BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

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Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Atue001
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » So 18. Aug 2019, 23:25

Skull hat geschrieben:(18 Aug 2019, 09:43)

Ich stelle mich über gar nichts. Auch habe ich kein eigenes Modell von Dir verlangt.

Das Ulmer Modell und deren Internetseiten geben da nichts her. Klicke Dich da mal selbst durch.
Ich hatte Erklärungen, Zahlen und volkswirtschaftliche Kerngrößen von Dir erbeten.
Keine Beispielszahlen von „Modellpersonen“ von vor 15 Jahren.

Wie sind die „wissenschaftlichen“ Erkenntnislagen auf wirtschaftliche Tätigkeit, Aussenhandel,
Steuereinnahmen, Motivation, Immigration, Emmigration und Konsumverhalten bei Deinem favourisierten Modell ?

mfg


Was genau interessiert dich denn beim Thema Wirtschaftliche Tätigkeit? Willst du ernsthaft eine Abschätzung, wie sich das BIP verändert? Dazu müsstest du sagen, bei welchem Modell.....
Gleiches gilt für den Aussenhandel.
Auch bei den Steuereinnahmen hängt es davon ab, welches Modell du wählst, oder auch bei der Motivation, Immigration, Emmigration und beim Konsumverhalten.
Du kannst dich da munter zu Tode spekulieren - es wird nichts bringen.

Das Ulmer Modell ist ein Transfergrenzenmodell, welches im Kern davon ausgeht, dass alle für das BGE bezahlen, und alle das BGE bekommen. Als Berechnungsbasis dient das Einkommen. Dazu definiert man noch zwei Abgabensätze - einer, der unterhalb der Transfergrenze gilt, und einer, der oberhalb der Transfergrenze angewendet wird. Üblicherweise ist der untere Satz höher als der obere.
Das BGE wird als fix angenommen.
Damit ergibt sich eine "Umverteilungsmaschinerie", die Transferleistungen von Besserverdienenden zu Schlechterverdienenden definiert.

Das schöne an diesem Modell ist, dass es keine sonstigen Anpassungen braucht - es ist ein wissenschaftliches Modell, mit dem man sich an die Auswirkungen herantasten kann.
Was man mit diesem Modell zeigen kann ist unter anderem, dass ein BGE finanzierbar ist, dass es aber Grenzen gibt, die ein BGE einhalten muss, damit es finanzierbar bleibt.
Auf der Basis der Zahlen von 2007 kann man damit zeigen, dass ein BGE in Höhe von 800€ ziemlich sicher grundsätzlich zu finanzieren wäre.
Umgekehrt kann man zeigen, dass ein BGE in Höhe von 2000€ ziemlich sicher die Gesellschaft deutlich überfordert hätte.

Das Modell greift in keiner Weise in die sonstige Organisation des Staates ein - es berücksichtigt zunächst nur den Transfer von hohen Einkommen zu niedrigen Einkommen.
Man kann aber relativ leicht das Modell anpassen (was im Excel auch schon eingebaut ist) und beispielsweise feste Gegenfinanzierungen mit einbeziehen, so dass der Toleranzbereich für ein BGE sich deutlich verbessert, weil die Umverteilung (jede Steuer und jede Abgabe sind eine Umverteilung!) sich dadurch auf andere Bevölkerungsgruppen oder Einkommensgruppen verschiebt oder niedriger ausfällt.

Das Konzept von Althaus wurde über das Ulmer Modell nachmodelliert.
Das Konzept der negativen Einkommensteuer der FDP ist in seiner Wirkung recht ähnlich.

Hier noch ein Link, der PDFs zur Verfügung stellt, mit denen man das Transfergrenzenmodell erläutert bekommt: https://www.grundeinkommen-ulm.de/wer-soll-das-bezahlen/transfergrenzenmodell-tgm/

ICH persönlich würde ein BGE nach diesem Modell aber nicht einführen. Das Modell ist für mich nur dazu da, dass man dieses ewige Gesülze, ein BGE wäre nicht finanzierbar, mal auf die Seite schiebt, und sich mit wichtigeren Dingen beschäftigt, also beispielsweise, wie man ein BGE konkret vorbereiten könnte, so dass eine Einführung nicht mehr wie ein Gewaltakt aussieht.


MEIN persönlicher Ansatzpunkt wäre in diesem Fall tatsächlich nicht das BGE, ICH würde mit der Thematik Kranken- und Pflegeversicherung anfangen. Ich würde die Systemunterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung (bei Pflege gilt all das Folgende analog) aufheben, und zu einer echten Versicherung in Form einer Kopfpauschalen für einen Basistarif übergehen. Ob der dann privat oder über eine gesetzliche Kasse, über EINE Kasse oder viele konkurrierende Kassen angeboten wird - da bin ich offen. Trotzdem wäre sofort klar, dass dies nur mit weitergehenden Reformen auch beim Steuerrecht einhergehen kann. Dies deshalb, da bei einer Kopfpauschalen ja alle Einkommensgruppen gleichartig behandelt würden - während heute im Recht für gesetzlich Versicherte auch ein Sozialausgleich mit beinhaltet ist. Der ist dort aber falsch angesiedelt - der soziale Ausgleich gehört schon aus gerechtigkeitsgründen ins Steuerrecht und nicht ins Sozialrecht.

Natürlich muss man dann auch entsprechend das Existenzminimum neu berechnen - und Anpassungen beim Kindergeld, bei Hartz IV und der Grundsicherung im Alter wären in der Folge auch notwendig.
Diese Anpassungen lassen sich aber berechnen - also nicht von mir privat, da fehlen mir die Daten und die Programme - wohl aber vom Finanzministerium. Dem liegen sämtliche Daten vor, so dass eine solche Reform weitgehend neutral für die Bürger durchgeführt werden kann. TROTZDEM wäre das ein wichtiger Schritt, um eine BGE-Gesellschaft vorzubereiten.

Die zweite Stoßrichtung bei MIR wäre dann das Kindergeld und der Kinderfreibetrag. Gemeinsam mit der Kopfpauschalen für Krankenversicherung und Pflegeversicherung würde ich das Kindergeld und den Kinderfreibetrag auf einen Fixbetrag je Kind anpassen - eine Grundsicherung für Kinder, die eben die Leistungen des Kindergeldes bzw. des Kinderfreibetrages sowie der KV und PV beinhaltet. Im Hartz IV-Recht würde ich in der Folge die Anpassung vornehmen, dass die Behandlung von Kindern bei Hartz IV nicht mehr nach anderen Kriterien funktioniert, wie bei allen anderen Kindern - also keine höheren Hartz IV-Sätze, sondern stattdessen halt die passende Kindergrundsicherung. Auch dies klingt eher nach einer kleinen Reform, weil auch dies weitgehend Neutral geschehen kann - dennoch wäre auch dies ein vorbereitender Schritt, damit eine BGE-Einführung gelingen kann.

Weitere vorbereitende Maßnahmen wären, konsequent alle Umverteilungsfragestellungen aus allen Bereichen des Sozialrechts zu entrümpeln, und diese ins Steuerrecht zu überführen. Dies beispielsweise auch im Rentenrecht - auch da gibt es dann noch die Grundsicherung im Alter, die im HEUTIGEN Recht zu zahlreichen Problemen führt, die gesellschaftlich wenig akzeptiert sind und immer wieder hinterfragt werden. Es ist einfach kaum aushaltbar, dass bei der Rente der Fall vorkommen kann, dass man als vieljähriger Einzahler in das System erst sein eigenes Vermögen aufbrauchen muss, um dann schließlich das gleiche zu bekommen wie jemand, der nie eingezahlt hat.

