BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
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JJazzGold
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 13. Jul 2020, 08:51

lili hat geschrieben:(12 Jul 2020, 21:43)

Es reicht schon wenn sie in den Bundestag kommt.


Haben Sie schon mit der Gründung der BGE Partei begonnen? Tritt diese 2021 bereits an, oder sind die Kriterien bis dahin noch nicht erfüllt?



Oder hoffen Sie nur, dass “die Anderen“ eine BGE Partei gründen, organisieren, Mitgliederwerbung betreiben, Wahlwerbung betreiben, etc.? Sie müssten dann gemütlich zuhause sitzend nur ein Kreuzchen in ein Kästchen malen.

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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 13. Jul 2020, 09:25

lili hat geschrieben:(12 Jul 2020, 21:43)

Es reicht schon wenn sie in den Bundestag kommt.


Einthemenparteien kommen nicht in den Bundestag.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Skull » Mo 13. Jul 2020, 09:26

Guten Morgen,

zwei Beiträge in die Ablage verschoben.

Das Thema ist und bleibt hier BGE.

Persönliche Ansichten über Politiker kann man in der Weinstube posten.

Auch bitte ich darum, die Gründung und Chancen von Parteien und deren Ziele -> im Unterforum 2 fortzuführen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 13. Jul 2020, 09:46

War ohnehin eine rein rhetorische Frage. ;)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Wähler » Mi 22. Jul 2020, 09:40

SZ 22. Juli 2020 Studie:Befürworter des Grundeinkommens sind weniger liberal als angenommen
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4974052
"42,4 Prozent derjenigen, die in Europa ein Grundeinkommen für gut befinden, wollen den Zugang auf Menschen beschränken, die mindestens ein Jahr gearbeitet und Steuern gezahlt haben...
Ebenfalls bemerkenswert an der Neuauswertung ist, dass sich weniger Deutsche auf ein Grundeinkommen einigen können (38 Prozent) als darauf, den Zugang zum Sozialstaat für Zuwanderer zu beschränken (mehr als 50 Prozent).Mit ihrer Meinung befinden sich die Deutschen im europäischen Mittelfeld..."

Die Studie ist allerdings schon von 2016.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Mi 22. Jul 2020, 21:46

Wähler hat geschrieben:(22 Jul 2020, 09:40)

SZ 22. Juli 2020 Studie:Befürworter des Grundeinkommens sind weniger liberal als angenommen
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4974052
"42,4 Prozent derjenigen, die in Europa ein Grundeinkommen für gut befinden, wollen den Zugang auf Menschen beschränken, die mindestens ein Jahr gearbeitet und Steuern gezahlt haben...
Ebenfalls bemerkenswert an der Neuauswertung ist, dass sich weniger Deutsche auf ein Grundeinkommen einigen können (38 Prozent) als darauf, den Zugang zum Sozialstaat für Zuwanderer zu beschränken (mehr als 50 Prozent).Mit ihrer Meinung befinden sich die Deutschen im europäischen Mittelfeld..."

Die Studie ist allerdings schon von 2016.


Na,dann ist aber kein bedingungsloses Grundeinkommen/ Grundsicherung mehr , ergo sinddass dann nach meinem Verständnis keine Befürworter eines "echten" BGE, egal ob jemand Zuwanderer ist oder nicht, ob jemand gearbeitet hat oder nicht ist alles bei einem wirklichen BGE irrelevant , da,sonst wieder an irgendwelche Bedinungen geknüpft und dann istcauch wieder kein "Bedarfsprinzip" wie bei einem BGE sondern wie gegenwärtig Bedürftigkeitsprinzip.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » Do 23. Jul 2020, 00:03

Die Rahmenbedingungen dafür, dass ein Grundeinkommen vollumfänglich bedingungslos sein kann, werden auf Jahrzehnte definitiv, und auf Jahrhunderte wahrscheinlich nicht gegeben sein. Stets geht man davon aus, dass es wenigstens Rahmenbedingungen wie eine Staatsangehörigkeit oder ähnliches gibt, die als Voraussetzung gelten muss.

