Kapitalismus und Ungleichheit

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Tom Bombadil
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 14. Dez 2019, 10:54


Hartz4 ist nur ein kleiner Teil der Sozialausgaben.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Gruwe
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Gruwe » Sa 14. Dez 2019, 10:59

Odin1506 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:27)

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

So nun lass mal die 3.769.655 Menschen 1050€ bekommen, das macht 3.958.137.750€ , also noch nicht mal 1% von den Ausgaben geht an die Bedürftigen. Steigern wir mal die ausgaben auf 1500€ kommen wir immerhin auf 5.654.482.500€ das sind immer noch keine 1%. Also wo bleibt der Rest?


Hier mal für dich als Hilfestellung: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbII2.pdf&ved=2ahUKEwjHycLk77TmAhWEC-wKHTs4AOoQFjABegQIBhAB&usg=AOvVaw1zs9EoMLrXeGqWsoPR8yxZ

Da kannst du mal schauen, welchen Anteil Hartz4 an dem Sozialbudget hat und was du da so ausgerechnet hast!

Ansonsten natürlich nicht vergessen, deine errechneten monatlichen Kosten mit 12 zu multiplizieren!
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BlueMonday
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon BlueMonday » Sa 14. Dez 2019, 14:00

Da ist der Unterposten genau aufgeschlüsselt:

https://www.bundeshaushalt.de/#/2019/so ... 68511.html

Und Arbeit&Soziales eine Stufe drüber:
https://www.bundeshaushalt.de/#/2019/so ... an/11.html

Also ein Sozialtransfer von 145 Mrd bei einem Gesamthaushalt von 356 Mrd. Das ist schon eine Hausnummer.
But who would build the roads?
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Agesilaos Megas
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 18:45

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:15)

Da gibt es nichts zu interpretieren


Ohje...
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 18:49

Agesilaos Megas hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:45)

Ohje...



Dir scheint der Begriff Definiton nicht klar zu sein.

"Die Lohnquote stellt den Anteil des Arbeitnehmerentgeltes am Volkseinkommen dar und ist ein wichtiger Indikator für die funktionale Einkommensverteilung. Um Änderungen in der Beschäftigtenstruktur Rechnung zu tragen, wird eine bereinigte Lohnquote ausgewiesen"

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/de ... uote-39794

Was du da rein interpretierst , interessiert nicht.


Aber dein "Problem" ist sicher der Spread bei den Arbeitnehmerentgelten...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Agesilaos Megas
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 18:58

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:49)

Aber dein "Problem" ist sicher der Spread bei den Arbeitnehmerentgelten...


Die Probleme Deiner Interpretation - und die vieler anderer mutiger Interpreten auch - habe ich bereits dargelegt. Heroisch.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 18:59

Agesilaos Megas hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:58)

Die Probleme Deiner Interpretation - .



Da gibt s keine "Probleme"...

deine "quellen" ja aus allen deinen Texten... :D


Nur ändert das nichts an der gültigen Definition der Lohnquote.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 19:10

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:59)

Da gibt s keine "Probleme"...


Warum?
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 19:19

Agesilaos Megas hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:10)

Warum?


Na, weil du deine Probleme mit dem "bösen" Kapitalismus hier ja in epischer Breite vorträgst... :p
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Bartleby » Sa 14. Dez 2019, 19:29

BlueMonday hat geschrieben:(14 Dec 2019, 14:00)

Da ist der Unterposten genau aufgeschlüsselt:

https://www.bundeshaushalt.de/#/2019/so ... 68511.html

Und Arbeit&Soziales eine Stufe drüber:
https://www.bundeshaushalt.de/#/2019/so ... an/11.html

Also ein Sozialtransfer von 145 Mrd bei einem Gesamthaushalt von 356 Mrd. Das ist schon eine Hausnummer.


Als ich noch mit der Klientel von "unten" gearbeitet habe, mit Menschen bis 25, die im Leben nix auf die Reihe gekriegt hatten und die man irgendwie dazu kriegen wollte, morgens aufzustehen, zwei Tage die Woche zu arbeiten und an drei Tagen etwas versäumte Bildung in sie reinzutrichtern, hab ich alle jedes Jahr aufs Neue Folgendes gefragt: Ist es gerecht, dass der Staat eine Menge Geld in die Hand nimmt für Menschen, die nix auf die Reihe bekommen, während diejenigen (oder deren Eltern), die ganz normal ticken, selbst dafür aufkommen müssen? Das führte oft zu interessanten und intensiven Diskussionen. Die große Mehrheit verneinte, dass es gerecht sei. Mein Part bestand dann darin, ihnen auseinanderzusetzen, warum das, was ungerecht ist, auch vernünftig sein kann.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » Sa 14. Dez 2019, 19:34

"Nix auf die Reihe kriegen" klingt unheimlich abgehoben. Da gibt es sehr viele verschiedene Gründe, warum die Leute anders ticken, als es von einigen als "die Norm" betrachtet wird. Ihnen mit derartigen Gerechtigkeits-Belehrungen zu kommen, wird sicher das Gegenteil vom Gewünschten gebracht haben. Und das zurecht.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 14. Dez 2019, 19:34

Bartleby hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:29)

Als ich noch mit der Klientel von "unten" gearbeitet habe, mit Menschen bis 25, die im Leben nix auf die Reihe gekriegt hatten und die man irgendwie dazu kriegen wollte, morgens aufzustehen, zwei Tage die Woche zu arbeiten und an drei Tagen etwas versäumte Bildung in sie reinzutrichtern, hab ich alle jedes Jahr aufs Neue Folgendes gefragt: Ist es gerecht, dass der Staat eine Menge Geld in die Hand nimmt für Menschen, die nix auf die Reihe bekommen, während diejenigen (oder deren Eltern), die ganz normal ticken, selbst dafür aufkommen müssen? Das führte oft zu interessanten und intensiven Diskussionen. Die große Mehrheit verneinte, dass es gerecht sei. Mein Part bestand dann darin, ihnen auseinanderzusetzen, warum das, was ungerecht ist, auch vernünftig sein kann.


Du hast ja selber schon festgestellt, dass man mit dem Begriff "Gerechtigkeit" hier nicht weiterkommt.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 19:41

Selina hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:34)

"Nix auf die Reihe kriegen" klingt unheimlich abgehoben. Da gibt es sehr viele verschiedene Gründe, warum die Leute anders ticken, als es von einigen als "die Norm" betrachtet wird. I t.



Die "Norm" ist hier lediglich der gesellschaftliche Konsens, dass jeder arbeitsfähige Erwachseneprinzipiell für seinen Lebensunterhalt selber zu sorgen hat.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 19:44

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:19)

Na, weil du deine Probleme mit dem "bösen" Kapitalismus hier ja in epischer Breite vorträgst... :p


Mh, meinst Du, dass es nur zwei Modi gibt? Gut und böse?
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 14. Dez 2019, 19:45

Bartleby hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:29)

Als ich noch mit der Klientel von "unten" gearbeitet habe, mit Menschen bis 25, die im Leben nix auf die Reihe gekriegt hatten und die man irgendwie dazu kriegen wollte, morgens aufzustehen, zwei Tage die Woche zu arbeiten und an drei Tagen etwas versäumte Bildung in sie reinzutrichtern, hab ich alle jedes Jahr aufs Neue Folgendes gefragt: Ist es gerecht, dass der Staat eine Menge Geld in die Hand nimmt für Menschen, die nix auf die Reihe bekommen, während diejenigen (oder deren Eltern), die ganz normal ticken, selbst dafür aufkommen müssen? Das führte oft zu interessanten und intensiven Diskussionen. Die große Mehrheit verneinte, dass es gerecht sei. Mein Part bestand dann darin, ihnen auseinanderzusetzen, warum das, was ungerecht ist, auch vernünftig sein kann.


Durchaus, da ist was dran, dass Problem ist wieso oft auch in der Gerechtigkeitsebatte dass jeder unter diesem Begriff was anderes versteht bzw. ihn anders interpretiert die Debatten um Hartz4 Sanktionen oder Grundrente haben dass ja aktuell wieder eindrucksvoll gezeigt,
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 19:58

Agesilaos Megas hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:44)

Mh, meinst Du, dass es nur zwei Modi gibt? Gut und böse?


Habe ich nirgends geschrieben...

Wobei wir in D ja eine soziale Marktwirtschaft haben...
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 19:58

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:45)

Durchaus, da ist was dran, dass Problem ist wieso oft auch in der Gerechtigkeitsebatte dass jeder unter diesem Begriff was anderes versteht bzw. ihn anders interpretiert die Debatten um Hartz4 Sanktionen oder Grundrente haben dass ja aktuell wieder eindrucksvoll gezeigt,


genau so schaut es aus.

Es gibt keine genormte Definition des Begriffs "Gerechtigkeit"
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Bartleby » Sa 14. Dez 2019, 20:39

Selina hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:34)

"Nix auf die Reihe kriegen" klingt unheimlich abgehoben. Da gibt es sehr viele verschiedene Gründe, warum die Leute anders ticken, als es von einigen als "die Norm" betrachtet wird. Ihnen mit derartigen Gerechtigkeits-Belehrungen zu kommen, wird sicher das Gegenteil vom Gewünschten gebracht haben. Und das zurecht.


Ja, das mögen Idealisten als abgehoben sehen. Wenn Sie aber dafür bezahlt werden, Menschen zu ermächtigen, ein eigenbestimmtes Leben in Würde zu führen, dann scheitern Sie in dem Augenblick, in dem es Ihnen nicht einmal gelingt, diese Menschen zu überreden, morgens vor 12 aufzustehen. Und diese Menschen, nur zur Info nebenbei, haben nichts mehr verachtet als diejenigen, die wie Sie hier in dem Beitrag, recht gschert dahergeredet ham. Ihresgleichen, das nehm ich mir mal heraus, verachten nämlich solche Menschen, weil die nämlich in nichts dem entsprechen, was Sie sich wünschen. Was solche Menschen suchen, ist in der Regel eine Orientierung, und die können die Gerechtigkeitsflötisten ihnen nicht bieten, sondern nur Pragmatiker, die ihnen die materiellen Vor- und Nachteile bestimmter Verhaltensmuster jenseits von Gute und Böse vermitteln können. Das Lustige ist, Sie zitieren zwar Brechts Spruch vom Fressen und der Moral, Sie halten das aber nicht durch. Deshalb, wie ich Ihnen erklärt hatte, unterlaufen Sie permanent sich selbst, weil Sie nicht sind, was Sie sein wollen, und deshalb auch nicht sein können, was Sie eigentlich sind. Übrig bleibt nur immer eine Anti-Haltung, für die Praxis sind Ihre Widersprüche unauflösbar.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Skull » Sa 14. Dez 2019, 22:21

Skull hat geschrieben:(13 Dec 2019, 16:11)

Guten Tag,

nun ist dieser Thread im Wifo gelandet.

Ich warne JEDEN davor, die üblichen Schlammschlachten und ad-personam Spam Orgien fortzusetzen.

Dieses wird HIER rigoros unterbunden.

Ansonsten...viel Spass bei einer inhaltlichen und thematischen Diskussion.

Guten Abend,

was war daran nicht zu verstehen ?


Spam...somit entfernt.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Diestel » Sa 14. Dez 2019, 23:06

Bartleby hat geschrieben:(14 Dec 2019, 20:39)

Ja, das mögen Idealisten als abgehoben sehen. Wenn Sie aber dafür bezahlt werden, Menschen zu ermächtigen, ein eigenbestimmtes Leben in Würde zu führen, dann scheitern Sie in dem Augenblick, in dem es Ihnen nicht einmal gelingt, diese Menschen zu überreden, morgens vor 12 aufzustehen. Und diese Menschen, nur zur Info nebenbei, haben nichts mehr verachtet als diejenigen, die wie Sie hier in dem Beitrag, recht gschert dahergeredet ham. Ihresgleichen, das nehm ich mir mal heraus, verachten nämlich solche Menschen, weil die nämlich in nichts dem entsprechen, was Sie sich wünschen. Was solche Menschen suchen, ist in der Regel eine Orientierung, und die können die Gerechtigkeitsflötisten ihnen nicht bieten, sondern nur Pragmatiker, die ihnen die materiellen Vor- und Nachteile bestimmter Verhaltensmuster jenseits von Gute und Böse vermitteln können. Das Lustige ist, Sie zitieren zwar Brechts Spruch vom Fressen und der Moral, Sie halten das aber nicht durch. Deshalb, wie ich Ihnen erklärt hatte, unterlaufen Sie permanent sich selbst, weil Sie nicht sind, was Sie sein wollen, und deshalb auch nicht sein können, was Sie eigentlich sind. Übrig bleibt nur immer eine Anti-Haltung, für die Praxis sind Ihre Widersprüche unauflösbar.

Ich kann auch ein eigenbestimmtes Leben in Würde führen, wenn ich mich dazu entscheide, nicht vor 12 Uhr mittags aufzustehen.

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