Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 41362
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 7. Feb 2019, 12:37

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 12:07)

Da braucht es keine jährliche Bedüftigkeitsprüfung mehr und die Würde vieler Renter wäre auch wieder hergestellt.

Bei der Grundrente, wie ich sie mir vorstelle, gibt es eine einmalige Prüfung der Bedürftigkeit, Erbschaften und Lottogewinne müssen gemeldet werden.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Positiv Denkender
Beiträge: 3778
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 17:51

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » Do 7. Feb 2019, 13:25

yogi61 hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:36)

Natürlich muss man dafür sorgen, dass die Menschen von der Rente leben können. Ich muss in diesem Fall aber dem Strangersteller zum Teil beipflichten. So wie Heil sich das vorstellt, geht es nicht. Natürlich ist es ein Skandal, dass jahrzehntelange Leistung bei vielen Menschen nicht zu Renten über der Grundsicherung führt, aber das Problem sind doch eher die niedrigen Löhne und die prekären Beschäftigungsverhältnissen und da hat die SPD ihren historischen Beitrag geleistet. Ich persönlich halte das für ein Wahlkampfmanöver im Hinblick auf die anstehenden Wahlen gerade im Osten und gerade hier gab es nach der Wende so starke Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, dass viele Menschen hier ohnehin nicht in den Genuss von Heils Rente kämen.
Positiv darf man anmerken, dass die SPD wenigstens versucht die soziale Frage in den Mittelpunkt zu stellen, aber wie gesagt, in erster Linie muss man diese verdammten Dumpinglöhne in diesem Land bekämpfen.

Völliger Blödsinn .Niemand verharrt im Laufe seines Berufslebens auf dem gleich niedrigen Lohnniveau .
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6529
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Do 7. Feb 2019, 13:29

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 12:00)

Dann sollte man das Rentensystem ändern, dann passt auch wieder deine Argumentation.

Mal eine Frage , gibt es für die Mütterrente eigentlich eine Bedürftigkeitsprüfung?


Nein.
Warum auch?
Es ist, genau wie bei der Witwenrente, eine Leibrente aus der Rentenversicherung.
Die Witwen brauchen auch keine Beiträge zu zahlen, sie erhalten diese Rente ( ca. 60% der Rente ihres verstorbenen Mannes ) weil sie gemeinsam lebten, sie den Haushalt führte und es damit dem Manne ermöglichte Vollzeit zu arbeiten und RV Beiträge zu zahlen.
Frauen, die zusätzlich gearbeitet haben konnten das wegen der Kinder nicht durchgängig machen und es fehlen ihnen deswegen einige Jahre an Einzahlungen in die Rentenversicherung. Das wird nun teilweise durch die sogenannte Mütterrente ausgeglichen. Sie ist also auch als ein Teil der Leibrente aus der ges. Rentenversicherung zu verstehen.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 12255
Registriert: Di 25. Sep 2012, 07:44

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon odiug » Do 7. Feb 2019, 13:44

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 11:04)

Rentenansprüche sind ja keine Sozialleistungen in Sinne von Hartz 4 ect.
Ich sehe dies so, wenn wir für unserer Unternehmen die Möglichkeit des Niedriglohnes einführen und damit Alterarmut in unseren Rentensystem Vorprogrammiert ist, so muss sich die Gesellschaft darum kümmern, daß diejenigen, die eine lange Arbeitszeit hinter sich haben auch das Bekommen ws ihnen einen eigenständigen Lebensabend ermöglicht.
Etwas anderes wäre es, wenn die Rente komplett vom Staat finanziert wird, dann könnte man etwas installieren, was es z.B. auch für Kindergartenbeiträge ect. gibt.
Aber solange unser Rentensystem ein Beitragssystem ist, sagt mir mein Gerechtigkeitssinn, daß dies auch für die Millionärsgattin zu zählen hat, wenn sie denn auf diese 35 Jahre kommt.

