Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

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oga
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon oga » Mi 24. Nov 2021, 22:18

Platon hat geschrieben:(23 Nov 2021, 00:14)

Bei anderen Impfungen ist das ja auch kein Problem.

Die Impfgegner führen einen Kampf den sie am Ende nur verlieren können. Je erfolgreicher sie sind umso eher kommt die Impfpflicht. Am Ende werden alle geimpft sein, die Frage ist nur, wie lange es dauert und wie sehr man sich dabei anstellt.

Ich sag's mal so: Wenn die Politik die Impfpflicht in dem Moment eingeführt hätte, als es bereits genügend Dosen gab, wäre alles viel ruhiger und gediegener verlaufen. Aber man hat viel zu lange 'rumgeeiert, die Selbstverantwortung hochgehalten und nun haben wir den Salat.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Mi 24. Nov 2021, 22:33

oga hat geschrieben:(24 Nov 2021, 22:18)
Aber man hat viel zu lange 'rumgeeiert, die Selbstverantwortung hochgehalten und nun haben wir den Salat.

Vielleicht bekommen wir bald sogar noch mehr Salat:

WHO: Vakzine reduzieren Delta-Übertragung nur um 40 Prozent

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-263.html#WHO-Vakzine-reduzieren-Delta-Uebertragung-nur-um-40-Prozent

Sind 40% Argument genug für eine Impflicht, die womöglich für ALLE gelten soll?


WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus:
"Wir sind besorgt über das falsche Gefühl der Sicherheit, dass die Impfstoffe die Pandemie beendet hätten und Geimpfte keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssten"
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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oga
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon oga » Mi 24. Nov 2021, 22:40

Uffhausen hat geschrieben:(24 Nov 2021, 22:33)

Sind 40% Argument genug für eine Impflicht, die womöglich für ALLE gelten soll?

Aber ja.
Bei einer allgemeinen Mobilmachung wird auch nicht alles der Selbstverantwortung überlassen.
I guess I should warn you, if I turn out to be particularly clear, you've probably misunderstood what I've said.
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Bielefeld09
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Bielefeld09 » Do 25. Nov 2021, 00:18

franzmannzini hat geschrieben:(22 Nov 2021, 02:18)

Ich bin bereit:
https://www.deutschlandinzahlen.de/no_c ... tart%5D=45
2.500 Tote in Deutschland pro Tag hinzunehmen.

Ihre Tabelle geht bis 2019 und gibt die Sterbezahlen nur bis dahin an.
2020 und 2021 werden sicherlich für sie von besonderen Interesse sein.
Die Daten liegen aber anscheinend nicht vor.
Oder wollten Sie sich über die Masernimpfpflicht austauschen?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Atue001 » Do 25. Nov 2021, 00:38

Uffhausen hat geschrieben:(24 Nov 2021, 22:33)

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-263.html#WHO-Vakzine-reduzieren-Delta-Uebertragung-nur-um-40-Prozent

Sind 40% Argument genug für eine Impflicht, die womöglich für ALLE gelten soll?



Ja.
Denn wären 100% geimpft, hätten wir ohne jegliche Beschränkungen zwar durchaus noch immer viele, die an Corona erkranken - aber nur relativ wenige, die zu Intensivpatienten werden.
Der Schutz vor einer ernsthaften Erkrankung liegt bei einem vollständig geimpften (inkl. booster) deutlich oberhalb von 80%.
Dazu kommt, dass Menschen mit Impfschutz zwar die Delta-Variante übertragen können - dass sie das aber typischerweise nur in einem deutlich kleineren Zeitfenster tun. Und: Die Viruslast ist geringer - zwar wird das Virus weitergegeben - aber die Anzahl an Infizierten ist geringer, als bei einer vergleichbaren Situation nur mit ungeimpften.....

Für unser Gesundheitssystem brauchen wir einen Zustand, in dem es nicht durch die Entwicklungen der Infektionen mit Corona überfordert wird. Schaffen wir das nicht, sterben Menschen.
Für unser Wirtschaftssystem brauchen wir einen Zustand, in dem möglichst wenig Einschränkungen wegen Corona notwendig sind - schaffen wir das nicht, gehen Menschen, Firmen und ganze Wirtschaftszweige den Bach runter und pleite.
Für unsere Freiheit brauchen wir einen Zustand, indem der Staat nicht notwendigerweise immer wieder freiheitsbeschränkende Maßnahmen ergreifen muss.


