Progressiver Konservatismus

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MäckIntaier
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Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » So 9. Dez 2018, 13:05

Vor einigen Tagen hatte ich im CDU-Strang einen Beitrag aus DR-Kultur eingestellt:

MäckIntaier hat geschrieben:(05 Dec 2018, 08:54)

Nachdem die CDU sich Herrn Dobrindts konservativen Revolutiönchen nicht anschließen wollte, ist hier eine realistischere Perspektive aufgezeigt worden, die in Teilen der CDU Sympathien finden könnte:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/plaedoyer-fuer-einen-progressiven-konservatismus-ohne.1005.de.html?dram:article_id=435049

Das wäre zumindest wieder volksparteientauglich.

Allerdings wird auch die CDU nichts mehr daran ändern können, dass der Glaube "dass es einem selbst nicht schlechter und vor allem seinen Kindern einmal besser gehen wird" nicht mehr vorhanden ist. Das ist der Urgrund für alle Populismus-Anfälligkeit.


Das würde ich gerne über die CDU hinaus noch einmal weiterverfolgen, nachdem das Politische Feuilleton auch im Strang zu den Lehren aus dem Nationalsozialismus verlinkt worden war. Den Beitrag von dort verlinke ich hier einmal, ebenso eine der Antworten, die auf den Ursprungsbeitrag von mir kamen, um Sinn oder Unsinn des Vorschlags eines "progressiven Konservatismus" ein wenig von allen Seiten zu beleuchten.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » So 9. Dez 2018, 13:18

sünnerklaas hat geschrieben:(05 Dec 2018, 10:40)

Konservativismus ist in seinem Kern nie zukunfts-optimistisch. Der Konservativismus geht davon aus, dass die Gegenwart schlecht, die Zukunft sogar nur katastrophal sein kann. Konservativismus ist eine politische Strömung, die von der Strategie her defensiv angelegt ist und in der nicht regiert, also gestaltet, sondern lediglich auf Ereignisse reagiert wird. Und selbst bei der Reaktion muss vorher erst einmal nachgefragt werden, ob diese oder jene Entscheidung erst einmal getroffen werden darf. Das führt zu enormen Abhängigkeiten. Sehr schön kann man das beobachten, wenn konservative Spitzenpolitiker in Regierungsämtern mit schweren Krisen konfrontiert werden: Edmund Stoiber musste beim Hochwasser 2002 erst einmal nachfragen und sich darüber absichern, was er denn nun machen dürfe. Und es gab wohl genug Leute in der eigenen Partei, die fiskalische Bedenken hatten und einen riesigen Ärger gemacht hätten, wäre auch nur ansatzweise das Gefühl aufgekommen, übergangen worden zu sein. Stoiber hat erst einmal überall nachgefragt - und genau damit seine Kanzlerschaft verspielt.

Ich wage die These: wäre Helmut Schmidt bei der Hamburger Sturmflut 1962 in der CDU gewesen, wäre er niemals zum Helden aufgestiegen. Er wäre von seinen eigenen Leuten wegen seiner Vorgehensweise in der Luft zerrissen worden. Die Karriere wäre beendet gewesen, weil er vorab nicht nachgefragt und - extrem schlimm: das Geld anderer zum Fenster hinausgeworfen hätte.



Vom Grundsatz her würde ich unterscheiden zwischen einem rein politischen Konservatismus, der an einen starken Staat glaubt und sonst eher fortschrittsgläubig geprägt ist, und einem nicht primär politischen Konservatismus, der von einem bestimmten skeptischen Menschenbild sowie einem daraus abgeleiteten Institutionalismus ausgeht und traditionell nicht unbedingt an konservative Parteien gebunden sein musste. Einer der Hauptvertreter dieser Art der Bürgerlichkeit, Hermann Lübbe, war sogar zeitweilig SPD-Mitglied und Staatssekretär in SPD-Regierungen. (Die Schmidt-Stoiber-Geschichten sind nichts, was sich lohnt)
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon sünnerklaas » So 9. Dez 2018, 13:47

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Dec 2018, 13:18)

