Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Alpha Centauri
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Feb 2019, 00:11

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Feb 2019, 23:55)

Nahles will sogar Hartz abschaffen und in Zukunft das Grundgesetz achten, in dem u.a. steht (Artikel 1), dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Die Einschränkung, dass das nur für Mittelständler, millionenschwere Mittelschichtler und einen Teil der Arbeitnehmerschaft gilt, steht da gar nicht.

Die Wirtschaftsbonzen sowie die alten Säcke in der SPD toben schon. Woher sollen denn dann die traumhaft billigen Lohn- und Gehaltssklaven kommen? Diese Frage stellt man sich auch in CDU und FDP, denn freie Menschen arbeiten mit Sicherheit nicht für 10 €/Stunde.

Angemessene Einkommen verringern zumindest das Problem der Altersarmut. Diesbezüglich muss man sich nicht unbedingt an Bangladesh orientieren, sondern eher an Skandinavien oder der Schweiz.


Dem Finanzminister fehlen 5 Milliarden im Haushalt da ist für teure Geschenke kein Platz ( Grundrente in Grunde auch Mütterrente) kein " Spielraum" gleichzeitig fordern Union und FDP ja immer Soli Abschaffung weil der Staat ja soviel einnimmt und auf der hohen Kante hätte wie ganz glaubwürdig klingt anders, dann verprasst man Milliarden ab Kohle für ministerial Bürokratie, oder dubiose Beraterverträge ( Bsp Verteidigungsministerum) zugleich soll ja für Grundrenten oder Grundeinkommen ja kein Geld da sein und so verkauft man die Bürger für blöd
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Iwan der Liebe » Do 7. Feb 2019, 01:21

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Feb 2019, 00:01)

Wer nimmt denn schon das Grundgesetz wortwörtlich ernst, Politiker jedenfalls nicht Artikel 1 DIE WÜRDE DES ARBEITENDEN MENSCHEN IST UNANTASTBAR " daher die Sanktionen bei Hartz , die Grundsicherung kann man kürzen und je jünger umso schneller) das heißt Menschenwürde unantastbar im RECHTSSTAAT" 2019



Im Grundgesetz steht "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Welcher Mensch damit gemeint ist, steht da gar nicht. Nur Linksgrünversiffte interpretieren das so, dass da jeder Mensch gemeint sei, aber wie geschrieben, das steht da nicht.

Herr Zetsche bekommt eine Rente von 4.246 Euro. Pro Tag. Er braucht sich nicht von Sarrazin oder anderen Sozen vorzurechnen lassen, wie er sich mit diesem Geld gesund ernähren kann. Einen Apfel/Tag und eine Erbsensuppe mit Erbsen kann er sich damit sicherlich problemlos leisten.
Ein VerHartzter hat etwa 1/10 dieses Betrages zur Verfügung, aber nicht pro Tag, sondern pro Monat... Ein Rentner mit Grundsicherung hat noch weniger.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Nightrain » Do 7. Feb 2019, 08:05

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Feb 2019, 00:11)

Dem Finanzminister fehlen 5 Milliarden im Haushalt da ist für teure Geschenke kein Platz ( Grundrente in Grunde auch Mütterrente) kein " Spielraum" gleichzeitig fordern Union und FDP ja immer Soli Abschaffung weil der Staat ja soviel einnimmt und auf der hohen Kante hätte wie ganz glaubwürdig klingt anders, dann verprasst man Milliarden ab Kohle für ministerial Bürokratie, oder dubiose Beraterverträge ( Bsp Verteidigungsministerum) zugleich soll ja für Grundrenten oder Grundeinkommen ja kein Geld da sein und so verkauft man die Bürger für blöd


Und Milliarden pro jahr für dümmlichste Migrationspolitik...
Und Milliarden für den hastigen Kohleausstieg...
Und Milliarden, um die kaputtgesparte Bundeswehr wieder Einsatztauglich zu machen...
Und Milliarden für Bauruinen BER und Stuttgart21...

Ich habe den Eindruck beim politischen Personal hat es inzwischen über alle Parteien hinweg den unfähigsten Dreck nach oben gespült. Fragt sich, ob diese Parteiendemokratie so noch eine Legitimation hat. Von Jahr zu Jahr erscheint mir eine Technokratur sympathischer.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 08:08

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Feb 2019, 23:55)

Angemessene Einkommen verringern zumindest das Problem der Altersarmut.
Diesbezüglich muss man sich nicht unbedingt an Bangladesh orientieren, sondern eher an Skandinavien oder der Schweiz.

Schön. Und was hat das jetzt mit den aktuellen Vorschlägen des Arbeitsministers und dem Threadthema zu tun ?
Was hilft das den aktuellen und kommenden Rentnern der nächsten Jahre ?

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Do 7. Feb 2019, 09:06

Senexx hat geschrieben:(06 Feb 2019, 12:05)

Die SPD hatte noch nie ein Gewissen und einen Sinn für Gerechtigkeit. Es ist reiner Populismus, sie setzt auf die Stimmen der dann Begünstigten. Die der anderen hat sie ja weitgehend verloren.

Es ist eine Art Stimmenkauf. Kennen wir schon immer aus Italien z.B., wo im Süden die Erlangung einer Invalidenrente eines der wichtigsten Lebensziele ist, und die Politiker sich mit der Hilfe beim Erlangen derselbe Wählerstimmen kaufen.

Ach und die CDU/CSU und die FDP zum Beispiel haben das? Das ist mir bislang vollkommen entgangen.
Fakt ist, irgend etwas muss getan werden. Z.Bsp. Spitzensteuer und Erbschaftsteuer rauf, mal als Vorschlag zur Gegenfinanzierung.
Zuletzt geändert von Klopfer am Do 7. Feb 2019, 09:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:09

Klopfer hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:06)

Ach und die CDU/CSU und die FDP zum Beispiel haben das? Das ist mir bislang vollkommen entgangen.

Fakt ist, irgend etwas muss getan werden. Z.Bsp. Spitzensteuer rauf.

Kannst Du mal erklären, was eine Spitzensteuersatzerhöhung den Rentnern bringt ?

Oder geht es Dir einfach nur um Einnahmeerhöhungen für den Staat ?
(Weil der Staat zu wenig Steuern einnnimmt)

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Do 7. Feb 2019, 09:14

Skull hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:09)

Kannst Du mal erklären, was eine Spitzensteuersatzerhöhung den Rentnern bringt ?

ODer geht es Dir einfach nur um Einnahmeerhöhungen für den Staat ?
(Weil der Staat zu wenig Steuern einnnimt)

mfg

Siehe oben. Dein Beissreflex war leider schneller...
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:15

Klopfer hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:14)

Siehe oben. Dein Beissreflex war leider schneller...

Klar. Im nachhinein Beiträge zu ändern...geht immer. :D

Und auch wenn es Dich überraschen wird. Da hätte ich wenig gegen.

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 09:20

jorikke hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:21)

Eigentlich ein Unding.
Jeder, der 35 Jahre gearbeitet hat soll natürlich über ein Einkommen von knapp 900,-€ verfügen. Jedoch, Renten werden ohne jede Bedürftigkeitsprüfung gezahlt.
Da würde dann die Rente einer Millionärsgattin, die 35 Jahre hobbymäßig als Friseuse gearbeitet hat um die 447,-€ aufgestockt, ohne das sie einen Cent an Beiträgen dafür abgedrückt hat.
Geht gar nicht.
Die Höhe der Rente muss unbedingt in Äquivalenz zu den eingezahlten Beiträgen stehen.


Gerade weil man an diesem Grundsatz festhalten will, kommen Renten heraus, die bei voller Beschäftigung mit niedrigen Beiträgen extrem mickrig sind. Und wenn man das Rentenniveau immer weiter absenken will, dann erwischt es natürlich nicht die reichen sondern die armen Beitragszahler am anderen Ende der Skala.

