arbeiten bis 70-71 ??

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Realist2014
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 17:53

Orwellhatterecht » Sa 3. Okt 2015, 15:41 hat geschrieben:

Zumindest Herrn Riester hat die gleichnamige Rente sehr geholfen. Er tingelt seit Jahren durchs Land und kassiert recht kräftig für seine Vorträge !


es hat auch einem Teil der Bürger geholfen- ihre Altersvorsorge mit guter Rendite ( ohne Versicherung) zu realisieren- und sich davon bei Rentenbeginn ein Motorrad zu kaufen...
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Nomen Nescio
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 19:18

Der Neandertaler » Sa 3. Okt 2015, 15:36 hat geschrieben:Ich kann verstehen, daß einige Politiker irgendwie im Gedächtnis bleiben und sie mit irgendwelchen Äußerungen, Vorhaben oder ... ??? ... und mit bestimmten Themen assoziiert werden.
hallo neanderthaler,
bei schröder meinte ich vor allem daß er die spielregel der euroverschuldung (zusammen mit giscard) lockerte. denn damals wurde schon direkt gesagt »warum bekommt portugal eine verwarnung und passiert F + D nichts«? damals begann eine politik, die zu der eurokrise führte.

ich gebe zu. blum (ich sehe noch seine damals eigenwillige brille :thumbup: ), waigel, und alle nachfolger von ihnen haben - der eine mehr, der andere weniger - sich kreativ gezeigt wenn es darum ging geld anzapfen zu können. wie übrigens in anderen ländern auch. was man bei uns tat, damit könnte man eine ganze bibliothek füllen.

ich nannte also schröder weil sein benehmen auch auf eindringliche weise das ganze finanzielle system der euroländer gefährdete. TROTZ REGELN !!
damit wollte ich nur sagen, daß politiker regeln so lange befolgen als es keine probleme verursacht. wer erinnert sich bei euch noch daß adenauer und erhard quengelten: »nicht wieder eine rieseninflation«.
ich habe das glück (oder die pech) eine zeit erlebt zu haben, wodurch ich weiß was inflation bedeutet. meine jüngere schwester hat es leider zu spüren bekommen. und wir dadurch mit.

wie das bei euch ist, weiß ich nicht. bei uns gilt das erst wenn die rentenfonds 110% deckung haben, sie parität erreicht haben. sonst müssen maßnahmen genommen werden. das erste ist eine verschärfte aufsicht; das zweite ist pämienerhöhung; das dritte ist senkung der renten.
und das betrifft bereits anwesendes geld. nicht geld das noch aufgebracht werden muß. versprechungen kann man nicht ausgeben um essen zu kaufen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 19:27

Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 18:18 hat geschrieben:
wie das bei euch ist, weiß ich nicht. bei uns gilt das erst wenn die rentenfonds 110% deckung haben, sie parität erreicht haben. sonst müssen maßnahmen genommen werden. das erste ist eine verschärfte aufsicht; das zweite ist pämienerhöhung; das dritte ist senkung der renten.
und das betrifft bereits anwesendes geld. nicht geld das noch aufgebracht werden muß. versprechungen kann man nicht ausgeben um essen zu kaufen.


wie schon mehrfach erwähnt- gibt es in D keinen "Rentenfonds"

wir haben in D ein Umlagesystem:


http://www.forium.de/redaktion/gesetzli ... cherung/1/


aber in diesem System gibt es natürlich Beitragserhöhungen ( und Senkungen)- und auch Rentensenkungen ( wobei die erste Rentensenkung , die vor einigen Jahren notwendig gewesen wäre, ausgesetzt und mit zukünftigen Erhöhungen gegen gerechnet wurde).
Zuletzt geändert von Realist2014 am Sa 3. Okt 2015, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 3. Okt 2015, 20:51

Hallo Nomen Nescio.
[Nomen Nescio hat geschrieben:wie das bei euch ist, weiß ich nicht. bei uns gilt das erst wenn die rentenfonds 110% deckung haben, sie parität erreicht haben. sonst müssen maßnahmen genommen werden. das erste ist eine verschärfte aufsicht; das zweite ist pämienerhöhung; das dritte ist senkung der renten.
So wie ich euer Rentensystem verstanden habe, beruht die niederländische Altersversorgung auf drei Säulen:
    der gesetzlichen Rentenversicherung (Algemene Ouderdomswet - AOW), der betrieblichen Altersversorgung (tariflichen geregelt - kapitalgedeckt) und der privaten Individualvorsorge.

Allerdings zeichnet sich (im Gegensatz zu unserem System) die AOW durch ein Basiseinkommen aus, das an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt ist. Meines Wissens erhalten Verheiratete (und gleichgestellte unverheiratet Lebenspartner) 50 Prozent des Mindestlohns - Alleinstehende erhalten etwa 70 Prozent. Wobei jeder (zwischen 15 und 65), der in den Niederlanden wohnt und/oder arbeitet, für jedes versicherte Jahr innerhalb dieser Zeit 2 Prozentpunkte zu Rentenzahlung angerechnet bekommt.

betrieblichen Altersversorgung:
    Meist werden Rentengelder von Pensionsfonds verwaltet. Diese Pensionsfonds sind nicht gewinnorientiert und finanziell von den Unternehmen getrennt. Zu einer betriebliche Altersversorgung besteht keine Verpflichtung, außer ...
      außer die Sozialpartner entscheiden, daß eine Altersversorgungsregelung angeboten werden soll, sodann kann der Staat eine Altersversorgungsregelung für eine bestimmte Branche oder Berufsgruppe vorschreiben.

Fazit:
    die Probleme dürften hier wie dort vergleibar sein, auch hier werden Beiträge erhöht oder reduziert, wie ich schon beschrieben habe.
      (Untergrenze 20 Prozent ... unterschreiten ... der Beitrag muß entsprechend angehoben - Obergrenze 150 Prozent ... übersteigen ... ist er zum Jahreswechsel zu reduzieren)
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 21:17

Der Neandertaler » Sa 3. Okt 2015, 19:51 hat geschrieben:Fazit:
    die Probleme dürften hier wie dort vergleibar sein, auch hier werden Beiträge erhöht oder reduziert, wie ich schon beschrieben habe.
      (Untergrenze 20 Prozent ... unterschreiten ... der Beitrag muß entsprechend angehoben - Obergrenze 150 Prozent ... übersteigen ... ist er zum Jahreswechsel zu reduzieren)

jein. der unterschied ist, daß wir einen sack mit geld haben und es also länger aussingen können ohne direkt zu maßnahmen zu greifen, die die auszahlung der renten beeinflußen.
so ist z.b. durch die sehr niedrige zinsenstand schon einige jahre das niveau der puffer von 110 nach ± 104-105 gesunken. die NLO bank (aufsichtseher) forderte pläne um das innerhalb einige jahre (5 oder 10O) auf 110 oder höher zu bekommen. 2 pensionfirmen stehen noch unter aufsicht. einige haben schon wieder die 110% erreicht. einer sogar 114, wenn ich mich nicht irre. dieses betrieb darf also die renten erhöhen.

gerade unser sack mit pensiongelder ist, was die EU gerne »verwalten« möchte. je mehr andere länder die altersbombe merken (immer mehr länger lebende greise wofür das geld verdient wird durch immer minder leute im arbeitsalter), je habsüchtiger die kommission werden könnte.

übrigens, auch wenn die neanderthaler ausgestorben schienen, du hast noch immer ein tüchtig funktionierendes gehirn. ;)
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 21:28

Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 20:17 hat geschrieben:jein. der unterschied ist, daß wir einen sack mit geld haben und es also länger aussingen können ohne direkt zu maßnahmen zu greifen, die die auszahlung der renten beeinflußen.
so ist z.b. durch die sehr niedrige zinsenstand schon einige jahre das niveau der puffer von 110 nach ± 104-105 gesunken. die NLO bank (aufsichtseher) forderte pläne um das innerhalb einige jahre (5 oder 10O) auf 110 oder höher zu bekommen. 2 pensionfirmen stehen noch unter aufsicht. einige haben schon wieder die 110% erreicht. einer sogar 114, wenn ich mich nicht irre. dieses betrieb darf also die renten erhöhen.

gerade unser sack mit pensiongelder ist, was die EU gerne »verwalten« möchte. je mehr andere länder die altersbombe merken (immer mehr länger lebende greise wofür das geld verdient wird durch immer minder leute im arbeitsalter), je habsüchtiger die kommission werden könnte.

übrigens, auch wenn die neanderthaler ausgestorben schienen, du hast noch immer ein tüchtig funktionierendes gehirn. ;)



tja

das kann in D nicht passieren...
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Adam Smith » Sa 3. Okt 2015, 21:36

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 21:28 hat geschrieben:

tja

das kann in D nicht passieren...


Das kann in Deutschland passieren.

Der IWF sieht eine Krise in der deutschen und europäischen Lebensversicherungsbranche heraufziehen: Die langfristigen Versprechen hoher Garantiezinsen seien zu einer schweren Bürde geworden - vor allem für mittelgroße Anbieter: Jedes zweite Unternehmen zahlt derzeit drauf.


http://www.focus.de/finanzen/versicheru ... 13577.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... ingen.html
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 21:59



nein - kann es nicht

denn es ging um die Rentenversicherung..

in NL ist das ein Fonds...

in D aber ein Umlagesystem...
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 3. Okt 2015, 22:45

Adam Smith » Sa 3. Okt 2015, 20:36 hat geschrieben:Das kann in Deutschland passieren.
es hilft nichts, was du auch sagst. er hätte mal erleben sollen was es bedeutet 10.000.000 rente zu bekommen und 100.000.000 zahlen zu müssen. so ungefähr waren damals die beträge im beginn der krise in D hörte ich von meiner großmutter.
sie waren gerade mit ferien in berlin als die krise nach WK I begann. und meine großmutter sagte damals (meinem eigensinnigen großvater belehrend) »siehst du, ad, daß es gut ist nicht all dein geld umzuwechseln«. :D
Zuletzt geändert von Nomen Nescio am Sa 3. Okt 2015, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » So 4. Okt 2015, 05:18

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 16:51 hat geschrieben:
nochmal

es gibt Riesterverträge ohne Versicherungen


Nämlich?

Selbst bei einem guten Riester-Fondssparplan der die beste Möglichkeit darstellt wird am Ende eine Leibrente abgeschlossen. Dafür hat man aber 30-40 Jahre von Aktien profitiert und nicht die Versicherungsindustrie gefüttert. Am Ende kann man dem aber nicht entkommen.

Außer man kündigt kurz vorher und muss die Zulagen und Steuereinsparungen zurückzahlen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » So 4. Okt 2015, 05:19

Parker » Sa 3. Okt 2015, 15:22 hat geschrieben:
Ich habe Leute in Vollfixierung liegen sehen für weniger verrücktes Zeug.


Schön für dich, dir ist halt nicht bekannt wie Sozialversicherungen, Steuern und Investments für die persönliche Finanzplanung zusammenspielen.

Ist aber auch nicht mein Problem.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » So 4. Okt 2015, 05:36

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 08:38 hat geschrieben:

ich fasse das mal zusammen:

Der Ausgangspunkt war ja ein Durchschnittsverdiener mit einem Jahresgehalt von 35.tsd Euro - das sind netto 21tsd Euro pro Jahr ( Single)

Wenn er sehr sparsam lebt- dann kann davon ca. 10tsd Euro "investieren"- also 120tsd in 10 Jahren

wenn er aus diesen 10tsd pro Jahr "Neuinvest" dann nach 10 Jahren keine 300tsd zusammen hat- dann ist er dümmer wie ein Toastbrot.

Es würde sich viele Leser hier interessieren, mit welcher Art von "Investition" - die nicht schon als Spekulation zu bezeichnen ist- da angeblich geht.....


Du gehst schon völlig falsch an die Sache ran.

Nach 10 Jahren wäre man nach deinen Zahlen bei 150-200k. Also schon mal nicht sehr weit davon entfernt.... man muss ein paar minimale Änderungen durchführen und schon haut es hin.

Nun muss man den Käse noch optimieren. Wenn wir von Vermögen und nicht cash reden, dann kann man innerhalb von 5 Jahren auf folgendes kommen, wenn man nicht auf den Kopf gefallen ist:
100k Sozialverischerung (cash) -> Zahlungen kann man ganz einfach optimieren indem man mehr verdient, und zum Glück darf man seinen Lohn in Deutschland frei aushandeln.
50k gesetzliche Rentenversicherung (Wert)
100k Erträge aus Investments (cash)
50k diverse Nebentätigkeiten (cash)

Man kauft sich eine 500 Euro Schrottkarre und lebt entweder bei den Eltern, im Wald, unter der Brücke oder auf einem Campingplatz.

Selbst wenn man am Ende durch schlechte Ausführung nur bei 200k landet hat man sich in die top 10% der Bevölkerung katapultiert.

Die Leute binden sich eben lieber Klötze ans Bein und heulen rum, wenn der Staat plötzlich kein Schlaraffenland im Alter für sie bezahlt.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » So 4. Okt 2015, 10:23

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 20:59 hat geschrieben:
nein - kann es nicht

denn es ging um die Rentenversicherung..

in NL ist das ein Fonds...

in D aber ein Umlagesystem...



Es kann all jenen Zeitgenossen passieren, die den Sirenengesängen der Privatisierer folgten (u.a. Herrn Raffelhüschen, Herrn Hüther, Herrn Sinn, um nur einige zu nennen). Wer Näheres erfahren möchte, der wende sich an amerikanische Freunde und frage danach, was dort mit vielen Pensionsfonds seit 2007 passiert ist und warum Menschen, die eine Fond Rente auf 65 Jahre abgeschlossen hatten, mit 72 nun immer noch Vollzeit oder gleich in mehreren Jobs arbeiten. Kleine Hilfe, hat nichts mit dem Übereifer der Senioren zu tun !
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » So 4. Okt 2015, 10:26

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 16:53 hat geschrieben:
es hat auch einem Teil der Bürger geholfen- ihre Altersvorsorge mit guter Rendite ( ohne Versicherung) zu realisieren- und sich davon bei Rentenbeginn ein Motorrad zu kaufen...



Was verstehst Du unter "guter Rendite"? Wenn man sich für einen 500 € Schein einen nagelneuen 100 € Schein kaufen kann?
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » So 4. Okt 2015, 10:48

Orwellhatterecht » So 4. Okt 2015, 09:26 hat geschrieben:

Was verstehst Du unter "guter Rendite"? Wenn man sich für einen 500 € Schein einen nagelneuen 100 € Schein kaufen kann?



2% nach Inflation und Steuer p.a . auf die Einzahlungen
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » So 4. Okt 2015, 12:30

als ich noch unterrichtete war ich dafür berüchtigt manchmal krasse beispiele geben zu können. daher jetzt wieder ein übertriebenes.

1: der trend ist voraussehbar deutlich. da werden immer weniger kinder geboren.
2: und was ältere leute betrifft, vorläufig scheinen sie noch nicht das optimum erreicht zu haben. dennoch, wenn mider kinder geboren werden, wird die gesamtzahl der greisen schließlich auch mal abnehmen.

ergo: stell mal vor, es gibt noch 1.000 menschen im arbeitsalter. und 1.000.000 renteziehende personen. diese 1.000 verdienen nicht nur das geld für ihre familien, sondern auch für 1.000.000 andere menschen.
die renten sind gesichert, also bekommt jeder ein »ruhegeld/ruhegehalt«. das ist deutlich. wie steht es aber mit der höhe des auszuzahlenden geldes???

die lage bei uns ist anders. da wartet eine existierende geldbombe. das ist geld, daß die 1.000.000 menschen für sich gespart haben. diese 1.000 zahlen also nur für ihre eigene rente. wie schon eher bemerkt: bei euch geht es um versprechungen die eingelöst werden müssen.
    lieber den spatz in der hand als die taube auf dem dach.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » So 4. Okt 2015, 12:58

Nomen Nescio » So 4. Okt 2015, 11:30 hat geschrieben:als ich noch unterrichtete war ich dafür berüchtigt manchmal krasse beispiele geben zu können. daher jetzt wieder ein übertriebenes.

1: der trend ist voraussehbar deutlich. da werden immer weniger kinder geboren.
2: und was ältere leute betrifft, vorläufig scheinen sie noch nicht das optimum erreicht zu haben. dennoch, wenn mider kinder geboren werden, wird die gesamtzahl der greisen schließlich auch mal abnehmen.

ergo: stell mal vor, es gibt noch 1.000 menschen im arbeitsalter. und 1.000.000 renteziehende personen. diese 1.000 verdienen nicht nur das geld für ihre familien, sondern auch für 1.000.000 andere menschen.
die renten sind gesichert, also bekommt jeder ein »ruhegeld/ruhegehalt«. das ist deutlich. wie steht es aber mit der höhe des auszuzahlenden geldes???

die lage bei uns ist anders. da wartet eine existierende geldbombe. das ist geld, daß die 1.000.000 menschen für sich gespart haben. diese 1.000 zahlen also nur für ihre eigene rente. wie schon eher bemerkt: bei euch geht es um versprechungen die eingelöst werden müssen.
    lieber den spatz in der hand als die taube auf dem dach.



in D haben wir jetzt ganz viele JUNGE Flüchtlinge

die kompensieren das
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon happySchland » So 4. Okt 2015, 13:52

Realist2014 » Sa 3. Okt 2015, 10:42 hat geschrieben:nochmal die konkrete Frage:

WOHER soll das Geld für die höheren Renten kommen- konkret?

Wie lustig. Ich breite mal eben mein Modell zu dieser überhaupt nicht komplexen Thematik aus.
Einen Moment...

Sie ignorieren meine Argumentation.
Der Lösungsansatz das Renteneintrittsalter mehr und mehr zu erhöhen, ist faktisch ein Irrweg. Ein Alternativmodell ist ein Muss oder ein anderer Lösungsansatz. Wie diese konkret aussehen, ist vorerst völlig unerheblich.
Bitte keine Wörter in den Mund legen und beim Thema bleiben.
Vielen Dank!
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Adam Smith
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Adam Smith » So 4. Okt 2015, 14:21

happySchland » So 4. Okt 2015, 13:52 hat geschrieben:Wie lustig. Ich breite mal eben mein Modell zu dieser überhaupt nicht komplexen Thematik aus.
Einen Moment...

Sie ignorieren meine Argumentation.
Der Lösungsansatz das Renteneintrittsalter mehr und mehr zu erhöhen, ist faktisch ein Irrweg. Ein Alternativmodell ist ein Muss oder ein anderer Lösungsansatz. Wie diese konkret aussehen, ist vorerst völlig unerheblich.

Ist es nicht logisch das Renteneintrittsalter zu erhöhen, wenn die Bürger immer älter werden?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » So 4. Okt 2015, 14:57

happySchland » So 4. Okt 2015, 12:52 hat geschrieben:Wie lustig. Ich breite mal eben mein Modell zu dieser überhaupt nicht komplexen Thematik aus.
Einen Moment...

Sie ignorieren meine Argumentation.
Der Lösungsansatz das Renteneintrittsalter mehr und mehr zu erhöhen, ist faktisch ein Irrweg. Ein Alternativmodell ist ein Muss oder ein anderer Lösungsansatz. Wie diese konkret aussehen, ist vorerst völlig unerheblich.


Nein

wer länger lebt- der muss mit SEINEN erworbenen Rentenanwartschaften halt LÄNGER auskommen.

Genau das spiegelt sich in der Rentenformel wieder

irgendwelche "Alternativmodelle"- wo Bürger für das Rentensystem "zahlen" sollen- die entweder mit dem Rentensystem nichts zu tun haben- oder selber keine eigenen Rentenanwartschaften zu erwerben - wird es sicher NICHT geben.

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