Einwanderungsgesetze verschärfen

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Brimborium
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Brimborium » So 16. Aug 2015, 11:47

Man wird die derzeitigen Flüchtlingsströme nicht eindämmen können
ohne dass man die Flüchtlinge erschießt.

Die meisten Rechten haben sehr naive Vorstellungen über die derzeitigen Möglichkeiten.
Nach dem Motto, der Staat solle das verbieten. Und gut is.
So einfach ist die Welt aber nicht.

:cool:
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 11:51

Blasphemist » So 16. Aug 2015, 10:43 hat geschrieben:Wenn es denn so ist, dann ist unser bisheriger Sozialstaat in kürzester Zeit ein Relikt aus besseren Zeiten.
Niemand wird diesen Wohlfahrtsstaat mit Millionen Hungerleidern finanzieren können und wollen. Die, die es sich leisten können werden sich dann von den Hungerleidern so gut wie möglich abschotten und der erbärmliche Rest hat halt Pech.

So malst du dir das sicherlich aus. Die größte Finanz- und Bankenkrise seit Jahrzehnten mit etlichen Milliarden an Verlusten übersteht Deutschland ohne weiteres aber wehe es kommen Flüchtlinge, die mit den grundgesetzlich garantierten Mindestleistungen ausgestattet werden müssen. Da ist dann gleich so gut wie Krieg und Deutschland in Trümmern. Du und andere haben leider keine Ahnung von Migration und deren Motiven. Deshalb kommt ihr in der Argumentation auch nicht über hysterische Schauermärchen hinaus.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon unity in diversity » So 16. Aug 2015, 12:03

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 10:51 hat geschrieben:So malst du dir das sicherlich aus. Die größte Finanz- und Bankenkrise seit Jahrzehnten mit etlichen Milliarden an Verlusten übersteht Deutschland ohne weiteres aber wehe es kommen Flüchtlinge, die mit den grundgesetzlich garantierten Mindestleistungen ausgestattet werden müssen. Da ist dann gleich so gut wie Krieg und Deutschland in Trümmern. Du und andere haben leider keine Ahnung von Migration und deren Motiven. Deshalb kommt ihr in der Argumentation auch nicht über hysterische Schauermärchen hinaus.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59177
"In drei der fünf Länder mit den höchsten Flüchtlingszahlen weltweit hat die Bundesregierung aktiv zur Entstehung der zentralen Fluchtursachen beigetragen. Wie eine aktuelle Erhebung des UNHCR zeigt..."
Lesenswert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:05

unity in diversity » So 16. Aug 2015, 11:03 hat geschrieben:http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59177
"In drei der fünf Länder mit den höchsten Flüchtlingszahlen weltweit hat die Bundesregierung aktiv zur Entstehung der zentralen Fluchtursachen beigetragen. Wie eine aktuelle Erhebung des UNHCR zeigt..."
Lesenswert.

Das ist in der Tat ein interessanter Artikel. Danke dafür.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 12:16

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:05 hat geschrieben:Das ist in der Tat ein interessanter Artikel. Danke dafür.


Blödsinn das die Bundesregierung in Afghanistan in den 1980er Jahren zur Totalzerstörung der gesellschaftlichen Strukturen beigetragen hat.

Blödsinn das: In Somalia, das in der UNHCR-Statistik mit 1,11 Millionen Flüchtlingen auf Platz drei liegt, hat Berlin im Jahr 2007 eine äthiopische Militärinvasion politisch unterstützt, die die damals mögliche Stabilisierung des Landes - allerdings unter einer dem Westen missliebigen Regierung - verhinderte; ohne die Invasion stünde Somalia heute mutmaßlich besser da

Ebenfalls Bullshit:
Auf Platz fünf findet sich der Südsudan - mit mehr als 616.000 Flüchtlingen. Dort fliehen die Menschen vor einem Ende 2013 entbrannten und mit exzessiver Brutalität geführten Bürgerkrieg. Berlin hat über Jahre hin aktiv dazu beigetragen, die Bedingungen für den Beginn des Bürgerkriegs zu schaffen - mit seiner Unterstützung für die Abspaltung des Landes von Sudan.

