispiel
Doppelverdiener + 1 Kind müsste deutlich mehr Steuern zahlen und mehr Rentenbeiträge. Kein Splitting, kein Kindergeld.
Eltern mit 2 oder 3 Kindern, normale Steuersätze.
Das würde mich auch treffen, aber das wäre die korrekte Familienpolitik.
Die Produktivität kann leicht auf internationalem Niveau gebracht werden, siehe China, trotz Ein-Kind-Politik. Schwierig ist, wenn man ein bisschen besser sein will als die anderen. Dann braucht man junge kreative Leute. Einerseits. Andererseits, wenn die Erfinder von Google hier in Deutschland angefangen hätten, wären sie längst von Microsoft aufgekauft worden. Das ist die Regel. Die Amis geben den Ton an.


BGE für Kinder (Kindergeld) sollte auf Hartz4 Niveau angehoben werden...
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Teeernte » Fr 11. Sep 2015, 01:21

Wähler » Do 10. Sep 2015, 18:40 hat geschrieben:http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/thilo-sarrazin-zuwanderung-fluechtlinge-bundesregierung
Zeit 9. September 2015 Sarrazin fordert drastische Einschränkung des Asylrechts

Herr Sarrazin wagt sich aus der Deckung und formuliert Gegenvorschläge zu Herrn Gabriel. Wer alles wird wohl auf seinen Zug aufspringen?


Keiner...
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Teeernte » Fr 11. Sep 2015, 01:24

Wähler » Mi 9. Sep 2015, 08:21 hat geschrieben:http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/SZ/20150122/einwanderung-ohne-gesetz/A59112706.html
SZ 22. Januar 2015 Einwanderung ohne Gesetz



Reichen die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus?



Zwischen 2009 und 2013 wurden rund 710.000 Fortzüge registriert - ... liege bei den Auswanderern der Anteil der Hochqualifizierten bei 70 Prozent.


Rette sich wer kann..??
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Fr 11. Sep 2015, 07:52

Teeernte » Fr 11. Sep 2015, 01:24 hat geschrieben:
Rette sich wer kann..??


Vielleicht hauen die "Gutmenschen" auch ab :D

Dumm, dümmer, deutsche "Gutmenschen"
Zuletzt geändert von Thales am Fr 11. Sep 2015, 08:00, insgesamt 1-mal geändert.

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