Übrigens, will man einer Rentnerin ihre Rente streichen, wenn sie eines Tages Lottomillionärin wird? Eine Bedürftigkeitsprüfung würde bedeuten, dass jeder am Ende seines Arbeitslebens (und darüber hinaus) seine Vermögensverhältnisse offenlegt. Wollt ihr das wirklich?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Do 7. Feb 2019, 09:21

Nightrain hat geschrieben:(06 Feb 2019, 14:54)

Was soll das alles bringen? Erst haut man das Rentenniveau geplant zu Kleinholz und dann stockt man den Leuten die Rente wieder auf ein überlebensfähiges Maß hoch. Völlig Banane ist das. In einem Artikel neulich habe ich gelesen, dass ein Pflegekraft mit Tariflohn 3400€ nach 45(!) Jahren Arbeit beim für 2045 geplanten Rentenniveau bei gerade mal 1100€ landet. Wievielen Leuten will man denn die Rente in 20 Jahren aufstocken? 60% der Bevölkerung?

Und ganz ehrlich. Das ist der x. Topf mit irgendwelchen Aufstockungen. Man könnte auch in Sozialleistungen grundsätzlich einen Lebensleistungsfaktor aufnehmen, der die Sozialleistung pro geleisteter Vollzeitarbeit-Jahresleistung um einen Betrag X erhöht. Wie wäre es denn mit 447 / 35 = 12,77€ monatlich gedeckelt auf maximal 35 Jahre?

3400€? Wo hast du das her?
http://www.score-personal.de/altenpfleger-gehalt/
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:23

Sören74 hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:20)

Eine Bedürftigkeitsprüfung würde bedeuten, dass jeder am Ende seines Arbeitslebens
(und darüber hinaus) seine Vermögensverhältnisse offenlegt. Wollt ihr das wirklich?

Nö.

Ja auch nicht jeder. Nur diejenigen, die eine Grundrente erhielten, die höher wäre als die tatsächliche.
Alle die entsprechend Ihrer Beitragspunkte ihre individuelle normale Rente bekommen,
wären ja nicht betroffen. Und das sind ja auch die meisten.

mfg
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Do 7. Feb 2019, 09:27

Skull hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:15)

Klar. Im nachhinein Beiträge zu ändern...geht immer. :D

Und auch wenn es Dich überraschen wird. Da hätte ich wenig gegen.

mfg

Wird aber sicherlich nicht kommen sonst bricht die Wirtschaft zusammen, zumindest stellt es das IW-Köln immer so hin.
Eher erhöht man die Umsatzsteuer um auch wirklich die Mitte und darunter zu treffen.
Zuletzt geändert von Klopfer am Do 7. Feb 2019, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 09:27

Alpha Centauri hat geschrieben:(07 Feb 2019, 00:11)

Dem Finanzminister fehlen 5 Milliarden im Haushalt da ist für teure Geschenke kein Platz ( Grundrente in Grunde auch Mütterrente) kein " Spielraum" gleichzeitig fordern Union und FDP ja immer Soli Abschaffung weil der Staat ja soviel einnimmt und auf der hohen Kante hätte wie ganz glaubwürdig klingt anders, dann verprasst man Milliarden ab Kohle für ministerial Bürokratie, oder dubiose Beraterverträge ( Bsp Verteidigungsministerum) zugleich soll ja für Grundrenten oder Grundeinkommen ja kein Geld da sein und so verkauft man die Bürger für blöd


Der Punkt ist, von Steuergeschenken profitieren in erster Linie hohe und mittlere Einkommen. Von einer Grundrente profitieren niedrige Einkommen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:27

Klopfer hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:27)

Wird aber sicherlich nicht kommen sonst bricht die Wirtschaft zusammen, zumindest stellt es das IW-Köln immer so hin.

Weder das eine...noch das andere.

mfg
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 09:34

Skull hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:23)

Ja auch nicht jeder. Nur diejenigen, die eine Grundrente erhielten, die höher wäre als die tatsächliche.
Alle die entsprechend Ihrer Beitragspunkte ihre individuelle normale Rente bekommen,
wären ja nicht betroffen. Und das sind ja auch die meisten.