Deshalb wäre dann mein Vierter Schritt, dass ich das Thema der Existenzsicherung von der Wiege bis zur Bahre in einer gesonderten Sozialversicherung organisieren würde. Dies wäre dann die nächste Reform in Richtung BGE - in diesem Schritt kann man die Bedürftigkeitsprüfungen noch beibehalten, wenn das denn unbedingt notwendig ist und anders keine Mehrheiten für eine solche Reform zustande kommen. Dieser Reformschritt hat aber Auswirkungen auf wiederum alle Sozialversicherungen, sowie auch teilweise auf das Steuerrecht.

Von da bis zum BGE ist es nicht mehr weit.....

Tatsächlich könnte man auch einen anderen Weg einschlagen, und mal kräftig unser Sozialsystem aufräumen. Die Existenzgrundsicherung gehört schon lange zu unserem Sozialrecht - ist aber eben nicht in einem eigenständigen Gesetz organisiert.
Dies führt aber dazu, dass diese Existenzgrundsicherung in den unterschiedlichen Rechtsbereichen zwar ähnlich, aber dennoch unterschiedlich organisiert ist. Das führt heute beispielsweise dazu, dass man bei Veränderungen im Existenzminimum die unterschiedlichen Gesetze (Steuerrecht, Sozialgesetzbuch, Rentenrecht,...) nicht gleichzeitig, sondern irgendwann und willkürlich anpasst, was zu unterschiedlichen Berechnungshöhen führt, je nachdem, welches Recht zugrunde gelegt wird.
Tatsächlich wäre ein konsistentes Existenzgrundsicherungsgesetz auch ein guter Startpunkt, um in Deutschland mal alle rechtlichen Fragestellungen zum Existenzminimum von der Wiege bis zur Bahre gleich zu behandeln. Das würde auch viele Gerichtsverfahren leichter machen oder gar ersparen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass in unserem heutigen System die Existenzgrundsicherung bei normalem Gehalt so geregelt ist, dass jeder für sich selbst aufkommt - erst oberhalb des Existenzminimums wird man besteuert. Liegt man vom Einkommen darunter (und hat man kein Vermögen) dann bekommt man Zuschuss (wenn man ihn beantragt). DAS könnte man auch anders darstellen - jeder bekommt die Existenzgrundsicherung, dafür wird jeder aber auch bis zur Existenzgrundsicherung zu 100% besteuert.....Finanziell würde sich damit nichts (!) ändern - trotzdem wäre allein schon diese andere Darstellung erhellend für die Menschen, die sehr schnell verstehen würden, dass unser derzeitiges System mit der Bedürftigkeitsprüfung viele fragwürdige Praktiken beinhaltet. Das würde das Klima in Richtung BGE vorantreiben.


Es kann gut sein, dass man über diese einzelnen Reformen feststellt, dass der Zustand, der damit entsteht, gesellschaftlich gut und ausreichend ist. Dann kann man auch mit den Reformen aufhören. Dass wir derzeit viele unsägliche Punkte in unserem Sozialsystem haben, ist aber Fakt - und ein BGE adressiert einen Teil dieser - gerade den Teil, der sich mit dem Existenzminimum beschäftigt.

Bei den Reformen wird man auch feststellen, dass es wahrscheinlich Gewinner und Verlierer gibt - beispielsweise wenn man die KV und PV in Richtung einer Kopfpauschalen entwickelt. Da derzeit das Einkommensteuerrecht und die dortige Umverteilung anders organisiert sind als die Umverteilung im KV-Recht, werden die derzeit vorhandenen Ungerechtigkeiten im Rahmen einer solchen Veränderung aufgedeckt, politisch an die Oberfläche kommen und dann auch entschieden werden, wie man diese im Detail regelt.


Wirtschaftlich relevante Effekte entstehen überhaupt erst dann, wenn man bei einem BGE davon ausgeht, dass einige Menschen mehr haben als heute, und andere weniger. Für die Einführung eines Grundeinkommens ist das aber gar nicht zwingend notwendig! Erst wenn es bedingungslos wird, muss man diese Fragestellung zwingend beantworten.

Tatsächlich haben wir auch Umverteilungsfragestellungen im heutigen System - die Schere zwischen Arm und Reich, die immer weiter auseinanderklafft, ist gesellschaftlich nicht gut. Auch dies wäre ein Ansatzpunkt, an dem man angreifen könnte, um eine BGE-GEsellschaft vorzubereiten, oder auch, um diese abzuwenden. Denn - würde die aktuelle Umverteilungsmaschinerie weniger ungerecht laufen, gäbe es überhaupt die Akzeptanz in Richtung BGE nicht.

Am Ende ist die Einführung des BGEs dann einfach nur noch der letzte SChritt - richtig, weil es mit BGE dann billiger wird als ohne.

Vorherzusagen, was alles im Konvertierungsprozess mit der Gesellschaft passiert, ist Glaskugellesen. Allenfalls kann man simulieren, wie sich die Konsumfähigkeit in der Vergangenheit anders dargestellt hätte, wenn man eine BGE-Gesellschaft gehabt hätte......was man nur wenig simulieren kann ist, ob sich beispielsweise die Sparquote deutlich verändert, wenn die Bürger nicht mehr so sehr für schlechte Zeiten vorsorgen müssen......jeder, der hier eine Zahl annimmt, begibt sich auf das Gebiet der Spekulation.

Fazit:
Ein BGE ist finanzierbar.
Die Einführung sollte in kleinen Schritten erfolgen, nach denen man jeweils feststellt, was sich verändert - gegebenenfalls kann man dann auch nachjustieren, wenn die gewollten Effekte nicht eingetroffen sind.
WELCHEN konkreten Weg man geht - da gibt es sicher Präferenzen je nach politischem gusto....es gibt aber viele Wege dahin.

UND:
Eigentlich sind wir schon längst unterwegs......
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » So 18. Aug 2019, 23:37

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Aug 2019, 11:21)

Zwischenfrage....wenn ich weiterhin vollzeit wie gehabt arbeite, bekomme ich dann mein bisheriges erarbeitetes Netto-Gehalt plus BGE obendrauf?
Oder bekomme ich Netto abzüglich BGE? Ein ums BGE reduziertes Netto-Gehalt?


Realistisch gesprochen eher letzteres.

Im Detail hängt es vom konkreten Modell ab. Du kannst ein BGE unterschiedlich finanzieren - denkbar wäre auch eine Finanzierung über die Mehrwertsteuer - dann hättest du zwar dein Nettogehalt + das BGE, aber alles was du kaufen möchtest, ist deutlich teurer.....

Jeden, der dir erzählt, dass du mit einem BGE unglaublich viel mehr in der Tasche hättest als heute, würde ich äußerst kritisch anschauen!

BGE-Modelle haben gegenüber dem Zustand heute vor allem drei Vorteile:
1) Sie machen vieles Transparent, was heute eher verborgen bleibt, aber dennoch passiert
2) Sie bringen Sicherheit (du weißt genau, was du zu erwarten hast, wenn du beispielsweise arbeitslos wirst)
3) Sie sind mit weniger Bürokratie umsetzbar.

Für jeden Einzelnen ist am Schluss entscheidend, ob die Konsumfähigkeit mit dem BGE besser oder schlechter wird - das hängt aber vom konkreten Modell ab! Das ist nicht trivial zu rechnen.

Man kann daraus auch schließen, dass wir dann das BGE ja nicht brauchen....nur - wer einmal im Leben in die Situation kam, dass er Hilfe vom Amt beantragen musste, der wird alles begrüßen, was hier mit weniger Drangsal und Unterstellungen abläuft. Dazu noch weniger Formulare.....
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » So 18. Aug 2019, 23:53

Regenmacher hat geschrieben:(18 Aug 2019, 12:12)

Althaus/Straubhaar wollen jedem 600 EUR geben, von denen 200 EUR gleich wieder als KV-Beitrag abgezogen werden. Können wir ohne weitere Diskusison sofort in die Tonne treten, denn ihr wollt eine Summe haben, von der man leben kann.

Über das Ulmer Modell gibts nur Teilberechnungen, die Berechnungen gehen davon aus, dass jeder Verdiener "sein BGE" über Steuerzahlungen wieder ausgleicht. Letztendlich handelt es sich dabei um eine Variante der negativen Einkomenssteuer. Mit der Höhe des BGE steigen natürlich die Steuern für die Arbeitenden, einige werden dann möglicherweise auf das BGE umsatteln und ihre Arbeitszeit reduzieren, vielleicht auf Null. Helmut Pelzer, der spiritus rector des Modells sagt selbst: "Unser Modell zeigt somit die prinzipielle Finanzierbarkeit eines BGE auf Basis des Status quo, es erlaubt aber keine genaue Prognose für die Zukunft nach seiner Einführung. Eine andere Frage ist die Unsicherheit für die Zukunft nach Einführung des BGE, die auch dann bleibt, wenn noch so genaue Daten aus der Zeit vor dessen Einführung vorliegen. Denn die Einführung eines BGE wird die Basis der Berechnungen verändern und Einfluss haben sowohl auf die Verteilung der Einkommen als auch auf das Gehalts- und Preisniveau."

Das Modell von Götz Werner (Milliardär) ist nicht mal ansatzweise durchgerechnet. Er will u. a. die Einkommenssteuer und die Erbschaftssteuer abschaffen (sehr profitabel für einen Milliardär) und stattdessen 100% Umsatzsteuer kassieren. Das träfe die unteren Einkommensschichten besonders hart, ihn persönlich (Millliardär) würde das nicht jucken, er spart ja Abermillionen an Steuerzahlungen. Ungeklärt ist auch die Frage, wie eine derart hohe Verbrauchssteuer innerhalb der EU funktionieren soll. Ich z. B. würde mir keine Auto mehr in DE kaufen und stattdessen nach NL fahren. Das Modell können wir sofort in die Tonne treten, oder?



Wir müssen zwei Fragestellungen trennen - die eine ist, ob ein BGE prinzipiell finanzierbar wäre. Diese Frage ist eindeutig entschieden - ja, ein BGE ist prinzipiell immer finanzierbar! Entscheidend ist, ob die Gesellschaft das KONKRETE Modell will, oder nicht will. Das Ulmer Modell zeigt einen Weg auf, wie man ein BGE prinzipiell finanzieren kann - und es zeigt auf, dass es Grenzen der Finanzierbarkeit gibt.


Die andere Fragestellung ist, wie führt man ein BGE ein, und welches BGE ist es dann?
Das Modell Althaus/Straubhaar halte ich auch für zu konservativ gerechnet - es war deshalb wichtig und von Bedeutung, weil es gezeigt hat, dass ein BGE auch mit einer Parteimitgliedschaft in der CDU durchaus denkbar ist.....

Das Modell von Werner - wird regelmäßig überbewertet. Werner hat kein KONKRETES Modell geliefert - immer wieder aber mal Beiträge dazu, was nach seiner Sichtweise besser oder schlechter wäre. Viele seiner Sichtweisen teile ich dabei - beispielsweise die, dass ich die Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer für eine der modernsten Steuerformen halte, die es gibt. Deshalb ist diese Steuer gut geeignet, um ein modernes Sozialwesen mit zu finanzieren......

Werner nun vorzuwerfen, dass er vor allem die Erbschaftssteuer sparen möchte....wird ihm als Mensch und Person faktisch nicht gerecht. Ein Beispiel: Das Unternehmen dm erben nicht seine 7 Kinder - vielmehr hat er eine Stiftung gegründet, an die er dm übergeben hat. Werner hat aus ganz grundlegenden Überlegungen ein Problem mit der Erbschaftssteuer - aus meiner Sicht sind diese Überlegungen authentisch, auch wenn ich sie nicht teile.

