Einwanderungsgesetze verschärfen

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Thales
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Mi 2. Sep 2015, 21:38

SoleSurvivor » Mi 2. Sep 2015, 07:54 hat geschrieben:Deine Rechnung ist mathematische Rabulistik.

Ich bin der Meinung, dass das Internet hauptsächlich dem Informationsaustausch dienen soll. Du hast dich für böswillige Desinformation entschieden. Du weißt, dass sich Mathematik nicht überlissten lässt und deswegen versuchst du auch nichts zu wiederlegen, sondern laberst was von „Fantasiezahlen“ oder „mathematische Rabulistik“.
Angesichts der Tatsache, dass wir in den Medien andauernd mit Zahlen aus den Münder der Politiker bombardiert werden, muss man sich wohl oder übel auch in einem Politik-Forum ein bisschen mit Mathe beschäftigen. Das können wir jetzt nicht als themenfremd abtun.
Ich habe ursprüglich in allen Altersklassen 20Mill eingesetzt, damit die Tabelle schön übersichtlich ist.
viewtopic.php?f=5&t=56259&p=3206950#p3206950
Jeder Zweifler kann die Tabelle in ein paar Minuten aufbauen und andere Zahlen in die 4 Altersklassen einsetzen. Es werden aber keine neue Erkenntnisse rauskommen. Inzwischen habe ich eine Zuwanderungsspalte eingefügt und zwar für die Altersklasse 20 bis 40. Es gibt natürlich Zuwanderung auch in anderen Altersklassen, aber deutlich weniger. Eine Berücksichtigung der Zuwanderung in allen Altersklassen würde die Endberechnung nur minimal ändern. Mir geht es nicht um möglichst viele genaue Nachkommastellen, eine reicht mir. Die Spalte für Bevölkerungsdichte ist weg.
Dann wollen wir die richtigen Zahlen in die Altersklassen einsetzen.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
Jahr Insgesamt Anzahl im Alter von ... bis unter ... Jahren (%)
unter 20 20 bis 40 40 bis 60 60 bis 80 80 und mehr

2013 80.767.463 18,1 24,1 30,7 21,7 5,4


Für Kohortenfertilität k=1.34 für alle bis auf die erste Generation Zuwanderer k=2,5
4,5 Mill Neto-Zuwanderung/20Jahre

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 4.500.000 19.472.800 24.805.600 79.059.976 + 20 1,05
15.423.616 15.656.776 4.500.000 19.124.800 19.472.800 74.177.992 + 40 0,89
16.115.040 15.423.616 4.500.000 20.156.776 19.124.800 75.320.232 + 60 0,88
15.958.823 16.115.040 4.500.000 19.923.616 20.156.776 76.654.255 + 80 0,89
16.422.077 15.958.823 4.500.000 20.615.040 19.923.616 77.419.555 + 100 0,88
16.317.411 16.422.077 4.500.000 20.458.823 20.615.040 78.313.351 + 120 0,89
16.627.791 16.317.411 4.500.000 20.922.077 20.458.823 78.826.102 + 140 0,89
16.557.666 16.627.791 4.500.000 20.817.411 20.922.077 79.424.945 + 160 0,89
16.765.620 16.557.666 4.500.000 21.127.791 20.817.411 79.768.488 + 180 0,89
16.718.636 16.765.620 4.500.000 21.057.666 21.127.791 80.169.713 + 200 0,89
16.857.966 16.718.636 4.500.000 21.265.620 21.057.666 80.399.887 + 220 0,89
16.826.486 16.857.966 4.500.000 21.218.636 21.265.620 80.668.708 + 240 0,89
16.919.837 16.826.486 4.500.000 21.357.966 21.218.636 80.822.924 + 260 0,89
16.898.746 16.919.837 4.500.000 21.326.486 21.357.966 81.003.034 + 280 0,89
16.961.291 16.898.746 4.500.000 21.419.837 21.326.486 81.106.359 + 300 0,89
16.947.160 16.961.291 4.500.000 21.398.746 21.419.837 81.227.033 + 320 0,90
16.989.065 16.947.160 4.500.000 21.461.291 21.398.746 81.296.261 + 340 0,89
16.979.597 16.989.065 4.500.000 21.447.160 21.461.291 81.377.112 + 360 0,90
17.007.673 16.979.597 4.500.000 21.489.065 21.447.160 81.423.495 + 380 0,89
17.001.330 17.007.673 4.500.000 21.479.597 21.489.065 81.477.665 + 400 0,90

Zunächst das Wichtigste:
Der Abhängigkeitsquotient ist am Anfang 82% und wenn die Baby-Boomer in die Rente gehen, steigt trotz Zuwanderung auf 105%. Sobald diese aus der Tabelle verschwinden, stabilisiert sich der Abhängigkeitsquotient auf etwa 89% Für immer. Bei einer normalen Gesellschaft mit k = 2 wäre der Abhängigkeitsquotient immer gleich 100%. Nur bei einem ständigen Zufuhr von Zuwanderungs-Frischfleisch bleibt er konstant unter 1. Außerdem wird die Bevölkerung trotz konstanter Zufuhr bis auf etwa 74 Mill sinken und stabilisiert sich später um die 80 Mill.
Das ist aber gar kein Problem, weil der Abhängigkeistquotient bei konstanter Zuwanderung immer konstant bleibt.
Wie auch immer. Die einzigen Verlierer sind und bleiben die Baby-Boomer. Wenn sie nicht vorgesorgt haben, werden sie mit einer niedrigeren Rente auskommen müssen. Das ist Pech. Nichts zu machen.

Und weiter.
Für Skeptiker werde ich unterschiedliche Netto-Zuwanderungszahlen einsetzen, so dass die Bevölkerungszahl möglichst konstant bleibt.

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 6.000.000 19.472.800 24.805.600 80.559.976 + 20 1,01
17.298.616 15.656.776 7.500.000 20.624.800 19.472.800 80.552.992 + 40 0,84
19.865.040 17.298.616 0 23.156.776 20.624.800 80.945.232 + 60 1,00
11.590.073 19.865.040 7.000.000 17.298.616 23.156.776 78.910.505 + 80 0,79
22.059.577 11.590.073 2.000.000 26.865.040 17.298.616 79.813.305 + 100 0,97
10.265.349 22.059.577 6.000.000 13.590.073 26.865.040 78.780.038 + 120 0,89
22.279.916 10.265.349 5.500.000 28.059.577 13.590.073 79.694.915 + 140 0,82
13.752.784 22.279.916 0 15.765.349 28.059.577 79.857.626 + 160 1,10
14.927.544 13.752.784 12.000.000 22.279.916 15.765.349 78.725.593 + 180 0,64
24.214.365 14.927.544 0 25.752.784 22.279.916 87.174.609 + 200 1,14
10.001.454 24.214.365 4.000.000 14.927.544 25.752.784 78.896.147 + 220 0,83
21.223.625 10.001.454 5.000.000 28.214.365 14.927.544 79.366.988 + 240 0,84
12.950.975 21.223.625 2.000.000 15.001.454 28.214.365 79.390.419 + 260 1,08
16.719.828 12.950.975 12.000.000 23.223.625 15.001.454 79.895.882 + 280 0,66
23.677.153 16.719.828 0 24.950.975 23.223.625 88.571.580 + 300 1,13
11.202.285 23.677.153 3.500.000 16.719.828 24.950.975 80.050.241 + 320 0,82
20.238.692 11.202.285 5.000.000 27.177.153 16.719.828 80.337.959 + 340 0,85
13.755.531 20.238.692 2.500.000 16.202.285 27.177.153 79.873.661 + 360 1,05
16.684.924 13.755.531 11.000.000 22.738.692 16.202.285 80.381.432 + 380 0,69
22.966.206 16.684.924 0 24.755.531 22.738.692 87.145.353 + 400 1,10

Das Ergebnis ist erschreckend. Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten müsste man die Netto-Zuwanderung ständig erhöhen und dann wieder senken und wieder erhöhen und wieder senken... Politisch völlig illusorisch. So etwas ist nicht sinnvoll, kaum machbar.
Nicht nur nicht machbar sondern auch schädlich, weil die Abhängigkeitsquotienten stark variieren.
Wichtig für eine ruhige Arbeitsgesellschaft ist, dass die Abhängigkeitsquotienten von Generation zu Generation konstant bleiben. Nicht die Bevölkerungszahl muss konstant bleiben.

JFK » Mi 2. Sep 2015, 17:40 hat geschrieben:Ja, sowas passiert wenn man sich für besonders schlau hält.

Wenn es um Zahlen geht, solltest du nicht nach Sympathien gehen. Dein Kumpel SoleSurvivor ist ein Zahlenverdreher.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Do 3. Sep 2015, 18:39

SoleSurvivor » Mi 2. Sep 2015, 09:30 hat geschrieben:Grob überschlagen brauchen wir einen Zuzug von etwa 1,2 Millionen Menschen p.A., um einen Wegzug von 700.000-800.000, einen die nächsten jahre voraussichtlich steigenden Sterbeüberschuß von 150.000-200.000 und eine moderate Abpolsterung des vermehrten Übertritts von Arbeitsfähigen ins Rentenalter gegenüber dem deutlich kleineren Übertritt von Jugendlichen ins Erwerbsleben zu erreichen.

Wie gesagt, die Baby-Boomer kann nichts mehr retten. Sie werden mit einer geringeren Rente auskommen müssen, wenn sie nicht vorgesorgt haben. So geringe Abhängigkeitsquotienten wie jetzt sind, wird Deutschland niemals haben. Die Zuwanderung kann dieses Problem nicht lösen, nur ein bisschen mildern. Allerdings ist das Problem der Baby-Boomer-Rentner nur ein vorübergehendes Problem. Wenn sie aus der Statistik rausfallen, wird Deutschland plötzlich wieder „jünger“ und die Abhängigkeitsquotienten stabilisieren sich, mit oder ohne Zuwanderung.
Und bitte belästige uns nicht mit „Zuzug“ und „Wegzug“. Das hat mit „Zuwanderung“ und „Abwanderung“ nichts zu tun. Wenn ein Pole dieses Jahr nach Deutschland kommt um zu arbeiten, dann wird das als „Zuzug“ gezählt und wenn er nächstes Jahr wieder nach Hause geht, dann ist das „Wegzug“ eines EU-Bürgers (Arbeitnehmerfreizügigkeit). Migration ist das nicht. Nach deiner „Logik“ müssten wir uns, wenn der Pole nach Hause geht, schnell um einen anderen Polen oder Afrikaner als Ersatz kümmern. Bestimmt nicht. Er ist wahrscheinlich nach Hause gegangen, weil er keine Arbeit mehr hatte.
1,2 -0,8 = 0,4Mill Netto-Zuwanderung „brauchen“ wir auch nicht. Eine viertel Million reicht vollkommen um die Bevölkerungsgröße langfristig konstant zu halten. Höhere Zahlen würden langfristig zu einem Bevölkerungswachstum führen. Das „braucht“ Deutschland bestimmt nicht, da schon überbevölkert.
Zudem rückt die erste Vollzeit-Arbeitsstelle durch die Zunahme des Studiums und der "freiwilligen Jahre" immer weiter nach hinten.

Blödsinn, dafür rückt/wird rücken das Ende des Arbeitslebens immer näher ans Lebensende.
Außerdem ist Ausbildungszeit, Studium, Weiter- und Fortbildung auch ARBEIT. Es gehört einfach dazu. Während des Studiums müsste, wie bei einem Arbeitslosen, der Staat Rentenbeiträge übernehmen. Dann müsste man nicht bis fast zum Lebensende arbeiten, sondern spätestens mit 65 ist Ende Gelände. Ein bisschen Altersruhezeit müsste sich eines "der reichsten Länder der Welt" schon leisten können.

Diese Zahl von 1,2 Millionen ist also noch nicht ausreichend, um die Probleme voll zu kompensieren sondern lediglich, um sie erträglich zu machen. In den letzten Jahren haben wir diese Zahl mal knapper, mal deutlicher verfehlt, nach unten.

Wenn du dir Sorgen machst um deine Rente, dann kauf dir lieber monatlich eine Unze Gold . Damit kannst du später deine kleinere Rente aufbessern.

Asyl kostet Geld, allerdings nicht dramatisch viel. Daneben steht die Frage im Raum, wie lange die Asylbewerber bleiben, wie die Unterbringung kurzfristig zu lösen ist und wie sie sich in die Gesellschaft einpassen. Ich unterscheide an dieser Stelle bewusst nicht in akzeptierte und abgelehnte, weil es in der Praxis eine reine Statusfrage ist. Asylablehnung führt ganz überwiegend nicht dazu, dass die Menschen sofort wieder gehen müssen. Das ist aus Versehen eine ganz pragmatische Lösung der Politiker. Es gibt im Moment verschiedene Schwierigkeiten, hauptsächlich weil die Behörden die Bereitstellung von adäquaten Versorgungseinrichtungen verzögert und verschlafen haben, nicht ohne politisch dazu angehalten worden zu sein. Hier sind Fehler passiert, aber es nützt nichts, nach hinten zu schauen.

Ich habe gezeigt, dass auch bei einer „schrumpfenden“ Gesellschaft die Abhängigkeitsquotienten etwa konstant bleiben. Wir brauchen uns keine Sorgen darum machen, ob genug Asylbewerber nach Deutschland kommen. Außerdem
Mit einer besseren Familienpolitik könnte Deutschland sofort den Geburtendefizit stoppen, zB
Kinderlose zahlen mehr Rentenbeiträge, Familien mit mehr als 2 Kindern zahlen deutlich weniger Steuern. Egal, es gibt jede Menge Schräubchen, die man drehen könnte. Wenn man wollte. Aber die Politik will das nicht. Die Frage ist eigentlich
WARUM NICHT?
Eine mögliche, spekulative Antwort (hierfür habe ich keinen mathematischen Beweis :D ) wäre:
Die Politik will sich eine Multi-Konflikt-Gesellschaft basteln nach divide et impera Prinzip.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Wähler » Do 3. Sep 2015, 18:51

SoleSurvivor » Mi 2. Sep 2015, 09:30 hat geschrieben:Grob überschlagen brauchen wir einen Zuzug von etwa 1,2 Millionen Menschen p.A., um einen Wegzug von 700.000-800.000, einen die nächsten jahre voraussichtlich steigenden Sterbeüberschuß von 150.000-200.000 und eine moderate Abpolsterung des vermehrten Übertritts von Arbeitsfähigen ins Rentenalter gegenüber dem deutlich kleineren Übertritt von Jugendlichen ins Erwerbsleben zu erreichen.

Thales » Do 3. Sep 2015, 17:39 hat geschrieben:1,2 -0,8 = 0,4Mill Netto-Zuwanderung „brauchen“ wir auch nicht. Eine viertel Million reicht vollkommen um die Bevölkerungsgröße langfristig konstant zu halten. Höhere Zahlen würden langfristig zu einem Bevölkerungswachstum führen. Das „braucht“ Deutschland bestimmt nicht, da schon überbevölkert.
Ich habe gezeigt, dass auch bei einer „schrumpfenden“ Gesellschaft die Abhängigkeitsquotienten etwa konstant bleiben. Wir brauchen uns keine Sorgen darum machen, ob genug Asylbewerber nach Deutschland kommen. Außerdem mit einer besseren Familienpolitik könnte Deutschland sofort den Geburtendefizit stoppen, zB
Kinderlose zahlen mehr Rentenbeiträge, Familien mit mehr als 2 Kindern zahlen deutlich weniger Steuern. Egal, es gibt jede Menge Schräubchen, die man drehen könnte. Wenn man wollte. Aber die Politik will das nicht.

2014, 2015 und 2016 bewegen wir uns eher in Richtung 300 000 bis 500 000 positivem Bevölkerungssaldo. Die Flüchtlinge vom Balkan werden nicht hier bleiben. Das ist doch eigentlich kein Grund, panisch zu reagieren. 1991 und 1992 lag der positive Bevölkerungssaldo bei 600 000. Irgendwo sollte dann aber eine Grenze liegen. 1 Million scheint mir doch sehr hoch zu sein.
Wähler » Mi 2. Sep 2015, 15:17 hat geschrieben:https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/_Grafik/Bevoelkerungsentwicklung.png?__blob=poster
Seit 2010 haben wir wieder einen positiven Bevölkerungssaldo. Im Jahr 2013 lag er bei gut 200 000 Personen. Anfang der 90er lag er bei etwa 600 000.
Zuletzt geändert von Wähler am Do 3. Sep 2015, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Abschaffung des bisherigen Asylrechts

Beitragvon Boraiel » Do 3. Sep 2015, 21:48

Gregorius I » Mo 31. Aug 2015, 21:34 hat geschrieben:
Du hast Recht, mit "kardinalen Fehlern" kenne ich mich bestens aus. :D Daher weiß ich, dass deine Ausführungen eine Grundtatsache schlicht missachten: Die europäischen Völker haben religiösen Fanatismus längst überwunden. Du musst noch daran arbeiten!

Wenn du das glaubst, schätzt du mich wohl falsch ein. :) Mit göttlicher Ordnung war keine Ordnung, aus irgendeinen Buch o.ä., gemeint, sondern, wie die Dinge, abseits von menschlichen Wunschvorstellungen nun mal funktionieren. Von dieser Akzeptanz/ Berücksichtigung der göttlichen Ordnung haben sich die europäischen Völker größtenteils nicht verabschiedet. Wir in Deutschland versuchen seit einiger Zeit schon unsere, im einigen Artikel des Grundgesetzes vor allem dargelegte Ignoranz gegenüber ebenjener zu kaschieren. Das geschah in der Vergangenheit durch Einführung sicherer Herkunftsländer, es geschieht jetzt durch schnelle Abschiebung der Leute vom Balkan. Was kommen wird, wenn die Plätze der ehemaligen Jugoslawen von Syrern, Irakern etc. wieder aufgefüllt sind, weiß ich noch nicht. Was wir machen ist verschleichern, hinauszögern, von mir aus kann man es auch Insolvenzverschleppung nennen. Vielleicht werden wir die aktuelle syrische Krise noch meistern und wir können die Höchststände an Asylbewerbern/Duldungen wieder abbauen, weil es da friedlich wird. Vielleicht aber auch nicht oder bei der nächsten Krise in Nordafrika, dem nahen Osten kommen nicht eine Millionen, sondern 5 oder 10 Mio? Willst du dann die Krisenländern als sicher erklären in Verkennung der Tatsachen, weil wir allen hier nun mal nicht helfen wollen, geschweige denn können? Oder weiterhin auf das Dublin-Verfahren bestehen, damit wir doch nicht allen, die aus Not und Elend zu uns kommen wollen, umfassende Leistungen bieten müssen (sondern unsere europäische Partner dazu drängen), obwohl wir es hier ihnen garantieren? Wollen wir nicht ein ehrliches Rechtswesen? Ich denke wir sollten mit dieser Verzögerungstatik aufhören und die entsprechenden Änderungen vornehmen.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Perdedor » Fr 4. Sep 2015, 03:08

Thales hat geschrieben:Sobald diese aus der Tabelle verschwinden, stabilisiert sich der Abhängigkeitsquotient auf etwa 89% Für immer.


