Das Hause al-Saud, Trump und die militärische Nutzung von Atomtechnologie?

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King Kong 2006
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Das Hause al-Saud, Trump und die militärische Nutzung von Atomtechnologie?

Beitragvon King Kong 2006 » So 25. Nov 2018, 00:03

Verhilft Trump Saudi-Arabien zur Atombombe?

Trotz der Ermordung des Bloggers Jamal Kashoggi verspricht US-Präsident Donald Trump den Saudis weiter beste Geschäfte. Zunehmende Sorge bereitet ein geplanter Nukleardeal.


Laut dem Bericht habe bin Salman mit den USA über den Kauf von Plänen für den Bau von Atomkraftwerken verhandelt.


Es gibt einige Staaten in der islamischen Welt (um diese Schnittmenge zu nennen), die Reaktoren in Operation haben oder im Bau. Algerien, Bangladesch, Indonesien, Emirate, Libyen, Ägypten, Türkei, Iran und Pakistan. Das was die saudischen Pläne so besonders machen ist folgendes, einmaliges (neben der Atomacht Pakistan, die offenbar den Saudis eine nukleare Teilhabe verschafft haben):

Zudem hätte die saudische Verhandlungsseite klar gemacht, dass man keine Vereinbarung unterschreiben werde, die UN-Inspektoren Zugang zu dem Nuklearprojekt geben würde.


So etwas gilt im Regelfall für Staaten mit militärischer Nutzung von Nukleartechnologie.

"Es ist eine Sache, ihnen Flugzeuge zu verkaufen, aber etwas Anderes, ihnen Atomraketen zu verkaufen oder die Fähigkeit, diese zu bauen", sagt der demokratische Außenpolitiker Brad Sherman. Mit Blick auf den Kashoggi-Mord in der saudischen Botschaft in Istanbul sagt Sherman: "Einem Land, dem man nicht mit einer Knochensäge trauen kann, kann man nicht mit Atomwaffen trauen."

https://www.stern.de/wirtschaft/news/ge ... 62440.html


Zur nuklearen Teilhabe der Saudis am pakistanischen Atomwaffenprogramm seit 1974.

It is widely believed that Saudi Arabia has been a major financier of Pakistan's own integrated atomic bomb project since 1974, a programme founded by former prime minister Zulfikar Ali Bhutto.[7][8] In the 1980s, Chief Martial Law Administrator and President General Zia-ul-Haq paid a state visit to Saudi Arabia where he unofficially told the King that: "Our achievements are yours".[7] This cooperation was allegedly furthered by socialist prime minister Benazir Bhutto in 1995. In 1998, the conservative Prime minister Nawaz Sharif informed Saudi Arabia confidentially before ordering the nuclear tests (see Chagai-I and Chagai-II) in the Weapon-testing labs-III (WTL) located in the Chagai remote site in Balochistan Province of Pakistan.[7] In June 1998, the Prime Minister paid a farewell visit to King Fahd and publicly thanked the Saudi government for supporting the country after the tests.[7] Shortly thereafter, Saudi Minister of Defense Prince Sultan went with Prime Minister Sharif on a tour of a classified institute, the Kahuta Research Laboratories (KRL), where leading scientist Abdul Qadeer Khan briefed the Prince and Prime Minister Sharif on nuclear physics and sensitive issues involving nuclear explosive devices.[7]


In March 2006, the German magazine Cicero reported that Saudi Arabia had, since 2003, received assistance from Pakistan to acquire nuclear missiles and warheads. Satellite photos allegedly reveal an underground city with nuclear silos containing Ghauri rockets in Al-Sulaiyil, south of the capital Riyadh.[10]

https://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_p ... udi_Arabia


Saudi nuclear weapons 'on order' from Pakistan

Saudi Arabia has invested in Pakistani nuclear weapons projects, and believes it could obtain atomic bombs at will, a variety of sources have told BBC Newsnight.

https://www.bbc.com/news/world-middle-east-24823846




Saudi-Arabien wird damit der theoretische Zugriff auf pakistanische Atomwaffen und deren Trägersysteme zugesprochen. Raketen mit bis zu 5000 km Reichweite sind bereits in Saudi-Arabien. Das saudische Interesse und Engagement mit Pakistan geht bis in die frühen Siebziger zurück.

Im Rahmen der neuen regionalen Ansprüche des Hauses al-Saud, siehe z.B. im Jemen oder Unterstützung diverser Gruppen im Irak und Syrien, manifestiert durch Prince MBS will Saudi-Arabien 16 AKWs bauen. An sich nichts verbotenes. Allerdings soll die Atomindustrie keinerlei Inspektoren befürchten müssen. Neben den saudisch-pakistianischen Massenvernichtungswaffen gewährt Trump, beraten von seinem persönlichen Nahostexperten, Schwiegersohn Kushner, auch die Produktion von Atomwaffen auf dem Boden der arabischen Halbinsel?

Die wie auch immer gearteten Beziehungen zwischen der Trump-Familie und der al-Saud Dynastie könnte in dieser Frage auf eine harte Belastungsprobe gestellt werden. Das US House intelligence committee hat angekündigt zu untersuchen, wie die Verpflechtungen der Trumps und der al-Sauds im Detail sind. Es wird befürchtet, das es sich nicht mehr im Interesse der USA gestaltet, was Trump verfolgt.

Incoming intelligence committee head Adam Schiff plans ‘deep dive’ into US-Saudi Arabia ties, report says

“There are a whole set of potential financial conflicts of interest and emoluments problems that Congress will need to get to the bottom of,” Schiff said. “If foreign investment in the Trump businesses is guiding US policy in a way that’s antithetical to the country’s interests, we need to find out.“

https://www.theguardian.com/us-news/201 ... -khashoggi


Wie im Falle "des modernsten arabischen Staates" Irak unter Saddam Hussein könnte es eines Tages sehr "teuer" werden das wieder zu "dekonstruieren".

Gegen Atomtechnologie ist nichts einzuwenden. Aber ohne Kontrollmechanismen? Was steckt dahinter?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

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