Wohnungspolitik

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busse
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon busse » Fr 16. Apr 2021, 08:25

lili hat geschrieben:(15 Apr 2021, 16:08)

Die Mieten wären wenigstens bezahlbar. Für die Mieter ist es jetzt der Horror.


Aha. In Berlin hat die viel gescholtene "Deutsche Wohnen " einen Durchschnittsmietpreis von 6,50 qm kalt. Das liegt in der Mitte des letzten offiziellen Mietspiegels des Landes Berlins. Da tränen in München, Hamburg oder Frankfurt/M. die Augen zu dem Argument unbezahlbar.
Den jetzt aufkommenden "blanken Horror" haben die Linken zu verantworten in Koalition mit den Grünen und der SPD.
Die o.g. Gesellschaft übrigens will man per Volksentscheid, der auch massiv von den Linken aber auch von den Grünen unterstützt wird , enteignen.
Die nächste Posse die läuft in Berlin. Auch das wird von Fachleuten kritisch gesehen in Sachen BVG. Auch das schafft keine neuen Wohnungen, nein es schränkt sogar die Bautätigkeit weiter ein, aber wen stört es ? Keinen, die Leute unterschreiben und denken Gelddruckmaschinen im Roten Rathaus werden das Problem lösen. Ach ja, wenn die Protagonisten merken das bei ihren Unterschriftensammlungen einer auf sie zu kommt und diskutiert mit Ahnung , brechen sie sofort das Gespräch ab. Eine Landtagsabgeordnete der Linken bei dieser Unterschriftensammlung konnte mir nicht den Begriff Rendite erläutern.....Plakat : Keine Rendite mit der Miete.
Zu guter Letzt fast sang-und klanglos hat der Berliner Senat die Solardachbestückung als Pflicht ab 01.10.2023 für Neubauten und bei Dachsanierung der Bestandsbauten angeordnet und verabschiedet. Das bedeutet, nach ansicht von Fachleuten, für Neumieter im Neubau oder Bestandsmieter ca.im Schnitt 1 €/qm Mieterhöhung über Modernisierung. "Das wird man doch im Rahmen der CO2 Einsparung zum Kampf gegen den Klimawandel aufbringen können" Ramona Pop (Grüne), soweit zum kommenden "Horror" in Berlin.
Frei nach Trittin, "das kostet alles nicht mehr als eine Kugel Eis *lach*
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Zuletzt geändert von busse am Fr 16. Apr 2021, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon busse » Fr 16. Apr 2021, 08:31

Teeernte hat geschrieben:(15 Apr 2021, 22:28)

Wenn der Staat Wohnungen aus dem Markt nimmt - passiert das.


Richtig und gut erkannt.
In Berlin war es damals der Rot-Rote Senat der sparen wollte bis es quietscht (Wowereit). Er verkaufte damals Wohnungsbaugesellschaften und tätigte In-Sichverkäufe um aus der Schuldenkrise herauszukommen.
Tja was aber stören Fehler von gestern, wenn man neue Fehler begehen kann ?
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon JJazzGold » Fr 16. Apr 2021, 08:51

lili hat geschrieben:(15 Apr 2021, 16:07)

Zelten wie in den USA. :rolleyes:

Es kann sich kaum jemand eine Wohnung leisten. Das ist unverantwortlich.


Das halte ich angesichts 57,9% an Miethaushalten bundesweit (Statista 2018) für ein Gerücht.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Nightrain » Fr 16. Apr 2021, 09:59

Billie Holiday hat geschrieben:(15 Apr 2021, 13:27)
Da mußt du dich entscheiden, entweder billig oder gut.


Ich sehe überhaupt nicht, wie höhere Mieten mit einer besseren Instandhaltung der Mietwohnungen zusammen hängen soll. Da muss man sich nichts vor machen. Der Zustand vieler (nicht gerade billiger) Mietwohnungen ist so, dass die Vermieter darin wohl kaum so wohnen wollten.
Keine Dämmung auf dem Flachdach: egal, Heizkosten zahlt komplett der Mieter
uralte miese Fenster: egal, Heizkosten zahlt komplett der Mieter
Ölheizung alt, Stromverbrauch der Pumpe wahnwitzig: egal, zahlt komplett der Mieter

Und das geht bei der runtergenutzten Böden etc. dann weiter.

Zumindest im Bekannten und Kollegenkreis (alle keine Geringverdiener) stelle ich fest, dass es da inzwischen eine sehr hohe Quote gibt an "innerer Kündigung" der Mietwohnung. Man wohnt mit geballter Faust in der Tasche weiter in der Wohnung mangels Alternativen, hat aber jede eigene Investition in Instandhaltung der Mietwohnung eingestellt. Tenor: "Die Vermieter kümmern sich um die Häuser einen Scheißdreck. 50+ Jahre ist das Gebäude alt, der Fahrstuhl Baujahr 1970 bleibt monatlich stecken, das Flachdach ist völlig ungedämmt. Nur abkassieren der Mieten klappt reibungslos."
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Praia61 » Fr 16. Apr 2021, 11:15

Also soll der Vermieter alles renovieren ohne die Miete zu erhöhen ?
Man betrachte nur einmal genau worin die Gründe für die gestiegenen Wohnkosten liegen .
Kostenintensive Vorschriften bei Neubau
Nebenkostenerhöhungen, Strom, Wasser, Abwasser, Heizöl, Gas
Deine Beispiele , wo, welche Stadt ?
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Nightrain » Fr 16. Apr 2021, 11:57

Praia61 hat geschrieben:(16 Apr 2021, 11:15)
Also soll der Vermieter alles renovieren ohne die Miete zu erhöhen ?

Wohnungen werden innen nur dann von Mietern instand gehalten, wenn diese das Gefühl haben, dass sich der Vermieter darum schert das Gebäude in einem modernen Zustand zu erhalten. Stattdessen stehen in Deutschland überall 40+ Jahre alte Altbauten herum, die vom Eindruck und energetisch völlig heruntergewirtschaftet sind.
Ich bin gespannt darauf, wann der große Knall kommt. Bis 2050 muss das jetzt alles CO2-neutral sein. Das wird man nicht komplett auf die Mieter abwälzen können. Was auch richtig ist. Es ist Aufgabe der Eigentümer die Gebäude in einem Zustand zu halten, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Energierichtlinien werden die nächsten Jahre massiv steigen. Dämmpflicht..maximal erlaubter kWh/(m²h). Gerade die Energieausweise enthalten seit vielen vielen Jahren Hinweise, welche energetischen Verbesserungen dringend angeraten werden. Es war genug Zeit...

Ich hoffe sehr, dass alle Vermieter mind. die dringend empfohlenen 2€/qm von der Miete beiseite gepackt haben, um diese alten Häuser auf den aktuellen Stand bringen zu können. Ich befürchte sehr viele Vermieter haben weit über den eigenen Möglichkeiten gelebt und zu viel von den Mieteinnahmen über Jahrzehnte verpulvert.


Praia61 hat geschrieben:(16 Apr 2021, 11:15)
Kostenintensive Vorschriften bei Neubau
Nebenkostenerhöhungen, Strom, Wasser, Abwasser, Heizöl, Gas

Nebenkosten steigen, wenn Häuser 40 jahre energetisch nicht aktuell gehalten werden.


Praia61 hat geschrieben:(16 Apr 2021, 11:15)
Deine Beispiele , wo, welche Stadt ?

Großstadt, südliches Bundesgebiet.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Alexyessin » Fr 16. Apr 2021, 12:09

Praia61 hat geschrieben:(15 Apr 2021, 23:12)

Es scheitert an überzogenen Ansprüchen von allen Seiten.
Man will in Wohnungen leben, welche über seine eigenen finanziellen Mòglichkeiten liegen.


Vielleicht aber nur eine, die man bezahlen kann. Aber schön, wenn du meinst, das alles in Ordnung ist mit diesen Mietpreisen. :thumbup:
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Praia61 » Fr 16. Apr 2021, 12:45

Nightrain hat geschrieben:(16 Apr 2021, 11:57)


Ich hoffe sehr, dass alle Vermieter mind. die dringend empfohlenen 2€/qm von der Miete beiseite gepackt haben, um diese alten Häuser auf den aktuellen Stand bringen zu können. Ich befürchte sehr viele Vermieter haben weit über den eigenen Möglichkeiten gelebt und zu viel von den Mieteinnahmen über Jahrzehnte verpulvert.