Der Begriff der Bedingungslosigkeit ist entstanden als Gegensatz zu den vielen Bedingungen, die unser heutiges Grundsicherungsverständnis mit sich bringt - bei dem als Bedingungen beispielsweise der Wille zur Arbeitsaufnahme (auch von Tätigkeiten, die weit unterhalb meiner Qualifikation liegen) definiert ist, über dessen Sinnhaftigkeit man streiten kann. Es gibt aber heute auch Bedingungen, die durchaus entwürdigend empfunden werden - so beispielsweise die "Einmischung" in die Zusammenlebenssituation von Betroffenen, oder die immer wiederkehrende Forderung nach völliger Öffenlegung von Vermögensverhältnissen. Letzteres ist durchaus fragwürdig, weil selbiger Maßstab gerade nicht an die Superreichen angelegt wird, wenn es beispielsweise um Steuerforderungen geht.

Ich halte inzwischen den Begriff BGE für schlecht gewählt - auch weil er in die Irre führt, und dem Kernanliegen vieler derer, die sich dafür einsetzen, eigentlich einen Bärendienst erweist.

Den meisten BGE-Befürwortern geht es vor allem um einen menschenwürdigen und menschengerechten Umgang mit der Thematik der Existenzgrundsicherung. Dazu zählt vor allem der Ersatz des Bedürfitgkeitsprinzip durch den wesentlich moderneren Ansatz des Bedarfsprinzips - wie wir es aus allen anderen staatlichen Sozialen Sicherungssystemen kennen.

Würde man sich rein auf die Forderung nach einer Existenzgrundsicherung zurückziehen, wäre eine solche Umstellung sogar ohne größere Veränderung der Finanzströme rein durch technische Umstellungen machbar. Sinnvoll wäre das aber weniger, weil die Etablierung einer Existenzgrundsicherung als eigenständige Säule des Sozialsystems die Möglichkeit gibt, mit einer ganzen Reihe an veralteten und verkrusteten Strukturen in unseren sozialen Sicherungssystemen aufzuräumen, und stattdessen mal kräftig aufzuräumen. Das spart erhebliche Bürokratiekosten, und schafft vor allem die Möglichkeit auf ein wesentlich konsequenteres und effektiveres Sozialsystem - was dann aufgrund höherer Effizienz Kostenvorteile generiert, die man dann wiederum entweder in Form geringerer Sozialabgaben und Steuern, oder in Form einer etwas höheren Existenzgrundsicherung an die Gemeinschaft zurückgeben kann - was weitere positive Effekte mit sich bringt.

Konsequent umgesetzt bietet eine solche umfassende Umstellung sehr viele Chancen - sogar bis hin zu einem Steuerrecht mit einer Flat Tax auf Einkommen, Konsum und Erbschaften, bei einer gleichzeitig niedrigen Besteuerung von Vermögen.

Je nachdem aber, wie weit man im Umbau des Geflechts aus Steuern und Abgaben einerseits, und wie stark man andererseits die sozialen Sicherungssysteme verändert, entstehen Gesamtkonstrukte deren detaillierte Auswirkungen auf Finanzen und Vermögen, und auf das Verhalten der Einzelnen allenfalls noch spekulativ angenommen werden können.

Sofern man das finale Ziel nicht aus den Augen verliert ist es deshalb deutlich einfacher, über jeweils moderate Einzelreformschritte sich sukzessive dem Ziel einer BGE-Gesellschaft anzunähern - was umgekehrt die finanziellen Risiken beherrschbar werden lässt, aber im Gegenzug auch nicht gleich den vollen Umfang an Potential einer BGE-Gesellschaft erzielen kann.

In vielerlei Hinsicht sind bereits in den letzten Jahrzehnten immer wieder Reformen in den Sozialversicherungssystemen und im Steuersystem angegangen worden, die durchaus vorbereitend für ein BGE-System wirken können - aber gleichzeitig eben nicht automatisch zu einem BGE-System führen. Ich bin zuversichtlich, dass auch zukünftig weitere Reformen sowohl im Steuerrecht als auch im Sozialversicherungsrecht sich in diesem Sinne sukzessive an ein mögliches BGE-Szenario annähern werden - was schließlich dazu führen wird, dass ein echtes BGE-System beherrschbar wird, aber auch klare Mehrheiten in der Bevölkerung bekommt.

