Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

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Positiv Denkender
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 9. Feb 2019, 12:05

relativ hat geschrieben:(08 Feb 2019, 18:39)

Nun ich weiss nicht als was du die Rente ansiehst. Für mich ist sie kein Becken voller Neider, die dem der Eine dem Anderen nicht das Schwarze unter den Fingernagel gönnt, nur weil sie meinen sie waren fleißiger oder schlauer.
Mir geht es darum, daß Menschen die sichbar fleißig waren auch in Alter ohne Allmosen vom Staat, um die sie betteln muessen, in Würde leben können.
Desweiteren geht des mom. Rentnergeneration deshalb noch mehrheitlich gut, weil sie mit einen anderen Rentenniveau und normlen Einkommen, eben gar nicht so arg Vorsorgen brauchten und wenn sie es Taten, jetzt sogar noch besser da stehen.

Wenn du deine Meinung auf Hass gegen die Sozen begründest disqualifizierst du dich für die Sache eh schon selber.
Weil er Ansprüche erworben hat. Das ist nunmal das Versprechen der Rentenversicherung und wenn die Parameter sich verändern , dann natürlich für alle, die es betrifft.


Ist ja schön, das du Familien kennst, die wohl auf die ihre neue Grundrente/Respektrente verzichten würden, bzw. sie für unnötig halten, Fakt ist aber sie haben die Ansprüche darauf, wenn 35 Jahre für eine Grudnrente reichten sollte.
Hat ja iemand behauptet, daß die anderen Rentner nicht fleißg waren. Dein Versuch daraus eine Neiddebatte zu machen verfängt bei mir nicht.

Du verwechselst hier was . Es geht nicht um die erworbenen Rentenansprüche sondern um Aufstockungen von Rentenansprüchen .
Erworben wurden Rentenansprüche durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen .
Die daraus erworbenen Rentenansprüche stehen auch jedem zu. Es geht um Aufstockung der Rentenansprüche .
Diese Aufstockung hat durch Beträgen in die RV niemand erworben .Hass gegen Sozen .
Ich lebe in einem BL das seit 1947 von Sozen regiert wird . Hätte ich Hass gegen diese Partei wäre ich sicher lange
umgezogen . Schon erstaunlich ,wenn Sozialisten anderen Hass unterstellen, weil sie sozialdemokratischen Unsinn kritisieren .
Demnach hätten ja alle Parteien die diesen Rentenunsinn nicht mittragen .
Du wirst meine Meinung nicht ändern das Rentenansprüche erarbeitet werden müssen .Das hat bisher
70 Jahre bestens funktioniert . Da muss man die Rente von ehemaligen AN nicht aufstocken die ohnehin
zwei Renten / Pensionen + andere Alterseinkommen beziehen .
Deinen sozialistischen Gerechtigkeitssinn sollst du dir bewahren . Nur mit Gerechtigkeit haben Rentenaufstockungen
nichts zu tun sondern die sind höchst ungerecht weil man erworbene Rentenansprüche unterschiedlich auslegt .
Dein Gerechtigkeitssinn wird sicher erklären warum man die Bedürftigkeitsprüfung seitens der SPD ablehnt .
Mag daran liegen, dass die Gattin des SPD Abgeordneten ,die zwar 35 Jahre in die RV eingezahlt hat aber lediglich
Teilzeit oder Stundenweise tätig war, dringend eine Aufstockung der Rente benötigt .
Gerechtigkeitssinn der SPD hat sich selbst disqualifiziert in dem sie für die abschlagsfreie Rente 6 Nachkriegsjahrgänge
ausgeschlossen hat. Es sei denn du willst behaupten jemand der vor 1942 geboren wurde oder nach 1949
hätte härter gearbeitet als AN die zwischen 1942 und 1949 gearbeitet haben .
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Maltrino
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Feb 2019, 12:10

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 11:07)

Jemanden, der genug Geld hat, noch über seine erworbenen Ansprüche hinaus zu unterstützen und das Geld dafür den Beiträgen der Pflichtversicherten zu entnehmen, finde ich noch viel schräger.


Ja dann muss man den ganzen Vorschlag von Heil aber kritisieren. Heil sagt sinngemäß: Jemand der 40 Jahre ca. 1300 Euro monatlich verdient hat, der soll mehr Rente haben als jemand der 40 Jahre nichts verdient hat (oder so?). Ich gehe aber mal davon aus, dass jemand der 1300 Euro monatlich verdient hat immerhin mehr verdient hat als jemand der nichts verdient hat oder? Das heißt, jemand der 40 Jahre lang mehr verdient hat, der soll dann nochmal im Alter mit Zuschuss belohnt werden? Wieso denn? Er hat doch schon 40 Jahre lang mehr verdient als der andere! Oder nochmal eine "Milchmädchenrechnung" draus gemacht:

Person A hat 40 Jahre lang nichts verdient und bekommt nun, laut Heil, nur die minimalste Sozialhilfe-Rente (oder wie das heißt).
Person B hat 40 Jahre lang 1300 Euro, also 624000 Euro (!!!!) verdient und bekommt, laut Heil, nun (obwohl die Person 634000 Euro verdient hat) nochmal ordentlich Grundrente zur Belohnung. Warum bekommt Person A diese nicht? Sie ist doch viel "bedürftiger", da sie nicht das "Glück" hatte 624000 Euro zu verdienen?

Hm?

Verwirre ich schon wieder?

Also, Ich verstehe ja was Heil meint, dass jemand der "mehr gearbeitet" hat (ich denke mal er mein auch mehr verdient?) mehr bekommen soll. Was er aber verschweigt: Das ganze Dilemma entsteht erst durch das grundsätzliche Steuer- und Sozialsystem, was die ganzen 40 Jahre lang dafür gesorgt hat, dass derjenige der 40 Jahre lang zum Mindestlohn gearbeitet hat nicht mehr zurücklegen konnte als ein Sozialhilfeempfänger. Es läuft imer wieder aufs gleiche hinaus. Wenn wir ein System wollen wo derjenige der "Mehr arbeitet" auch "mehr hat", dann müssen wir zwangsläufig Grundeinkommensähnliche Sockelbeträge ins System einbauen. Wenn jemand der 40 Jahre lang Mindestlohn gearbeitet hat zusätzlich noch Grundeinkommen bekommen hätte dann würde sich dieses Problem gar nicht stellen. Er hätte 40 Jahre lang erheblich mehr gehabt als jemand der nicht gearbeitet hat und hätte für die Rente sparen können oder sich Vermögen kaufen können. Aber genau diese Logik die jetzt hier im Forum wieder sichtbar wird, die besagt dass nur die "Bedürftigen" Geld kriegen sollen, verhindert das. Und deswegen muss ich über die ganze Diskussion auch eigentlich nur lachen weil ich absolut keine Logik mehr entdecken kann.

Ich find Heils Vorschlag ja auch nicht so toll, da es einfach aus dem Gesamtsusammenhang gerissen ist, aber die "fehlende Bedürftigkeitsprüfung" ist ja durchaus von der Logik her nachvollziehbar. Wenn Heil erreichen will, dass "diejenigen die mehr verdient haben auch als Rentner mehr haben und mehr bekommen", dann ist es auch logisch, dass diejenigen die Vermögen haben von diesen Leistungen profitieren, denn ansonsten würde ja faktisch jemand bestraft wenn er sich Vermögen gekauft hätte, also "klug" gehandelt hätte...

Aber ich erinnere daran, was ich in diesem Forum bereits vor Monaten schrieb: Ich sagte voraus, dass es die Konservativen und die Wirtschaftsliberalen sein werden die durch ihre permanente Ablehnung einer "Bedingungslosigkeit" dafür sorgen werden, dass nur noch "linke" Sozialstaatsprogramme durchkommen, die auch Umverteiung setzen. Und genau das passiert jetzt. FDP Lindner will unbedingt eine Bedürftigkeitsprüfung. Was er nicht merkt: Damit ist das was Lindner will eigentlich "linker" als das was Heil will. Weil bei Heil bekommen alle die für Mindestlohn gearbeitet haben die Grundrente. Bei Lindner würden nur die Armen die Grundrente bekommen und die "Reichen" würden de Facto eine Sonderabgabe zahlen. Das ist das schräge! Die CDU und die FDP fordern nun de Facto eine "Bestrafung der Vermögenden" und fordern damit de Facto mehr Umverteilung von vermögend zu "nicht vermögend". Also soll ich nun die FDP wählen wenn ich will, dass die Reichen bluten sollen und die Armen in der Hängematte Geld vom Staat bekommen? Sieht ja fast so aus. Aber es merkt halt keiner. Weil jeder sich von Wörtern wie "Bedürftigkeitsprüfung" blenden lässt ohne zu hinterfragen was das wirklich bedeutet.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 12:18

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 11:07)

Jemanden, der genug Geld hat, noch über seine erworbenen Ansprüche hinaus zu unterstützen und das Geld dafür den Beiträgen der Pflichtversicherten zu entnehmen, finde ich noch viel schräger.


Rente ist keine Stütze im Sinne von unterstützen, sondern ein Anspruch auf Einkommen, aufgrund zuvor erbrachter Leistungen. Wie man diese erbrachte Leistung im einzelnen gewichtet, liegt im Ermessen des Gesetzgebers. Der kann beispielsweise festlegen, dass auch die Erziehung der Kinder mit in die Wertung reinkommt, auch wenn keine Beiträge erwirtschaftet wurden. Dasselbe kann auch der Gesetzgeber eine bestimmte Arbeitszeit anrechnen, für die kaum Lohn ausgezahlt wurde, aber von der die Gesellschaft auch profitiert hat.

Das Argument 'der hat ja genug Geld' ist bei der Rente völlig irrelevant. Niemand käme auf die Idee, einem Millionär die Zahlung seiner Rente mit dem Hinweis zu verweigern, dass der doch schon genug Geld hat. Und ich habe hier auch von niemanden gehört, dass die Auszahlung des Kindergeldes nur nach Bedürftigkeitsgründen gelten sollte.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 12:20

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:05)

Du verwechselst hier was . Es geht nicht um die erworbenen Rentenansprüche sondern um Aufstockungen von Rentenansprüchen .
Erworben wurden Rentenansprüche durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen .


Und genau diese Aussage stimmt nicht. Die Erziehung von Kindern wird bei den Rentenansprüchen mit angerechnet, obwohl keine Beitragszahlungen erfolgt sind.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 12:25

Maltrino hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:10)

Aber ich erinnere daran, was ich in diesem Forum bereits vor Monaten schrieb: Ich sagte voraus, dass es die Konservativen und die Wirtschaftsliberalen sein werden die durch ihre permanente Ablehnung einer "Bedingungslosigkeit" dafür sorgen werden, dass nur noch "linke" Sozialstaatsprogramme durchkommen, die auch Umverteiung setzen. Und genau das passiert jetzt. FDP Lindner will unbedingt eine Bedürftigkeitsprüfung. Was er nicht merkt: Damit ist das was Lindner will eigentlich "linker" als das was Heil will. Weil bei Heil bekommen alle die für Mindestlohn gearbeitet haben die Grundrente. Bei Lindner würden nur die Armen die Grundrente bekommen und die "Reichen" würden de Facto eine Sonderabgabe zahlen. Das ist das schräge! Die CDU und die FDP fordern nun de Facto eine "Bestrafung der Vermögenden" und fordern damit de Facto mehr Umverteilung von vermögend zu "nicht vermögend". Also soll ich nun die FDP wählen wenn ich will, dass die Reichen bluten sollen und die Armen in der Hängematte Geld vom Staat bekommen? Sieht ja fast so aus. Aber es merkt halt keiner. Weil jeder sich von Wörtern wie "Bedürftigkeitsprüfung" blenden lässt ohne zu hinterfragen was das wirklich bedeutet.


Das ist ein Dilemma aktueller FDP-Politik, das mir so nicht bewusst war. :) Statt das klassische "Arbeit muss sich wieder lohnen" (auf das eigentlich der Heil-Vorschlag abzielt) wird mehr ein "wir müssen die Bedürftigen stärker unterstützen".
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 9. Feb 2019, 12:28

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:18)

Rente ist keine Stütze im Sinne von unterstützen, sondern ein Anspruch auf Einkommen, aufgrund zuvor erbrachter Leistungen. Wie man diese erbrachte Leistung im einzelnen gewichtet, liegt im Ermessen des Gesetzgebers. Der kann beispielsweise festlegen, dass auch die Erziehung der Kinder mit in die Wertung reinkommt, auch wenn keine Beiträge erwirtschaftet wurden. Dasselbe kann auch der Gesetzgeber eine bestimmte Arbeitszeit anrechnen, für die kaum Lohn ausgezahlt wurde, aber von der die Gesellschaft auch profitiert hat.

Das Argument 'der hat ja genug Geld' ist bei der Rente völlig irrelevant. Niemand käme auf die Idee, einem Millionär die Zahlung seiner Rente mit dem Hinweis zu verweigern, dass der doch schon genug Geld hat. Und ich habe hier auch von niemanden gehört, dass die Auszahlung des Kindergeldes nur nach Bedürftigkeitsgründen gelten sollte.



Sehe ich auch so und das weiter Gegenargument ( oder Vorwurf Richtung SPD) ohne Bedürftigkeitsprüfung es sei "Gießkannenprinzip" wird ad Absurdum geführt denn die Mütterrente der Union ist schließlich auch nichts anderes als Prinzip Gießkanne, daher finde ich das Verhalten der Union jetzt beim Thema Grundrente ziemlich verlogen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 9. Feb 2019, 12:35

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:20)

Und genau diese Aussage stimmt nicht. Die Erziehung von Kindern wird bei den Rentenansprüchen mit angerechnet, obwohl keine Beitragszahlungen erfolgt sind.


Hatten wir doch schon. Die Anrechnung der Kindererziehung ist wie die Witwenrente Teil der sogenannten Leibrente. Dafür müssen keine eigenen Beiträge entrichtet werden.
Bei der Mindestrentenaufstockung hingegen geht es um die normale Rente die man erhält wenn man die entsprechenden Beiträge einzahlt. Wenn nun trotz langer Arbeitszeit zu geringe Renten entstehen, kann der Gesetzgeber - Anreger in diesem Fall Herr Heil -
natürlich aus sozialen Gründen vorschlagen diese Renten aufzustocken. Völlig in Ordnung und auch in meinem Sinn.
Wenn allerdings diese Aufstockung auch an vermögende Menschen gezahlt werden soll, geht das zu Lasten normal arbeitender Steuerzahler und RV-Zahler.
… und genau an dieser Stelle ist das nicht mehr sozial und führt in die Irre.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 12:47

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:35)

Hatten wir doch schon. Die Anrechnung der Kindererziehung ist wie die Witwenrente Teil der sogenannten Leibrente. Dafür müssen keine eigenen Beiträge entrichtet werden.


Warum soll bei der Leibrente der Grundsatz, dass nur derjenige etwas bekommt, der auch einzahlt, nicht mehr gelten?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Feb 2019, 12:52

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:25)

Das ist ein Dilemma aktueller FDP-Politik, das mir so nicht bewusst war. :) Statt das klassische "Arbeit muss sich wieder lohnen" (auf das eigentlich der Heil-Vorschlag abzielt) wird mehr ein "wir müssen die Bedürftigen stärker unterstützen".


Vielleicht war das ja ein Trick von Heil. Vielleicht eine Art Verhandlungsmasse. Vielleicht wird es so laufen, dass er irgendwann sagt "Na gut, weil die CDU und die FDP es so wollen machen wir eine Bedürftigkeitsprüfung!". Die wahrscheinlich relativ armen SPD Wähler wird es nicht stören, aber vielleicht werden irgendwann vermögende FDP Wähler mit Eigenheim sagen: "Moment, wieso bekomm ich denn jetzt weniger Grundrente als mein chaotischer Nachbar der nichts zur Seite gelegt hat? Weil meine FDP das so wollte?? Na danke!!! :D
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 9. Feb 2019, 12:53

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:47)

Warum soll bei der Leibrente der Grundsatz, dass nur derjenige etwas bekommt, der auch einzahlt, nicht mehr gelten?


Das stimmt doch gar nicht.
Die Hinterbliebenen bekommen weiter Rente ob wohl sie nie eingezahlt haben.
..Witwenrente sagt dir was?
Das gleiche gilt für die Anrechnung der Kindererziehungsjahre.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 12:59

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:53)

Das stimmt doch gar nicht.
Die Hinterbliebenen bekommen weiter Rente ob wohl sie nie eingezahlt haben.
..Witwenrente sagt dir was?
Das gleiche gilt für die Anrechnung der Kindererziehungsjahre.


Eben, das meine ich ja. Warum ist das bei der Witwenrente okay, dass sie eine Leistung erhält, die sie nicht erwirtschaftet hat?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Sa 9. Feb 2019, 13:04

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:59)

Warum ist das bei der Witwenrente okay, dass sie eine Leistung erhält, die sie nicht erwirtschaftet hat?

Weil sie an die Bedingung geknüpft ist dass der Ehemann tot ist.

Und diese Bedingung wird sogar geprüft. DIe Höhe nach Bedürfniskeit und deren Prüfung festgelegt.
Ist die eigene Rente zu hoch, besteht noch eigenes Einkommen...wird sie gekürzt oder temporär gestrichen.

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 13:08

Skull hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:04)

Weil sie an die Bedingung geknüpft ist dass der Ehemann tot ist.

Und diese Bedingung wird sogar geprüft. DIe Höhe nach Bedürfniskeit und deren Prüfung festgelegt.
Ist die eigene Rente zu hoch, besteht noch eigenes Einkommen...wird sie gekürzt oder temporär gestrichen.


Und eine zukünftige Grundrente ist an die Bedingung geknüpft, dass man 35 Jahre gearbeitet hat und bisher eine Rente unter 900 Euro erhielt. Diese Bedingungen kann man nachprüfen. Also wo ist jetzt das Problem?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Sa 9. Feb 2019, 13:09

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:08)

Und eine zukünftige Grundrente ist an die Bedingung geknüpft, dass man 35 Jahre gearbeitet hat
und bisher eine Rente unter 900 Euro erhielt.
Diese Bedingungen kann man nachprüfen. Also wo ist jetzt das Problem?

Nicht die Bedingung, sondern die PRÜFUNG der Bedürftigkeit.

Gibt es bei der Witwenrente ja auch. :)

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 13:12

Skull, bei der Witwenrente wird keine Bedürftigkeit geprüft. Also wo ist das Problem, wenn auch bei einer Grundrente keine Bedürftigkeit geprüft wird?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Sa 9. Feb 2019, 13:13

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:12)

Skull, bei der Witwenrente wird keine Bedürftigkeit geprüft.

Doch natürlich. :)

https://finanzkun.de/artikel/witwenrent ... ene-rente/

Bei hohem eigenem Einkommen kann der Anrechnungsbetrag die potentielle Witwenrente durchaus übersteigen.
In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Witwenrente komplett.
Es kommt also immer auf die Verhältnisse im Einzelfall an, was nach der Verrechnung von der Witwenrente übrig bleibt.



Warum haben so viele Leute eigentlich keine Ahnung, wovon sie schreiben ? :?:

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Sa 9. Feb 2019, 13:37

Skull hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:13)
https://finanzkun.de/artikel/witwenrent ... ene-rente/
Bei hohem eigenem Einkommen kann der Anrechnungsbetrag die potentielle Witwenrente durchaus übersteigen.
In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Witwenrente komplett.
Es kommt also immer auf die Verhältnisse im Einzelfall an, was nach der Verrechnung von der Witwenrente übrig bleibt.

Das Rentensystem in Deutschland dürfte durch die Grundrente noch unübersichtlicher werden. Entweder man ringt sich zu einer großen Rentenreform mit einer steuerfinanzierten anfangs geringen Grundrente wie in Schweden oder in der Schweiz durch, oder aber man bleibt bei der sauberen Trennung zwischen leistungsabhängigen Umlageverfahren und Steuerzuschüssen für Bedürftige nach Prüfung. Der Aspekt der Generationengerechtigkeit fehlt bisher völlig in der Debatte.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Winzer » Sa 9. Feb 2019, 13:44

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:59)

Eben, das meine ich ja. Warum ist das bei der Witwenrente okay, dass sie eine Leistung erhält, die sie nicht erwirtschaftet hat?


Das hat mit dem alten Familienbild zu tun. Frau hütet über x Jahre zuhause die Kinder und führt den Haushalt während Ernährer malochen geht. Dadurch fehlen der Frau
Beitragsjahre in der Vita, sie hat aber nicht 'nichts gemacht' sondern zuhause 'unentlohnte' Arbeit verrichtet und es so dem Ernährer ermöglicht
entlohnter Arbeit nach zu gehen.
... denn wäre nicht der Bauer, so hättest Du kein Brot ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Riesenspielzeug

Nein, ich mag keine Besucher die erst die Tür eintreten und nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Feb 2019, 14:17

Skull hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:04)

Weil sie an die Bedingung geknüpft ist dass der Ehemann tot ist.

[*]


:D

[Mod: Spam entfernt]

Wähler hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:37)

...Der Aspekt der Generationengerechtigkeit fehlt bisher völlig in der Debatte.



Bitte? "Generationengerechtigkeit" in dieser Debatte? In diesem Forum? In Deutschland? Also ich sehe jeden Tag die deutsche "Generationengerechtigkeit". Sieht dann zum Beispiel so aus: Im Krankenhaus werden Milliarden ausgegeben um 80jährigen irgendwelche teueren Untersuchungen zu finanzieren, die ihnen sowieso nichts mehr nützen, und 20 jährige die grad ne Chemotherapie kriegen und denen schwindelig ist werden nach Hause geschickt weil sie 2 Minuten zu spät zum Termin sind. Oder kurz gesagt, die jungen sind die dummen, die alten kassieren, das ist doch tolle "Generationengerechtigkeit" und geht ja auch nicht anders, denn die alten sind die Mehrheit und in einer Demokratie regiert die Mehrheit, also derzeit die alten. Also was beschwerst du dich? tztz...
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 14:18

Skull hat geschrieben:(09 Feb 2019, 13:13)

Doch natürlich. :)

https://finanzkun.de/artikel/witwenrent ... ene-rente/

Bei hohem eigenem Einkommen kann der Anrechnungsbetrag die potentielle Witwenrente durchaus übersteigen.
In diesem Fall entfällt der Anspruch auf Witwenrente komplett.
Es kommt also immer auf die Verhältnisse im Einzelfall an, was nach der Verrechnung von der Witwenrente übrig bleibt.


Okay, das habe ich wirklich nicht gewusst. Wieder was dazu gelernt. :) Dort heißt es explizit, dass nur Netto-Einkünfte verrechnet werden. D.h. Vermögenswerte bleiben davon unberücksichtigt. Vielleicht wäre das ein denkbarer Kompromiss in der großen Koalition für die Grundrente.

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