Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon DogStar » Mo 11. Mai 2020, 17:33

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 17:27)

Wird dann aber ein Piloten-Überangebot geben.


So viel ist jetzt schon sicher ... selbst die LH wird nicht alle weiterbeschäftigen können ...
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Mai 2020, 17:35

DogStar hat geschrieben:(11 May 2020, 17:33)

So viel ist jetzt schon sicher ... selbst die LH wird nicht alle weiterbeschäftigen können ...



Ich habe eine Bekannte bei der LH, die ist für die Sicherstellung der Lizenzerhaltung zuständig ( Simulator)

Die ist völlig am rotieren...
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Skull » Mo 11. Mai 2020, 17:42

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 17:32)

Da bist du aber wesentlich optimistischer als die Airlines selber

Die gehen von mehrern Jahren aus, bis wieder "Vor-Corona" Niveau ereicht wird.


Für de "Klima-Forderer" ist das ja alles prima....

Bleib doch mal beim Punkt. ;)

Ihr diskutiert das einseitige Verschwinden von Billigairlines.
DARAUF thematierst DU ein Überangebot von Piloten (weil es weniger airlines gibt).

DAS halte ich SO für nicht korrekt.


Das der Markt für Passagiere in der nächsten Zeit deutlich reduziert sein wird, ist doch gar keine Frage.
Aber völlig unabhängig von der Zahl der dann existierenden airlines oder Billig-Flieger.

Kurzfristig werden wir auch „Überangebote“ von Event-Managern, Schaustellern,
Personal bei Messen, Volksfesten, Massenveranstaltungen...und und und ... haben.

KURZFRISTIG. Wer würde dem denn widersprechen können ?

mfg
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon DogStar » Mo 11. Mai 2020, 17:42

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 17:35)

Ich habe eine Bekannte bei der LH, die ist für die Sicherstellung der Lizenzerhaltung zuständig ( Simulator)

Die ist völlig am rotieren...


Für die Lizenzerhaltung im Simulator gibt es, für so viele Piloten, keinerlei Kapazitäten. Das wird nicht funktionieren. Auch noch so ein Problem, wenns wieder losgehen soll und viele keine gültige Lizenz mehr besitzen.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Mai 2020, 17:46

Skull hat geschrieben:(11 May 2020, 17:42)

Bleib doch mal beim Punkt. ;)

Ihr diskutiert das einseitige Verschwinden von Billigairlines.
DARAUF thematierst DU ein Überangebot von Piloten (weil es weniger airlines gibt).

DAS halte ich SO für nicht korrekt.


Es sind zwei Themen- die sich möglicherweise überlappen.

Das der Markt für Passagiere in der nächsten Zeit deutlich reduziert sein wird, ist doch gar keine Frage.
Aber völlig unabhängig von der Zahl der dann existierenden airlines oder Billig-Flieger.

Kurzfristig werden wir auch „Überangebote“ von Event-Managern, Schaustellern,
Personal bei Messen, Volksfesten, Massenveranstaltungen...und und und ... haben.

KURZFRISTIG. Wer würde dem denn widersprechen können ?

mfg


Die Frage ist die Interpretation von "kurzfristig"

Die Airlines gehen von mehreren Jahren aus.

Aber gut, niemand hat ja eine Glaskugel...
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon frems » Mo 11. Mai 2020, 18:42

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 16:47)

Ich schrieb von Gaststätten.

Da haben die meisten keine großen "Reserven".

Daher haben sie eben die Kurzarbeit genutzt- dann überlebt die Gaststätte auch.

Oder hätten diese Gaststätten ihrem Personal gleich kündigen sollen?

Und wenn die Gaststätte nicht überlebt, übernimmt halt wer anderes den Laden und hat hoffentlich ein Konzept mit Zukunft. Denn wie du weißt, Genosse: wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen. So einfach ist das.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Mai 2020, 18:44

frems hat geschrieben:(11 May 2020, 18:42)

Und wenn die Gaststätte nicht überlebt, übernimmt halt wer anderes den Laden s.



Das war nicht meine Frage- die bezog sich auf Kündigungen der Mitarbeiter anstelle von Kurzarbeit.

