Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Skull
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 15:41

GLÜ2010 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 12:27)


Von 371ooo Hartz 4-Beziehern sind 2/3 Vollzeit-Arbeitnehmer !!!

Sonst noch Fragen ?

Ja.

205.000 dividiert durch 371.000 sind wieviel Prozent ? :?:

Und erkennst DU einen Unterschied zwischen Minijob, Teilzeit- und Vollzeit- Arbeitnehmer ?

mfg
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Selina
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Selina » Mi 2. Jan 2019, 16:33

Diese soziale Marktwirtschaft ist einen Pfifferling wert. Beispiel gefällig? Heute (oder seit gestern) tritt die erneute Mindestlohnerhöhung in Kraft. Mit der Folge, dass massenhaft Arbeitgeber diesen Mindestlohn einfach umgehen, indem sie die Arbeitnehmer nötigen, Verträge mit weniger Stunden als vorher zu unterschreiben. Die Folge: In viele Bereichen, zum Beispiel bei Reinigungskräften und Bürohilfskräften, muss für dasselben Geld wie vorher dasselbe Pensum in weniger Stunden erledigt werden. So war es auch schon zur Einführung des Mindestlohnes. Und das vor allem im Osten. Das führt zu Akkordarbeit. Rechtlich sei das machbar, sagt der Zoll, dass die Stunden durch den Arbeitgeber reduziert würden, aber moralisch ist das höchst verwerflich. Die Leute schuften sich kaputt und müssen weiter aufstocken im Jobcenter. Gedacht aber war der glorreiche Mindestlohn mal so, dass die Menschen aus dem prekären Aufstocker-Verdienst endlich mal rauskommen und auch was sehen auf der Hand für ihre Maloche. Aber nein, sie werden noch mehr ausgebeutet als vorher. Und die Politiker aller Couleur klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, wie toll doch dieser Mindestlohn sei.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Jan 2019, 16:38

Selina hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:33)

Diese soziale Marktwirtschaft ist einen Pfifferling wert. Beispiel gefällig? Heute (oder seit gestern) tritt die erneute Mindestlohnerhöhung in Kraft. Mit der Folge, dass massenhaft Arbeitgeber diesen Mindestlohn einfach umgehen, indem sie die Arbeitnehmer nötigen, Verträge mit weniger Stunden als vorher zu unterschreiben. Die Folge: In viele Bereichen, zum Beispiel bei Reinigungskräften und Bürohilfskräften, muss für dasselben Geld wie vorher dasselbe Pensum in weniger Stunden erledigt werden. So war es auch schon zur Einführung des Mindestlohnes. Und das vor allem im Osten. Das führt zu Akkordarbeit. Rechtlich sei das machbar, sagt der Zoll, dass die Stunden durch den Arbeitgeber reduziert würden, aber moralisch ist das höchst verwerflich. Die Leute schuften sich kaputt und müssen weiter aufstocken im Jobcenter. Gedacht aber war der glorreiche Mindestlohn mal so, dass die Menschen aus dem prekären Aufstocker-Verdienst endlich mal rauskommen und auch was sehen auf der Hand für ihre Maloche. Aber nein, sie werden noch mehr ausgebeutet als vorher. Und die Politiker aller Couleur klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, wie toll doch dieser Mindestlohn sei.

Gegen kriminelle Energie hilft nun mal kein Gesetz. Trotzdem ist unsere Marktwirtschaft sehr sozial. So sozial dass die halbe Welt lieber heute als morgen nach Deutschland kommen möchte. Manchmal glaube ich dass die Leute den Blick für das Machbare verlieren.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Jan 2019, 16:43

Stiefhexenwolf hat geschrieben:(31 Dec 2018, 21:05)

Hier im Süden verdienen die Frisösen bereits 12€ + Trinkgeld. Versuchen trotzdem alle aus dem Drecksjob raus zu kommen, in der Industrie gibt es das Doppelte mit weit weniger Arbeit...

Selbst gehe ich 2x im Jahr zum Friseur. Im Urlaub für 2,50 Euro. 12€ mit Trinkgeld ist mir das Haarschnitt nickt wert - Nachbarin schneidet die Haare für 5€ (und ich könnte locker zwischen 10 so Tanten wählen die das in der Freizeit machen). Die meisten Männer die ich kenne gehen gar ned zum Friseur sondern schneiden die Haare selbst mit der Maschine.


Und durch diese Geiz ist geil Mentalität haben Friseure einen geringen Lohn. Ich zahle gerne 14 €uro + Trinkgeld für solide Handwerkskunst. Dafür spare ich am Smartphone + Tarif. Dafür gebe ich kaum einen Euro aus. Und ich fahre einen Kleinwagen statt SUV obwohl ich mir den leisten könnte.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Mi 2. Jan 2019, 16:47

Selina hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:33)

[*]Heute (oder seit gestern) tritt die erneute Mindestlohnerhöhung in Kraft. Mit der Folge, dass massenhaft Arbeitgeber diesen Mindestlohn einfach umgehen, indem sie die Arbeitnehmer nötigen, Verträge mit weniger Stunden als vorher zu unterschreiben. [*] Und die Politiker aller Couleur klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, wie toll doch dieser Mindestlohn sei.


Das geht nur weil die Politiker darauf bauen können, dass die Mehrheit der Bevölkerung ebenso naiv ist und das nicht versteht. Siehe auch hier im Forum wo, sobald über die Situation von Geringverdienern und Zuverdienstregelungen im Sozialsystem die Rede ist, fast reflexhaft von viele die Ansage kommt, dass ein hoher Mindestlohn ja augenblicklich die Situation löst, da dann ja alle die Vollzeit Mindestlohn arbeiten, und das sollten ja schließlich alle sein..., dann quasi reich sind. Auf die Idee, dass es selbst dann noch Leute geben wird die nur 700 Euro monatlich verdienen wenn der Mindetlohn pro Stunde 700 Euro ist, nämlich dann wenn der Arbeiter nur eine Stunde pro Monat arbeitet oder arbeiten darf, darauf kommt keiner.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 16:50

Selina hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:33)

Mit der Folge, dass massenhaft Arbeitgeber diesen Mindestlohn einfach umgehen,
indem sie die Arbeitnehmer nötigen, Verträge mit weniger Stunden als vorher zu unterschreiben.

Das hat nichts mit Markt oder Marktwirtschaft zu tun.

Nötigung ist krimininell.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 16:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:43)

Und durch diese Geiz ist geil Mentalität haben Friseure einen geringen Lohn.
Ich zahle gerne 14 €uro + Trinkgeld für solide Handwerkskunst.

Ich zahle...20 Euro. Für 15 - 20 Minuten.

60 -80 Euro die Stunde bei Vollauslastung...halte ich für fair.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 16:54

Maltrino hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:47)

dass ein hoher Mindestlohn ja augenblicklich die Situation löst,
da dann ja alle die Vollzeit Mindestlohn arbeiten,
und das sollten ja schließlich alle sein..., dann quasi reich sind.

Wie kommt man auf so verquerte Aussagen ?

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 2. Jan 2019, 17:11

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:43)

Und durch diese Geiz ist geil Mentalität haben Friseure einen geringen Lohn. Ich zahle gerne 14 €uro + Trinkgeld für solide Handwerkskunst. Dafür spare ich am Smartphone + Tarif. Dafür gebe ich kaum einen Euro aus. Und ich fahre einen Kleinwagen statt SUV obwohl ich mir den leisten könnte.



Naja, ich vermute, immer mehr Menschen in diesem Lande, insbesondere verHartzte, Niedriglöhner, Aufstocker und Leiharbeiter, müssen schon aufs Geld achten. Es dürften also mittlerweile deutlich mehr als 25% betroffen sein.

Ich habe übrigens gar kein Smartphone, obwohl man diesen Scheiß bereits an jeder Ecke nachgeworfen bekommt, das ist längst keine Frage des Geldes mehr. Da ich relativ viel unterwegs bin, aber bisher noch nie die Sahara durchqueren oder in den Himalaya fahren wollte, kaufte ich mir auch keinen SUV. Ein Unternehmer allerdings muss zeigen, dass er auf Kosten anderer die Umwelt verpesten kann. Ich denke, das ist eine Imagefrage. Erfolgreich ist, wer auf Kosten anderer in Saus und Braus lebt.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 17:38

Iwan der Liebe hat geschrieben:(02 Jan 2019, 17:11)

Ich denke, das ist eine Imagefrage. Erfolgreich ist, wer auf Kosten anderer in Saus und Braus lebt.

Da denkst Du...falsch.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Jan 2019, 18:06

Skull hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:52)

Ich zahle...20 Euro. Für 15 - 20 Minuten.

60 -80 Euro die Stunde bei Vollauslastung...halte ich für fair.

mfg

Natürlich. 60-80 €uro kostet ja auch eine Betriebsstunde in solchen Gewerken.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » Mi 2. Jan 2019, 18:11

Selina hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:33)

Diese soziale Marktwirtschaftist einen Pfifferling wert. Beispiel gefällig? Heute (oder seit gestern) tritt die erneute Mindestlohnerhöhung in Kraft. Mit der Folge, dass massenhaft Arbeitgeber diesen Mindestlohn einfach umgehen, indem sie die Arbeitnehmer nötigen, Verträge mit weniger Stunden als vorher zu unterschreiben. ......



S16 :Odin

Tja, nur wen soll man wählen? Für mich sind alle Parteien unwählbar.



Ganz recht , "Diese soziale Marktwirtschaft ist keinen Pfifferling wert." Jedenfalls was uns mindestens seit Schröder immer noch als soziale Marktwirtschaft verkauft wird ist Neo-Liberale-(Profitmaximierungs)Marktwirtschaft . Punkt .

Das ist möglich , weil in den Führungsgremien fast aller Parteien immer noch (zumindest ) neo-liberal( angehauchte ) Politiker sitzen ; außer bei den Linken . Aber als Ausgleich lötschen die durch die Gegend und suchen im Sinne Ihrer Kommunistichen-Plattform neue Wege zum Kommunismus . Na BRAVO !!! Eins ist wie das Andere genau so beschissen für die überwiegende Mehrheit der ARBEITNEHMER .

Auch RAHMEN-Gesetze bewirken wenig , wenn nicht gleichzeitig das notwendige Werkzeug zur Durchsetzung mit geliefert wird . Siehe Fehlkonstruktion EU .

Wir sollten unseren Politikern endlich zumindest klarmachen , dass wir uns IHRE …. Wirtschaft nicht mehr als Soziale-Marktwirtschaft verkaufen lassen . Punkt .

Es gibt viel zu tun . Lassen WIR es wie gehabt liegen ? .

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Selina » Mi 2. Jan 2019, 18:23

GLÜ2010 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 18:11)

Ganz recht , "Diese soziale Marktwirtschaft ist keinen Pfifferling wert." Jedenfalls was uns mindestens seit Schröder immer noch als soziale Marktwirtschaft verkauft wird ist Neo-Liberale-(Profitmaximierungs)Marktwirtschaft . Punkt .

Das ist möglich , weil in den Führungsgremien fast aller Parteien immer noch (zumindest ) neo-liberal( angehauchte ) Politiker sitzen ; außer bei den Linken . Aber als Ausgleich lötschen die durch die Gegend und suchen im Sinne Ihrer Kommunistichen-Plattform neue Wege zum Kommunismus . Na BRAVO !!! Eins ist wie das Andere genau so beschissen für die überwiegende Mehrheit der ARBEITNEHMER .

Auch RAHMEN-Gesetze bewirken wenig , wenn nicht gleichzeitig das notwendige Werkzeug zur Durchsetzung mit geliefert wird . Siehe Fehlkonstruktion EU .

Wir sollten unseren Politikern endlich zumindest klarmachen , dass wir uns IHRE …. Wirtschaft nicht mehr als Soziale-Marktwirtschaft verkaufen lassen . Punkt .

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Was genau würdest du tun, um das zu ändern? Welche Partei hälst du für am besten geeignet, das alles zu ändern, was du kritisierst?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 18:30

GLÜ2010 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 18:11)

Ganz recht , "Diese soziale Marktwirtschaft ist keinen Pfifferling wert." Jedenfalls was uns mindestens seit Schröder immer noch als soziale Marktwirtschaft verkauft wird ist Neo-Liberale-(Profitmaximierungs)Marktwirtschaft .

Punkt .

Nix Punkt.

Maximal ein (provozierendes) Fragezeichen.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 2. Jan 2019, 19:57

GLÜ2010 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 18:11)

Ganz recht , "Diese soziale Marktwirtschaft ist keinen Pfifferling wert." Jedenfalls was uns mindestens seit Schröder immer noch als soziale Marktwirtschaft verkauft wird ist Neo-Liberale-(Profitmaximierungs)Marktwirtschaft . Punkt .

Das ist möglich , weil in den Führungsgremien fast aller Parteien immer noch (zumindest ) neo-liberal( angehauchte ) Politiker sitzen ; außer bei den Linken . Aber als Ausgleich lötschen die durch die Gegend und suchen im Sinne Ihrer Kommunistichen-Plattform neue Wege zum Kommunismus . Na BRAVO !!! Eins ist wie das Andere genau so beschissen für die überwiegende Mehrheit der ARBEITNEHMER .

Auch RAHMEN-Gesetze bewirken wenig , wenn nicht gleichzeitig das notwendige Werkzeug zur Durchsetzung mit geliefert wird . Siehe Fehlkonstruktion EU .

Wir sollten unseren Politikern endlich zumindest klarmachen , dass wir uns IHRE …. Wirtschaft nicht mehr als Soziale-Marktwirtschaft verkaufen lassen . Punkt .

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Ach Klassenkampf...... Das ist 20. Jahrhundert. Ein mehr an Gerechtigkeit kann man nur durch starke Regulierungen in der Finanzindustrie erreichen. Denn die treiben die Kosten für die Mittel und Unterschicht in die Höhe. Nur gibt es leider keine wählbare Partei die dies ändern möchte. Man hat in den Parteien nämlich noch gar nicht erkannt welche Sprengkraft die Profitwünsche der Finanzindustrie haben.

Mehr soziale Wohltaten helfen da nicht weiter. Und bei fast 1 Billion €uro an Sozialtransfers im Jahr ist da auch kein großer Spielraum mehr. Wer heute soziale Probleme lösen will muß die Kosten senken. Und zwar überall da wo es den Menschen weh tut. Derzeit vor allem beim Wohnen. Bauen ist viel zu teuer durch zu viele Auflagen. Und wenn der Bauherr ein Finanzinvestor ist kann es sogar vorkommen dass gar nicht gebaut wird. Es wird einfach abgewartet bis der Baugrund wertvoller wird um ihn dann weiter zu verkaufen.

Da liegen die Probleme. Und nicht bei den sinnvollen Reformen von Schröder. Die waren notwendig weil die Arbeitslosenzahlen durch die Decke gingen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 2. Jan 2019, 20:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2019, 19:57)

Ach Klassenkampf...... Das ist 20. Jahrhundert. Ein mehr an Gerechtigkeit kann man nur durch starke Regulierungen in der Finanzindustrie erreichen. Denn die treiben die Kosten für die Mittel und Unterschicht in die Höhe. Nur gibt es leider keine wählbare Partei die dies ändern möchte. Man hat in den Parteien nämlich noch gar nicht erkannt welche Sprengkraft die Profitwünsche der Finanzindustrie haben.

Mehr soziale Wohltaten helfen da nicht weiter. Und bei fast 1 Billion €uro an Sozialtransfers im Jahr ist da auch kein großer Spielraum mehr. Wer heute soziale Probleme lösen will muß die Kosten senken. Und zwar überall da wo es den Menschen weh tut. Derzeit vor allem beim Wohnen. Bauen ist viel zu teuer durch zu viele Auflagen. Und wenn der Bauherr ein Finanzinvestor ist kann es sogar vorkommen dass gar nicht gebaut wird. Es wird einfach abgewartet bis der Baugrund wertvoller wird um ihn dann weiter zu verkaufen.

Da liegen die Probleme. Und nicht bei den sinnvollen Reformen von Schröder. Die waren notwendig weil die Arbeitslosenzahlen durch die Decke gingen.



Was denn, weil die Arbeitslosenzahlen stiegen, musste man den Betroffenen den Brotkorb hoch hängen, die drangsalieren, bespitzeln und das Grundgesetz mit Füßen treten -Schröders Agenda wurde ja immer wieder bescheinigt, insbesondere gegen Artikel 1GG zu verstoßen?

Krasse Sicht. Natürlich darf ein Soze das GG als Klopapier betrachten, welches allenfalls dem Bundespräsidenten als Vorlage für inhaltsleere Reden dient. Aber dann sollte man den Rechtsaußen deren Grundgesetzfeindlichkeit nicht zum Vorwurf machen.

Seit Schröder haben wir eine asoziale Marktwirtschaft.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Mi 2. Jan 2019, 21:03

Skull hat geschrieben:(02 Jan 2019, 16:54)

Wie kommt man auf so verquerte Aussagen ?

mfg


Wieso, das hat doch euer bayerischer Liebling, der selbsternannte "Realist" mit Heinz Erhard Bild immer gesagt, dass es kein Problem mit Geringverdienern gibt weil jemand der zwar zu Mindestlohn, aber VOLLZEIT arbeitet, ja nicht arm ist...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 21:05

Maltrino hat geschrieben:(02 Jan 2019, 21:03)

Wieso, das hat doch euer bayerischer Liebling, der selbsternannte "Realist" mit Heinz Erhard Bild immer gesagt, dass es kein Problem mit Geringverdienern gibt weil jemand der zwar zu Mindestlohn, aber VOLLZEIT arbeitet, ja nicht arm ist...

Aha...weil irgendein User (vielleicht mal) so eine Aussage getätigt hat...kommst DU zu so einen Blödsinn.

Gratulation.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 2. Jan 2019, 23:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jan 2019, 19:57)

Ach Klassenkampf...... Das ist 20. Jahrhundert. Ein mehr an Gerechtigkeit kann man nur durch starke Regulierungen in der Finanzindustrie erreichen. Denn die treiben die Kosten für die Mittel und Unterschicht in die Höhe. Nur gibt es leider keine wählbare Partei die dies ändern möchte. Man hat in den Parteien nämlich noch gar nicht erkannt welche Sprengkraft die Profitwünsche der Finanzindustrie haben.

Mehr soziale Wohltaten helfen da nicht weiter. Und bei fast 1 Billion €uro an Sozialtransfers im Jahr ist da auch kein großer Spielraum mehr. Wer heute soziale Probleme lösen will muß die Kosten senken. Und zwar überall da wo es den Menschen weh tut. Derzeit vor allem beim Wohnen. Bauen ist viel zu teuer durch zu viele Auflagen. Und wenn der Bauherr ein Finanzinvestor ist kann es sogar vorkommen dass gar nicht gebaut wird. Es wird einfach abgewartet bis der Baugrund wertvoller wird um ihn dann weiter zu verkaufen.

Da liegen die Probleme. Und nicht bei den sinnvollen Reformen von Schröder. Die waren notwendig weil die Arbeitslosenzahlen durch die Decke gingen.

Möglicherweise liegst du falsch.
Schröder hat den Strukturwandel für die Marktwirtschaft erträglich gemacht.
Und wo blieben die Bürger?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 23:20

Bielefeld09 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 23:04)

Und wo blieben die Bürger?

Die bleiben hier. :)

Und müssen weniger auswandern oder ins Ausland pendeln, weil es hier erkennbar mehr Arbeit gibt.

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