Ob eine Konsumsteuerfinanzierung die unteren Schichten besonders hart trifft.....das hängt davon ab, was ein entsprechendes Steuersystem tatsächlich mit den Preisen machen würde. Werner geht bei seinen Überlegungen davon aus, dass sich zwar die Besteuerung deutlich verändert, nicht aber der Endpreis für den Kunden. Und wenn der Kunde dann noch das gleiche Netto verdient, dann ändert sich wenig......


Wenn man sich auf die tiefe Ebene begibt, was denn GERECHT wäre.....dann bin ich dabei, dass ich sage: Die Staatsfinanzierung sollte entsprechend der Vermögenslage anteilig geschehen.

Die heutige Staatsfinanzierung ist gar nicht so arg weit weg davon - allein das 1% der Sehr reichen und Superreichen in Deutschland trägt zu wenig zur Staatsfinanzierung bei.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Atue001 » So 18. Aug 2019, 23:57

Regenmacher hat geschrieben:(18 Aug 2019, 12:40)

Soweit ich weiß, hat Straubhaar immer ein Grundeinkommen in Höhe des Existenzminimums propagiert, in Deutschland zum Beispiel 7500 € pro Erwachsenen und Jahr. Steht auch so bei Wikipedia unter "Straubhaar". Hast du eine Quelle für die 1000 €?


Was genau das Existenzminimum ist, muss man auch mal noch definieren.....
Die einen rechnen nur die Hartz IV Sätze, die anderen rechnen mit Hartz IV und den Ansprüchen auf Wohnung,
dann kann man noch die Krankenversicheurng und Pflege draufrechnen,
man kann noch einige Sonderleistungen pauschalisiert ansetzen.....
und meiner Ansicht nach sollte man noch eine Haftpflichtversicherung für jeden mit einplanen - nicht wegen der Hartz IVer, sondern wegen dem Problem, wenn ein Haftpflichtschaden durch einen HArtz IVer verursacht wird, der nicht versichert ist - dann bleibt der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen.....

In Summe kommt man dann auch auf Beträge von 800-1500€ je erwachsener Person und je nach Rechnungsart......
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Selina » Mo 19. Aug 2019, 00:19

Kleiner Tipp am Rande, falls es einige interessiert: Es gibt seit mehreren Jahren ein überparteiliches Netzwerk Grundeinkommen, eine "Plattform mit Informationsangeboten zu Themen rund um die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)". Findet man im Internet unterm Stichwort "Netzwerk Grundeinkommen". Nicht uninteressant das Ganze.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Teeernte » Mo 19. Aug 2019, 01:06

Selina hat geschrieben:(19 Aug 2019, 00:19)

Kleiner Tipp am Rande, falls es einige interessiert: Es gibt seit mehreren Jahren ein überparteiliches Netzwerk Grundeinkommen, eine "Plattform mit Informationsangeboten zu Themen rund um die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)". Findet man im Internet unterm Stichwort "Netzwerk Grundeinkommen". Nicht uninteressant das Ganze.


Die Quellen und Bestandteile gibts bei Hauff`s und den Gebrüdern Grimm.... wobei die Marie auch arbeiten sollte... das BGE aber hat auch die Pechmarie bekommen.... (Lohn)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Aug 2019, 03:44

lili hat geschrieben:(18 Aug 2019, 17:08)

Ich rede auch nicht von den technischen Jobs. Ich weiß dass es die Leute machen werden die von der Oberschicht kommen. Deswegen braucht man etwas, damit die anderen abgesichert sind und da ist das BGE die bessere Alternative. Naja aktuell haben wir eine sinkende Geburtenrate und die Kinder müssen nicht mehr so viel staatlich betreut werden wie es aktuell der Fall ist. Die Eltern müssen nicht mehr so viel arbeiten und haben mehr Zeit für ihre Kinder. Besser geht es doch nicht.


Spezialisten kommen auch heute nicht von der Oberschicht, sondern vom Oberstübchen.

Sicher geht das, wenn es Ihnen reicht mit ihrem Kind auf der Kuhbläke zu wohnen und Ihrem Kind zu vermitteln, dass es kein Entkommen aus der Alimentierung gibt. Das machte der Sozialadel jahrzehntelang nicht anders.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Aug 2019, 03:45

Sören74 hat geschrieben:(18 Aug 2019, 17:09)

@"JJazzGold, sorry, im Eifer des Gefechts habe ich übersehen, dass Du mir noch geantwortet hast. Deshalb lösche ich den Rest vom Posting.


Kein Problem.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Aug 2019, 04:01

Sören74 hat geschrieben:(18 Aug 2019, 17:17)

Und da wird es, wie ich finde, äußerst spannend! Kannst Du ansatzweise andeuten, wie diese völlig anders gelagerte Produktentstehung samt Arbeitsplätze, Konsum usw. aussehen wird?


Sicher, bezogen auf KI sind das Entwurf, Entwicklung, Programmierung, Umsetzung, Testläufe, Kontrolle, Qualitätssicherung, Steuerung, Weiterentwicklung, Recycling, begleitende Gesetzeslage und Überprüfung der Einhaltung, Auditierung, etc.
Der Bereich KI steckt heute sozusagen noch in Eizelle. Der Bereich KI ist zukünftig um ein Vielfaches größer, als es der Schritt vom Pferdewagen zur heutigen Mobilität ist, was zwangsläufig Konsum des Produkts, als auch Konsum des vom Produkt Produzierten beinhaltet und somit auch eine Varietät von Arbeitsplätzen bietet, die sich heute Viele schlichtweg noch nicht vorstellen können.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mo 19. Aug 2019, 06:14

JJazzGold hat geschrieben:(19 Aug 2019, 03:44)


Spezialisten kommen auch heute nicht von der Oberschicht, sondern vom Oberstübchen.

Sicher geht das, wenn es Ihnen reicht mit ihrem Kind auf der Kuhbläke zu wohnen und Ihrem Kind zu vermitteln, dass es kein Entkommen aus der Alimentierung gibt. Das machte der Sozialadel jahrzehntelang nicht anders.


Sehen Sie dass doch nicht so schwarz. Es gibt auch Vorteile, mehr Freizeit und bessere Entfaltungsmöglichkeiten.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Misterfritz » Mo 19. Aug 2019, 06:30

Atue001 hat geschrieben:(18 Aug 2019, 23:53)

Wir müssen zwei Fragestellungen trennen - die eine ist, ob ein BGE prinzipiell finanzierbar wäre. Diese Frage ist eindeutig entschieden - ja, ein BGE ist prinzipiell immer finanzierbar! Entscheidend ist, ob die Gesellschaft das KONKRETE Modell will, oder nicht will. Das Ulmer Modell zeigt einen Weg auf, wie man ein BGE prinzipiell finanzieren kann - und es zeigt auf, dass es Grenzen der Finanzierbarkeit gibt.
Nein,
diese Frage ist überhaupt nicht entschieden, da keiner voraussagen kann, wer dann noch zu welchen Bedingungen arbeiten wird, welche Auswirkungen das Ganze auf die Wirtschaftskraft hat.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon JJazzGold » Mo 19. Aug 2019, 06:50

lili hat geschrieben:(19 Aug 2019, 06:14)

Sehen Sie dass doch nicht so schwarz. Es gibt auch Vorteile, mehr Freizeit und bessere Entfaltungsmöglichkeiten.


Es würde mich zwar interessieren, denn mich persönlich betrifft ein BGE nicht, wie Sie sich von EUR 920.- monatlich, abzüglich aller Versicherungen, Vorsorge und laufenden Unkosten “entfalten“ wollen, aber ich gehe davon aus, dass Sie nicht vorrechnen können, was Ihnen dann noch zur freien Entfaltung bleibt. :)
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mo 19. Aug 2019, 07:06

JJazzGold hat geschrieben:(19 Aug 2019, 06:50)

Es würde mich zwar interessieren, denn mich persönlich betrifft ein BGE nicht, wie Sie sich von EUR 920.- monatlich, abzüglich aller Versicherungen, Vorsorge und laufenden Unkosten “entfalten“ wollen, aber ich gehe davon aus, dass Sie nicht vorrechnen können, was Ihnen dann noch zur freien Entfaltung bleibt. :)


Ne ich befürworte ein BGE zwischen 1000-1100 Euro. Außerdem werde ich noch zusätzlich einen kleinen Mini-Job ausüben, etwas was evtl. noch nicht wegrationalisiert wurde.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Ger9374 » Mo 19. Aug 2019, 13:06

Na da werde ich mich mit 1000-1100 €
dann aber richtig austoben beim Pfandflaschen sammeln!
Die viele Freizeit nutze ich intensiv und kostensparend um vom Wohnzimmerthron
RTL2 zu schauen.
Man was ihr an einem BGE findet ist einfach nur weltfremd;-))
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mo 19. Aug 2019, 13:07

Ger9374 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 13:06)

Na da werde ich mich mit 1000-1100 €
dann aber richtig austoben beim Pfandflaschen sammeln!
Die viele Freizeit nutze ich intensiv und kostensparend um vom Wohnzimmerthron
RTL2 zu schauen.
Man was ihr an einem BGE findet ist einfach nur weltfremd;-))


Mit 1000-1100 € sammelst du Pfandflaschen?
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Ger9374 » Mo 19. Aug 2019, 13:17

lili hat geschrieben:(19 Aug 2019, 13:07)

Mit 1000-1100 € sammelst du Pfandflaschen?



Kann es sein das du etwas weltfremd bist?
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mo 19. Aug 2019, 13:20

Ger9374 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 13:17)

Kann es sein das du etwas weltfremd bist?


Ich bin minimalisitisch und kann mit der Summe gut umgehen. Dafür brauche ich keine Pfandflaschen.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Sören74 » Mo 19. Aug 2019, 14:05

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Aug 2019, 17:01)

Was für mich viel schlimmer ist, je nach Modell wird mein Nettogehalt um diese 1.000,- gekürzt, meine Arbeit wird entwertet. Die 1.000,- bekommt ja jeder Fratz. Und die Differenz bekomme ich für meine Arbeitsleistung. Toll, halbes Gehalt für Vollzeitarbeit plus Alimentierung vom Staat. :dead: :dead:


Das kommt ganz auf die Perspektive an. Wie ist beim heutigen System der Unterschied zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit? Wenn man vom ALG1 ausgeht beträgt der Unterschied ungefähr ein Drittel vom ursprünglichen Lohn. Auch da könnte man sagen, dass durch Sozialleistungen wie ALG die Arbeit entwertet wird.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Ger9374 » Mo 19. Aug 2019, 14:11

lili hat geschrieben:(19 Aug 2019, 13:20)

Ich bin minimalisitisch und kann mit der Summe gut umgehen. Dafür brauche ich keine Pfandflaschen.



Das ist kein Minimalismus!

Das ist realitätsfremd es ist schönrechnen.
Wäre ich nicht durch Lebensalter und Arbeitswelt erfahren, könnten sie mich vielleicht mit ihren Thesen erreichen.So bleibt nur ein Kopfschütteln für das BGE ihrer Facon übrig!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon lili » Mo 19. Aug 2019, 14:12

Ger9374 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 14:11)

Das ist kein Minimalismus!

Das ist realitätsfremd es ist schönrechnen.
Wäre ich nicht durch Lebensalter und Arbeitswelt erfahren, könnten sie mich vielleicht mit ihren Thesen erreichen.So bleibt nur ein Kopfschütteln für das BGE ihrer Facon übrig!


Das ist ja Ihre Meinung und ich sehe es nicht so.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

Max Stirner

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