Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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relativ
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:31

Bobo hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:27)

Meine natürlich improvisierte Antwort lautet. Ich täte mich schlau fragen. Intuitiv spreche ich den Griechen nicht ab, dass sie Möglichkeiten zur ordentlichen Müllbeseitigung auch aus ureigenen Interessen zur Verfügung gestellt haben und stellen. Du bist nicht auf meine Frage eingegangen, ob für dich allein die hohe Dichte an Menschen unzumutbar ist.

Hm da bist du dir sicher? Ich habe eher den Eindruck die griechische Regierung wollte mit Moria ein abschreckendes Beispiel schaffen.
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Keoma
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Mi 16. Sep 2020, 10:32

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:29)

Du kannst auch zurückgehen bis zu den Indianerreservaten In den USA, der Vergleich bleibt immer noch hinkend, weil hier wohl niemand weiss wie die Müllentsorgung damals/heute hier und dort von statten geht/ging.
Kommt die Müllabfuhr in meinen angegebenen Beispiel auch nur einmal die Woche und bleibt die Anzahl der Mülltonnen für die angedachte Mieterzahl gleich, dann wird sich auch in meinem Beispiel wohl schnell ein Müllproblem entwickeln, unabhängig davon wieviel "Müllsäue" in der Mietkaserne wohnen.


Also, ein Flüchtlingslager im Nahen Osten mit einem Indianerreservat zu vergleichen, und den Beitrag auf das Müllproblem zu reduzieren, nenne ich Diskussionsverweigerung.
Mir eh egal.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Mi 16. Sep 2020, 10:34

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:23)

Achso und damit sollen sich diese Menschen dann zufrieden geben?
Schade, daß es bei dir die letzten Monate wohl kein noch so kleines Umdenken stattgefunden hat, immer noch der selbe Zyniker.


Hat sich irgendwas an den Verhältnissen geändert? Nee, also ....
Deine Frage "Achso und damit sollen sich diese Menschen dann zufrieden geben?" wirkt irgendwie hilflos.
NEIN, die Menschen sollen sich nicht mit den ehemaligen Verhältnissen zufrieden geben, deshalb sind sie ja weggelaufen, geflohen oder geflüchtet.
Es gibt aber eben keinen Grund, an der nächsten Stelle weiterzumachen wie vorher!
Darum ging es nämlich gerade.
Die Verhältnisse in diesem Lager sind AUCH Folgen der Bereitstellung eines solchen Lagers durch Griechenland und Europa, aber in erster Linie sind die Verhältnisse dort DIE Verhältnisse, welche die Migranten SELBST in der Hand haben und praktizieren. Das muss man mal klipp und klar sagen!

Der Krieg in Syrien spielt in diesem Lager praktisch keine Rolle!!!!!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:35

Keoma hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:32)

Also, ein Flüchtlingslager im Nahen Osten mit einem Indianerreservat zu vergleichen, und den Beitrag auf das Müllproblem zu reduzieren, nenne ich Diskussionsverweigerung.
Mir eh egal.

Achja, aber ein Flüchtlingslager im Jahre 2020 mit einem aus dem 2 Weltkrieg zu vergleichen hälst du für plausibel.... :?:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Mi 16. Sep 2020, 10:37

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:35)

Achja, aber ein Flüchtlingslager im Jahre 2020 mit einem aus dem 2 Weltkrieg zu vergleichen hälst du für plausibel.... :?:


Du hast recht, denn damals waren die Mittel viel begrenzter.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon d'Artagnan » Mi 16. Sep 2020, 10:39


Der Oma-Nazisau-Kanal unterschlägt dabei aber geflissentlich, dass die AfD auch dieses Mal nicht flächendeckend aufgestellt war. Warten wir doch einfach die nächste Bundestagswahl ab...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bobo » Mi 16. Sep 2020, 10:40

ThorsHamar hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:10)

Komisch, ich dachte bis eben, dass die grösste Gruppe der Menschen in dem Lager, also weit über die Hälfte, aus Afghanistan stammt, die zweitgrösste Gruppe aus Pakistan. Da bleiben kaum noch Syrer übrig ....
Und wenn man den Statistiken glauben darf, dann fliehen die meisten der Moslems vor dem Islam der Konkurrenz.
Wenn wir also immer und immer wieder nach "Schuldigen" suchen, sollten wir endlich mal tatsächlich suchen und finden wollen.

"Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge in den Camps sind nach Angaben des griechischen Roten Kreuzes Afghanen, die meist aus dem Iran kommen, wo sie vor Jahren schon vor Krieg und Taliban Zuflucht gesucht hatten. Durch die Krise im Iran wurden sie gezwungen auszureisen und weiter zu fliehen. Die Minderjährigen sind oft mit einem afghanischem Pass im Iran geboren und aufgewachsen.

Die zweitgrößte Gruppe stammt demnach aus Pakistan. Dazu kommen die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak sowie Menschen aus Ländern wie etwa Marokko, Algerien. Doch nur wenige dieser Flüchtlinge - mit Ausnahme der Syrer - haben eine Chance auf Schutz in Deutschland"
https://www.tagesschau.de/ausland/fluec ... d-207.html


Die Nationalität der Flüchtlinge ändert nichts am Auslöser der Flüchtlingswelle. Auch Afghanen leben gefährlich. im eigenen Land und im Iran täte es mich nicht überraschen, wenn sie erkannten, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen sind. Als die syrische Flüchtlingswelle einsetzte, erkannte sie vermutlich eine Chance auf ein scheinbar leichtes Leben in sicherer und wohlhabenderer Umgebung. Die Nationalität der Flüchtlinge macht für mich keinen Unterschied. Der eine lebt mit der Gefahr, von den Russen weggebombt zu werden, der andere weiß nicht, ob er den Gang zum Markt überlebt oder zum Opfer einer Bombe der Taliban wird. Ursächlich war die Sogwirkung der für mich hauptsächlich von Russland zu verantworteten Fluchtwelle aus Syrien. Das macht die bereits genannten Kosten für mich zu russischen Kriegsnebenkosten.
Lebe, als würdest Du morgen sterben, lerne, als würdest zu ewig leben.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:41

ThorsHamar hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:34)

Hat sich irgendwas an den Verhältnissen geändert? Nee, also ....
Deine Frage "Achso und damit sollen sich diese Menschen dann zufrieden geben?" wirkt irgendwie hilflos.
NEIN, die Menschen sollen sich nicht mit den ehemaligen Verhältnissen zufrieden geben, deshalb sind sie ja weggelaufen, geflohen oder geflüchtet.
Es gibt aber eben keinen Grund, an der nächsten Stelle weiterzumachen wie vorher!
Darum ging es nämlich gerade.
Die Verhältnisse in diesem Lager sind AUCH Folgen der Bereitstellung eines solchen Lagers durch Griechenland und Europa, aber in erster Linie sind die Verhältnisse dort DIE Verhältnisse, welche die Migranten SELBST in der Hand haben und praktizieren. Das muss man mal klipp und klar sagen!

Der Krieg in Syrien spielt in diesem Lager praktisch keine Rolle!!!!!

Jetzt lenkst du ab, oder meinst du wir bekommen solche Lager nicht besser hin, als die, vorraus diese Menschen teilweise geflüchtet sind?
Der Grund der Flucht ist nur für Aysl relevant, nicht aber wie wir diese Menschen hier behandeln. Die Menschen kommen so oder so , für menschenwürdiges Verhalten diesen gegenüber sind wir zuständig, unabhängig von der Notwendigkeit Lösungen zu finden, die Fluchtursachen beseitigen können.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Mi 16. Sep 2020, 10:41

ThorsHamar hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:34)

Die Verhältnisse in diesem Lager sind AUCH Folgen der Bereitstellung eines solchen Lagers durch Griechenland und Europa, aber in erster Linie sind die Verhältnisse dort DIE Verhältnisse, welche die Migranten SELBST in der Hand haben und praktizieren. Das muss man mal klipp und klar sagen!


Man scheint ja nicht in der Lage, sich selbst zu organisieren. Das wundert nicht, wenn man weiß, aus welcher Art von Gesellschaften die Leute kommen.

Man müsste die Lagerorganisation mit geeignetem Personal aufbauen und die Insassen zu regelmäßigen Arbeitseinsätzen verpflichten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:42

d'Artagnan hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:39)

Der Oma-Nazisau-Kanal unterschlägt dabei aber geflissentlich, dass die AfD auch dieses Mal nicht flächendeckend aufgestellt war. Warten wir doch einfach die nächste Bundestagswahl ab...

Der gemeine AFD Fan hofft auf ein ordenliches Flüchtlingsproblem.... :s
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:43

Senexx hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:41)

Man scheint ja nicht in der Lage, sich selbst zu organisieren. Das wundert nicht, wenn man weiß, aus welcher Art von Gesellschaften die Leute kommen.

Man müsste die Lagerorganisation mit geeignetem Personal aufbauen und die Insassen zu regelmäßigen Arbeitseinsätzen verpflichten.

