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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 09:41
von zollagent
Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:39)

Was wir aber wirklich bräuchten ist ein elektrisch betriebener Kleinstwagen (2 Sitze, 300 l-Kofferraum) für kleines Geld (€ 8000), den man zu Hause wieder aufladen kann. Aber genau den, wollen unsere Autokonzerne nicht bauen, weil seine Existens den schönen Hype um das "heilige Blech" kaputt machen würde. Also müsste die Politik dafür sorgen; schon aus Umweltschutzgründen. Aber auch hier wird satt am Autowahn mitverdient. Seht es endlich ein - es geht darum, dass wir einen möglichst hohen Anteil unserer Einkommen für's Auto ausgeben. Nur darum geht's!

Elser

Was wir wirklich brauchen, wird wieder mal von einer Seite vorgegeben, die einer Ideologie anhängt, die den Menschen zu sehr vorschrieb, "was sie brauchen".

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 09:42
von Skull
Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:39)

Was wir aber wirklich bräuchten ist ein elektrisch betriebener Kleinstwagen (2 Sitze, 300 l-Kofferraum) für kleines Geld (€ 8000), den man zu Hause wieder aufladen kann. Aber genau den, wollen unsere Autokonzerne nicht bauen, weil seine Existens den schönen Hype um das "heilige Blech" kaputt machen würde. Also müsste die Politik dafür sorgen; schon aus Umweltschutzgründen. Aber auch hier wird satt am Autowahn mitverdient. Seht es endlich ein - es geht darum, dass wir einen möglichst hohen Anteil unserer Einkommen für's Auto ausgeben. Nur darum geht's!

Elser

Ich weiß nicht, ob die Politik für die Entwicklung von Produkten von privaten Firmen zuständig ist.

Desweiteren verstehe ich nicht, was DAS mit dem Threadthema zu tun haben soll. :?:

mfg

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 09:43
von zollagent
Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:29)

Übrigens - finde ich es als völlig absurd, wenn VW-Aktionäre Ihren eigenen Konzern verklagen. Sind sie doch Mitbesitzer und auch Mitschuldner (ökonomisch nicht rechtlich). Eine solche Mitschuld drückt sich nun einmal in sinkenden Aktienkursen und fehlender, oder geringer, Dividende aus. Klagen könnten Sie, meiner Meinung nach, bestenfalls gegen Vorstand und Aufsichtsrat. Aber - wer hat die bestellt und ihnen die Haftungseinschränkungen gegeben? Solange die Aktien gut abwarfen, haben sich die Aktionärte einen Scheissdreck um ein anständiges, rechtmässiges, umweltgerechtes und sozieles Verhalten ihres Konzerns gekümmert. Also - Augen auf beim Aktienkauf und nicht immer nur auf die Dividende schauen.

Elser

Genau darauf aber wird geschaut. Letztlich können Aktieneigner aber auch geltend machen, daß sie durch ihren Aktienkauf NICHT Betrug fördern wollten. Und zu widerlegen ist das wohl eher nicht, oder? ;)

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 09:44
von zollagent
Skull hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:42)

Ich weiß nicht, ob die Politik für die Entwicklung von Produkten von privaten Firmen zuständig ist.

Desweiteren verstehe ich nicht, was DAS mit dem Threadthema zu tun haben soll. :?:

mfg

Es ist die Gelegenheit zum Einhaken für eine Einstellung, die wohl als bereits gescheitert anzusehen ist.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 09:58
von H2O
Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:39)

Was wir aber wirklich bräuchten ist ein elektrisch betriebener Kleinstwagen (2 Sitze, 300 l-Kofferraum) für kleines Geld (€ 8000), den man zu Hause wieder aufladen kann. Aber genau den, wollen unsere Autokonzerne nicht bauen, weil seine Existens den schönen Hype um das "heilige Blech" kaputt machen würde. Also müsste die Politik dafür sorgen; schon aus Umweltschutzgründen. Aber auch hier wird satt am Autowahn mitverdient. Seht es endlich ein - es geht darum, dass wir einen möglichst hohen Anteil unserer Einkommen für's Auto ausgeben. Nur darum geht's!

Elser


So etwas ist doch im Zulauf mit dem e.Go Life. Nicht ganz so billig, aber fast, auch nicht ganz so weit fahrend... aber immerhin. Und staatliche Hilfen gab es dafür in NRW auch.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 10:58
von jorikke
zollagent hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:41)

Was wir wirklich brauchen, wird wieder mal von einer Seite vorgegeben, die einer Ideologie anhängt, die den Menschen zu sehr vorschrieb, "was sie brauchen".


Ein wirklich kluger Satz sagt aus, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Deshalb wünsche ihr dir von ganzen Herzen genügend Kohle um dir mal ein richtiges Auto leisten zu können.
Der daraus resultierende Satz wäre dann: "Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern."

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 11:00
von H2O
Skull hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:42)

Ich weiß nicht, ob die Politik für die Entwicklung von Produkten von privaten Firmen zuständig ist.

Desweiteren verstehe ich nicht, was DAS mit dem Threadthema zu tun haben soll. :?:

mfg


Grundsätzlich sollte es so sein, daß der Staat sich aus dem Handeln der Wirtschaft über kluge Fördermaßnahmen hinaus heraus halten sollte. Das sehe ich leider nicht im Fall der Dieselskandale. Da hätte ich den Staat als Anwalt der betrogenen Kunden erwartet. Anstatt dessen mußten Verbraucherverbände gebildet werden, um die Interessen der Kunden durch zu setzen.

Erst jetzt, wo die Fahrverbote in großen Städten und hohe Wertverluste der Fahrzeuge zu erheblichem Ärger mit den betrogenen Kunden führen könnten, wird der Staat plötzlich tätig, werden HW-Lösungen "angedacht", die schon vor 2 Jahren auf dem Tisch lagen. Da waren US-Gerichte deutlich schneller!

Insofern sehe ich schon einen Zusammenhang zwischen der Klage nach 3 Jahren Dieselskandal und einer fehlgeleiteten staatlichen Förderpolitik durch Stillehalten.

Aber tröstlich: Es tut sich allmählich etwas!

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 11:08
von jorikke
jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2018, 10:58)

Ein wirklich kluger Satz sagt aus, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Deshalb wünsche ihr dir von ganzen Herzen genügend Kohle um dir mal ein richtiges Auto leisten zu können.
Der daraus resultierende Satz wäre dann: "Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern."


Pardon, Zollagent, das war natürlich an Elser gerichtet.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 11:26
von zollagent
jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2018, 10:58)

Ein wirklich kluger Satz sagt aus, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Deshalb wünsche ihr dir von ganzen Herzen genügend Kohle um dir mal ein richtiges Auto leisten zu können.
Der daraus resultierende Satz wäre dann: "Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern."

Ich habe mich nie über mein Auto definiert. Ich war mit einem 14 Jahre alten Renault 5 genau so glücklich wie mit einem nagelneuen Ford Escort RSi. Es gibt andere Dinge, die für mich bestimmend sind. Heute z.B. die Apfelernte in meinem Garten, die ja dieses Jahr so reichlich ausfällt, daß ich nicht weiß, ob ich sie ganz nutzen kann. ;)

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 11:27
von zollagent
jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2018, 11:08)

Pardon, Zollagent, das war natürlich an Elser gerichtet.

OK. Ich hoffe, meine Antwort war trotzdem einleuchtend. ;)

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 12:10
von Alpha Centauri
zollagent hat geschrieben:(15 Sep 2018, 11:26)

Ich habe mich nie über mein Auto definiert. Ich war mit einem 14 Jahre alten Renault 5 genau so glücklich wie mit einem nagelneuen Ford Escort RSi. Es gibt andere Dinge, die für mich bestimmend sind. Heute z.B. die Apfelernte in meinem Garten, die ja dieses Jahr so reichlich ausfällt, daß ich nicht weiß, ob ich sie ganz nutzen kann. ;)


Es gibt aber zahlreiche oberflächliche Zeitgenossen die sich nur über materiellen Besitz definieren, weil sie intellektuell arm dran sind.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 12:12
von yogi61
zollagent hat geschrieben:(15 Sep 2018, 11:26)

Ich habe mich nie über mein Auto definiert. Ich war mit einem 14 Jahre alten Renault 5 genau so glücklich wie mit einem nagelneuen Ford Escort RSi. Es gibt andere Dinge, die für mich bestimmend sind. Heute z.B. die Apfelernte in meinem Garten, die ja dieses Jahr so reichlich ausfällt, daß ich nicht weiß, ob ich sie ganz nutzen kann. ;)


Bravo. :thumbup:

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 12:57
von jorikke
zollagent hat geschrieben:(15 Sep 2018, 11:26)

Ich habe mich nie über mein Auto definiert. Ich war mit einem 14 Jahre alten Renault 5 genau so glücklich wie mit einem nagelneuen Ford Escort RSi. Es gibt andere Dinge, die für mich bestimmend sind. Heute z.B. die Apfelernte in meinem Garten, die ja dieses Jahr so reichlich ausfällt, daß ich nicht weiß, ob ich sie ganz nutzen kann. ;)


Ja, das ist eine schöne Einstellung.
Nun ist aber die Apfelernte in einigen Wochen vorbei, was ist dann für dich bestimmend?
Ich hatten es mehr mit langfristigen Zielen.
Große Autos habe ich nebenbei billigend in Kauf genommen.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 15:50
von zollagent
Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Sep 2018, 12:10)

Es gibt aber zahlreiche oberflächliche Zeitgenossen die sich nur über materiellen Besitz definieren, weil sie intellektuell arm dran sind.

Als ich 18 war, war das eigene Auto wichtig. Heute bin ich 60. Und dazwischen habe ich viel gelernt.

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 15:51
von zollagent
jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2018, 12:57)

Ja, das ist eine schöne Einstellung.
Nun ist aber die Apfelernte in einigen Wochen vorbei, was ist dann für dich bestimmend?
Ich hatten es mehr mit langfristigen Zielen.
Große Autos habe ich nebenbei billigend in Kauf genommen.

Wie sagte ein alter Kaiser mal? Schaun mer mal. :D

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 16:24
von Realist2014
Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Sep 2018, 12:10)

Es gibt aber zahlreiche oberflächliche Zeitgenossen die sich nur über materiellen Besitz definieren, weil sie intellektuell arm dran sind.



Auf der anderen Seite ist aber materieller Besitz keinesfalls ein Indiz für "intellektuelle Armut"...

fehlender materieller Wohlstand ist aber dafür sehr häufig im Fehlen von ökonomisch relevanter Intelligenz zu begründen..

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 16:25
von Realist2014
zollagent hat geschrieben:(15 Sep 2018, 15:50)

Als ich 18 war, war das eigene Auto wichtig. Heute bin ich 60. Und dazwischen habe ich viel gelernt.


auch in unserem biblischen Alter kann mit dem eigenen Cabrio zu fahren schon Freude bereiten...

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 16:33
von H2O
Realist2014 hat geschrieben:(15 Sep 2018, 16:24)

Auf der anderen Seite ist aber materieller Besitz keinesfalls ein Indiz für "intellektuelle Armut"...

fehlender materieller Wohlstand ist aber dafür sehr häufig im Fehlen von ökonomisch relevanter Intelligenz zu begründen..


gezeichnet Bernard L. Madoff
    Madoff verdient im Gefängnis 40 Dollar im Monat. Inzwischen soll er ein beliebter Häftling sein, da er Mitgefangenen 'clevere' Anlagetipps gibt. Reich durch Knast!

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: Sa 15. Sep 2018, 16:43
von Realist2014
H2O hat geschrieben:(15 Sep 2018, 16:33)

gezeichnet Bernard L. Madoff
    Madoff verdient im Gefängnis 40 Dollar im Monat. Inzwischen soll er ein beliebter Häftling sein, da er Mitgefangenen 'clevere' Anlagetipps gibt. Reich durch Knast!



da kannst du mal sehen

ökonomische Intelligenz kann man nicht "wegsperren"... :D

Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Verfasst: So 16. Sep 2018, 10:00
von Elser
Skull hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:42)

Ich weiß nicht, ob die Politik für die Entwicklung von Produkten von privaten Firmen zuständig ist.

Desweiteren verstehe ich nicht, was DAS mit dem Threadthema zu tun haben soll. :?:

mfg


Nun - irgentjemand sagte einemal: "Alles ist Politik". :D Aber im Ernst - zunächst einmal ist es die Firmenpolitik die letztendlich dafür sorgt, dass solche Verstösse stattfinden, wie z. B. der Dieselbetrug. Eine solche, verfehlte Firmenpolitik könnte aber nicht stattfinden, wenn Regierung und Parlament nicht für ein entsprechendes Klima sorgen würde. Es sind letztendlich die Verfehlungen der Politik die soetwas möglich machen. Das die NOx -Werte in den Städten zu hoch waren, haben die Politiker doch gewusst. Sie konnten sich auch gut vorstellen, wie es dazu kam. Sie mussten auf das Problem aber erst, durch eine Umwelorganisation und us-amerikanische Istitutionen, aufmerksam gemacht werden.

Letztendlich muss doch jedem, einigermassen aufgeklärten Menschen, längst klar sein, dass wir zu viel Kohlenstöff verbrennen. Besonders eben auch im Strassenverkehr. Wenn die Polik hier rechtzeitig eingegriffen hätte und dafür gesorgt hätte, das wir unsere Einkäute, Fahrten zur Arbeit (u.Ä.) nicht mit einem SUV sondern mit dafür wirklich sinnvollen Transportmittel tätigen würden, wäre es garnicht erst zu solchen Verwerfungen gekommen. Die Klüngelei der Politik mit der Autoindustrie hat letztendlich dazu geführt, dass die Auto-Vorstände sich für eine Art Götter zu halten schienen, die alles machen können. Leider hat dieses politische Verhalten auch zu einen lächerlichen Hype um das Auto geführt, sodass große Teile der Bevölkerung sich über ihre stinkige Kiste definieren und das "Recht", die Luft damit zu verpesten, mit Zähnen und Klauen verteidigen. Ein Umdenken ist gefragt. Es wird Zeit das wir Autos als das ansehen was sie sind; ein Transportmittel. Alles andere ist Anachronismus - leider (finde tolle Autos auch interessant). Leider fehlen uns z. T. die richtigen Autos. Die Politik könnte durch Gesetze und Verordnungen dafür sorgen, dass solche sinnvollen Fahrzeugen gebaut würden. Eine progressive KFZ-Steuer z.B. könnte die Zulassung so mancher Dreckschleuder verhindern. Aber auch Fahrverbote sind wohl nicht zu umgehen. Die Polik muss die nötigen Vorgaben bestimmen UND auch für die strenge Überwachung dieser sorgen. Die Autoindustrie kann sich dann darum bemühen Fahrzeuge herzustellen, die diesen Vorgaben entsprechen. Bisher war das eher umgekehrt.

Das alles müsste natürlich rechtzeit und von langer Hand geplant und bekanntgegeben werden. Hektisches Handel, weil einem jemand auf die Finger klopft, ist naturlich jämmerlich und verschafft dem Bürger nur unnötige Kosten und Ärger (siehe Dieselfahrverbote). Aber für lange Pläne ist wohl schon zu Spät. Ich kann mich nur über meine Mitmenschen wundern, die jetzt tatsächlich noch wuchtige Spritfresser wie diese SUVs kaufen. Was glaubt Ihr, wie lange die damit noch überall hinfahren dürfen? :D

Elser