Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 8. Dez 2016, 16:34

Perdedor hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:14)

Eigentlich ist es genau umgekehrt. Es sind die Neurechten, wie die "identitäre Bewegung", welche die Identität der Menschen in erster Linie über nationale Zugehörigkeit (und das ganze Geschwurbel drumherum, siehe schokoschendrezkis Beitrag) definieren wollen, wohingegen "die Linken" den Menschen die ganz persönliche Identität zugestehen wollen, ohne dabei die persönlichen Eigenschaften und Zugehörigkeitsgefühle durch das Kunstprodukt "Nation" zu ersetzen.


Richtig :thumbup: Ich würde nur noch ergänzen, dass diese "persönliche Identität" und Individualität durchaus kompatibel sein kann mit dem Kunstprodukt Nation. Das wäre dann eben, wie ich oben schon schrieb, eine höchst lebendige und wandelbare Nation und nichts Starres, allzeit in Stein Gemeißeltes ;)
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Quatschki » Do 8. Dez 2016, 16:45

Ein Staat ist ja eigentlich nichts anderes als eine Vereinigung der Bewohner eines Landes zum Schutz und zur Förderung ihrer Interessen.
Das sind die Staatsbürger. Im Gegensatz zu den Ausländern, die keine Vollmitglieder, sondern bestenfalls Gäste sind.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Wildermuth » Do 8. Dez 2016, 16:49

Quatschki hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:45)

Ein Staat ist ja eigentlich nichts anderes als eine Vereinigung der Bewohner eines Landes zum Schutz und zur Förderung ihrer Interessen.
Das sind die Staatsbürger. Im Gegensatz zu den Ausländern, die keine Vollmitglieder, sondern bestenfalls Gäste sind.


Wie ist das, wenn man ausländer in der familie hat?

Ist man mit denen dann weniger verwandt?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Dez 2016, 16:51

Wildermuth hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:49)

Wie ist das, wenn man ausländer in der familie hat?

Ist man mit denen dann weniger verwandt?


Ohoh, Halbblüter.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Quatschki » Do 8. Dez 2016, 17:02

Wildermuth hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:49)

Wie ist das, wenn man ausländer in der familie hat?

Ist man mit denen dann weniger verwandt?

Nein. Warum?
Man kann doch verwandt sein und unterschiedlichen Vereinen angehören?
Nur wenn man bei dem Verein, dessen Mitglied man nicht ist, mitspielen will, dann ist es das Vorrecht der Vereinsmitglieder, darüber zu befinden, wer unter welchen Bedingungen mitspielen darf.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Dez 2016, 17:03

Quatschki hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:02)

Nein. Warum?
Man kann doch verwandt sein und unterschiedlichen Vereinen angehören?
Nur wenn man bei dem Verein, dessen Mitglied man nicht ist, mitspielen will, dann ist es das Vorrecht der Vereinsmitglieder, darüber zu befinden, wer unter welchen Bedingungen mitspielen darf.

Verein ?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Wildermuth » Do 8. Dez 2016, 17:08

Quatschki hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:02)

Nein. Warum?
Man kann doch verwandt sein und unterschiedlichen Vereinen angehören?

Also... es gibt zusammenhalt der sogar noch wichtiger ist, als die nationalität, die ja sogar für dich nciht mehr als eine vereinszugehörigkeit ist. :thumbup:

Nur wenn man bei dem Verein, dessen Mitglied man nicht ist, mitspielen will, dann ist es das Vorrecht der Vereinsmitglieder, darüber zu befinden, wer unter welchen Bedingungen mitspielen darf.


Jetzt sind auf einmal die vereine wieder wichtiger als die familie...

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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 8. Dez 2016, 17:20

Yo, das deutsche Nationalgefühl ist schnell definiert.
Im Alltag ziehen wir die Köpfe ein und beugen uns der politisch, medial intravenös injekzierten , Doktrin, politisch, verbal, korrekt zu reden/leben und zu handeln.
Der gute Deutsche liebt alles Fremde, schämt sich für die Greueltaten des dritten Reiches und entschuldigt sich mit Hilfe unseres BP Gauck permanent in der Welt, dafür, das er eben Deutscher ist.
Dabei wirkt das Wort " Generalverdacht ", gleich eines Kettenhalsbandes eines unfreundlichen Rottweilers.
Aber ihr habt den Fußball vergessen.
Wenn es um die WM geht, blüht der Deutsche auf.
Deutsche Fahnen am Haus, in den Fenstern, am Auto, Bettwäsche in den deutschen Farben und man lebt praktisch den schwarz, rot, gelben Sommertraum ( getürkt, aber wen interessiert das ? ).
Wir sind praktisch " Fußballnationalisten ".
Ein Volk, das jeden dritten Satz damit beginnt: " Ich bin zwar kein Nazi, aber......".
Und was ist Deutschland überhaupt ?
Ein geographisch definiertes Territorium.
Ein Volk, ohne gegenwärtige Identität.
Ein Volk, dem von oben befohlen, ein geschichtliches Manko auferlegt wird.
Nicht umsonst gibt es 2016 immer noch israelische Abgeordnete der Knesset, die, wenn es um Deutsche Belange geht, nur den Begriff " Mörder " benutzen.
Na, die nächste , getürkte, WM kommt bestimmt.
Dann dürft ihr wieder endlich Deutsche sein.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 8. Dez 2016, 17:27

Sabine99 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:20)

Dann dürft ihr wieder endlich Deutsche sein.


Ich finde nicht, dass die Leute ihr Deutschsein nicht richtig ausleben können heutzutage. Im Gegenteil: Da wird mir viel zu viel und viel zu laut dauernd rumgeplärrt "ich bin stolz, ein Deutscher zu sein", "man muss doch mal wieder sagen dürfen, dass man stolz ist, ein Deutscher zu sein". Kannste doch an jeder Ecke sehen und hören. Dazu noch schön im Gleichschritt marschiert, schön das Reichsbanner geschwenkt... Das neurechte Selbstbewusstsein ist schon wieder so groß, dass man sich vor lauter Deutschtum heute gar nicht mehr retten kann. Nee du, stramme Deutschnationale gibt es echt genug :rolleyes:
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Dez 2016, 17:35

Perdedor hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:14)

Eigentlich ist es genau umgekehrt. Es sind die Neurechten, wie die "identitäre Bewegung", welche die Identität der Menschen in erster Linie über nationale Zugehörigkeit (und das ganze Geschwurbel drumherum, siehe schokoschendrezkis Beitrag) definieren wollen, wohingegen "die Linken" den Menschen die ganz persönliche Identität zugestehen wollen, ohne dabei die persönlichen Eigenschaften und Zugehörigkeitsgefühle durch das Kunstprodukt "Nation" zu ersetzen.

Nein - es ist eben nicht genau umgekehrt! Das Individuum selbst bestimmt worüber es sich identifiziert, legt fest welche Identitätkriterien als wichtig betrachtet werden (psychische Identität). Das hat nichts aber auch gar nichts mit "identitäre Bewegung" zu tun.
Solche Kriterien können die Zugehörigkeit zu einer (bestimmten) Ethnie, Kultur, Religion/Weltanschauung sein. - Können heißt nicht müssen! Wichtige Identitätskriterien können aber auch einem sehr viel kleinerem Rahmen entstammen, können ebenso auch unterschiedlichen Gruppenzugehörigkeiten umfassen.

Und Nein - Linke und Grüne (Linksliberale) - insbesondere Feminitinnen und Genderisten gestehen den Menschen gerade keine "ganz persönliche Identität" zu, weil sie nämlich Identität als "von außen festgelegt, fremdbestimmt" und somit als "Zwang" betrachten, aus dem es auszubrechen - "sich zu emanzipieren" gilt. Das heißt nichts anderes als dass von ihnen die soziale Identität, die sich aus der Gruppenzugehörigkeit - also auch der temporären Gruppenzugehörigkeit - sowie Erziehung etc ergibt, als fremdbestimmt und somit negativ betrachtet wird. Gleiches gilt für nationale und kulturelle Identität.
Da sich das Individuum aber über psychische und soziale Identität identifiziert und sich als einzigartig und unverwechselbar betrachtet, bedeutet der "Ausbruch" aus einem (wichtigen) Teil seiner Identität gleichzeitig einen Identitätsverlust, weil jeses Individuum immer auch Teil einer Gemeinschaft ist und in und über diese Gemeinschaft sozialisiert wird.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Quatschki » Do 8. Dez 2016, 17:36

Wildermuth hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:08)
Jetzt sind auf einmal die vereine wieder wichtiger als die familie...

Versuch mal etwas klarer zu werden!

Die Familie ist die kleinste Zelle des Staates.
Wenn Familienzweige sich über verschiedene Staaten erstrecken, kann dies zu Loyalitätskonflikten führen.
Deshalb gibt es Regeln.
Der Bürger eines Staates ist Gesellschafter (oder Genosse), Mitbestimmer und Teilhaber am öffentlichen Vermögen.
Ziel des Staates ist die Förderung der Interessen seiner Bürger. Nicht irgendwelcher Dritter.
Deshalb gibt es Regeln.
Staatsbürgerschaftsrecht, Aufenthaltsrecht, Rechte und Pflichten für Staatsbürger, Rechte und Pflichten für Ausländer

Wenn aber Rot und Grün und Merkel dies alles zur Beliebigkeit erklären, wenn sich niemand mehr an die Regeln halten muß, dann wird der Staat über kurz oder lang zerfallen.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Wildermuth » Do 8. Dez 2016, 17:42

Quatschki hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:36)

Die Familie ist die kleinste Zelle des Staates.

QUATSCH!

Wenn Familienzweige sich über verschiedene Staaten erstrecken, kann dies zu Loyalitätskonflikten führen.

Was für ein unfug!

Deshalb gibt es Regeln.
Der Bürger eines Staates ist Gesellschafter (oder Genosse), Mitbestimmer und Teilhaber am öffentlichen Vermögen.
Ziel des Staates ist die Förderung der Interessen seiner Bürger. Nicht irgendwelcher Dritter.

Steht das in der verfassung oder denkst du dir einfach was aus und postest es?

Wenn aber Rot und Grün und Merkel dies alles zur Beliebigkeit erklären, wenn sich niemand mehr an die Regeln halten muß, dann wird der Staat über kurz oder lang zerfallen.


Warum sollten gerade die das tun?

Der mit der beliebigkeit bist doch du!
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Dark Angel » Do 8. Dez 2016, 17:44

Selina hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:34)

Richtig :thumbup: Ich würde nur noch ergänzen, dass diese "persönliche Identität" und Individualität durchaus kompatibel sein kann mit dem Kunstprodukt Nation. Das wäre dann eben, wie ich oben schon schrieb, eine höchst lebendige und wandelbare Nation und nichts Starres, allzeit in Stein Gemeißeltes ;)

Ihr macht den Fehler "Staat" mit "Nation"/"Nationalität gleichzusetzen.
Während ein Staat einfach nur eine Herrschafts- bzw Verwaltungsform ist, ist eine Nation eine Gemeinschaft von Menschen, die sich über gemeinsame Merkmale wie Sprache, Sitten, Traditionen, Kultur, Geschichte etc definiert und ist somit kein Kunstprodukt! So kann Nation sehr wohl über das (jeweilige) Staatsgebiet hinausreichen oder ein Staatsgebiet mehrere Nationen umfassen.
Wenn du von "Kunstprodukt" sprichst, meinst du den Staat/Nationalstaat, aber nicht die Nation.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 8. Dez 2016, 17:45

Quatschki hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:36)

Die Familie ist die kleinste Zelle des Staates.
Wenn Familienzweige sich über verschiedene Staaten erstrecken, kann dies zu Loyalitätskonflikten führen.
Deshalb gibt es Regeln.
Der Bürger eines Staates ist Gesellschafter (oder Genosse), Mitbestimmer und Teilhaber am öffentlichen Vermögen.
Ziel des Staates ist die Förderung der Interessen seiner Bürger. Nicht irgendwelcher Dritter.
Deshalb gibt es Regeln.
Staatsbürgerschaftsrecht, Aufenthaltsrecht, Rechte und Pflichten für Staatsbürger, Rechte und Pflichten für Ausländer

Wenn aber Rot und Grün und Merkel dies alles zur Beliebigkeit erklären, wenn sich niemand mehr an die Regeln halten muß, dann wird der Staat über kurz oder lang zerfallen.


:thumbup: :thumbup: :thumbup:
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Quatschki » Do 8. Dez 2016, 17:56

Wildermuth hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:42)
Steht das in der verfassung oder denkst du dir einfach was aus und postest es?

Was sollte sonst der Zweck eines demokratischen Gemeinwesens sein?
Es ist ja kein Gottesstaat, der sich einer Transzendenz verpflichtet fühlt
oder absolutistischer Staat, der einem Haus oder einer Familie gehört
auch keine Zweckgemeinschaft zur Erringung der Weltherrschaft oder der Weltrevolution oder zur Überwindung des Elends in der Welt (dafür gibt es andere Ebenen),
sondern streng territorial bezogen. Von den Bürgern für die Bürger. Miteinander füreinander.
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Selina » Do 8. Dez 2016, 18:10

Dark Angel hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:44)

Ihr macht den Fehler "Staat" mit "Nation"/"Nationalität gleichzusetzen.
Während ein Staat einfach nur eine Herrschafts- bzw Verwaltungsform ist, ist eine Nation eine Gemeinschaft von Menschen, die sich über gemeinsame Merkmale wie Sprache, Sitten, Traditionen, Kultur, Geschichte etc definiert und ist somit kein Kunstprodukt! So kann Nation sehr wohl über das (jeweilige) Staatsgebiet hinausreichen oder ein Staatsgebiet mehrere Nationen umfassen.
Wenn du von "Kunstprodukt" sprichst, meinst du den Staat/Nationalstaat, aber nicht die Nation.


Nö, hab schon die Nation gemeint. Ja, vielleicht kann man das Beiwort "Kunstprodukt" auch weglassen. Mir ging es lediglich darum, dass sich Nation und Identität und Individualität nicht gegenseitig ausschließen müssen und dass die Nation nix Heiliges, Unveränderbares, Unwandelbares ist. Die Nation verändert sich ständig. Und eine flexible bewegliche Nation ist auch offen für fremde Einflüsse. Im Gegenteil: Sie braucht sie sogar, um nicht zu verdorren ;) Und noch was zum Begriff "Kunstprodukt": Die Nation mutiert immer dann zum "Kunstprodukt", wenn verschiedene Gruppen je nach ihren Intentionen einen eigenen Nationen-Begriff verwenden. Also einfach gesagt: Meine Nation muss nicht deine sein ;)
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Dez 2016, 18:11

Sabine99 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:20)

Na, die nächste , getürkte, WM kommt bestimmt.
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getürkt ?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 8. Dez 2016, 18:14

Selina hat geschrieben:(08 Dec 2016, 17:27)

Ich finde nicht, dass die Leute ihr Deutschsein nicht richtig ausleben können heutzutage. Im Gegenteil: Da wird mir viel zu viel und viel zu laut dauernd rumgeplärrt "ich bin stolz, ein Deutscher zu sein", "man muss doch mal wieder sagen dürfen, dass man stolz ist, ein Deutscher zu sein". Kannste doch an jeder Ecke sehen und hören. Dazu noch schön im Gleichschritt marschiert, schön das Reichsbanner geschwenkt... Das neurechte Selbstbewusstsein ist schon wieder so groß, dass man sich vor lauter Deutschtum heute gar nicht mehr retten kann. Nee du, stramme Deutschnationale gibt es echt genug :rolleyes:


Na, ich bin nicht stolz " Deutsche " zu sein.
Warum auch ?
Man kann nur stolz auf Dinge sein, die man selber geleistet hat.
Alle Anderen, die stolz auf Leistungen Anderer sind , sind eh Idioten.
Fußballweltmeister ??
Warum ist man stolz darauf ?
Die sitzen vor dem TV und saufen Bier. Können keine 100 m laufen.
Oder füllt man im Mutterleib einen Bogen aus, welche Nationalität man haben möchte ?
Nationalität ist Zufall, kein Ergebnis einer Eigenleistung.
Wer also Nationalstolz empfindet, kann auf nichts stolz sein, das er persönlich geleistet hat.
:( :( :(
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Sabine99 » Do 8. Dez 2016, 18:16

Ein Terraner hat geschrieben:(08 Dec 2016, 18:11)

getürkt ?


" geostfriesischt " ?
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Re: Zusammengehörigkeit, Identität, Nationalgefühl

Beitragvon Ein Terraner » Do 8. Dez 2016, 18:18

Sabine99 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 18:16)

" geostfriesischt " ?

manipuliert ?

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