Tai Chi

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Herr Bert
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Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit?

Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden,
dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist.

Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.
Tai Chi firmiert unter dem Attribut "Kampfkunst".

Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass es sich tatsächlich um eine Form des Kampfes handelt,
weil es so scheinbar weich daher kommt und man es so gar nicht mit unseren westlichen Vorstellungen von Kampf in Einklang bringen kann.

Vorher kannte ich es nur durch zufällige Beobachtungen einer Gruppe während meiner gelegentlichen Spaziergänge durch den Grüneburgpark.

Ich beobachtete beim Vorbeigehen die gefühlt merkwürdigen Bewegungen der Gruppe mit einer Mischung aus Befremden und Faszination.
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Popularem
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Re: Tai Chi

Beitragvon Popularem » Do 6. Feb 2014, 22:41

Hallo,

ein Geist der sich an etwas festhält, hat keine Hand mehr frei. Deshalb bedarf man in der Perfektion der Kampfkunst die Gabe sich der Situation hinzugeben.

Am deutlichsten wird das wohl im Wing Chun Kung Fu. Man nimmt Kontakt mit dem Gegner auf. Folgt ihm und baut eine Spannung auf. Löst der Gegner sich, um zum Schlag auszuholen, wandelt sich diese Spannung ganz von selbst in einen Schlag um. Und der Schlag kommt durch, denn der Gegner hat sich ja gerade gelöst und den Weg so frei gemacht. Es verliert also derjenige, der gewinnen will und deshalb die Patt-Situation verlässt.

Ähnlich im Aikido. Das Prinzip ist auch hier denkbar einfach: Der Gegner hat nur seine eigene Kraft auf seiner Seite. Der Aikido wehrt sich nicht gen die Kraft des Gegners. Im Gegenteil, er fügt ihr seine eigene Kraft hinzu und lenkt sie einfach um. Schon kämpft der Aikido mit der Kraft Beider und sein Gegner nur mit der eigenen. Wer wird wohl gewinnen?

Alle asiatischen Kampfkünste beruhen auf philosophischer Erkenntnis wie ein harmonischer Fluss einer Disharmonie zu widerstehen vermag. Das geistige Erkennen der Philosophie und das Leben im Geiste dieser Erkenntnis wird eins. Die Philosophie bestimmt das Handeln, nicht nur im Kampf. Und ehrlich gesagt fällt es mir schwer anders zu denken dun zu handeln. Aber es ist in unseren breiten üblich zu glauben, es gäbe Kraft und Macht jenseits solcher Philosophie. Und wenn einem die Scheiße dann um die Ohren fliegt, wird gejammert, statt einmal seine Philosophie zu überprüfen. Das gilt vor allem auch für Wirtschaft und Politik.

Tai Chi Chuan ist beides. Meditation und Kampfkunst bis zum Schwertkampf. Und wer ein Schwert zur Perfektion bringt, der hat seine Geist von allen Disharmonien geleert. Oder es wird jemand kommen und ihm zeigen, dass das Gefäss noch voller schaler Gedanken ist.

LG Pop
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Re: Tai Chi

Beitragvon Cerberus » Do 6. Feb 2014, 23:16

Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59 hat geschrieben:Hat jemand von Euch Erfahrungen damit?

Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden,
dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist.

Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.
Tai Chi firmiert unter dem Attribut "Kampfkunst".

Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass es sich tatsächlich um eine Form des Kampfes handelt,
weil es so scheinbar weich daher kommt und man es so gar nicht mit unseren westlichen Vorstellungen von Kampf in Einklang bringen kann.

Vorher kannte ich es nur durch zufällige Beobachtungen einer Gruppe während meiner gelegentlichen Spaziergänge durch den Grüneburgpark.

Ich beobachtete beim Vorbeigehen die gefühlt merkwürdigen Bewegungen der Gruppe mit einer Mischung aus Befremden und Faszination.


Und bitte wie leiten Sie aus Tai Chi her, dass das Universum determiniert ist und aber der Wille frei sei?
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Fr 7. Feb 2014, 08:45

Popularem » Donnerstag 6. Februar 2014, 22:41 hat geschrieben:Hallo,

ein Geist der sich an etwas festhält, hat keine Hand mehr frei. Deshalb bedarf man in der Perfektion der Kampfkunst die Gabe sich der Situation hinzugeben.

Am deutlichsten wird das wohl im Wing Chun Kung Fu. Man nimmt Kontakt mit dem Gegner auf. Folgt ihm und baut eine Spannung auf. Löst der Gegner sich, um zum Schlag auszuholen, wandelt sich diese Spannung ganz von selbst in einen Schlag um. Und der Schlag kommt durch, denn der Gegner hat sich ja gerade gelöst und den Weg so frei gemacht. Es verliert also derjenige, der gewinnen will und deshalb die Patt-Situation verlässt.

Ähnlich im Aikido. Das Prinzip ist auch hier denkbar einfach: Der Gegner hat nur seine eigene Kraft auf seiner Seite. Der Aikido wehrt sich nicht gen die Kraft des Gegners. Im Gegenteil, er fügt ihr seine eigene Kraft hinzu und lenkt sie einfach um. Schon kämpft der Aikido mit der Kraft Beider und sein Gegner nur mit der eigenen. Wer wird wohl gewinnen?

Alle asiatischen Kampfkünste beruhen auf philosophischer Erkenntnis wie ein harmonischer Fluss einer Disharmonie zu widerstehen vermag. Das geistige Erkennen der Philosophie und das Leben im Geiste dieser Erkenntnis wird eins. Die Philosophie bestimmt das Handeln, nicht nur im Kampf. Und ehrlich gesagt fällt es mir schwer anders zu denken dun zu handeln. Aber es ist in unseren breiten üblich zu glauben, es gäbe Kraft und Macht jenseits solcher Philosophie. Und wenn einem die Scheiße dann um die Ohren fliegt, wird gejammert, statt einmal seine Philosophie zu überprüfen. Das gilt vor allem auch für Wirtschaft und Politik.

Tai Chi Chuan ist beides. Meditation und Kampfkunst bis zum Schwertkampf. Und wer ein Schwert zur Perfektion bringt, der hat seine Geist von allen Disharmonien geleert. Oder es wird jemand kommen und ihm zeigen, dass das Gefäss noch voller schaler Gedanken ist.

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Re: Tai Chi

Beitragvon Popularem » Fr 7. Feb 2014, 21:00

Hallo,

die Endlose Diskussion der Philosophen - ist in einem determinierten Universum ein freier Wille überhaupt möglich, denn der müsste dann ja auch determiniert sein? Oder ist das Universum nicht determiniert, womit die Kausalität von Ursache zur Wirkung hin zusammen bräche... und nach endlosen Debatten bleibt der immer gleiche Stand, das beides nicht stimmen kann. Oder nicht stimmen sollte, weil man eine freien Willen haben will?

Ich finde das immer wieder sehr lustig! Kann jedoch auch ohne Antwort auf diese Frage überleben.

Dazu eine Zen-Geschichte:

Zwei Mönche debattieren. Der eine sagt, der Wind bewege die Fahne. Der Andere erwidert die Fahne bewege den Wind. Da kommt der Meister vorbei und sagt "Nicht die der Wind bewegt die Fahne, noch die Fahne den Wind. Ihr bewegt euch!"

Nun, der Meister hat wohl die Quantenmechanik studiert, denn auf Ebene der Quanten existiert das gesamte Universum jeweils nur einen Augenblick. Denn alle Materie besteht letztendlich aus Quanten die sich ständig materialisieren und sofort wieder verschwinden. Sie pulsen und sie haben noch eine Eigenheit. Quanten haben keine bestimmen Ort. Sie haben nur einen Ort an denen sie sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder materialisieren. Und an diesem Ort nehmen wir dann den Ort der Materie wahr, die aus den Quanten geformt wird. Mit geringerer Wahrscheinlichkeit materialisieren die Quanten jedoch irgendwo im Universum.

In diesem Augenblick befinden sich Quanten Deines Körpers auf dem Mars, auf Andromeda und am anderen Ende des Universums. Und Du entstehst tausendfach in der Sekunde neu und verschwindest wieder und kehrst zurück. Immer in einer etwas anderen anderer Konstellation zusammen mit dem gesamten Universum.

Nun, wie kann also der Wind eine Fahne "bewegen", wenn Wind und Fahne gar keine Zeitspanne existieren, in der sie sich etwas bewegen könnte?

Letztendlich, so wie wir es wahrnehmen, bewegt der Wind die Fahne. Aber was wenn wir uns mittels Quantenmechanik die nächste Frage stellen?

Wenn Quanten nicht konstant existieren und chaotisch überall materialisieren können. Wenn das weder von Atomaufbau noch von Kräften bestimmt werden kann, weil die überhaupt er durch die Quanten erzeugt werden. Was bestimmt dann wo ein Quant sich materialisiert? Und was bestimmt wo sich die Materialisierung eines Quants häuft?

Diese bestimmende Größe ist der Geist, den der Meister meinte. Du - oder das was dich als atmender Mensch mit all seine Denken und Fühlen erzeugt. Nicht das Ich, das in Gehirn hockt und der Emotion ausgeliefert ist. Denn dieses Ich erlebt das Universum als determiniertes Schicksal, das Substanz hat und sich bewegt.

Herr Bert hatte etwas, was man eine spirituelle Erfahrung nennt. Ein Erlebnis, in dem sich ein Wissen offenbart, dass der Verstand nicht erklären kann. Aber er versucht es - eben auf seine individuelle Weise. Die Frage wie das im Tai Chi zu sehen sei ist irrelevant. Denn Tai Chi ist eine Form der Bewegungsmeditation. Und mindestens einer der Teilnehmer gong so in den Geist auf, der alles bewegt, dass dieser spirituellen Erfahrung das Tor geöffnet wurde. und in dem Moment, in dem Herr Bert diese Erfahrung zu teilen versucht, platzt die Seifenblase. Denn in unserm Erleben eines konstanten Universums auf der Reise durch die Zeit ist das schlichte Blödsinn. Ja, es ist falsch.

Sind wir uns also dem Bewusst, was Zen-Mönche lange vor den Quantenphysikern wussten? Sind wir fähig zu verstehen, dass der Wille eine bewussten Kontakt zu diesem reinen Geist knüpfen? Dann erleben wir das Universum weiterhin als deterministische Abfolge. Was jetzt Ursache ist, wird im nächsten Augenblick Wirkung. Und als Wirkung wird es zur Ursache der nächsten Wirkung. Und immer so weiter - eben determiniert. Und doch ist de Wille frei, weil die Konstanz des Universums eben nur ein Teil des Spieles ist. Der Teil, in dem wir fokussiert sind. Und Meditation ist ein Weg aus dieser Fokussierung in ein anderes Bewusstsein zu gelangen. Zumindest temporär und bis zu einem gewissen Grad. Jedenfalls weit genug, um erkennen zu können, dass die alltägliche Fokussierung nicht die einzig existente Wahrheit ist.

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Re: Tai Chi

Beitragvon Cerberus » Fr 7. Feb 2014, 22:22

Ja huiii.... welch Potential da auf einmal auftaucht, wie aus'm Nichts. Gute Worte zur Quantentheorie. Doch auch diese helfen nicht weiter, auf der Suche nach dem freien Willen. Denn selbst wenn der Denkende es selbst ist, der die Quanten der Welt zum tanzen bringt, so lässt sich daraus nicht beweisen, dass er dieses aus einem freien Willen tut; auch dann nicht, wenn er sich seines Einflusses bewusst wäre.

Nun aber fand ich bereits heraus, was die einzige Möglichkeit wäre, für einen freien Willen: Wenn es nur einen einzigen Geist gibt. Nur dann wäre er ja frei von Einflüssen, die nicht von ihm selbst stammten - und nur dann könnte sein Wille (theoretisch) frei sein. Denn bei allen anderen denkbaren Konstellationen von Kräften, unterschiedlicher Herkunft, wird immer eine Reaktion auf eine Aktion erfolgen - und es wäre keine Aktion, ohne vorher selbst Reaktion zu sein. Doch angenommen es wäre da nur ein Geist und der wäre geteilt, wie bei einer Mitose - so wäre er in allem gleich, doch in allem anders beeinflusst, allein schon auf Grund der unterschiedlichen Positionen und daraus resultierend unterschiedlichen Einwirkungen seiner anderen "Ichs" - und dabei verlöre er nun wieder seinen freien Willen. Ja, selbst wenn ein einziger Geist nur ist, ungeteilt, der Rest nur Werk seiner Phantasie, so wäre er auch dann unfrei, wenn er sich dessen nicht bewusst ist und / oder seine Phantasie nicht zu steuern in der Lage ist. Sobald er also auch nur im Ansatz seinen Sinnen irgendetwas glaubt, wäre er Gefangener seiner eigenen Imagination.

Btw. nicht nur fernöstliche Mönche machten sich bereits vor langer Zeit darum erstaunliche Gedanken - u.a. tat dies auch ein (so genannter) Jesus - freilich nur nach Auffassung der Gnostiker.
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Sa 8. Feb 2014, 11:53

Ich wollte mit meiner Bemerkung die Diskussion über freien Willen und Determinismus nicht in diesen Thread verlagern. Es gibt genügend andere.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Cerberus » Sa 8. Feb 2014, 12:43

Herr Bert » Sa 8. Feb 2014, 11:53 hat geschrieben:Ich wollte mit meiner Bemerkung die Diskussion über freien Willen und Determinismus nicht in diesen Thread verlagern. Es gibt genügend andere.


Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59 hat geschrieben:Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden, dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist. Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.
Zuletzt geändert von Cerberus am Sa 8. Feb 2014, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Sa 8. Feb 2014, 19:21

Cerberus » Samstag 8. Februar 2014, 12:43 hat geschrieben:
Herr Bert » Sa 8. Feb 2014, 11:53 hat geschrieben:Ich wollte mit meiner Bemerkung die Diskussion über freien Willen und Determinismus nicht in diesen Thread verlagern. Es gibt genügend andere.


Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59 hat geschrieben:Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden, dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist. Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.

Die zentrale Frage dieses Thread dürfte eindeutig erkennbar sein:
Wer hat Erfahrungen mit Tai Chi?
Freie Willens Threads gibt es schon mehrere.
Ich bleibe dabei, dass dieser Thread beim Thema bleiben sollte.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Cerberus » Sa 8. Feb 2014, 22:45

Herr Bert » Sa 8. Feb 2014, 19:21 hat geschrieben:

Die zentrale Frage dieses Thread dürfte eindeutig erkennbar sein:
Wer hat Erfahrungen mit Tai Chi?
Freie Willens Threads gibt es schon mehrere.
Ich bleibe dabei, dass dieser Thread beim Thema bleiben sollte.

Jo - und Sie haben den freien Willen - von Anbeginn - zum Thema gemacht; wie ja auch einwandfrei aus den Zitaten ersichtlich wird. Vor allem noch:
Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59 hat geschrieben:Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden, dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist. Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.
zu schreiben - eben, als Fakt haben Sie das gleich noch locker mit reingegeben.... und sich dann verbitten wollen, dass man über den von Ihnen vorgegebenen, unbelegten, "Fakt" doch erst mal sprechen möcht...

Aber sonst so, geht's noch, wa?
Zuletzt geändert von Cerberus am Sa 8. Feb 2014, 22:47, insgesamt 2-mal geändert.
Dirk Müller zum Thema Ukraine/Krim: https://www.youtube.com/watch?v=K_YWdaQhRU4
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Re: Tai Chi

Beitragvon Daylight » Sa 8. Feb 2014, 22:48

Herr Bert » Mi 5. Feb 2014, 07:59 hat geschrieben:Hat jemand von Euch Erfahrungen damit?

Ich habe dadurch meine bisherige Haltung bestätigt gefunden,
dass es einen freien Willen gibt, unser Dasein im allgemeinen aber deterministisch ausgerichtet ist.

Oberflächlich betrachtet mag das wie ein Widerspruch klingen, ist es aber nicht.
Tai Chi firmiert unter dem Attribut "Kampfkunst".

Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass es sich tatsächlich um eine Form des Kampfes handelt,
weil es so scheinbar weich daher kommt und man es so gar nicht mit unseren westlichen Vorstellungen von Kampf in Einklang bringen kann.

Vorher kannte ich es nur durch zufällige Beobachtungen einer Gruppe während meiner gelegentlichen Spaziergänge durch den Grüneburgpark.

Ich beobachtete beim Vorbeigehen die gefühlt merkwürdigen Bewegungen der Gruppe mit einer Mischung aus Befremden und Faszination.

Und wann bieten Sie uns auch magnetische Unterlegematratzen und ähnliche Produkte an?
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » So 9. Feb 2014, 18:29

@Daylight?
Hast Du etwa doch wieder angefangen zu trinken?
:(
Vardarovic

Re: Tai Chi

Beitragvon Vardarovic » Sa 22. Feb 2014, 10:57

Mag sein daß ich nicht den Einblick habe, doch will ich die Frage trotzdem wagen: Wieso wird Tai Chi unter Philosophie diskutiert?
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Sa 22. Feb 2014, 11:17

Vardarovic » Samstag 22. Februar 2014, 10:57 hat geschrieben:Mag sein daß ich nicht den Einblick habe, doch will ich die Frage trotzdem wagen: Wieso wird Tai Chi unter Philosophie diskutiert?

Man kann sich darüber streiten, in welches Forum man einen solchen Thread stellt.
Das hängt vermutlich von der Einstellung und Motivation des Threaderstellers ab.
Vardarovic

Re: Tai Chi

Beitragvon Vardarovic » Sa 22. Feb 2014, 13:24

Herr Bert » Sa 22. Feb 2014, 11:17 hat geschrieben:
Vardarovic » Samstag 22. Februar 2014, 10:57 hat geschrieben:Mag sein daß ich nicht den Einblick habe, doch will ich die Frage trotzdem wagen: Wieso wird Tai Chi unter Philosophie diskutiert?

Man kann sich darüber streiten, in welches Forum man einen solchen Thread stellt.
Das hängt vermutlich von der Einstellung und Motivation des Threaderstellers ab.

Danke Dir vorerst.
Aber bitte, ich will versuchen es zu verstehen, was Tai Chi mit Philosophie zu tun habe, daher meine Frage zuvor.
Was hat denn Tai Chi mit Philosophie zu tun?

Daß der sich selbst nicht als Philosoph sehende Sokrates ein Meister des "Vorläufers" des Tai Chi, des Pankration (www.pankration.gr) gewesen ist, und dadurch während der Kriegsphase seinem General zweimal das Leben rettete, kann sicher nicht der Grund sein, daß man eine fernöstliche Gymnastik plötzlich als "Philosophie" vermarktet.

Das ist in etwa so, als hätte man seine eigene Physik, eigene Mathematik, eigene Grammatik, etc.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » Sa 22. Feb 2014, 16:53

Vardarovic » Samstag 22. Februar 2014, 13:24 hat geschrieben:
Herr Bert » Sa 22. Feb 2014, 11:17 hat geschrieben:Man kann sich darüber streiten, in welches Forum man einen solchen Thread stellt.
Das hängt vermutlich von der Einstellung und Motivation des Threaderstellers ab.

Danke Dir vorerst.
Aber bitte, ich will versuchen es zu verstehen, was Tai Chi mit Philosophie zu tun habe, daher meine Frage zuvor.
Was hat denn Tai Chi mit Philosophie zu tun?

Daß der sich selbst nicht als Philosoph sehende Sokrates ein Meister des "Vorläufers" des Tai Chi, des Pankration (http://www.pankration.gr) gewesen ist, und dadurch während der Kriegsphase seinem General zweimal das Leben rettete, kann sicher nicht der Grund sein, daß man eine fernöstliche Gymnastik plötzlich als "Philosophie" vermarktet.

Das ist in etwa so, als hätte man seine eigene Physik, eigene Mathematik, eigene Grammatik, etc.

Ich möchte in Ruhe darüber nachdenken, was ich Dir dazu schreibe.
Du bekommst noch eine Antwort.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » So 23. Feb 2014, 13:48

Vardarovic » Samstag 22. Februar 2014, 13:24 hat geschrieben:
Herr Bert » Sa 22. Feb 2014, 11:17 hat geschrieben:Man kann sich darüber streiten, in welches Forum man einen solchen Thread stellt.
Das hängt vermutlich von der Einstellung und Motivation des Threaderstellers ab.

Danke Dir vorerst.
Aber bitte, ich will versuchen es zu verstehen, was Tai Chi mit Philosophie zu tun habe, daher meine Frage zuvor.
Was hat denn Tai Chi mit Philosophie zu tun?

Daß der sich selbst nicht als Philosoph sehende Sokrates ein Meister des "Vorläufers" des Tai Chi, des Pankration (http://www.pankration.gr) gewesen ist, und dadurch während der Kriegsphase seinem General zweimal das Leben rettete, kann sicher nicht der Grund sein, daß man eine fernöstliche Gymnastik plötzlich als "Philosophie" vermarktet.

Das ist in etwa so, als hätte man seine eigene Physik, eigene Mathematik, eigene Grammatik, etc.

Ich bin Dir noch eine Antwort auf Deine Frage schuldig.
Ich weiß nicht, wie es andere erklären würden, die mit Tai Chi Erfahrungen haben. Ich tu es einfach einmal auf meine Weise, indem ich nicht den traditionellen Ansatz wähle und etwas über Kampfkunst usw. erzähle.
Ehrlich gesagt hätte ich noch nicht einmal gewusst, wie ich ein Unterforum bezeichnen würde, in das ich einen solches Thema einstelle. Ich habe das Philosophieforum gewählt, weil ich den entsprechenden Begriff unter den Auswahlmöglichkeiten noch am naheliegendsten empfand.
Es gibt verschiedene Herangehensweisen an Philosophie. Da gibt es die Klassiker, die modernen Philosophen usw., die man mit dem Begriff in Verbindung bringt. Dann gehören letzten Endes auch die Religionen als Teildisziplin dazu und mittelbar natürlich auch alle möglichen esoterischen Bereiche, unabhängig davon, ob man den Begriff Esoterik nun mit einem negativen Klang verbindet oder mit einem wohlwollenden.
Tai Chi gehört eigentlich zu keiner dieser Kategorien und doch ist's auch Philosophie. Es ist da nicht zwingend irgend jemand, der einem die Welt erklärt und man anschließend zustimmen und sich als Anhänger des ganzen bezeichnen kann oder nicht.
Die Bewegung geschieht hier umgekehrt, vom Subjekt zum Objekt, von innen nach außen.
Man bewegt sich anfangs eigentlich erst einmal auf einer rein körperlichen Ebene, sodass der Geist, der ja unbedingte Essenz allen Philosophischen ist, scheinbar keine Rolle spielt.
Man lernt anfangs, wie man beim Erlernen einer Sprache Vokabeln und Grammatik lernt, beim Tai Chi bestimmte körperliche Bewegungsabläufe, Figuren usw. und zwar solche, die einem bisher eher fremd sind. Man merkt erst im Laufe der Zeit, dass diese Bewegungsabläufe keine zufällig erfundenen sein können.
Wenn wir in ein Fitnessstudio gehen, dort bestimmte Bewegungen machen und damit bestimmte Muskelpartien trainieren, dann sind das trotzdem Bewegungen, die uns grundsätzlich nicht fremd sind.
Beim Tai Chi ist das ein wenig anders. Die Bewegungen und Abläufe, die man hier macht, muss man erst einmal grundsätzlich lernen, trainieren, verstehen und sie sind nicht unbedingt welche, die uns aus anderen Situationen absolut vertraut sind.
Du kennst bestimmt Sätze wie: "Sag mir, was Du isst und ich sage Dir, wer Du bist" oder "sag mir wie Du dies oder jenes tust, dann sag ich Dir ...."
Übertragen auf Tai Chi könnte man sagen: "Sage mir, wie Du Dich bewegst und ich sage Dir, wie Du denkst."
Bereits in der ersten Phase des eher körperlichen Trainierens von neuen Bewegungsabläufen stellt man irgendwie fest, dass sich das Bewusstsein anders ausrichtet und zwar merkwürdigerweise bei allen, die diesen Prozess durchlaufen, auf eine ähnliche Weise.
Das ist für uns westlich geprägte Menschen eine etwas ungewöhnliche Erfahrung. An diesem Punkt zeigt sich schon ein wesentlicher Unterschied zwischen unserer gewohnt eher individualistisch ausgerichteten westlichen Lebensform und der im asiatischen Raum eher kollektiv ausgerichteten Denkweise.
Da stellt man plötzlich folgendes fest: Man trifft sich in einer Gruppe mit meistens Menschen, die man bisher gar nicht kannte. Ein Lehrer erklärt eine Bewegungsfigur, macht sie vor und man versucht diese Bewegung nachzumachen.
Ein paar Tage später trifft man sich wieder und macht den nächsten Schritt. In der Zwischenzeit hat man, wenn man diszipliniert war, die vorher gezeigte Figur einige male geübt und kann sie nun ein wenig besser ausführen.
Und dann stellt man häufig etwas sehr merkwürdiges fest. Viele, die diese Figur tatsächlich trainierten, hatten in den Tagen ähnliche Gedanken, sie stellten sich ähnliche Fragen, beschäftigten sich mit ähnlichen Themen.
Und das sind nicht zwingend Themen, die man unmittelbar mit diesen Bewegungsabläufen in Verbindung bringen kann. Warum sollte ich mich mit einem bestimmten, eher geistigen Thema beschäftigen, nur weil ich meinen Körper auf eine bestimmte Weise bewege?
Ob ich Dir jetzt Deine Frage gut beantwortet habe, weiß ich nicht. Man könnte noch vieles andere, für Tai Chi klassisches dazu sagen. Aber, ich lass das jetzt mal.
Vielleicht aber bist Du jetzt genauso schlau wie vorher.
Vardarovic

Re: Tai Chi

Beitragvon Vardarovic » So 23. Feb 2014, 16:29

Herr Bert » So 23. Feb 2014, 13:48 hat geschrieben:
Vardarovic » Samstag 22. Februar 2014, 13:24 hat geschrieben:Danke Dir vorerst.
Aber bitte, ich will versuchen es zu verstehen, was Tai Chi mit Philosophie zu tun habe, daher meine Frage zuvor.
Was hat denn Tai Chi mit Philosophie zu tun?

Daß der sich selbst nicht als Philosoph sehende Sokrates ein Meister des "Vorläufers" des Tai Chi, des Pankration (http://www.pankration.gr) gewesen ist, und dadurch während der Kriegsphase seinem General zweimal das Leben rettete, kann sicher nicht der Grund sein, daß man eine fernöstliche Gymnastik plötzlich als "Philosophie" vermarktet.

Das ist in etwa so, als hätte man seine eigene Physik, eigene Mathematik, eigene Grammatik, etc.

Ich bin Dir noch eine Antwort auf Deine Frage schuldig.
Ich weiß nicht, wie es andere erklären würden, die mit Tai Chi Erfahrungen haben. Ich tu es einfach einmal auf meine Weise, indem ich nicht den traditionellen Ansatz wähle und etwas über Kampfkunst usw. erzähle.
Ehrlich gesagt hätte ich noch nicht einmal gewusst, wie ich ein Unterforum bezeichnen würde, in das ich einen solches Thema einstelle. Ich habe das Philosophieforum gewählt, weil ich den entsprechenden Begriff unter den Auswahlmöglichkeiten noch am naheliegendsten empfand.
Es gibt verschiedene Herangehensweisen an Philosophie. Da gibt es die Klassiker, die modernen Philosophen usw., die man mit dem Begriff in Verbindung bringt. Dann gehören letzten Endes auch die Religionen als Teildisziplin dazu und mittelbar natürlich auch alle möglichen esoterischen Bereiche, unabhängig davon, ob man den Begriff Esoterik nun mit einem negativen Klang verbindet oder mit einem wohlwollenden.
Tai Chi gehört eigentlich zu keiner dieser Kategorien und doch ist's auch Philosophie. Es ist da nicht zwingend irgend jemand, der einem die Welt erklärt und man anschließend zustimmen und sich als Anhänger des ganzen bezeichnen kann oder nicht.
Die Bewegung geschieht hier umgekehrt, vom Subjekt zum Objekt, von innen nach außen.
Man bewegt sich anfangs eigentlich erst einmal auf einer rein körperlichen Ebene, sodass der Geist, der ja unbedingte Essenz allen Philosophischen ist, scheinbar keine Rolle spielt.
Man lernt anfangs, wie man beim Erlernen einer Sprache Vokabeln und Grammatik lernt, beim Tai Chi bestimmte körperliche Bewegungsabläufe, Figuren usw. und zwar solche, die einem bisher eher fremd sind. Man merkt erst im Laufe der Zeit, dass diese Bewegungsabläufe keine zufällig erfundenen sein können.
Wenn wir in ein Fitnessstudio gehen, dort bestimmte Bewegungen machen und damit bestimmte Muskelpartien trainieren, dann sind das trotzdem Bewegungen, die uns grundsätzlich nicht fremd sind.
Beim Tai Chi ist das ein wenig anders. Die Bewegungen und Abläufe, die man hier macht, muss man erst einmal grundsätzlich lernen, trainieren, verstehen und sie sind nicht unbedingt welche, die uns aus anderen Situationen absolut vertraut sind.
Du kennst bestimmt Sätze wie: "Sag mir, was Du isst und ich sage Dir, wer Du bist" oder "sag mir wie Du dies oder jenes tust, dann sag ich Dir ...."
Übertragen auf Tai Chi könnte man sagen: "Sage mir, wie Du Dich bewegst und ich sage Dir, wie Du denkst."
Bereits in der ersten Phase des eher körperlichen Trainierens von neuen Bewegungsabläufen stellt man irgendwie fest, dass sich das Bewusstsein anders ausrichtet und zwar merkwürdigerweise bei allen, die diesen Prozess durchlaufen, auf eine ähnliche Weise.
Das ist für uns westlich geprägte Menschen eine etwas ungewöhnliche Erfahrung. An diesem Punkt zeigt sich schon ein wesentlicher Unterschied zwischen unserer gewohnt eher individualistisch ausgerichteten westlichen Lebensform und der im asiatischen Raum eher kollektiv ausgerichteten Denkweise.
Da stellt man plötzlich folgendes fest: Man trifft sich in einer Gruppe mit meistens Menschen, die man bisher gar nicht kannte. Ein Lehrer erklärt eine Bewegungsfigur, macht sie vor und man versucht diese Bewegung nachzumachen.
Ein paar Tage später trifft man sich wieder und macht den nächsten Schritt. In der Zwischenzeit hat man, wenn man diszipliniert war, die vorher gezeigte Figur einige male geübt und kann sie nun ein wenig besser ausführen.
Und dann stellt man häufig etwas sehr merkwürdiges fest. Viele, die diese Figur tatsächlich trainierten, hatten in den Tagen ähnliche Gedanken, sie stellten sich ähnliche Fragen, beschäftigten sich mit ähnlichen Themen.
Und das sind nicht zwingend Themen, die man unmittelbar mit diesen Bewegungsabläufen in Verbindung bringen kann. Warum sollte ich mich mit einem bestimmten, eher geistigen Thema beschäftigen, nur weil ich meinen Körper auf eine bestimmte Weise bewege?
Ob ich Dir jetzt Deine Frage gut beantwortet habe, weiß ich nicht. Man könnte noch vieles andere, für Tai Chi klassisches dazu sagen. Aber, ich lass das jetzt mal.
Vielleicht aber bist Du jetzt genauso schlau wie vorher.

Hmmm, ich frage mich inzwischen, ob Du Dir im Klaren darüber bist, was der Grieche unter Philosophie versteht.
Sicher nicht das, was Nichtgriechen landläufig unter Menschenverblödung alias Religion oder Esoterik verstehen.
Selbst der Begriff "Esoterik" kommt aus dem Griechischen und klingt nicht nach "Philosophie".
Und sicher auch nicht das, was der Grieche unter Gymnastik versteht.

Nachtrag:
Dir sollte klar sein, daß die griechische Sprache keine Überschneidungen kennt, wie sie die heutige Wischi-Waschi-Mentalität der Sprachunfähigen und Analphabeten gerne hervorhebt, um sich hervorzutun. Ein Grieche würde in solchen Menschen die Bildungslosigkeit in Persona sehen.
Zuletzt geändert von Vardarovic am So 23. Feb 2014, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tai Chi

Beitragvon Herr Bert » So 23. Feb 2014, 19:00

Vardarovic » Sonntag 23. Februar 2014, 16:29 hat geschrieben:Hmmm, ich frage mich inzwischen, ob Du Dir im Klaren darüber bist, was der Grieche unter Philosophie versteht.
Sicher nicht das, was Nichtgriechen landläufig unter Menschenverblödung alias Religion oder Esoterik verstehen.
Selbst der Begriff "Esoterik" kommt aus dem Griechischen und klingt nicht nach "Philosophie".
Und sicher auch nicht das, was der Grieche unter Gymnastik versteht.

Nachtrag:
Dir sollte klar sein, daß die griechische Sprache keine Überschneidungen kennt, wie sie die heutige Wischi-Waschi-Mentalität der Sprachunfähigen und Analphabeten gerne hervorhebt, um sich hervorzutun. Ein Grieche würde in solchen Menschen die Bildungslosigkeit in Persona sehen.

Ich habe mir Mühe gemacht, Dir nicht allzu billig mit einem Satz zu antworten.
Deine Reaktion darauf finde ich ein wenig seltsam.
Bei mir bleibt das Gefühl zurück,
ich hätte Perlen vor die Säue geworfen.


P.S.: Ich habe übrigens Philosophie studiert.
Die Griechen kenne ich schon ganz gut.
Und auch ein bisschen Moderne.

Was wolltest Du mit Deiner Frage in Wirklichkeit bezwecken?

:?:
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Satori
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Re: Tai Chi

Beitragvon Satori » So 23. Feb 2014, 19:51

Herr Bert » So 23. Feb 2014, 19:00 hat geschrieben:Ich habe mir Mühe gemacht, Dir nicht allzu billig mit einem Satz zu antworten.
Deine Reaktion darauf finde ich ein wenig seltsam.
Bei mir bleibt das Gefühl zurück,
ich hätte Perlen vor die Säue geworfen.


Dem würde ich beistimmen. ;)

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Peter Scholl-Latour: "Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung."

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