Kapitalismus und Ungleichheit

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 16208
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Billie Holiday » Sa 14. Dez 2019, 23:29

Diestel hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:06)

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.


Gerne. Solange andere nicht für dich um 5 aufstehen müssen, um zur Arbeit zu fahren.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Diestel
Beiträge: 866
Registriert: So 13. Okt 2019, 22:54

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Diestel » Sa 14. Dez 2019, 23:41

Billie Holiday hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:29)

Gerne. Solange andere nicht für dich um 5 aufstehen müssen, um zur Arbeit zu fahren.

Doch. Ich kenne z. B. Einen, der fühlt sich seit Jahrzehnten dazu berufen, irgendwelche Zahlen zu studieren und eine sensationelle Entdeckung zu machen. Er meint, er hätte keine Zeit, sich mit Geldverdienst zu beschäftigen, die Menschheit wartet auf das Ergebnis seiner Tüfteleien. Der findet es völlig in Ordnung, dass andere für ihn morgens um 5 Uhr aufstehen. Moralisch mag sein Verhalten zweifelhaft sein, seiner selbstbestimmten Würde tut es jedoch keinen Abbruch.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 12944
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » Sa 14. Dez 2019, 23:46

Diestel hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:06)

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.


Genau. Oder auch, wenn ich erst mittags um 12 ins Bett gehe :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Alpha Centauri
Beiträge: 5852
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 10:49

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 14. Dez 2019, 23:50

Diestel hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:06)

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.



Naja dann kommt dann aber gleich das Totschlagargument gewisser Leute " Ja klar auf Kosten der sogenannten "LEISTUNGSTRÄGER" . Was es nun konkret mit Menschenwürde zu tun haben soll ob ich um 5Uhr oder erst um 10Uhr aufstehe erschließt sich mir nicht die Würde des Menschen ist unantastbar und nicht nur einzig die von Frühaufstehern oder selbsternannter " LEISTUNGSTRÄGERN".
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 42468
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Dez 2019, 07:36

Ich fände es würdelos, beim Amt um Hartz4 betteln zu müssen, nur weil ich lange schlafen will.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 12944
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » So 15. Dez 2019, 09:30

Bartleby hat geschrieben:(14 Dec 2019, 20:39)

Ja, das mögen Idealisten als abgehoben sehen. Wenn Sie aber dafür bezahlt werden, Menschen zu ermächtigen, ein eigenbestimmtes Leben in Würde zu führen, dann scheitern Sie in dem Augenblick, in dem es Ihnen nicht einmal gelingt, diese Menschen zu überreden, morgens vor 12 aufzustehen. Und diese Menschen, nur zur Info nebenbei, haben nichts mehr verachtet als diejenigen, die wie Sie hier in dem Beitrag, recht gschert dahergeredet ham. Ihresgleichen, das nehm ich mir mal heraus, verachten nämlich solche Menschen, weil die nämlich in nichts dem entsprechen, was Sie sich wünschen. Was solche Menschen suchen, ist in der Regel eine Orientierung, und die können die Gerechtigkeitsflötisten ihnen nicht bieten, sondern nur Pragmatiker, die ihnen die materiellen Vor- und Nachteile bestimmter Verhaltensmuster jenseits von Gute und Böse vermitteln können. Das Lustige ist, Sie zitieren zwar Brechts Spruch vom Fressen und der Moral, Sie halten das aber nicht durch. Deshalb, wie ich Ihnen erklärt hatte, unterlaufen Sie permanent sich selbst, weil Sie nicht sind, was Sie sein wollen, und deshalb auch nicht sein können, was Sie eigentlich sind. Übrig bleibt nur immer eine Anti-Haltung, für die Praxis sind Ihre Widersprüche unauflösbar.


