Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

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Dampflok94
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Dampflok94 » Sa 28. Mär 2020, 09:22

ichwersonst hat geschrieben:(27 Mar 2020, 21:50)

Ja, man wundert sich, wie locker plötzlich das Geld sitzt. Allerdings werden die Sparmaßnahmen nach der Pandemie noch schlimmer als vor der Pandemie werden.

Moin!

Das hängt davon ab, was Du mit "nach der Pandemie" meinst. Irgendwann danach schon. In einigen Jahren, wenn die Nachwirkungen abgeklungen sind. Ich hoffe doch, man wird sich an 1929 ff. erinnern.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » Sa 28. Mär 2020, 17:09

odiug hat geschrieben:(22 Mar 2020, 02:09)

Was wäre denn von der Idee zu halten, die EZB wirft die Notenpresse an und übernimmt die Kosten für einen Stillstand der Wirtschaft ?
Schon klar: treibt die Inflation nach oben und frisst Spareinlagen, aber bei gleichzeitigen Lohnkürzungen dürft sich der Schmerz mehr oder weniger gleichmäßig auf alle verteilen.
Muss man halt nachrechnen und einen Kompromiss finden, den auch alle dann Scheiße finden dürfen :p

Machen wir mal einen konkreten Vorschlag:
1 : Die EZB garantiert für einen begrenzten Zeitraum die Begleichung aller laufenden Verbindlichkeiten der Gewerbe zu im Schnitt 50% europaweit, also auch für nicht Euroländer ... außer der Briten natürlich ... sind ja selbst schuld.
1a : Im Schnitt soll heißen: Lohnkosten zu 60%, sonstig laufenden Kosten der Unternehmen zu 40%.
2 : Gleichseitig verhängt sie eine temporäre Preissperre von einem Monat ... auch EU weit.
Kann auch mit Kürzungen von Kapitaleinkünften wie zB Mieten einhergehen.
3 : Kreditforderungen werden für einen Monat ausgesetzt.
4 : Der freie Kapitalverkehr mit Drittstaaten wird für die Dauer des verordneten Stillstands stark eingeschränkt.
Da dürfte doch genug Scheiße für jeden dabei sein, so dass wir da hablbwegs glimpflich durch kommen.


Zu Punkt 2: Allgemeinverbindliche Festsetzung von Erzeugerhöchstpreisen - damit da kein Wucher betrieben werden kann.
Zu Punkt 3: Da kann man eine Menge mit Staatsbürgschaften machen.

Noch eine Idee: Unternehmen, denen zentrale Bedeutung bei der Versorgung zukommt, müssen zumindest teilweise in staatliche Hand und somit unter staatliche Aufsicht, damit von Anfang an nicht der Vorwurf aufkommt, hier wären Krisengewinnler am Werk. Wenn Gewinne erwirtschaftet werden, müssen die im Wesentlichen wieder an den Staat abgeführt werden. Es muss in solchen Krisen gelten: es gilt die Schwarze Null. Mehr ist nicht drin.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Adam Smith » Sa 28. Mär 2020, 17:14

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 09:22)

Das hängt davon ab, was Du mit "nach der Pandemie" meinst. Irgendwann danach schon. In einigen Jahren, wenn die Nachwirkungen abgeklungen sind. Ich hoffe doch, man wird sich an 1929 ff. erinnern.


In Bezug auf die Wirtschaft lief es auch sehr gut. 1933 war die Krise wirtschaftlich überstanden. Leider konnte der Bevölkerung dieses nicht richtig vermittelt werden.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » Sa 28. Mär 2020, 17:15

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 09:22)

Das hängt davon ab, was Du mit "nach der Pandemie" meinst. Irgendwann danach schon. In einigen Jahren, wenn die Nachwirkungen abgeklungen sind. Ich hoffe doch, man wird sich an 1929 ff. erinnern.


Das Wirtschaftssystem wird nach der Pandemie anders aussehen.
Weltpolitisch ist es durchaus möglich, dass China die USA als Weltmacht Nr.1 ablösen wird. Was man so aus den USA mitbekommt, lässt dort Schlimmes erahnen. Die USA werden dann viele Jahre mit sich selbst beschäftigt sein.
Wenn die Pandemie durch ist, sehe ich einen Wiederaufbau in Europa ohne chinesisches Engagement als nicht möglich an.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Skull » Sa 28. Mär 2020, 18:15

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Mar 2020, 17:15)

Wenn die Pandemie durch ist, sehe ich einen Wiederaufbau in Europa ohne chinesisches Engagement als nicht möglich an.

