Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

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DieBananeGrillt
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon DieBananeGrillt » Sa 27. Jul 2019, 15:32

Wer ist denn schon so dämlich nach Deutschland zu kommen , um dort für 1100,- Euro zu arbeiten, wenn er 700,- Euro Miete zahlen soll ? Wenn überhaupt eine Wohnung gefunden wird und man nicht 4 Stunden täglich hin-und herpendeln muß um in die Städte zu kommen.
So doof ist man noch nicht einmal auf den Philippinen.
Es liegt nicht an der Bürokratie, es liegt am Kurzschluss -System Made in Germany.
Und am Denken der Bewohner hier, die meinen das hier der Nabel der Welt ist.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 27. Jul 2019, 15:35

DieBananeGrillt hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:32)

Wer ist denn schon so dämlich nach Deutschland zu kommen , um dort für 1100,- Euro zu arbeiten, wenn er 700,- Euro Miete zahlen soll ? Wenn überhaupt eine Wohnung gefunden wird und man nicht 4 Stunden täglich hin-und herpendeln muß um in die Städte zu kommen.
So doof ist man noch nicht einmal auf den Philippinen.
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Meine Frau ist Krankenschwester und die verdient 3000€ netto.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon unity in diversity » Sa 27. Jul 2019, 15:46

VaterMutterKind hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:35)

Meine Frau ist Krankenschwester und die verdient 3000€ netto.

Eine philippinische Tänzerin verdient mehr.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
VaterMutterKind

Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 27. Jul 2019, 15:48

unity in diversity hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:46)

Eine philippinische Tänzerin verdient mehr.


Meinetwegen. Meine Frau möchte aber nicht tanzen. Sie möchte kranken Menschen helfen.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon unity in diversity » Sa 27. Jul 2019, 15:51

VaterMutterKind hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:48)

Meinetwegen. Meine Frau möchte aber nicht tanzen. Sie möchte kranken Menschen helfen.

Das ist ein sehr harter Job und immer noch unterbezahlt.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon DieBananeGrillt » Sa 27. Jul 2019, 17:08

VaterMutterKind hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:35)

Meine Frau ist Krankenschwester und die verdient 3000€ netto.


Aber nur im Schichtdienst. Nachts und am Wochenende. Und in kapitalkräftigen Kliniken.
Und nicht zu Pflege von älteren Leuten.
Ich glaube nicht, das ältere Leute nachts gepflegt werden zu Hause und den Tarifvertrag der Mitarbeiter von Uni-Kliniken im Rücken haben.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 27. Jul 2019, 17:58

DieBananeGrillt hat geschrieben:(27 Jul 2019, 17:08)

Aber nur im Schichtdienst. Nachts und am Wochenende. Und in kapitalkräftigen Kliniken.
Und nicht zu Pflege von älteren Leuten.
Ich glaube nicht, das ältere Leute nachts gepflegt werden zu Hause und den Tarifvertrag der Mitarbeiter von Uni-Kliniken im Rücken haben.


Kein Schichtdienst. Dafür 4x 24h Dienst. Davon 1 oder 2 am WE. Sie arbeitet auf Anästhesie. Katholisches Krankenhaus. Bei der Caritas wird man solche Löhne nicht finden.
Zuletzt geändert von VaterMutterKind am Sa 27. Jul 2019, 18:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon VaterMutterKind » Sa 27. Jul 2019, 17:59

unity in diversity hat geschrieben:(27 Jul 2019, 15:51)

Das ist ein sehr harter Job und immer noch unterbezahlt.


Auf Anästhesie geht es. Sie hat 11 Jahre auf Intensivstation gearbeitet. Das war der Horror.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon unity in diversity » Sa 27. Jul 2019, 18:00

VaterMutterKind hat geschrieben:(27 Jul 2019, 17:58)

Kein Schichtdienst. Dafür 4x 24h Dienst. Da von 1 oder 2 am WE. Sie arbeitet auf Anästhesie. Katholisches Krankenhaus. Bei der Caritas wird man solche Löhne nicht finden.

OP-Schwester, das wird halbwegs gut bezahlt.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon imp » Mi 31. Jul 2019, 16:53

Sagt man ueberhaupt noch Schwester?
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon VaterMutterKind » Mi 31. Jul 2019, 17:24

imp hat geschrieben:(31 Jul 2019, 16:53)

Sagt man ueberhaupt noch Schwester?


Nein. Das wurde jetzt bereits zum zweiten Mal geändert. Meine Frau ignoriert die neue Berufsbezeichnung. Die kennt so gut wie keiner. Krankenschwester ist allen Patienten ein Begriff.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon imp » Mi 31. Jul 2019, 17:36

VaterMutterKind hat geschrieben:(31 Jul 2019, 17:24)

Nein. Das wurde jetzt bereits zum zweiten Mal geändert. Meine Frau ignoriert die neue Berufsbezeichnung. Die kennt so gut wie keiner. Krankenschwester ist allen Patienten ein Begriff.