Also- hätten diese Gaststätten ihren AN besser kündigen sollen, um zu überleben?
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon frems » Mo 11. Mai 2020, 18:47

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 18:44)

Das war nicht meine Frage- die bezog sich auf Kündigungen der Mitarbeiter anstelle von Kurzarbeit.

Also- hätten diese Gaststätten ihren AN besser kündigen sollen, um zu überleben?

Wäre finanziell ja kein Unterschied für die AN. Wer nicht in der Lage ist, sein Personal zu bezahlen, muss natürlich schließen und somit kündigen. Wieso soll der Steuerzahler für schlechtes Wirtschaften aufkommen? (Mal abgesehen davon, dass viele Unternehmer ohne Not nun zugreifen)
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Mai 2020, 18:49

frems hat geschrieben:(11 May 2020, 18:47)

. Wer nicht in der Lage ist, sein Personal zu bezahlen, muss natürlich schließen und somit kündigen.

Nö, kündigen und überleben...
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon frems » Mo 11. Mai 2020, 18:52

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2020, 18:49)

Nö, kündigen und überleben...

Wäre mir auch recht. Irgendwann wird ja wieder wie früher gefuttert, verreist und gesoffen. Davon mal ab, weil ihr über Klimazerstörer gesprochen habt: ich finde die Staatsbeteiligung an der Lufthansa ziemlich fragwürdig.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Skull » Mo 11. Mai 2020, 19:38

frems hat geschrieben:(11 May 2020, 18:52)

ich finde die Staatsbeteiligung an der Lufthansa ziemlich fragwürdig.

Ich nicht. Ich finde sie voll...richtig. :)

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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon DogStar » Mo 11. Mai 2020, 20:51

Skull hat geschrieben:(11 May 2020, 19:38)

Ich nicht. Ich finde sie voll...richtig. :)

mfg


Kannst du das auch erklären?
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Skull » Mo 11. Mai 2020, 21:25

DogStar hat geschrieben:(11 May 2020, 20:51)

Kannst du das auch erklären?

Ja. Aber natürlich. :)

Wenn der Staat in einer Krise konkrete Unternehmen mit riesigen Beträgen unterstützt,
halte ich es nicht nur für recht und billig, sondern sogar für äusserst sinnvoll,
dieses nicht alleine über Kredite, Darlehen oder Liquidität zu machen (ohne weitere Einflussnahme)
sondern gerade in Form einer Beteiligung. Der Staat übernimmt da gerade Risiko.
Risiko heisst in der Wirtschaftswelt eben auch Chancen. Und diese Seite sollte der Staat auch (ein)fordern.
Das Risiko sollte somit auch Einfluss beinhalten.

Die Finanzkrise zeigte es. Geld zu geben (ohne Stimmrecht) war zu billig und günstig für die empfangenen Unternehmen.
Geld dagegen zu geben und am zukünftigen Unternehmenserfolg beteiligt zu sein und mit einem Mindereinfluss versehen,
halte ich dagegen fuer sehr richtig.

Wenn die Commerzbank irgendwann (und vielleicht auch später die Lufthansa) wirtschaftlich wieder gut darsteht,
kann sich der Staat dann wieder Stück für Stück (mit Gewinn) aus dieser Beteiligung verabschieden.

Man sollte auch immer betonen, der Staat agiert dann ja auch nicht als Unternehmer,
sondern lediglich als Investor und Kapitalgeber.

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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon frems » Di 12. Mai 2020, 13:02

Skull hat geschrieben:(11 May 2020, 19:38)

Ich nicht. Ich finde sie voll...richtig. :)

mfg

Sehen Vorstände und Gewerkschafter anders. Aber was wissen die schon über den Betrieb? :)

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... tsrat.html
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Skull » Di 12. Mai 2020, 13:52

frems hat geschrieben:(12 May 2020, 13:02)

Sehen Vorstände und Gewerkschafter anders. Aber was wissen die schon über den Betrieb? :)

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... tsrat.html

Verwundert ja nicht. :D

Der Vorstand will gerne „autonomer“ agieren. Es ist natürlich ein Unterschied,
ob da ein 25 Prozent Anteilseigner seiner Stimme erheben kann oder viele Kleinaktionäre,
die ihr Stimmrecht kaum wahrnehmen.

Und selbiges gilt natürlich für die Gewerkschaft. Man stelle sich vor,
dass dann ein Anteilseigner Bundesrepublik im Vorfeld von Arbeitskämpfen
innerhalb der Gremien schon Einfluss nimmt. Vermittelt oder zur Ordnung aufrufen könnte.

Dann sind diese langen, lauten und Machtarbeitkämpfe schwerer möglich.
Weil das KONFLIKTPOTENTIAL dann geringer sein könnte.

Am besten ist doch wenn Angestellte (Vorstand einerseits und Arbeitnehmer durch Gewerkschaften anderseits)
ihr eigenes Ding machen. Für die Angestellten natürlich. Oder nicht ? :?: Ohne lästige (Neu) Eigentümer.

Sehe aber beide Seiten der Kritik nicht als (Gegen) „Argumente“ zu meinem Posting.
Wer RISIKO übernimmt, sollte auch entsprechende RECHTE übernehmen. ;)

mfg
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon franktoast » Di 12. Mai 2020, 15:49

Skull hat geschrieben:(11 May 2020, 21:25)

Ja. Aber natürlich. :)

Wenn der Staat in einer Krise konkrete Unternehmen mit riesigen Beträgen unterstützt,
halte ich es nicht nur für recht und billig, sondern sogar für äusserst sinnvoll,
dieses nicht alleine über Kredite, Darlehen oder Liquidität zu machen (ohne weitere Einflussnahme)
sondern gerade in Form einer Beteiligung. Der Staat übernimmt da gerade Risiko.
Risiko heisst in der Wirtschaftswelt eben auch Chancen. Und diese Seite sollte der Staat auch (ein)fordern.
Das Risiko sollte somit auch Einfluss beinhalten.

Die Finanzkrise zeigte es. Geld zu geben (ohne Stimmrecht) war zu billig und günstig für die empfangenen Unternehmen.
Geld dagegen zu geben und am zukünftigen Unternehmenserfolg beteiligt zu sein und mit einem Mindereinfluss versehen,
halte ich dagegen fuer sehr richtig.

Wenn die Commerzbank irgendwann (und vielleicht auch später die Lufthansa) wirtschaftlich wieder gut darsteht,
kann sich der Staat dann wieder Stück für Stück (mit Gewinn) aus dieser Beteiligung verabschieden.

Man sollte auch immer betonen, der Staat agiert dann ja auch nicht als Unternehmer,
sondern lediglich als Investor und Kapitalgeber.

mfg

Ahja und wann und nach welchen Kriterien soll der Staat die Anteile wieder abstoßen? Und nach meiner Auffassung bekommt der Staat auch ohne Stimmrecht seinen Gewinnanteil und den Erlös des Kaufs.
Aber ich bleib dabei: Wenn Unternehmen solche Krisen nicht ohne Staat bewältigen, sollen die Ressourcen an effizientere Unternehmen, Ideen, Projekte weitergegeben werden. Ob nun der Staat die Unternehmen bei solchen Extremsituationen durch Kreditaufnahme unter die Arme greift, oder ob die Akteure selber dafür sorgen. So muss man sich nicht fragen, ob der, der da Geld bekommt, eh nicht eh schon am Ende war und nun nochmal Ressourcen verbrennt.

Geschäftsmodelle, die über Jahre es nicht schaffen, gewisse Reserven aufzubauen, sorry, sind offenbar nicht gut genug.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Skull » Di 12. Mai 2020, 16:07

franktoast hat geschrieben:(12 May 2020, 15:49)

Ahja und wann und nach welchen Kriterien soll der Staat die Anteile wieder abstoßen?

Wenn die Handelnden in der Regierung das für sinnvoll erachten.



Deinen weiteren Ausführungen vermag ich nicht folgen.

Die Lufthansa und weltweit alle anderen Airlines auch...können nicht dafür vorsorgen,
das deren Geschäftsmodell -innerhalb von 4 Wochen seitens politischer Entscheidungen- auf Pause gestellt wird
und deren Grundlage entzogen wird.

Du würdest also auch alle Flughäfen DERZEIT in Konkurs gehen lassen.
Weil deren Geschäftsmodell zu wenig Reserven beinhaltet.

Dasselbige für die Deutsche Bahn und den gesamten ÖNVP.

Oder sollen ALLE diese Unternehmen klagen und darauf pochen,
weil deren planbare und zugesagte Geschäftstätigkeit einseitig VERBOTEN wurde. :D

Gratulation. *kopfschüttel*

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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Orbiter1 » Mi 13. Mai 2020, 11:45

Der Reiseveranstalter TUI wird aufgrund der Corona-Pandemie 8.000 Mitarbeiter entlassen. Mal sehen ob es dabei bleibt. Für so ein Unternehmen gibt es ja derzeit kein Geschäftsmodell und wann Urlaubsreisen im größeren Stil wieder möglich sind weiß niemand. Die Aktie steht entsprechend auf einem Allzeittief.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon Orbiter1 » Mi 13. Mai 2020, 12:31

VW fährt die Produktion in den deutschen Werken bereits 3 Wochen nach Aufnahme der Fertigung wieder runter. Die schlechten Verkaufszahlen lassen keine Vollauslastung der Werke zu. Ohne Abwrackprämie wird das wohl so bleiben.
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Re: Negative und positive wirtschaftliche Folgen von Corona

Beitragvon franktoast » Mi 13. Mai 2020, 14:01

Skull hat geschrieben:(12 May 2020, 16:07)

Wenn die Handelnden in der Regierung das für sinnvoll erachten.



Deinen weiteren Ausführungen vermag ich nicht folgen.

Die Lufthansa und weltweit alle anderen Airlines auch...können nicht dafür vorsorgen,
das deren Geschäftsmodell -innerhalb von 4 Wochen seitens politischer Entscheidungen- auf Pause gestellt wird
und deren Grundlage entzogen wird.

Du würdest also auch alle Flughäfen DERZEIT in Konkurs gehen lassen.
Weil deren Geschäftsmodell zu wenig Reserven beinhaltet.

Dasselbige für die Deutsche Bahn und den gesamten ÖNVP.

Oder sollen ALLE diese Unternehmen klagen und darauf pochen,
weil deren planbare und zugesagte Geschäftstätigkeit einseitig VERBOTEN wurde. :D

Gratulation. *kopfschüttel*

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Is natürlich schwierig, wenn das Gewaltmonopol einem einfach so die Geschäftstätigkeit verbietet. Dann könnte man daraus tatsächlich einen Schadensersatz ableiten. Wenn der Staat das aber nicht gemacht hätte, gäbe es auch weniger Kundschaft und dann? Müsste mit der Logik der Staat auch die Ölindustrie retten(entschädtigen), wenn der Staat Elektromotoren fördert?

Die Frage ist ja auch, was der Staat erreichen will, wenn er die Lufthansa am überleben erhält. Die Flugzeuge lösen sich ja nicht in Luft auf, wenn Lufthansa pleite ginge. Falls die Nachfrage nach Luftverkehr in 1-2 Jahren wieder das Vorkrisenniveau erreichen würde, kämen alle Flugzeuge wieder in Einsatz. Egal ob es die Lufthansa da noch gäbe oder nicht. Ja, Flugzeuge verursachen in der Zeit auch Kosten. Das bedeutet, dass der Wert eines Flugzeuges deutlich abgenommen hat. Aber so ist das nun mal. Geschäftsrisiko.
Falls die Menschen allgemein weniger fliegen die nächsten Jahre, dann benötigt man eh nicht mehr so viele Airlines und Airlinemitarbeiter, wodurch ein Retten Ressourcenverschwendung wäre.

Airlines haben eh so niedrige Margen, womöglich gibt es zu viel Wettbewerb und es käme zu einer gesunden Marktreinigung.

Kurzarbeit bzw. Geld, um Verarmung zu verhindern, steht auf einem anderen Blatt. Du weißt, dass ich das auch als kritisch empfinde, aber da geht es dennoch um Menschen. Unternehmen sind nur Mittel zum Zweck. Die sind da, um die Produktion effizient zu organisieren. Logisch gesehen gibt es keine Grenze zwischen dem Umstand, dass man mal hilft und mal nicht.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.

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