Demokratie "von unten" ...!!

Moderator: Moderatoren Forum 2

Mehr Demokratie durch ma§vollen "Staatsbürgerdienst nach Vorschrift?"

Wohl kaum!
11
65%
Vielleicht?
1
6%
Vermutlich.
2
12%
Aber sicher ...!!
3
18%
 
Abstimmungen insgesamt: 17
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Mi 12. Mär 2014, 14:59

paradoxx » Mi 12. Mär 2014, 14:41 hat geschrieben:Demokratie ist immer nur ein Versuch; es gibt direkte und repräsentative, und wenn beides fehlt, dann ist es ein fake.
Es fehlt daran, sowohl das eine, als auch das andere zu erkennen. Und jeder Versuch kann so oder anders gestaltet werden. Nur darum geht es.
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jorikke
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon jorikke » Mi 12. Mär 2014, 17:39

ein_Bürger » Mi 12. Mär 2014, 13:35 hat geschrieben:
paradoxx » Mi 12. Mär 2014, 13:23 hat geschrieben:Instrumente der Demokratie sind Pluralismus, repräsentative Mehrheiten, Zivilcourage & Ungehorsam


Mimst du hier Cato den Älteren?


Immerhin ein probates Mittel.
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Mi 12. Mär 2014, 19:09

Kann mir jemand sagen,
was nichtdemokratieunterstützend sein soll daran,
wenn Bürger mehr darauf achten,
daß ihre mächtigeren Partner
sich mehr an eine der besten
demokratischen Rechtsordnungen der Welt halten?

Bei inzwischen doppelt so vielen Bedenkenträgern wie Befürwortern
müßte doch wenigstens ein bißchen was erkennbar sein
in den inzwischen geposteten Beiträgen.
Oder sind viele User hier nicht so ernst zu nehmen?
Wird ihnen möglicherweise nicht mal bewußt,
welche Folgen es haben könnte,
wenn das Selbstbestimmungsrecht weiterhin
so unterdrückt wird wie bisher ...?
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 10:41

Alles, was wir brauchen können, ist das Schweigen jener, die was auf dem Kasten haben.

Gell?

D'rum erlaube ich mir mal, folgendes zu post ulieren,
nachdem hier ja nicht wenige Juristen mitkommunizieren,
die sich auch so über manche Fehlentwicklung Gedanken gemacht haben:

    Möchte man die allgegenwärtigen Schwierigkeiten rasant wachsender menschlicher Gemeinschaften in den Griff bekommen
    die mit atemberaubenden Kommunikationserleichterungen, technischen Fortsprüngen, grenzenloser Mobilität
    und einem immer verrückteren, profitabler hochgepushten Anspruchsdenken vieler "einhergehen",
    ist es schlichtweg hirnrissig, immer verzweifelter dort rumzukratzen, wo man mit schneller Hand hinkommt.
    Aus all dem, was Juristen nicht mehr justieren können, hat sich eine immer tragischere Überforderung der Justiz entwickelt,
    deren Kräfte alles tun, daß ihre unheimliche Schwäche vom Volk nicht wahrgenommen wird. Man kann doch seine Ohnmacht nicht zeigen
    und damit noch mehr zum Spielball mächtiger Interessen werden. Daß Journalisten ihren Kollegen mit Jurastudium
    Rechtsthemen vertrauensvoll überlassen, ohne sich selbst die Klarheit zu verschaffen, die der eigenen Verantwortung
    als kleiner Volksherrscher gerecht würde, ist nur eine Variante entsprechender Vertuschungsbemühungen.

    Daß inzwischen sogar das deutsche Verfahrensrecht so massiv beschnitten worden ist, daß Grundrechtsverletzungen für Betroffene
    bei der Rechtsverwirklichung an der Tagesordnung sind, wenn sie sich gegen bereits entstandenes Unrecht wehren,
    läßt die Spielwiesen der Abgreifer, Beschei§er, Machtsauger und Scherenspreizer von Fehlurteil zu Fehlurteil
    und mit jedem Vergleich, jedem Deal immer größer und wundervoller werden. Nicht selten werden massive Rechtsverletzungen
    auf dem Rechtsweg von Rechtsmittelinstanzen nur noch zum Schein bearbeitet. Die ursächlichen Probleme
    der eigentlichen Rechtsverletzung werden übergangen, um die Justiz nicht mit zusätzlichen Kräften ausstatten zu müssen.
    Das führt fließbandmäßig zu Einbußen und Vertrauensverlusten beim Schwächeren irgendwelcher Gemeinsamkeiten, beim Bürger,
    der sich damit immer mehr Rechtsverletzungen ausgeliefert sind und über Medien freut, die mit machtvoller Hand kratzen helfen.

    Das alles läßt sich im Augenblick noch mit administrativer Ignoranz und rechtswidrigen Hinweisen auf das Rechtsberatungsgesetz hochhalten.
    Doch nicht mehr lange. Der Bürger als eigentlicher Souverän unserer Demokratie ist nicht so blöde, daß er nicht merkt,
    wie seine Ignoranz daran beteiligt war, und wie damit über viele Jahre eine gewaltige Volksverarschung entstand
    mit immer unbeherrschbareren Folgen für unser zunehmend frustrierteres, aggressiveres Zusammenleben.

Was dagegen ...?
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 10:59

SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 10:41 hat geschrieben:Alles, was wir brauchen können, ist das Schweigen jener, die was auf dem Kasten haben.

Gell?

D'rum erlaube ich mir mal, folgendes zu post ulieren,
nachdem hier ja nicht wenige Juristen mitkommunizieren,
die sich auch so über manche Fehlentwicklung Gedanken gemacht haben:

    Möchte man die allgegenwärtigen Schwierigkeiten rasant wachsender menschlicher Gemeinschaften in den Griff bekommen
    die mit atemberaubenden Kommunikationserleichterungen, technischen Fortsprüngen, grenzenloser Mobilität
    und einem immer verrückteren, profitabler hochgepushten Anspruchsdenken vieler "einhergehen",
    ist es schlichtweg hirnrissig, immer verzweifelter dort rumzukratzen, wo man mit schneller Hand hinkommt.
    Aus all dem, was Juristen nicht mehr justieren können, hat sich eine immer tragischere Überforderung der Justiz entwickelt,
    deren Kräfte alles tun, daß ihre unheimliche Schwäche vom Volk nicht wahrgenommen wird. Man kann doch seine Ohnmacht nicht zeigen
    und damit noch mehr zum Spielball mächtiger Interessen werden. Daß Journalisten ihren Kollegen mit Jurastudium
    Rechtsthemen vertrauensvoll überlassen, ohne sich selbst die Klarheit zu verschaffen, die der eigenen Verantwortung
    als kleiner Volksherrscher gerecht würde, ist nur eine Variante entsprechender Vertuschungsbemühungen.

    Daß inzwischen sogar das deutsche Verfahrensrecht so massiv beschnitten worden ist, daß Grundrechtsverletzungen für Betroffene
    bei der Rechtsverwirklichung an der Tagesordnung sind, wenn sie sich gegen bereits entstandenes Unrecht wehren,
    läßt die Spielwiesen der Abgreifer, Beschei§er, Machtsauger und Scherenspreizer von Fehlurteil zu Fehlurteil
    und mit jedem Vergleich, jedem Deal immer größer und wundervoller werden. Nicht selten werden massive Rechtsverletzungen
    auf dem Rechtsweg von Rechtsmittelinstanzen nur noch zum Schein bearbeitet. Die ursächlichen Probleme
    der eigentlichen Rechtsverletzung werden übergangen, um die Justiz nicht mit zusätzlichen Kräften ausstatten zu müssen.
    Das führt fließbandmäßig zu Einbußen und Vertrauensverlusten beim Schwächeren irgendwelcher Gemeinsamkeiten, beim Bürger,
    der sich damit immer mehr Rechtsverletzungen ausgeliefert sind und über Medien freut, die mit machtvoller Hand kratzen helfen.

    Das alles läßt sich im Augenblick noch mit administrativer Ignoranz und rechtswidrigen Hinweisen auf das Rechtsberatungsgesetz hochhalten.
    Doch nicht mehr lange. Der Bürger als eigentlicher Souverän unserer Demokratie ist nicht so blöde, daß er nicht merkt,
    wie seine Ignoranz daran beteiligt war, und wie damit über viele Jahre eine gewaltige Volksverarschung entstand
    mit immer unbeherrschbareren Folgen für unser zunehmend frustrierteres, aggressiveres Zusammenleben.

Was dagegen ...?
... was fehlt sind
  1. die Beispiele für unheilvolle Folgen und
  2. notwendige Maßnahmen, um sie nicht zu begünstigen statt sie zu bekämpfen.

... denn es geht immer nur um mehr oder weniger. Mehr geht leider nicht
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 12:07

paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 11:59 hat geschrieben:... was fehlt sind
  1. die Beispiele für unheilvolle Folgen und
  2. notwendige Maßnahmen, um sie nicht zu begünstigen statt sie zu bekämpfen.

... denn es geht immer nur um mehr oder weniger. Mehr geht leider nicht

Mit Beispielen ist das so eine Sache. Betroffene neigen dann gerne dazu, alles mit Detailarbeit zu zerfleddern und sich über Scheingefechte und Nebenschauplätze zu retten mithilfe unseres beständigen Zeitschwundes. Juristen ganz besonders, denn die können dann noch §§ zuhilfe nehmen, die den wenigsten das sagen, was Sache ist ...

Wir können den von dir eingeworfenen Mangel auch einfacher wieder hinausbefördern:

Gibt es irgendeinen Konflikt, irgendeine Krise in unserer Gesellschaft, die nicht auf der Überforderung der einzig gewaltbefugten Macht beruht? (Ich halte auch Bankräuber und Amokläufer für "Ausgeburten" justiziellen Versagens, weil diese Kontrakräfte sich anders entwickelt hätten in einem entsprechend harmonischen, gerechten Umfeld! Menschliche Wesen sind keine Roboter, die willenlos und unbeirrbar, unbeeinflußbar ihren individuellen Konzepten folgen, die ihnen von anderen Individuen zur Menschwerdung aufgeprägt worden sind.)

Die notwendigen Maßnahmen, um all das zu bekämpfen, was im Grunde niemandem gefällt und den Profiteuren daraus nur, weil sie im "Ventilwesen" die notwendige Entlastung finden bei so viel Justizüberforderung, gegen die man scheinbar als Einzelner nichts ausrichten kann, stehen längst zur Verfügung! Sie sind mit wenigen "Kopfgriffen" nutzbar, auch für die Einfältigsten unserer Gesellschaft. Doch werden sie auch von Juristen nicht wahrgenommen und machtvoll unterdrückt von allen, die an den vielen Schwierigkeiten unserer Gesellschaft viel Nutzen für sich ziehen. (Hier rechne ich z. B: auch Ärzte, Polizisten und Psyxchotherapeuten dazu, genauso wie Internetplattformen, die Hilfe zur Selbstrummurkshilfe anbieten, die immer nur ein bißchen hilft und immer nur so weit, daß es das Tun der Mächtigen nicht angreift, die im gesamten Machtgefüge aktiv sind, nicht nur ganz oben. Auch ganz weit unten. (Schon mal mitbekommen, wieviel Einfluß ein Obdachloser im Feinkostgeschäft nimmt auf die Kundschaft, wenn er um ein Stück Brot und etwas Käse schnorrt mit seiner Alkoholfahne ...?)

Daß es allen immer nur um Mehr geht, ist wohl wahr und auch nicht vollkommen zu unterdrücken. Ohne dieses "Drängen" wäre nichts entstanden. Wohl aber könnten wir unseren Drang nach mehr -wie um uns herum bei allen anderen Erscheinungsformen der Schöpfung üblich- in ein rechtes Maß zwingen, das allen genug Zufriedenheit ermöglicht, die weitere Zufriedenheit nicht verunmöglicht. Insofern ginge sehr wohl mehr, mehr von dem, an das wir bisher zu wenig gedacht haben. Daß so mancher Lahmarsch in unserer Gesellschaft noch einiges mehr tun könnte, dem die vielen Blockaden recht willkommen sind, nur am Rande, doch daß wir uns dringend mit klügerem Erwartungsmanagement beschäftigen sollten, nicht.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 12:26

SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 12:07 hat geschrieben:
paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 11:59 hat geschrieben:[size=85]... was fehlt sind
  1. die Beispiele für unheilvolle Folgen und
  2. notwendige Maßnahmen, um sie nicht zu begünstigen statt sie zu bekämpfen.
Die Ausrede lass ich nicht gelten. Wer schreibt, der will Aussagen machen und verstanden werden.
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 12:56

paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 13:26 hat geschrieben:Die Ausrede lass ich nicht gelten. Wer schreibt, der will Aussagen machen und verstanden werden.

Was beflügelt dich, eine Information von mir, die mit normalem Verstand nachvollziehbar ist, der ja weitere Informationen folgen können, als "Ausrede" darzustellen? Mit einem Flügelschlag konnte noch keiner abheben. Da war er schon auf die Vorstellungskraft seines Gegenübers angewiesen.

Falls dir tatsächlich keine Beispiele für unheilvolle Folgen einfallen, hier im schwarzen Kasten ein kurzer, prägnanter Umriß ...

Auf die notwendigen, defakto machbaren Maßnahmen, die all das nicht begünstigen, sondern hochwirksam bekämpfen, habe ich auch in diesem Forum schon so oft hingewiesen, daß es mir zum Hals heraushängt, sie immerwieder Leuten zu präsentieren, die versuchen, mit einem Flügelschlag abzuheben.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 14:15

SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 12:56 hat geschrieben:
paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 13:26 hat geschrieben:Die Ausrede lass ich nicht gelten. Wer schreibt, der will Aussagen machen und verstanden werden.

Was beflügelt dich, eine Information von mir, die mit normalem Verstand nachvollziehbar ist, der ja weitere Informationen folgen können, als "Ausrede" darzustellen? Mit einem Flügelschlag konnte noch keiner abheben. Da war er schon auf die Vorstellungskraft seines Gegenübers angewiesen.

Falls dir tatsächlich keine Beispiele für unheilvolle Folgen einfallen, hier im schwarzen Kasten ein kurzer, prägnanter Umriß ...

Auf die notwendigen, defakto machbaren Maßnahmen, die all das nicht begünstigen, sondern hochwirksam bekämpfen, habe ich auch in diesem Forum schon so oft hingewiesen, daß es mir zum Hals heraushängt, sie immerwieder Leuten zu präsentieren, die versuchen, mit einem Flügelschlag abzuheben.
... so man hat. Mir gebricht´s offenbar. Nixx für ungut

... und nixx ist einfacher als Eigenzitate
Zuletzt geändert von paradoxx am Fr 14. Mär 2014, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 17:57

Hallo paradoxx, so erbärmlich ist noch keiner vor mir zusammengebrochen, nachdem ich nach meinem "Schwarzen Schlappen" gegriffen habe. (Geworfen hatte ich ja noch gar nicht ...)

Was spricht dagegen, sich das Leben einfacher zu machen? Glaubst Du, Jesus hätte alle satt machen können bei der wundersamen Brotvermehrung, hätte er jedem erst sein Brot gebacken und für jeden einen Fisch gefangen ...?

        Mathäus Kapitel 14 die Verse 15 bis 21: "Und als es Abend geworden, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlass das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig hinzugehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. Er sprach: Bringt sie mir hierher! Und er befahl dem Volk, sich in das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach und gab den Jüngern die Brote, die Jünger aber gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was übrig blieb an Brocken, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa fünftausend Männer, ohne Frauen und Kinder."

Daß meine weißen Worte im schwarzen Kasten dich so fertig gemacht haben, tut mir leid. Aber Du wolltest es ja so.

Meine Deutung der wundersamen Brotvermehrung ist übrigens ein wenig blasphemisch. Nachdem im Klerus aber schon lange nichts mehr so recht ist, wie mir als Ministrant weisgemacht worden ist, darf ich mal: Das Volk bestand schon damals aus Rindviechern, die sich beim Anblick der schmatzenden Jünger einbildeten, das Gras, das sie rupften und sich in den Schlund stopften, sei das Brot vor ihrer Nase und gelegentliches Schneckenwerk der Fisch ...
Zuletzt geändert von SIRENE am Fr 14. Mär 2014, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Fr 14. Mär 2014, 18:36

SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 17:57 hat geschrieben:
Meine Deutung der wundersamen Brotvermehrung ist übrigens ein wenig blasphemisch. Nachdem im Klerus aber schon lange nichts mehr so recht ist, wie mir als Ministrant weisgemacht worden ist, darf ich mal: Das Volk bestand schon damals aus Rindviechern, die sich beim Anblick der schmatzenden Jünger einbildeten, das Gras, das sie rupften und sich in den Schlund stopften, sei das Brot vor ihrer Nase und gelegentliches Schneckenwerk der Fisch ...
Blasphemie ist das Gebot der Stunde, Sirene.

Hier zerbricht sich so mancher den Kopf über das, was andere sich vorstellen und würden am liebsten ändern, was Jahrtausende wuchs und sich mehrte. Aber das Thema ist "Demokratie" und die Vorstellung davon, und wie man Teile davon realisiert. Ich setze auf pluralistische und repräsentative Parlamente. Das mag nicht alles sein, aber ohne ist alles nixx.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 19:50

Du hattest den Art. 137 GG schonmal verlinkt. Ich wollte dich noch fragen, warum dir das so wichtig ist, weil ich nicht viel damit anfangen konnte. Bei der Konzentration auf anderes verschwand meine Neugier dann.

Was ist am Repräsentieren so wichtig? Setzen nicht alle schon viel zu lange auf Pluralismus und Palaver-Repräsentanz? "Parlamentarismus" entsteht in Systemen ja automatisch durch Machtinteressen, die alle Einzelaktivitäten beherrschen, und durch damit verbundene Gruppenbildungen mit immer ausgeprägteren "Einflußformen" nach oben hin. (Die höchste bei uns bekannte Einflußform ist das Kabinett, sieht man mal von den verborgenen Formen ab, die unser Wirtschaftsleben dirigieren.)

Unser Change Management-Bewußtsein erschöpft sich im Schielen auf andere, von denen wir Änderungen verlangen. Das ist ein sehr schwerer Fehler, den ich mit diesem Thread bewußt machen will. Im besten Fall schafft es tatsächlich ein repräsentativer Querschnitt in die Parlamente, doch ist auch dieser Mechanismus durch die selbe Mißverständigung erschwert, wie die zwischen Einzelwesen, die noch sehr viel direkter darauf Einfluß nehmen könnten und damit sehr viel mehr bewegen würden in die richtige Richtung wie die von der Masse Ermächtigten über Zaubersprüche von oben herab und oft sehr weit weg von der Basis.
Zuletzt geändert von SIRENE am Fr 14. Mär 2014, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 20:28

Was Mächtige wollen in Gesellschaften, läßt sich nicht mit Parlamenten steuern, schon gar nicht mit Regierungen daraus, wenn 51% Mehrheitler gegen Unterlegene agieren müssen, die aufgrund von jede Menge Propaganda etwas weniger Glück hatten. Gesellschaften ließen sich mit der einzig gewaltbefugten Macht steuern, wenn das Volk erkennen würde, daß jeder Einzelne dazu ermächtigt und in der Lage ist.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Sa 15. Mär 2014, 12:11

SIRENE » Fr 14. Mär 2014, 19:50 hat geschrieben:Du hattest den Art. 137 GG schonmal verlinkt. Ich wollte dich noch fragen, warum dir das so wichtig ist, weil ich nicht viel damit anfangen konnte. Bei der Konzentration auf anderes verschwand meine Neugier dann.
Hallo Sirene, wie wär`s damit?
Zuletzt geändert von paradoxx am Sa 15. Mär 2014, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Sa 15. Mär 2014, 19:16

Ich habe dir in deinem Thread geantwortet, auch wenn sich mir immer noch nicht entheimnisselt, welche Bedeutung der Art. 137 GG für die Verringerung unserer "Demokratie von oben" hat.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » So 16. Mär 2014, 10:54

SIRENE » Sa 15. Mär 2014, 19:16 hat geschrieben:Ich habe dir in deinem Thread geantwortet, auch wenn sich mir immer noch nicht entheimnisselt, welche Bedeutung der Art. 137 GG für die Verringerung unserer "Demokratie von oben" hat.
Was soll man jemandem antworten, dem sich das nicht erschließt? Die Artenvielfalt ist schon ein Wert an sich, aber wer sich noch an seinen letzten Behürdenlauf erinnert, wird das Unbehagen nicht los, dass ausnahmslos diese Spezies ...

... und dass die Pensionsprivilegien anachronistisch sind, wird selbst ein Unverhartzbarer nicht bestreiten, aber wer soll die Mehrheit in der Willensbildung entsprechend ändern, wenn die sich selbst kontrollierenden Kontrolleure ...

Im Zweifel hilft Nachdenken, wenn man nicht von Amts wegen sich´s hat versagen müssen von der Pike auf.
Zuletzt geändert von paradoxx am So 16. Mär 2014, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » So 16. Mär 2014, 19:53

paradoxx, ist es wirklich so, daß Du dir selbst keinen Einfluß gönnst auf das Tun anderer, die dir mit Rechtsgewalt kraft eines Amtes oder in Ausführung eines Auftrages der Staatsmacht gegenübertreten? Soll der Bürger wirklich nicht mehr als ein händeringendes "BITTE, BITTE!" nach oben schicken dürfen ...?

Etwas an der Privilegisierung unserer Hoheitskräfte zu ändern, ist für mich nachrangig. Der Bürger könnte dafür sorgen, genau das von Beamten und "Ödis" zu bekommen, was unserem mal demokratisch konzipierten Rechtsstaat Recht ist. Das wäre schon mal sehr viel und brächte einiges Andersdenken in Bewegung. Das würde die vielen Menschen in Behörden, Ämtern und Gerichten zum Umdenken zwingen.

Systeme,
die ihren Kontrolleuren überlassen,
sich selbst zu kontrollieren, ist auf Selbstzerstörung programmiert.


Bei uns wird sich erst was auf den Druck der Masse hin ändern. Alles anderes ist utopischer Schwachsinn von Hosenschei§ern.
Zuletzt geändert von SIRENE am So 16. Mär 2014, 19:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Mo 17. Mär 2014, 10:46

SIRENE » So 16. Mär 2014, 19:53 hat geschrieben:paradoxx, ist es wirklich so, daß Du dir selbst keinen Einfluß gönnst auf das Tun anderer, die dir mit Rechtsgewalt kraft eines Amtes oder in Ausführung eines Auftrages der Staatsmacht gegenübertreten? Soll der Bürger wirklich nicht mehr als ein händeringendes "BITTE, BITTE!" nach oben schicken dürfen ...?

Etwas an der Privilegisierung unserer Hoheitskräfte zu ändern, ist für mich nachrangig. Der Bürger könnte dafür sorgen, genau das von Beamten und "Ödis" zu bekommen, was unserem mal demokratisch konzipierten Rechtsstaat Recht ist. Das wäre schon mal sehr viel und brächte einiges Andersdenken in Bewegung. Das würde die vielen Menschen in Behörden, Ämtern und Gerichten zum Umdenken zwingen.

Systeme,
die ihren Kontrolleuren überlassen,
sich selbst zu kontrollieren, ist auf Selbstzerstörung programmiert.


Bei uns wird sich erst was auf den Druck der Masse hin ändern. Alles anderes ist utopischer Schwachsinn von Hosenschei§ern.
Verständigung bedarf bilateraler Voraussetzungen; die gilt es zu testen und sich ggf. nolensvolens anzupassen. Wie wär´s hiermit?
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 18. Mär 2014, 08:37

paradoxx » Mo 17. Mär 2014, 11:46 hat geschrieben:Verständigung bedarf bilateraler Voraussetzungen; die gilt es zu testen und sich ggf. nolensvolens anzupassen. Wie wär´s hiermit?

Auch damit umfährst Du eine schlagkräftige Benutzung des wesentlichen Verhaltenssteuerers aller demokratisch konzipierten Gemeinschaften durch den Einzelnen, der mit Massengewalt (bei einem Gleichtun vieler) unendlich mehr in die richtige Richtung bewegen würde wie alles andere, was wir bisher angedacht und ausprobiert haben ...!!

Die wundervollen Vereinbarungen des Volkes, die Deutschland eines der besten Regelwerke der Welt bescherten, taugen nur bei rechtschaffenen Menschen als Ziele, als Leitplanken und Schilder auf ihren vielfältigen Verkehrswegen, und wirklich nur bei den Menschen, die sich an diese "Glücksberge-StVO" halten. Die sind aber nicht das Problem und waren das auch noch nie. Was uns zu schaffen macht, sind immer Abgreifer, Beschei§er, die immer mehr Macht saugen und die Vermögensschere immer weiter auseinander drücken. Auf die muß sich das alles ja auswirken wegen unserer Allesbindung an die Penunze. Und nur deren "Umfrisierung" durch eine entsprechende Macht, wird so viel ändern, daß Deutschland wieder aufatmen kann!
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Di 18. Mär 2014, 10:45

SIRENE » Di 18. Mär 2014, 08:37 hat geschrieben:
paradoxx » Mo 17. Mär 2014, 11:46 hat geschrieben:Verständigung bedarf bilateraler Voraussetzungen; die gilt es zu testen und sich ggf. nolensvolens anzupassen. Wie wär´s hiermit?
... sind immer Abgreifer, Bescheißer, die immer mehr Macht saugen und die Vermögensschere immer weiter auseinander drücken.[/color][/b] [...] Und nur deren "Umfrisierung" durch eine entsprechende Macht, wird so viel ändern, daß Deutschland wieder aufatmen kann!
In Umerziehungslagern? Macht korrumpiert. Immer & überall. Nocheinmal im Klartext zum Mitdenken: Demokratie ist die
meistmissbrauchte Vokabel; euphemistischer Weise hieß denn auch das jüngste Gewaltregime

    Deutsche
    Demokratische
    Republik

... und die klugen Verfasser des GG und Überlebenden des zweiten Weltkriegs hatten es uns ins
Stammbuch geschrieben:

    „Soviel Staat wie nötig und sowenig wie möglich“

Unseren Erfahrungen mit Staatsterrorismus, Real- & Nationalsozialismus, StaSi & GeStaPo ist
nicht viel hinzuzufügen und unser beider Kontroverse, Sirene, auch nicht; die Umstände können
mit diffusen Umschreibungen nicht beschönigt werden.

Wenn abertausend Unverhartzbare etwa damit beschäftigt sind, Verhartzte millionenfach zu
kriminalisieren und sich solchen Erfolgs brüsten, dann ist das nur eine Spielart mehr, die unserer
Tage. Gib einem ein Gewaltmonopol und vernachlässige die demokratische Kontrolle, und schon
hast du das Desaster.

… aber Du siehst das offenbar anders, und nie ist einer allein.

Die Väter unserer Generation sind im Krieg gefallen, wir wurden „evakuiert“ in Feindesland, nur
langsam entwickelte sich dann wieder eine Gemeinde und gegenseitiges Vertrauen. Unsere Mütter
& Großmütter warnten uns vor den Mittelmäßigen & Willfährigen, die plötzlich und unerwartet
immer schon dagegen gewesen waren und schwupps wieder ihr Pöstchen hatten. „Kinder, macht
einen Bogen um die Liebediener jedweder Staatsmacht so gut ihr eben könnt. Ihresgleichen
machen alles, was sie einer heißt, der von Berufs wegen auch nicht darüber nachdenkt. C’est la vie.“
Zuletzt geändert von paradoxx am Di 18. Mär 2014, 13:56, insgesamt 2-mal geändert.
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)

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