Nebenkosten steigen, wenn Häuser 40 jahre energetisch nicht aktuell gehalten werden.



Großstadt, südliches Bundesgebiet.

Es gibt sie nicht die Vermieter und die Mieter wie du sie pauschal beschreibst.
Ich befürchte dass viele Mieter rauchen , in Urlaub fliegen, immer das neueste Handy kaufen, bei Mc Donalds teuer essen gehen.

Ja, genau die gibt es auch. Einfach alles verpulvert.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Praia61 » Fr 16. Apr 2021, 12:47

Alexyessin hat geschrieben:(16 Apr 2021, 12:09)

Vielleicht aber nur eine, die man bezahlen kann. Aber schön, wenn du meinst, das alles in Ordnung ist mit diesen Mietpreisen. :thumbup:

Angebot und Nachfrage...
Wenn die Nachfrage steigt unter anderem plötzlich 1 Million mehr Nachfragende, Mehr Single Haushalte, zu viele wollen in der Stadt wohnen, dann steigt der Preis.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon busse » Fr 16. Apr 2021, 17:48

Nightrain hat geschrieben:(16 Apr 2021, 09:59)

Ich sehe überhaupt nicht, wie höhere Mieten mit einer besseren Instandhaltung der Mietwohnungen zusammen hängen soll. Da muss man sich nichts vor machen. Der Zustand vieler (nicht gerade billiger) Mietwohnungen ist so, dass die Vermieter darin wohl kaum so wohnen wollten.
Keine Dämmung auf dem Flachdach: egal, Heizkosten zahlt komplett der Mieter
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Und das geht bei der runtergenutzten Böden etc. dann weiter.

Zumindest im Bekannten und Kollegenkreis (alle keine Geringverdiener) stelle ich fest, dass es da inzwischen eine sehr hohe Quote gibt an "innerer Kündigung" der Mietwohnung. Man wohnt mit geballter Faust in der Tasche weiter in der Wohnung mangels Alternativen, hat aber jede eigene Investition in Instandhaltung der Mietwohnung eingestellt. Tenor: "Die Vermieter kümmern sich um die Häuser einen Scheißdreck. 50+ Jahre ist das Gebäude alt, der Fahrstuhl Baujahr 1970 bleibt monatlich stecken, das Flachdach ist völlig ungedämmt. Nur abkassieren der Mieten klappt reibungslos."


Wir reden ja hier von Berlin und da siehst du solche von dir geschilderten Häuser sehr selten. Warum ? Weil es noch vor ca. 10 Jahren ein Leerstand von 10 % der Wohnungen gab, die Leute sind aus solchen Hütten meistens weggezogen .
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Alexyessin » Fr 16. Apr 2021, 18:03

Praia61 hat geschrieben:(16 Apr 2021, 12:47)

Angebot und Nachfrage...


Regelt den Markt. Wohnungen sind aber auch mehr als nur Markt.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Teeernte » Fr 16. Apr 2021, 19:12

Alexyessin hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:03)

Regelt den Markt. Wohnungen sind aber auch mehr als nur Markt.


Da hilft Eigentum.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Praia61 » Sa 17. Apr 2021, 09:44

Alexyessin hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:03)

Regelt den Markt. Wohnungen sind aber auch mehr als nur Markt.

Essen, Kleidung , Heizung, Strom alles mehr als nur Markt ?
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jack000 » Sa 17. Apr 2021, 10:09

Alexyessin hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:03)

Regelt den Markt. Wohnungen sind aber auch mehr als nur Markt.

Ja, das ist richtig. Daher gibt es ja auch Regelungen bezüglich des Wohnungsmarktes, der WildWest eindämmen soll.

Wenn aber:
- Durch die Zinspolitik die Leute in Immobilien investieren weil es fast nichts anderes mehr gibt (auf die Bank bringen macht ja keinen Sinn)
- Es immer mehr Menschen in die Städte statt aufs Land zieht
- 1,x Mio. Menschen zusätzlich auf den Wohnungsmarkt dringen (z.B. es gibt 1,x Mio Wohnungssuchende, dazu kommen nochmal 1,x Mio. dazu => Dann hat sich das Problem verdoppelt! (Soviel zum Thema mit dem Quatsch von dem 1/80stel)
- denjenigen, die Wohnraum tatsächlich bauen immer mehr Steine in den Weg gelegt werden
- Energieanlagenerneuerung und Wärmedämmung auf die Mieten umgelegt werden kann
=> Dann hat das nun mal entsprechende Auswirkungen auf die Mietpreise ... Und ein Mietendeckel macht da alles nur noch schlimmer! (Wie in Berlin klar zu sehen war).

Und hier äußert sich eine Sozialdemokratin zum Thema:
„Mit meinem Wechsel nach Erfurt konnte ich mich nicht von meiner zauberhaften kleinen Wohnung in Berlin trennen, der Mietendeckel war ein Segen. Das ist nun vorbei. Ich hab so Bock auf sozialdemokratischen Wahlkampf sag ich Euch.

https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=60A0935E
=> Da sieht man wie da völliger Realitätsverlust eingetreten ist :dead:

PS: Die Tasche im Hintergrund soll 1500€ kosten, kann man aber nicht genau erkennen ob es wirklich eine Jimmy Choo Tasche ist. Nach Rolex-Chebli ist es den Sozis aber zuzutrauen.
DU30:
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon SillyWalks » Sa 17. Apr 2021, 10:23

Alexyessin hat geschrieben:(16 Apr 2021, 18:03)
Wohnungen sind aber auch mehr als nur Markt.


Das genaue Gegenteil ist richtig: Wohnung sind ausschließlich Markt. Steigende Nachfrage trifft auf sinkendes Angebot - das ist die Situation, die sich geradezu lehrbuchartig in allen größeren Städten in Deutschland beobachten lässt. Gleichzeitig verteuert die Politik den Wohnungsbau oder führt einen Mietendeckel ein, der das Angebot praktisch ausradiert und jedem, der es hören wollte, signalisiert: hier besser keinen Wohnraum schaffen. Angebot und Nachfrage beziehungsweise Knappheit und Preis, solange Politiker diese Begriffspaare oder zumindest eins davon nicht lernen, geht es auch künftig immer wieder schief.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Alexyessin » Sa 17. Apr 2021, 13:32

SillyWalks hat geschrieben:(17 Apr 2021, 10:23)

Das genaue Gegenteil ist richtig: Wohnung sind ausschließlich Markt.


Wer es so sehen will, der muss es so sehen wollen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon SillyWalks » Sa 17. Apr 2021, 13:46

Alexyessin hat geschrieben:(17 Apr 2021, 13:32)
Wer es so sehen will, der muss es so sehen wollen.


Das Sein beugt sich nie dem Wollen. Wer fliegen will, muss Auftrieb erzeugen. Er kann die Natur nicht austricksen. So ist es auch mit Wohnungen. Wer will, dass die Preise sinken, muss das Angebot erhöhen oder die Nachfrage bremsen. Was du oder ich wollen, ist scheißegal. An diesem Zusammenhang wird sich niemals etwas ändern, solange Menschen wohnen wollen - also Wohnungen nachfragen.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 17. Apr 2021, 17:44

jack000 hat geschrieben:(17 Apr 2021, 10:09)

Und hier äußert sich eine Sozialdemokratin zum Thema:

Ach? Die hat also ihre Wohnung in Berlin die meiste Zeit leer stehen gelassen, trotz großer Wohnungsnot? Sehr sozial, die Dame :thumbup:
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon jack000 » Sa 17. Apr 2021, 18:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Apr 2021, 17:44)

Ach? Die hat also ihre Wohnung in Berlin die meiste Zeit leer stehen gelassen, trotz großer Wohnungsnot? Sehr sozial, die Dame :thumbup:

Ach was , das wird der ARD "Faktenfinder" irgendwie wieder mal ganz anders darstellen ...
DU30:
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Re: Wohnungspolitik

Beitragvon Mendoza » Sa 17. Apr 2021, 18:18

Macht natürlich Sinn. Überwiegend leerstehende Zweit-Wohnung haben und als vermutlich gut verdienende Politikerin für sich Mietendeckel verlangen.
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."

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