Aber doch nicht bei einer Millionärsgattin, die ihren Beruf als Hobby betreibt.
Und was heißt hier eigenständig ... bei einer Scheidung hat sie Anspruch auf das erarbeitete Vermögen und Unterhalt.
Wobei das natürlich auch für Gatten gilt, sollte es sich um Frau Schäffler von Continental handeln.
Das macht doch wirklich keinen Sinn, genauso wenig wie es einen Sinn macht, Leuten mit einem Einkommen in den Hunderttausenden auch noch Kindergeld zukommen zu lassen, dies aber dem Harz 4 Bezieher von seinen Sozialleistungen abzuziehen.
Und eine Grundrente ist selbstverständlich eine Sozialleistung, wie übrigens auch das Kindergeld ... ist ja nicht Beitragsfinanziert.
Also warum soll ich Leuten, die auf diese Peanuts nun wirklich nicht angewiesen sind, Sozialleistungen zukommen lassen.
Warum zahlt der Arbeiter, mit einem Einkommen von ca 30 Tausend Brutto im Jahr aus seinen Steuern Sozialleistungen für Millionäre und regt sich über zinslose Kredite an Griechenland auf :?:
Das erklär mir mal einer :|
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Do 7. Feb 2019, 14:15

odiug hat geschrieben:(07 Feb 2019, 13:44)

Aber doch nicht bei einer Millionärsgattin, die ihren Beruf als Hobby betreibt.
Und was heißt hier eigenständig ... bei einer Scheidung hat sie Anspruch auf das erarbeitete Vermögen und Unterhalt.
Wobei das natürlich auch für Gatten gilt, sollte es sich um Frau Schäffler von Continental handeln.
Das macht doch wirklich keinen Sinn, genauso wenig wie es einen Sinn macht, Leuten mit einem Einkommen in den Hunderttausenden auch noch Kindergeld zukommen zu lassen, dies aber dem Harz 4 Bezieher von seinen Sozialleistungen abzuziehen.
Und eine Grundrente ist selbstverständlich eine Sozialleistung, wie übrigens auch das Kindergeld ... ist ja nicht Beitragsfinanziert.
Also warum soll ich Leuten, die auf diese Peanuts nun wirklich nicht angewiesen sind, Sozialleistungen zukommen lassen.
Warum zahlt der Arbeiter, mit einem Einkommen von ca 30 Tausend Brutto im Jahr aus seinen Steuern Sozialleistungen für Millionäre und regt sich über zinslose Kredite an Griechenland auf :?:
Das erklär mir mal einer :|

Also ausser bei dem Rentenvorschlag von Heil bin ich bei dir.
Die Grundrente für diese, Heil rechnet mit 3 Millionen die sowas betreffen könnte, ist für mich keine Sozialleistung in dem Sinne sondern eine Leistung , wie Mütterrente, die die Beitragszahler erbracht haben. Da würde ich jetzt nicht anfangen ein bürokratischen Popanz augfzubauen, der sich womöglich noch jährlich wiederholt.
Das dies jetzt über Steuergeldern finanziert werden muss/soll, liegt doch daran, daß bei der Rentenreform und liberalisierung des Arbeitsmarktes nicht an solche Menschen gedacht wurde.
Mindestlohn und Senkung des Lohnniveaus mitten oder ende des beruflichen Lebens, wer sollte da noch von diesen Menschen ordenlich privat vorsorgen.
Also Heils Vorschlag ohne Prüfung muss natürlich dann auch für alle gelten die sich diesen Anspruch erarbeitet haben, dazu zählt natürlich auch beitragspflichtige Arbeit zu der man gerne geht oder freiwillig macht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Do 7. Feb 2019, 14:18

jorikke hat geschrieben:(07 Feb 2019, 13:29)

Nein.
Warum auch?
Es ist, genau wie bei der Witwenrente, eine Leibrente aus der Rentenversicherung.
Die Witwen brauchen auch keine Beiträge zu zahlen, sie erhalten diese Rente ( ca. 60% der Rente ihres verstorbenen Mannes ) weil sie gemeinsam lebten, sie den Haushalt führte und es damit dem Manne ermöglichte Vollzeit zu arbeiten und RV Beiträge zu zahlen.
Frauen, die zusätzlich gearbeitet haben konnten das wegen der Kinder nicht durchgängig machen und es fehlen ihnen deswegen einige Jahre an Einzahlungen in die Rentenversicherung. Das wird nun teilweise durch die sogenannte Mütterrente ausgeglichen. Sie ist also auch als ein Teil der Leibrente aus der ges. Rentenversicherung zu verstehen.


Mütter die Kinder groß gezogen haben bekommen zusätzliche Rentenpunkte, ergo erhöht sich ihre Grundrente ohne Prüfung ob sie bedürftig sind. Mir ist nicht bekannt, daß Mütter die mit Millionären verheiratet sind davon ausgeschlossen werden..
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6529
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Do 7. Feb 2019, 14:29

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:18)

Mütter die Kinder groß gezogen haben bekommen zusätzliche Rentenpunkte, ergo erhöht sich ihre Grundrente ohne Prüfung ob sie bedürftig sind. Mir ist nicht bekannt, daß Mütter die mit Millionären verheiratet sind davon ausgeschlossen werden..


Nee, natürlich nicht.
Zwei Paar Stiefel sind zwei Paar Stiefel, sind zwei Paar Stiefel, sind zwei Paar Stiefel....
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Do 7. Feb 2019, 14:33

jorikke hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:29)

Nee, natürlich nicht.
Zwei Paar Stiefel sind zwei Paar Stiefel, sind zwei Paar Stiefel, sind zwei Paar Stiefel....

Du scheinst mir diesbezüglich einem Irrtum [edit MOD] anheim zu fallen, Wo liegt denn da der große Unterschied, ausser es bei der Mütterrente um Rentenpunkte für Kinderbetreuungsjahre geht und bei der Grundrente um Beitragsjahre.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 12255
Registriert: Di 25. Sep 2012, 07:44

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon odiug » Do 7. Feb 2019, 14:41

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:15)

Also ausser bei dem Rentenvorschlag von Heil bin ich bei dir.
Die Grundrente für diese, Heil rechnet mit 3 Millionen die sowas betreffen könnte, ist für mich keine Sozialleistung in dem Sinne sondern eine Leistung , wie Mütterrente, die die Beitragszahler erbracht haben. Da würde ich jetzt nicht anfangen ein bürokratischen Popanz augfzubauen, der sich womöglich noch jährlich wiederholt.
Das dies jetzt über Steuergeldern finanziert werden muss/soll, liegt doch daran, daß bei der Rentenreform und liberalisierung des Arbeitsmarktes nicht an solche Menschen gedacht wurde.
Mindestlohn und Senkung des Lohnniveaus mitten oder ende des beruflichen Lebens, wer sollte da noch von diesen Menschen ordenlich privat vorsorgen.
Also Heils Vorschlag ohne Prüfung muss natürlich dann auch für alle gelten die sich diesen Anspruch erarbeitet haben, dazu zählt natürlich auch beitragspflichtige Arbeit zu der man gerne geht oder freiwillig macht.

Für mich ist der Begriff Sozialleistungen kein Schimpfwort.
Die meisten Sozialleistungen gehen nicht an Sozialhilfebezieher oder verarmte Mitbürger, sondern an ganz normale Arbeitnehmer.
Kindergeld, Kinderbaugeld, Schülerausweise für ÖPV und kommunale Einrichtungen, KITAS, Schulspeisungen, Steuerzuschüsse an Rente-, Kranken- und Pflegeversicherungsleistungen, ja sogar solche Dinge wie Ehegattensplitting und Pendlerpauschalen sind eigentlich Sozialleistungen.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Positiv Denkender
Beiträge: 3778
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 17:51

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » Do 7. Feb 2019, 14:45

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:18)

Mütter die Kinder groß gezogen haben bekommen zusätzliche Rentenpunkte, ergo erhöht sich ihre Grundrente ohne Prüfung ob sie bedürftig sind. Mir ist nicht bekannt, daß Mütter die mit Millionären verheiratet sind davon ausgeschlossen werden..

Rente errechnet sich aus Beiträgen
Länge der Beitragszeit . Am Anfang eines Berufslebens liegen die
Einkommen oft unter dem errechneten Durchschnittseinkommen im Laufe des Berufslebens steigen die Einkommen .
Wer nur 35 Jahre halbtags oder Teilzeit beschäftigt war hat auch keinen Anspruch auf eine höheren Rente .
Wenn sollte man die gesetzliche Rente ganz abschaffen und jeder sollte seine Altersvorsorge selbst organisieren .
Dafür wird es keine Mehrheiten geben also sollte man das Rentensystem vom System her nicht verändern .
Lachhaft was der Herr Heil da ausgebrütet hat . Mehr Rente als das frühere Einkommen .Das motiviert eine
Leistungsgesellschaft oder ?Übrigens die Diffr. von ehemaligen Besserverdienenden zwischen Arbeitseinkommen und Rente
ist weitaus höher, als bei Durchschnitts oder Geringverdienern . .Nur das hat man gewusst deshalb hat man auch privat vorgesorgt .Vor allem für den Ehepartner der ja einige Jahre freiwillig
seine Berufsbiographie unterbrochen hat . Um mehr Rentengerechtigkeit zu erreichen müsste die Bemessungsgrenze
gesenkt werden . ,ohne das die Höchstrente gemindert würde.
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Fr 8. Feb 2019, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Do 7. Feb 2019, 14:50

odiug hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:41)

Für mich ist der Begriff Sozialleistungen kein Schimpfwort.
Die meisten Sozialleistungen gehen nicht an Sozialhilfebezieher oder verarmte Mitbürger, sondern an ganz normale Arbeitnehmer.
Kindergeld, Kinderbaugeld, Schülerausweise für ÖPV und kommunale Einrichtungen, KITAS, Schulspeisungen, Steuerzuschüsse an Rente-, Kranken- und Pflegeversicherungsleistungen, ja sogar solche Dinge wie Ehegattensplitting und Pendlerpauschalen sind eigentlich Sozialleistungen.

Für mich sind Sozialleistungen vom Staat auch mit keinem besondern Makel behaftet, aber da wo der Staat die Würde vieler Bürger ob solcher Leistungen m.M. nicht berücksichtigt , hört bei mir die Akzeptanz solcher Zahlungen auf. Dazu gehören mit Sicherheit die Bedürftigkeitsüberprüfungen bei Rentnern die Jahrzehnte lang gearbeitet und eingezahlt haben, ob sie es nun nötig haben, oder nicht.
Wie gesagt bei sonstigen Wohltaten des Staates an seine Bürger bin ich da durchaus bei dir.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Odin1506
Beiträge: 2267
Registriert: Mi 16. Jul 2014, 21:45
Benutzertitel: Mensch
Wohnort: Auf dieser Welt

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Odin1506 » Do 7. Feb 2019, 15:06

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:45)

Rente errechnet sich aus Beträgen ,Länge der Beitragszeit . Am Anfang eines Berufslebens liegen die
Einkommen oft unter dem errechneten Durchschnittseinkommen im Laufe des Berufslebens steigen die Einkommen .
Wer nur 35 Jahre halbtags oder Teilzeit beschäftigt war hat auch keinen Anspruch auf eine höheren Rente .
Wenn sollte man die gesetzliche Rente ganz abschaffen und jeder sollte seine Altersvorsorge selbst organisieren .
Dafür wird es keine Mehrheiten geben also sollte man das Rentensystem vom System her nicht verändern .
Lachhaft was der Herr Heil da ausgebrütet hat . Mehr Rente als das frühere Einkommen .Das motiviert eine
Leistungsgesellschaft oder ?
Übrigens die Diffr. von ehemaligen Besserverdienenden zwischen Arbeitseinkommen und Rente
ist weitaus höher, als bei Durchschnitts oder Geringverdienern . .Nur das hat man gewusst deshalb hat man auch privat vorgesorgt .Vor allem für den Ehepartner der ja einige Jahre freiwillig
seine Berufsbiographie unterbrochen hat .
Um mehr Rentengerechtigkeit zu erreichen müsste die Bemessungsgrenze
gesenkt werden . ,ohne das die Höchstrente gemindert würde.


1.) Also sollen deiner Meinung nach alle Geringverdiener am Ende keine Rente bekommen und der AG spart sich dann die GRV. Absolut asozial diese Denkweise.
2.) Klar motiviert es auch den unbeliebtesten Job bis zum Ende durchzuhalten.
3.) Nach diesen Worten sollen die Frauen aufhören Kinder zu gebären.

Ich frage mich wo du diese Einstellung her hast.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 27544
Registriert: Di 17. Jul 2012, 10:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Do 7. Feb 2019, 15:10

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:45)

Rente errechnet sich aus Beträgen ,Länge der Beitragszeit . Am Anfang eines Berufslebens liegen die
Einkommen oft unter dem errechneten Durchschnittseinkommen im Laufe des Berufslebens steigen die Einkommen .
Wer nur 35 Jahre halbtags oder Teilzeit beschäftigt war hat auch keinen Anspruch auf eine höheren Rente .
Wenn sollte man die gesetzliche Rente ganz abschaffen und jeder sollte seine Altersvorsorge selbst organisieren .
Dafür wird es keine Mehrheiten geben also sollte man das Rentensystem vom System her nicht verändern .
Lachhaft was der Herr Heil da ausgebrütet hat . Mehr Rente als das frühere Einkommen .Das motiviert eine
Leistungsgesellschaft oder ?Übrigens die Diffr. von ehemaligen Besserverdienenden zwischen Arbeitseinkommen und Rente
ist weitaus höher, als bei Durchschnitts oder Geringverdienern . .Nur das hat man gewusst deshalb hat man auch privat vorgesorgt .Vor allem für den Ehepartner der ja einige Jahre freiwillig
seine Berufsbiographie unterbrochen hat . Um mehr Rentengerechtigkeit zu erreichen müsste die Bemessungsgrenze
gesenkt werden . ,ohne das die Höchstrente gemindert würde.


Ich gebe dir mal ein Beispiel, von mir selber.
Als ich angefangen habe zu arbeiten lag das Rentenniveau bei ca 64 % und die Zusatzversorgung durch den Arbeitgeber hat/hätte dich auf ca 80% des letzten Nettos gebracht.
Da habe ich mir als junger Mensch gar keine Gedanken gemacht privat vorzusorgen, weil für mich klar war, damit kommt man auch im Alter klar.
In ca. der Mitte meines Berufslebens hat sich dies auf einmal alles gewandelt. Nun ist das Rentenniveau ist Stand jetzt bei 46% , es gibt Rentenpunkte und auf Erspartes gibts kaum mehr Zinsen. Meine Arbeitszeit erhöhte sich stand jetzt von 45 Beitragsjahren auf 47 Jahren, obs dabei bleibt ist noch offen evtl. werden es auch 49 Jahre. Dabei gehöre ich sicher zu den Leuten denen es auch dann nicht so schlecht geht, aber es gibt noch Millionen anderer die es dann wesentlich schlimmer treffen wird obwohl sie immer gearbeitet und eingezahlt haben.
Von den Auswirkungen der Liberalisierung des Arbeitsmarkt für diese Arbeitnehmer mal gar nicht zu reden.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 41362
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 7. Feb 2019, 15:38

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 14:50)

Für mich sind Sozialleistungen vom Staat auch mit keinem besondern Makel behaftet, aber da wo der Staat die Würde vieler Bürger ob solcher Leistungen m.M. nicht berücksichtigt , hört bei mir die Akzeptanz solcher Zahlungen auf. Dazu gehören mit Sicherheit die Bedürftigkeitsüberprüfungen bei Rentnern die Jahrzehnte lang gearbeitet und eingezahlt haben, ob sie es nun nötig haben, oder nicht.


Gottohgott jetzt sind Bedürftigkeitsprüfungen schon nicht mehr mit der Menschenwürde vereinbar, es wird echt immer bizarrer. Was ist denn so furchtbar schlimm daran zu erklären, dass die Rente, die man sich erwirtschaftet hat, zu niedrig ist und man kein grösseres Vermögen und auch keine Nebeneinkommen hat?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6529
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Do 7. Feb 2019, 16:28

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 15:10)

Ich gebe dir mal ein Beispiel, von mir selber.
Als ich angefangen habe zu arbeiten lag das Rentenniveau bei ca 64 % und die Zusatzversorgung durch den Arbeitgeber hat/hätte dich auf ca 80% des letzten Nettos gebracht.
Da habe ich mir als junger Mensch gar keine Gedanken gemacht privat vorzusorgen, weil für mich klar war, damit kommt man auch im Alter klar.
In ca. der Mitte meines Berufslebens hat sich dies auf einmal alles gewandelt. Nun ist das Rentenniveau ist Stand jetzt bei 46% , es gibt Rentenpunkte und auf Erspartes gibts kaum mehr Zinsen. Meine Arbeitszeit erhöhte sich stand jetzt von 45 Beitragsjahren auf 47 Jahren, obs dabei bleibt ist noch offen evtl. werden es auch 49 Jahre. Dabei gehöre ich sicher zu den Leuten denen es auch dann nicht so schlecht geht, aber es gibt noch Millionen anderer die es dann wesentlich schlimmer treffen wird obwohl sie immer gearbeitet und eingezahlt haben.
Von den Auswirkungen der Liberalisierung des Arbeitsmarkt für diese Arbeitnehmer mal gar nicht zu reden.


Bleiben wir einfach mal bei den überprüfbaren, von dir angegebenen Zahlen.
1. Rentenniveau ist von 64 auf 46% gesunken.
2. Du musst jetzt zwei Jahre länger arbeiten.
Unterstellen wir einfach einen Brutto Verdienst von 3000,-€
Dann hättest du früher, bei 64% eine Rente von 1.920,-€ bezogen.
Heute, bei 46% wären das nur noch 1.380,-€.
Allerdings hat sich die Bezugsdauer (durch die höhere Lebenserwartung) von seinerzeit 10 auf inzwischen 20 Jahre verdoppelt.
Als noch 64% gezahlt wurden hättest du also 1.920 x 12 x 10 = 230.400,-€ erwarten können.
Heute müsste die Rentenkasse dir insgesamt 1.380 x 12 x 20 = 331.200,-€ überweisen.
Ist das weniger?
Man kann selbstverständlich die Rentenpunkte so berechnen, dass es bei ungefähr 64% vom Brutto bleibt.
Es müsste lediglich der Rentenbeitrag um ca. 50% erhöht werden.
Dann möchte ich dich mal stöhnen hören.
Wähler
Beiträge: 5101
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Do 7. Feb 2019, 16:37

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2019, 11:04)
Aber solange unser Rentensystem ein Beitragssystem ist, sagt mir mein Gerechtigkeitssinn, daß dies auch für die Millionärsgattin zu zählen hat, wenn sie denn auf diese 35 Jahre kommt.

Ich bin eher für eine saubere Trennung zwischen dem Umlagesystem und den systemfremden Steuerzuschüssen. Die Aufstockung der im Umlagesystem erworbenenen Punkte durch Steuergeld sollte daher an die Bedürftigkeit gebunden sein. Natürlich sollten auch die systemfremden Steuerzuschüsse dahin gehend überprüft werden, ob sie sozial gerecht sind, zum Beispiel doppelte Witwen- oder Witwer-Renten. Hier bietet sich die Chance für eine umfassende Rentenreform.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 19:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Feb 2019, 11:40)

Erfüllt sie aber nicht, weil sie nicht bedürftig ist.


Die Rente wird nicht nach Bedürftigkeit ausgezahlt, sondern nach erbrachter Leistung. Dazu zählen auch 35 Beitragsjahre. Deshalb ist die Rente auch als etwas anderes anzusehen, als beispielweise das BAföG. Letzteres richtet sich tatsächlich nach der Bedürftigkeit des Studenten, was von seinem Kontostand und dem Einkommen seiner Eltern abgeleitet wird.
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 19:27

Wolverine hat geschrieben:(07 Feb 2019, 11:43)

Genau das ist der Punkt. Es soll nach Bedürftigkeit entschieden werden.


Wenn man schon so argumentiert, dann müsste man konsequenterweise die Rente nach Bedürftigkeitsrichtlinien auszahlen.
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 19:39

jorikke hat geschrieben:(07 Feb 2019, 11:51)

Die Argumentation richtet sich doch nur gegen zusätzliche Mittel, die sie sich gar nicht erarbeitet hat, die nur für Menschen gedacht sind die dieser Förderung bedürfen, da sie trotz Fleiß und Jahrzehnte langer Arbeit als Geringverdiener von ihrer Beitrags-erarbeiteten Rente nicht leben können.


Was hier als "zusätzliche Mittel" bezeichnet wird, ist letztlich eine Neugewichtung der Beitragsjahre. Zukünftig sollen 35 Jahre in relativ schlecht bezahlten Jobs eine höhere Gewichtung erhalten. Dieser Neugewichtung muss man nicht zustimmen, wird aber trotzdem erklären müssen, wie man das Problem der Altersarmut alternativ in den Griff bekommen will.

Im übrigen, wer hier immer wieder damit argumentiert, wer nicht viel einzahlt, bekommt auch weniger Rente, müsste konsequenterweise für die Abschaffung der Beitragspunkte durch Kindererziehung sein.

jorikke hat geschrieben:Zusätzlich zu dieser eigentlich ganz klaren Argumentation kommt hinzu, für dieses pampern einer Wohlhabenden müssten Menschen ihre Steuergroschen abführen die selber nicht zu den Gutverdienern gehören.
… um es ganz klar zu sagen, deine Argumentation ist keinen Pfifferling wert.


Ich finde das eine ziemlich merkwürdige Argumentation. Also weil durch die Grundrente auch einige Wohlhabende profitieren könnten, ist man gegen diese Rentenerhöhung, von der eigentlich arme Rentner profitieren würden.
Benutzeravatar
Sören74
Beiträge: 4144
Registriert: Mi 30. Jan 2019, 14:30

Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Do 7. Feb 2019, 19:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Feb 2019, 12:37)

Bei der Grundrente, wie ich sie mir vorstelle, gibt es eine einmalige Prüfung der Bedürftigkeit, Erbschaften und Lottogewinne müssen gemeldet werden.


Ja klasse, dann würde man vor Renteneintritt sein Vermögen an seine Kinder verschenken oder sprichwörtlich verstecken, lässt sich einmal prüfen und dann wieder das Geld zurückgeben.

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast