DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

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Klopfer
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon Klopfer » Fr 25. Jan 2019, 21:43

franktoast hat geschrieben:(25 Jan 2019, 16:22)

Ja eben. Ein Schritt wäre sicherlich eine Studiengebühr von 40 000€ pro Jahr. So studieren weniger und das Medianvermögen steigt an. Aber dass die deutsche Politik so etwas umsetzt, halte ich auch für unwahrscheinlich.

Und wieder eine Aussage die jeglicher Logik entbehrt. Man darf froh sein dass solche einseitig gegen die untere Klasse gerichteten Ideen nicht durchgesetzt werden. Warum nur sollte man sich die daraus resultierende weitere Spaltung der Gesellschaft wünschen?
Zuletzt geändert von Klopfer am Fr 25. Jan 2019, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Klopfer
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon Klopfer » Fr 25. Jan 2019, 21:51

franktoast hat geschrieben:(25 Jan 2019, 16:38)

Kleiner Exkurs in die BWL (wobei alle Angaben ohne Gewähr, ich lass mich korrigieren)
Daimler hatte 2017 einen Nettogewinn von 10,5Mrd.€,. Dabei gab es Abschreibungen von 12Mrd. und Investitionen von 10,2Mrd (fast der komplette Gewinne).
-> Das bedeutet, obwohl Daimler fast so viel investiert hat wie sie Gewinn machen, ist die Nettoinvestitionsquote negativ.
-> selbst wenn ein Unternehmen immer 100% des Gewinnes reinvestieren würde, könnte die Nettoinvestitionsquote negativ sein.

https://quotes.wsj.com/XE/DAI/financial ... /cash-flow
https://quotes.wsj.com/XE/DAI/financial ... -statement
Ganz wichtig: Das ist das Konzernergebnis. Daimler ist natürlich nicht nur in Deutschland aktiv.

Nehmen wir ein anderes Beispiel. SAp vertreibt Software. Dabei erstellen sie natürlich auch Software, verdienen allerdings den Bärenanteil durch Beratung. Auch deren Nettoinvestitionsquote liegt in etwa bei 0. Nehmen wir an, SAP mietet seine Bürogebäude und Server. Nun hat man für das nächste Jahr 10% Auftragszuwachs. Dazu benötigt man Berater. Diese auszubilden wird nicht als Investition gewertet. Dazu mietet man neue Bürogebäude. Auch keine Investition etc.

Schönes Beispiel um vorzuführen welchen Schwachsinn BWL gebären kann, daher halte ich auch von sogenannten Betriebswirten keinen Deut, ein überflüssiger Beruf.
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 25. Jan 2019, 22:19

franktoast hat geschrieben:(25 Jan 2019, 16:38)

Kleiner Exkurs...

Du kannst so viele Nebelkerzen streuen wie du willst, die von dir behaupteten "praktisch 100%" existieren nicht mal ansatzweise.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon Klopfer » Fr 25. Jan 2019, 22:31

franktoast hat geschrieben:(25 Jan 2019, 16:38)

Kleiner Exkurs in die BWL (wobei alle Angaben ohne Gewähr, ich lass mich korrigieren)
Daimler hatte 2017 einen Nettogewinn von 10,5Mrd.€,. Dabei gab es Abschreibungen von 12Mrd. und Investitionen von 10,2Mrd (fast der komplette Gewinne).
-> Das bedeutet, obwohl Daimler fast so viel investiert hat wie sie Gewinn machen, ist die Nettoinvestitionsquote negativ.
-> selbst wenn ein Unternehmen immer 100% des Gewinnes reinvestieren würde, könnte die Nettoinvestitionsquote negativ sein.

https://quotes.wsj.com/XE/DAI/financial ... /cash-flow
https://quotes.wsj.com/XE/DAI/financial ... -statement
Ganz wichtig: Das ist das Konzernergebnis. Daimler ist natürlich nicht nur in Deutschland aktiv.

Nehmen wir ein anderes Beispiel. SAp vertreibt Software. Dabei erstellen sie natürlich auch Software, verdienen allerdings den Bärenanteil durch Beratung. Auch deren Nettoinvestitionsquote liegt in etwa bei 0. Nehmen wir an, SAP mietet seine Bürogebäude und Server. Nun hat man für das nächste Jahr 10% Auftragszuwachs. Dazu benötigt man Berater. Diese auszubilden wird nicht als Investition gewertet. Dazu mietet man neue Bürogebäude. Auch keine Investition etc.

Prima, wenn also so viel reinvestiert wird macht es ja nichts aus Gewinne und Vermögen die nicht investiert werden ab einer gewissen Höhe hoch zu besteuern. Das hätte nur Vorteile, Win-Win praktisch. :)
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon franktoast » Mo 28. Jan 2019, 10:56

Klopfer hat geschrieben:(25 Jan 2019, 21:43)

Und wieder eine Aussage die jeglicher Logik entbehrt.

Warum? Wenn weniger Leute studieren, dann hat man nicht die 2Mio. Einkommens- und Vermögenslosen in der Statistik, so dass der Median steigt. [Mod: beleidigendes Ad-Personam entfernt]
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: DAX-Unternehmen vergesellschaften - Gedankenexperiment

Beitragvon franktoast » Mo 28. Jan 2019, 11:00

Klopfer hat geschrieben:(25 Jan 2019, 22:31)

Prima, wenn also so viel reinvestiert wird macht es ja nichts aus Gewinne und Vermögen die nicht investiert werden ab einer gewissen Höhe hoch zu besteuern. Das hätte nur Vorteile, Win-Win praktisch. :)

Also Gewinne werden ja immer besteuert. Egal ob reinvestiert oder nicht. Und definiere "Vermögen, welches nicht investiert wird"? Wenn ein Unternehmen in einem Jahr 5Mrd. auf die Seite legt, um es im nächsten Jahr auszugeben, soll es dann besteuert werden?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.

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