Dein Fehler liegt u.a. darin, dass du nach dem ersten Schritt die 80+ Altersgruppe vergisst.
Das wird noch problematischer dadurch, dass die Lebenserwartung mit der Zeit steigt.
Alles eingerechnet wird der Abhängigkeitsquotient nach seinem Maximum nicht mehr signifikant sinken.
Ohne Zuwanderung sähe es noch deutlich schlechter aus. Der Abhängigkeitsquotient würde langfristig dann ca 1,2 anstatt 1,0 betragen.

Abgesehen davon ist deine Interpolation 400 Jahre (!) in die Zukunft nicht sehr vielsagend. Dass bei hypothetisch konstanten Parametern auch die Altersstruktur erhalten bleibt ist trivial. Uns interessiert aber unsere und die nächste Generation.

Thales hat geschrieben:Bei einer normalen Gesellschaft mit k = 2 wäre der Abhängigkeitsquotient immer gleich 100%.


Aber mit einer anderen Verteilung zwischen alt und jung. Und das ist der entscheidende Punkt.
Die für Produktivitätssteigerungen notwendige Innovationsleistung geht überwiegend von jungen Menschen aus.

Thales hat geschrieben:Wichtig für eine ruhige Arbeitsgesellschaft ist, dass die Abhängigkeitsquotienten von Generation zu Generation konstant bleiben.


Er ändert sich ja gerade. Ohne Zuwanderung noch mehr.
Zuletzt geändert von Perdedor am Fr 4. Sep 2015, 03:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » Fr 4. Sep 2015, 05:30

Manchmal nutzt normaler Menschenverstand. Wenn die Gruppe 40 Jahre bis über 80 Jahre über 56 Mil der Bevölkerung entspricht, heißt dies schlicht in um die 20 Jahre hätte man jetzt schon über 50 Millionen Rentner dann, wenn zu wenige wegsterben. Wenn dann die Gruppe die Kinder bekommt von 20 Jahre bis 40 Jahre nur 28 Millionen entspricht und die im Schnitt nur weniger als 1,5 Kinder bekommt, verkleinert sich auch die Gruppe in 20 Jahren, die dann wiederum Kinder bekommen kann. Ohne großartige Rechnung wandert die jetztige Gruppe 20 bis 40 Jahre in die nächste Gruppe und die ist dann um die 28 Millionen. Nachwachsen in die Gruppe um die 20 bis 40 Jahre tun aber nur 18 Millionen! Addiert man beide Gruppen hat man schlicht 18 Millionen plus 28 Millionen ergibt 46 Millionen, die um die 50 Millionen im Rentenalter gegenüber steht. Selbst wenn noch 10 Millionen Rentner mehr sterben, muß fast ein Junger einen Rentner bezahlen.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 4. Sep 2015, 09:58

Wähler » Do 3. Sep 2015, 17:51 hat geschrieben:Die Flüchtlinge vom Balkan werden nicht hier bleiben. Das ist doch eigentlich kein Grund, panisch zu reagieren.

NOCH nicht...!!!
Wenn es wirklich so kommt wie die EU will, wird den Ländern die Entscheidung wer Asyl bekommt u. wer nicht entrissen. Vor dem Hintergrund, dass z. B. Frankreich bis zu 17% der Wirtschaftsflüchter vom Balkan Asyl gewährt obwohl sie keinem einzigen Kriterium unterliegen, das Asyl rechtfertigen würde, könnte die EU "des Gleichgewichts wegen" ganz easy auch 17% der in Deutschland asylantragstellenden Balkanisten mal eben Asyl gewähren, ohne das wir was dagegen machen können, und dann haben wir zigtausende Bauern u. Dauerarbeitlose mehr die uns auf der Tasche liegen.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Texas41 » Fr 4. Sep 2015, 10:12

Tomaner » Fr 4. Sep 2015, 05:30 hat geschrieben:Manchmal nutzt normaler Menschenverstand. Wenn die Gruppe 40 Jahre bis über 80 Jahre über 56 Mil der Bevölkerung entspricht, heißt dies schlicht in um die 20 Jahre hätte man jetzt schon über 50 Millionen Rentner dann, wenn zu wenige wegsterben. Wenn dann die Gruppe die Kinder bekommt von 20 Jahre bis 40 Jahre nur 28 Millionen entspricht und die im Schnitt nur weniger als 1,5 Kinder bekommt, verkleinert sich auch die Gruppe in 20 Jahren, die dann wiederum Kinder bekommen kann. Ohne großartige Rechnung wandert die jetztige Gruppe 20 bis 40 Jahre in die nächste Gruppe und die ist dann um die 28 Millionen. Nachwachsen in die Gruppe um die 20 bis 40 Jahre tun aber nur 18 Millionen! Addiert man beide Gruppen hat man schlicht 18 Millionen plus 28 Millionen ergibt 46 Millionen, die um die 50 Millionen im Rentenalter gegenüber steht. Selbst wenn noch 10 Millionen Rentner mehr sterben, muß fast ein Junger einen Rentner bezahlen.


Und eben aus jenen offensichtlichen Gründen gibt es nur eine Lösung: Schluß mit dem Rentensystem in der aktuellen Form! Wenn Jeder für sich selbst vorsorgt, ist auch Allen geholfen!

Die Flüchtlinge vom Balkan werden nicht hier bleiben. Das ist doch eigentlich kein Grund, panisch zu reagieren.


Die sollten theoretisch wieder zurückgeschickt werden, werden praktisch hier jedoch vorher untertauchen. Also wenn das Asylverfahren Mal irgendwann in 18 Monaten abgeschlossen ist^^
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firlefanz11
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 4. Sep 2015, 10:22

Texas41 » Fr 4. Sep 2015, 09:12 hat geschrieben:Die sollten theoretisch wieder zurückgeschickt werden, werden praktisch hier jedoch vorher untertauchen. Also wenn das Asylverfahren Mal irgendwann in 18 Monaten abgeschlossen ist^^

Das kommt noch dazu...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Sa 5. Sep 2015, 00:03

Perdedor » Fr 4. Sep 2015, 03:08 hat geschrieben:Dein Fehler liegt u.a. darin, dass du nach dem ersten Schritt die 80+ Altersgruppe vergisst.
Das wird noch problematischer dadurch, dass die Lebenserwartung mit der Zeit steigt.

Die „80+ Altersgruppe“ ist nicht vergessen, sondern der Einfachheit halber der Altersgruppe 60 bis 80 dazuaddiert. Das habe ich aus Übersichtlichkeitsgründen gemacht, schließlich soll die Excel-Tabelle so einfach wie möglich sein, aber trotzdem ausreichend genau. Und das ist sie auch.
Schau noch mal nach
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
Der Anteil der „80+“ ist von 1% im Jahr 1950 auf 5,4% im Jahr 2013 gestiegen. Und ob künftig dieser Anteil weiter signifikant steigt, ist eher zu bezweifeln.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/le ... kt-ia.html
Die Lebenserwartung sinkt wieder!

Die paar Prozente, die über 80 leben bzw die minimale Steigerung der Lebenserwartung, die womöglich gar nicht mehr stattfindet, beeinflussen die Zahlen, die hier besprochen werden, eben nur minimal, zweite Stelle hinter Komma. Sinnlos darüber zu reden. Wer das macht, lenkt nur ab, bzw malt tendenziös „den Teufel an die Wand“
Alles eingerechnet wird der Abhängigkeitsquotient nach seinem Maximum nicht mehr signifikant sinken.

