Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

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jack000
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Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon jack000 » Do 12. Dez 2019, 21:03

Die Stadtsparkasse München kündigt zum Jahresende 28.000 Kunden ihre Prämiensparverträge. Damit verlieren zahlreiche Kunden ordentlich Geld. Das Geldinstitut verschickte in dieser Woche entsprechende Briefe. Weiteren 15.000 Kunden steht die Kündigung in den kommenden Jahren bevor.

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Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Hintergrund: "Die Verträge sind zum größten Teil in den 1990er-Jahren geschlossen. Die Renditen sind nicht mehr zeitgemäß", zitiert die Zeitung Ralf Fleischer, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München. Als Grund nennt er die anhaltend niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit dem klassischen Zinsgeschäft sei es immer schwerer, Geld zu verdienen.

Zusätzlich zu den Zinsen gab es feste Prämien
Prämiensparverträge waren über Jahre beliebt, denn für das gesparte Geld gab es nicht nur Zinsen, sondern zusätzliche feste Prämien, die mit Vertragsdauer ansteigen. Für die Bank werden die Verträge jedoch ab dem 15. Jahr enorm teuer. Daher zieht die Münchner Stadtsparkasse nun einen Schlussstrich.

https://www.focus.de/finanzen/news/spar ... ROUvvcJF2U
Was ist denn da los bei der Sparkasse? Sind die pleite?
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Dez 2019, 21:06

jack000 hat geschrieben:(12 Dec 2019, 21:03)

https://www.focus.de/finanzen/news/spar ... ROUvvcJF2U
Was ist denn da los bei der Sparkasse? Sind die pleite?


Nein, aber Gewinnrückgang...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon jack000 » Do 12. Dez 2019, 21:09

Realist2014 hat geschrieben:(12 Dec 2019, 21:06)

Nein, aber Gewinnrückgang...

Ein wirklicher Unterschied ist dabei doch nicht?
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Dez 2019, 21:53

jack000 hat geschrieben:(12 Dec 2019, 21:09)

Ein wirklicher Unterschied ist dabei doch nicht?


"Der Überschuss des Geldhauses war – vor allem wegen eines deutlich niedrigeren Zinsergebnisses – im vergangenen Jahr um 13 Millionen Euro eingebrochen – auf 28 Millionen Euro"

https://www.handelsblatt.com/finanzen/b ... jc0JCE-ap4
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Quatschki » Do 12. Dez 2019, 22:04

Kann man schon verstehen.
Aus Sicht der Sparkassen sind die Prämiensparverträge teure Kredite mit noch dazu unbegrenzter Laufzeit.
Abgeschlossen zu Zeiten zuverlässig hoher Inflationsraten und entsprechender Leitzinsen.
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Dez 2019, 22:06

Aber wehe, ein Kunde will denen einen Vertrag kündigen :roll:
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Adam Smith » Do 12. Dez 2019, 22:14

Quatschki hat geschrieben:(12 Dec 2019, 22:04)

Kann man schon verstehen.
Aus Sicht der Sparkassen sind die Prämiensparverträge teure Kredite mit noch dazu unbegrenzter Laufzeit.
Abgeschlossen zu Zeiten zuverlässig hoher Inflationsraten und entsprechender Leitzinsen.


Leitzins und Inflation bedingen sich.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon naddy » Fr 13. Dez 2019, 00:01

Quatschki hat geschrieben:(12 Dec 2019, 22:04)

Aus Sicht der Sparkassen sind die Prämiensparverträge teure Kredite mit noch dazu unbegrenzter Laufzeit. Abgeschlossen zu Zeiten zuverlässig hoher Inflationsraten und entsprechender Leitzinsen.


Ja, muß wirklich peinlich sein wenn man Produkte anbietet, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung irgendwann "nicht mehr rechnen". Aber sowas kennen die doch schon länger aus ihren anderen Geschäftsfeldern.

Haben eigentlich Verträge mit Sparkassen inzwischen den gleichen Verbindlichkeitswert wie die von Fußballern? Beruhigen die ihre Kunden auch mit: "Isch hab' Vertrag", wenn die Sache anfängt zu kippen?
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Dez 2019, 10:40

naddy hat geschrieben:(13 Dec 2019, 00:01)

Ja, muß wirklich peinlich sein wenn man Produkte anbietet, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung irgendwann "nicht mehr rechnen". Aber sowas kennen die doch schon länger aus ihren anderen Geschäftsfeldern.

Haben eigentlich Verträge mit Sparkassen inzwischen den gleichen Verbindlichkeitswert wie die von Fußballern? Beruhigen die ihre Kunden auch mit: "Isch hab' Vertrag", wenn die Sache anfängt zu kippen?



Lesen bildet:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/b ... 32JUTj-ap4
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon BlueMonday » Fr 13. Dez 2019, 14:03

Tja, im Nebenthread glaubt man ja, dass die "Privatbanken" auf den Konten ihrer Kunden nach Belieben neues Geld aus dem Nichts schöpfen könnten. Wäre dann ja ein Leichtes, diese Sparverträge weiter zu erfüllen, einfach die Prämie dazubuchen :).
But who would build the roads?
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 13. Dez 2019, 20:46

jack000 hat geschrieben:(12 Dec 2019, 21:03)

https://www.focus.de/finanzen/news/spar ... ROUvvcJF2U
Was ist denn da los bei der Sparkasse? Sind die pleite?

Was soll bei den Sparkassen anders sein, als sonst auf den Finanzmärkten?
Zins und Zinseszinsversprechen bei 0,01 % ergeben eben keinen nennenswerten Mehrwert.
Und bevor eine Bank pleite geht aufgrund schlechter Verträge ist es sinnvoll,
diese zu kündigen.
Marktwirtschaft eben.
Nicht mehr und nicht weniger.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Sparkasse kündigt Zehntausende Verträge

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 05:11

BlueMonday hat geschrieben:(13 Dec 2019, 14:03)

Tja, im Nebenthread glaubt man ja, dass die "Privatbanken" auf den Konten ihrer Kunden nach Belieben neues Geld aus dem Nichts schöpfen könnten. Wäre dann ja ein Leichtes, diese Sparverträge weiter zu erfüllen, einfach die Prämie dazubuchen :).


Ein Gegenwert muss schon vorhanden sein. Sonst würde es eine Inflation geben.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler

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