Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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jorikke
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Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Mi 6. Feb 2019, 11:21

Das Problem:
Wer 35 Jahre sozialversichert gearbeitet hat und weniger als 869 € Rente bezieht soll Aufstockung erhalten.
Bei einem Geringverdiener, der lediglich Rentenansprüche von 449,-€ erworben hat, werden dann 447,-€ zugezahlt.
869,-€ sind nicht viel, sollte wirklich jeder bekommen.
Allerdings, der Teufel steckt im Detail. Wie will man einem Arbeiter erklären der diese Rentenhöhe erhält und dafür die entsprechenden Beiträge bezahlt hat, dass plötzlich "sein Nachbar", der in der gleichen Zeit nur die Hälfte der Beiträge geleistet hat, eine gleich hohe Rente bezieht?
Eigentlich ein Unding.
Jeder, der 35 Jahre gearbeitet hat soll natürlich über ein Einkommen von knapp 900,-€ verfügen. Jedoch, Renten werden ohne jede Bedürftigkeitsprüfung gezahlt.
Da würde dann die Rente einer Millionärsgattin, die 35 Jahre hobbymäßig als Friseuse gearbeitet hat um die 447,-€ aufgestockt, ohne das sie einen Cent an Beiträgen dafür abgedrückt hat.
Geht gar nicht.
Die Höhe der Rente muss unbedingt in Äquivalenz zu den eingezahlten Beiträgen stehen.
Genug gemeckert, jetzt mal ein Vorschlag, wie es auch ginge. (?)
Es wird einfach ein Mindestbeitrag der Rentenversicherung festgelegt, der in der Höhe so bemessen ist, das eine Rente in der ober angestrebten Höhe erreicht wird. Die Differenz des Beitrags, der in der Höhe den des Beitrags des Mindestlohnes übersteigt, wird vom Arbeitgeber getragen. Der wiederum kann die Mehrkosten als Betriebskosten ( oder wie auch immer ) geltend machen.
Das würde nicht teurer sein als die vom Sozialminister Heil vorgeschlagene Lösung.
Allerdings wesentlich einsichtiger für alle Arbeitnehmer.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 6. Feb 2019, 11:32

SZ 4. Februar 2019 Keines der europäischen Nachbarländer tut sich leicht mit der Grundsicherung im Alter
https://www.sueddeutsche.de/politik/bli ... -1.4316163
Es läuft im Prinzip immer auf eine Aufstockung irgendwie eingezahlter Beiträge und erworbener Ansprüche hinaus, um Armut im Alter zu verringern.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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yogi61
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon yogi61 » Mi 6. Feb 2019, 11:36

Natürlich muss man dafür sorgen, dass die Menschen von der Rente leben können. Ich muss in diesem Fall aber dem Strangersteller zum Teil beipflichten. So wie Heil sich das vorstellt, geht es nicht. Natürlich ist es ein Skandal, dass jahrzehntelange Leistung bei vielen Menschen nicht zu Renten über der Grundsicherung führt, aber das Problem sind doch eher die niedrigen Löhne und die prekären Beschäftigungsverhältnissen und da hat die SPD ihren historischen Beitrag geleistet. Ich persönlich halte das für ein Wahlkampfmanöver im Hinblick auf die anstehenden Wahlen gerade im Osten und gerade hier gab es nach der Wende so starke Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, dass viele Menschen hier ohnehin nicht in den Genuss von Heils Rente kämen.
Positiv darf man anmerken, dass die SPD wenigstens versucht die soziale Frage in den Mittelpunkt zu stellen, aber wie gesagt, in erster Linie muss man diese verdammten Dumpinglöhne in diesem Land bekämpfen.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Senexx
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Senexx » Mi 6. Feb 2019, 12:05

Die SPD hatte noch nie ein Gewissen und einen Sinn für Gerechtigkeit. Es ist reiner Populismus, sie setzt auf die Stimmen der dann Begünstigten. Die der anderen hat sie ja weitgehend verloren.

Es ist eine Art Stimmenkauf. Kennen wir schon immer aus Italien z.B., wo im Süden die Erlangung einer Invalidenrente eines der wichtigsten Lebensziele ist, und die Politiker sich mit der Hilfe beim Erlangen derselbe Wählerstimmen kaufen.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 6. Feb 2019, 12:19

Das SPD Konzept der Grundrente ist zwar gut gemeint aber völlig unausgegoren positiv die Bedürftigkeitsprüfung ( Bürokratiekosten und Verwaltungsaufwand) sollen weg fallen aber in den Genuss soll man nach 35 Beitragsjahren kommen Äh??? Warum 35 ?? Warum nicht 36 , 38 oder 30??? Völlig willkürliche mindest Zahl , dass führt dann auch dazu dass jemand der " nur 33 oder 34 Jahre Vollzeit gearbeitet hat nicht in den Genuss der Grundrente kommt während einer der bei Teilzeit auf 35 Jahre kommt aber schon.


Da wäre selbst das Grundeinkommen gerechter als die Grundrente
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relativ
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Mi 6. Feb 2019, 12:23

jorikke hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:21)

Das Problem:
Wer 35 Jahre sozialversichert gearbeitet hat und weniger als 869 € Rente bezieht soll Aufstockung erhalten.
Bei einem Geringverdiener, der lediglich Rentenansprüche von 449,-€ erworben hat, werden dann 447,-€ zugezahlt.
869,-€ sind nicht viel, sollte wirklich jeder bekommen.
Allerdings, der Teufel steckt im Detail. Wie will man einem Arbeiter erklären der diese Rentenhöhe erhält und dafür die entsprechenden Beiträge bezahlt hat, dass plötzlich "sein Nachbar", der in der gleichen Zeit nur die Hälfte der Beiträge geleistet hat, eine gleich hohe Rente bezieht?
Eigentlich ein Unding.
Willst du ein System welches auf Neid und Erbsenzählerei beruht , oder willst du eins welchen objektiv und subjektiv eine Lücke in unserem sozialen Gesellschaftssystem schließt? Auserdem soll das zusätzliche Geld ja aus Steuermitteln kommen. Quasi umgeht man damit einer Neuordnung des Rentensystems indem alle einzahlen.

Jeder, der 35 Jahre gearbeitet hat soll natürlich über ein Einkommen von knapp 900,-€ verfügen. Jedoch, Renten werden ohne jede Bedürftigkeitsprüfung gezahlt.
Gut so, denn es ist eine Frage des Respektes vor diesem Menschen, ihn nach 35 Jahren arbeit nicht für sein Lebensarbeit stempeln gehen zu lassen. Dafür sind wir wirklich ein zu reiches Land.

Da würde dann die Rente einer Millionärsgattin, die 35 Jahre hobbymäßig als Friseuse gearbeitet hat um die 447,-€ aufgestockt, ohne das sie einen Cent an Beiträgen dafür abgedrückt hat.
Wieso soll eine Millionärsgattin jetzt dafür bestraft werden das sie ein Millionär geheiratet hat und eigentlich gar nicht hätte arbeiten muessen es aber trotzdem tat?
Geht gar nicht.
Doch geht sehr wohl und ist auch sehr nachvollziehbar, denn sie hat ja 35 Jahre gearbeitet und auch eingezahlt.

Die Höhe der Rente muss unbedingt in Äquivalenz zu den eingezahlten Beiträgen stehen.
Nein muss sie nicht und tut sie mom. eigentlich schon deshalb nicht, weil die Auszahlung durch ein Punktesystem und anderen Dingen schon variiert.

Genug gemeckert, jetzt mal ein Vorschlag, wie es auch ginge. (?)
Es wird einfach ein Mindestbeitrag der Rentenversicherung festgelegt, der in der Höhe so bemessen ist, das eine Rente in der ober angestrebten Höhe erreicht wird. Die Differenz des Beitrags, der in der Höhe den des Beitrags des Mindestlohnes übersteigt, wird vom Arbeitgeber getragen. Der wiederum kann die Mehrkosten als Betriebskosten ( oder wie auch immer ) geltend machen.
Das würde nicht teurer sein als die vom Sozialminister Heil vorgeschlagene Lösung.
Allerdings wesentlich einsichtiger für alle Arbeitnehmer.

Klar da würden, ausser die Unternehmen, sicherlich viele Bürger Beifall klatschen. Ich hätte uch nix dagegen, wenn Gewinnmargen etwas sinken würden und dafür der sozial gesellschaftliche Aspekt bei Unternehmen wieder etwas größer geschrieben würde.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Mi 6. Feb 2019, 12:27

Senexx hat geschrieben:(06 Feb 2019, 12:05)

Die SPD hatte noch nie ein Gewissen und einen Sinn für Gerechtigkeit. Es ist reiner Populismus, sie setzt auf die Stimmen der dann Begünstigten. Die der anderen hat sie ja weitgehend verloren.
Skandal, die SPD geht ihrem Kerngeschäft nach. :?:

Es ist eine Art Stimmenkauf. Kennen wir schon immer aus Italien z.B., wo im Süden die Erlangung einer Invalidenrente eines der wichtigsten Lebensziele ist, und die Politiker sich mit der Hilfe beim Erlangen derselbe Wählerstimmen kaufen.

Natürlich macht sowas keine andere Partei in Deutschland ausser der SPD gelle?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Mi 6. Feb 2019, 12:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(06 Feb 2019, 12:19)

Das SPD Konzept der Grundrente ist zwar gut gemeint aber völlig unausgegoren positiv die Bedürftigkeitsprüfung ( Bürokratiekosten und Verwaltungsaufwand) sollen weg fallen aber in den Genuss soll man nach 35 Beitragsjahren kommen Äh??? Warum 35 ?? Warum nicht 36 , 38 oder 30??? Völlig willkürliche mindest Zahl , dass führt dann auch dazu dass jemand der " nur 33 oder 34 Jahre Vollzeit gearbeitet hat nicht in den Genuss der Grundrente kommt während einer der bei Teilzeit auf 35 Jahre kommt aber schon.

Mich würde es doch schon interesseren wo du eine Grenze ziehen würdest, wenn unserer Rentensystem so bleibt wie es ist? Denn irgendwo muss du da schon einen Grenze ziehen muessen.


Eine Grundrente für jeden gleich, ist ja gar nicht angedacht in Heils Vorschlag.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Max Wein » Mi 6. Feb 2019, 12:38

Der depp will nur probleme mit geld lösen, dabei zahlen die doch kein cent rein.
Würden die mal alle einzahlen und eine rentenpunkt begrenzung mit einbauen, würde es das problem eher lösen.
Aber nein, die die es zahlen müssen sind dann meine Generation und das meist für die die mehrere renten punkte in ein jahr verdienen.

Es wird nicht gerecht sonder unfair, es muss in der richtung eine reform eingebracht werden, sonst wirds unfinanzierbar,
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jorikke
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Mi 6. Feb 2019, 12:52

Max Wein hat geschrieben:(06 Feb 2019, 12:38)

Der depp will nur probleme mit geld lösen, dabei zahlen die doch kein cent rein.
Würden die mal alle einzahlen und eine rentenpunkt begrenzung mit einbauen, würde es das problem eher lösen.
Aber nein, die die es zahlen müssen sind dann meine Generation und das meist für die die mehrere renten punkte in ein jahr verdienen.

Es wird nicht gerecht sonder unfair, es muss in der richtung eine reform eingebracht werden, sonst wirds unfinanzierbar,


Ob das Rentensystem, wie es ist, für eine Million Arbeitnehmer, für 10 Millionen oder für 40 Millionen gilt ist völlig unerheblich.
Wenn mehr einzahlen, bekommen auch mehr Rente. An den systemischen "Fehlern" würde sich nichts ändern.
Wenn, wie du vorschlägst alle, also auch Selbstständige und Beamte, einzahlen sollen, besteht der Vorteil genau so lange, bis die dann auch die Altersgrenze erreichen und Rente beziehen.
Dann ist alles wieder wie jetzt und die Folgegeneration müsste für deinen Vorschlag bezahlen.
Max Wein
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Max Wein » Mi 6. Feb 2019, 12:59

jorikke hat geschrieben:(06 Feb 2019, 12:52)

Ob das Rentensystem, wie es ist, für eine Million Arbeitnehmer, für 10 Millionen oder für 40 Millionen gilt ist völlig unerheblich.
Wenn mehr einzahlen, bekommen auch mehr Rente. An den systemischen "Fehlern" würde sich nichts ändern.
Wenn, wie du vorschlägst alle, also auch Selbstständige und Beamte, einzahlen sollen, besteht der Vorteil genau so lange, bis die dann auch die Altersgrenze erreichen und Rente beziehen.
Dann ist alles wieder wie jetzt und die Folgegeneration müsste für deinen Vorschlag bezahlen.


Wenn sie mal gelesen hätten was ich schrieb dann wüssten sie das ich darin eine rentenpunkt begrenzung mit vorgrschlagen habe.
Dazu ist der vorteil bei beamten, das die pension bekommrn und keine rente, weshalb deren beitrage eher der versicherung gut tut.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 6. Feb 2019, 13:24

Die Sozen üben sich mal wieder in Sozialpolitik und landen erwartungsgemäß einen Brüller!

Wer (m/w/d) mit einem Mittelständler (w/m/d) oder einem Mittelschichtler (d/w/m), der/die/das zwischen 10.000 und 10.000.000 Euro/Monat macht, verheiratet ist, dem (d/m/w) braucht auch nicht die Rente aufgestockt zu werden.