Es kann halt nur noch ein wenig dauern - aber wenn man berücksichtigt, dass das aktuelle Sozialversicherungsrecht sich von ca. 1790 bis heute sukzessive entwickelt hat, ist die zeitlich gesehen noch gar nicht so arg lange.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Do 23. Jul 2020, 11:17

Atue001 hat geschrieben:(23 Jul 2020, 00:03)

Die Rahmenbedingungen dafür, dass ein Grundeinkommen vollumfänglich bedingungslos sein kann, werden auf Jahrzehnte definitiv, und auf Jahrhunderte wahrscheinlich nicht gegeben sein. Stets geht man davon aus, dass es wenigstens Rahmenbedingungen wie eine Staatsangehörigkeit oder ähnliches gibt, die als Voraussetzung gelten muss.

Der Begriff der Bedingungslosigkeit ist entstanden als Gegensatz zu den vielen Bedingungen, die unser heutiges Grundsicherungsverständnis mit sich bringt - bei dem als Bedingungen beispielsweise der Wille zur Arbeitsaufnahme (auch von Tätigkeiten, die weit unterhalb meiner Qualifikation liegen) definiert ist, über dessen Sinnhaftigkeit man streiten kann. Es gibt aber heute auch Bedingungen, die durchaus entwürdigend empfunden werden - so beispielsweise die "Einmischung" in die Zusammenlebenssituation von Betroffenen, oder die immer wiederkehrende Forderung nach völliger Öffenlegung von Vermögensverhältnissen. Letzteres ist durchaus fragwürdig, weil selbiger Maßstab gerade nicht an die Superreichen angelegt wird, wenn es beispielsweise um Steuerforderungen geht.

Ich halte inzwischen den Begriff BGE für schlecht gewählt - auch weil er in die Irre führt, und dem Kernanliegen vieler derer, die sich dafür einsetzen, eigentlich einen Bärendienst erweist.

Den meisten BGE-Befürwortern geht es vor allem um einen menschenwürdigen und menschengerechten Umgang mit der Thematik der Existenzgrundsicherung. Dazu zählt vor allem der Ersatz des Bedürfitgkeitsprinzip durch den wesentlich moderneren Ansatz des Bedarfsprinzips - wie wir es aus allen anderen staatlichen Sozialen Sicherungssystemen kennen.

Würde man sich rein auf die Forderung nach einer Existenzgrundsicherung zurückziehen, wäre eine solche Umstellung sogar ohne größere Veränderung der Finanzströme rein durch technische Umstellungen machbar. Sinnvoll wäre das aber weniger, weil die Etablierung einer Existenzgrundsicherung als eigenständige Säule des Sozialsystems die Möglichkeit gibt, mit einer ganzen Reihe an veralteten und verkrusteten Strukturen in unseren sozialen Sicherungssystemen aufzuräumen, und stattdessen mal kräftig aufzuräumen. Das spart erhebliche Bürokratiekosten, und schafft vor allem die Möglichkeit auf ein wesentlich konsequenteres und effektiveres Sozialsystem - was dann aufgrund höherer Effizienz Kostenvorteile generiert, die man dann wiederum entweder in Form geringerer Sozialabgaben und Steuern, oder in Form einer etwas höheren Existenzgrundsicherung an die Gemeinschaft zurückgeben kann - was weitere positive Effekte mit sich bringt.

Konsequent umgesetzt bietet eine solche umfassende Umstellung sehr viele Chancen - sogar bis hin zu einem Steuerrecht mit einer Flat Tax auf Einkommen, Konsum und Erbschaften, bei einer gleichzeitig niedrigen Besteuerung von Vermögen.

Je nachdem aber, wie weit man im Umbau des Geflechts aus Steuern und Abgaben einerseits, und wie stark man andererseits die sozialen Sicherungssysteme verändert, entstehen Gesamtkonstrukte deren detaillierte Auswirkungen auf Finanzen und Vermögen, und auf das Verhalten der Einzelnen allenfalls noch spekulativ angenommen werden können.

Sofern man das finale Ziel nicht aus den Augen verliert ist es deshalb deutlich einfacher, über jeweils moderate Einzelreformschritte sich sukzessive dem Ziel einer BGE-Gesellschaft anzunähern - was umgekehrt die finanziellen Risiken beherrschbar werden lässt, aber im Gegenzug auch nicht gleich den vollen Umfang an Potential einer BGE-Gesellschaft erzielen kann.

In vielerlei Hinsicht sind bereits in den letzten Jahrzehnten immer wieder Reformen in den Sozialversicherungssystemen und im Steuersystem angegangen worden, die durchaus vorbereitend für ein BGE-System wirken können - aber gleichzeitig eben nicht automatisch zu einem BGE-System führen. Ich bin zuversichtlich, dass auch zukünftig weitere Reformen sowohl im Steuerrecht als auch im Sozialversicherungsrecht sich in diesem Sinne sukzessive an ein mögliches BGE-Szenario annähern werden - was schließlich dazu führen wird, dass ein echtes BGE-System beherrschbar wird, aber auch klare Mehrheiten in der Bevölkerung bekommt.

Es kann halt nur noch ein wenig dauern - aber wenn man berücksichtigt, dass das aktuelle Sozialversicherungsrecht sich von ca. 1790 bis heute sukzessive entwickelt hat, ist die zeitlich gesehen noch gar nicht so arg lange.


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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » Mo 27. Jul 2020, 18:13

Bei einem BGE stellt sich eben auch die Frage, wer muss arbeiten und wer nicht und dass ist unmoralisch. Es muss also irgend ein Verfahren geben, das dich im Auge der Automatisierung zum arbeiten bzw. zum nicht arbeiten auswählt, dann ist es aber nicht mehr bedingungslos...
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Mendoza » Mo 27. Jul 2020, 19:27

Occham hat geschrieben:(27 Jul 2020, 18:13)

Bei einem BGE stellt sich eben auch die Frage, wer muss arbeiten und wer nicht und dass ist unmoralisch. Es muss also irgend ein Verfahren geben, das dich im Auge der Automatisierung zum arbeiten bzw. zum nicht arbeiten auswählt, dann ist es aber nicht mehr bedingungslos...

Nach Denkart der BGE-Befürworter muß niemand arbeiten. Fast alle gehen trotzdem fleißig weiter malochen, weil sie einen höheren Lebensstandard wollen. Die paar, die sich aus dem Arbeitsleben zusätzlich verabschieden fallen kaum auf. Außerdem ist die Welt ja in ein paar Jahren durchdigitalisiert und die meisten Arbeiten erledigen Automaten und Roboter. So weit zumindest die Theorie ;)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 27. Jul 2020, 22:01

Mendoza hat geschrieben:(27 Jul 2020, 19:27)

Nach Denkart der BGE-Befürworter muß niemand arbeiten. Fast alle gehen trotzdem fleißig weiter malochen, weil sie einen höheren Lebensstandard wollen. Die paar, die sich aus dem Arbeitsleben zusätzlich verabschieden fallen kaum auf. Außerdem ist die Welt ja in ein paar Jahren durchdigitalisiert und die meisten Arbeiten erledigen Automaten und Roboter. So weit zumindest die Theorie ;)

Ein BGE wird die Klasse der Müßiggänger verbreitern und zu mehr Alkohol- und Drogenmissbrauch führen. Familien werden geschwächt, der Familienzusammenhalt gelockert und die gesellschaflche Kohäsion zerstört.

Das ist die dämlichste Idee überhaupt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Mo 27. Jul 2020, 22:40

Senexx hat geschrieben:(27 Jul 2020, 22:01)

Ein BGE wird die Klasse der Müßiggänger verbreitern und zu mehr Alkohol- und Drogenmissbrauch führen. Familien werden geschwächt, der Familienzusammenhalt gelockert und die gesellschaflche Kohäsion zerstört.

Das ist die dämlichste Idee überhaupt.


Verbreiteter Alkohol- und Drogenmissbrauch, gesellschaftliche Brennpunkte , soziale Verwahrlosung, sind heute schon vielerorts Realität, und dass ganz ohne BGE.

Für was alles ihr ein BGE ( was es noch gar nicht gibt) verantwortlich gemacht wird , ist schon bemerkenswert.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Mo 27. Jul 2020, 22:52

Meruem hat geschrieben:(27 Jul 2020, 22:40)

Verbreiteter Alkohol- und Drogenmissbrauch, gesellschaftliche Brennpunkte , soziale Verwahrlosung, sind heute schon vielerorts Realität, und dass ganz ohne BGE.

Für was alles ihr ein BGE ( was es noch gar nicht gibt) verantwortlich gemacht wird , ist schon bemerkenswert.

Lesen Sie meinen Beitrag noch einmal.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » Di 28. Jul 2020, 10:55

Mendoza hat geschrieben:(27 Jul 2020, 19:27)

Nach Denkart der BGE-Befürworter muß niemand arbeiten. Fast alle gehen trotzdem fleißig weiter malochen, weil sie einen höheren Lebensstandard wollen. Die paar, die sich aus dem Arbeitsleben zusätzlich verabschieden fallen kaum auf. Außerdem ist die Welt ja in ein paar Jahren durchdigitalisiert und die meisten Arbeiten erledigen Automaten und Roboter. So weit zumindest die Theorie ;)

Ob die Mehrheit dann noch arbeitet würde sich dann schon zeigen, wenn die Mehrheit nicht mehr arbeitet, müsste man das BGE wieder abschaffen... es ist eben nicht bedingungslos... aber das kapieren die Befürworter irgendwie nicht... ob die Digitalisierung irgendwas unterstützt, wird sich zeigen, ich bin da skeptisch. Gegenwärtig jedenfalls müssen die Scheissjobs vom Mensch erledigt werden...
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Occham » Di 28. Jul 2020, 11:01

Senexx hat geschrieben:(27 Jul 2020, 22:01)

Ein BGE wird die Klasse der Müßiggänger verbreitern und zu mehr Alkohol- und Drogenmissbrauch führen. Familien werden geschwächt, der Familienzusammenhalt gelockert und die gesellschaflche Kohäsion zerstört.

Das ist die dämlichste Idee überhaupt.

Auch wenn ich nicht für ein BGE bin, glaube ich nicht, das man ein BGE für Alkohol und Drogenmissbrauch verantwortlich machen kann... genausowenig wie für Familienzusammenhalt und gesellschaftliche Kohäsion... hast du Quellen die deine Behauptungen belegen?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Billie Holiday » Di 28. Jul 2020, 11:05

Senexx hat geschrieben:(27 Jul 2020, 22:01)

Ein BGE wird die Klasse der Müßiggänger verbreitern und zu mehr Alkohol- und Drogenmissbrauch führen. Familien werden geschwächt, der Familienzusammenhalt gelockert und die gesellschaflche Kohäsion zerstört.

Das ist die dämlichste Idee überhaupt.


Auf alle Fälle beweist das heutige BGE (Hartz4) ganz klar, dass Zuhause bleiben und nicht gebraucht zu werden, die wenigsten glücklich macht. Auch ist nicht erkennbar, dass dort die viele Freizeit sinnvoll genutzt wird, oder prügeln die sich um Ehrenämter oder sind plötzlich die Stars der Kunstszene?
Wer die ganze Woche arbeitet, freut sich aufs Wochenende. Der Müßiggänger oder Langzeitarbeitslose freut sich worauf?

Echt lustig, wie erwartet wird, dass mit einem BGE plötzlich die Kreativität und die Lust aufs Arbeiten umsonst (Ehrenamt) explodieren wird. :D :D
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Di 28. Jul 2020, 13:58

Billie Holiday hat geschrieben:(28 Jul 2020, 11:05)

Auf alle Fälle beweist das heutige BGE (Hartz4) ganz klar, dass Zuhause bleiben und nicht gebraucht zu werden, die wenigsten glücklich macht. Auch ist nicht erkennbar, dass dort die viele Freizeit sinnvoll genutzt wird, oder prügeln die sich um Ehrenämter oder sind plötzlich die Stars der Kunstszene?
Wer die ganze Woche arbeitet, freut sich aufs Wochenende. Der Müßiggänger oder Langzeitarbeitslose freut sich worauf?

Echt lustig, wie erwartet wird, dass mit einem BGE plötzlich die Kreativität und die Lust aufs Arbeiten umsonst (Ehrenamt) explodieren wird. :D :D


Naja die Frage nach dem individuellen Glücksempfinden im Kontext Arbeit vs Arbeitslosigkeit ist auch nicht so leicht so beantworten wie du es hier im BGE Strang suggerieren willst, warum sollte jeder Arbeitslose per se unglücklich sein? Weil er nicht gebraucht wird? Andererseits frag mal prekäre Beschäfigte oder Niedriglöhner ( die/der Kassier(in) bei LIDL , der/ die Altenpfleger(in), Paketzusteller, oder Schlachter bei Tonnies) ob die mit ihrer Arbeit immer glücklich so sind? Werden die statt gebraucht nicht vielmehr missbraucht?
Das Arbeit genauso krank machen kann wie Arbeitslosigkeit ist unumstritten.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Meruem » Di 28. Jul 2020, 14:18

Occham hat geschrieben:(28 Jul 2020, 11:01)

Auch wenn ich nicht für ein BGE bin, glaube ich nicht, das man ein BGE für Alkohol und Drogenmissbrauch verantwortlich machen kann... genausowenig wie für Familienzusammenhalt und gesellschaftliche Kohäsion... hast du Quellen die deine Behauptungen belegen?


Ich finde es schon erstaunlich für was die BGE Gegner etwas was es,noch gar nicht gibt, verantwortlich machen für Drogen- und Alkoholmissbrauch usw. als ob es dass nicht heute schon ( völlig ganz ohne BGE) verbreitet gäbe und nein auch nicht nur auf die sozioökonomische "UNTERSCHICHT" begrenzt.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Senexx » Di 28. Jul 2020, 20:00

Meruem hat geschrieben:(28 Jul 2020, 13:58)

Naja die Frage nach dem individuellen Glücksempfinden im Kontext Arbeit vs Arbeitslosigkeit ist auch nicht so leicht so beantworten wie du es hier im BGE Strang suggerieren willst, warum sollte jeder Arbeitslose per se unglücklich sein? Weil er nicht gebraucht wird? Andererseits frag mal prekäre Beschäfigte oder Niedriglöhner ( die/der Kassier(in) bei LIDL , der/ die Altenpfleger(in), Paketzusteller, oder Schlachter bei Tonnies) ob die mit ihrer Arbeit immer glücklich so sind? Werden die statt gebraucht nicht vielmehr missbraucht?
Das Arbeit genauso krank machen kann wie Arbeitslosigkeit ist unumstritten.

Ob Arbeitslose unglücklich sind, interessiert mich nicht.

Dass ich als Steuerzahler diese alimentieren soll, macht mich unglücklich. Denn ich werde zu deren Gunsten teilenteignet.

Ein BGE ist abzulehnen. Arbeitsfähige Hartz-Bezieher sind zur Arbeit zu verpflichten.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Teeernte » Di 28. Jul 2020, 21:45

Meruem hat geschrieben:(28 Jul 2020, 13:58)
warum sollte jeder Arbeitslose per se unglücklich sein?


Nun DAFÜR gibts das AMT. DADURCH soll der Langzeitarbeitslose zum arbeiten gebracht werden.

Ein BGE schliesst das AMT für die Meisten aus - (was ja socher auch das ZIEL des BGE ist.)

Das "Bonbon" für "Arbeitende" gegenüber BGE kassierende NICHTTätige : -----der AUSGLEICH ist dann nicht mehr vorhanden.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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