Im Gegenteil. Genau das zeigen diese Tabellen. Mit oder ohne Zuwanderung wird der Abhängigkeitsquotient nach einem Maximum wieder sinken, sobald die Baby-Boomer aus der Tabelle verschwinden.
Also gehen wir noch mal die Tabelle durch.
Ohne Zuwanderung

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 0 19.472.800 24.805.600 74.559.976 + 20 1,19
9.798.616 15.656.776 0 14.624.800 19.472.800 59.552.992 + 40 0,97
10.490.040 9.798.616 0 15.656.776 14.624.800 50.570.232 + 60 0,99
6.565.073 10.490.040 0 9.798.616 15.656.776 42.510.505 + 80 1,10
7.028.327 6.565.073 0 10.490.040 9.798.616 33.882.055 + 100 0,99
4.398.599 7.028.327 0 6.565.073 10.490.040 28.482.038 + 120 1,10
4.708.979 4.398.599 0 7.028.327 6.565.073 22.700.977 + 140 0,99
2.947.061 4.708.979 0 4.398.599 7.028.327 19.082.966 + 160 1,10
3.155.016 2.947.061 0 4.708.979 4.398.599 15.209.655 + 180 0,99
1.974.531 3.155.016 0 2.947.061 4.708.979 12.785.587 + 200 1,10
2.113.861 1.974.531 0 3.155.016 2.947.061 10.190.469 + 220 0,99
1.322.936 2.113.861 0 1.974.531 3.155.016 8.566.343 + 240 1,10
1.416.287 1.322.936 0 2.113.861 1.974.531 6.827.614 + 260 0,99
886.367 1.416.287 0 1.322.936 2.113.861 5.739.450 + 280 1,10
948.912 886.367 0 1.416.287 1.322.936 4.574.501 + 300 0,99
593.866 948.912 0 886.367 1.416.287 3.845.431 + 320 1,10
635.771 593.866 0 948.912 886.367 3.064.916 + 340 0,99
397.890 635.771 0 593.866 948.912 2.576.439 + 360 1,10
425.967 397.890 0 635.771 593.866 2.053.494 + 380 0,99
266.586 425.967 0 397.890 635.771 1.726.214 + 400 1,10

Der Abhängigkeitsquotient steigt erst dramatisch von 82% auf 119% und pendelt danach zwischen 99% und 110%. Ein Sinken von 1,2 auf 1 ist signifikant. Und dass man mit einer regelmäßigen Schwankung zwischen 1 und 1,1 leben muss, ist zwar nicht so schön, aber das wäre die Konsequenz wenn die Bevölkerung ständig über Jahrhunderte schrumpft. Dazu wird es nicht kommen. Ohne Zuwanderung würde es irgendwann zu einer Gegenreaktion kommen und k steigt über 2

Mit konstanter Zuwanderung

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 4.500.000 19.472.800 24.805.600 79.059.976 + 20 1,05
15.423.616 15.656.776 4.500.000 19.124.800 19.472.800 74.177.992 + 40 0,89
16.115.040 15.423.616 4.500.000 20.156.776 19.124.800 75.320.232 + 60 0,88
15.958.823 16.115.040 4.500.000 19.923.616 20.156.776 76.654.255 + 80 0,89
16.422.077 15.958.823 4.500.000 20.615.040 19.923.616 77.419.555 + 100 0,88
16.317.411 16.422.077 4.500.000 20.458.823 20.615.040 78.313.351 + 120 0,89
16.627.791 16.317.411 4.500.000 20.922.077 20.458.823 78.826.102 + 140 0,89
16.557.666 16.627.791 4.500.000 20.817.411 20.922.077 79.424.945 + 160 0,89
16.765.620 16.557.666 4.500.000 21.127.791 20.817.411 79.768.488 + 180 0,89
16.718.636 16.765.620 4.500.000 21.057.666 21.127.791 80.169.713 + 200 0,89
16.857.966 16.718.636 4.500.000 21.265.620 21.057.666 80.399.887 + 220 0,89
16.826.486 16.857.966 4.500.000 21.218.636 21.265.620 80.668.708 + 240 0,89
16.919.837 16.826.486 4.500.000 21.357.966 21.218.636 80.822.924 + 260 0,89
16.898.746 16.919.837 4.500.000 21.326.486 21.357.966 81.003.034 + 280 0,89
16.961.291 16.898.746 4.500.000 21.419.837 21.326.486 81.106.359 + 300 0,89
16.947.160 16.961.291 4.500.000 21.398.746 21.419.837 81.227.033 + 320 0,90
16.989.065 16.947.160 4.500.000 21.461.291 21.398.746 81.296.261 + 340 0,89
16.979.597 16.989.065 4.500.000 21.447.160 21.461.291 81.377.112 + 360 0,90
17.007.673 16.979.597 4.500.000 21.489.065 21.447.160 81.423.495 + 380 0,89
17.001.330 17.007.673 4.500.000 21.479.597 21.489.065 81.477.665 + 400 0,90

Der Abhängigkeitsquotient steigt nicht mehr so dramatisch, sondern nur noch von 82% auf 105%. Danach sinkt auf ca 90% und bleibt für immer konstant. Die Bevölkerungszahl sinkt dennoch ein paar Millionen, stabilisiert sich später auf ca 80 Mill.
Wie auch immer, der Abhängigkeitsquotient wird niemals so günstig wie jetzt. Damit muss man sich abfinden!
Ohne Zuwanderung sähe es noch deutlich schlechter aus. Der Abhängigkeitsquotient würde langfristig dann ca 1,2 anstatt 1,0 betragen.

1,2 ist die Ausnahme!
Und selbst wenn. Nur hyperventilierende Aktionäre können mit einem Ansteigen des Abhängigkeitsquotienten von 0,8 auf 1,2 nicht leben. Eine Industrienation müsste das locker verkraften.
Abgesehen davon ist deine Interpolation 400 Jahre (!) in die Zukunft nicht sehr vielsagend. Dass bei hypothetisch konstanten Parametern auch die Altersstruktur erhalten bleibt ist trivial. Uns interessiert aber unsere und die nächste Generation.

Das war eine Extrapolation. Die habe ich nur wegen der Bevölkerungsdichte gemacht. Bei k=1,34 und keine Netto-Zuwanderung dauert es 260 Jahre bis wir die Bevölkerungsdichte von Finnland erreicht haben. Wenn k=1,5 dauert es schon 380 Jahre. Dass in solch großen Zeitintervallen niemals zu einem Trendumkehr kommt mit k>2 ist so unglaublich unwahrscheinlich, dass man es ausschließen kann.
Aber mit einer anderen Verteilung zwischen alt und jung. Und das ist der entscheidende Punkt.

Nein, das ist der entscheidende Denkfehler!
Die Alterklassen bis 20J und ab 60J sind die Abhängigen. Ob da mehr Kinder dabei sind oder mehr Alte ist egal, nur die Summe zählt.
Als abschreckendes Beispiel ändere ich die Tabelle, so dass eine besonders „junge“ Gesellschaft rauskommt mit einer Bevölkerungspyramide, viele Kinder und wenig Alte. Damit die Pyramide rauskommt, müssen barbarische Zustände herrschen, ich nehme als Beispiel eine Sterberate von Altersklasse zu Altersklasse von 20%. Dafür aber eine Superkohortenfertilität von k=3,5

10.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 29.520.000 0 1,05
14.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 33.520.000 + 20 1,33
14.000.000 11.200.000 6.400.000 5.120.000 36.720.000 + 40 1,09
19.600.000 11.200.000 8.960.000 5.120.000 44.880.000 + 60 1,23
19.600.000 15.680.000 8.960.000 7.168.000 51.408.000 + 80 1,09
27.440.000 15.680.000 12.544.000 7.168.000 62.832.000 + 100 1,23
27.440.000 21.952.000 12.544.000 10.035.200 71.971.200 + 120 1,09
38.416.000 21.952.000 17.561.600 10.035.200 87.964.800 + 140 1,23
38.416.000 30.732.800 17.561.600 14.049.280 100.759.680 + 160 1,09
53.782.400 30.732.800 24.586.240 14.049.280 123.150.720 + 180 1,23
53.782.400 43.025.920 24.586.240 19.668.992 141.063.552 + 200 1,09

Oh Wunder, zu keinem Zeitpunkt sinkt der Abhängigkeitsquotient unter 1. Zum Teil werden höhere Werte erreicht als die höchsten Werte bei uns, wenn die Baby-Boomer in die Rente gehen. Solche bevölkerungsexplodierende Gesellschaften leiden unter regelmäßig ansteigenden Abhängigkeitsquotienten. In solchen Phasen müssen sie Kinderarbeit einführen.
So etwas Barbarisches will man uns auch einreden. Die Baby-Boomer sollen möglichst spät in die Rente gehen, am besten ab 70 :D
Die Kinderarbeit in den Entwicklungsländern ist die Altenarbeit in den Industrieländer. Das sind die einzigen Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeitsquotienten.

Fazit
Bei der derzeitigen Populationsstruktur und mit einer Kohortenfertilität k = 1,34 für alle Einwohnerinnen und nur für die erste Generation von Zuwanderinnen k=2,5 ergibt sich ein Bedarf von ca Viertelmillion Netto-Zuwanderung pro Jahr. Der Abhängigkeitsquotient wird von derzeit 0,82 innerhalb von 20 Jahren auf 1,05 steigen und dann in den folgenden 20 Jahren auf ca 0,9 fallen und immer konstant bleiben, wenn sich die Bedingungen nicht ändern.
Was natürlich ungewiss ist.
Die für Produktivitätssteigerungen notwendige Innovationsleistung geht überwiegend von jungen Menschen aus.

Wenn du damit die Altersklasse von 20 bis 40 meinst, dann ist das ganz einfach zu berechnen:

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82 32%
15.656.776 14.624.800 4.500.000 19.472.800 24.805.600 79.059.976 + 20 1,05 32%
15.423.616 15.656.776 4.500.000 19.124.800 19.472.800 74.177.992 + 40 0,89 37%
16.115.040 15.423.616 4.500.000 20.156.776 19.124.800 75.320.232 + 60 0,88 36%
15.958.823 16.115.040 4.500.000 19.923.616 20.156.776 76.654.255 + 80 0,89 37%
16.422.077 15.958.823 4.500.000 20.615.040 19.923.616 77.419.555 + 100 0,88 36%
16.317.411 16.422.077 4.500.000 20.458.823 20.615.040 78.313.351 + 120 0,89 36%
16.627.791 16.317.411 4.500.000 20.922.077 20.458.823 78.826.102 + 140 0,89 36%
16.557.666 16.627.791 4.500.000 20.817.411 20.922.077 79.424.945 + 160 0,89 36%
16.765.620 16.557.666 4.500.000 21.127.791 20.817.411 79.768.488 + 180 0,89 36%
16.718.636 16.765.620 4.500.000 21.057.666 21.127.791 80.169.713 + 200 0,89 36%

Zur Zeit ist der Anteil der Altersklasse von 20J bis 40J an der Gesamtbevölkerung etwa 32% und künftig steigt auf ca 36% bei konstanter Zuwanderung von Viertelmillion Zuwanderer in diese Altersklasse.

Zum Vergleich die barbarische Gesellschaft mit Bevölkerunsgpyramide

10.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 29.520.000 0 1,05 27%
14.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 33.520.000 + 20 1,33 24%
14.000.000 11.200.000 6.400.000 5.120.000 36.720.000 + 40 1,09 31%
19.600.000 11.200.000 8.960.000 5.120.000 44.880.000 + 60 1,23 25%
19.600.000 15.680.000 8.960.000 7.168.000 51.408.000 + 80 1,09 31%
27.440.000 15.680.000 12.544.000 7.168.000 62.832.000 + 100 1,23 25%
27.440.000 21.952.000 12.544.000 10.035.200 71.971.200 + 120 1,09 31%
38.416.000 21.952.000 17.561.600 10.035.200 87.964.800 + 140 1,23 25%
38.416.000 30.732.800 17.561.600 14.049.280 100.759.680 + 160 1,09 31%
53.782.400 30.732.800 24.586.240 14.049.280 123.150.720 + 180 1,23 25%
53.782.400 43.025.920 24.586.240 19.668.992 141.063.552 + 200 1,09 31%

In einer sehr „jungen“ Bevölkerung mit Pyramiden-Alterstruktur schwankt der Anteil der Altersklasse von 20J vis 40J zwischen 24% bis 31%. Es erreicht niemals 36%

Zum Vergleich. In einer ausgeglichenen Gesellschaft mit k=2 und ohne Zuwanderung wäre dieser Anteil ca 25%
Der Abhängigkeitsquotient wäre immer 1. Die Bevölkerungspyramide wäre ein schönes mehrstöckiges Haus mit 75 Etagen. Noch ein Satteldach mit weiteren 10 Etagen und ein Schornstein für die Langlebigen. Jeder darf/muss jedes Jahr eine Etage höher umziehen. Über die Dachhaut oder durch den Schornstein geht es dann irgendwann in den Himmel.

Tomaner » Fr 4. Sep 2015, 05:30 hat geschrieben:Manchmal nutzt normaler Menschenverstand. Wenn die Gruppe 40 Jahre bis über 80 Jahre über 56 Mil der Bevölkerung entspricht, heißt dies schlicht in um die 20 Jahre hätte man jetzt schon über 50 Millionen Rentner dann, wenn zu wenige wegsterben. Wenn dann die Gruppe die Kinder bekommt von 20 Jahre bis 40 Jahre nur 28 Millionen entspricht und die im Schnitt nur weniger als 1,5 Kinder bekommt, verkleinert sich auch die Gruppe in 20 Jahren, die dann wiederum Kinder bekommen kann. Ohne großartige Rechnung wandert die jetztige Gruppe 20 bis 40 Jahre in die nächste Gruppe und die ist dann um die 28 Millionen. Nachwachsen in die Gruppe um die 20 bis 40 Jahre tun aber nur 18 Millionen! Addiert man beide Gruppen hat man schlicht 18 Millionen plus 28 Millionen ergibt 46 Millionen, die um die 50 Millionen im Rentenalter gegenüber steht. Selbst wenn noch 10 Millionen Rentner mehr sterben, muß fast ein Junger einen Rentner bezahlen.

Stopp. 56 Mill über 40 Jahre gab es in Deutschland nie und es werden auch nie geben. Bau dir einfach eine Excel-Tabelle auf. Da kann man sehr große Zahlenmengen übersichtlich darstellen. Dann hättest du leicht sehen können, dass es nicht „über 56 Mill“ sind, sondern nur „über 46 Mill“... Und in 20 Jahren sind bereits über 21 Mill der jetzt über 60-Jährigen TOT. Schau zum Fenster raus. Da sieht man jede Menge Rollator-Deutsche. Manche sind schon 90 Jahre alt. Die kommen morgen gar nicht mehr aus dem Haus raus. Nix mit „zu wenige wegsterben“. 21 Mill schaffen es bestimmt. :D
Das Problem ist, dass ihnen weitere 25 Mill Baby-Bommer folgen werden, die ja auch in den Himmel steigen müssen. Aber alles halb so schlimm, wenn man sich die Abhängigkeitsquotienten anschaut. Siehe Tabellen oben.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Sep 2015, 00:26

Thales » Sa 5. Sep 2015, 00:03 hat geschrieben:Die „80+ Altersgruppe“ ist nicht vergessen, sondern der Einfachheit halber der Altersgruppe 60 bis 80 dazuaddiert. .


Man sollte das Rauchen verbieten , und die Rente ab 100 J. einführen... :D :D :D

(oder Arbeiten verbieten - und während der Zeit Pflicht - vögeln - einführen...? Deutschlandfahne drüber und ran....es geht natürlich auch die EU Flagge in 3*1,9m...)
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Sa 5. Sep 2015, 00:49

Teeernte » Sa 5. Sep 2015, 00:26 hat geschrieben:
Man sollte das Rauchen verbieten , und die Rente ab 100 J. einführen... :D :D :D

(oder Arbeiten verbieten - und während der Zeit Pflicht - vögeln - einführen...? Deutschlandfahne drüber und ran....es geht natürlich auch die EU Flagge in 3*1,9m...)


:D
Die paar 80+
Die brauchen nur eine letzte Vollnarkose und weg sind sie
http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... teigt.html

Oder Rente abschaffen und Kinderarbeit einführen, dann würde der Abhängigkeitsquotient "signifikant" sinken. :D
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Teeernte
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Sep 2015, 02:33

Thales » Sa 5. Sep 2015, 00:49 hat geschrieben:
:D
Die paar 80+
Die brauchen nur eine letzte Vollnarkose und weg sind sie
http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... teigt.html

Oder Rente abschaffen und Kinderarbeit einführen, dann würde der Abhängigkeitsquotient "signifikant" sinken. :D


....die Zuwanderungs-Doppelmoral = Um die Alterspyramide in Deutschland wieder in den Griff zu bekommen werden nun die Hungergames organisiert ????

Es werden nur Flüchtlinge genommen, die 1000 km gelaufen sind, 14 Tage Hochsee - Erfahrung (Tageweise ohne Wasser und Nahrung) haben, mehrere Grenzen überwunden und sich bis D nicht erwischt haben lassen...

Die Auslese ist hart -

Das Ziel - junge Menschen die auf den Arbeitsmarkt drängen, nicht durch mögliche Schwangerschaften beeinträchtigt, gesund ....?

Die Auswahl - durch das Flüchtlingsrennen - mit dem Ziel in D - macht das möglich !
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Perdedor
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Perdedor » Sa 5. Sep 2015, 04:23

Thales hat geschrieben:Die „80+ Altersgruppe“ ist nicht vergessen, sondern der Einfachheit halber der Altersgruppe 60 bis 80 dazuaddiert.


Doch, im zweiten Schritt hast du sie vergessen. Da sterben sie bei dir alle auf einmal. Dabei müsste nach 20 Jahren ein Teil der 60-80 Gruppe in die 80+ Gruppe verschoben werden. Natürlich nicht alle. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein 80 Jähriger 81 wird beträgt über 90%.
Durch diesen Fehler in deiner Modellierung kommt der plötzliche Sprung von 1,05 aud 0,89 zustande.

Thales hat geschrieben:Der Anteil der „80+“ ist von 1% im Jahr 1950 auf 5,4% im Jahr 2013 gestiegen. Und ob künftig dieser Anteil weiter signifikant steigt, ist eher zu bezweifeln.


Ganz im Gegenteil. Es ist zu erwarten:
"Die Bevölkerung ab 80 Jahren nimmt unablässig zu: von knapp 4 Millionen im
Jahr 2005 auf 10 Millionen im Jahr 2050. Dann werden über 40% der 65-Jährigen und
Älteren mindestens 80 Jahre alt sein.
"
https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... cationFile
Das liegt daran, dass die Zunahme der Lebenserwartung der vergangenen 50 Jahre (um 10 Jahre) noch gar nicht vollständig in der Alterstruktur enthalten ist.
Das ist das zweiten Problem deiner Rechnung. Damit kommst du für die Abhängigkeitsquote in 40 Jahren auf ziemlich falsche Zahlen. Wie ich schon schrieb, sie wird ungefähr bei 1,0 liegen und nicht bei 0,89 (mit Einwanderung).

Thales hat geschrieben:Und selbst wenn. Nur hyperventilierende Aktionäre können mit einem Ansteigen des Abhängigkeitsquotienten von 0,8 auf 1,2 nicht leben.


Es handelt sich um eine 50% höhere Belastung -> 50% höhere Rentenbeiträge etc.. Das ist ein signifikanter Wohlstandsverlust.

Thales hat geschrieben:Nein, das ist der entscheidende Denkfehler!
Die Alterklassen bis 20J und ab 60J sind die Abhängigen.


Da hast du etwas missverstanden.
In dem von dir zitierten Abchnitt ging es um den Vergleich zwischen k=2 und k=1,34.
Die Abhängigkeitsquoten sind hier langfristig in etwa gleich, aber bei letzteren sind es viel mehr Alte.

Thales hat geschrieben:Wenn du damit die Altersklasse von 20 bis 40 meinst


Das ist nicht so einfach festzulegen. Es ist ganz allgemein so, dass ältere Gesellschaften weniger Innovativ sind. Ein Indikator wäre z.B. die Bruttoinvestitionsquote: In älteren Gesellschaften wird weniger investiert. Deutschland lag hier lange hinter den jüngeren Ländern wie Frankreich, USA, UK. Momentan hat sich diese sog. Investitionslücke im Rahmen der Finanz- und Staatsschuldenkrise etwas geschlossen. Deutschland hat hier klar profitiert. Aber natürlich kann man sich langfristig nicht auf die Krisen verlassen, die Menschen und Kapital nach Deutschland bingen.
Im Rahmen deiner Modellierung würde ich das Durchschnittsalter heranziehen im die "Innovationsfähikeit" zu bestimmen.
Zuletzt geändert von Perdedor am Sa 5. Sep 2015, 04:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » Sa 5. Sep 2015, 05:36

Texas41 » Fr 4. Sep 2015, 09:12 hat geschrieben:
Und eben aus jenen offensichtlichen Gründen gibt es nur eine Lösung: Schluß mit dem Rentensystem in der aktuellen Form! Wenn Jeder für sich selbst vorsorgt, ist auch Allen geholfen!



Die sollten theoretisch wieder zurückgeschickt werden, werden praktisch hier jedoch vorher untertauchen. Also wenn das Asylverfahren Mal irgendwann in 18 Monaten abgeschlossen ist^^


Jeder der für sich selbst sorgen, was für unsäglicher Schwachsinn! Die privaten Rentenversicherungen sind nicht einmal in der Lage ohne staatliche Zuschüsse, für jeden eine vernünftige Zusatzrente anzubieten (Rister). Das momentane Rentensystem passiert darauf, dass die Jungen immer die Rente der älteren bezahlen, bis sie selbst Rentner sind und Jüngere für ihnen wiederum die Rente bezahlen.

Alleine in Deutschland haben wir 80 Millionen Menschen, in der EU 507 Millionen. Wenn jeder selbst für sich sorgen soll, ist dies von vorherein schon mal unsozialer neoliberaler marktradikaler Unsinn. Eine Putzfrau mit 5 Kinder (Mann früh gestorben) soll also genausoviel hinterlegen, wie eine Facharbeiterfamilien Ehepaar kinderlos, wo beide arbeiten um gleiche Rente zu bekommen.

Das eigentliche Problem aber wäre, nimmt man alleine die EU, es müßten 507 Millionen Menschen ca 45 Jahre Geld anlegen, und zwar soviel das sie alle danach eine ausreichende Rente bekommen. Würde jeder pro Jahr 3000 Euro anlegen, 45 jahre lang, gerechnet auf 1200 Euro Rente im Monat, würde diese Summe gerade mal 9 Jahre reichen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, kämen wen dies jeder machen würde eine alleine für Rente angesparte Summe von um die 70000 Milliarden Euro zusammen, die ja irgendwie sicher angelegt werden müßte. Wie in aller Welt will man alleine für Europa so eine Summe dauerhaft siche über Jahrhunderte anlegen, das System müßte ja immer weiter gehen, ohne auch noch Inflation zu haben? Wenn man so eine Summe in Imopilien anlegen würde, sind ja relativ sicher, müßte man wohl in jedem 300 Seelendor einige Wolkenkratzer bauen. Einfach nur Schwachsinn!
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon unity in diversity » Sa 5. Sep 2015, 12:12

Nun ja Tomaner.
Man wird die Neubürger dazu überreden, ihr Geld bei den privaten Renten- und Krankenversicherungen abzuliefern.
Das kann sogar zu einer Integrationsauflage gemacht werden.
Damit werden die auf dem Umlageprinzip beruhenden sozialen Sicherungssysteme geschwächt und die auf Kapitaldeckung basierenden gestärkt.
Sonst könnten die privaten Ponzi-Systeme zusammenbrechen.
Es ist sowieso immer wieder interessant, daß Hinz und Kunz die demografische Entwicklung über 30 und mehr Jahre voraussagen können.
Aber gefragt, welche privaten Geldeinsammler bis dahin noch existieren, wird standhaft jede Aussage verweigert.
Also, ich gehe mal davon aus, daß das angesparte Geld in 30 Jahren anderweitig verzockt worden ist.
CaptainJack

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon CaptainJack » Sa 5. Sep 2015, 12:24

Texas41 » Fr 4. Sep 2015, 10:12 hat geschrieben:
Und eben aus jenen offensichtlichen Gründen gibt es nur eine Lösung: Schluß mit dem Rentensystem in der aktuellen Form! Wenn Jeder für sich selbst vorsorgt, ist auch Allen geholfen!



Die sollten theoretisch wieder zurückgeschickt werden, werden praktisch hier jedoch vorher untertauchen. Also wenn das Asylverfahren Mal irgendwann in 18 Monaten abgeschlossen ist^^

Da gibt es tausende Möglichkeiten, zu verzögern, zu verhindern und letztlich in eine Art Duldungsrecht umzuswitchen. Von Abtauchen mal ganz abgesehen!.
Das ist ein großartiger Einkommenszweig für entsprechende Rechtsanwälte. Lange rede, kurzer Sinn, ca. 6% werden tatsächlich abgeschoben!
Also wer da ist, bleibt i.d.R.!
Bei all diesem hat man noch die wesentlich teureren Leute aus Ru und Bul vergessen. die sind faktisch ähnlich wie die aus dem Balkan, nur, dass sie zufällig und warum auch immer zu EU-Bürgern geworden sind. Diese Kosten werden gar nicht mehr erwähnt ... von den Soz.Leistungen bis zum Kindergeld für 4-8 Kids!
CaptainJack

Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon CaptainJack » Sa 5. Sep 2015, 12:36

unity in diversity » Sa 5. Sep 2015, 12:12 hat geschrieben:Nun ja Tomaner.
Man wird die Neubürger dazu überreden, ihr Geld bei den privaten Renten- und Krankenversicherungen abzuliefern.
Das kann sogar zu einer Integrationsauflage gemacht werden.
Damit werden die auf dem Umlageprinzip beruhenden sozialen Sicherungssysteme geschwächt und die auf Kapitaldeckung basierenden gestärkt.
Sonst könnten die privaten Ponzi-Systeme zusammenbrechen.
Es ist sowieso immer wieder interessant, daß Hinz und Kunz die demografische Entwicklung über 30 und mehr Jahre voraussagen können.
Aber gefragt, welche privaten Geldeinsammler bis dahin noch existieren, wird standhaft jede Aussage verweigert.
Also, ich gehe mal davon aus, daß das angesparte Geld in 30 Jahren anderweitig verzockt worden ist.

Das haben die "nach mir die Sintflut-Typen vor 30 Jahren auch schon gesagt! Fakt ist, dass Millionen Selbständige oder Angestellte, entweder durch lebenslange, priv. Renten davon leben oder per Direktvers. über den Betrieb ihre Rente dramatisch aufgebessert haben!
Wer überprüft, was (selbst beim schlechtesten priv. Anbieter, z.B. einer großen Vers.Gesellschaft) nach 30 Jahren passiert ist, wenn man dem bzw. dem Staat z.B. 100 Euro gegeben hatte, der wird so mit den Ohren schlackern, dass sie ihm abfaulen! Eines kann ich verraten: Nicht, weil die Leistung vom Staat besser ist! ;)
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Thales » Mo 7. Sep 2015, 00:24

Perdedor » Sa 5. Sep 2015, 04:23 hat geschrieben:
Doch, im zweiten Schritt hast du sie vergessen. Da sterben sie bei dir alle auf einmal. Dabei müsste nach 20 Jahren ein Teil der 60-80 Gruppe in die 80+ Gruppe verschoben werden. Natürlich nicht alle. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein 80 Jähriger 81 wird beträgt über 90%.
Durch diesen Fehler in deiner Modellierung kommt der plötzliche Sprung von 1,05 aud 0,89 zustande.



Ganz im Gegenteil. Es ist zu erwarten:
"Die Bevölkerung ab 80 Jahren nimmt unablässig zu: von knapp 4 Millionen im
Jahr 2005 auf 10 Millionen im Jahr 2050. Dann werden über 40% der 65-Jährigen und
Älteren mindestens 80 Jahre alt sein.
"
https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... cationFile
Das liegt daran, dass die Zunahme der Lebenserwartung der vergangenen 50 Jahre (um 10 Jahre) noch gar nicht vollständig in der Alterstruktur enthalten ist.
Das ist das zweiten Problem deiner Rechnung. Damit kommst du für die Abhängigkeitsquote in 40 Jahren auf ziemlich falsche Zahlen. Wie ich schon schrieb, sie wird ungefähr bei 1,0 liegen und nicht bei 0,89 (mit Einwanderung).



Es handelt sich um eine 50% höhere Belastung -> 50% höhere Rentenbeiträge etc.. Das ist ein signifikanter Wohlstandsverlust.



Da hast du etwas missverstanden.
In dem von dir zitierten Abchnitt ging es um den Vergleich zwischen k=2 und k=1,34.
Die Abhängigkeitsquoten sind hier langfristig in etwa gleich, aber bei letzteren sind es viel mehr Alte.



Das ist nicht so einfach festzulegen. Es ist ganz allgemein so, dass ältere Gesellschaften weniger Innovativ sind. Ein Indikator wäre z.B. die Bruttoinvestitionsquote: In älteren Gesellschaften wird weniger investiert. Deutschland lag hier lange hinter den jüngeren Ländern wie Frankreich, USA, UK. Momentan hat sich diese sog. Investitionslücke im Rahmen der Finanz- und Staatsschuldenkrise etwas geschlossen. Deutschland hat hier klar profitiert. Aber natürlich kann man sich langfristig nicht auf die Krisen verlassen, die Menschen und Kapital nach Deutschland bingen.
Im Rahmen deiner Modellierung würde ich das Durchschnittsalter heranziehen im die "Innovationsfähikeit" zu bestimmen.


OK, du hast recht. Wenn es immer mehr 80+ gibt, wird das die Abhängigkeitsquotienten beinflussen. Allerdings nicht sehr viel. Und auf den Netto-Zuwanderungsbedarf hat das gar kein Einfluss. In diesem Thread ist der Netto-Zuwanderungsbedarf die wichtigere Größe. Wenn einmal feststeht, dass für den Erhalt der Bevölkerungsgröße ein Netto-Zuwanderungsbedarf von etwa Viertelmillion pro Jahr ausreichend ist, dann stellt sich die Frage, was man mit der zusätzlichen Zuwanderung machen soll?

Ich werde die Excel-Tabelle um eine Spalte 80+ erweitern. Allerdings muss ich dann Zahlen haben für die Sterberate in der Altergruppe 60-80. In meiner ersten Näherung habe ich sie alle Alten in dieser Gruppe "leben" lassen. Um die zweite Näherung kümmere ich mich nächste Woche, wenn ich Zeit habe.

Deine Betonung auf "mehr Alte" ist für mich irrelevant, weil ich davon ausgehe, dass die Alten nicht teuerer sind als die Jungen.
Alte:
Rente, Gesundheitskosten, Pflege, wobei die reale Rente mit steigendem Alter sinkt (wird nicht ausreichend an die Inflation angepasst)
Kinder und Jugendliche:
Neonatologie, Pädiatrie, Immunisierung, Vorsorge, Sozialpädiatrische Zentren, KiTa, Schule, Sportförderung, Studium + alles was die Eltern für die Kinder ausgeben müssen.

Ich glaube auch nicht, "dass ältere Gesellschaften weniger Innovativ sind."
Warum denn? Gerade dann sind sie gefordert. Sie leben mit einem höheren Abhängigkeitsquotienten und müssen innovativ sein.
Man kann innovativ sein und homanoide Roboter bauen, die Dementkranke unterhalten, später auch pflegen.
http://www.welt.de/gesundheit/article12 ... boter.html
Oder man macht gar nichts und bringt nur ausländisches Pflegepersonal, die später auch Rente und Pflege brauchen.
Zuletzt geändert von Thales am Mo 7. Sep 2015, 07:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » Mo 7. Sep 2015, 02:29

Thales » Fr 4. Sep 2015, 23:03 hat geschrieben:Die „80+ Altersgruppe“ ist nicht vergessen, sondern der Einfachheit halber der Altersgruppe 60 bis 80 dazuaddiert. Das habe ich aus Übersichtlichkeitsgründen gemacht, schließlich soll die Excel-Tabelle so einfach wie möglich sein, aber trotzdem ausreichend genau. Und das ist sie auch.
Schau noch mal nach
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
Der Anteil der „80+“ ist von 1% im Jahr 1950 auf 5,4% im Jahr 2013 gestiegen. Und ob künftig dieser Anteil weiter signifikant steigt, ist eher zu bezweifeln.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/le ... kt-ia.html

Die paar Prozente, die über 80 leben bzw die minimale Steigerung der Lebenserwartung, die womöglich gar nicht mehr stattfindet, beeinflussen die Zahlen, die hier besprochen werden, eben nur minimal, zweite Stelle hinter Komma. Sinnlos darüber zu reden. Wer das macht, lenkt nur ab, bzw malt tendenziös „den Teufel an die Wand“

Im Gegenteil. Genau das zeigen diese Tabellen. Mit oder ohne Zuwanderung wird der Abhängigkeitsquotient nach einem Maximum wieder sinken, sobald die Baby-Boomer aus der Tabelle verschwinden.
Also gehen wir noch mal die Tabelle durch.
Ohne Zuwanderung

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 0 19.472.800 24.805.600 74.559.976 + 20 1,19
9.798.616 15.656.776 0 14.624.800 19.472.800 59.552.992 + 40 0,97
10.490.040 9.798.616 0 15.656.776 14.624.800 50.570.232 + 60 0,99
6.565.073 10.490.040 0 9.798.616 15.656.776 42.510.505 + 80 1,10
7.028.327 6.565.073 0 10.490.040 9.798.616 33.882.055 + 100 0,99
4.398.599 7.028.327 0 6.565.073 10.490.040 28.482.038 + 120 1,10
4.708.979 4.398.599 0 7.028.327 6.565.073 22.700.977 + 140 0,99
2.947.061 4.708.979 0 4.398.599 7.028.327 19.082.966 + 160 1,10
3.155.016 2.947.061 0 4.708.979 4.398.599 15.209.655 + 180 0,99
1.974.531 3.155.016 0 2.947.061 4.708.979 12.785.587 + 200 1,10
2.113.861 1.974.531 0 3.155.016 2.947.061 10.190.469 + 220 0,99
1.322.936 2.113.861 0 1.974.531 3.155.016 8.566.343 + 240 1,10
1.416.287 1.322.936 0 2.113.861 1.974.531 6.827.614 + 260 0,99
886.367 1.416.287 0 1.322.936 2.113.861 5.739.450 + 280 1,10
948.912 886.367 0 1.416.287 1.322.936 4.574.501 + 300 0,99
593.866 948.912 0 886.367 1.416.287 3.845.431 + 320 1,10
635.771 593.866 0 948.912 886.367 3.064.916 + 340 0,99
397.890 635.771 0 593.866 948.912 2.576.439 + 360 1,10
425.967 397.890 0 635.771 593.866 2.053.494 + 380 0,99
266.586 425.967 0 397.890 635.771 1.726.214 + 400 1,10

Der Abhängigkeitsquotient steigt erst dramatisch von 82% auf 119% und pendelt danach zwischen 99% und 110%. Ein Sinken von 1,2 auf 1 ist signifikant. Und dass man mit einer regelmäßigen Schwankung zwischen 1 und 1,1 leben muss, ist zwar nicht so schön, aber das wäre die Konsequenz wenn die Bevölkerung ständig über Jahrhunderte schrumpft. Dazu wird es nicht kommen. Ohne Zuwanderung würde es irgendwann zu einer Gegenreaktion kommen und k steigt über 2

Mit konstanter Zuwanderung

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82
15.656.776 14.624.800 4.500.000 19.472.800 24.805.600 79.059.976 + 20 1,05
15.423.616 15.656.776 4.500.000 19.124.800 19.472.800 74.177.992 + 40 0,89
16.115.040 15.423.616 4.500.000 20.156.776 19.124.800 75.320.232 + 60 0,88
15.958.823 16.115.040 4.500.000 19.923.616 20.156.776 76.654.255 + 80 0,89
16.422.077 15.958.823 4.500.000 20.615.040 19.923.616 77.419.555 + 100 0,88
16.317.411 16.422.077 4.500.000 20.458.823 20.615.040 78.313.351 + 120 0,89
16.627.791 16.317.411 4.500.000 20.922.077 20.458.823 78.826.102 + 140 0,89
16.557.666 16.627.791 4.500.000 20.817.411 20.922.077 79.424.945 + 160 0,89
16.765.620 16.557.666 4.500.000 21.127.791 20.817.411 79.768.488 + 180 0,89
16.718.636 16.765.620 4.500.000 21.057.666 21.127.791 80.169.713 + 200 0,89
16.857.966 16.718.636 4.500.000 21.265.620 21.057.666 80.399.887 + 220 0,89
16.826.486 16.857.966 4.500.000 21.218.636 21.265.620 80.668.708 + 240 0,89
16.919.837 16.826.486 4.500.000 21.357.966 21.218.636 80.822.924 + 260 0,89
16.898.746 16.919.837 4.500.000 21.326.486 21.357.966 81.003.034 + 280 0,89
16.961.291 16.898.746 4.500.000 21.419.837 21.326.486 81.106.359 + 300 0,89
16.947.160 16.961.291 4.500.000 21.398.746 21.419.837 81.227.033 + 320 0,90
16.989.065 16.947.160 4.500.000 21.461.291 21.398.746 81.296.261 + 340 0,89
16.979.597 16.989.065 4.500.000 21.447.160 21.461.291 81.377.112 + 360 0,90
17.007.673 16.979.597 4.500.000 21.489.065 21.447.160 81.423.495 + 380 0,89
17.001.330 17.007.673 4.500.000 21.479.597 21.489.065 81.477.665 + 400 0,90

Der Abhängigkeitsquotient steigt nicht mehr so dramatisch, sondern nur noch von 82% auf 105%. Danach sinkt auf ca 90% und bleibt für immer konstant. Die Bevölkerungszahl sinkt dennoch ein paar Millionen, stabilisiert sich später auf ca 80 Mill.
Wie auch immer, der Abhängigkeitsquotient wird niemals so günstig wie jetzt. Damit muss man sich abfinden!

1,2 ist die Ausnahme!
Und selbst wenn. Nur hyperventilierende Aktionäre können mit einem Ansteigen des Abhängigkeitsquotienten von 0,8 auf 1,2 nicht leben. Eine Industrienation müsste das locker verkraften.

Das war eine Extrapolation. Die habe ich nur wegen der Bevölkerungsdichte gemacht. Bei k=1,34 und keine Netto-Zuwanderung dauert es 260 Jahre bis wir die Bevölkerungsdichte von Finnland erreicht haben. Wenn k=1,5 dauert es schon 380 Jahre. Dass in solch großen Zeitintervallen niemals zu einem Trendumkehr kommt mit k>2 ist so unglaublich unwahrscheinlich, dass man es ausschließen kann.

Nein, das ist der entscheidende Denkfehler!
Die Alterklassen bis 20J und ab 60J sind die Abhängigen. Ob da mehr Kinder dabei sind oder mehr Alte ist egal, nur die Summe zählt.
Als abschreckendes Beispiel ändere ich die Tabelle, so dass eine besonders „junge“ Gesellschaft rauskommt mit einer Bevölkerungspyramide, viele Kinder und wenig Alte. Damit die Pyramide rauskommt, müssen barbarische Zustände herrschen, ich nehme als Beispiel eine Sterberate von Altersklasse zu Altersklasse von 20%. Dafür aber eine Superkohortenfertilität von k=3,5

10.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 29.520.000 0 1,05
14.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 33.520.000 + 20 1,33
14.000.000 11.200.000 6.400.000 5.120.000 36.720.000 + 40 1,09
19.600.000 11.200.000 8.960.000 5.120.000 44.880.000 + 60 1,23
19.600.000 15.680.000 8.960.000 7.168.000 51.408.000 + 80 1,09
27.440.000 15.680.000 12.544.000 7.168.000 62.832.000 + 100 1,23
27.440.000 21.952.000 12.544.000 10.035.200 71.971.200 + 120 1,09
38.416.000 21.952.000 17.561.600 10.035.200 87.964.800 + 140 1,23
38.416.000 30.732.800 17.561.600 14.049.280 100.759.680 + 160 1,09
53.782.400 30.732.800 24.586.240 14.049.280 123.150.720 + 180 1,23
53.782.400 43.025.920 24.586.240 19.668.992 141.063.552 + 200 1,09

Oh Wunder, zu keinem Zeitpunkt sinkt der Abhängigkeitsquotient unter 1. Zum Teil werden höhere Werte erreicht als die höchsten Werte bei uns, wenn die Baby-Boomer in die Rente gehen. Solche bevölkerungsexplodierende Gesellschaften leiden unter regelmäßig ansteigenden Abhängigkeitsquotienten. In solchen Phasen müssen sie Kinderarbeit einführen.
So etwas Barbarisches will man uns auch einreden. Die Baby-Boomer sollen möglichst spät in die Rente gehen, am besten ab 70 :D
Die Kinderarbeit in den Entwicklungsländern ist die Altenarbeit in den Industrieländer. Das sind die einzigen Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeitsquotienten.

Fazit
Bei der derzeitigen Populationsstruktur und mit einer Kohortenfertilität k = 1,34 für alle Einwohnerinnen und nur für die erste Generation von Zuwanderinnen k=2,5 ergibt sich ein Bedarf von ca Viertelmillion Netto-Zuwanderung pro Jahr. Der Abhängigkeitsquotient wird von derzeit 0,82 innerhalb von 20 Jahren auf 1,05 steigen und dann in den folgenden 20 Jahren auf ca 0,9 fallen und immer konstant bleiben, wenn sich die Bedingungen nicht ändern.
Was natürlich ungewiss ist.

Wenn du damit die Altersklasse von 20 bis 40 meinst, dann ist das ganz einfach zu berechnen:

14.624.800 14.972.800 4.500.000 24.805.600 21.896.800 80.800.000 0 0,82 32%
15.656.776 14.624.800 4.500.000 19.472.800 24.805.600 79.059.976 + 20 1,05 32%
15.423.616 15.656.776 4.500.000 19.124.800 19.472.800 74.177.992 + 40 0,89 37%
16.115.040 15.423.616 4.500.000 20.156.776 19.124.800 75.320.232 + 60 0,88 36%
15.958.823 16.115.040 4.500.000 19.923.616 20.156.776 76.654.255 + 80 0,89 37%
16.422.077 15.958.823 4.500.000 20.615.040 19.923.616 77.419.555 + 100 0,88 36%
16.317.411 16.422.077 4.500.000 20.458.823 20.615.040 78.313.351 + 120 0,89 36%
16.627.791 16.317.411 4.500.000 20.922.077 20.458.823 78.826.102 + 140 0,89 36%
16.557.666 16.627.791 4.500.000 20.817.411 20.922.077 79.424.945 + 160 0,89 36%
16.765.620 16.557.666 4.500.000 21.127.791 20.817.411 79.768.488 + 180 0,89 36%
16.718.636 16.765.620 4.500.000 21.057.666 21.127.791 80.169.713 + 200 0,89 36%

Zur Zeit ist der Anteil der Altersklasse von 20J bis 40J an der Gesamtbevölkerung etwa 32% und künftig steigt auf ca 36% bei konstanter Zuwanderung von Viertelmillion Zuwanderer in diese Altersklasse.

Zum Vergleich die barbarische Gesellschaft mit Bevölkerunsgpyramide

10.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 29.520.000 0 1,05 27%
14.000.000 8.000.000 6.400.000 5.120.000 33.520.000 + 20 1,33 24%
14.000.000 11.200.000 6.400.000 5.120.000 36.720.000 + 40 1,09 31%
19.600.000 11.200.000 8.960.000 5.120.000 44.880.000 + 60 1,23 25%
19.600.000 15.680.000 8.960.000 7.168.000 51.408.000 + 80 1,09 31%
27.440.000 15.680.000 12.544.000 7.168.000 62.832.000 + 100 1,23 25%
27.440.000 21.952.000 12.544.000 10.035.200 71.971.200 + 120 1,09 31%
38.416.000 21.952.000 17.561.600 10.035.200 87.964.800 + 140 1,23 25%
38.416.000 30.732.800 17.561.600 14.049.280 100.759.680 + 160 1,09 31%
53.782.400 30.732.800 24.586.240 14.049.280 123.150.720 + 180 1,23 25%
53.782.400 43.025.920 24.586.240 19.668.992 141.063.552 + 200 1,09 31%

In einer sehr „jungen“ Bevölkerung mit Pyramiden-Alterstruktur schwankt der Anteil der Altersklasse von 20J vis 40J zwischen 24% bis 31%. Es erreicht niemals 36%

Zum Vergleich. In einer ausgeglichenen Gesellschaft mit k=2 und ohne Zuwanderung wäre dieser Anteil ca 25%
Der Abhängigkeitsquotient wäre immer 1. Die Bevölkerungspyramide wäre ein schönes mehrstöckiges Haus mit 75 Etagen. Noch ein Satteldach mit weiteren 10 Etagen und ein Schornstein für die Langlebigen. Jeder darf/muss jedes Jahr eine Etage höher umziehen. Über die Dachhaut oder durch den Schornstein geht es dann irgendwann in den Himmel.


Stopp. 56 Mill über 40 Jahre gab es in Deutschland nie und es werden auch nie geben. Bau dir einfach eine Excel-Tabelle auf. Da kann man sehr große Zahlenmengen übersichtlich darstellen. Dann hättest du leicht sehen können, dass es nicht „über 56 Mill“ sind, sondern nur „über 46 Mill“... Und in 20 Jahren sind bereits über 21 Mill der jetzt über 60-Jährigen TOT. Schau zum Fenster raus. Da sieht man jede Menge Rollator-Deutsche. Manche sind schon 90 Jahre alt. Die kommen morgen gar nicht mehr aus dem Haus raus. Nix mit „zu wenige wegsterben“. 21 Mill schaffen es bestimmt. :D
Das Problem ist, dass ihnen weitere 25 Mill Baby-Bommer folgen werden, die ja auch in den Himmel steigen müssen. Aber alles halb so schlimm, wenn man sich die Abhängigkeitsquotienten anschaut. Siehe Tabellen oben.



Es ist schon erstaunlich! Da legst du uns eine Rechnung vor, die wir alle vertrauen sollen, bist aber nicht einmal in der Lage deine eigenen Links zu addieren.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... bev01.html
30,7+21,8+5,4 macht 57,9Millionen über 40 Jahre.
Zuletzt geändert von Tomaner am Mo 7. Sep 2015, 02:31, insgesamt 1-mal geändert.

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