Vom Grundsatz her würde ich unterscheiden zwischen einem rein politischen Konservatismus, der an einen starken Staat glaubt und sonst eher fortschrittsgläubig geprägt ist, und einem nicht primär politischen Konservatismus, der von einem bestimmten skeptischen Menschenbild sowie einem daraus abgeleiteten Institutionalismus ausgeht und traditionell nicht unbedingt an konservative Parteien gebunden sein musste. Einer der Hauptvertreter dieser Art der Bürgerlichkeit, Hermann Lübbe, war sogar zeitweilig SPD-Mitglied und Staatssekretär in SPD-Regierungen. (Die Schmidt-Stoiber-Geschichten sind nichts, was sich lohnt)


Ich glaube, zur Zeit ist der politische Konservativismus - bzw. das, was von ihm noch übrig ist - stark von einem skeptischen Menschenbild geprägt. Tatsächlich befindet sich der politische Konservativismus schon seit längerem in einer schweren strukturellen Krise. Deutlich sichtbar wurde das bereits am Wahlabend im Herbst 2005, als der Wähler den beim Leipziger Parteitag 2003 verkündeten Maximen eine klare Absage erteilt hat. Die Finanzkrise 2008 hat den Wähler in seiner skeptische Haltung gegenüber den wirtschaftspolitisch marktradikalen Positionen bei gleichzeitig konservativem Gesellschaftsbild bestätigt. Man kann Angela Merkel vieles anlasten - aber dass sie und ihr damaliger Finanzminister Peer Steinbrück im Angesicht des Zusammebruchs vom Lehman Bros. und den Meldungen, die Bürger würden im verstärkten Maße ihre Konten leerräumen, richtig gehandelt haben, in dem sie die alten Lehrbücher von Keynes herausholten, ist heute unbestritten. Beide haben damals mit Konkunturpaketen, Abwrackprämien und dem gezielten Einsatz des arbeitsmarktpolitischen Instruments der Kurzarbeit nicht nur großen Schaden vom Land abgewandt, sie haben es sogar noch hinbekommen, eine derart fundamentale Krise zu einem wirtschaftlichen Boom umzudrehen. Allerdings: schon das war nicht mehr der Pfad des politischen Konservativismus - auch wenn das alles ganz großes Kino in Sachen Regieren war.

Schön kann man die Krise des Konservativismus auch im Umgang mit dem GAU von Fukushima beobachten. Die Kernenergie galt als so etwas, wie einer der zentralen konservativen Werte. Nach Fukushima war sehr schnell klar, dass man mit einem krampfhaften Festhalten an der Kernenergie zukünftig alle Wahlen verlieren würde. Um das zu verhindern, musste die UNION einen ihrer Markenkerne aufgeben.

Bei der Wehrpflicht sieht es ähnlich aus: auch die war nicht mehr politisch zu vermitteln. Auch da musste man sich bewegen. Der Ausspruch, Opposition sei Mist, gilt nicht nur für die SPD, sondern auch und ganz besonders für die UNION.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Quatschki » So 9. Dez 2018, 18:52

sünnerklaas hat geschrieben:(09 Dec 2018, 13:47)
Die Kernenergie galt als so etwas, wie einer der zentralen konservativen Werte.

:?:
Die Kernenergie galt jahrzehntelang als Zeichen von Progressivität und Fortschritt, so wie schnelle Autobahnen, Flughäfen und Exportweltmeisterschaft.
Wie kommst du darauf, dass das ein "konservativer" Wert sei?
Konservativ war einzig das Unbehagen, aus langfristigen Verträgen und Vereinbarungen auszusteigen, also quasi wortbrüchig werden und dafür tief in die öffentlichen Kassen greifen zu müssen. Aber auch das war reiner Lobbyismus, so wie das ewige SPD-Bekenntnis zur Steinkohle.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon sünnerklaas » Mo 10. Dez 2018, 10:10

Quatschki hat geschrieben:(09 Dec 2018, 18:52)

:?:
Die Kernenergie galt jahrzehntelang als Zeichen von Progressivität und Fortschritt, so wie schnelle Autobahnen, Flughäfen und Exportweltmeisterschaft.
Wie kommst du darauf, dass das ein "konservativer" Wert sei?
Konservativ war einzig das Unbehagen, aus langfristigen Verträgen und Vereinbarungen auszusteigen, also quasi wortbrüchig werden und dafür tief in die öffentlichen Kassen greifen zu müssen. Aber auch das war reiner Lobbyismus, so wie das ewige SPD-Bekenntnis zur Steinkohle.


Ich habe von der Krise des politischen Konservativismus ab ca. 2005 gesprochen. Also bitte einmal genau nachlesen.
Billig war die Kernenergie stets nur für die Betreiber. Die mussten sich ja nie um den Bau und den Rückbau der Meiler finanziell kümmern - ebensowenig um das Gros der Kosten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle.
Was den Ausstieg aus der Kernenergie anging, so ist es so, dass die UNION nach Fukushima die Wahl hatte: entweder gegenüber den Energieunternehmen Wort zu halten und dafür vom Wähler richtig kräftig abgestraft zu werden - oder aber gegenüber den Unternehmen wortbrüchig zu werden, dafür aber den Machterhalt langfristig zu sichern. Die UNION ist ihrem Selbstverständnis nach die einzige Kanzlerpartei in Deutschland. Und die Rechnung von CDU und CSU ist ja aufgegangen.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 10. Dez 2018, 10:16

Der verlinkte DRK-Beitrag beginnt mit
Deutschland verändert sich. Ein Riss spaltet die Gesellschaft, er verläuft nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen Globalisten und Kommunitaristen.

Ich halte das für einen ganz wesentlichen Punkt. Die Beobachtung der politischen Entwicklungen nicht nur in Deutschland der letzten Jahre führt mich immer mehr zu der Überzeugung, dass kaum etwas so dringend ist wie ein tragfähiges Modell für ein Nebeneinander zwischen "Globalisten" und "Kommunitaristen". Sind sonst nicht selbst in den sogenannten Staaten des globalen Nordens irgendwann bürgerkriegsähnliche Zustände absehbar?

AUs einem enstprechenden Artikel in der ZEIT

Die neue Konfliktlinie verläuft zwischen einem Globalismus beziehungsweise Kosmopolitismus und einem nationalen Kommunitarismus. Auf der einen Seite stehen politische Werthaltungen, denen es um gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Öffnung geht. Sie sind größtenteils in der neuen Mittelklasse beheimatet und reichen von der Bedeutung der Bildung und der Öffnung der Märkte über die Öffnung der Identitäten, die Emanzipation der Geschlechter, das Lob der Migration bis zu postmaterialistischen Fragen der Ökologie. Letztlich handelt es sich um die Werte eines "neuen Liberalismus", der wahlweise stärker linksliberal oder stärker wirtschaftsliberal akzentuiert werden kann, der aber die alte Links-rechts-Achse grundsätzlich kreuzt.

Spiegelbildlich sind die Kommunitarier positioniert: Hier ist man deutlich skeptischer gegenüber der Globalisierung. Die Öffnung nimmt man als bedrohliche Auflösung wahr. So fordert man etwa (national)staatliche Regulierungen des Sozialen und Wirtschaftlichen, kulturell häufig eine stärkere kollektive Identität. Auch hier gilt: Die Kommunitarier sind im klassischen Sinne rechts und links zugleich, und hier finden sich vor allem Segmente der alten Mittelklasse und neuen Unterklasse. Die spätmoderne Sozialstruktur bildet sich damit in der neuen politischen Konfliktlinie ab. Diese spiegelt die Lebenswelten und Lebensgefühle, die Ambitionen beziehungsweise Befürchtungen ihrer Trägergruppen zwischen Aufstieg und Abstieg wider, und es ist bemerkenswert, dass auf beiden Seiten der Konfliktlinie neben materiellen Fragen die Rolle der Kultur zum politischen Streitpunkt geworden ist.


https://www.zeit.de/2018/09/sozialdemokratie-deutschland-europa-mittelschicht-umbruch/seite-2

Genau so siehts aus. Konflikte zwischen den so beschriebenen Seiten werden häufig auf regionale, nationale Besonderheiten zurückgeführt. Insbesondere wenn es um den neuen Nationalkonservativismus in Osteuropa geht. Das sind aber immer nur konkrete Ausprägungen von Wandlungsprozessen, die überall und weltweit stattfinden. In UK und den USA genauso wie in Polen und Ungarn, Russland, Indien, BRasilien, Japan oder der Türkei.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 10. Dez 2018, 10:28