Die Müllwerker bekommen auch alle Nase lang neue Namen, es stinkt der Muell aber weiterhin. Was den Pflegenotstand angeht, setze ich auf moderate Lohnerhoehungen, Strafzahlungen von Unternehmungen, die zu viele Patienten oder Alte von zu wenig Personal betreuen lassen und eine Art "blaue Karte" für Pflegepersonal aus dem nahen und fernen Ausland.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon H2O » Mi 31. Jul 2019, 18:53

imp hat geschrieben:(31 Jul 2019, 17:36)

Die Müllwerker bekommen auch alle Nase lang neue Namen, es stinkt der Muell aber weiterhin. Was den Pflegenotstand angeht, setze ich auf moderate Lohnerhoehungen, Strafzahlungen von Unternehmungen, die zu viele Patienten oder Alte von zu wenig Personal betreuen lassen und eine Art "blaue Karte" für Pflegepersonal aus dem nahen und fernen Ausland.


Ok, die Lust auf immer neue Berufsbezeichnungen für immer dieselbe weniger gefragte Beschäftigung begleitet uns doch schon, so lange ich mich an etwas erinnern kann.

Ich glaube nicht, daß wir mit "Bezahlung" die weniger schönen Seiten eines Berufs ausgleichen können. Examinierte Krankenschwestern mit einer Spezialisierung (Op, Narkose, Intensiv...) verdienen nicht so schlecht, daß man den Beruf meiden sollte. Aber der Schichtdienst, die seelische Belastung... erschweren eine ganz normale Lebensführung mit Ehe und Kindern. So geht das auch Beschäftigten in Pflegeheimen. Mehr Geld ändert daran gar nichts.

Der Ausweg, im Ausland für gutes Geld Personal ein zu werben, führt dazu, daß dann dort die Alten nicht ordentlich versorgt werden... und der Gesichtspunkt "Familie" geht völlig den Bach hinunter. Viel deutlicher möchte ich da nicht werden. Ich kenne diese Lage aus der Nahansicht!

Und am Ende will die Versorgung von Alten und Kranken auch aus Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung/Pflegeversicherung bezahlt werden. Da kann man den Finanzminister fest in den Blick nehmen. Allerdings wird der aus guten Gründen auch recht fest zurück blicken. Mit anderen Worten: Bei unserer Bevölkerungspyramide sehe ich keinen Königsweg zur akzeptablen Lösung des Versorgungsproblems für Alte und Kranke.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon Atue001 » Mo 5. Aug 2019, 23:07

Einfache Rezepte sind nicht immer die Besten - auch wenn sie gut klingen.

Klar - es sollte schon schnell voran gehen - wir brauchen Lösungen, denn der Pflegenotstand wird immer größer.
Nur - reicht die Qualifizierung von ausländischen Pflegekräften aus, um den deutschen Standards zu genügen? Wenn nicht - wie lange würde es dauern, bis die erste negative Schlagzeile kommt.....

Auch sollte genauer betrachtet werden, welche Pflege wir wollen! Pfleger im Krankenhaus sind dabei anders zu bewerten, als wenn es um die dauerhafte Pflege von alten Menschen geht. Bei letzterem spielt mit eine Rolle, wie wir Pflege und überhaupt das Altern in Würde organisieren wollen. Geht es darum, möglichst einfach und schnell alte Menschen in Pflegeeinrichtungen zu bringen, und sie dort dann zu Ende zu pflegen?
Oder geht es darum, die Bedürfnisse der älter werdenden Gesellschaft aufzugreifen, und Lebenskonzepte anzubieten, die ein Altwerden in Würde erlauben.

Menschen in Generationenhäusern brauchen weitaus weniger Pflegekräfte, als Altenpflegeheime - und wer sich mal mit den Modellen in Holland zum Thema Pflege beschäftigt, kann da auch vieles lernen, was für uns attraktiv sein könnte.

Klar - derzeit sind die Zustände in Deutschland ziemlich miserabel - und ebenso klar gehört dazu, dass man sich auch mit kurzfristiger Unterstützung durch ausländische Pflegekräfte beschäftigt. Nur - wenn dadurch Entlastung in der Pflegesituation in Deutschland geschaffen wird, dann sollte der entstehende Freiraum genutzt werden, damit wir eine Breite gesellschaftliche Diskussion dazu angehen, wie wir alle in Würde Altern wollen!
DERZEIT ist das vorwiegende Konzept: Wir alles sind Jugendlich jung bis wir nicht mehr krabbeln können - und dann gehts ab ins Pflegeheim!