Das Argument war ja, eine Millionärsgattin braucht ihre Rente gar nicht, egal ob sie eine Grundrente oder höhere Rente erhalten würde. Wenn man Rente nach Bedürftigkeitsaspekten auszahlen will, dann muss auch jeder seine Vermögenswerte offenlegen. Oder man sagt eben, dass derjenige belohnt werden soll, der mindestens 35 Jahre eingezahlt hat. Wofür ich wäre.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:39

Sören74 hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:34)

Das Argument war ja, eine Millionärsgattin braucht ihre Rente gar nicht,
egal ob sie eine Grundrente oder höhere Rente erhalten würde.

Wenn man Rente nach Bedürftigkeitsaspekten auszahlen will, dann muss auch jeder seine Vermögenswerte offenlegen.
Oder man sagt eben, dass derjenige belohnt werden soll, der mindestens 35 Jahre eingezahlt hat. Wofür ich wäre.

Eben nicht. EIne Millionärsgattin erhält die Rente, in der Ihre Anspruchshöhe besteht.
Wollte sie eine höhere Grundrente, müsste sie sich überprüfen lassen.

Lässt sie dieses, bekommt sie ganz normal ihre kleine Rente.

Eine Bedürftigkeitsprüfung kann sich ja nur auf Antragstellung beziehen.
Jeder der diesen Antrag nicht stellt (mangels Erfolgsaussicht oder Sinnlosigkeit) ist ja gar nicht betroffen.

Wo ist das Problem ?

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 7. Feb 2019, 09:42

Eine Grundrente ist unausweichlich, wenn man in Zukunft keine massenhafte Altersarmut sehen will, weil dann immer mehr prekär Beschäftigte in Rente gehen. 900 € für eine Einzelperson ist beim heutigen Kostenniveau schon recht wenig, weitere Zuschüsse zB. bei chronischer Krankheit sind dabei wohl schon vorprogrammiert. Es spricht auch nichts dagegen, beim Antrag auf Grundrente die Vermögensverhältnisse offenzulegen, muss man beim Bafögantrag ja auch tun.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 09:55

Skull hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:39)

Eben nicht. EIne Millionärsgattin erhält die Rente, in der Ihre Anspruchshöhe besteht.
Wollte sie eine höhere Grundrente, müsste sie sich überprüfen lassen.

Lässt sie dieses, bekommt sie ganz normal ihre kleine Rente.

Eine Bedürftigkeitsprüfung kann sich ja nur auf Antragstellung beziehen.
Jeder der diesen Antrag nicht stellt (mangels Erfolgsaussicht oder Sinnlosigkeit) ist ja gar nicht betroffen.

Wo ist das Problem ?


Diese Bedürftigkeitsprüfung müsste permanent wiederholt werden, solange die Rente bezogen wird. Soll eine 85-jährige Oma jedes mal vorstellig werden, um nachzuprüfen, ob sie nicht im letzten Monat doch 100.000 Euro dazubekommen hat?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Nightrain » Do 7. Feb 2019, 09:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:42)
Eine Grundrente ist unausweichlich, wenn man in Zukunft keine massenhafte Altersarmut sehen will, weil dann immer mehr prekär Beschäftigte in Rente gehen. 900 € für eine Einzelperson ist beim heutigen Kostenniveau schon recht wenig, weitere Zuschüsse zB. bei chronischer Krankheit sind dabei wohl schon vorprogrammiert. Es spricht auch nichts dagegen, beim Antrag auf Grundrente die Vermögensverhältnisse offenzulegen, muss man beim Bafögantrag ja auch tun.


Gibt es schon heute, nennt sich Grundsicherung? Warum bastelt man eigentlich mehrere parallel laufende Bürokratiemonster? Grundsicherung, Grundrente, Sozialhilfe....
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Do 7. Feb 2019, 09:57

Sören74 hat geschrieben:(07 Feb 2019, 09:55)

Diese Bedürftigkeitsprüfung müsste permanent wiederholt werden, solange die Rente bezogen wird.

Nö. MUSS man nicht. KANN man. :)

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