Hm, du scheinst ja vor Ort gewesen zu sein.... :?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bobo » Mi 16. Sep 2020, 10:43

d'Artagnan hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:27)

Bei der Suche nach den "wahren Verantwortlichen" machst Du es Dir meiner Meinung nach zu einfach.
Die Mehrheit der Flüchtlinge in Griechenland sind:
Afghanen (9.935), Syrer belegen nur den 2. Platz (5.260).
Des weiteren folgen:
"Sonstige" (darunter viele Eritreer): 3.531
Kongolesen: 2.422
Iraker: 1.982
Palästinenser: 1.687
(Quelle)
Die "wahren Verantwortlichen" (in Deinem Sinne) für die Fluchtursachen der Afghanen und Iraker welche 54% der gelisteten Personen ausmachen, kann man ja wohl kaum in Russland finden... Das hat die USA und ihre Achse der Willigen verbockt. Ebenso wie Obamas Libyenkrieg die Schleusen dort geöffnet hat und letztlich für das Desaster im Mittelmeer mitverantwortlich ist.
Dann hätten wir da noch die islamistischen Netzwerke und Organisationen, welche den inneren Frieden in deren Heimatländern, vorsichtig formuliert- abträglich sind. Deren Hintermänner finden sich in den GOLFSTAATEN, die sich bei der (im Koran gegenüber Muslimen vorgeschriebenen!) Nächstenliebe auch stark zurückhalten.
Des weiteren gibt es da Erdogan, der in Syrien in etwa die gleiche Rolle spielt wie Frankreich in Deutschland während des 30-jährigen Krieges. Keine gute!
Im Kongo ist es ein de-facto Bürgerkrieg der von ausländischen (westlichen wie chinesischen) Unternehmen instrumentalisiert wird.
Es ist also alles andere als einfach einen einzigen "wahren Verantwortlichen" zu identifizieren. Aber dem Rest Deiner Ausführungen stimme ich zu.


Gut möglich, dass du der Wahrheit zum Auslöser der Fluchtbewegung näher bist. Es spricht ja nichts dagegen, alle Verantwortlichen entsprechend ihres Anteils zur Verantwortung zu ziehen, sofern da noch nichts passiert ist. Es braucht sicherlich bessere Analysen als ich sie als unbedeutende Einzelperson liefern kann.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon d'Artagnan » Mi 16. Sep 2020, 10:46

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:42)

Der gemeine AFD Fan hofft auf ein ordenliches Flüchtlingsproblem.... :s

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Laertes » Mi 16. Sep 2020, 10:46

Keoma hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:37)

Du hast recht, denn damals waren die Mittel viel begrenzter.

Wenn ich mir vorstelle, das wir Deutschen jetzt den Griechen helfen 'bessere' Lager zu bauen wird mir ganz blümerant. Ich würde es gerne der EU oder dem UNHCR überlassen da für die Einhaltung akzeptabler Standards zu sorgen. Und akzeptabel heißt relativ zum Wohlstand in Griechenland bzw. der EU. Nicht gemessen am deutschen Lebensstandard und nicht an UNHCR Lagern in Somalia oder Burkina Faso.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bobo » Mi 16. Sep 2020, 10:48

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:31)

Hm da bist du dir sicher? Ich habe eher den Eindruck die griechische Regierung wollte mit Moria ein abschreckendes Beispiel schaffen.


Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Aber es gäbe doch sicherlich auch eigene Interessen daran, vermeidbare Seuchen, wie sie Müll und Ratten bekanntlich auslösen können, zu vermeiden. Seuchen akzeptieren keine Grenzen. Tatsächlich möchte ich nicht ausschließen, dass du recht mit der Abschreckung haben könntest, wo die Flüchtlinge doch schon mehr als einmal zur Waffe in der türkisch - griechischen Rivalität wurden.

Aber ich tendiere nicht dazu, das den Griechen ohne Anlass zu unterstellen. Im Gegenteil! Ich bestehe auf ein Mindestmaß an Eigenverantwortung und dem Willen zur Organisation. Und sei es aus Gründen des Selbsterhaltungstriebes.
Zuletzt geändert von Bobo am Mi 16. Sep 2020, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Mi 16. Sep 2020, 10:49

Bobo hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:40)

Die Nationalität der Flüchtlinge ändert nichts am Auslöser der Flüchtlingswelle. Auch Afghanen leben gefährlich. im eigenen Land und im Iran täte es mich nicht überraschen, wenn sie erkannten, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen sind. Als die syrische Flüchtlingswelle einsetzte, erkannte sie vermutlich eine Chance auf ein scheinbar leichtes Leben in sicherer und wohlhabenderer Umgebung. Die Nationalität der Flüchtlinge macht für mich keinen Unterschied. Der eine lebt mit der Gefahr, von den Russen weggebombt zu werden, der andere weiß nicht, ob er den Gang zum Markt überlebt oder zum Opfer einer Bombe der Taliban wird. Ursächlich war die Sogwirkung der für mich hauptsächlich von Russland zu verantworteten Fluchtwelle aus Syrien. Das macht die bereits genannten Kosten für mich zu russischen Kriegsnebenkosten.


Ja, habe ich verstanden, kann es aber aus den von mir genannten Gründen nicht ganz nachvollziehen.
Für mich dienen diese Schuldkonstruktionen immer dazu, aus ganz normalen, menschlichen Migranten, die einfach besser leben wollen, politische Flüchtlinge zu machen, um unsere Asyl-Nummer mit Berechtigung belegen zu können.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Europa2050 » Mi 16. Sep 2020, 10:53

Senexx hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:28)

Zum Teil, wenn es sich um junge Männer handelt, fliehen sie auch vor der Gefahr, als Soldaten "eingezogen" zu werden.

Wir müssen nur in unserer eigenen Geschichte zurückgehen. Im ersten und zweiten Weltkrieg wurde Millionen deutscher junger Männer eingezogen und im Krieg verheizt. Entzog sich einer, dann war er "fahnenflüchtig", was streng bestraft wurde, zum Teil auch mit dem Tod.

Was gehen uns aber die "Fahnenflüchtigen" der muslimischen Bürgerkriege an?

Würden wir nach dem Muster verfahren, müssten wir Abermillionen junger Männer aus vielen Kontinenten aufnehmen, zumindest aber aus Asien und Afrika.

...


Diese Erwägungen sind für mich absolut verständlich.

Es wäre in der generellen Diskussion schon ein Wert, wenn trotz der gesamtgesellschaftlichen Unmöglichkeit, die Problematik befriedigend zu lösen, die Beweggründe der Menschen für ihre Flucht akzeptiert würden, und diese Menschen nicht global als Angriff auf uns klassifiziert würden.

Und dass in der Alternative zwischen in einem Krieg zu sterben oder standrechtlich erschossen zu werden, Abhauen eine höchst integere Vermeidungsstrategie ist, sei ja mal unbenommen...

Einzige Lösung wäre wohl, den Krieg abzuschaffen, aber der Mensch macht sich (gerne auch andere) einfach zu gerne kaputt...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Mi 16. Sep 2020, 10:53

relativ hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:43)

Hm, du scheinst ja vor Ort gewesen zu sein.... :?


Wir sprachen gerade über die Müllberge. Die sind Beweis genug.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 16. Sep 2020, 10:54

d'Artagnan hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:46)

Der gemeine Antidemokrat fürchtet sich vor Wahlen.

Wieso der braucht doch erstmal Wahlen, damit er danach keine mehr braucht... :thumbup:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bobo » Mi 16. Sep 2020, 10:56

ThorsHamar hat geschrieben:(16 Sep 2020, 10:49)

Ja, habe ich verstanden, kann es aber aus den von mir genannten Gründen nicht ganz nachvollziehen.
Für mich dienen diese Schuldkonstruktionen immer dazu, aus ganz normalen, menschlichen Migranten, die einfach besser leben wollen, politische Flüchtlinge zu machen, um unsere Asyl-Nummer mit Berechtigung belegen zu können.


Das habe ich nun wieder verstanden! Aber du übersiehst meinen Ansatz! Es ging mir nicht darum, die Menschen verrotten zu lassen. Mir ging es darum, die Verantwortlichen nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen! Besonders teure Kriege sind wesentlich weniger attraktiv als jene, deren Kosten man auf die halbe Welt verteilen kann. Mein Ansatz ist folgender: Ziehen wir allein durch, was wir schaffen können und zwingen die Verantwortlichen zur Kasse!

Das wäre gerecht, das hilft den Menschen und das macht Kriege künftig weniger attraktiv. Vielleicht bin ich aber auch ein hoffnungsloser Narr. ist halt nur meine Meinungg, bzw. meine Vorstellung von Gerechtigkeit.

Allerdings bin ich hier und da auch Hardliner und sage. Schickt erwiesene Brandstifter in ihre Heimat zurück! Sofort und medienwirksam!
Zuletzt geändert von Bobo am Mi 16. Sep 2020, 10:58, insgesamt 2-mal geändert.
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