Ich hatte Ihnen ja schon geantwortet, was ich von derlei sehr persönlichen Anwürfen halte. Das wurde entfernt, Ihr Kommentar (der schon stark ad personam ist) blieb dagegen stehen. Nun gut. Also nur so viel: Sie brauchen mir nichts erklären, ich kann schon selbst eins und eins zusammenzählen. Und ich "unterlaufe" mich auch nicht "permanent selbst". Im Gegenteil, ich fühle mich gut so, wie ich bin, und das schon etliche Jahrzehnte lang. Vor allem, weil ich mir treu bleibe. Und ich kann durchaus sehr gut das sein, was ich "eigentlich bin" und wie ich "sein will". Konnte ich schon immer. Worin Ihr Problem nur besteht, ist, dass wir politisch sehr konträre Positionen vertreten und Sie sich nur schwer vorstellen können, dass es neben derartigen höchst konservativen Ansichten, wie Sie sie hier verkünden, auch noch andere Ansichten und Weltsichten gibt. Das ist dann eher Ihr Problem, nicht meines. Und nochmal: Ich glaube nicht, dass man junge Menschen auf diese Weise, wie Sie es weiter oben geschildert haben, dazu bringt, etwas Gutes am Mittun in dieser Gesellschaft zu finden. Motivation bzw. Motivierung geht anders. Nicht auf dem Wege der Dauer-Belehrung.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Bartleby » So 15. Dez 2019, 09:42

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2019, 09:30)

Ich hatte Ihnen ja schon geantwortet, was ich von derlei sehr persönlichen Anwürfen halte. Das wurde entfernt, Ihr Kommentar (der schon stark ad personam ist) blieb dagegen stehen. Nun gut. Also nur so viel: Sie brauchen mir nichts erklären, ich kann schon selbst eins und eins zusammenzählen. Und ich "unterlaufe" mich auch nicht "permanent selbst". Im Gegenteil, ich fühle mich gut so, wie ich bin, und das schon etliche Jahrzehnte lang. Vor allem, weil ich mir treu bleibe. Und ich kann durchaus sehr gut das sein, was ich "eigentlich bin" und wie ich "sein will". Konnte ich schon immer. Worin Ihr Problem nur besteht, ist, dass wir politisch sehr konträre Positionen vertreten und Sie sich nur schwer vorstellen können, dass es neben derartigen höchst konservativen Ansichten, wie Sie sie hier verkünden, auch noch andere Ansichten und Weltsichten gibt. Das ist dann eher Ihr Problem, nicht meines. Und nochmal: Ich glaube nicht, dass man junge Menschen auf diese Weise, wie Sie es weiter oben geschildert haben, dazu bringt, etwas Gutes am Mittun in dieser Gesellschaft zu finden. Motivation geht anders. Nicht auf dem Wege der Dauer-Belehrung.


Interessant. Es ist also "konservativ", wenn jemand beispielsweise als Lehrer darauf bestünde, dass die Schüler sich zu Unterrichtsbeginn einzufinden hätten.

Was den Rest angeht: Es geht nicht als Sie um Mensch, es ging um Ihre politische Position, um das hier:

https://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4624390#p4624390
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 37510
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon JJazzGold » So 15. Dez 2019, 10:10

Diestel hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:06)

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.


Das steht Ihnen auch zu, wenn Sie z.B. im Schichtdienst arbeiten und Nachtschicht hatten.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 12944
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » So 15. Dez 2019, 10:15

Bartleby hat geschrieben:(15 Dec 2019, 09:42)

Interessant. Es ist also "konservativ", wenn jemand beispielsweise als Lehrer darauf bestünde, dass die Schüler sich zu Unterrichtsbeginn einzufinden hätten.

Was den Rest angeht: Es geht nicht als Sie um Mensch, es ging um Ihre politische Position, um das hier:

https://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4624390#p4624390


Dann sollten Sie es auch so formulieren, dass es um die politischen Ansichten geht und nicht um das, was Sie vermuten, wie ich sein könnte. So etwas sollte man schon trennen können verbal. Gelingt nicht immer, ich weiß. Und was Pünktlichkeit anbelangt, damit hatte ich nie ein Problem und auch diejenigen, die ich gut kenne, haben keines damit, darunter auch Menschen mit sehr schmalem Schröder-Budget. Und nochmal: Diese gewollten kapitalistisch-neoliberalen Strukturen zu psychologisieren, zu individualisieren und zu moralisieren, das ist zwar sehr bequem, aber keine Antwort auf all die kritikwürdigen Zustände. Und nur so ist auch der zugespitzte und schön drastische Fressen-Moral-Satz von Brecht zu verstehen.
Zuletzt geändert von Selina am So 15. Dez 2019, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Diestel
Beiträge: 866
Registriert: So 13. Okt 2019, 22:54

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Diestel » So 15. Dez 2019, 10:16

JJazzGold hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:10)

Das steht Ihnen auch zu, wenn Sie z.B. im Schichtdienst arbeiten und Nachtschicht hatten.

Was ich ausdrücken wollte, war: Es steht niemanden zu, außer mir selbst, zu entscheiden, welche Lebensform ich für ein „selbstbestimmtes Leben in Würde“ wähle. Egal, ob ich erst mittags um 12 Uhr aufstehe, eine gleichgeschlechtliche Liebe pflege oder mit grünen Haaren rumlaufe.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 41501
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » So 15. Dez 2019, 10:20

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:50)

Naja dann kommt dann aber gleich das Totschlagargument gewisser Leute " Ja klar auf Kosten der sogenannten "LEISTUNGSTRÄGER" . Was es nun konkret mit Menschenwürde zu tun haben soll ob ich um 5Uhr oder erst um 10Uhr aufstehe erschließt sich mir nicht die Würde des Menschen ist unantastbar und nicht nur einzig die von Frühaufstehern oder selbsternannter " LEISTUNGSTRÄGERN".



Wann jemand seinen Lebensunterhalt verdient, ist jedem selber überlassen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Bartleby
Beiträge: 2121
Registriert: Mi 8. Aug 2018, 11:21
Benutzertitel: Ontodizeeverweigerung

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Bartleby » So 15. Dez 2019, 10:25

Diestel hat geschrieben:(14 Dec 2019, 23:06)

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.


Das sei Ihnen unbenommen.

Das Pech jener Klientel, bei der die Würde das Erscheinen verbot, lag halt darin, dass die Würde nach 12 am Tag so aussah, dass man für Zigaretten, Handyrechnung, Drinks oder sonstwas für 20 Euro irgendwo auf dem Bahnhofsklo den Allerwertesten hinhielt. Aber man kann natürlich bei der Frage der "Würde" unterschiedliche Präferenzen haben. Ich ziehe bei einem Vergleich die nüchtern-pragmatische Variante des lästigen Pflichtvormittags der romantisierenden Freiheitsversion des Ausbeutungsabends vor, wobei die freiheitlich-kapitalistische Ordnung hier durchaus eine gewisse Wahlfreiheit lässt. Die Teilnahme an solchen Programmen war zwar nicht ganz freiwillig, aber niemand wurde mit der Polizei gebracht oder kam ins Arbeitslager, wenn er sich für die Würde des Morgenschlafs entschied.
In der Massendemokratie ist Kommunikationsverweigerung die letzte offene Tür ins Freie.
Diestel
Beiträge: 866
Registriert: So 13. Okt 2019, 22:54

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Diestel » So 15. Dez 2019, 10:32

Bartleby hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:25)

Das sei Ihnen unbenommen.

Das Pech jener Klientel, bei der die Würde das Erscheinen verbot, lag halt darin, dass die Würde nach 12 am Tag so aussah, dass man für Zigaretten, Handyrechnung, Drinks oder sonstwas für 20 Euro irgendwo auf dem Bahnhofsklo den Allerwertesten hinhielt. Aber man kann natürlich bei der Frage der "Würde" unterschiedliche Präferenzen haben. Ich ziehe bei einem Vergleich die nüchtern-pragmatische Variante des lästigen Pflichtvormittags der romantisierenden Freiheitsversion des Ausbeutungsabends vor, wobei die freiheitlich-kapitalistische Ordnung hier durchaus eine gewisse Wahlfreiheit lässt. Die Teilnahme an solchen Programmen war zwar nicht ganz freiwillig, aber niemand wurde mit der Polizei gebracht oder kam ins Arbeitslager, wenn er sich für die Würde des Morgenschlafs entschied.

Aha. Und wieviel Pflichtvormittage hat es gedauert, bis die „Klientel von unten“ eingesehen hat, dass sie nichts auf die Kette kriegen und man nur ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen kann, wenn man vor 12 Uhr mittags aufsteht und es überhaupt voll ungerecht ist, andere für sein Lotterleben bezahlen zu lassen?
Ich bezweifele stark, dass du auf die Tour überhaupt jemanden erreichen konntest. Bist du deshalb so frustriert?
Benutzeravatar
Gruwe
Beiträge: 2114
Registriert: Mo 9. Nov 2015, 15:58
Benutzertitel: Obertransistorialrat
Wohnort: Saarland

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Gruwe » So 15. Dez 2019, 10:33

Diestel hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:16)
Egal, ob ich erst mittags um 12 Uhr aufstehe, eine gleichgeschlechtliche Liebe pflege oder mit grünen Haaren rumlaufe.


Wer hat dir das jemals vorschreiben wollen?
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 37510
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon JJazzGold » So 15. Dez 2019, 10:35

Diestel hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:16)

Was ich ausdrücken wollte, war: Es steht niemanden zu, außer mir selbst, zu entscheiden, welche Lebensform ich für ein „selbstbestimmtes Leben in Würde“ wähle. Egal, ob ich erst mittags um 12 Uhr aufstehe, ....


Die Berufswahl schreibt Ihnen niemand vor.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Diestel
Beiträge: 866
Registriert: So 13. Okt 2019, 22:54

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Diestel » So 15. Dez 2019, 10:37

Gruwe hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:33)

Wer hat dir das jemals vorschreiben wollen?

Ich komme vom Dorf. Um meine persönlichen Vorstellungen von einem selbstbestimmten Leben in Würde verwirklichen zu können, musste ich mit 18 die Flucht ergreifen.
Benutzeravatar
Skull
Moderator
Beiträge: 22759
Registriert: Do 12. Apr 2012, 22:22
Benutzertitel: woaussie
Wohnort: NRW

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Skull » So 15. Dez 2019, 10:39

Guten Morgen,

nochmals...und ein letztes Mal.

Unterlasst bitte Eure ad-personam Diskussionen.

Somit weitere Beiträge in die Ablage gewandert.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
Benutzeravatar
Europa2050
Beiträge: 4944
Registriert: Di 4. Mär 2014, 08:38
Benutzertitel: Kein Platz für Nationalismus

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Europa2050 » So 15. Dez 2019, 10:49

Diestel hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:37)

Ich komme vom Dorf. Um meine persönlichen Vorstellungen von einem selbstbestimmten Leben in Würde verwirklichen zu können, musste ich mit 18 die Flucht ergreifen.


Das hat dann aber nix mit Kapitalismus und schon gar nix mit Liberalismus zu tun, sondern ist stocksteifer Konservativismus.

Und ja, ich kann mir das lebhaft vorstellen :rolleyes:
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
PeterK
Beiträge: 8030
Registriert: Di 31. Mai 2016, 11:06

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon PeterK » So 15. Dez 2019, 10:57

JJazzGold hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:35)
Die Berufswahl schreibt Ihnen niemand vor.

Ja. Und das ist gut so.

Um beim Thema des Threads zu bleiben: Kapitalismus (oder vielleicht eher eine "soziale Marktwirtschaft") ist gut. Ich nehme an, dass wir alle davon profitieren.

Was mich manchmal irritiert ist, dass man - je nach Ausprägung des "Kapitalismus" - mit Kapital oder Eigentum mehr Geld verdienen kann als durch Arbeit.
Zuletzt geändert von PeterK am So 15. Dez 2019, 10:59, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 42468
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Dez 2019, 10:59

JJazzGold hat geschrieben:(15 Dec 2019, 10:35)

Die Berufswahl schreibt Ihnen niemand vor.

Es geht ja auch eigentlich darum, würdevoll bis 12 Uhr mittags im Bett liegen zu bleiben, aber dann zu jammern, dass andere mehr Geld und Vermögen haben. Das ist dann der böse Kapitalismus Schuld.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste