BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Occham

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Occham » Di 25. Aug 2020, 16:06

Europa2050 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 15:20)

So schlecht würde ich als (durch schulpflichtige Kinder indirekt Betroffener) das Schulsystem nicht sehen, die dort vermittelte Bildung schafft schon solide Grundlagen. Hauptsache, die Schule findet überhaupt wieder regelmäßig statt. Aber das ist kein BGE-Thema.

Bildung ist natürlich eine wichtige Abhängigkeit, in meinen Augen wäre Praxisbezug an den Schulen aber auch eine wichtige Abhängigkeit. Reine Theorie bedeutet gehorsam, das macht krank und arbeitsunfähig und das macht ein BGE nicht wirkungsfähig. Es geht natürlich auch nicht ganz ohne Bildung, schon klar. Damit es aber wirkungsfähig wird, müssen alle Abhängigkeiten, für ein funktionierendes BGE neu gedacht werden. Diese Aufgabe sollte man den Leuten geben, die ein BGE wollen.
lemonitor
Beiträge: 221
Registriert: Fr 7. Aug 2020, 09:04

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon lemonitor » Di 25. Aug 2020, 17:18

Dass BGE vs. HarzIV auch vom Bildungssystem abhängig sind, zeigt auf, wie vernetzt das zu lösende Problem in Wirklichkeit ist.
Außer Frage steht, dass Wissen und Bildung Voraussetzungen sind um sowohl im Arbeitsleben als auch im sozialen Umfeld bestehen zu können. Jedoch steht auch fest, dass das Schulsystem den empirischen abgesicherten Erkenntnisse zur Entwicklungspsychologie, zur Didaktik und zur Pädagogik erheblich hinterher hinkt. Veränderungen – gerade im Bildungssystem –benötigen viel Zeit, weil sowohl die Administration als auch die Ausführenden (incl. Eltern) genötigt sind, überliefertes zu überdenken, zu modifizieren oder gar zu verwerfen. Bildung muss sich also zuerst bei denen ändern, die Bildung durchführen.
Bis eine verändertes Bildungssystem wirksam werden kann, werden 1-2 Generation vergehen. Ob die Gesellschaft als ganzes soviel Zeit haben wird?
Fazit:
Auf besser Bildung zu setzen ist- obwohl als Ansatz richtig- wohl zeitlich keine Option, um die sozialen Probleme einer sich veränderten Wirklichkeit zu meistern.
Die Lösung wird eine politische sein müssen. Vielleicht sogar eine mit etlichen Zwischenschritten.
Wenn Ignoranten die Spitze erklimmen, beginnt ein Wettkampf in Dummheit. Parkinson stellt den wohl beliebtesten Mythos der Wirtschaft in Frage: Den, dass alle Akteure sich rational verhalten.
lemonitor
Beiträge: 221
Registriert: Fr 7. Aug 2020, 09:04

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV

Beitragvon lemonitor » Di 25. Aug 2020, 17:26

Atue001 hat geschrieben:(22 Aug 2020, 00:05)

Ich bin der ÜBerzeugung, dass eine ganzheitliche Diskussion rund um BGE einerseits, der Finanzpolitik andererseits und schließlich diese als Alternativen zu den klassischen bekannten Ansätzen aus heutiger Finanz- und Sozialpolitik einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen BEtrachtung moderner BGE-Systeme geben kann.


Eine erhebliche Hilfe könnte darin bestehen, einige der Modell zum BGE zu bennnen, welche dem Ansatz nach plausibel erscheinen. Kannst du mit Informationen und Quellen dazu weiterhelfen?
Wenn Ignoranten die Spitze erklimmen, beginnt ein Wettkampf in Dummheit. Parkinson stellt den wohl beliebtesten Mythos der Wirtschaft in Frage: Den, dass alle Akteure sich rational verhalten.
Atue001
Beiträge: 1310
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Atue001 » Di 25. Aug 2020, 23:18

Ich möchte gar nicht mit einem BGE-Modell beginnen, sondern zunächst auf Schwächen in unserem Sozialsystem hinweisen, die systemische Ursachen haben. Eine dieser Ursachen ist das Bedürftigkeitsprinzip - weshalb wir damit aber auch schon nahe bei vernünftigen BGE-Ansätzen sind.

