Kapitalismus und Ungleichheit

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Selina
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » Fr 13. Dez 2019, 17:43

Realist2014 hat geschrieben:(13 Dec 2019, 17:20)

Welche "Aktivität" erwartest du denn diesbzüglich von den "Mitte-Leuten"?


So aus dem Zusammenhang gerissen wäre das hier OT.
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Realist2014
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Dez 2019, 18:08

Selina hat geschrieben:(13 Dec 2019, 17:43)

So aus dem Zusammenhang gerissen wäre das hier OT.



Hat also nichts mit Kapitalismus dessen systemimmanenter Ungleichheit zu tun?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Selina
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » Fr 13. Dez 2019, 19:11

Realist2014 hat geschrieben:(13 Dec 2019, 18:08)

Hat also nichts mit Kapitalismus dessen systemimmanenter Ungleichheit zu tun?


Nein, ausnahmsweise mal nicht :D Das ist was Übergreifendes und hat was mit temporären Bündnissen zu tun.
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naddy
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon naddy » Fr 13. Dez 2019, 21:05

BlueMonday hat geschrieben:(13 Dec 2019, 14:48)

Die "Alternative" besteht nun mal in der zentralen Planwirtschaft.


Die einzige Alternative zur "Planwirtschaft" soll ein ungeregelter "Raubtierkapitalismus"(© Gerhard Schröder) sein? Welch ein Unsinn. Allerdings ist den Apparatschiks der Ex-DDR und der Sowjetunion tatsächlich der Vorwurf zu machen, dass sie durch ihr klägliches Scheitern solchen Totschlagargumenten Vorschub geleistet haben. Es genügt ja, auf deren Scheitern zu verweisen um jedem ungezügelten Turbikapitalismus das Wort zu reden. Quasi ein virtuelles "Dann geh' doch nach drüben".

Das Problem hier nun war, dass so getan würde als ob demjenigen, der das Bild des Marktes verwendet, nicht bewusst wäre, dass tatsächlich die beteiligten Akteure als Anbieter und Nachfrager jene sind, die eben handeln und entscheiden und nicht der Markt als bewusstes Wesen.


Das war kein "Problem" sondern Absicht. Denn natürlich wollte ich genau das klarmachen, dass "die Märkte" keine jenseitigen, schicksalbestimmenden Wesen wie die Nornen der nordischen Mythologie sind, denen die gläubige Menscheit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Dahinter stehen Menschen mit konkreten Absichten und Interessen, denen man begegnen und die man Regeln unterwerfen muß, wenn sie das Wohl Aller gefährden. Das scheitert aktuell daran, dass es keine überstaatliche Organisation gibt, die einer globalisierten Wirtschaft auf Augenhöhe entgegen treten könnte.

Phelps hatte da die Vorstellung eines "sweet spots" sozusagen, wo der verkonsumierbare Output, wieder als Aggregat gedacht, maximal wird.


Das Phänomen der Kapitalakkumulation basiert darauf, dass erwirtschaftete Gewinne eben nicht in den "verkonsumierbaren Output" einfließen, sondern reinvestiert werden. Geldvermehrung durch Geld. Wofür sollten Typen wie Gates oder Bezos ihre Milliarden denn ausgeben? Für Fischbrötchen?

Und zu Ihrer Aussage, lesen Sie allein Marx,...


Werde ich nicht tun. Erstens habe ich das wegen seines verquasten Stils nach ein paar hundert Seiten vor Jahrzehnten schon einmal aufgegeben und zweitens taugen 170 Jahre alte Begrifflichkeiten mit Sicherheit nicht, um heutige Realitäten zu beschreiben. Zu Marx' Zeiten war der "Kapitalist" noch der Firmeneigner, der "Ausgebeutete" der Proletarier. Da hat sich inzwischen Einiges getan. Schönes Beispiel:

Man verdient also tendenziell immer weniger mit Kapital.


Ja, das erklärt auch wunderbar die beständig wachsende Zahl der Instant-Milliardäre dieser Welt. Die machen sicher einfach nur die besseren Fischbrötchen.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 13. Dez 2019, 21:32

naddy hat geschrieben:(13 Dec 2019, 21:05)

Die einzige Alternative zur "Planwirtschaft" soll ein ungeregelter "Raubtierkapitalismus"(© Gerhard Schröder) sein? Welch ein Unsinn. Allerdings ist den Apparatschiks der Ex-DDR und der Sowjetunion tatsächlich der Vorwurf zu machen, dass sie durch ihr klägliches Scheitern solchen Totschlagargumenten Vorschub geleistet haben. Es genügt ja, auf deren Scheitern zu verweisen um jedem ungezügelten Turbikapitalismus das Wort zu reden. Quasi ein virtuelles "Dann geh' doch nach drüben".



Das war kein "Problem" sondern Absicht. Denn natürlich wollte ich genau das klarmachen, dass "die Märkte" keine jenseitigen, schicksalbestimmenden Wesen wie die Nornen der nordischen Mythologie sind, denen die gläubige Menscheit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Dahinter stehen Menschen mit konkreten Absichten und Interessen, denen man begegnen und die man Regeln unterwerfen muß, wenn sie das Wohl Aller gefährden. Das scheitert aktuell daran, dass es keine überstaatliche Organisation gibt, die einer globalisierten Wirtschaft auf Augenhöhe entgegen treten könnte.



Das Phänomen der Kapitalakkumulation basiert darauf, dass erwirtschaftete Gewinne eben nicht in den "verkonsumierbaren Output" einfließen, sondern reinvestiert werden. Geldvermehrung durch Geld. Wofür sollten Typen wie Gates oder Bezos ihre Milliarden denn ausgeben? Für Fischbrötchen?



Werde ich nicht tun. Erstens habe ich das wegen seines verquasten Stils nach ein paar hundert Seiten vor Jahrzehnten schon einmal aufgegeben und zweitens taugen 170 Jahre alte Begrifflichkeiten mit Sicherheit nicht, um heutige Realitäten zu beschreiben. Zu Marx' Zeiten war der "Kapitalist" noch der Firmeneigner, der "Ausgebeutete" der Proletarier. Da hat sich inzwischen Einiges getan. Schönes Beispiel:



Ja, das erklärt auch wunderbar die beständig wachsende Zahl der Instant-Milliardäre dieser Welt. Die machen sicher einfach nur die besseren Fischbrötchen.


Naja, der der Sucht ähnliche "Warenfetischismus" ( heute würde man sagen Konsumrausch) lässt sich doch heute wunderbar erst recht in der Weihnachtszeit , alle Jahre wieder bestaunen ( nicht zu reden von allen Black Fridays und Cyber Mondays dieser Welt, dass hat Marx schon zu seiner Zeit recht treffend beschrieben, nicht alles an Marx ist Murks
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 13. Dez 2019, 21:51

naddy hat geschrieben:(13 Dec 2019, 21:05)

Die einzige Alternative zur "Planwirtschaft" soll ein ungeregelter "Raubtierkapitalismus"(© Gerhard Schröder) sein?

Nein, die Alternative zum "Raubtierkapitalismus" ist unsere soziale Marktwirtschaft. Die Planwirtschaft ist zu rein gar nichts eine Alternative.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 03:16

Realist2014 hat geschrieben:(13 Dec 2019, 13:05)

Wie sind denn sieht es denn mit dieser Kontextualisierung in deinem heißgelieten Russland aus?


Das würde insbesondere die von mir geäußerten klassenbezogenen Bedenken bestärken.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Agesilaos Megas » Sa 14. Dez 2019, 03:52

Realist2014 hat geschrieben:(13 Dec 2019, 13:32)
Der Begriff lautet Lohnquote.

Diese betrug 2018 71%


Mutig, Genosse. Es gab viele Helden, linke wie rechte, die ihren Kopf unter die Guillotine der puristischen Interpretation der Lohnquote gelegt haben, nicht ohne ein gewisses Amusement - wer stirbt schon gerne heldenhaft für alberne Ideen? Ricardo lebte in einer sozioökonomischen klaren Klassengesellschaft, ohne komplexe Transfers und globalisiertes Vermögen, ohne modernen Bodenbesitz, frei von sozialistischen Korrektiven, selbst das monetäre System war ein anderes. Mit einer sinkenden/steigenden Lohnquote beeinflusst Du daher heute z.B. viel ungenauer Gini als vor 100 Jahren; viele Statistiker mühen sich ihre Hintern ab, die wackeligen ökonomischen Ideen mal hier, mal dort anders aus- oder nachzurechnen.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Selina » Sa 14. Dez 2019, 09:54

Kapitalismus und Ungleichheit oder besser fehlende Chancengleichheit - das gehört nun mal fest zusammen. Aber der Wohlstands-Kitt hält in diesen Breiten eben immer noch. Solange man dem kleinen Mann immer Mal paar Brosamen rüberstreut, solange funktioniert das auch gut. An der neoliberalen Legende "wir sitzen alle in einem Boot" wird nach wie vor fleißig weitergestrickt. Und das wird auch geglaubt. Nur immer weiter fleißig konsumieren, und die Welt ist in Ordnung, so die unterschwellige Botschaft. Dass uns dieser Endlos-Konsum immer weiter ins Aus treibt, wird gerne verdrängt.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Occham » Sa 14. Dez 2019, 10:05

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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:09

Selina hat geschrieben:(14 Dec 2019, 09:54)

Kapitalismus und Ungleichheit oder besser fehlende Chancengleichheit - das gehört nun mal fest zusammen. Aber der Wohlstands-Kitt hält in diesen Breiten eben immer noch. Solange man dem kleinen Mann immer Mal paar Brosamen rüberstreut, solange funktioniert das auch gut. An der neoliberalen Legende "wir sitzen alle in einem Boot" wird nach wie vor fleißig weitergestrickt. Und das wird auch geglaubt. Nur immer weiter fleißig konsumieren, und die Welt ist in Ordnung, so die unterschwellige Botschaft. Dass uns dieser Endlos-Konsum immer weiter ins Aus treibt, wird gerne verdrängt.


Ich warte immer noch auf eine mit der deutschen Verfassung kompatible Alternative zu unserer sozialen Marktwirtschaft von dir...

Möchtest du eigentlich, um deine "Chancengleichheit" zu realisieren, die Erbschaft komplett abschaffen?


Und was den Konsum betrifft- der wird ja nicht "verordnet"- also zielt deine diesbezügliche Anmerkung ja im Endeffekt wieder mal auf einen Art "Umerziehung" der Menschen ... :dead:
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 14. Dez 2019, 10:09

Selina hat geschrieben:(14 Dec 2019, 09:54)

Solange man dem kleinen Mann immer Mal paar Brosamen rüberstreut, solange funktioniert das auch gut.

Das ist schon Hetze gegen den deutschen Sozialstaat, angesichts von fast 1.000 MILLIARDEN Euro Sozialausgaben von ein "paar Brosamen" zu schwafeln.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Odin1506 » Sa 14. Dez 2019, 10:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:09)

Das ist schon Hetze gegen den deutschen Sozialstaat, angesichts von fast 1.000 MILLIARDEN Euro Sozialausgaben von ein "paar Brosamen" zu schwafeln.


Dann schau doch mal wofür die 1000 Milliarden € ausgegeben werden. Das meiste geht doch für die Verwaltung drauf.
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:15

Agesilaos Megas hat geschrieben:(14 Dec 2019, 03:52)

Mutig, Genosse. Es gab viele Helden, linke wie rechte, die ihren Kopf unter die Guillotine der puristischen Interpretation der Lohnquote gelegt haben, nicht ohne ein gewisses Amusement -


Da gibt es nichts zu interpretieren- es ist ein definierter Begriff um die Aufteilung der Wertschöfpung einer Volkswirtschaft zwischen den AN ( der "Arbeiterklasse") und dem "Rest" darzustellen

Ricardo lebte in einer sozioökonomischen klaren Klassengesellschaft, ohne komplexe Transfers und globalisiertes Vermögen, ohne modernen Bodenbesitz, frei von sozialistischen Korrektiven, selbst das monetäre System war ein anderes. Mit einer sinkenden/steigenden Lohnquote beeinflusst Du daher heute z.B. viel ungenauer Gini als vor 100 Jahren; viele Statistiker mühen sich ihre Hintern ab, die wackeligen ökonomischen Ideen mal hier, mal dort anders aus- oder nachzurechnen.


Die Lohnquote als definierter Begriff stammt nicht von David Ricardo
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:16

Odin1506 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:15)

Dann schau doch mal wofür die 1000 Milliarden € ausgegeben werden. Das meiste geht doch für die Verwaltung drauf.


Beleg doch mal diese steile These....
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:18

naddy hat geschrieben:(13 Dec 2019, 21:05)

Das Phänomen der Kapitalakkumulation basiert darauf, dass erwirtschaftete Gewinne eben nicht in den "verkonsumierbaren Output" einfließen, sondern reinvestiert werden. Geldvermehrung durch Geld. Wofür sollten Typen wie Gates oder Bezos ihre Milliarden denn ausgeben? Für Fischbrötchen?
n.



Was ist an diesen Re-Investitionen nun "schlecht"?
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 14. Dez 2019, 10:23

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:18)

Was ist an diesen Re-Investitionen nun "schlecht"?

Sie schaffen Arbeitsplätze? :D
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:23)

Sie schaffen Arbeitsplätze? :D



Es wäre sicher mal interessant eine Tabelle zu erstellen mit den deutschen Milliardären und wie viele Arbeitsplätze in deren Unternehemen geschaffen wurden/vorhanden sind ( ALDI, SAP, LIDL , Schäffler, BMW usw.)
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Odin1506 » Sa 14. Dez 2019, 10:27

Realist2014 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:16)

Beleg doch mal diese steile These....


https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

So nun lass mal die 3.769.655 Menschen 1050€ bekommen, das macht 3.958.137.750€ , also noch nicht mal 1% von den Ausgaben geht an die Bedürftigen. Steigern wir mal die ausgaben auf 1500€ kommen wir immerhin auf 5.654.482.500€ das sind immer noch keine 1%. Also wo bleibt der Rest?
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Re: Kapitalismus und Ungleichheit

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Dez 2019, 10:47

Odin1506 hat geschrieben:(14 Dec 2019, 10:27)

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

So nun lass mal die 3.769.655 Menschen 1050€ bekommen, das macht 3.958.137.750€ , also noch nicht mal 1% von den Ausgaben geht an die Bedürftigen. Steigern wir mal die ausgaben auf 1500€ kommen wir immerhin auf 5.654.482.500€ das sind immer noch keine 1%. Also wo bleibt der Rest?


Die 1 Billion an Sozialausgaben beinhaltet ALLE sogenannten Sozialleistungen

Inklusive Rente, GKV, AV, Grundsicherung im ALTER, ALG II, Sozialhilf, Pflg, Wohngeld usw....


jetzt du nochmal...
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