Und nochmal Bullshit
In Syrien hat der Westen den Bürgerkrieg, vor dem immer mehr Menschen fliehen, seit Mitte 2011 massiv befeuert;

Aber das du dich für Blödsinn bedankst und ja nun auch nix neues.

Solange er deine Standpunkte in welcher weise auch immer vertritt
Zuletzt geändert von Joker am So 16. Aug 2015, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Blasphemist » So 16. Aug 2015, 12:20

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 11:51 hat geschrieben:So malst du dir das sicherlich aus. Die größte Finanz- und Bankenkrise seit Jahrzehnten mit etlichen Milliarden an Verlusten übersteht Deutschland ohne weiteres aber wehe es kommen Flüchtlinge, die mit den grundgesetzlich garantierten Mindestleistungen ausgestattet werden müssen. Da ist dann gleich so gut wie Krieg und Deutschland in Trümmern. Du und andere haben leider keine Ahnung von Migration und deren Motiven. Deshalb kommt ihr in der Argumentation auch nicht über hysterische Schauermärchen hinaus.

Jeder darf natürlich an den Altruisten in jedem Menschen glauben, aber es entspricht halt nicht der Realität. Armut und Reichtum sind ungleich verteilt und wenn man diese Verteilung mittels Völkerwanderung überwinden will, dann wird es dadurch vielen Menschen bei uns schlechter gehen. Die, die es sich leisten können und auf staatliche Fürsorge weitgehend verzichten können, die werden sich abschotten. Der Wohlstand des Rests wird sich an den Wohlstand der Armen anpassen. Wenn eine Demokratie dies aushält, schön. Ich glaube allerdinsg nicht daran. Entweder wird die Demokratie Schaden erleiden oder es wird eine Abschottung geben. Der Rest ist Träumerei. Du darfst gerne den Überbringer für die schlechte Nachricht verantwortlich machen, es ändert aber nichts an der Nachricht.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:20

Joker » So 16. Aug 2015, 11:16 hat geschrieben:
Blödsinn das die Bundesregierung in Afghanistan in den 1980er Jahren zur Totalzerstörung der gesellschaftlichen Strukturen beigetragen hat.

Blödsinn das: In Somalia, das in der UNHCR-Statistik mit 1,11 Millionen Flüchtlingen auf Platz drei liegt, hat Berlin im Jahr 2007 eine äthiopische Militärinvasion politisch unterstützt, die die damals mögliche Stabilisierung des Landes - allerdings unter einer dem Westen missliebigen Regierung - verhinderte; ohne die Invasion stünde Somalia heute mutmaßlich besser da

Ebenfalls Bullshit:
Auf Platz fünf findet sich der Südsudan - mit mehr als 616.000 Flüchtlingen. Dort fliehen die Menschen vor einem Ende 2013 entbrannten und mit exzessiver Brutalität geführten Bürgerkrieg. Berlin hat über Jahre hin aktiv dazu beigetragen, die Bedingungen für den Beginn des Bürgerkriegs zu schaffen - mit seiner Unterstützung für die Abspaltung des Landes von Sudan.

Und nochmal Bullshit
In Syrien hat der Westen den Bürgerkrieg, vor dem immer mehr Menschen fliehen, seit Mitte 2011 massiv befeuert;

Aber das du dich für Blödsinn bedankst und ja nun auch nix neues.

Solange er deine Standpunkte in welcher weise auch immer vertritt

Ja klar, da glaub ich lieber dir Leuchte, indem du irgendwas bar jeglichen Arguments als "Blödsinn" bezeichnest. :rolleyes: Du musst dich echt für ne Instanz halten dabei hast du von Afghanistan so wenig Ahnung wie vom Sudan und allem außerhalb deines Horizonts.
Zuletzt geändert von Kopernikus am So 16. Aug 2015, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:25

Blasphemist » So 16. Aug 2015, 11:20 hat geschrieben:Jeder darf natürlich an den Altruisten in jedem Menschen glauben, aber es entspricht halt nicht der Realität. Armut und Reichtum sind ungleich verteilt und wenn man diese Verteilung mittels Völkerwanderung überwinden will, dann wird es dadurch vielen Menschen bei uns schlechter gehen. Die, die es sich leisten können und auf staatliche Fürsorge weitgehend verzichten können, die werden sich abschotten. Der Wohlstand des Rests wird sich an den Wohlstand der Armen anpassen. Wenn eine Demokratie dies aushält, schön. Ich glaube allerdinsg nicht daran. Entweder wird die Demokratie Schaden erleiden oder es wird eine Abschottung geben. Der Rest ist Träumerei. Du darfst gerne den Überbringer für die schlechte Nachricht verantwortlich machen, es ändert aber nichts an der Nachricht.

Dass Menschen von der ökonomischen Peripherie ins ökonomische Zentrum wandern, ist ein uraltes Phänomen. Wenn man an die Segnungen des Kapitalismus glaubt, muss dabei ja eigentlich das "größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl" heraus kommen. Sollte man da anderer Meinung sein, muss irgendwas an der Nützlichkeit des Kapitalismus für den Menschen nicht stimmen. Zählst du dich zu dieser Sorte Kapitalismuskritiker?
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 12:30

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:20 hat geschrieben:Ja klar, da glaub ich lieber dir Leuchte, indem du irgendwas bar jeglichen Arguments als "Blödsinn" bezeichnest. :rolleyes: Du musst dich echt für ne Instanz halten dabei hast du von Afghanistan so wenig Ahnung wie vom Sudan und allem außerhalb deines Horizonts.

Typen wie du fordern immer eine sachliche Diskussion mit Argumenten und dann pissen sie sich vor lauter Begeisterung ein wenn solche blödsinnigen Behauptungen auftauchen.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:34

Joker » So 16. Aug 2015, 11:30 hat geschrieben:Typen wie du fordern immer eine sachliche Diskussion mit Argumenten und dann pissen sie sich vor lauter Begeisterung ein wenn solche blödsinnigen Behauptungen auftauchen.

Liegt vielleicht wirklich daran, dass du von mir verlangst, dir blind zu folgen, weil du irgendwas als (Ziat) "Blödsinn" bezeichnest und überhaupt keine Anstalten machst, dich die notwendige Zeit hinzusetzen und deine Behauptung zu untermauern, so wie man das bei einer Diskussion normalerweise zu tun pflegt. "Oh, Joker hat gesagt, irgendwas stimmt nicht. Da muss er natürlich recht haben, denn wer könnte das wohl besser einschätzen als er. Eine Begründung müssen wir uns einfach dazudenken. Passt schon!"
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 12:36

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:34 hat geschrieben:Liegt vielleicht wirklich daran, dass du von mir verlangst, dir blind zu folgen, weil du irgendwas als (Ziat) "Blödsinn" bezeichnest und überhaupt keine Anstalten machst, dich die notwendige Zeit hinzusetzen und deine Behauptung zu untermauern, so wie man das bei einer Diskussion normalerweise zu tun pflegt. "Oh, Joker hat gesagt, irgendwas stimmt nicht. Da muss er natürlich recht haben, denn wer könnte das wohl besser einschätzen als er. Eine Begründung müssen wir uns einfach dazudenken. Passt schon!"

Was soll ich widerlegen

Das Deutschland in Afghanistan in den 1980er Jahren zur Totalzerstörung der gesellschaftlichen Strukturen beigetragen hat und wir deswegen jetzt für Afghanische Flüchtlinge im besonderen verantwortlich sind?
?

Nö ,so was "widerlege" ich nicht.
Das kommentiere ich maximal als Blödsinn
Zuletzt geändert von Joker am So 16. Aug 2015, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 12:38

.....
Zuletzt geändert von Joker am So 16. Aug 2015, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Blasphemist » So 16. Aug 2015, 12:40

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:25 hat geschrieben:Dass Menschen von der ökonomischen Peripherie ins ökonomische Zentrum wandern, ist ein uraltes Phänomen. Wenn man an die Segnungen des Kapitalismus glaubt, muss dabei ja eigentlich das "größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl" heraus kommen. Sollte man da anderer Meinung sein, muss irgendwas an der Nützlichkeit des Kapitalismus für den Menschen nicht stimmen. Zählst du dich zu dieser Sorte Kapitalismuskritiker?

Den Kapitalismus in seiner brutalen und menschenverachtenden Form überwindet man nicht damit, indem man ihn füttert. Unser Sozialstaat kann nicht für jährlich 600tsd notleidende Menschen die selben Standards bereithalten wie dies ohne diese Menschen möglich ist. Eine Anpassung dieser Standards wird ununausweichlich sein. Es trifft dann halt die Armen, die bisher am meisten von diesem Sozialstaat profitiert haben. Die Konsequenz für mich bedeutet dann, dass ich mit allen Mitteln versuche nicht zu diesen Armen zu gehören. So wie es aussieht, gelingt mir das bisher sehr gut. Die meisten Menschen werden sich so verhalten.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » So 16. Aug 2015, 12:43

Blasphemist » So 16. Aug 2015, 11:20 hat geschrieben:Jeder darf natürlich an den Altruisten in jedem Menschen glauben, aber es entspricht halt nicht der Realität. Armut und Reichtum sind ungleich verteilt und wenn man diese Verteilung mittels Völkerwanderung überwinden will, dann wird es dadurch vielen Menschen bei uns schlechter gehen. Die, die es sich leisten können und auf staatliche Fürsorge weitgehend verzichten können, die werden sich abschotten. Der Wohlstand des Rests wird sich an den Wohlstand der Armen anpassen. Wenn eine Demokratie dies aushält, schön. Ich glaube allerdinsg nicht daran. Entweder wird die Demokratie Schaden erleiden oder es wird eine Abschottung geben. Der Rest ist Träumerei. Du darfst gerne den Überbringer für die schlechte Nachricht verantwortlich machen, es ändert aber nichts an der Nachricht.


Dagegen gibt es keine einzige Gegenstudie oder einen Auftrag einer einzigen rechten Partei, auszurechnen wie man den Wohlstand oder Sozialstaat ohne Zuwanderung aufrecht erhalten kann.

Warum gehst du davon aus, das Ziel eines jeden Asylbeweber sei, lebenslang in Europa auf Sozialhilfen angewiesen zu sein, und zuzuschauen wie wir dicke Autos fahren, schön einkaufen zu gehen, gut Essen zu gehen, sich auch mal einige Luxusgüter zu leisten? Afrikanische Väter riskieren also lebensgefährliche Flucht um dann ihrer nachgeholten Familie lediglich die Perspektive Harz4 und weniger zu bieten?

Nun, was haben die Kritiker auf der ultrarechten Seite für uns zu bieten? Wie sichern sie unsere Renten? Wie erhalten sie das gesamte Gesundheits und Pflegesystem? Wo ist ein schlüssiges Konzept der Ultrarechten vorgesellt in diesem Bereich, ohne ausländischen Versicherungszahlern und ohne ausländische Pflegekräfte und Ärzte?
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:47

Joker » So 16. Aug 2015, 11:36 hat geschrieben:Was soll ich widerlegen

Das Deutschland in Afghanistan in den 1980er Jahren zur Totalzerstörung der gesellschaftlichen Strukturen beigetragen hat und wir deswegen jetzt für Afghanische Flüchtlinge im besonderen verantwortlich sind?
?

Nö ,so was "widerlege" ich nicht.
Das kommentiere ich maximal als Blödsinn

Eben. Dir reicht das auch. Ich les in dem Fall einfach weiter und schau mir die entsprechende Begründung an. Die sieht dann u.a. so aus:
Kriegsbeteiligung
Über das Befeuern der Unruhen im Jahr 1979 hinaus haben die Vereinigten Staaten gemeinsam mit ausgewählten westlichen Verbündeten den gesamten Afghanistan-Krieg der 1980er Jahre angeheizt - indem sie die Mujahedin wie auch deren arabische Unterstützer mit jährlichen Beträgen in bis zu dreistelliger Millionenhöhe finanzierten. Zu den arabischen Milizionären am Hindukusch gehörten damals auch Usama bin Ladin sowie weitere Jihadisten; aus ihren Netzwerken und Strukturen im Afghanistan-Krieg entstand Al Qaida. In die systematische Kriegsunterstützung für die Mujahedin ist auch die Bundesrepublik involviert gewesen. "Nahe Peschawar bildeten GSG9-Beamte Gotteskrieger ... aus", heißt es etwa in einem Standardwerk über den Bundesnachrichtendienst (BND) und seine Geschichte: "Arabische Freiwillige erhielten auch Training und Unterweisung im pakistanischen Chaman und sogar in Oberbayern." "In Afghanistan selbst waren ein Sanitätsoffizier und ein Major des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr unterwegs, um Mudschaheddingruppen zu unterstützen", heißt es in dem erwähnten Standardwerk weiter zur Bonner Beteiligung am damaligen Afghanistan-Krieg.[3] Diese schloss, wie man inzwischen weiß, auch bewaffnete Kampfhandlungen ein.[4] Wer sich an einem Krieg beteiligt, weiß, dass bislang noch jeder umfangreiche Waffengang Menschen zur Flucht veranlasst hat.

So, und jett kannst du auch das wieder als Blödsinn hinstellen und dich jedweder Begründung verweigern. Bringt dir nur nichts, wenn du irgendwen davon überzeugen willst, dass du weißt, wovon du redest. Davon abgsehen gehört überhaupt kein tieferes Spezialwissen dazu, zu wissen, dass der Westen im Kalten Krieg kein "sozialistisches Afghanistan" zu tolerieren gewillt war, und daher all die Gruppen unterstützte, die man heute als Terroristen bezeichnet.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Tomaner » So 16. Aug 2015, 12:48

Blasphemist » So 16. Aug 2015, 11:40 hat geschrieben:Den Kapitalismus in seiner brutalen und menschenverachtenden Form überwindet man nicht damit, indem man ihn füttert. Unser Sozialstaat kann nicht für jährlich 600tsd notleidende Menschen die selben Standards bereithalten wie dies ohne diese Menschen möglich ist. Eine Anpassung dieser Standards wird ununausweichlich sein. Es trifft dann halt die Armen, die bisher am meisten von diesem Sozialstaat profitiert haben. Die Konsequenz für mich bedeutet dann, dass ich mit allen Mitteln versuche nicht zu diesen Armen zu gehören. So wie es aussieht, gelingt mir das bisher sehr gut. Die meisten Menschen werden sich so verhalten.

Kapitalismus haben wir hier auch ohne einen einzigen Einwanderer. selbst wenn keine Sau in den nächsten 10 Jahren zu uns kommt, schafft sich doch nicht der Kapitalismus ab oder wird dadurch nur eine Spur sozialer! Wenn ihr als Rechte etwas gegen den Kapitalismus unternehmen wollt, was denn genau? Durch Bekämpfung von Gewerkschaften? Welche genaue Vorschläge von euerer Seite gibt es um den Kapitalismus in die Schranken zu verweisen? Ich finde in keinem einzigen rechten Programm dazu etwas!
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 12:55

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 12:47 hat geschrieben:Eben. Dir reicht das auch. Ich les in dem Fall einfach weiter und schau mir die entsprechende Begründung an. Die sieht dann u.a. so aus:

So, und jett kannst du auch das wieder als Blödsinn hinstellen und dich jedweder Begründung verweigern. Bringt dir nur nichts, wenn du irgendwen davon überzeugen willst, dass du weißt, wovon du redest. Davon abgsehen gehört überhaupt kein tieferes Spezialwissen dazu, zu wissen, dass der Westen im Kalten Krieg kein "sozialistisches Afghanistan" zu tolerieren gewillt war, und daher all die Gruppen unterstützte, die man heute als Terroristen bezeichnet.

Ich gehe mal davon aus das die Gesellschaftlichen Strukturen durch den Einmarsch der Russen längst vorm Arsch waren.

Daraus nun eine Verantwortung zu konstruieren das wir für Afghanische Flüchtlinge verantwortlich sind weil WIR Schuld an den Taliban haben ist so was von irre.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 13:05

Joker » So 16. Aug 2015, 11:55 hat geschrieben:Ich gehe mal davon aus das die Gesellschaftlichen Strukturen durch den Einmarsch der Russen längst vorm Arsch waren.

Daraus nun eine Verantwortung zu konstruieren das wir für Afghanische Flüchtlinge verantwortlich sind weil WIR Schuld an den Taliban haben ist so was von irre.

Damit bestätigst du nur, was ich vermutet hab: So wirklich Ahnung von Afghanistan und dessen Geschichte hast du schlichtweg nicht aber hängst dich halt erstmal schön aus dem Fenster mit vermeintlicher Expertise, die nichts anderes notwendig macht als ein schlichtes "Blödsinn" irgendwo zu hinterlassen. Meine Fresse, selbst dir müsste doch klar sein, dass der Kalte Krieg ein dreckiges Geschäft von Stellvertreterkriegen war und "der Westen" inklusive der BRD gehörigen Anteil am Gesamtzustand so mancher Ländern hatte. Gerade Afghanistan ist da ein gutes Beispiel. Die vom Westen unterstützten Mujaheddin waren überhaupt erst der Faktor, der die Machtergreifung der Taliban später ermöglicht hat.
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Joker » So 16. Aug 2015, 13:14

Kopernikus » So 16. Aug 2015, 13:05 hat geschrieben:Damit bestätigst du nur, was ich vermutet hab: So wirklich Ahnung von Afghanistan und dessen Geschichte hast du schlichtweg nicht aber hängst dich halt erstmal schön aus dem Fenster mit vermeintlicher Expertise, die nichts anderes notwendig macht als ein schlichtes "Blödsinn" irgendwo zu hinterlassen. Meine Fresse, selbst dir müsste doch klar sein, dass der Kalte Krieg ein dreckiges Geschäft von Stellvertreterkriegen war und "der Westen" inklusive der BRD gehörigen Anteil am Gesamtzustand so mancher Ländern hatte. Gerade Afghanistan ist da ein gutes Beispiel. Die vom Westen unterstützten Mujaheddin waren überhaupt erst der Faktor, der die Machtergreifung der Taliban später ermöglicht hat.

Deine Ahnung von Afghanistan beschränkt sich doch darauf

Die Kapitalisten haben Schuld
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Re: Einwanderungsgesetze verschärfen

Beitragvon Kopernikus » So 16. Aug 2015, 13:23

Joker » So 16. Aug 2015, 12:14 hat geschrieben:Deine Ahnung von Afghanistan beschränkt sich doch darauf

Die Kapitalisten haben Schuld

Ich behaupte in der Tat nicht, Experte auf dem Gebiet zu sein, da sich mein Wissen abseits des generellen Interesses am Thema seit dem letzten Afghanistankrieg darauf beschränkt, dass ich im Laufe meines Politikwissenschaftsstudium ein Semester speziell mit der Geschichte des Landes beschäftigt war. Du hast sicherlich wesentlich mehr vorzuweisen und ich streu Asche auf mein Haupt, dein Urteil über den Wahrheitsgehalt eines Artikels in Zweifel gezogen zu haben.
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