Ein wichtiger Eckpfeiler unseres Sozialsystems ist Hartz IV. Genau genommen verbirgt sich dahinter aber die Absicherung der Existenz in Notlagen - also dann und genau dann, wenn man sich selbst nicht mehr aus eigenem Einkommen oder eigenem Vermögen die eigene Existenz sichern kann.

Bestandteil dieser Existenzgrundsicherung ist, dass man die Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung und einiges mehr, sowie Wohnung aber auch die Absicherung von Krankheitskosten in einer solchen Notlage finanziert bekommt. Die Geldmittel dazu kommen aus Steuermitteln.

Doch die Existenzgrundsicherung als letztes Mittel hat einige Nachteile, weil sie auf sich nur leicht verändernde Lebenssituationen recht drastisch antwortet. Wer beispielsweise längere Zeit krank wird, oder beispielsweise aus Altersgründen nicht mehr arbeiten kann, für den wäre der Rückfall auf Hartz IV ein herber Schicksalsschlag, zumal Hartz IV aufgrund seines Charakters immer die Forderung nach der weitgehenden Auflösung des eigenen Vermögens als Vorbedingung mit sich bringt.
Weil Hartz IV also auf solche Lebenssituationen keine wirklich gute Antwort gibt, wurden ergänzend zur Existenzgrundsicherung weitere Sozialversicherungssysteme geschaffen - Kranken- und Pflegeversicherung, die Rentenversicherung und auch die Arbeitslosenversicherungen seien hier genannt.

Exemplarisch greife ich mir die Krankenversicherung heraus:
Diese wird im Versicherungsprinzip nach Bedarf wirksam - also ohne Bedürftigkeit (!). Würde die KV nach dem Bedürftigkeitsprinzip organisiert, wäre sie sicher viel billiger - allerdings würde man dann für Arztkosten solange selbst aufkommen müssen, wie man noch eigenes Vermögen hat.

Nur - die gesetzliche Krankenversicherung wirkt nicht auf die gesamte Bevölkerung! Ein Teil der Bevölkerung kann sich der GKV entziehen, und sich in der PKV absichern (oder es sogar ganz lassen).
Nun wäre dies gar nicht so bemerkenswert, wenn die GKV nicht eine soziale Komponente in der Beitragszahlung beinhalten würde. Hier findet auch über das Instrument der GKV faktisch eine solidarische Umverteilung statt, weil die Kosten für die GKV nicht gleichmäßig, sondern entsprechend der Einkommenssituation gestaltet sind.
Greifen wir uns noch eine spezielle Fragestellung der GKV heraus: Das Krankengeld.
Wer länger als 6 Wochen wegen derselben Krankheit krank geschrieben ist, der hat in der GKV für 72 Wochen Anspruch auf Krankengeld. Dieses beträgt maximal 90% vom Netto.

Doch halt - hier sollten wir genau hinschauen!
Zu einem wesentlichen Teil wird mit dieser Leistung der Versicherung auch die persönliche Existenzgrundsicherung finanziert! Das sollte man sich klar machen! Die Existenzgrundsicherung, die man normalerweise selbst finanziert - oder die eben nach Auflösung des eigenen Vermögens durch die Gemeinschaft der Steuerzahler übernommen wird. Dieser Teil ist dadurch, dass er nun Teil der GKV ist, finanziert durch die GKV-Versicherten (und deren Arbeitgeber) nach dem Versichertenprinzip, inklusive Umverteilungskomponente... ... ...Dieser Teil wird also NICHT durch die Steuerzahler finanziert!

Solcherlei Finanzierungssystembrüche findet man in allen gesetzlichen Sozialversicherungen. Und ein Kernproblem dabei ist, dass immer wieder mal nicht trennscharf zwischen Finanzierungsaufgaben durch alle Steuerzahler und durch spezielle Gruppen von Versicherten unterschieden wird - vielmehr werden hier unterschiedlichste Aufgabenstellungen munter miteinander vermischt und verrechnet, was zu einem extrem intransparenten System führt. Ob das alles am Ende noch gerecht ist....das kann nahezu ausgeschlossen werden!

Eine systemische Ursache dieser Problematik ist, dass die Sozialversicherungen nicht konsequent für alle Bürger eingerichtet sind, sondern es immer wieder Gruppen gibt, die aus historischen Gründen die ein oder andere Ausnahme bilden. Eine zweite systemische Ursache ist aber das Bedürftigkeitsprinzip - denn dieses ist in den anderen Sozialversicherungen wesensfremd, und existiert nur in wesentlichen Teilen von Hartz IV. Genau dies führt zu Systembrüchen und zu Ungerechtigkeit.

Ein möglicher Grüne-Wiese-Ansatz könnte eine BGE-Gesellschaft sein - wobei sich die Bedingungslosigkeit genau und nur darauf bezieht, dass man nicht mehr die Bedürftigkeit zur Vorbedingungen macht.
Mendoza
Beiträge: 1026
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 06:28

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Mendoza » Mi 26. Aug 2020, 01:43

Atue001 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 23:18)

...
Greifen wir uns noch eine spezielle Fragestellung der GKV heraus: Das Krankengeld.
Wer länger als 6 Wochen wegen derselben Krankheit krank geschrieben ist, der hat in der GKV für 72 Wochen Anspruch auf Krankengeld. Dieses beträgt maximal 90% vom Netto.

Trifft bei Arbeitsunfall nicht zu - nur nebenbei.
Doch halt - hier sollten wir genau hinschauen!
Zu einem wesentlichen Teil wird mit dieser Leistung der Versicherung auch die persönliche Existenzgrundsicherung finanziert! Das sollte man sich klar machen! Die Existenzgrundsicherung, die man normalerweise selbst finanziert - oder die eben nach Auflösung des eigenen Vermögens durch die Gemeinschaft der Steuerzahler übernommen wird. Dieser Teil ist dadurch, dass er nun Teil der GKV ist, finanziert durch die GKV-Versicherten (und deren Arbeitgeber) nach dem Versichertenprinzip, inklusive Umverteilungskomponente... ... ...Dieser Teil wird also NICHT durch die Steuerzahler finanziert!
Solcherlei Finanzierungssystembrüche findet man in allen gesetzlichen Sozialversicherungen.

Die GKV finanziert die medizinische Behandlung und Existenzgrundsicherung während der Krankheit. Ja und? Dazu ist sie da! Ich sehe da keinen Systembruch und erst recht kein Problem. Außerdem ist das eben eine Versicherung, wo man was zweckgebunden einzahlt. Hartz 4 ist keine Versicherung!
Und ein Kernproblem dabei ist, dass immer wieder mal nicht trennscharf zwischen Finanzierungsaufgaben durch alle Steuerzahler und durch spezielle Gruppen von Versicherten unterschieden wird - vielmehr werden hier unterschiedlichste Aufgabenstellungen munter miteinander vermischt und verrechnet, was zu einem extrem intransparenten System führt. Ob das alles am Ende noch gerecht ist....das kann nahezu ausgeschlossen werden!

Wen juckt die Intransparenz? Es ist wohl eher ungerecht, wenn ein Arbeitsfähiger abgammelt und ein anderer muss dessen Brötchen verdienen.

Eine systemische Ursache dieser Problematik ist, dass die Sozialversicherungen nicht konsequent für alle Bürger eingerichtet sind, sondern es immer wieder Gruppen gibt, die aus historischen Gründen die ein oder andere Ausnahme bilden. Eine zweite systemische Ursache ist aber das Bedürftigkeitsprinzip - denn dieses ist in den anderen Sozialversicherungen wesensfremd, und existiert nur in wesentlichen Teilen von Hartz IV. Genau dies führt zu Systembrüchen und zu Ungerechtigkeit.

Ein möglicher Grüne-Wiese-Ansatz könnte eine BGE-Gesellschaft sein - wobei sich die Bedingungslosigkeit genau und nur darauf bezieht, dass man nicht mehr die Bedürftigkeit zur Vorbedingungen macht.

Andere Gruppen zahlen eben in die PKV ein. Sie kriegen dann auch nichts von der GKV. Selbst wenn eine Regierung das als unfair empfindet, dann kann sie es ja ändern. ich sehe da keinen Zusammenhang mit der Notwendigkeit eines BGE.
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 10147
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Links oben, unten rechts
Wohnort: Deutschland drunter & drüber

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV

Beitragvon unity in diversity » Mi 26. Aug 2020, 02:18

lemonitor hat geschrieben:(25 Aug 2020, 17:26)

Eine erhebliche Hilfe könnte darin bestehen, einige der Modell zum BGE zu bennnen, welche dem Ansatz nach plausibel erscheinen. Kannst du mit Informationen und Quellen dazu weiterhelfen?

Da wird wohl nichts kommen, weil jeder Versuch, das Bedürftigkeitsprinzip zum Bedarfsprinzip zu transformieren an der Finanzierung scheitert, oder auf ein Perpetuum Mobile hinausläuft.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
lemonitor
Beiträge: 221
Registriert: Fr 7. Aug 2020, 09:04

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon lemonitor » Mi 26. Aug 2020, 02:33

[quote="Atue001"](25 Aug 2020, 23:18)

Danke dafür, dass du dir die Mühe machst, zum besseren Verständnis die Systembrüche im Sozialgefüge aufzuzeigen. Mir selbst hat bisher genügt, den Generalfehler zu kennen, der darin besteht, dass und warum nicht alle solidarisch zur Finanzierung des Sozialsystems herangezogen werden.

Im Rahmen meiner recherchen zum Thema BGE bin ich heute auf eine Arbeit gestoßen, die mir im Zusammenhang mit dem Themenstrang lesenswert erscheint.
Der Beitrag enstammt den "Münchener Beiträge" zur Politikwissenschaft herausgegeben vom Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft an der Ludwigs-Maximilians-Universität München
Autor: Maximilian Keneder

Titel: Der Diskurs über das Bedingungslose Grundeinkommen.
Eine Analyse über die innerdeutsche Debatte seit den Hartz IV Reformen.

Die Schrift umfasst 96 Seiten
https://epub.ub.uni-muenchen.de/62028/1 ... eneder.pdf
Wenn Ignoranten die Spitze erklimmen, beginnt ein Wettkampf in Dummheit. Parkinson stellt den wohl beliebtesten Mythos der Wirtschaft in Frage: Den, dass alle Akteure sich rational verhalten.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24613
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Aug 2020, 09:54

lemonitor hat geschrieben:(26 Aug 2020, 02:33)



Die Schrift umfasst 96 Seiten
https://epub.ub.uni-muenchen.de/62028/1 ... eneder.pdf


Eine WUNDERSCHÖNE Textstelle daraus >>

Daher erscheint die Einführung eines bedingungsloses Grundeinkommens, welches sowohl existenz- als auch teilhabesichernd ist, in naher Zukunft nur wenig realistisch, da es zwar verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und Konzeptideen gibt, aber zum einen in den vergangenen 15 Jahren quasi keine Annäherung zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen im Subsystem stattfand und zum anderen eine qualifizierte Mehrheit von Nöten wäre, die sich auf eine Konzeptausgestaltung einigt und gemeinsam umsetzt.


:thumbup:
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
lemonitor
Beiträge: 221
Registriert: Fr 7. Aug 2020, 09:04

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon lemonitor » Mi 26. Aug 2020, 10:30

Teeernte hat geschrieben:(26 Aug 2020, 09:54)
Eine WUNDERSCHÖNE Textstelle daraus >>
:thumbup:


Man kann sich auch zu früh freuen, denn eine erneute "Bankenkrise" oder einen weiteren "look down" oder beides zusammen und etwas anderes dazu können das bewirken, was auch in der Broschüre steht und wovon ich ausgehe, dass es auch so kommen wird:
Diese wunderschöne Textstelle lautet:
Zur Einführung eines existenz-und teilhabesichernden Grundeinkommens wäre wohl ein exogener Schock verbunden mit einem radikalen Systemwandel von Nöten, da die Einführung eines Grundeinkommens viele Konsequenzen (z.B. Umbau der Verwaltung, Gesetzesänderungen,etc.)nach sich ziehen würde.
Wenn Ignoranten die Spitze erklimmen, beginnt ein Wettkampf in Dummheit. Parkinson stellt den wohl beliebtesten Mythos der Wirtschaft in Frage: Den, dass alle Akteure sich rational verhalten.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24613
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Aug 2020, 10:42

lemonitor hat geschrieben:(26 Aug 2020, 10:30)

