Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

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Tom Bombadil
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 00:38

Realist2014 hat geschrieben:(02 Dec 2019, 15:46)

Das die Unternehmen in Rumänien und Bulgarien die gleichen HOHEN Löhne zahlen wie die Unternehmen in D?

Deutschland soll in Rumänien und Bulgarien hohe Löhne auch für Arbeitslose bezahlen. Wäre doch nur gerecht :cool:
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naddy
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon naddy » Di 3. Dez 2019, 02:31

H2O hat geschrieben:(02 Dec 2019, 22:46)

Denn eine andere Botschaft kann ich Ihrem Wutausbruch auch nicht entnehmen.


"Eine andere Botschaft..nicht entnehmen" zu können ist nicht selten eine Folge der Weigerung, Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Wie wär's denn alternativ zu Ihrem "Wutausbruch"-Gepöbel mit dem Versuch, wenigstens zur von mir verlinkten Juncker-Studie bezüglich "Wirtschafts- und Währungsunion EU" Stellung zu nehmen, wenn Ihnen meine Darstellung nicht schmeckt? Zuviel Arbeit? Keine Argumente?

Das Wünschenswerte als Lösung kann jeder erklären, den Weg dahin leider nur wenige.


Oh, das überrascht mich jetzt. Ich dachte bisher, hier werden Meinungen zu aktuellen politischen Fragen ausgetauscht. Dass außer mir hier nur aktive Politiker anwesend sind, die an Lösungen für diese Fragen arbeiten, ist mir in der Tat entgangen. Wie weit seid ihr denn schon?

Falls Sie gelegentlich an unerträglicher Langeweile leiden sollten, empfehle ich, doch mal einen Blick in die Juncker-Studie zu werfen. Der hat nämlich ein paar Ideen. Und hebt sich damit wohltuend von Leuten ab, denen "...leider gerade keine bessere Welt einfällt".
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H2O
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Di 3. Dez 2019, 09:36

naddy hat geschrieben:(03 Dec 2019, 02:31)

"Eine andere Botschaft..nicht entnehmen" zu können ist nicht selten eine Folge der Weigerung, Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Wie wär's denn alternativ zu Ihrem "Wutausbruch"-Gepöbel mit dem Versuch, wenigstens zur von mir verlinkten Juncker-Studie bezüglich "Wirtschafts- und Währungsunion EU" Stellung zu nehmen, wenn Ihnen meine Darstellung nicht schmeckt? Zuviel Arbeit? Keine Argumente?



Oh, das überrascht mich jetzt. Ich dachte bisher, hier werden Meinungen zu aktuellen politischen Fragen ausgetauscht. Dass außer mir hier nur aktive Politiker anwesend sind, die an Lösungen für diese Fragen arbeiten, ist mir in der Tat entgangen. Wie weit seid ihr denn schon?

Falls Sie gelegentlich an unerträglicher Langeweile leiden sollten, empfehle ich, doch mal einen Blick in die Juncker-Studie zu werfen. Der hat nämlich ein paar Ideen. Und hebt sich damit wohltuend von Leuten ab, denen "...leider gerade keine bessere Welt einfällt".


Dann wäre meine Frage nur noch, warum Herr Juncker denn seinen guten Plan nicht umgesetzt hat. Da muß es wohl Widerstände derer gegeben haben, die für den Spaß die Mittel locker machen sollten.

Schimpfen Sie sich hier in aller Entschiedenheit alles von der Seele, was Sie belastet. Das wird schon wieder!
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 3. Dez 2019, 10:52

Das Juncker-Papier bezieht sich doch eigentlich nur auf die EU-Staaten im Euro-Raum, oder?

Soweit ich erkenne, haben sich Länder wie Polen von ihren Euro-Plänen inzwischen verabschiedet. Nicht zuletzt, weil die Möglichkeit der Abwertung der eigenen nationalen Währung zusätzliche Spielräume ermöglicht. Und das Beispiel Griechenland in dieser Hinsicht eher abschreckend wirkt.

Dieses Bild vom fertig zu bauenden Haus Europa mit wenigstens annähernd gleichen Sozialstandards ... ist das nicht eine Illusion? Und vor allem ein "Rezept von Oben?"

Anfang des Jahres gab es bei Audi Hungaria einen Streik. Mit der Folge, dass auch in Ingolstadt alles still stand. Sämtliche Motoren (auch Elektro) bei Audi werden in Ungarn entwickelt und gebaut. Dann gab es eine Einigung über eine Lohnerhöhung von 18 Prozent. Hat das Herr Juncker vermittelt? Ich glaube nicht.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Realist2014 » Di 3. Dez 2019, 11:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2019, 00:38)

Deutschland soll in Rumänien und Bulgarien hohe Löhne auch für Arbeitslose bezahlen. Wäre doch nur gerecht :cool:



Arbeitslose beziehen "Löhne"????


Was es nicht alls gibt...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 11:09

Realist2014 hat geschrieben:(03 Dec 2019, 11:08)

Was es nicht alls gibt...

Macht doch nix :cool:
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Realist2014 » Di 3. Dez 2019, 11:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2019, 11:09)

Macht doch nix :cool:



Du meinst, die "Wünsche" der "Sozialgerechten" einfach belustigt beobachten? :D
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 11:23

Jetzt hast du es erfasst ;)
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon naddy » Di 3. Dez 2019, 12:24

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:36)

Dann wäre meine Frage nur noch, warum Herr Juncker denn seinen guten Plan nicht umgesetzt hat. Da muß es wohl Widerstände derer gegeben haben, die für den Spaß die Mittel locker machen sollten.


Wenn man sich etwas intensiver mit Politik befasst hat, könnte man allerdings auch auf die Idee kommen, dass so etwas Zeit braucht. Insbesondere in der EU-Politik. Aber warum sollte man das tun, wenn man auch so munter drauflos schwadronieren kann?

Schimpfen Sie sich hier in aller Entschiedenheit alles von der Seele, was Sie belastet. Das wird schon wieder!


Sollten derart infame ad hominems nicht eigentlich unter der Würde eines "Moderators" sein? Man lernt scheinbar nie aus...

Sollten auch Sie ihrerseits Interesse an einer psychologischen Ferndiagnose meinerseits haben: Ich stehe zur Verfügung. Nach Eintritt in den Ruhestand sogar kostenlos. Ersatzweise könnte auch helfen, wenn Sie sich die Chronologie unseres kleinen Techtelmechtels ab diesem meinem Beitrag noch einmal durchlesen. Möglicherweise fällt Ihnen dann auf, wer die Debatte emotionalisiert hat.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Di 3. Dez 2019, 20:46

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 10:52)

Das Juncker-Papier bezieht sich doch eigentlich nur auf die EU-Staaten im Euro-Raum, oder?

Soweit ich erkenne, haben sich Länder wie Polen von ihren Euro-Plänen inzwischen verabschiedet. Nicht zuletzt, weil die Möglichkeit der Abwertung der eigenen nationalen Währung zusätzliche Spielräume ermöglicht. Und das Beispiel Griechenland in dieser Hinsicht eher abschreckend wirkt.

Dieses Bild vom fertig zu bauenden Haus Europa mit wenigstens annähernd gleichen Sozialstandards ... ist das nicht eine Illusion? Und vor allem ein "Rezept von Oben?"

Anfang des Jahres gab es bei Audi Hungaria einen Streik. Mit der Folge, dass auch in Ingolstadt alles still stand. Sämtliche Motoren (auch Elektro) bei Audi werden in Ungarn entwickelt und gebaut. Dann gab es eine Einigung über eine Lohnerhöhung von 18 Prozent. Hat das Herr Juncker vermittelt? Ich glaube nicht.


Ich sehe auch aus meiner "polnischen Sicht", daß sich die Menschen ihren Platz selbst erstreiten müssen. Man kann Rahmenbedingungen für den Streit setzen, aber
kämpfen müssen die Betroffenen dann doch allein. Ihre Ungarn machen das ganz richtig.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Di 3. Dez 2019, 20:50

naddy hat geschrieben:(03 Dec 2019, 12:24)

Wenn man sich etwas intensiver mit Politik befasst hat, könnte man allerdings auch auf die Idee kommen, dass so etwas Zeit braucht. Insbesondere in der EU-Politik. Aber warum sollte man das tun, wenn man auch so munter drauflos schwadronieren kann?


Das überrascht mich jetzt aber. Gut, daß Sie diese Einsicht gewonnen haben.

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Auch da ist etwas dran!
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Brauchen Sie das?
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon naddy » Di 3. Dez 2019, 21:23

H2O hat geschrieben:(03 Dec 2019, 20:50)

Das überrascht mich jetzt aber. Gut, daß Sie diese Einsicht gewonnen haben.


Welche Einsicht soll ich denn gewonnen haben? Wenn ich nicht irre, habe ich die Juncker-Studie hier eingestellt. Wie sah Ihre Reaktion darauf nochmal aus?

naddy hat geschrieben:Sollten auch Sie ihrerseits Interesse an einer psychologischen Ferndiagnose meinerseits haben: Ich stehe zur Verfügung. Nach Eintritt in den Ruhestand sogar kostenlos. Ersatzweise könnte auch helfen, wenn Sie sich die Chronologie unseres kleinen Techtelmechtels ab diesem meinem Beitrag noch einmal durchlesen. Möglicherweise fällt Ihnen dann auf, wer die Debatte emotionalisiert hat.


Brauchen Sie das?


Ich eher nicht, aber Sie vielleicht? Gewöhnlich nennt man sowas "Retourkutsche", in diesem konkreten Fall sogar noch ergänzt durch einen freundlichen Rat. im günstigsten Fall kann das "Einsicht" auslösen, meistens aber leider nicht.

Belassen wir es dabei.
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Re: Eine Welt ohne Grenzen, der Nationalstaat am Ende?

Beitragvon H2O » Di 3. Dez 2019, 22:07

Belassen wir es dabei.


Nein, die EU ohne lästige Grenzen, die will ich weiterhin. Aber das dauert, wie Sie bemerkt haben.

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