Wohnungspolitik

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jack000
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jack000 » Mo 28. Sep 2020, 18:01

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Sep 2020, 12:50)

Der Drang in der Stadt zu wohnen folgt einem gewissen Schneeballsystem. Zuzug schafft Arbeit und Arbeit schafft Zuzug.
Dies könnte durch HomeOffice unterbrochen werden.
Sobald ein Anspruch auf HomeOffice besteht, können sich Büro- und IT - Arbeiter im Grünen niederlassen, die "ausblutenden" Dörfer wiederbeleben und die Stadt entlasten. Ich bin sicher, dass viele Arbeitnehmer dieses Lebensmodell gerne annehmen werden.
Gleichzeitig würden sich Verkehrsemissionen und die Zahl der Verkehrsunfallopfer verringern.
Es sollte daher dringend ein Anspruch auf HomeOffice im Gesetz verankert werden.

Ja, dass kann ich so unterschreiben. Die Masse der Arbeitsplätze in Städten sind Büroarbeitsplätze, also Arbeitsplätze für die man weder in die Stadt pendeln, noch da wohnen muss.
Das Problem auf dem Land ist eine mangelnde Infrastruktur, so könnte das dann auch den Effekt haben: Zuzug schafft Infrastruktur, Infrastruktur schafft Zuzug.
=> Um das zu starten muss als Allererstes der ländliche Raum mit High-Speed Internet, sowie Mobilfunk ausgestattet werden
=> Durch die höhere Akzeptanz von Home-Office durch Corona sehe ich das Thema schon in den Startlöchern
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Tom Bombadil
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Sep 2020, 18:01

Realist2014 hat geschrieben:(28 Sep 2020, 17:52)

billige Ausrede... :x

Wieso? Wenn man chronisch pleite ist und dann sein Tafelsilber unter Wert verkauft, dürfte das einen bösen Shitstorm geben.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Mo 28. Sep 2020, 18:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Sep 2020, 18:01)

Wieso? Wenn man chronisch pleite ist und dann sein Tafelsilber unter Wert verkauft, dürfte das einen bösen Shitstorm geben.



die Stadt München "chronisch Pleite"? :?:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Sep 2020, 18:21

Es gibt ja auch noch andere Städte.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Mo 28. Sep 2020, 21:17

Skull hat geschrieben:(28 Sep 2020, 17:58)

Nö.

Wenn eine Kommune Grund und Boden unter Wert verkauft...aus welchen Gründen und an wen auch immer ...
setzt sie sich dem Vorwurf der Korruption, Verschleuderung, Untreue oder was auch immer aus.
Alles justiziable Vorwürfe.

Das wird durchaus Klagen zur Folge haben und in letzter Konsequenz mit richterlichen Sanktionen bedacht.

Rechnungshöfe, Steuerpflichtige, Wettbewerber oder Nicht-berücksichtigte-Käufer machen das regelmässig. ;)

mfg



danke.

Daher wird es eben auch weiter keine "billigen Wohnungen" innerhalb von München geben können- außer subventioniert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Mo 28. Sep 2020, 21:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Sep 2020, 18:21)

Es gibt ja auch noch andere Städte.


Der Ausgangspunkt war aber die von "Wähler" angeführte konkrete Situation in München- wo ja sowohl er als auch ich wohnen....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Sep 2020, 21:20

Dann konzentriere dich auf dieses posting: https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 4#p4836034
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Wähler » Di 6. Okt 2020, 10:04

SZ 6. Oktober 2020 Immobilienmarkt in München
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mu ... -1.5054728
Grafik: Mietpreise und Kaufpreise für Neubauwohnungen in München 2000 bis 2020

https://gfx.sueddeutsche.de/apps/e47861 ... 3c1aef.png
Interessant ist der Kurvenvergleich zum Verbraucherpreisindex 2000 bis 2020
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Di 6. Okt 2020, 11:41

Wähler hat geschrieben:(06 Oct 2020, 10:04)


Grafik: Mietpreise und Kaufpreise für Neubauwohnungen in München 2000 bis 2020[/u]
https://gfx.sueddeutsche.de/apps/e47861 ... 3c1aef.png
Interessant ist der Kurvenvergleich zum Verbraucherpreisindex 2000 bis 2020



Intressant ist vor allen Dingen der Zeitpunk des Beginns der starken Steigung.
Finanzkrise = Flucht in Betongold
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Skull » Di 6. Okt 2020, 12:54

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2020, 11:41)

Intressant ist vor allen Dingen der Zeitpunk des Beginns der starken Steigung.
Finanzkrise = Flucht in Betongold

mhmmm...