Quatschki hat geschrieben:(09 Dec 2018, 18:52)

:?:
Die Kernenergie galt jahrzehntelang als Zeichen von Progressivität und Fortschritt, so wie schnelle Autobahnen, Flughäfen und Exportweltmeisterschaft.
Wie kommst du darauf, dass das ein "konservativer" Wert sei?
Konservativ war einzig das Unbehagen, aus langfristigen Verträgen und Vereinbarungen auszusteigen, also quasi wortbrüchig werden und dafür tief in die öffentlichen Kassen greifen zu müssen. Aber auch das war reiner Lobbyismus, so wie das ewige SPD-Bekenntnis zur Steinkohle.

Zumindest in Deutschland war mit Franz-Josef Strauß ein sehr konservativer Politiker einer der entschiedensten Verfechter von Kernenergie. Es gibt von ihm Zitate zum Thema, die einem heute völlig absurd erscheinen. Die SPD in den 50er und 60er Jahren aber auch. Im berühmten Godesberger Programm der SPD heißt es
Das ist der Widerspruch unserer Zeit, daß der Mensch die Urkraft des Atoms entfesselte und sich jetzt vor den Folgen fürchtet (...). Aber das ist auch die H o f f n u n g dieser Zeit, daß der Mensch im atomaren Zeitalter sein Leben erleichtern, von Sorgen befreien und Wohlstand für alle schaffen kann, wenn er seine täglich wachsende Macht über die Naturkräfte nur für friedliche Zwecke einsetzt.


Am Verhältnis zu technologischen Entwicklungen lässt sich politischer Konservativismus wie auch Progressivität offenbar nicht ablesen.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon odiug » Mo 10. Dez 2018, 10:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Dec 2018, 10:28)

Zumindest in Deutschland war mit Franz-Josef Strauß ein sehr konservativer Politiker einer der entschiedensten Verfechter von Kernenergie. Es gibt von ihm Zitate zum Thema, die einem heute völlig absurd erscheinen. Die SPD in den 50er und 60er Jahren aber auch. Im berühmten Godesberger Programm der SPD heißt es


Am Verhältnis zu technologischen Entwicklungen lässt sich politischer Konservativismus wie auch Progressivität offenbar nicht ablesen.

Vielleicht an der Eigentumsstruktur.
Es gibt ja kaum was konservativeres in der Energieversorgung, als Windräder.
Die konservativen Parteien stellten sich aber erst positiv hinter den Ausbau der Windenergie, als die Großkonzerne mit gigantischen Windparks, offshore oder an Land, die Eigentumsverhältnisse geklärt haben.
Zu Beginn war erneuerbare Energieproduktion nicht allein ein Projekt der Klima und Umweltpolitik, sondern auch eines, der Demokratisierung der Energieproduktion durch viele, kleine Energieprozenten.
Das ist ja jetzt völlig vom Tisch ... reden nicht einmal die Grünen noch von ... was auch ein Indiz dafür ist, wie weit die Grünen sich dem konservativen Gedankengut angenähert haben.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 10. Dez 2018, 11:15

odiug hat geschrieben:(10 Dec 2018, 10:56)

Vielleicht an der Eigentumsstruktur.
Es gibt ja kaum was konservativeres in der Energieversorgung, als Windräder.
Die konservativen Parteien stellten sich aber erst positiv hinter den Ausbau der Windenergie, als die Großkonzerne mit gigantischen Windparks, offshore oder an Land, die Eigentumsverhältnisse geklärt haben.
Zu Beginn war erneuerbare Energieproduktion nicht allein ein Projekt der Klima und Umweltpolitik, sondern auch eines, der Demokratisierung der Energieproduktion durch viele, kleine Energieprozenten.
Das ist ja jetzt völlig vom Tisch ... reden nicht einmal die Grünen noch von ... was auch ein Indiz dafür ist, wie weit die Grünen sich dem konservativen Gedankengut angenähert haben.


In der IT-Branche gibt es ja das Schlagwort "Integrierte Lösung". "Integriert" ist hier aber häufig einfach ein Euphemismus für "geschlossen". Insbesondere dann, wenn OpenSource Projekte - z.B. im öffentlichen Bereich - abgelöst werden sollen. Sprich: Wenns ans Geldverdienen durch große externe private Systemanbieter gehen soll.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Selina » Mo 10. Dez 2018, 11:50

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Dec 2018, 10:16)

Der verlinkte DRK-Beitrag beginnt mit

Ich halte das für einen ganz wesentlichen Punkt. Die Beobachtung der politischen Entwicklungen nicht nur in Deutschland der letzten Jahre führt mich immer mehr zu der Überzeugung, dass kaum etwas so dringend ist wie ein tragfähiges Modell für ein Nebeneinander zwischen "Globalisten" und "Kommunitaristen". Sind sonst nicht selbst in den sogenannten Staaten des globalen Nordens irgendwann bürgerkriegsähnliche Zustände absehbar?

AUs einem enstprechenden Artikel in der ZEIT



https://www.zeit.de/2018/09/sozialdemokratie-deutschland-europa-mittelschicht-umbruch/seite-2

Genau so siehts aus. Konflikte zwischen den so beschriebenen Seiten werden häufig auf regionale, nationale Besonderheiten zurückgeführt. Insbesondere wenn es um den neuen Nationalkonservativismus in Osteuropa geht. Das sind aber immer nur konkrete Ausprägungen von Wandlungsprozessen, die überall und weltweit stattfinden. In UK und den USA genauso wie in Polen und Ungarn, Russland, Indien, BRasilien, Japan oder der Türkei.


Das Nebeneinander von "Globalisten" und "Kommunitaristen" hat es eigentlich schon immer gegeben und das wird es auch weiter geben. Wobei sich durch diese harmonisierenden Begriffe der Rechts-Links-Konflikt nicht einfach hinwegreden lässt. So sehr sich das manche auch wünschen. Denn diesen Konflikt gibt es nach wie vor und der spitzt sich zu. Zumal es bei den ganzheitlich denkenden "Globalisten" nun mal mehr Linke und Linksliberale gibt als Konservative und weiter rechts Stehende. Und bei den "Kommunitaristen" - im Sinne von Regionalisierung und Nationalisierung - gibt es eindeutig mehr Rechte als Linke. Die Linken, die gleichfalls nationale Antworten bei der Migration, in der Wirtschaft und im Handel präferieren, die für "Grenzen dicht" und "Abschottung" sind, sind in dieser "Gruppe" deutlich in der Minderzahl. Es ist nur einfach etwas schicker und bequemer geworden, zu sagen, die politischen Richtungen "rechts" und "links" gibt es nicht mehr, sie hätten sich aufgelöst, der Riss gehe quer durch diese Richtungen. Das hängt auch mit eigenen Ängsten der Leute zusammen, die aufgrund ihrer Erfahrungen irgendwelche Arten von Bekenntnissen meiden wie der Teufel das Weihwasser und die um Gottes Willen nicht im "rechten Lager" mit dem Nazi-Stallgeruch landen wollen, aber eben auch nicht im "linken Lager", wo angeblich "Enteignung" und "Kollektivismus" drohen. Am Ende bleibt eine Art "neutrale" Beobachterposition. Man sitzt gemütlich im Ohrensessel und beschaut sich die Welt. Ok, so fern mir Letzteres (Ohrensessel-Passivität) auch ist, es ist immer noch besser, als rassistisch und fremdenfeindlich motiviert durch die Straßen zu marschieren.

Im Übrigen hats die Ohrensessel-Fraktion auch schon immer gegeben. Motto: "Sie mögen sich die Köpfe spalten, mag alles durcheinander gehn; doch nur zu Hause bleib's beim alten" (Goethe/Faust).
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » Mo 10. Dez 2018, 12:44

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Dec 2018, 10:16)

Der verlinkte DRK-Beitrag beginnt mit

Ich halte das für einen ganz wesentlichen Punkt. Die Beobachtung der politischen Entwicklungen nicht nur in Deutschland der letzten Jahre führt mich immer mehr zu der Überzeugung, dass kaum etwas so dringend ist wie ein tragfähiges Modell für ein Nebeneinander zwischen "Globalisten" und "Kommunitaristen". Sind sonst nicht selbst in den sogenannten Staaten des globalen Nordens irgendwann bürgerkriegsähnliche Zustände absehbar?



Die Gegenüberstellung ist leider sehr unglücklich. Globalisierung ist ein Prozess, Kommunitarismus ist eine ethische und soziale Philosophie, die sich zur Globalisierung nicht unbedingt einheitlich verhalten muss und mit links/rechts-Schemata völlig daneben beschrieben wäre. Die bekanntesten deutschen Vertreter sind Hartmut Rosa (dessen Resonanzen ich gelesen habe) und Richard David Precht (den ich nicht lese), die ganz bestimmt beide nicht einem konservativen oder gar rechten Lager zuzurechnen sind, ebensowenig wie der von Mai angeführte Großvertreter des Kommunitarismus, Charles Taylor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunitarismus

Daraus:

Die kommunitaristische Theorie vernachlässigt die vollständige Hilfestellung des Staates und priorisiert stattdessen die Hilfe zur Selbsthilfe anhand einer ausgeprägten Selbstorganisation der Bürger untereinander. Zur Realisierung dieses Zieles schlagen die Theoretiker des Kommunitarismus vor, die Bürger in Kindergärten, Schulen und Universitäten auf die Selbstorganisation vorzubereiten. Abschließend lässt sich festhalten: Der Kommunitarismus will die Vorstellung vermitteln, „dass ein politisches Gemeinwesen letztlich vom Engagement seiner Bürger für die öffentlichen Angelegenheiten getragen wird“


Das ist eine der entscheidenden Ideen dahinter.

Was Sie als "Modell für ein Nebeneinander" bezeichnen, wird es nicht geben, da hätten schon vor 20 oder 30 Jahren die Weichen anders gestellt werden müssen. Wo Mai in seinem Beitrag Recht hat ist das nicht mehr glaubwürdige Wohlstandsversprechen, dass es den Kindern mal besser geht. Das wird nicht mehr hinhauen, und es fragt sich eben, ob man dies akzeptabel machen kann in der Gesellschaft.
Wahrscheinlich sollte man die alten verbrauchten Begriffe einfach mal ersetzen - der Konservatismus ist halt verbraucht, unscharf, schwammig.

Ein paar Gedanken von Hartmut Rosa, die das Thema auch streifen:

https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=3e7eef38-ba5e-68c7-1572-2040918545bf&groupId=252038
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Selina » Mo 10. Dez 2018, 13:07

Precht wurde mit den Jahren immer konservativer und hat sich weit von den linksgrünen Idealen seiner Eltern entfernt. Die damaligen Eltern definierten sich philosophisch und politisch als wandelnde Gegensätze zu ihren Eltern, was die Kinder (in diesem Falle Precht) ebenso hielten und offenbar immer halten. Und so kommt eine Art bürgerlicher Warenhaus-Philosoph dabei heraus: Für jeden etwas im Angebot. Grauenvoll.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » Mo 10. Dez 2018, 13:36

Ohne das nun weiterverfolgen zu wollen: Dass Prechts Eltern linksgrün waren, ist schon stark danebengelangt. Weiß zumindest, wer "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" gelesen hat (und das ist nun das einzige Precht-Buch, das ich auch gelesen habe). Und schön, dass es auch Leser(innen) von Nicht-Warenhaus-Philosophie gibt, auch wenn man es oft nicht sofort merkt bei diesem oder jener.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Selina » Mo 10. Dez 2018, 13:45

MäckIntaier hat geschrieben:(10 Dec 2018, 13:36)

Ohne das nun weiterverfolgen zu wollen: Dass Prechts Eltern linksgrün waren, ist schon stark danebengelangt. Weiß zumindest, wer "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" gelesen hat (und das ist nun das einzige Precht-Buch, das ich auch gelesen habe). Und schön, dass es auch Leser(innen) von Nicht-Warenhaus-Philosophie gibt, auch wenn man es oft nicht sofort merkt bei diesem oder jener.


Ich las von ihm "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? " und "Liebe: Ein unordentliches Gefühl". Das fand ich beides recht unterhaltsam. Aber das ist nun auch nicht die Literatur, die man unbedingt gelesen haben sollte. Kann man, muss man aber nicht. Philosophische Plauderei halt. Und dass seine Eltern linksgrüne 68er waren/sind und er sich deutlich distanziere von ihrer Art zu denken und zu leben, hat er selbst mehrfach in Interviews erzählt.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » Mo 10. Dez 2018, 14:03

Selina hat geschrieben:(10 Dec 2018, 13:45)

Ich las von ihm "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? " und "Liebe: Ein unordentliches Gefühl". Das fand ich beides recht unterhaltsam. Aber das ist nun auch nicht die Literatur, die man unbedingt gelesen haben sollte. Kann man, muss man aber nicht. Philosophische Plauderei halt. Und dass seine Eltern linksgrüne 68er waren/sind und er sich deutlich distanziere von ihrer Art zu denken und zu leben, hat er selbst mehrfach in Interviews erzählt.



https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-linke-kindheit.988.de.html?dram:article_id=153804

https://www.welt.de/welt_print/article3375241/Die-Liebe-kommt-die-Liebe-geht.html

So hatte ich es in Erinnerung, und dass an der DKP und selbst der damaligen Stamokap-Linken irgendetwas grün gewesen wäre, würde sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen nicht decken, da zum Beispiel die DKP ja kein grundsätzliche Problem an AKWs sah, sondern diese würden bei einer Änderung der Eigentumsverhältnisse automatisch sicher.

So, zurück zum progressiven Konservatismus und Herrn Mais Gedankenspielen.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 10. Dez 2018, 14:19

Selina hat geschrieben:(10 Dec 2018, 13:07)

Precht wurde mit den Jahren immer konservativer und hat sich weit von den linksgrünen Idealen seiner Eltern entfernt. Die damaligen Eltern definierten sich philosophisch und politisch als wandelnde Gegensätze zu ihren Eltern, was die Kinder (in diesem Falle Precht) ebenso hielten und offenbar immer halten. Und so kommt eine Art bürgerlicher Warenhaus-Philosoph dabei heraus: Für jeden etwas im Angebot. Grauenvoll.



Ich habe Prechts neustes Buch über die Digitalisierung gelesen , ( ich habe auch eine Leidenschaft für Philosophie von Sokrates bis Nietzsche) bisweilen sehr gute gesellschaftskritische Analysen auch seine Kritik am modernen High Tech Datenkapitalismus ( Amazon Facebook, Google und Co) und dessen Bedrohung für Demokratie und Freiheit des Einzelnen teile ich weitgehend, zudem ist Precht wie ich Befürworter des bedinungslosen Grundeinkommens , er ist wie ich kein wirklich LINKER sonder eher wie auch ich selbst politisch linker Liberaler bzw. linksliberal würde ich sagen.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon MäckIntaier » Mo 10. Dez 2018, 14:40

Alpha Centauri hat geschrieben:(10 Dec 2018, 14:19)

Ich habe Prechts neustes Buch über die Digitalisierung gelesen , ( ich habe auch eine Leidenschaft für Philosophie von Sokrates bis Nietzsche) bisweilen sehr gute gesellschaftskritische Analysen auch seine Kritik am modernen High Tech Datenkapitalismus ( Amazon Facebook, Google und Co) und dessen Bedrohung für Demokratie und Freiheit des Einzelnen teile ich weitgehend, zudem ist Precht wie ich Befürworter des bedinungslosen Grundeinkommens , er ist wie ich kein wirklich LINKER sonder eher wie auch ich selbst politisch linker Liberaler bzw. linksliberal würde ich sagen.


Er steht vor allem dem Kommunitarismus nahe, den einige ja gerne mit dem Nationalismus oder dem identitären in Verbindung bringen möchten.
Wer allerdings linksliberal ist, dürfte Precht oder den Kommunitarismus mit seiner Kritik am Menschenbild der Liberalen eigentlich nicht gut finden.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 10. Dez 2018, 14:45

sünnerklaas hat geschrieben:(09 Dec 2018, 13:47)

Ich glaube, zur Zeit ist der politische Konservativismus - bzw. das, was von ihm noch übrig ist - stark von einem skeptischen Menschenbild geprägt. Tatsächlich befindet sich der politische Konservativismus schon seit längerem in einer schweren strukturellen Krise. Deutlich sichtbar wurde das bereits am Wahlabend im Herbst 2005, als der Wähler den beim Leipziger Parteitag 2003 verkündeten Maximen eine klare Absage erteilt hat. Die Finanzkrise 2008 hat den Wähler in seiner skeptische Haltung gegenüber den wirtschaftspolitisch marktradikalen Positionen bei gleichzeitig konservativem Gesellschaftsbild bestätigt. Man kann Angela Merkel vieles anlasten - aber dass sie und ihr damaliger Finanzminister Peer Steinbrück im Angesicht des Zusammebruchs vom Lehman Bros. und den Meldungen, die Bürger würden im verstärkten Maße ihre Konten leerräumen, richtig gehandelt haben, in dem sie die alten Lehrbücher von Keynes herausholten, ist heute unbestritten. Beide haben damals mit Konkunturpaketen, Abwrackprämien und dem gezielten Einsatz des arbeitsmarktpolitischen Instruments der Kurzarbeit nicht nur großen Schaden vom Land abgewandt, sie haben es sogar noch hinbekommen, eine derart fundamentale Krise zu einem wirtschaftlichen Boom umzudrehen. Allerdings: schon das war nicht mehr der Pfad des politischen Konservativismus - auch wenn das alles ganz großes Kino in Sachen Regieren war.

Schön kann man die Krise des Konservativismus auch im Umgang mit dem GAU von Fukushima beobachten. Die Kernenergie galt als so etwas, wie einer der zentralen konservativen Werte. Nach Fukushima war sehr schnell klar, dass man mit einem krampfhaften Festhalten an der Kernenergie zukünftig alle Wahlen verlieren würde. Um das zu verhindern, musste die UNION einen ihrer Markenkerne aufgeben.

Bei der Wehrpflicht sieht es ähnlich aus: auch die war nicht mehr politisch zu vermitteln. Auch da musste man sich bewegen. Der Ausspruch, Opposition sei Mist, gilt nicht nur für die SPD, sondern auch und ganz besonders für die UNION.



Der Konservativismus ist ohnehin eher negativ eingestellt er hat ein eher negatives Menschenbild dass zeigt die Union gerade derzeit z.b bei der Hartz Debatte und Reform des Sozialstaates, die Union setzt da ja weiter eher auf den dicken schikanierenden Bürokratieappart , den Menschen strafend zu sanktionieren statt positiv zu motivieren, Bevormundung statt Vertrauen diese Mentalität ist ja gerade Ausdruck eines negativen Menschenbildes a la Konservative. Ich als Liberaler kann damit nichts anfangen.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Mo 10. Dez 2018, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 10. Dez 2018, 14:48

MäckIntaier hat geschrieben:(10 Dec 2018, 14:40)

Er steht vor allem dem Kommunitarismus nahe, den einige ja gerne mit dem Nationalismus oder dem identitären in Verbindung bringen möchten.
Wer allerdings linksliberal ist, dürfte Precht oder den Kommunitarismus mit seiner Kritik am Menschenbild der Liberalen eigentlich nicht gut finden.



Ich habe hier nur einige inhaltliche Schnittmengen die ich mit den Positionen Prechts habe herausgestellt. Zudem halte ich Precht keineswegs durch und durch als eingefleischten Kommunitarier.
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Ein Terraner
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Re: Progressiver Konservatismus

Beitragvon Ein Terraner » Mo 10. Dez 2018, 15:28

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Dec 2018, 13:05)

um Sinn oder Unsinn des Vorschlags eines "progressiven Konservatismus" ein wenig von allen Seiten zu beleuchten.


Progressiv ist das genaue Gegenteil von Konservatismus, dieses Wortgebilde das ist einfach nur wiedermal ein Oxymoron wie sie von Rechts immer häufiger auftauchen. Das einzige was daran diskussionswürdig ist, ist in welcher Tonne man das entsorgen sollte.
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