Man kann diesen Zustand über die Einsicht erreichen - wenn aber Menschen sich gegenüber der Wissenschaft und gegenüber rationalen Argumenten in zu großer Zahl schlichtweg verweigern - dann bleibt nur die Impfpflicht, damit wir wieder mehr Freiheit, mehr Wirtschaft und mehr Gesundheit für alle bekommen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Bielefeld09 » Do 25. Nov 2021, 00:50

Atue001 hat geschrieben:(25 Nov 2021, 00:38)

Ja.
Denn wären 100% geimpft, hätten wir ohne jegliche Beschränkungen zwar durchaus noch immer viele, die an Corona erkranken - aber nur relativ wenige, die zu Intensivpatienten werden.
Der Schutz vor einer ernsthaften Erkrankung liegt bei einem vollständig geimpften (inkl. booster) deutlich oberhalb von 80%.
Dazu kommt, dass Menschen mit Impfschutz zwar die Delta-Variante übertragen können - dass sie das aber typischerweise nur in einem deutlich kleineren Zeitfenster tun. Und: Die Viruslast ist geringer - zwar wird das Virus weitergegeben - aber die Anzahl an Infizierten ist geringer, als bei einer vergleichbaren Situation nur mit ungeimpften.....

Für unser Gesundheitssystem brauchen wir einen Zustand, in dem es nicht durch die Entwicklungen der Infektionen mit Corona überfordert wird. Schaffen wir das nicht, sterben Menschen.
Für unser Wirtschaftssystem brauchen wir einen Zustand, in dem möglichst wenig Einschränkungen wegen Corona notwendig sind - schaffen wir das nicht, gehen Menschen, Firmen und ganze Wirtschaftszweige den Bach runter und pleite.
Für unsere Freiheit brauchen wir einen Zustand, indem der Staat nicht notwendigerweise immer wieder freiheitsbeschränkende Maßnahmen ergreifen muss.


Man kann diesen Zustand über die Einsicht erreichen - wenn aber Menschen sich gegenüber der Wissenschaft und gegenüber rationalen Argumenten in zu großer Zahl schlichtweg verweigern - dann bleibt nur die Impfpflicht, damit wir wieder mehr Freiheit, mehr Wirtschaft und mehr Gesundheit für alle bekommen.

Sie haben doch alles beschrieben.
Es reicht aus um den Impfdruck auszuüben, alles zu verbieten.
Es wäre aber besser eine allgemeine Impflicht einzuführen.
Das wäre die Freiheit für die Ungeimpften.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Nov 2021, 04:29

Atue001 hat geschrieben:(25 Nov 2021, 00:38)
Ja.
Denn wären 100% geimpft, hätten wir ohne jegliche Beschränkungen zwar durchaus noch immer viele, die an Corona erkranken - aber nur relativ wenige, die zu Intensivpatienten werden.
Der Schutz vor einer ernsthaften Erkrankung liegt bei einem vollständig geimpften (inkl. booster) deutlich oberhalb von 80%.
Dazu kommt, dass Menschen mit Impfschutz zwar die Delta-Variante übertragen können - dass sie das aber typischerweise nur in einem deutlich kleineren Zeitfenster tun. Und: Die Viruslast ist geringer - zwar wird das Virus weitergegeben - aber die Anzahl an Infizierten ist geringer, als bei einer vergleichbaren Situation nur mit ungeimpften.....

100%ige Impfquote, wären, hätten, können, aber...WEN willst du damit überzeugen? Realisten wie mich erreichst du damit jedenfalls nicht. In meiner Welt führen viele Wege nach Rom und jeder kann selbst entscheiden und selbst verantworten, welchen Weg er wählt. Und wenn jetzt schon Juristen öffentlich davon schwadronieren, Menschen ihre Führerscheine wegzunehmen, wenn sie sich nicht impfen lassen und ihren geistigen Dünnschiss damit schönreden, dass das ja schließlich verfassungsmäßig unbedenklicher wäre als eine Gefängnisstrafe, dann laufen in diesen meinen unserern Wegen einige in die grundlegend falsche Richtung.

Für unser Gesundheitssystem brauchen wir einen Zustand, in dem es nicht durch die Entwicklungen der Infektionen mit Corona überfordert wird.

Da widerspreche ich gar nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass man hierfür insgesamt bestimmte Voraussetzungen benötigt, die an genaue Informationen gekoppelt sind.

Das Landesgesundheitsamt BW will bspw. keine genauen Angaben mehr zum Impfstatus der Infizierten mehr liefern (Hinweis zur Einstellung der Berichterstattung von Inzidenzen nach Impfstatus, bei Bedarf dem Link zur Pressemitteilung folgen).

Für Deutschland können wir somit nicht mehr genau sagen, inwieweit sich das Impfdurchbruchsgeschehen entwickelt. Aber wir debattieren, diese Ungenauigkeit bewusst ignorierend, dennoch über Impfpflichten, als könne man sich diesbezüglich auf endgültige und unveränderbare Fakten beruhen. So geht's definitiv nicht!

Für unser Wirtschaftssystem brauchen wir einen Zustand, in dem möglichst wenig Einschränkungen wegen Corona notwendig sind - schaffen wir das nicht, gehen Menschen, Firmen und ganze Wirtschaftszweige den Bach runter und pleite.

Die Wirtschaft ist aufgrund des Internets und des dementsprechend veränderten Kaufverhaltens der Menschen in einem stetigem, gravierenden Wandel - das hat alles nichts mit Corona zu tun, bzw. die Lockdowns haben diesen Wandel vielmehr verdeutlicht und die darausfolgenden Probleme für den stationären Handel allerdeutlichst aufgezeigt.

Niemand wird gezwungen, billiger und bequemer übers Internet einzukaufen und die ausgebildeten Menschen in den Fachgeschäften vor Ort in die Arbeits- und Existenzlosigkeit zu treiben. Entweder überlegen, denken und unternehmen wir was, oder wir stellen uns weiters dumm und dämlich und lassen's.

Für unsere Freiheit brauchen wir einen Zustand, indem der Staat nicht notwendigerweise immer wieder freiheitsbeschränkende Maßnahmen ergreifen muss.

Für unsere Freiheit können wir selbst allerdings auch jede Menge Beiträge leisten, ohne dass der Staat, bzw. die Politik uns vorschreiben muss, was wir zu tun oder zu lassen haben oder zu bestimmen, was richtig und was falsch für uns ist. Wozu besuchen wir bspw. Schulen - damit was für's Leben lernen oder nur weil wir bewertet werden wollen?

Gerade in und wegen der Pandemie sollten wir mittlerweile viel gelernt haben. Haben wir das auch? Oder haben wir's schon wieder vergessen? Ist uns wieder alles egal geworden? Immer mehr versteifen sich auf eine Impfpflicht - obgleich dieser Gedanke vor einiger Zeit noch als abwegiger, lächerlicher Verschwörungsschwurbel galt. Ich würde gerne drüber lachen, aber es ist langsam echt nicht mehr lustig.

Man kann diesen Zustand über die Einsicht erreichen - wenn aber Menschen sich gegenüber der Wissenschaft und gegenüber rationalen Argumenten in zu großer Zahl schlichtweg verweigern - dann bleibt nur die Impfpflicht, damit wir wieder mehr Freiheit, mehr Wirtschaft und mehr Gesundheit für alle bekommen.

Wir können also nur Freiheit erfahren, wenn wir uns gefangen nehmen lassen? Derart widersprüchlicher Natur sind auch die meisten Verschwörungstheorien, denk' mal drüber nach...
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Ebiker » Do 25. Nov 2021, 07:21

Folgen sie den Anweisungen
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Papaloooo » Do 25. Nov 2021, 07:26

Eigentlich gehören in die Überschrift 3 Worte:
- Impfdruck: Benachteiligung für die Nichtgeimpften
- Impfplicht: Bestrafung (Geld/Knast) für die Nichtgeimpften
- Impfzwang: Zwangsimpfung (also abführen, festschnallen, knebeln und impfen)

Und nicht zu vergessen: Gesundete haben ja auch eine Immunität.
Diese sollte aber eigentlich am Titer festgemacht werden,
nicht stur 6 Monate nach der Infektion fehle jeglicher Schutz.

Aber das wäre anderes Thema,
das von diesem Thema allerdings nicht abgekoppelt
betrachtet werden kann und darf.
Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte,
doch dieser ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon petit.manni » Do 25. Nov 2021, 08:07

Zitat : Wir können also nur Freiheit erfahren, wenn wir uns gefangen nehmen lassen?


Ps : Also ich kann ja nur von meiner Empfindung heraus einordnen dazu, ... sowie auch nur aus meinem direkten
Lebensumfeld heraus betrachtend ... detaillierter erzählen dazu .

Da ist es eher so , das wir gefühlt nur einen Gegner haben der Gefangene macht und das ist das Virus .
Die Impfstoffe sowie das Impfen empfinden wir diesbezüglich eher als Weg heraus , ... aus dieser Geiselhaft .

Mir scheint , die Debatte artet seitens der Impfverweigerer so langsam aus . Als wollten Sie per tue ... ihren
falschen Standpunkt dazu .... nicht einsehen wollen .

So langsam nervt mich deren Einstellung und jegliche diesbezügliche Debatte generell dazu . Wir kommen
da nur mit einer hohen Impfquote heraus ... und dazu braucht es gesamt Gesellschaftlichen Konsens .

Die Krankenhäuser machen das keine 5 Jahre mehr so mit . ... das sollte man verstehen lernen .

Auch höre ich des Öfteren , das in vielen kleinen Betrieben immer noch die Impfgegner sehr hochnäsig sowie
oft auch fahrlässig ... provozierend gegenüber ihren Kollegen auftreten . ... Manchen Zeitgenossen fehlt es
diesbezüglich wohl an Sensibilität .

So langsam reichts . :mad: :mad: :mad:
Suche ... Weisheit ... Respekt ... und Mitgefühl ... in deinem Leben .
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon discipula » Do 25. Nov 2021, 09:02

franzmannzini hat geschrieben:(24 Nov 2021, 18:44)

Einerseits will man den Ungeimpften weniger versorgen und andererseits will man denen eine Kostenbeteiligung überhelfen.
Ob den auch beides geht ? :)


Die Ungeimpften haben nun schon die IMpfkampagnen solidarisch mit finanziert. und die sind bestimmt auch nicht gratis.

irgendwann ist auch mal gut mit dem Solidaritätsabbau.
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relativ
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon relativ » Do 25. Nov 2021, 09:49

Uffhausen hat geschrieben:(24 Nov 2021, 22:33)

Vielleicht bekommen wir bald sogar noch mehr Salat:


https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-263.html#WHO-Vakzine-reduzieren-Delta-Uebertragung-nur-um-40-Prozent

Sind 40% Argument genug für eine Impflicht, die womöglich für ALLE gelten soll?


WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus:

Jetzt über eine möglichest schnelle Einführung der allgemeinen Impfpflicht zu diskutieren ist eh müßig. Die wir so schnell nicht kommen , möglich wäre eine Teilimpfpflicht.
Nochmal Sinn und Zweck einer durchimpfung ist die Hospitaliiserung und schweren Verläufe der Covid erkrankung zu verhindern/verringern.
Dies schient bei einigen immer noch nicht richtig angekommen, daß Impfen diesbezüglich die beste Wahl ist.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Schnitter » Do 25. Nov 2021, 11:54

Heute morgen Anruf von meiner Mutter bekommen.

Ihre beste Freundin, Imfgegnerin, die meine Mutter ständig mit Videoschnippseln von Schwindelmann & Co genervt hat liegt Corona positiv mit Lungenentzündung im Krankenhaus.

Noch nicht auf intensiv aber der Zustand hat sich schnell vom Hüsterchen weiterentwickelt. Ich hoffe es wird nicht schlimmer.

Läuft, bei den Aluhüten.

Das schlimme ist eigentlich dass man die Sektengurus nicht drankriegen kann, die zu nicht geringem Maße Blut an den Händen haben.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Schnitter » Do 25. Nov 2021, 12:01

Liberty hat geschrieben:(24 Nov 2021, 14:02)
Mir kommt das Zeug nicht in den Körper. 100% unvaccinated. :thumbup:


Da kannst du stolz darauf sein dass du so ein heldenhafter Revolutionär bist.

Bist du auch stolz darauf dass wegen Nulldenkern wie dir jetzt in NL die Chemotherapien ausgesetzt werden ?

Ich hoffe doch.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Nov 2021, 12:45

petit.manni hat geschrieben:(25 Nov 2021, 08:07)
Mir scheint , die Debatte artet seitens der Impfverweigerer so langsam aus . Als wollten Sie per tue ... ihren
falschen Standpunkt dazu .... nicht einsehen wollen .

1. Ich bin geimpft - vollständig = und boostern lassen habe ich mich bereits, als dieser Begriff noch gar nicht alltagstauglich war. Als der Mehrheit unserer Gesellschaft Corona noch sch...egal war; weil die Inzidenzen und Hospitalisierungsraten so niedrig und somit zu vernachlässigen waren; weil alles wieder gelockert/geöffnet war, weil der private Urlaub und das persönliche Vergnügen wichtiger war, als sich impfen zu lassen; weil sämtliche begründete, bestehende und anstehende Corona-Sorgen - nicht nur von der Politik! - bewusst ignoriert wurden.

2. Bin ich kein Impfverweigerer - ich lehne lediglich eine gesetzliche Impfpflicht ab - auf Berufsgruppen allein wie auch für alle geltend bezogen. Nur weil Politiker, Mediziner, Wissenschaftler und ansonsten öffentlichkeitsgeile Immerallesbesserwisser aus dem Nichts heraus populistisch und hetzterisch bspw. von einer "Pandemie der Ungeimpften" quatschen, damit aber vor allem die bislang nicht impfbaren Kinder zu Pandemietreibern erklären; oder weil aus dem Nichts heraus eine Impfpflicht in Erwägung gezogen wird, obgleich man sich noch vor Monaten über diesen Verschwörungsglauben der Corona-Leugner entsetzlich echauffiert hat.

3. Jeder weiß, dass eine Impflicht auf die Schnelle gar nicht durchsetzbar ist und organisatorisch auf die Schnelle schon gleich gar nicht umsetzbar ist. Die aktuellen Impfwilligen können schließlich nicht ausreichend mit Impfstoffen versorgt werden; viele müssen stundenlang Schlange stehen um dann ungepikst nach Hause gehen zu müssen. Daran sind freilich auch nur die Ungeimpften/Impfgegener Schuld.

Weswegen regt ihr euch eigentlich alle so auf? Laut Gesundheitsminister Spahn ist es beschlossene Sache:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/pressekonferenz-spahn-biontech-moderna-lieferungen-100.html
Am Ende des Winters ist jeder geimpft, genesen oder gestorben.

Wartet noch ein Wochen ab, dann seit ihr sie los. ALLE. Oder meint ihr auf einmal, der olle Spahn quasselt Dummfug oder lügt wie gedruckt? Uns' Jensi? Nun, seine "Pandemie der Ungeimpften"-Meinungsvorgabe habt ihr ihm doch auch abgekauft und lebt, bzw. argumentiert danach! Was denn nun, hm?

Die Krankenhäuser machen das keine 5 Jahre mehr so mit . ... das sollte man verstehen lernen .

Es ist einfach nur heuchlerisch, dass man sich erst jetzt, in einer sich immer weiter zuspitzenden Notlage urplötzlich um das Gesundheitssystem sorgt. Wo waren diese Sorgen noch im Sommer? Oder wo waren sie, als Corona noch gar nicht die Welt beherrschte? Ich arbeite in der Altenpflege und alles, womit mich meine saubere und verantwortwortungsbewusste Restgesellschaft bislang bedachte war, dass die geklatscht haben, wozu sie die Medien allerdings erst auffordern mussten und wo nach der 1. Welle auch nichts mehr kam; nur zu 1/3 erhielten meine Mitstreiter und ich damals unsere (ebenfalls einmaligen!) Coronaprämien aus Steuermitteln, zu mehr war die Gesellschaft nicht bereit, die anderen 2/3 mussten Kassen und Einrichtungen selbst besorgen. Ansonsten habe ich vielfach öffentliche und gesellschaftliche Ablehnung erfahren: Was, du schaffst im Altenheim? Geh weg, ihr habt doch alle Corona!

Vielen Dank für Garnichts!

Auch höre ich des Öfteren , das in vielen kleinen Betrieben immer noch die Impfgegner sehr hochnäsig sowie
oft auch fahrlässig ... provozierend gegenüber ihren Kollegen auftreten . ... Manchen Zeitgenossen fehlt es
diesbezüglich wohl an Sensibilität .

Alle sich hochnäsig und fahrlässig und provizierend und unsensibel verhaltenden Mitmenschen sind also Impfgegner und/oder Corona-Leugner?

Und wenn sie gegen Corona pflichtimpfen würde, könnte man DAS abstellen?

Mein Gott, diese Impfstoffe sind echt für alles nutze. Schützen sie auch vor dem Klimawandel? Bewirken sie auch den Weltfrieden? Bestärken sie auch soziale Gerechtigkeit und geschlechtliche Gleichstellung? :cool:

So langsam reichts .

Wenigstens diesbezüglich teilen wir eine Meinung.
Zuletzt geändert von Uffhausen am Do 25. Nov 2021, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Nov 2021, 13:28

relativ hat geschrieben:(25 Nov 2021, 09:49)
Jetzt über eine möglichest schnelle Einführung der allgemeinen Impfpflicht zu diskutieren ist eh müßig. Die wir so schnell nicht kommen , möglich wäre eine Teilimpfpflicht.
Nochmal Sinn und Zweck einer durchimpfung ist die Hospitaliiserung und schweren Verläufe der Covid erkrankung zu verhindern/verringern.
Dies schient bei einigen immer noch nicht richtig angekommen, daß Impfen diesbezüglich die beste Wahl ist.

Ich persönlich befürchte eher, die vorwiegende Grundlage der Einstimmung in den Impflicht-Chor ist seitens der Gemipften vieleher die Angst, aufgrund einer immer wahrscheinlicher werdenden politischen Maßnahme namens Lockdown (für Alle) persönlich Nachteile im Alltag zu erfahren.

Die wenigsten argumentieren nämlich mit wissenschaftlichen Argumenten = weil diese auch gar nicht entsprechend vorhanden sind, weil es noch nie eine Impfpflicht gegen Corona gab, weswegen man auch nichts hat, worauf man sich zweifelsfrei berufen kann. Es gibt nur Prognosen, aber die müssen sich nicht bewahrheiten. Lockdown kennt man dagegen zur Genüge.

Holzhammermäßig und gebetsmühlenartig wird auf die Belastung des Gesundheitssystems oder die Lage auf den Intensivstationen verwiesen - wäre die aktuelle Welle nicht so schlimm, wäre das moralisierende Geschrei weniger bis völlig ausgeblieben. Vielen ist bewusst(er) geworden, sie können sich jetzt nicht mehr aus der Verantwortung rausschlawienern und gebaren sich entsprechend pflichtbewusst und zielorientiert. Allerding nur dieses Thema betreffen, nur als Momentaufnahme.

Viele andere Probleme dieser Welt ließen sich nicht minder via Pflichten in den Griff bekommen = aber dagegen wehrt man sich, auch die nunmehrigen Impfpflich-Verteidiger, man besteht auf die Freiheit der Selbstverantwortung - und Entscheidungsunabhängigkeit. Würde die Politik bspw. eine E-Auto-Pflicht oder zusätzliche Steuerabgabepflichten für Nicht-E-Autos einführen wollen, um auf diese Weise den Klimawandel zu bekämpfen, würde wohl die meisten Impfpflicht-Befürworter schneller an die Decke gehen, dass sich selbst die derzeitigen Impfpflicht-Gegner nur verwundert sie Augen reiben können.

Ja, es gibt Sachen, die sind dem Menschen weitaus und mit Abstand heiliger als persönliche/gesellschaftliche Gesundheit oder Pflichtbewusstsein, auch wenn es aktuell nicht den Eindruck macht... man sollte sich deswegen nichts vormachen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon relativ » Do 25. Nov 2021, 13:45

Uffhausen hat geschrieben:(25 Nov 2021, 13:28)

Ich persönlich befürchte eher, die vorwiegende Grundlage der Einstimmung in den Impflicht-Chor ist seitens der Gemipften vieleher die Angst, aufgrund einer immer wahrscheinlicher werdenden politischen Maßnahme namens Lockdown (für Alle) persönlich Nachteile im Alltag zu erfahren.
Auch das war Sinn und Zweck der maßnahemn eine normalisierung des Alltags. Natürlich spielt das ne Rolle was denn sonst und natürlich spielt auch eine Rolle , warum wir jetzt schon wieder über Lockdownmaßnahmen diskutieren. Hätten wir die hohe Zahl an ungeimpften in den Krankenhäusern nicht, würden wir uns jetzt über Lockdowns gar nicht unterhalten.

Die wenigsten argumentieren nämlich mit wissenschaftlichen Argumenten = weil diese auch gar nicht entsprechend vorhanden sind, weil es noch nie eine Impfpflicht gegen Corona gab, weswegen man auch nichts hat, worauf man sich zweifelsfrei berufen kann. Es gibt nur Prognosen, aber die müssen sich nicht bewahrheiten. Lockdown kennt man dagegen zur Genüge.
Oh je die Fakten auf den Intensivstationen werde ich nicht anzweifeln. Daraus erkennt man auch ohne medizinische Vorbildung ein Muster.
Holzhammermäßig und gebetsmühlenartig wird auf die Belastung des Gesundheitssystems oder die Lage auf den Intensivstationen verwiesen - wäre die aktuelle Welle nicht so schlimm, wäre das moralisierende Geschrei weniger bis völlig ausgeblieben. Vielen ist bewusst(er) geworden, sie können sich jetzt nicht mehr aus der Verantwortung rausschlawienern und gebaren sich entsprechend pflichtbewusst und zielorientiert. Allerding nur dieses Thema betreffen, nur als Momentaufnahme.
Gibt es für dich denn noch etwas wichtigeres als , daß was die Krankenhäuser und deren mitarbeiter mo. erleben. Nicht zu vergessen all die Nebenwirkungen ,wie z.B. verschobene Operationen und damit einhergehend eine mögliche höhere Jahressterberate ect.pp.

Viele andere Probleme dieser Welt ließen sich nicht minder via Pflichten in den Griff bekommen = aber dagegen wehrt man sich, auch die nunmehrigen Impfpflich-Verteidiger, man besteht auf die Freiheit der Selbstverantwortung - und Entscheidungsunabhängigkeit. Würde die Politik bspw. eine E-Auto-Pflicht oder zusätzliche Steuerabgabepflichten für Nicht-E-Autos einführen wollen, um auf diese Weise den Klimawandel zu bekämpfen, würde wohl die meisten Impfpflicht-Befürworter schneller an die Decke gehen, dass sich selbst die derzeitigen Impfpflicht-Gegner nur verwundert sie Augen reiben können.

Das ist Quatsch nur weil es auch viele andere Probleme auf der Welt gibt , soll man dioch nicht die die einem selbst betreffen vernachlässigen. Ich bin sowieso kurfristig eh für eine stärkere Einschränkung der freiwillig Ungeimpften. Quasi ein Lockdown für eben diese Gesellschaftsgruppe.

Ja, es gibt Sachen, die sind dem Menschen weitaus und mit Abstand heiliger als persönliche/gesellschaftliche Gesundheit oder Pflichtbewusstsein, auch wenn es aktuell nicht den Eindruck macht... man sollte sich deswegen nichts vormachen.
Wichtiger als die persönliche Gesundheit? Das wäre?
Beim Thema Impfen ist die Mehrheitsmeinung eher pro impfen
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Nov 2021, 14:31

relativ hat geschrieben:(25 Nov 2021, 13:45)
Gibt es für dich denn noch etwas wichtigeres als , daß was die Krankenhäuser und deren mitarbeiter mo. erleben. Nicht zu vergessen all die Nebenwirkungen ,wie z.B. verschobene Operationen und damit einhergehend eine mögliche höhere Jahressterberate ect.pp.

Ich dachte, es darf (derzeit) nichts Wichtigeres (für alle) geben - damit will man ja schließlich die Impflicht verteidigen.

Das ist Quatsch nur weil es auch viele andere Probleme auf der Welt gibt , soll man dioch nicht die die einem selbst betreffen vernachlässigen.

Was ist dann das eigentliche Problem vieler Geimpfter - das sie selbst betreffende Problem ist mittels ihrer Impfung doch gebannt.

Wir Geimpften sind doch eigentlich fein raus. Oder doch nicht?

Ich bin sowieso kurfristig eh für eine stärkere Einschränkung der freiwillig Ungeimpften. Quasi ein Lockdown für eben diese Gesellschaftsgruppe.

Dann reicht 2G und Ausgangssperre völlig aus, wozu eine Impfpflicht?

Wichtiger als die persönliche Gesundheit? Das wäre?

Geh' mal raus in die Welt und frage Raucher, warum sie rauchen, obgleich allgemein bekannt ist, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Mitmenschen und die Umwelt.

Raucher u. a. dürfte es eigentlich gar nicht geben, wäre dem Menschen seine Gesundheit am wichtigsten. Sie werden dir alle übereinstimmend zu verstehen geben, dass sie selbst über ihre Gesundheit bestimmen wollen und dürfen und du sie gefälligst in Frieden lassen sollst, sie würden schließlich nichts ungesetzliches tun, wenn sie rauchen.

Nicht anders verhält es sich doch beim impfen gegen Corona. Wenn man aus gesundheitlichen Gründen eine Impflicht gegen Corona einführt, dann müsste man doch auch u. a. eine generelles Rauchverbot aus gesundheitlichen Gründen aussprechen, oder nicht?

Sind Erkrankte Raucher weniger belastend für die Intensivmedizin, als an Covid erkrankte Ungeimpfte? Sind Rauchertote weniger wert, als Coronatote?

Wenn schon, denn schon. Das ständige Verteuern der Zigaretten mag vielleicht seine Wirkung zeigen, aber es ginge auch wesentlich schneller und effektiver. Was scheut man bei Rauchern, das man sich bei Impfgegnern traut?

Beim Thema Impfen ist die Mehrheitsmeinung eher pro impfen

Ja - und eine klare Mehrheit hat sich auch vor der nunmehrigen 4. Welle impfen lassen. Dass wir niemals ansatzweise eine 100%ige Impfquote erreichen werden war schon von Anfang an klar, aber seltsamerweise damals noch absolut kein Problem.
Dass in Zeiten von Herbst/Winter Atemwegserkrankungen wieder rapide zunehmen werden, weil sich das gesellschaftliche Leben wieder in geschlossene Räume verlagert, wissen wir auch nicht erst seit Corona. Aber heute stellt man sich allen Ernstes hin und behauptet, man habe ja nicht ahnen können und die Politik hätte informieren müssen... selber denken, selber wissen und selber lernen und dementsprechend selbst Verantwortung übernehmen ist - demokatisch bedingt - verpönnt und als Konsequenz daraus haben wir die derzeitige Lage, die von der gesellschaftlichen Mehrheit als große, unerwartete und ungewollte Überraschung dargestellt wird. Also, ich fühl' mich darumhalber mehr als verarscht.
Zuletzt geändert von Uffhausen am Do 25. Nov 2021, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon relativ » Do 25. Nov 2021, 14:43

Uffhausen hat geschrieben:(25 Nov 2021, 14:31)

Ich dachte, es darf (derzeit) nichts Wichtigeres (für alle) geben - damit will man ja schließlich die Impflicht verteidigen.
Keine Ahnung für mich steht mom. eine Impfpflicht nicht an erster Stelle, sondern Maßnahmen das die Impfquote erhöht wird und dies schneller als wir ein mögliches Gesetz zur allgemeinen Impfpflicht dürchbringen würden.


Was ist dann das eigentliche Problem vieler Geimpfter - das sie selbst betreffende Problem ist mittels ihrer Impfung doch gebannt.

Wir Geimpften sind doch eigentlich fein raus. Oder doch nicht?
Wenn dies so wäre, dann würden jetzt nicht wieder Lockdowns für alle staat finden bzw. darüber nachgedacht werden



Dann reicht 2G und Ausgangssperre völlig aus, wozu eine Impfpflicht?
Ja für die Ungeimpften ...

Geh' mal raus in die Welt und frage Raucher, warum sie rauchen, obgleich allgemein bekannt ist, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Mitmenschen und die Umwelt.
Welche Erkenntnis soll mir dies jetzt, bei der aktuellen Frage der Bekämpfung der Pandemie, bringen?

Raucher u. a. dürfte es eigentlich gar nicht geben, wäre dem Menschen seine Gesundheit am wichtigsten. Sie werden dir alle übereinstimmend zu verstehen gaben, dass sie selbst über ihre Gesundheit bestimmen wollen und dürfen und du sie gefälligst in Frieden lassen sollst, sie würden schließlich nichts ungesetzlichen tun, wenn sie rauchen.
Deshalb wird es auch schwierig sein eine allgemeine Impfpflich zu begründen, aber nicht unbedingt wegen des Rauchens als Privatvergnügens, sondern eher wegen der körperlichen Unversehrtheit durch Dritte.

Nicht anders verhält es sich doch beim impfen gegen Corona. Wenn man aus gesundheitlichen Gründen eine Impflicht gegen Corona einführt, dann müsste man doch auch u. a. eine generelles Rauchverbot aus gesundheitlichen Gründen aussprechen, oder nicht?
Nein , Begründung siehe oben

Sind Rauchertote etwa weniger wert, als Coronatote?
Tot ist Tot.

Wenn schon, denn schon. Das ständige Verteuern der Zigaretten mag vielleicht seine Wirkung zeigen, aber es ginge auch wesentlich schneller und effektiver. Was scheut man bei Rauchern, das man sich bei Impfgegner traut?
Ergo haben wir den Druck erhöht, genau dies schlage ich jetzt bei den Impfverweigeren vor.

Ja - und eine klare Mehrheit hat sich auch vor der nunmehrigen 4. Welle impfen lassen. Dass wir niemals ansatzweise eine 100%ige Impfquote erreichen werden war schon von Anfang an klar, aber seltsamerweise damals noch absolut kein Problem.
Dass in Zeiten von Herbst/Winter Atemwegserkrankungen wieder rapide zunehmen werden, weil sich das gesellschaftliche Leben wieder in geschlossene Räume verlagert, wissen wir auch nicht erst seit Corona. Aber heute stellt man sich allen Ernstes hin und behauptet, man habe ja nicht ahnen können und die Politik hätte informieren müssen... selber denken, selber wissen und selber lernen und dementsprechend selbst Verantwortung übernehmen ist - demokatisch bedingt - verpönnt und als Konsequenz daraus haben wir die derzeitige Lage, die als große, unerwartete Überraschung dargestellt wird.
Wier brauchen soviel Impfwillige, daß wir die Notlage in den Krankenhäusern bezüglich Coronabelegung überwinden können, ob dafür gleich 100% nötig sind ist eher unwahrscheinlich.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Uffhausen
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Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitragvon Uffhausen » Do 25. Nov 2021, 15:01

relativ hat geschrieben:(25 Nov 2021, 14:43)
Wenn dies so wäre, dann würden jetzt nicht wieder Lockdowns für alle staat finden bzw. darüber nachgedacht werden

Das Problem ist - und das wird von Impflingen zunehmend bewusst unter den Teppich gekehrt - dass Geimpfte dennoch und weiterhin ein nicht zu vernachlässigender Teil der Pandemieentwicklung bzgl. des Infektionsgeschehen sind und bleiben werden.

Natürlich können wir jetzt alle noch Ungeimpften und weiters Unwillige ausschließen und wegsperren. Deswegen schaffen wir aber keine unbedenkliche, coronafreie Welt in der es sich leben lässt, wie vor Corona.

Ergo haben wir den Druck erhöht, genau dies schlage ich jetzt bei den Impfverweigeren vor.

Wir haben aber nicht die Freiheiten der Raucher angegriffen. Wir verlangen mehr Geld von ihnen; wir verlangen dass sie raus vor die Tür gehen usw. = aber wir verlangen von ihnen keine Nachweise, ob sie Nichtrauer sind und wenn nicht, verweigern wir ihnen freie Zutritte in der Öffentlichkeit oder verhängen über sie nächtliche Ausgangssperren.

Die coronabezogene Gesundheit wird höher bewertet, als jene auf's Rauchen bezogen. Das ist nicht gerecht, bzw. nicht korrekt. Dafür fehlt es an nachvollziehbaren Grundlagen.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner

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