Weniger Flucht in Betongeld. Eher mangelnde Anlage-Alternativen, steigende Mieten
und EXTREM billiges Zinsumfeld als Folge der Finanzkrise.

mfg
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Realist2014 » Di 6. Okt 2020, 13:00

Skull hat geschrieben:(06 Oct 2020, 12:54)

mhmmm...

Weniger Flucht in Betongeld. Eher mangelnde Anlage-Alternativen, steigende Mieten
und EXTREM billiges Zinsumfeld als Folge der Finanzkrise.

mfg


Mein lieber Skull,

ich bin doch immer wieder erfreut, wenn du meine angeführten Punkte kompetent ergänzt. :thumbup:

Wobei du ja oben selber die Finanzkrise als Grundursache anführst.

Wobei die steigenden Mieten in den Ballungsräumen ja noch weitere Gründe haben ( müssen) , welche die steigende Nachfrage ausgelöst haben
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jack000 » Di 20. Okt 2020, 12:54

Mietendeckel

Kein Vorbild für andere Großstädte: Berliner Wohnungsmarkt vor dem Kollaps

Der Mietendeckel hat der Hauptstadt keine Entlastung gebracht. Im Gegenteil. Eine aktuelle Studie zeigt: Das Wohnungsangebot in Berlin sinkt drastisch und der Nachfragedruck sprengt alle bisher gekannten Grenzen.

https://www.focus.de/immobilien/mieten/ ... RBcNzErqRI
Na was für eine Überraschung, das konnte man ja vorher nicht wissen :rolleyes:
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Okt 2020, 13:06

Vollnieten in Sachen "wirtschaftliche Zusammenhänge" konnten das tatsächlich nicht wissen. Das ist aber nicht deren Schuld, sondern die des Wählers, der solche Flöten an die Macht wählt.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jack000 » Di 20. Okt 2020, 13:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2020, 13:06)Das ist aber nicht deren Schuld, sondern die des Wählers, der solche Flöten an die Macht wählt.

Wie bestellt, so geliefert ...
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Re:

Beitragvon Realist2014 » So 25. Okt 2020, 18:36

Thurax hat geschrieben:(25 Oct 2020, 18:34)

Eine noch akzeptabel große Wohnung gehört aber nun mal zum Grundbedarf, im Gegensatz zu Premiumplätzen bei einem Pop- Konzert.
Aus Makroökonomischer Sicht geht es beim gemeinsamen Wirtschaften eben u. a. darum, dass man vernünftig priorisiert von den "Grundbedarfsgütern" mit höchster Sicherheit genügend hat. Und auch ansonsten eine angemessene Verteilung von Luxus und Massengüter. Wenn man am Ende fast nur Premium Villen hat, für die es sogar Käufer gibt, aber dafür nicht mehr genügend bezahlbaren Wohnraum sogar schon für diejenigen die zum Arbeiten vor Ort gebraucht werden, hat man sowohl als Gemeinschaft wie auch als einzelner eben ein Problem. Und dass bei einzelnen, bezogen auf diese Priorisierung, unregulierten privaten Bauentscheidungen am Ende sicher genug genügend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen wird, bezweifele ich. Man muss sich ja nur eine genügend große Menge an Investoren vorstellen, die dies nicht hinreichend berücksichtigt. Dann ist das Problem schon Realität. Also für sowas braucht man regulative hinreichend weitsichtige Stadtplanung. Das ist eben eine Frage wer Verantwortung übernehmen soll, und für Aufgaben die die Gemeinschaft betreffen sollte eben eine von der Gemeinschaft gewählte Institution Verantwortung tragen und auch wahrnehmen können.

n.


Wie man das komplett bescheuert umetzt, sieht man in Berlin.

Dieser Mietendeckel bewirkt schon jetzt genau das Gegenteil...
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Wähler » Sa 31. Okt 2020, 07:53

SZ 30. Oktober 2020 Der Boden muss gerecht besteuert werden
https://www.sueddeutsche.de/politik/gru ... -1.5099636
"Wer "macht" eigentlich die Bodenwerte? Dies ist nicht der einzelne Grundstückseigentümer, sondern die Allgemeinheit. Vor allem die öffentliche Infrastruktur schafft die Voraussetzungen für Agglomerationen und Urbanität. Der wirtschaftliche Erfolg und die Lebensqualität einer Stadt wie München wäre ohne Universitäten, Krankenhäuser, S-Bahnen oder die Fußgängerzone nicht denkbar. Die Finanzierung der Infrastrukturmaßnahmen erfolgt vorwiegend über Steuermittel, die zum größten Teil durch Arbeitnehmer und Verbraucher aufgebracht werden. Diese wohnen in den großen Städten vorwiegend zur Miete...
Baden-Württemberg hingegen hat als erstes Bundesland ein eigenes Landesgrundsteuergesetz auf den Weg gebracht und schlägt damit einen völlig neuen Weg ein: Die neue Grundsteuer beschränkt sich - einfach - auf die Besteuerung des Bodenwertes, unter Ausnahme der aufstehenden Gebäude. Die Grundstückseigentümer geben so einen kleinen Teil des Nutzens zurück, den sie aus der Bereitstellung der kommunalen Infrastruktur ziehen und der sich in den Bodenwerten niederschlägt. Weil Gebäude ausgenommen sind, wird - anders als in allen anderen Modellen - auch nicht die Schaffung von Wohnraum steuerlich belastet."

Die Bereitstellung kommunaler Infrastruktur sollte stärker aus dem Boden finanziert werden.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 31. Okt 2020, 10:08

In BW wird die "kommunale Infrastruktur" also komplett vom Land aus Steuermitteln bezahlt?
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Skull » Sa 31. Okt 2020, 12:15

Wie kann man aus:

Wähler hat geschrieben:(31 Oct 2020, 07:53)

Die Bereitstellung kommunaler Infrastruktur sollte stärker aus dem Boden finanziert werden.

...folgende Schlussforderung/Frage ziehen ?

Tom Bombadil hat geschrieben:(31 Oct 2020, 10:08)

In BW wird die "kommunale Infrastruktur" also komplett vom Land aus Steuermitteln bezahlt?

:?: :mad:

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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon firlefanz11 » Di 3. Nov 2020, 11:23

Gestern hab ich eine echt geile These gehört.
Zum Zwecke des Umweltschutzes sollen die Leute nicht so weit weg von der Arbeit wohnen, damit sie mit dem ÖPNV fahren können statt das Auto zu nehmen. Die paar Hundert EUR mehr, die man im Monat dafür Miete zahlt, hätte man ja durch den Verzicht auf Anschaffung u. laufende Kosten des Autos wieder raus... :rolleyes:
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Re:

Beitragvon Thurax » So 8. Nov 2020, 18:43

Realist2014 hat geschrieben:(25 Oct 2020, 18:36)

Wie man das komplett bescheuert umetzt, sieht man in Berlin.

Dieser Mietendeckel bewirkt schon jetzt genau das Gegenteil...


Na ja, ob ein Mietpreisdeckel alleine reicht um das Wohnungsmangel- und Mietpreisproblem in den Griff zu bekommen wird man sehen müssen.

Mit deinem Kommentar "Dieser Mietendeckel bewirkt schon jetzt genau das Gegenteil" willst du wohl darauf hinweisen, dass es sein kann, dass durch die relativ billigen Mieten noch weitere Menschen zuziehen wollen.
Und dadurch die Wohnungsknappheit noch größer wird, da auch der Anreiz zum privaten Bauen eventuell fehlt.

Wenn man nur die Mieten auf einem zu niedrigem Niveau einfriert wird das wohl tatsächlich passieren können. Man muss schon vernünftig regulieren. Wobei nicht hinreichendes Regulation des Marktes zur Erfüllung sozialer, ökologischer und sicherheitsorientierter Zwecke auf jeden Fall schlecht endet. Regulation zu solchen Zwecken ist eben nicht Aufgabe des Marktes, dafür haben die einzelnen Marktentscheider zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung zu wenig Informationen verfügbar. Das ist daher Aufgabe staatlicher Institutionen. Man muss also als Regierender nach bestem Wissen und Gewissen den vernünftigsten regulativen Mix wählen. Und als Wähler diejenigen wählen, von denen deren Werte man genügend weit teilt, denen man das am ehesten zutraut.

Wie die konkrete Regulation im Falle von Berlin zu bewerten ist, kann ich aus Zeitgründen nicht detailliert genug prüfen.
Aber ich würde spontan sagen, dass nichts tun schlimmer wäre. Man kann Probleme auch Schritt für Schritt lösen.

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