Das Problem existiert außerdem nur wegen der niedrigen Löhne hierzulande. Aber man greift lieber tief in die Staatskasse, als an einer sinnvollen Problemlösung zu arbeiten.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Mi 6. Feb 2019, 13:26

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Feb 2019, 13:24)

Aber man greift lieber tief in die Staatskasse, als an einer sinnvollen Problemlösung zu arbeiten.

Und wie WÄRE Deine sinnvolle Problemlösung ? :?:

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 13:29

jorikke hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:21)

Das Problem:
Wer 35 Jahre sozialversichert gearbeitet hat und weniger als 869 € Rente bezieht soll Aufstockung erhalten.
Bei einem Geringverdiener, der lediglich Rentenansprüche von 449,-€ erworben hat, werden dann 447,-€ zugezahlt.
869,-€ sind nicht viel, sollte wirklich jeder bekommen.
Allerdings, der Teufel steckt im Detail. Wie will man einem Arbeiter erklären der diese Rentenhöhe erhält und dafür die entsprechenden Beiträge bezahlt hat, dass plötzlich "sein Nachbar", der in der gleichen Zeit nur die Hälfte der Beiträge geleistet hat, eine gleich hohe Rente bezieht?
Eigentlich ein Unding.
Jeder, der 35 Jahre gearbeitet hat soll natürlich über ein Einkommen von knapp 900,-€ verfügen. Jedoch, Renten werden ohne jede Bedürftigkeitsprüfung gezahlt.
Da würde dann die Rente einer Millionärsgattin, die 35 Jahre hobbymäßig als Friseuse gearbeitet hat um die 447,-€ aufgestockt, ohne das sie einen Cent an Beiträgen dafür abgedrückt hat.
Geht gar nicht.
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Das würde nicht teurer sein als die vom Sozialminister Heil vorgeschlagene Lösung.
Allerdings wesentlich einsichtiger für alle Arbeitnehmer.


Ich bin ein Fan von bedingungslosem Grundeinkommen. An der Finanzierung müssten sich natürlich alle beteiligen. Die üblichen Verdächtigen halt wie Beamte und andere .....
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wolverine » Mi 6. Feb 2019, 13:31

Senexx hat geschrieben:(06 Feb 2019, 13:28)

Ich warte immer noch auf die Rebellion der Jugend.

Stattdessen lässt sie sich verdummen und freitagsdemonstriert gegen den Klimawandel.

Den Raub vor ihren Augen sieht sie nicht.

Gefickt eingeschädelt.


Jau, da muss ich auch immer grinsen. Die Masche lenkt von den tatsächlichen Problemen ab. Wenn nur Deutschland Fahrverbote hat, die Energiewende einleitet und vieles andere mehr und andere tun das nicht, dann bringt es auch nichts.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Mi 6. Feb 2019, 14:33

Ich weiss gar nicht wo das eigentliche Problem bei einigen hier ist.
Der politisch Wille ist ausschlaggebend, die zur Verfügung stehenden Mittel entsprechend seiner politischen Agenda zu verteilen.
Will man das Rentensystem nicht ändern, bzw. sieht die Chance es hin zu kriegen als zu gering an, macht man Vorschläge wie z.B. ein Herr Heil. So wie die CSU z.B. die Mütternrente durchgesetzt hat.
Da braucht es keine Rebellion der Jugend, oder Untergangsszenarien. Bleibt unser Sozialstaat so wie er zur Zeit ist. bezahlt der Steuerzahler eh , auch diejenigen die , nach der Bedürftigkeitsprüfung von Staat ausgehalten werden muessen und dies sind dann nunmal die Meisten die es betreffen würde.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Nightrain
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Nightrain » Mi 6. Feb 2019, 14:54

Was soll das alles bringen? Erst haut man das Rentenniveau geplant zu Kleinholz und dann stockt man den Leuten die Rente wieder auf ein überlebensfähiges Maß hoch. Völlig Banane ist das. In einem Artikel neulich habe ich gelesen, dass ein Pflegekraft mit Tariflohn 3400€ nach 45(!) Jahren Arbeit beim für 2045 geplanten Rentenniveau bei gerade mal 1100€ landet. Wievielen Leuten will man denn die Rente in 20 Jahren aufstocken? 60% der Bevölkerung?

Und ganz ehrlich. Das ist der x. Topf mit irgendwelchen Aufstockungen. Man könnte auch in Sozialleistungen grundsätzlich einen Lebensleistungsfaktor aufnehmen, der die Sozialleistung pro geleisteter Vollzeitarbeit-Jahresleistung um einen Betrag X erhöht. Wie wäre es denn mit 447 / 35 = 12,77€ monatlich gedeckelt auf maximal 35 Jahre?
Alpha Centauri
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 6. Feb 2019, 23:44

Nightrain hat geschrieben:(06 Feb 2019, 14:54)

Was soll das alles bringen? Erst haut man das Rentenniveau geplant zu Kleinholz und dann stockt man den Leuten die Rente wieder auf ein überlebensfähiges Maß hoch. Völlig Banane ist das. In einem Artikel neulich habe ich gelesen, dass ein Pflegekraft mit Tariflohn 3400€ nach 45(!) Jahren Arbeit beim für 2045 geplanten Rentenniveau bei gerade mal 1100€ landet. Wievielen Leuten will man denn die Rente in 20 Jahren aufstocken? 60% der Bevölkerung?



Und ganz ehrlich. Das ist der x. Topf mit irgendwelchen Aufstockungen. Man könnte auch in Sozialleistungen grundsätzlich einen Lebensleistungsfaktor aufnehmen, der die Sozialleistung pro geleisteter Vollzeitarbeit-Jahresleistung um einen Betrag X erhöht. Wie wäre es denn mit 447 / 35 = 12,77€ monatlich gedeckelt auf maximal 35 Jahre?


Naja oder die Friseurin in Thüringen die selbst mit Mindestlohn eine Rente von 500-600€ erwarten kann nach 45 Jahren Arbeit und dann setzt man den markigen Spruch von "Leistung muss sich lohnen" daneben und man kann nur schmunzeln denn er klingt für nicht wenige Friseure,Paketzusteller,Altenpfleger,Reinigungskräfte oder Lidl Kassierer z.b wie blanker Hohn und geht völlig an der Wirklichkeit vorbei. Dieses Rentensystem fährt früher oder später mit voll Dampf vor der die Wand
Iwan der Liebe
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 6. Feb 2019, 23:55

Skull hat geschrieben:(06 Feb 2019, 13:26)

Und wie WÄRE Deine sinnvolle Problemlösung ? :?:

mfg



Nahles will sogar Hartz abschaffen und in Zukunft das Grundgesetz achten, in dem u.a. steht (Artikel 1), dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Die Einschränkung, dass das nur für Mittelständler, millionenschwere Mittelschichtler und einen Teil der Arbeitnehmerschaft gilt, steht da gar nicht.

Die Wirtschaftsbonzen sowie die alten Säcke in der SPD toben schon. Woher sollen denn dann die traumhaft billigen Lohn- und Gehaltssklaven kommen? Diese Frage stellt man sich auch in CDU und FDP, denn freie Menschen arbeiten mit Sicherheit nicht für 10 €/Stunde.

Angemessene Einkommen verringern zumindest das Problem der Altersarmut. Diesbezüglich muss man sich nicht unbedingt an Bangladesh orientieren, sondern eher an Skandinavien oder der Schweiz.
Alpha Centauri
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Alpha Centauri » Do 7. Feb 2019, 00:01

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Feb 2019, 23:55)

Nahles will sogar Hartz abschaffen und in Zukunft das Grundgesetz achten, in dem u.a. steht (Artikel 1), dass die Würde des Menschen unantastbar sei. Die Einschränkung, dass das nur für Mittelständler, millionenschwere Mittelschichtler und einen Teil der Arbeitnehmerschaft gilt, steht da gar nicht.

Die Wirtschaftsbonzen sowie die alten Säcke in der SPD toben schon. Woher sollen denn dann die traumhaft billigen Lohn- und Gehaltssklaven kommen? Diese Frage stellt man sich auch in CDU und FDP, denn freie Menschen arbeiten mit Sicherheit nicht für 10 €/Stunde.

Angemessene Einkommen verringern zumindest das Problem der Altersarmut. Diesbezüglich muss man sich nicht unbedingt an Bangladesh orientieren, sondern eh
er an Skandinavien oder der Schweiz.


Wer nimmt denn schon das Grundgesetz wortwörtlich ernst, Politiker jedenfalls nicht Artikel 1 DIE WÜRDE DES ARBEITENDEN MENSCHEN IST UNANTASTBAR " daher die Sanktionen bei Hartz , die Grundsicherung kann man kürzen und je jünger umso schneller) das heißt Menschenwürde unantastbar im RECHTSSTAAT" 2019
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Do 7. Feb 2019, 00:13, insgesamt 1-mal geändert.

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