Man kann sich auch zu früh freuen, denn eine erneute "Bankenkrise" oder einen weiteren "look down" oder beides zusammen und etwas anderes dazu können das bewirken, was auch in der Broschüre steht und wovon ich ausgehe, dass es auch so kommen wird:
Diese wunderschöne Textstelle lautet:


Nun da kommt eher mehr Links oder mehr Rechts - keinesfalls ein BGE.

Noch sind Nichttätige in der Minderheit.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Atue001
Beiträge: 1310
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV

Beitragvon Atue001 » Mi 26. Aug 2020, 22:23

unity in diversity hat geschrieben:(26 Aug 2020, 02:18)

Da wird wohl nichts kommen, weil jeder Versuch, das Bedürftigkeitsprinzip zum Bedarfsprinzip zu transformieren an der Finanzierung scheitert, oder auf ein Perpetuum Mobile hinausläuft.


Da hast du einen falschen Blick auf die Fakten.

Fakt ist: Den BEDARF die eigene Existenz grundlegend gesichert zu haben, hat heute schon jeder.
UND: Dieser Bedarf ist heute schon gedeckt und finanziert.

Insofern ist es schlicht und einfach falsch, dass es an der Finanzierung scheitert, wenn man das Bedürftigkeitsprinzip durch das Bedarfsprinzip ersetzt. Richtig ist lediglich: Es muss vernünftig gemacht werden.

Heute finanzieren all diejenigen, die kein Hartz IV, Kindergeld/Kinderfreibetrag Grundsicherung u.ä. bekommen sich ihre Grundsicherung selbst. Aus dem eigenen Einkommen und/oder dem eigenen Vermögen.
Würde man das Bedürftigkeitsprinzip durch das Bedarfsprinzip ersetzen, würden genau diese Gruppen nicht direkt die eigene Grundsicherung finanzieren, sondern in gleicher Höhe in einen allgemeinen Topf einzahlen.
Aus diesem Topf würde dann für alle das BGE finanziert.

Das gesamte Finanzvolumen ändert sich durch diese andere Verrechnung nicht - Veränderungen gibt es im Detail, weil man durch eine solche Klärung der Systematik zahlreiche Fehler und Inkonsequenzen des heutigen Systems viel klarer Sichtbar macht, und diese dann auch in der Breite der Gesellschaft nicht mehr akzeptabel wären. Heute wird durch das bestehende System mit zahlreichen Logikbrüchen und Inkonsequenzen viel Ungerechtigkeit verschleiert - weshalb es keine Mehrheiten gibt, diese Ungerechtigkeiten wirklich anzugehen und abzustellen. Das Aufdecken derselben passiert auch heute schon - allerdings teilweise über den Klageweg, der viele Jahre und viel Bürokratie und hohe Kosten generiert. Das geht effizienter - mit einem Systemwechsel, der die Ursachen dieser bestehenden Fehlentwicklungen nachhaltig abstellt.

WEIL es heute schon finanziert ist - wäre es auch nach dem Systemwechsel finanzierbar. Sofern das noch nicht hinreichend verstanden ist, müssen wir darüber nochmals in die Diskussion gehen!
Atue001
Beiträge: 1310
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Atue001 » Mi 26. Aug 2020, 22:42

Teeernte hat geschrieben:(26 Aug 2020, 09:54)

Eine WUNDERSCHÖNE Textstelle daraus >>

"Daher erscheint die Einführung eines bedingungsloses Grundeinkommens, welches sowohl existenz- als auch teilhabesichernd ist, in naher Zukunft nur wenig realistisch, da es zwar verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und Konzeptideen gibt, aber zum einen in den vergangenen 15 Jahren quasi keine Annäherung zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen im Subsystem stattfand und zum anderen eine qualifizierte Mehrheit von Nöten wäre, die sich auf eine Konzeptausgestaltung einigt und gemeinsam umsetzt."