???

Was muss denn wiederaufgebaut werden ? :?:

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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » Sa 28. Mär 2020, 18:32

Skull hat geschrieben:(28 Mar 2020, 18:15)

???

Was muss denn wiederaufgebaut werden ? :?:

mfg


In vielen Ländern, wie z.B., Italien und Spanien das Wirtschaftssystem.
Bei einem mehrmonatigen Komplett-Stillstand fällt die Unterhaltung von technischen und baulichen Anlagen weg oder ist nur sehr eingeschränkt möglich. Schäden an der Infrastruktur, an Gebäuden und technischen werden nicht rechtzeitig behoben. Am Ende macht es die Masse der nicht rechtzeitig behobenen Schäden.
Hinzu kommt, dass wir hier in D z.B. in die Unwetter-Saison gehen. Hauptschäden bei Gewittern sind Sturm, Starkregen und Hagel. Da kommt einiges auf uns zu.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Skull » Sa 28. Mär 2020, 19:39

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Mar 2020, 18:32)

In vielen Ländern, wie z.B., Italien und Spanien das Wirtschaftssystem.

Bei einem mehrmonatigen Komplett-Stillstand ...

Aha...

Wo gibt es diese Glaskugel, die dieses schon heute zeigt ? :?:

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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » Sa 28. Mär 2020, 20:13

Skull hat geschrieben:(28 Mar 2020, 19:39)

Aha...

Wo gibt es diese Glaskugel, die dieses schon heute zeigt ? :?:

mfg


Hast Du schon mal mit dem Unterhalt von Gebäuden und Infrastruktur zu tun gehabt?
Wir wären zur Zeit nicht in der Lage, z.B. schwere Unwetterschäden zeitnah zu beseitigen.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Skull » Sa 28. Mär 2020, 21:18

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Mar 2020, 20:13)

Wir wären zur Zeit nicht in der Lage, z.B. schwere Unwetterschäden zeitnah zu beseitigen.

???

Deine Glaskugel zeigt das ? :?:

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Re: Die Rezession ist da

Beitragvon Fighter » Sa 28. Mär 2020, 22:50

[quote="Realist2014"][url=https://www.politik-forum.eu:443/viewtopic.php?p=4707946#p4707946] (22 Mar 2020, 11:23)[/url]

das setzt aber weder Zahlunsgverpflichtungen , noh die Marktwitschaft außer Kraft[/quote]

Moin!
Ob der Sozialstaat tatsächlich zurück ist, wird sich erst noch in der Praxis weisen müssen.Die vielen (Ankündigungs)Schwalben machen noch keinen sozialen Sommer.
Deshalb gilt bis auf Widerruf:
"Alles eine Frage des Blickwinkels" meinte der Frosch, ehe er vom Reiher gefressen wurde.
Gruß aus HB

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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Dampflok94 » Sa 28. Mär 2020, 23:02

sünnerklaas hat geschrieben:(28 Mar 2020, 17:15)

Das Wirtschaftssystem wird nach der Pandemie anders aussehen.

Kann sein, das hängt aber von der Dauer ab. Je schneller es vorbei ist, desto geringer die langfristigen Auswirkungen. Wenn der Shutdown natürlich noch mehrere Monate anhält, dann wird es eng. Aber daran glaube ich nicht. Und zwar weniger weil ich davon ausgehe, daß wir Corona in den Griff bekommen. Sondern weil die Menschen es nicht mehr mitmachen. Es ist nicht mal eine Woche her, seit die verschärften Maßnahmen greifen. Und die ersten fangen an rumzunölen. Frau Merkel verweist auf den 20.04. als frühesten Endtermin. Ich bin gespannt. Denn aus medizinischer Sicht wird auch am 20.04. keine Entwarnung gegeben werden können.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Adam Smith » Sa 28. Mär 2020, 23:17

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:02)

Frau Merkel verweist auf den 20.04. als frühesten Endtermin. Ich bin gespannt. Denn aus medizinischer Sicht wird auch am 20.04. keine Entwarnung gegeben werden können.


Aus medizinischer Sicht müssen wir das jahrelang so weiter machen. Italien gibt den Takt vor.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Dampflok94 » Sa 28. Mär 2020, 23:28

Adam Smith hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:17)

Aus medizinischer Sicht müssen wir das jahrelang so weiter machen. Italien gibt den Takt vor.

Also China ist der Meinung nach zwei Monaten kann man schrittweise in den Normalmodus zurück kehren. Nun waren die zwar in der Lage wesentlich schärfere Maßnahmen durchzusetzen, aber ich glaube nicht, daß dies so entscheidend ist. Jedenfalls führt er nicht zu einem Unterscheid zwischen wenigen Monaten und Jahren.

Entscheidend ist sowieso ob die Bevölkerung weiter mitspielt. Das wird sie noch einige Zeit tun, aber mehrere Monate? Da setze ich mal ein Fragezeichen. Ein großes Fragezeichen.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Adam Smith » Sa 28. Mär 2020, 23:35

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:28)

Also China ist der Meinung nach zwei Monaten kann man schrittweise in den Normalmodus zurück kehren. Nun waren die zwar in der Lage wesentlich schärfere Maßnahmen durchzusetzen, aber ich glaube nicht, daß dies so entscheidend ist. Jedenfalls führt er nicht zu einem Unterscheid zwischen wenigen Monaten und Jahren.

Entscheidend ist sowieso ob die Bevölkerung weiter mitspielt. Das wird sie noch einige Zeit tun, aber mehrere Monate? Da setze ich mal ein Fragezeichen. Ein großes Fragezeichen.


Italien ist davon weit entfernt und Südkorea hatte nie solche Maßnahmen.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Skull » So 29. Mär 2020, 09:36

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:02)

Frau Merkel verweist auf den 20.04. als frühesten Endtermin. Ich bin gespannt.

Denn aus medizinischer Sicht wird auch am 20.04. keine Entwarnung gegeben werden können.

Natürlich wird es aus medizinischer Sicht keine Entwarnung geben. Weder am 20.4. noch am 20.8.
Dieser Virus wird weiter existieren und auch noch viele Millionen von Menschen erreichen. In den nächsten Jahren.
Wie alle anderen Krankheiten auch.

Es geht doch aktuell in der gesamten Welt nur darum, die Gesundheitssysteme und medizinische Versorgung
aufrecht erhalten zu können. Die Pandemie zu verlangsamen und einigermassen zu kontrollieren.

Die Politik hat weltweit entschieden bis DAHIN das Risiko einer schnellen Ansteckung durch die gemachten Massnahmen
zu reduzieren. Mit den entsprechenden Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

Dazu gibt es eben (zu Recht) finanzielle und andere Hilfen.

Wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben wird wieder aufleben. Aufleben müssen.
Der Virus wird uns dabei auch weiterhin begleiten. Die Frage wird nur sein, in welchem Maße.

Aktuell geht es NUR darum, Systeme nicht zusammenkrachen zu lassen.

Und da, sind die Zahlen der aktuellen kranken Infizierten entscheidend.
Die Summe der infizierten abzüglich der daran gestorbenen Menschen, abzüglich der bereits Gesundeten.
Steigt die Zahl der aktuellen Fälle nicht (mehr) grossartig an, kann man Entspannung (nicht Entwarnung) geben.
Und davon sind wir derzeit noch weit weg. Man sollte aber trotzdem und positiv im Hinterkopf haben,
die gesundeten Fälle steigen ja auch an. In Deutschland nähern wir uns der 10.000er Zahl.
In Italien sind wir bereits weit darüber. Völlig abgesehen von den Menschen, die bereits krank waren
und/oder sind, aber gar nicht statistisch erfasst wurden. Diese Zahlen liegen ja deutlich höher.
Und bilden auch keine Gefahr für das Gesundheitssystem.

mfg
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » So 29. Mär 2020, 10:35

Adam Smith hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:17)

Aus medizinischer Sicht müssen wir das jahrelang so weiter machen. Italien gibt den Takt vor.


Nein. Erst einmal bis Medikamente zur erfolgreichen Behandlung da sind und später ein Impfstoff.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Adam Smith » So 29. Mär 2020, 11:10

sünnerklaas hat geschrieben:(29 Mar 2020, 10:35)

Nein. Erst einmal bis Medikamente zur erfolgreichen Behandlung da sind und später ein Impfstoff.


Einen Impfstoff gibt es frühestens in einem Jahr.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon sünnerklaas » So 29. Mär 2020, 11:36

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2020, 11:10)

Einen Impfstoff gibt es frühestens in einem Jahr.


Das ist der Punkt, an dem die Beschränkungen komplett aufgehoben werden können.
Eine deutliche Lockerung des Lockdowns sehe ich ehrlich gesagt ers ab dem Zeitpunkt, ab dem zugelassene Medikamente da sind, mit dem sich die Erkrankungen behandeln lassen.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon yogi61 » So 29. Mär 2020, 11:48

sünnerklaas hat geschrieben:(29 Mar 2020, 11:36)

Das ist der Punkt, an dem die Beschränkungen komplett aufgehoben werden können.
Eine deutliche Lockerung des Lockdowns sehe ich ehrlich gesagt ers ab dem Zeitpunkt, ab dem zugelassene Medikamente da sind, mit dem sich die Erkrankungen behandeln lassen.


Ja, ein Virostatikum dürfte im Moment die schnellere Variante sein. Dann muss man sehen, was der Wirsktoff kann, ob er zur schnellen Genesung beitragen, oder nur die Mortalitätsrate drücken kann.
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Re: Die Finanzierung der Corona-Rettungspakete

Beitragvon Jo33 » So 29. Mär 2020, 13:26

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Mar 2020, 23:02)
Kann sein, das hängt aber von der Dauer ab. Je schneller es vorbei ist, desto geringer die langfristigen Auswirkungen. Wenn der Shutdown natürlich noch mehrere Monate anhält, dann wird es eng. Aber daran glaube ich nicht. Und zwar weniger weil ich davon ausgehe, daß wir Corona in den Griff bekommen. Sondern weil die Menschen es nicht mehr mitmachen. Es ist nicht mal eine Woche her, seit die verschärften Maßnahmen greifen. Und die ersten fangen an rumzunölen. Frau Merkel verweist auf den 20.04. als frühesten Endtermin. Ich bin gespannt. Denn aus medizinischer Sicht wird auch am 20.04. keine Entwarnung gegeben werden können.


Ich sehe hauptsächlich die Betreiber von Gaststädten, Innenstadtgeschäften die rumnölen, aber eben nicht die breite Gesellschaft. Was natürlich verständlich ist. Ich denke, ich hoffe nach diesem 20.4. kann man die Anzahl der Neuinfizierten vorläufig wieder auf konstant stabilne Niveau halten.
Womit man vermutlich vieles, bzw. fast alles wieder öffnen wird, aber vermutlich alles unter strengen Auflagen, bspw. Sitzabstand, Hotels nur noch jedes 2te Zimmer belegt, oder kein gemeinsames Frühstücksbüffet mehr, Kino-Theater darf nur noch jeder 2te Sitzplatz genutzt werden etc., Bäder, Schuhgeschäfte etc. nur noch max. 1 Kunde auf 4 oder 5 m² Verkaufsfläche. Vielleicht die Pflicht das Tragen von einfachen Gesichtsstoffmasken um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, da die Gefahr besteht dass man unerkannt Spreader ist usw.. Aber gerade die Reisebranche insbesondere Flughäfen werden wohl sehr viele Arbeitsplätze verlieren, bzw. viele Flughäfen werden vermutlich für die nächsten 10 Jahre schließen, reisen in ferne Länder wird wohl dieses Jahr komplett gestrichen werden, Urlaub nur noch im Umkreis von 200 oder 500 km und dort eben auch Beschränkungen bgzl. Abstand halten, sprich weniger Menschen gemeinsam am Strand, im Freizeitbad damit man sich aus dem Weg gehen kann. Der große Gewinner könnte das Klima sein, was die Fridays for Futures nicht geschaft haben, hat jetzt Corona geschafft den Flugverkehr um 75 % zu reduzieren und dass der je wieder auf das Niveau von 2019 ansteigt, vage ich stark zu bezweifeln.
Die größere Gefahr des herumnölen sehe ich eher in Amerika, insbesondere mit den vielen Schusswaffen in der Bevölkerung. Hollywood lässt grüßen. Da werden sehr viele rumnölen, warum sie soviele Tote zu beklagen haben, wenn es erstmal 100.000 Corona Tote dort gibt und diese Zahl wird wahrscheinlich schon im Mai erreicht werden. Und dort könnte das rumnölen auch richtig gewaltätig werden, sprich da könnte ein Bürgerkrieg enstehen um medizinische Versorgung. Ob und wie die US Wahl dieses Jahr überhaupt stattfindet, bzw. das Ergebnis ein komplett anderes ist und keiner der bisherigen Kanditaten gewinnt, sondern jemand ganz anderer, alles ist möglich, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Trump könnte auch wie Kennedy enden.
Jedenfalls da werde ich zumindest demnächst viele Aktien und Anleihen zurück ziehen, denn dort wird es mit Sicherheit ziemlich ungemütlich werden dieses Jahr, wesentlich ungemütlicher als in Deutschland.

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