Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

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Cobra9
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Cobra9 » Sa 21. Sep 2019, 18:31

ET

1.
Man könnte das Dach beladen, wenn es darum geht einen Schaden von sagen wir 300 Mio am Tag zu vermeiden?

Du hattest schon zugestanden, dass man mit Patriots Drohnen abschießen kann. Der Fiesta war dein Beispiel für dieses Thema ;)


Kannst Du nicht. Ein Klavier wiegt gute 300 Kilo. Das würde Dir das Dach eindrücken teilweise. Und viel Spaß was die Cops machen. Wenn es um 300 Millionen am Tag geht bestellt man einen Spediteur.


Nur mal so um die Realität reinzubringen. Selbst mit Dachträger hast Du 40Kilo Last nur.



Nachdem ich auch dieses Thule Trägersystem mal begutachtet habe bin ich ja richtig erschrocken.... da sind nur 40 Kg Dachlast zulässig! :verdutzt:

https://www.ford-forum.de/threads/dachg ... 878/page-2


Also brauchen wir nicht weitereden. Ist nicht realistisch möglich.

Ich sage nicht das es unter günstigen Bedingungen möglich ist mit einer Patriot eine Drohne runterzuholen. Aber die Wahrscheinlichkeit das erfolgreich mit den Patriots der Saudis zu tun liegt bei maximal 40% unter günstigen Bedingungen.

Je kleiner die Drohne desto problematischer. Ein wesentlich besseres System wäre das Bamse Air Defence Missile System.

https://www.army-technology.com/projects/bamse/


Das wäre auch gegen kleine Ziele konzipiert. Saudi-Arabien hat mittlerweile eine größere Anzahl von Systemen eingekauft. Details sind aber unter Verschluss.

Aber da keine Patriot in Reichweite aufgestellt waren ist es witzlos über ein Versagen der Systeme zu spekulieren. Versagt haben die Saudis ganz klar.

Die Punkte warum hab Ich erwähnt mehrfach.







btw. nun sollen ja auch Marschflugköper dabei gewesen sein.
Ich hatte deine Antwort auf meine Frage diesbezüglich nicht mitbekommen, was das in Hinblick auf die Patriots bedeutet, die du ja so leidenschaftlich verteidigst. ;)


Ich verteidige lediglich Systeme dagegen falsch bewertet zu werden. Wenn ein System falsch aufgestellt wird bsp. außerhalb der Reichweite oder gegen Bedrohungen aufgeboten wird gegen die es nicht geplant, konzipiert wurde ist nicht das System schlecht sondern der Benutzer hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Saudi-Arabien hat kein vernetztes System mit verschiedenen Systemen aufgebaut die verschiedene Möglichkeiten bieten was Reichweite, Ziele usw. angeht.

Patriots sind ein solides System für mittlere Flugabwehr.
Gegen die eingeplanten Ziele auch Recht effektiv. Wenn man Sie richtig einsetzt kann das System seine Aufgabe erledigen.

Nicht mehr oder weniger. Eine S400 ist sogar ein besseres System in meinen Augen. Aber hätte auch nichts ausgerichtet bei den gemachten Fehlern.

Russland selbst sichert mobile Batterien grundsätzlich nochmal mit Nahbereichabwehr. Dito Usa.

2.
Da muss ich dir Recht geben.
Die USA bilden nicht die Bevökerung, sondern nur viele Saudische Militärs seit nunmehr mehr als 70 Jahren regelmäßig aus.


Die Usa bilden die Streitkräfte von Saudi-Arabien so aus wie das Königshaus es wünscht. Die Streitkräfte von Saudi-Arabien sind durchaus fähig einen Konflikt klassisch mit den iranischen Streitkräften zu gewinnen.

Aber asymmetrische Kriegsführung wird erst seit 3 Jahren trainiert. Und es werden im Jahr nur rund 6.000-7.000 Soldaten trainiert. Dazu müsste das Königshaus viel mehr Flexibilität zeigen.

Neues Konzept. Angepasst einkaufen usw. müsste man einführen.

Ich sage das Grundproblem liegt beim Prinz/ König. Und fähige Offiziere die eine militärische Entscheidung mit Kritik belegen werden schnell entsorgt.

3.
Also wenn ich dir belege, dass die USA auch in Sachen saudische Flugabwehr tätig waren, erkennst du an, dass es angesichts der 0-reaktion keine gute Ausbildungsleistung ist?

Ich habe geschrieben "allein schon, weil sie für die Schulung des Militärs ebenfalls seit Jahrzehnten Milliarden einstreichen. "
Du schriebest: "Aber gut bitte bring Belege dafür das die USA oder die US Streitrkräfte seit Jahrzehnten in Millardenhöhe diverse Zahlungen erhalten haben alleine für die Schulung der Saudis. "
Von Luftabwehr war nirgends die Rede. ;)
insofern hast du wieder ein schönes Nebenschaufenster eröffnet und ich muss mitnichten irgendwas belegen, was ich nicht behauptet haben.
Das sollte sogar dir klar sein. Aber war ein netter Versuch.



Was bringt das Training das sich hauptsächlich den Landstreitkräften,Luftwaffe , Nationalgarde widmet um Sie für Kämpfe fitzumachen der Flugabwehr ?

Eine Brigarde gepanzert der Saudis vernascht iranische Einheiten in Minuten in einem normalen Konflikt. Auch SHORAD beherrscht man in dem Zusammenhang. Aber das ist nicht was die Flugabwehr weiterbringt in der Fläche. Was bringt es wenn Du Landstreitkräfte, Objektschutz usw. drillst in dem Fall.


Was trainiert wurde beherrscht die Truppe auch.

Die Usa haben vergleichsweise wenig Personal der Flugabwehr trainiert was ich finden konnte. Das waren meistens aber Mannschaften zur Bedingung. Saudi-Arabien hat wenig Offiziere geschickt und wenn der jeweilige Prinz was beschlossen hat ist es Gesetz.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ja und die haben wohl das Training das ein oder andere Mal mitgebucht. Oder muss ich dir für diese Trivialität nun auch einen Beleg liefern und bist du "Experte" genug, dass auch ohne anzuerkennen.



Jup Wartung, Anwendung. Glaub ich dir. Aber mehr nicht in der Regel.

Was zusätzlich private Anbieter gemacht haben ist unbekannt. Ich weiß das klassisch der Objektschutz und Terrorabwehr von Anlagen gut ist.

Was Du einbeziehen solltest ist das global noch keine Antwort auf Drohnen gefunden wurde zumindest in staatlichen Stellen größtenteils. Siehe Flughäfen, Kraftwerke usw.

Frankfurt ist für Drohnen anfällig.
4.
Und wo wir so schön am belegen sind. Kannst du für die Behauptungen bitte Belege bringen.

Und trotzdem gilt:
Wenn ich eine Schule sehe, aus der zu viele Pfeifen rauskommen, dann hat das mit Sicherheit auch mit den Lehrern zu tun. Und auch diese Lehrer werden sagen, dass das natürlich an den ganzen Schülern liegt... ;)



Du es wird trainiert was der Partner möchte und Grundlage ist. Du hast doch gesehen das Training ist nicht auf Flugabwehr ausgerichtet sondern klassisch Landkampf , Objektschutz.

Klassischer Terrorismus ist sehr selten geworden im Königreich. So schlecht ist man nicht. Ich würde Saudi-Arabien raten Flexibilität zu zeigen und nicht überall einen Putsch zu sehen :)


Die Lehrer sagen seit 15 Jahren das Reformen nötig sind, mehr Training in der Fläche. Auch Contractor sagen das schon ewig.

Es gab nach 3 Jahren einen minimalen Versuch. Elitekräfte der Nationalgarde wurden auf Us Rat im Jemen eingesetzt. Die hatten in 3 Monaten mehr Erfolg als die Söldner in 3 Jahren.


Quellen zum Training siehe Websites wie Du doch selbst hast.

5.
Weil das Angriffsgerät durch weite Teile Syriens geflogen ist, wie du auch weißt
Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Gerät durch Gebiete flog, die via Luftabwehr geschützt waren, liegt bei 100%.
Da du so ein Experte bist, wirst du das auch wissen. ;)



Quatsch. Kein Staat hat die Kapazitäten 100% abzudecken und Russland schützt mit eigenen Systemen nur seine direkten wichtigen Stützpunkte.

Die syrische Flugabwehr ist sehr dünn geworden und hat kein vergleichbares Gerät wie Russland. Dito Iran. Deshalb sind Angriffe durchaus möglich und beispielsweise Israel ist in Lage unter vergleichsweise geringen Verlusten jederzeit Angriffe auszuführen.


Der Grund warum Russland und Israel sich gegenseitig zurückhalten ist der Stand der gegenseitigen Beziehungen. Keine Seite möchte tote Soldaten haben.


Saudi-Arabien ist auch nicht in der Lage fen Luftraum wirklich komplett zu sichern. Die Usa werden jetzt unterstützen. Aber 100% Sicherheit'gibt's nicht.



Die Systeme sind falsch aufgestellt worden. Ds kann nicht das System was dazu oder die Mannschaft.

Fehler haben die Verantwortlichen gemacht. Das hat zu dem Ereignis in Saudi-Arabien geführt. Aber selbst eine S400 Batterie vor Ort hätte nicht viel bewirkt. Oder eine Patriot.
Zuletzt geändert von Cobra9 am So 22. Sep 2019, 11:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Quatschki » Sa 21. Sep 2019, 19:59

Arabische Streitkräfte erhalten von westlicher Seite immer nur so viel Ausbildung, dass die Israelische Überlegenheit dadurch nicht gefährdet wird.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Cobra9 » So 22. Sep 2019, 11:37

Quatschki hat geschrieben:(21 Sep 2019, 19:59)

Arabische Streitkräfte erhalten von westlicher Seite immer nur so viel Ausbildung, dass die Israelische Überlegenheit dadurch nicht gefährdet wird.



Das ist doch Blödsinn. Saudi-Arabien, VAE usw. können ihre Soldaten überall global ausbilden lassen oder Training ins Land holen. Viele Staaten machen das gerne . Aber man kann nur eine Empfehlung aussprechen was generell trainiert werden soll. Entscheidungen trifft der jeweilige Staat.


Ich nenn Dir ein Beispiel. Saudi-Arabien lässt gegen asymmetrische Kriegsführung eigentlich nur seine Nationalgarde trainieren. Die eigentlichen Streitkräfte kaum. Frankreich, Großbritannien, Usa haben das mehrfach in den letzten Jahren kritisiert.

Aber das Königshaus wünscht sich nicht das die Streitkräfte die Taktik der Nationalgarde drauf haben. Die Nationalgarde ist die Leibwache. Diverse Staaten predigen seit Jahren Reformen der Streitkräfte inklusive Wechsel der Struktur im Kommando an.

Ein Grundproblem der Saudis. Die VAE sind wesentlich besser organisiert genauso wie Ägypten, Jordanien.


Das die IDF so viel besser trainiert,organisiert ist liegt darin das Sie das zum Überleben gebraucht hat. Das war immer ihre grundsätzliche Stärke
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon imp » So 22. Sep 2019, 14:37

Quatschki hat geschrieben:(21 Sep 2019, 19:59)

Arabische Streitkräfte erhalten von westlicher Seite immer nur so viel Ausbildung, dass die Israelische Überlegenheit dadurch nicht gefährdet wird.

Ist das so? Die verschiedenen Laender koennten selbst ausbilden oder bei anderen Laendern Ausbilder bekommen. Darauf kann die Sicherheit eines Landes nicht bauen.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Quatschki » So 22. Sep 2019, 17:02

imp hat geschrieben:(22 Sep 2019, 14:37)

Ist das so? Die verschiedenen Laender koennten selbst ausbilden oder bei anderen Laendern Ausbilder bekommen. Darauf kann die Sicherheit eines Landes nicht bauen.

Hinzu kommt, dass die Exportversionen der meisten Waffensysteme abgespeckt sind im Vergleich zu dem, was Amerikaner und Russen selbst nutzen. Ich weiß nicht, wie das bei bundesdeutschen Waffenexporten ist? Wahrscheinlich umgekehrt?

Und es gibt sicher auch mentalitätsmäßig Unterschiede, die dazu führen, dass arabische Armeen jedenfalls bislang als nicht besonders schlagkräftig galten.
Man erinnert sich vielleicht, wie fünf Jahren zehntausende Soldaten der von den Amerikanern ausgebildete irakischen Streitkräfte vor gut 1000 IISIS-Kämpfern ausgerissen sind und denen auch noch einen Großteil der modernen, von USA gelieferten Waffen unzerstört überlassen haben.
Ob die saudischen Wohlstandssöhnchen, die gern vor ihren schicken teuren Waffen posieren, in einem harten Kampf auf Leben und Tod standhalten können, erscheint mir sehr zweifelhaft.
Zuletzt geändert von Quatschki am So 22. Sep 2019, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Cobra9 » So 22. Sep 2019, 17:08

Quatschki hat geschrieben:(22 Sep 2019, 17:02)

Hinzu kommt, dass die Exportversionen der meisten Waffensysteme abgespeckt sind im Vergleich zu dem, was Amerikaner und Russen selbst nutzen. Ich weiß nicht, wie das bei bundesdeutschen Waffenexporten ist? Wahrscheinlich umgekehrt?
Und es gibt sicher auch mentalitätsmäßig Unterschiede, die dazu führen, dass arabische Armeen jedenfalls bislang als nicht besonders schlagkräftig galten.



Welche Waffen die Saudi-Arabien oder ein anderes Land in den Usa gekauft haben waren abgespeckt ?
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon imp » So 22. Sep 2019, 18:04

Quatschki hat geschrieben:(22 Sep 2019, 17:02)

Hinzu kommt, dass die Exportversionen der meisten Waffensysteme abgespeckt sind im Vergleich zu dem, was Amerikaner und Russen selbst nutzen. Ich weiß nicht, wie das bei bundesdeutschen Waffenexporten ist? Wahrscheinlich umgekehrt?
Und es gibt sicher auch mentalitätsmäßig Unterschiede, die dazu führen, dass arabische Armeen jedenfalls bislang als nicht besonders schlagkräftig galten.

Man bewertet gern nach den Kriegen, die vorbei sind. Damit ist Deutschland schon so manches mal schlecht gefahren.

Was die deutsche Ruestung angeht, die lebt von konservativen Updates auf Designs der 60er bis 80er. Ruestung ist einfach schweineteuer geworden. Der logistische Fussabdruck eines M1-Panzers oder eines F22-Jaegers ist irrsinnig. Der Leopard 2 wird in verschiedenen Varianten seit Ende der 70er gebaut und modernisiert. Diverse gepanzerte andere Fahrzeuge wie etwa der Kodiak basieren auf derselben alten Plattform. In den Export gingen teilweise modernisierte Altfahrzeuge der Bundeswehr, teilweise spezielle Exportversionen. Finnland hat zuletzt Fahrzeuge bekommen, die weitgehend dem deutschen aktuellen Stand entsprochen haben sollen. Die Griechen haben angeblich die "modernsten" Leo2 erhalten. Inwieweit Ausstattung gegenueber der deutschen Version fehlt, kann ich nicht sagen. Ueberhaupt werden Leopard 2 nicht nur der Bundeswehr sondern auch anderer Erstbesitzer oefter mal weiter verkauft und stechen damit die Konkurrenz durch fabrikneue "neueste" Modelle aus - wie gesagt, Ruestung ist schweineteuer. Der franzoesische Leclerc ist etwas juenger und sollte der Leopard-2-Generation ueberlegen sein. Der US-Champion M1 wurde mitte der 70er entwickelt. Die Mehrzahl der exportierte russischen Designs geht noch auf Grundlagen der 70er und 80er zurueck, auf die Sowjetunion. Die neue Panzerplatzform Armata, auf der der angeblich der beste Panzer der Welt derzeit, T-14, basiert, ist bisher in geringen Stueckzahlen produziert und gilt als prohibitiv teuer. Dasselbe gilt fuer den derzeit weltbesten Jaeger F-22. Der ist so teuer, dass fuer den Luftwaffen-Alltag ein wesentlich schwaecheres Flugzeug F-35 entwickelt wurde, das vorrangig nicht zu viel kosten sollte. Die F-35 gilt als prinzipiell konkurrenzfaehig mit allen auszerhalb der USA verfuegbaren Flugzeugen. Die Tuerkei will sich derzeit an einem neuen russischen Flugzeugprojekt beteiligen, das voraussichtlich der F-35 ueberlegen sein soll, nicht jedoch der F-22. Es ist einfach zu teuer.

Bemannte Kettenpanzer und Jagdflugzeuge gelten zunehmend als teure technologische Sackgasse. Sie sind momentan noch unverzichtbar, werden aber absehbar den Weg des Ritters gehen - teuer und im Wettrennen gegenueber modernen Bedrohungen immer mehr dem Aussterben geweiht. Die wenigsten Staaten in der Welt streben noch an, "das beste Modell" einzukaufen oder zu entwickeln. Wie man am Jemen-Beispiel sieht, gibt es wichtigeres, wofuer man Geld ausgeben koennte.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Kohlhaas » So 22. Sep 2019, 18:35

Cobra9 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 17:08)

Welche Waffen die Saudi-Arabien oder ein anderes Land in den Usa gekauft haben waren abgespeckt ?

Russland zumindest produziert Exportversionen seiner Waffensysteme. Deutschland liefert in der Regel auch nicht exakt die gleichen Modelle aus, die bei der Bundeswehr im Einsatz sind. Das mag natürlich auch daran liegen, dass Abnehmerländer eigene Anforderungen formulieren oder (z.B. im Falle von U-Booten) die Systeme selbst ausrüsten wollen. Wundern würde es mich aber nicht, wenn die Herstellerländer bestimmte Technologien als geheim einstufen und entweder gar nicht exportieren oder nur an vertrauenswürdige Verbündete. Soweit ich informiert bin, geben die USA zum Beispiel die F-22 nicht an andere Länder ab.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon sünnerklaas » So 22. Sep 2019, 20:18

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Sep 2019, 17:16)

Die neuste Drohung aus dem Iran - nach Zarifs "umfassendem Krieg" spricht nun IRGC-Chef Salami von einem "Krieg ohne Grenzen".

https://rp-online.de/politik/ausland/es ... d-45991997

Man nähert sich rhetorisch dem Begriff vom Totalen Krieg stark an.


Reines Gerede ohne Substanz. Vermutlich innenpolitisch motiviert.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon DarkLightbringer » So 22. Sep 2019, 20:25

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:18)

Reines Gerede ohne Substanz. Vermutlich innenpolitisch motiviert.

Es gibt Berichte über Truppenbewegungen im Irak und Waffen haben sie ja mehr als genug.
Wer vom totalen Krieg spricht, ist suspekt. Mindestens.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Orbiter1 » So 22. Sep 2019, 20:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:25)

Wer vom totalen Krieg spricht, ist suspekt. Mindestens.
Dann sind sie suspekt, mindestens. Denn der einzige der vom totalen Krieg spricht sind sie. Wenn sie den Unterschied zwischen einem Krieg, der nicht nur auf einen Staat beschränkt sein wird (d. h. der "umfassende Krieg" bzw "der Krieg ohne Grenzen") und einem "totalen Krieg" nicht kennen, sollten sie mal Nachhilfeunterricht nehmen.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon imp » So 22. Sep 2019, 21:11

Cobra9 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 17:08)

Welche Waffen die Saudi-Arabien oder ein anderes Land in den Usa gekauft haben waren abgespeckt ?

Der F15S fehlen einige Radarfunktionen der US-Version.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon DarkLightbringer » So 22. Sep 2019, 21:33

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:59)

Dann sind sie suspekt, mindestens. Denn der einzige der vom totalen Krieg spricht sind sie. Wenn sie den Unterschied zwischen einem Krieg, der nicht nur auf einen Staat beschränkt sein wird (d. h. der "umfassende Krieg" bzw "der Krieg ohne Grenzen") und einem "totalen Krieg" nicht kennen, sollten sie mal Nachhilfeunterricht nehmen.

Das sind jetzt aber semantische Spielchen. Natürlich meinen die Mullahs einen absoluten und ungemäßigten Krieg, umfassend und grenzüberschreitend, unter Einsatz aller Ressourcen.
Und da sie schon seit Jahrzehnten in diesem Geschäft sind, wissen sie auch, was sie meinen und wovon sie sprechen.

Wer da - rhetorisch - mitgehen möchte, kann es ja tun. Die Antwort ist dann ein frenetisches "Ja!" und die Frage dazu lautet "Wollt ihr den totalen Krieg?".
Man hat es mit Fanatikern zu tun, so ist das nunmal.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon sünnerklaas » So 22. Sep 2019, 22:02

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:25)

Es gibt Berichte über Truppenbewegungen im Irak und Waffen haben sie ja mehr als genug.
Wer vom totalen Krieg spricht, ist suspekt. Mindestens.


Da braucht man keinen totalen Krieg zu führen. Es reicht aus, im Zweifelsfall dafür zu sorgen, dass 30% des Ölbedarfs beim Kunden nicht ankommt. Um dafür zu sorgen, braucht man nicht einmal tausende, zehntausende oder hunderttausende oder gar Millionen Menschen durch Militärschläge umbringen. Einfach nur dafür zu sorgen, dass der Ölfluss nachhaltig und auf längere Sicht unterbrochen sind.
Bei den Verbündeten, also bei Putin und Maduro können die Trump-USA ja kein Öl kaufen - sie sie würden ihr Gesicht verlieren und müssten als Bittstellen auftreten.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Alexyessin » So 22. Sep 2019, 22:23

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:59)

Dann sind sie suspekt, mindestens. Denn der einzige der vom totalen Krieg spricht sind sie. Wenn sie den Unterschied zwischen einem Krieg, der nicht nur auf einen Staat beschränkt sein wird (d. h. der "umfassende Krieg" bzw "der Krieg ohne Grenzen") und einem "totalen Krieg" nicht kennen, sollten sie mal Nachhilfeunterricht nehmen.


Das natürlich der Begriff "Totaler Krieg" erstens negativ besetzt ist ( Goebbels-Rede im Sportpalast ) und auch sachlich falsch ist, ist dir bei deinen Nachhilfestunden nicht aufgefallen.
Es gibt eben keine totale Mobilmachung inkl. Kriegswirtschaft bei "Krieg ohne Grenzen" bzw. "umfassender Krieg" - was aber genau der entscheidende Punkt bei "totaler Krieg" wäre.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 22. Sep 2019, 23:37

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Sep 2019, 22:02)

Bei den Verbündeten, also bei Putin und Maduro können die Trump-USA ja kein Öl kaufen - sie sie würden ihr Gesicht verlieren und müssten als Bittstellen auftreten.

Müssten sie, die USA, auch gar nicht. Zeitweise hatten die USA als größter Erdölproduzent weltweit sogar SA abgelöst bzw. überholt.

Edit EW: gekürzt, zwei Zeilen müssen genügen.
Zuletzt geändert von Eulenwoelfchen am Do 26. Sep 2019, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Kohlhaas » Mo 23. Sep 2019, 00:42

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 20:59)

Dann sind sie suspekt, mindestens. Denn der einzige der vom totalen Krieg spricht sind sie. Wenn sie den Unterschied zwischen einem Krieg, der nicht nur auf einen Staat beschränkt sein wird (d. h. der "umfassende Krieg" bzw "der Krieg ohne Grenzen") und einem "totalen Krieg" nicht kennen, sollten sie mal Nachhilfeunterricht nehmen.

"Totaler Krieg" meint nach allgemeinem Verständnis "völlige Vernichtung". Könnte das vielleicht in etwa dem entsprechen, was ein gewisser Fanatiker in Teheran meinte, als er erklärte, von Israel werde nur noch Staub übrigbleiben?

Dass das alles hohles Gerede ist, versteht sich von selbst. Aber geäußert wurden solche Sachen nunmal.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 23. Sep 2019, 00:50

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Sep 2019, 22:02)

Da braucht man keinen totalen Krieg zu führen. Es reicht aus, im Zweifelsfall dafür zu sorgen, dass 30% des Ölbedarfs beim Kunden nicht ankommt. Um dafür zu sorgen, braucht man nicht einmal tausende, zehntausende oder hunderttausende oder gar Millionen Menschen durch Militärschläge umbringen. Einfach nur dafür zu sorgen, dass der Ölfluss nachhaltig und auf längere Sicht unterbrochen sind.
Bei den Verbündeten, also bei Putin und Maduro können die Trump-USA ja kein Öl kaufen - sie sie würden ihr Gesicht verlieren und müssten als Bittstellen auftreten.

Die USA benötigt kaum noch Öl von dort. Im asiatischen Raum sieht das schon anders aus, es würde in dem Sinn die Weltwirtschaft treffen.
Allerdings würde man ja im gesetzten Fall nicht einfach nur zusehen.

Die Herrschaften haben viele Raketen und Milizen unter Kontrolle und wenig Skrupel. Und bisher setzten sie immer auf maximalen Gegendruck. Würden sie also nicht ernst machen, wären sie praktisch schon am Ende. Man sollte jedenfalls darauf vorbereitet sein, dass die Befehle aus dem Führerbunker tatsächlich "allumfassend" und grenzüberschreitend sein könnten.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 23. Sep 2019, 08:40

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Sep 2019, 23:37)

Vor allem für Europa, allen voran D, wäre es problematisch, wenn der Ölfluß aus dem arabischen Raum stark behindert oder sogar verhindert würde.

Deutschland bezieht kaum Öl aus dem arabischen Raum, sondern von Norwegen und Russland. Ein Krieg dem Iran würde die gesamte Weltwirtschaft treffen, weil Öl - auch durch iranische Angriffe auf die Ölproduktion und den Öltransport - sprunghaft teurer werden würde.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Jemen|USA & England unterstützen Saudi-Arabiens Intervention

Beitragvon Everythingchanges » Mo 23. Sep 2019, 10:43

sünnerklaas hat geschrieben:(22 Sep 2019, 22:02)

Da braucht man keinen totalen Krieg zu führen. Es reicht aus, im Zweifelsfall dafür zu sorgen, dass 30% des Ölbedarfs beim Kunden nicht ankommt. Um dafür zu sorgen, braucht man nicht einmal tausende, zehntausende oder hunderttausende oder gar Millionen Menschen durch Militärschläge umbringen. Einfach nur dafür zu sorgen, dass der Ölfluss nachhaltig und auf längere Sicht unterbrochen sind.
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Russland profitiert ungemein von den Problemen in Venezuela und auch anderswo, weil es Ausfälle kompensiert.

Das hängt damit zusammen, dass viele Erdölraffinerien das relativ leichte Öl der USA aus divesersen Quellen gar nicht verarbeiten können, sondern eher auf das "schwere" Öl aus zb. Venezuela spezialisiert sind.
Diese Lücke konnte Russland zum Teil füllen, da es selber recht schweres Öl im Angebot hat (bzw. zur Not eben das aus Venezuela umdeklariert).

Die Lieferungen in die USA sind die höchsten seit langer Zeit.
Sprich beim Geldverdienen hört die Freundschaft meist auf.

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