:thumbup:


Diese Textstelle beschreibt nur die Realität. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen - denn nur weil es morgen noch kein BGE gibt, sind wir dennoch lange nicht so weit entfernt davon, wie es manche meinen. Die Vorbereitungen hin zu einem Systemwechsel in Richtung BGE laufen schon längst - auch deshalb, weil die Systembrüche immer wieder beklagt werden, und die höchsten Gerichte vom Gesetzgeber sukzessive aber beständig Nachbesserungen verlangen, dass hier mehr Einheitlichkeit durchgesetzt wird.

So wird inzwischen zur Berechnung des Existenzminimums sowohl im Sozialrecht als auch im Steuerrecht mehr und mehr die gleiche Grundlage genutzt! So ist inzwischen auch klar, dass der Gesetzgeber, wenn er denn Sanktionen gegenüber Hartz IV-Empfängern einrichten will, diese nicht unter das Existenzminimum laufen lassen darf. Und: Den Erfolg von Sanktionsmaßnahmen muss der Gesetzgeber, wenn er diese beibehalten will, auch monitoren und nachweisen. Sonst wird das nichts.

Auch setzt sich in immer mehr Parteien die Überzeugung durch, dass wir endlich mal das Thema der GKV/PKV angehen müssen - mittels einheitlicher Regelungen. Die Bürgerversicherung ist im linken Spektrum inzwischen schon eine soziale Standardforderung. Tatsächlich ist das aber eher eine vorbereitende Maßnahme für eine BGE-Gesellschaft! OHNE solche Vereinheitlichungen wäre es ziemlich schwer, eine BGE-Gesellschaft zu etablieren.

Übrigens wäre es durchaus eine valide Alternative, (meiner Sichtweise nach sogar die Bessere) statt der Bürgerversicherung eine Kopfpauschale zu fordern! Denn - die in der GKV organisierte Umverteilung gehört systematisch eigentlich weniger ins Sozialrecht, und mehr in das Steuerrecht - oder: Man könnte Umverteilung aus dem Steuerrecht eliminieren, und komplett in das Sozialrecht verschieben - auch das wäre valide. Kritisch ist hingegen das, was wir heute haben. Eine muntere Durchmischung von Sozialrecht und Steuerrecht - und manche steuerrechtlichen Fragestellungen werden im Sozialrecht aufgegriffen, und andererseits werden Umverteilungsfragen sowohl im Steuerrecht als auch im Sozialrecht organisiert.....und munter regiert das Chaos weiter, was eine stringente und konsequente Finanz-, Steuer- und Sozialpolitik verhindert!

Hier gehört mal mit dem Besen radikal ausgekehrt - also systematisch bereinigt! Hier sollten mal Juristen und Sozialwissenschaftler einen ganzheitlichen Entwurf aus einem Guss schaffen - das würde helfen, sehr viele unnötige Gerichtsverfahren zu vermeiden - und das spart der Gesellschaft sehr viel Geld!

Auch Schäuble hat mit einer seiner (Steuer-)Reformen klar in Richtung BGE gearbeitet - da wurden viele Steuertatbestände deutlich pauschaliert und zusammengefasst. Hintergrund der Aktion: Es ist einfach nicht effektiv, jeden einzelnen "Furz" individuell durch Steuerbeamte bewerten und bearbeiten zu lassen......diese scheinbare individuelle Gerechtigkeit kostet die Gemeinschaft einfach nur viel Geld! Deshalb ist es effektiver, stattdessen gewisse Dinge einfach pauschaliert zu betrachten. Auch das ist eine Reform, die in Richtung eines BGEs arbeitet!

Vielen ist leider noch immer nicht klar, wie problematisch unser heutiges Geschwurbeltes System ist - und wie viel effizienter ein System wäre, welches Finanz-, Steuer- und Soziale Fragen aus einem Guss einheitlich behandeln würde. Das ist genau das Problem, weshalb sehr häufig zu schnell BGE-Systeme abgelehnt werden. Tatsächlich aber versuchen übliche Überlegungen zu BGE-Systemen gerade dies aufzubrechen und dem ein klares ganzheitliches alternatives System gegenüber zu stellen.

Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur über BGE zu reden, sondern dabei auch die Einnahemseite und die Ausgabeseite ganzheitlich zu betrachten. Es lohnt sich, die sozialen wie auch die Umverteilungsaspekte anzuschauen - und zu vergleichen, wie es heute (suboptimal) funktioniert, und wie es funktionieren könnte, wenn man es ganzheitlich organisieren würde.


BGE-Systeme sind leistungsfähiger als das, was vielen ihnen zutrauen. Sie sind sozialer, als es so manche Kritiker sehen. Und: Sie sind weitaus weniger anfällig für Mißbrauch, als so mancher Kritiker von BGE-Systemen unterstellt, weil sie eben genau diese heute vorhandenen Mißbrauchsmöglichkeiten systematisch erst gar nicht zulassen.

BGE-Systeme sollten deshalb ernsthaft eine Chance verdienen - wenigstens mal ganzheitlich fair diskutiert zu werden.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24613
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Aug 2020, 22:59

Atue001 hat geschrieben:(26 Aug 2020, 22:42)

Diese Textstelle beschreibt nur die Realität.

...

BGE-Systeme sind leistungsfähiger als das, was vielen ihnen zutrauen. Sie sind sozialer, als es so manche Kritiker sehen. Und: Sie sind weitaus weniger anfällig für Mißbrauch, als so mancher Kritiker von BGE-Systemen unterstellt, weil sie eben genau diese heute vorhandenen Mißbrauchsmöglichkeiten systematisch erst gar nicht zulassen.

BGE-Systeme sollten deshalb ernsthaft eine Chance verdienen - wenigstens mal ganzheitlich fair diskutiert zu werden.


Neben den vielen amerikanismen ist der Text wirklich lesenswert...

https://epub.ub.uni-muenchen.de/62028/1 ... eneder.pdf

- Mich musst Du NICHT agitieren - da ist NICHTS Fair zu diskutieren - solange der MISSBRAUCH nicht geklärt ist.

Man versucht es mit BGE zu umschiffen und wird schiffbruch erleiden.

20 Mio zahlen mehr Steuern - damit vielleicht 2 Mio einen VORTEIL von BGE haben.

78 % der Leute sind dagegen..... und der Rest betreibt Infoläden und schmiert Wände an. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Meruem
Beiträge: 1756
Registriert: Mo 1. Jun 2020, 16:46

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Meruem » Mi 26. Aug 2020, 23:04

Teeernte hat geschrieben:(26 Aug 2020, 22:59)

Neben den vielen amerikanismen ist der Text wirklich lesenswert...

https://epub.ub.uni-muenchen.de/62028/1 ... eneder.pdf

- Mich musst Du NICHT agitieren - da ist NICHTS Fair zu diskutieren - solange der MISSBRAUCH nicht geklärt ist.

Man versucht es mit BGE zu umschiffen und wird schiffbruch erleiden.

20 Mio zahlen mehr Steuern - damit vielleicht 2 Mio einen VORTEIL von BGE haben.

78 % der Leute sind dagegen..... und der Rest betreibt Infoläden und schmiert Wände an. :D :D :D


78% dagegen? Falsch in den letzten Umfragen in Deutschland waren 50% dafür 50% dagegen im Osten mehr Pro als im Westen, wie kommst du auf die 78%???
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24613
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Aug 2020, 23:13

Meruem hat geschrieben:(26 Aug 2020, 23:04)

78% dagegen? Falsch in den letzten Umfragen in Deutschland waren 50% dafür 50% dagegen im Osten mehr Pro als im Westen, wie kommst du auf die 78%???


Die Schweizer liegen in Abstimmungen fast gleich -

gefälligkeits-Umfragen :D :D :D widersprechen den Forschungsergebnissen - die mehrfach bereits zitiert worden sind.

Lies den Text und schwatz nicht.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Meruem
Beiträge: 1756
Registriert: Mo 1. Jun 2020, 16:46

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Meruem » Mi 26. Aug 2020, 23:42

Teeernte hat geschrieben:(26 Aug 2020, 23:13)

Die Schweizer liegen in Abstimmungen fast gleich -

gefälligkeits-Umfragen :D :D :D widersprechen den Forschungsergebnissen - die mehrfach bereits zitiert worden sind.

Lies den Text und schwatz nicht.


Sagt der richtig, gut die Schweiz , aber die Schweiz ist weder Deutschland noch Angola
Atue001
Beiträge: 1310
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Atue001 » Do 27. Aug 2020, 00:03

Vorsicht - nicht abgleiten! In der Diskussion hier sollte es um Alternativen zu Hartz IV gehen - um BGE-Ansätze als Alternative und auch als Ergänzung zur Sozialpolitik von heute.

Ob die Schweizer bei einer bestimmten Abstimmung unter ganz konkreten Rahmenbedingungen dort dem dort vorliegenden Konzept eine Mehrheit gegeben haben oder auch nicht, ist für diese Diskussion genau irrelevant.

Die Kernfrage wäre eher:
Wir haben definitiv Schwachstellen in der bestehenden Sozialpolitik. Erkennt diese jemand als systemisch bedingt? Und wenn ja - wäre dann ein BGE-System eine ernst zu nehmende Alternative?

Unser bestehendes Sozialsystem ist alles andere als wirklich sozial. Es ist voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Es lädt dazu ein, Missbrauch zu betreiben - und andere, die Missbrauch betreiben könnten, vorschnell zu verurteilen. Wie aber wäre das, wenn wir eine ernst zu nehmende Alternative auf der Basis eines BGE-Systems aufsetzen würden?

Moderne BGE-Konzepte vermeiden gerade die Schwächen des heutigen Sozialstaates, und setzen dem gegenüber auf Eigenverantwortung und Effizienz. So gesehen sollte sich doch eine ernsthafte Diskussion dazu lohnen!
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 24613
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Teeernte » Do 27. Aug 2020, 00:19

Atue001 hat geschrieben:(27 Aug 2020, 00:03)

Moderne BGE-Konzepte vermeiden gerade die Schwächen des heutigen Sozialstaates, und setzen dem gegenüber auf Eigenverantwortung und Effizienz. So gesehen sollte sich doch eine ernsthafte Diskussion dazu lohnen!


Bisher konnte ich in keinem BGE Modell eine Verbesserung der Lage der Abhängigen feststellen können. Vor allem die Kinder.

Ein BGE im bereich eines "Mittleren" Einkommens halte ich für eine Illusion. ....selbst Einkommensschwache Einkommen werden damit nicht erreicht werden.

>> Es bleibt bei "Einkommensarm".


Wie kommen die KINDER wieder aus dem SYSTEM ?

Eigenverantwortung ? Was wo wie ? Möchtest Du behaupten , dass die Leute "NUR" etwas Geld als HILFE benötigen ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 10147
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Links oben, unten rechts
Wohnort: Deutschland drunter & drüber

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon unity in diversity » Do 27. Aug 2020, 00:33

Meruem hat geschrieben:(26 Aug 2020, 23:42)

Sagt der richtig, gut die Schweiz , aber die Schweiz ist weder Deutschland noch Angola

Ich habe keinen Bedarf an BGE, weil meine soziale und gesellschaftliche Teilhabe auch ohne BGE gesichert ist.
Warum soll ich höhere Steuern zahlen, um anderen etwas aufzuzwingen, was diese genausowenig wie ich benötigen?
Wer wirklich Hilfe braucht, hat auch ohne BGE Zugang.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
Benutzeravatar
Bielefeld09
Beiträge: 9621
Registriert: Mo 19. Jan 2015, 19:48

Re: BGE als Alternative zu Hartz IV und BGE als Alternative und Ergänzung zur Sozialpolitik von heute

Beitragvon Bielefeld09 » Do 27. Aug 2020, 00:42

Ein BGE als Ergänzung zu der Sozialpolitik von heute ist nichts Neues!
Es geht aber nur um ein BGE für Bedürftige!
Darüber sollte diskutiert werden!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste