BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Atue001
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Mo 12. Okt 2020, 22:06

Mendoza hat geschrieben:(12 Oct 2020, 17:20)

Anders wäre , dass noch viel weniger Arbeitsscheue ihren Hintern hoch kriegen. ich möchte mal wissen welch grandiose Idee Atue gegen hohe Kriminalität hat. Vermutlich Polizei und Justiz abschaffen :rolleyes:


Hier rede ich nicht über Kriminalität Polizei und Justiz. Das Thema ist das BGE.
Je nach Gestaltung des BGEs kann man gerade mit einem gut gestalteten BGE mehr Menschen dazu bewegen, in Arbeit zu gehen. Das derzeitige System mit Hartz IV und hohen Verrechnungsquoten bei Zuverdienst von 80% bzw. 90% wirkt klar Leistungsfeindlich. Würde man umgekehrt auf ein BGE-System setzen, dann würden die Zuverdienste eben nicht verrechnet - womit vom Mindestlohn dann auch tatsächlich was in der Tasche bleiben würde.
Man kann weitere Anreize zum eigenverantwortlichen Arbeiten setzen - beispielsweise kann man sich überlegen, inwiefern man für Kinder ein abgestuftes BGE vorsieht, bei welchem man davon ausgeht, dass die Eltern immer auch einen Eigenanteil der Versorgung der Kinder übernehmen - also dass sie arbeiten gehen. Wenn die Eltern dies nicht tun, mag das das gute Recht der Eltern sein - aber es belegt auch, dass sie nicht willens sind, sich ausreichend ernsthaft um ihre Kinder zu bemühen. So gesehen sollte man dann für die Kinder (!) Alternativen suchen, sie also aus dem reinen (vergleichbar) "Hartz-IV-Haushalt" auch herausnehmen.

Das Problem ist eigentlich nicht, dass Menschen in einer BGE-Gesellschaft sich frei entscheiden, allein vom BGE leben zu wollen - kritisch ist es, wenn sie mit ihrer Entscheidung das Leben von Dritten negativ beeinflussen, was in diesem Fall die Kinder wären.

Im heutigen System ist weder das eine noch das andere ernsthaft umgesetzt - was dazu führt, dass wir ein Bürokratiemonster haben, dass der Anreiz zum Arbeiten eigentlich nicht gegeben ist, und dass vor allem in Hartz IV Familien Kinder wirklich leiden, ohne dass sie etwas dafür können.

Man sieht: BGE ist so schlecht nicht, wenn es gut gemacht ist.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 12. Okt 2020, 22:23

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 22:06)

Im heutigen System ist weder das eine noch das andere ernsthaft umgesetzt - was dazu führt, dass wir ein Bürokratiemonster haben, dass der Anreiz zum Arbeiten eigentlich nicht gegeben ist, und dass vor allem in Hartz IV Familien Kinder wirklich leiden, ohne dass sie etwas dafür können.

Was mit Emotion unterlegt natürlich gut rüberkommen soll, aber NICHTS aussagt.

Dein Bürokratiemonster würde sich auf einen kleinen Teil der „einzuparenden“ Bürokratie begrenzen.
Verschwindend gering. Alle anderen bürokratischen Aktivitäten würden ja nicht verschwinden.
An anderen Stellen sogar neue entstehen.

Die umfassenden Probleme einer Gesellschaft würden ja sich ja nicht durch ein BGE auflösen.
Mit den entsprechenden weiterhin dafür vorgesehen und notwendigen bürokratischen Abläufen.

mfg
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Mo 12. Okt 2020, 23:04

Skull hat geschrieben:(12 Oct 2020, 22:23)

Was mit Emotion unterlegt natürlich gut rüberkommen soll, aber NICHTS aussagt.

Dein Bürokratiemonster würde sich auf einen kleinen Teil der „einzuparenden“ Bürokratie begrenzen.
Verschwindend gering. Alle anderen bürokratischen Aktivitäten würden ja nicht verschwinden.
An anderen Stellen sogar neue entstehen.

Die umfassenden Probleme einer Gesellschaft würden ja sich ja nicht durch ein BGE auflösen.
Mit den entsprechenden weiterhin dafür vorgesehen und notwendigen bürokratischen Abläufen.

mfg


Die Wirtschaft stöhnt heute unter anderem über die Bürokratie, die mit den Sozialversicherungen aber auch der Berechnung von Steuern einhergeht. Das wäre weg.
Die Wirtschaft hat heute ein Problem mit sehr komplexen Prozeduren rund um Kündigungen und Kündigungsschutz - das wäre weg. Inklusive der typischen Gerichtsverfahren, die es heute zu diesem Thema gibt.

Privatpersonen sind heute häufig mit der eigenen Steuererklärung überfordert. Bei einem Flat-Tax-Ansatz sollte das lösbar sein.
Hartz IV sorgt heute bei den Ämtern auch schon im reinen Grundbedarf für erheblichen Aufwand - von diesem würden weite Teile entfallen.
Kontrollierende Eingriffe in die konkreten Lebensverhältnisse von Hartz IV Empfängern führen heute immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen. Das würde entfallen.

Mehrere Krankenversicherungssysteme - würde entfallen. Alle gesetzlichen Regelungen können sich auf einheitliche Regelungen für Basistarife konzentrieren.
Komplexe bürokratische Vorgänge rund um die Einkommensteuer - würden deutlich vereinfacht.

Ich denke, so ganz klein sind die Effekte dann doch nicht.

Klar - es gibt auch Effekte, die bei meinem Ansatz ggf. neue Bürokratien schaffen können - so bleibt dem Staat nichts anderes übrig, als sich um die 500€-Jobs auch zu kümmern und dafür zu sorgen, dass diese angeboten werden. Und auch bei den Wohnungen gibt es neue Themenstellungen. Doch in Summe denke ich schon, dass der Entlastungseffekt sowohl für Unternehmen als auch für die meisten Bürger deutlich spürbar wäre.


Ein beliebiges BGE löst keine Probleme der Gesellschaft - vernünftige BGE-Ansätze aber lösen einige derzeit recht komplizierte und teilweise komplexe Problemstellungen doch grundsätzlich. (Beispiel: der kritische Übergang von Hartz IV über Aufstocker zu Eigenversorger durch eigenes Einkommen)

Ich sage nicht, dass mein BGE-Modell schon der Weisheit letzter Schluss ist - es ist aber mal der Versuch, durch eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen den Sozialstaat und die Staatsfinanzierung in Richtung mehr Eigenverantwortung bei gleichzeitig garantierter grundsätzlicher Absicherung auszurichten.

Dass ich bei Kindern emotional werde, gebe ich gerne zu. Mir stinkt es ganz gewaltig, dass es heute Lebensentwürfe gibt, bei denen die Eltern von Hartz IV leben, obwohl sie arbeiten könnten. Mir stinkt das nicht für die Eltern - das können die von mir aus so machen, wenn sie damit glücklich sind. Allerdings halte ich es für dramatisch für die Kinder. Denn diese müssen, ohne dass sie das selbst je gewählt haben, unter der Entscheidung ihrer Eltern leiden.
Ich habe versucht, dies in meinem Ansatz zu berücksichtigen - indem ich einerseits für die Eltern klare berufliche und finanzielle Möglichkeiten per se organisiere, und umgekehrt aber sage, wenn die Eltern noch nicht einmal bereit sind, dies für ihre Kinder mit auf sich zu nehmen, steht die Ernsthaftigkeit ihres Elterlichen Wollens zum Wohle der Kinder absolut in Frage. Weil ich ein Recht auf Arbeit eingebaut habe, können sich Eltern nicht auf die Ausrede zurückziehen, dass sie nichts gefunden haben.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 12. Okt 2020, 23:14

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:04)

Die Wirtschaft stöhnt heute unter anderem über die Bürokratie, die mit den Sozialversicherungen aber auch der Berechnung von Steuern einhergeht. Das wäre weg.
Die Wirtschaft hat heute ein Problem mit sehr komplexen Prozeduren rund um Kündigungen und Kündigungsschutz - das wäre weg. Inklusive der typischen Gerichtsverfahren, die es heute zu diesem Thema gibt.


Oh.

Sie wollen also alle Sozialversicherungen wegfallen lassen.

Bei Arbeitslosigkeit gibt es dann BGE, sonst nix.

Viel Vergnügen bei der Durchsetzung.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 12. Okt 2020, 23:17

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:04)

[…]


Deine Phantasie und Träume in Ehren.

Kann man nicht ab und zu einfach die Realität beachten ?

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Mo 12. Okt 2020, 23:22

Senexx hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:14)

Oh.

Sie wollen also alle Sozialversicherungen wegfallen lassen.

Bei Arbeitslosigkeit gibt es dann BGE, sonst nix.

Viel Vergnügen bei der Durchsetzung.


Nein - lediglich anders organisieren. Es hängt schon davon ab, welches konkrete BGE-Gesamtmodell man bespricht.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 12. Okt 2020, 23:25

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:22)

Nein - lediglich anders organisieren.

Lediglich...anders... :D

Hinter diesen zwei niedlichen Worten versteckt sich durchaus etwas anderes.

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:22)

Es hängt schon davon ab, welches konkrete BGE-Gesamtmodell man bespricht.

Und welches KONKRETE Modell besprichst Du nun seit Monaten ? :?:

Auf welches KONKRETE Modell beziehen sich Deine ganzen Annahmen, Mutmassungen und theoretischen Effekte ?

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 12. Okt 2020, 23:35

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:22)

Nein - lediglich anders organisieren. Es hängt schon davon ab, welches konkrete BGE-Gesamtmodell man bespricht.


Ah ja.

Sie eiern.

Auch gut.

Wir müssen Sie nicht weiter ernst nehmen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Mo 12. Okt 2020, 23:38

Da ich BGE regelmäßig nicht alleinstehend ernsthaft diskutieren kann, habe ich einen Thread eröffnet, indem ich ein BGE-System als Alternative zu unserem heutigen Sozialsystem versuche ganzheitlich zu diskutieren.

Nach ersten Anläufen habe ich ein erstes BGE-System skizziert, welches auch Neuregelungen für viele andere Bereiche (Sozialversicherungen, Steuern und einige weitere Regelungen) beinhaltet.
Man findet den Entwurf hier: (12 Oct 2020, 23:32)

Es macht keinen Sinn, diesen Entwurf nur auf den BGE-Anteil zu reduzieren - man muss schon ganzheitlich in die sicher nicht ganz leichte Materie eintauchen und die Anpassungen im Bereich der Sozialsysteme mit betrachten.
Es macht aber auch mehr Sinn, diesen konkreteren Entwurf und ähnliche ganzheitliche Ansätze nicht hier, sondern im anderen Thread zu diskutieren.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Di 13. Okt 2020, 08:20

Atue001 hat geschrieben:(12 Oct 2020, 23:38)

Da ich BGE regelmäßig nicht alleinstehend ernsthaft diskutieren kann, habe ich einen Thread eröffnet, indem ich ein BGE-System als Alternative zu unserem heutigen Sozialsystem versuche ganzheitlich zu diskutieren.

Nach ersten Anläufen habe ich ein erstes BGE-System skizziert, welches auch Neuregelungen für viele andere Bereiche (Sozialversicherungen, Steuern und einige weitere Regelungen) beinhaltet.
Man findet den Entwurf hier: (12 Oct 2020, 23:32)

Es macht keinen Sinn, diesen Entwurf nur auf den BGE-Anteil zu reduzieren - man muss schon ganzheitlich in die sicher nicht ganz leichte Materie eintauchen und die Anpassungen im Bereich der Sozialsysteme mit betrachten.
Es macht aber auch mehr Sinn, diesen konkreteren Entwurf und ähnliche ganzheitliche Ansätze nicht hier, sondern im anderen Thread zu diskutieren.


Um ein BGE zu diskutiere, bedarf es weder eine Umstellung des Steuertarifs von progressiv auf flat, noch eine Abschaffung der PKV als Vollversicherung, noch eine Änderung beim Rentensystem oder der AV-Versicherung usw.
Diese Punkte sind eher als Nebelkerzen zu betrachten, um vom eigentlich Kern abzulenken.

Ich sage nicht, dass mein BGE-Modell schon der Weisheit letzter Schluss ist - es ist aber mal der Versuch, durch eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen dehr Eigenverantwortung en Sozialstaat und die Staatsfinanzierung in Richtung mbei gleichzeitig garantierter grundsätzlicher Absicherung auszurichten.


dein Modell bewirkt genau das Gegenteil
Heute ist die grundsätzliche Absicherung ja garantiert ( Grundsicherung im Alter, ALG II, Erwerbsminderunsgrente usw.)- allerdings für arbeitsfähige nur gegen Mitwirkung wieder eigenverantwortlich Einkommen zu erzielen.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mi 21. Okt 2020, 18:00

Ein Grundeinkommen für Europa

Es wird über einen EBI BGE debbatiert. Da bin ich mal gespannt, was dabei rauskommt.

https://www.fr.de/meinung/ein-grundeinkommen-fuer-alle-in-europa-90076306.html
Erlaubt einmal ein König, dass Armut in seiner Nation auftritt, werden die Leute immer stehlen, um zu überleben.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Mi 21. Okt 2020, 18:25

lili hat geschrieben:(21 Oct 2020, 18:00)

Ein Grundeinkommen für Europa

Es wird über einen EBI BGE debbatiert. Da bin ich mal gespannt, was dabei rauskommt.

https://www.fr.de/meinung/ein-grundeinkommen-fuer-alle-in-europa-90076306.html


daraus:

" Aktuell läuft eine EBI, die die Kommission auffordert, Vorschläge für bedingungslose Grundeinkommen überall in der EU vorzulegen, um die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen den EU-Staaten zu verringern"

Da Deutschland die höchsten Sozialleistungen in der EU hat ( ALG II usw.) , hätte das für D keinerlei "positive" Auswirkung...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Mendoza » Mi 21. Okt 2020, 20:10

lili hat geschrieben:(21 Oct 2020, 18:00)

Ein Grundeinkommen für Europa

Es wird über einen EBI BGE debbatiert. Da bin ich mal gespannt, was dabei rauskommt.

https://www.fr.de/meinung/ein-grundeinkommen-fuer-alle-in-europa-90076306.html


Es ist kein einziges Land bereit ein BGE einzuführen und jetzt glaubt man es in der ganzen EU etablieren zu können? Egal welche Drogen diese Leute sich reinziehen. Sie sollten sie absetzen!
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Mi 21. Okt 2020, 21:43

In der jetzigen Situation wird es,keine Einführung oder auch nur einen Nerv für das BGE geben, damit hätte man sich vor Corons politisch ernsthafter befassen müssen/ sollen jetzt hat man genüg anderweitig Probleme gleichwohl wird sich zeigen dass die sozialen Sicherungsysteme mit ihrer überbordenden langsamen Bürokratie mit dieser Situation nicht fertig werden bzw ihr auch in keiner Weise genügen zum Schaden der Betroffenen die nicht wissen wie es weitergehen soll. Jede Gruppe schreit für sich die Unternehmen nach Corona Hilfen / Kurzarbeitergeld Künstler und,Kulturszene nach einem Existenzgeld usw usw .
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mi 21. Okt 2020, 21:49

Meruem hat geschrieben:(21 Oct 2020, 21:43)

In der jetzigen Situation wird es,keine Einführung oder auch nur einen Nerv für das BGE geben, damit hätte man sich vor Corons politisch ernsthafter befassen müssen/ sollen jetzt hat man genüg anderweitig Probleme gleichwohl wird sich zeigen dass die sozialen Sicherungsysteme mit ihrer überbordenden langsamen Bürokratie mit dieser Situation nicht fertig werden bzw ihr auch in keiner Weise genügen zum Schaden der Betroffenen die nicht wissen wie es weitergehen soll. Jede Gruppe schreit für sich die Unternehmen nach Corona Hilfen / Kurzarbeitergeld Künstler und,Kulturszene nach einem Existenzgeld usw usw .


Gerade wegen Corona kommt die Debatte erneut auf.
Erlaubt einmal ein König, dass Armut in seiner Nation auftritt, werden die Leute immer stehlen, um zu überleben.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Mi 21. Okt 2020, 21:54

lili hat geschrieben:(21 Oct 2020, 21:49)

Gerade wegen Corona kommt die Debatte erneut auf.


Ja natürlich dass war ja zu erwarten dass gerade jetzt die BGE Debatte wieder aufgeflammt weil viele Menschen in der Cirona Situation sich nach finanzieller Sicherheit sehnen um überhaupt über die Runden zu kommen ( und dass geht mit Hartz4 mehr schlecht als recht) , nur die Polituner haben gerade dafür absolut keine Zeit und Aufmerksamkeit aus genannten Gründen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mi 21. Okt 2020, 22:00

Meruem hat geschrieben:(21 Oct 2020, 21:54)

Ja natürlich dass war ja zu erwarten dass gerade jetzt die BGE Debatte wieder aufgeflammt weil viele Menschen in der Cirona Situation sich nach finanzieller Sicherheit sehnen um überhaupt über die Runden zu kommen ( und dass geht mit Hartz4 mehr schlecht als recht) , nur die Polituner haben gerade dafür absolut keine Zeit und Aufmerksamkeit aus genannten Gründen.


Ja das stimmt.
Erlaubt einmal ein König, dass Armut in seiner Nation auftritt, werden die Leute immer stehlen, um zu überleben.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 22. Okt 2020, 07:35

Meruem hat geschrieben:(21 Oct 2020, 21:54)

Ja natürlich dass war ja zu erwarten dass gerade jetzt die BGE Debatte wieder aufgeflammt weil viele Menschen in der Cirona Situation sich nach finanzieller Sicherheit sehnen um überhaupt über die Runden zu kommen ( und dass geht mit Hartz4 mehr schlecht als recht) , nur die Polituner haben gerade dafür absolut keine Zeit und Aufmerksamkeit aus genannten Gründen.


warum sollten "wegen Corona" die Regelsätze erhöht werden?
Und ein BGE höher als die heutigen Leistungen der Existenzsicherung sind sowie völlig irreale Vorstellungen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Realist2014 » Do 22. Okt 2020, 07:38

Meruem hat geschrieben:(21 Oct 2020, 21:43)

I gleichwohl wird sich zeigen dass die sozialen Sicherungsysteme mit ihrer überbordenden langsamen Bürokratie mit dieser Situation nicht fertig werden bzw ihr auch in keiner Weise genügen zum Schaden der Betroffenen die nicht wissen wie es weitergehen soll. .


was genau hat sich für die Bezieher von ALG II oder Grundsicherung im Alter "durch Corona" geändert?

Unsere sozialen Sicherungssysteme werden locker mit den Anforderungen fertig.

Nur sind diese logischerweise nicht für ein "angenehmes Leben" vorgesehen- sondern für Existenzsicherung = Bescheidenheit
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Do 22. Okt 2020, 08:38

Realist2014 hat geschrieben:(22 Oct 2020, 07:38)

was genau hat sich für die Bezieher von ALG II oder Grundsicherung im Alter "durch Corona" geändert?

Unsere sozialen Sicherungssysteme werden locker mit den Anforderungen fertig.

Nur sind diese logischerweise nicht für ein "angenehmes Leben" vorgesehen- sondern für Existenzsicherung = Bescheidenheit


Wobei die Idee, “drück einfach Jedem EUR 600,- monatlich in die Hand und streiche alle anderen Ansprüche“ durchaus weniger Bürokratie bedeuten würde. Allerdings würde das die Sympathie der Befürworter für das BGE nicht aufrecht erhalten. ;)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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