Mit einer ernsthaften gesellschaftlichen Auseinandersetzung dazu, was wir eigentlich wollen, hat das noch zu wenig zu tun.
Ger9374

Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon Ger9374 » Do 8. Aug 2019, 04:29

Betreutes Wohnen erscheint ein allen gefälliges Modell zu sein.
Wird natürlich nur bis zu einem bestimmten Pflegegrad möglich.
Sollte finanziell auch günstiger sein als ein
Platz in einem Seniorenstift.
Der Familie fällt es immer schwerer Alten
pflegebedürftigen Menschen gerecht zu werden.Viele müssen Vollzeit arbeiten um
in schlecht bezahlten Jobs zurecht zu kommen.Ein heikles Thema finanziell, und Menschlich oft traurig!
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon Teeernte » Do 8. Aug 2019, 10:08

Ger9374 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 04:29)

Betreutes Wohnen erscheint ein allen gefälliges Modell zu sein.
Wird natürlich nur bis zu einem bestimmten Pflegegrad möglich.
Sollte finanziell auch günstiger sein als ein
Platz in einem Seniorenstift.
Der Familie fällt es immer schwerer Alten
pflegebedürftigen Menschen gerecht zu werden.Viele müssen Vollzeit arbeiten um
in schlecht bezahlten Jobs zurecht zu kommen.Ein heikles Thema finanziell, und Menschlich oft traurig!


Private Pflege wird vom Staat schlechter honoriert als "geschäftliche". Der Staat "lenkt" damit.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon John Galt » Sa 21. Sep 2019, 12:51

Wie viele Millionen Menschen sind in den letzten 4 Jahren nach Deutschland eingewandert oder geflohen?

Kulturell inkompatibel? Haram Christen den Arsch abzuwischen?

Jetzt wird jedenfalls in Mexiko gebettelt.

So hat das Gesundheitsministerium in den vergangenen Monaten systematisch Länder identifizieren lassen, in denen die Bevölkerung vergleichsweise jung, der Fachkräfteüberschuss aber hoch ist. Oder kurz: Länder, die es verschmerzen können, wenn junge Menschen abwandern. Nach diesem Schema tourt das Gesundheitsministerium durch die Welt. Im Juli warb Spahn im Kosovo um Pflegekräfte, seine Staatssekretärin reiste im August auf die Philippinen. Jetzt also ist Spahn in Mexiko. Und es ist jetzt schon klar, dass es für Spahn nicht die letzte Mission im Ausland ist.


https://www.spiegel.de/wirtschaft/jens- ... 87956.html
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon pLenarum » Sa 21. Sep 2019, 13:50

Einwanderung ist nicht die Lösung. Es ist höchstens ein kleiner Bestandteil einer anzustrebenden Gesamtlösung.

In Deutschland haben wir sich unter großem Protest Landesberufekammern in der Pflege gegründet und gründen sich noch. Der Protest kommt vor allem von den in der Pflege Beschätigten, weil diese nun bis zu 240€ Beitragen leisten müssen, aber selbst kaum von der Pflegekammer proitieren. Beitragserhebung erfolgt einkommensabhängig. Pflegekammer Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und NRW existieren schon. Weitere Länder werden folgen und eine Bundespflegekammer wartet auch schon auf sich. Alleine in Niedersachsen gab es hierzu eine Peition mit über 100.000 Unterschriften mit Demonstrationen (4.000 Leute, Hannover), die von der Landespolitik nicht weiter wahrgenommen wurden.

Da meine Frau Altenpflegerin ist, habe ich mich tiefergehend mit dem Thema beschäftigt. Also habe mich in der konkreten Pflegewissenschaft belesen, um den Sinn der Pflegekammer zu erfahren.

Die angestrebte Hauptlösung des Pflegenotstandes soll mittel- und langfristig durch Akademisierung erfolgen. Einführung der "evidenzbasierten Pflege" nennt sich der Studiengang u.a. - das ist eine Art duales Studium (Master). So können ärtzliche Vorbhaltsaufgaben auf den akademischen Pfleger übergehen. Ressource "Arzt" soll hierdurch entlastet werden und die Steuerung der Pflege qualitativ angehoben werden. Dies geht lustigerweise auf Kosten der dual ausgebildeten Pfleger., die diesen Strukturwandeln anhand der Pflegekammer bezahlen dürfen. Die examinierten Fachkräfte übernehmen dann vermehrt Aufgaben der Grundpflege wahr. Sie werden praktisch substituiert oder zu besseren Pflegehelfern degradiert.
Nichts ist eindeutig. Verallgemeinerungen sind Lügen. Alle Verallgemeinerungen sind falsch, diese eingeschlossen.
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Re: Pflegenotstand beheben dauert zu lange. Bürokratische Hürden für qualifizierte Einwanderung

Beitragvon pLenarum » Do 3. Okt 2019, 13:51

Hebammenausbildung künftig per Studium

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... er-Studium
Nichts ist eindeutig. Verallgemeinerungen sind Lügen. Alle Verallgemeinerungen sind falsch, diese eingeschlossen.

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