Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

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Nathan
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Di 8. Aug 2017, 12:39

franktoast hat geschrieben:(08 Aug 2017, 12:36)

Wenn es anders war, dann war es kein "Diktieren der Banken". Wenn die Politiker darüber abgestimmt haben, wo ist das Problem?

Du kannst mir auch einen Zettel schreiben, auf dem steht, ich verkauf dir mein Haus für 1€. Wenn ich nicht unterschreibe, diktierst du mir schlichtweg nix und der Vertrag gilt nicht.

Mein ganzer Beitrag handelte nicht von Banken. Die kamen zwar auch vor, aber nur thematisch völlig untergeordnet. Was ist mit dir?
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franktoast
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon franktoast » Di 8. Aug 2017, 12:54

Nathan hat geschrieben:(08 Aug 2017, 12:39)

Mein ganzer Beitrag handelte nicht von Banken. Die kamen zwar auch vor, aber nur thematisch völlig untergeordnet. Was ist mit dir?

Ok stimmt. Entwarnung hast du in dem Fall gegeben. Alles gut.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Anderus » Di 8. Aug 2017, 13:10

Diese Relativiereei kotzt nur noch an. Warum ist die Rede denn nicht den Gewerkschaften vorgelegt worden? den Verbrauerverbänden, den Bischöfen, den Islamvertretern, .....? Die hätten ja vielleicht auch ein paar Änderungswünsche angemeldet oder gerne ein paar Beschönigungen erwartet. Nein, man sucht sich eine Truppe aus, die über Jahre, Autos mit manipulierten Einrichtungen verkauft haben, in der Hoffnung, das der Käufer für diese manipulierten Eigenschaften mehr Geld hinlegt, als für die Stinker, die diese Autos sind und waren. Ein Schalk könnte das Betrug nennen. Aber, es geht ja weiter. Nun meldet man sich und zeigt sich selber an, weil man gegen Kartellgesetze verstoßen hat, wo Milliarden von Strafen zu erwarten sind.

Die Rentner, die Arbeiter und alle Schwachen, gehen dem Ministerpräsident offensichtlich am Po vorbei. In einer Truppe, wo mutmaßlich betrogen wird, und gegen Kartellgesetze verstoßen wird, und, wo der Ministerpräsident sogar noch zum Aufsichtsrat gehört, scheint er sich dagegen äußerst wohl zu fühlen. [Mod: editiert]
Zuletzt geändert von Skull am Di 8. Aug 2017, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 14:15

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 13:10)



Die Rentner, die Arbeiter und alle Schwachen,]


Die Rentner verfügen über ein Gesamtvermögen von mehr als 6 Billionen Euro...
Die Anwartschaften mitgerechnet, sogar im Wert von 9 Billionen Euro...

schon sehr schwach, diese Rentner... :rolleyes:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Anderus » Di 8. Aug 2017, 14:28

Realist2014 hat geschrieben:(08 Aug 2017, 14:15)

Die Rentner verfügen über ein Gesamtvermögen von mehr als 6 Billionen Euro...
Die Anwartschaften mitgerechnet, sogar im Wert von 9 Billionen Euro...

schon sehr schwach, diese Rentner... :rolleyes:


Ich weis, darauf trampelst Du dich noch mal tot. Kannst Du dir vorstellen, das das in 30 Jahren, ganz anders aussieht? Was willst Du denn damit sagen? sollen die Rentner, die jetzt noch reich sind, die Machenschaften des Niedersachsen-Ministerpräsident unterstützen, weil sie ja "Dieseinen" sind?
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 15:42

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 14:28)

Ich weis, darauf trampelst Du dich noch mal tot. Kannst Du dir vorstellen, das das in 30 Jahren, ganz anders aussieht? ?


in 30 Jahren beträgt dann das Gesamtvermögen der Rentner dann 20 Billionen Euro...

deine apokalyptischen "Untergangsszenarien" werden sich nur in deinem Kopf manifestieren
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 15:43

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 14:31)

Interessant, man darf also in einem Thread, wo es um Demokratie geht, nichts mehr zu Wahlen schreiben, und auch nicht mehr, wo es um vermutete Büttel geht, wie man das verhindern oder bekämpfen kann?


warum willst du die Marktwirtschaft, speziell den Produktionsfaktor Kapital, "bekämpfen"?
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Selina » Di 8. Aug 2017, 16:01

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:37)

Als Verfechter der Theorie, dass in Wirtschaftsfragen unsere Regierung und damit auch unsere ganze Gesellschaft von der deutschen, z.Tl. sogar von der ausländischen Industrie direkt und indirekt gesteuert wird muss ich hier der guten Ordnung halber auf einen Vorfall hinweisen, der diese Theorie trotz des ersten Augenscheins bei näherer Betrachtung NICHT stützt.

Es handelt sich um einen, natürlich von der CSU und ihrem Herrn Scheuer, aber auch von anderen Parteien zur "Affaire" stilisierten Vorgang in Niedersachsen. Die Landesregierung hatte eine Rede Ihres Ministerpräsidenten über den Dieselskandal von dem direkt betroffenen Unternehmen VW gegenlesen lassen und auf Vorschlag von VW auch einige Korrekturen vorgenommen. Das stinkt natürlich zum Himmel. Bei Würdigung aller Fakten jedoch fällt der wilde politische Tornado kraftlos in sich zusammen. Wichtig zu wissen sind drei Dinge:

Erstens wurde der Hauptvorwurf nicht angetastet:



Zweitens wurden alle Änderungswünsche von VW zwar dokumentiert aber nicht alle umgesetzt, zum Beispiel:



Drittens ist es ganz selbstverständlich, eine so heikle Rede, die zwei völlig unterschiedliche Rechtssysteme mit deutlich unterschiedlichen Rechtsauffassungen allen Betroffen zur Prüfung auf eventuelle Rechtsverstöße vorgelegt wird. VW hat dabei sogar einen kleinen Fehler im Satzbau korrigiert.

--> http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stephan-weil-diese-rede-passagen-liess-volkswagen-aendern-a-1161593.html

Wichtige Erkenntnis: Der zentrale Vorwurf an VW wurde durch die Korrekturen in keiner Weise reduziert oder relativiert oder gar geleugnet. Der MP hat als Aufsichtsrat von VW seine Pflichten sogar in besonderer Weise erfüllt.

So sieht das der Spiegel, so sehe ich das auch, die CSU sieht das naturgemäß ganz anders. Wie sehr ihr das?


Man kann dazu sagen, was man will. Trotzdem bleibt das Gschmäckle, dass sich ein Konzern in politische Angelegenheiten einmischt. Und zwar gewaltig. Und das ist ständig an der Tagesordnung. Hat auch nichts mit irgendwelchen deutschen Spezifika zu tun, nein, so isser halt der globale Kapitalismus. Und deshalb muss als kleinster gemeinsamer Nenner wieder das Primat der Politik her. Ansonsten kann von Demokratie nicht mehr gesprochen werden.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 16:59

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 16:01)

Man kann dazu sagen, was man will. Trotzdem bleibt das Gschmäckle, dass sich ein Konzern in politische Angelegenheiten einmischt. Und zwar gewaltig. Und das ist ständig an der Tagesordnung. Hat auch nichts mit irgendwelchen deutschen Spezifika zu tun, nein, so isser halt der globale Kapitalismus. Und deshalb muss als kleinster gemeinsamer Nenner wieder das Primat der Politik her. Ansonsten kann von Demokratie nicht mehr gesprochen werden.



Das Konzerne / Unternehmen ihre Interessen vertreten, ist legitim- und auch legal.

Das ist auch mit der Demokratie zu 100% kompatibel.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 8. Aug 2017, 17:04

Realist2014 hat geschrieben:(08 Aug 2017, 16:59)

Das Konzerne / Unternehmen ihre Interessen vertreten, ist legitim- und auch legal.

Das ist auch mit der Demokratie zu 100% kompatibel.



Konzerne sind aber nicht die Regierung, in einer Demokratie hat noch immer der Grundsatz zu herrschen, dass die Politik den Kurs bestimmt und nicht das Kapital!
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 8. Aug 2017, 17:06

Selina hat geschrieben:(08 Aug 2017, 16:01)

Man kann dazu sagen, was man will. Trotzdem bleibt das Gschmäckle, dass sich ein Konzern in politische Angelegenheiten einmischt. Und zwar gewaltig. Und das ist ständig an der Tagesordnung. Hat auch nichts mit irgendwelchen deutschen Spezifika zu tun, nein, so isser halt der globale Kapitalismus. Und deshalb muss als kleinster gemeinsamer Nenner wieder das Primat der Politik her. Ansonsten kann von Demokratie nicht mehr gesprochen werden.


Völlig richtig!
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 8. Aug 2017, 17:08

Realist2014 hat geschrieben:(08 Aug 2017, 14:15)

Die Rentner verfügen über ein Gesamtvermögen von mehr als 6 Billionen Euro...
Die Anwartschaften mitgerechnet, sogar im Wert von 9 Billionen Euro...

schon sehr schwach, diese Rentner... :rolleyes:




Schön, dass Dich immer nur die grossenteils von den Betroffenen selbst angesparten Beiträge der Rentner interessieren, nicht aber die aus Steuergeldern generierten Beamten- und Politiker Pensionen. Letztere haben ja auch lediglich den klitzekleinen Vorteil, dass sie ungleich höher sind als die vergleichsweise paar Piepen, die man Rentnern nach einem langen Arbeitsleben zugesteht.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 17:14

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:08)

Schön, dass Dich immer nur die grossenteils von den Betroffenen selbst angesparten Beiträge der Rentner interessieren, nicht aber die aus Steuergeldern generierten Beamten- und Politiker Pensionen. Letztere haben ja auch lediglich den klitzekleinen Vorteil, dass sie ungleich höher sind als die vergleichsweise paar Piepen, die man Rentnern nach einem langen Arbeitsleben zugesteht.


habe ich doch

subsummiert unter "Anwartschaften" - da gehören auch Pensionen dazu...

wieso du immer ein Problem mit den Pensionen der Polizisten, Finanzbeamten usw hast- bleibt ein Rätsel...
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 17:16

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:04)

Konzerne sind aber nicht die Regierung, in einer Demokratie hat noch immer der Grundsatz zu herrschen, dass die Politik den Kurs bestimmt und nicht das Kapital!


die Politik hat sich aber auch an die Verfassung zu halten

und wieso für DICH der Produktionsfaktor Kapital so negativ ist- ist auch schon sehr seltsam

scheinst wohl von der Umsetzung des Erfurter Grunsatzprogrammes der SED-Nachfolger zu träumen...
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Anderus » Di 8. Aug 2017, 17:32

Realist2014 hat geschrieben:(08 Aug 2017, 15:43)

warum willst du die Marktwirtschaft, speziell den Produktionsfaktor Kapital, "bekämpfen"?


Solange das Kapital nur ein Secundärproduktionsfaktor der Wirtschaft ist, so wie es in den sechziger bis siebziger Jahren mal war, ist ja alles o.k.. Wenn es aber den Verstand verliert, so wie das jetzt schon seit 30 Jahren, mit steigender intensivität, der Fall ist, wird es so zerstörerisch, das es sich selber irgendwann ruiniert. Für Neugierige? Da würde ich mir mal ansehen, was 1923 in Deutschland passiert ist. Wenn das Kapital entgültig den Verstand verliert, und seine Billonen auf den Markt wirft, dürfte es nicht anders ausehen, als 1923. Völlig unverständlich, das sich Regierungen genötigt sehen, sich zum Büttel des Kapitals zu machen. Was man dagegen tun könnte, darf ich hier leider nicht schreiben, weil es angeblich Spam ist.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 17:44

Anderus hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:32)

Solange das Kapital nur ein Secundärproduktionsfaktor der Wirtschaft ist, so wie es in den sechziger bis siebziger Jahren mal war, ist ja alles o.k.. Wenn es aber den Verstand verliert, so wie das jetzt schon seit 30 Jahren, mit steigender intensivität, der Fall ist, wird es so zerstörerisch, das es sich selber irgendwann ruiniert. Für Neugierige? Da würde ich mir mal ansehen, was 1923 in Deutschland passiert ist. Wenn das Kapital entgültig den Verstand verliert, und seine Billonen auf den Markt wirft, dürfte es nicht anders ausehen, als 1923. Völlig unverständlich, das sich Regierungen genötigt sehen, sich zum Büttel des Kapitals zu machen. Was man dagegen tun könnte, darf ich hier leider nicht schreiben, weil es angeblich Spam ist.


soso

das "Kapital" hat also "Verstand"...

was genau verstehst DU eigentlich unter dem Begriff "Produktionsfaktor Kapital"?

das sind keine "Billionen Cash" auf irgendwelchen Konten...


und nein, was DU dir so vorstellst, ist kein "Spam"- sondern verfassungsfeindlich....

und was genau ist übrigens in D "zerstörerisch" in den letzten 30 Jahren- was das "böse Kapital" verursacht hat?

meinst du die Billionen DM/ Euro an unternehmerischen Investitionen in diesem Zeitraum in D?
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 8. Aug 2017, 17:57

Realist2014 hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:16)

die Politik hat sich aber auch an die Verfassung zu halten

und wieso für DICH der Produktionsfaktor Kapital so negativ ist- ist auch schon sehr seltsam

scheinst wohl von der Umsetzung des Erfurter Grunsatzprogrammes der SED-Nachfolger zu träumen...


Ich träume tatsächlich gelegentlich von dem Grundsatzprogramm einer ehemals christlichen Partei. Es wurde seinerzeit in Ahlen der Öffentlichkeit vorgestellt. Nirgendwo sonst kann man beobachten, wie sehr und wie weit sich eine Partei von ihren einstigen Grundsätzen heute entfernt hat. In unserer Verfassung, Du meinst sicherlich das Grundgesetz, steht nirgendwo aufgeführt, dass das Kapital die Richtlinien der Politik bestimmt, wenn es das K. dennoch heute tut, so muß ich daraus konstatieren, dass sich die K-Eigner verfassungsfeindlich verhalten, hatten wir im vergangenen Jahrhundert schon mal, das Resultat daraus war mehr als verhehrend, noch heute tragen wir die Folgen daraus.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 18:01

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:57)

Ich träume tatsächlich gelegentlich von dem Grundsatzprogramm einer ehemals christlichen Partei. Es wurde seinerzeit in Ahlen der Öffentlichkeit vorgestellt. Nirgendwo sonst kann man beobachten, wie sehr und wie weit sich eine Partei von ihren einstigen Grundsätzen heute entfernt hat. In unserer Verfassung, Du meinst sicherlich das Grundgesetz, steht nirgendwo aufgeführt, dass das Kapital die Richtlinien der Politik bestimmt, wenn es das K. dennoch heute tut, so muß ich daraus konstatieren, dass sich die K-Eigner verfassungsfeindlich verhalten, hatten wir im vergangenen Jahrhundert schon mal, das Resultat daraus war mehr als verhehrend, noch heute tragen wir die Folgen daraus.


willst du allen Ernstes die Situation am Anfang des "tausendjährigen.." mit der Situation heute vergleichen? :rolleyes:

das soll wohl ein müder Witz sein


noch NIE ging es ALLEN Ebenen der deutschen Bürger besser als HEUTE :thumbup:
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Di 8. Aug 2017, 18:03

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:57)

Ich träume tatsächlich gelegentlich von dem Grundsatzprogramm einer ehemals christlichen Partei. Es wurde seinerzeit in Ahlen der Öffentlichkeit vorgestellt. Nirgendwo sonst kann man beobachten, wie sehr und wie weit sich eine Partei von ihren einstigen Grundsätzen heute entfernt hat..




Blödsinn:

http://www.tagesspiegel.de/politik/wahl ... 11902.html

das war 2 Jahre nach Ende des 3.Reiches..
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Di 8. Aug 2017, 18:56

Orwellhatterecht hat geschrieben:(08 Aug 2017, 17:57)

Ich träume tatsächlich gelegentlich von dem Grundsatzprogramm einer ehemals christlichen Partei. Es wurde seinerzeit in Ahlen der Öffentlichkeit vorgestellt. Nirgendwo sonst kann man beobachten, wie sehr und wie weit sich eine Partei von ihren einstigen Grundsätzen heute entfernt hat. In unserer Verfassung, Du meinst sicherlich das Grundgesetz, steht nirgendwo aufgeführt, dass das Kapital die Richtlinien der Politik bestimmt, wenn es das K. dennoch heute tut, so muß ich daraus konstatieren, dass sich die K-Eigner verfassungsfeindlich verhalten, hatten wir im vergangenen Jahrhundert schon mal, das Resultat daraus war mehr als verhehrend, noch heute tragen wir die Folgen daraus.


Ahlen? Apage Satanas! Da möchte ich dir doch lieber Bad Godesberg entgegenhalten, Bonn, Bad Godesberg, echte sozialdemokratische Grundsatzprogramme. Nie wurde ein Grundsatz mehr verraten als von den Genossen unter dem Kanzler der Bosse. Dagegen sind die Lügen der CDU doch peanuts... ;)

Die Kapitaleigner der damaligen Zeit waren im Kern schon verfassungsfeindlich weil feudalistisch bis ins Mark eingestellt. Dem Parvenu Hitler nicht zugetan, aber den Kommunisten und vorallem dieser, ihgitt, "Republik" noch viel weniger. Da fügte sich dann eines zum anderen und die Kirche hat auch noch angeschoben, weil, diese gottlosen Kommunisten, nein, die hatte der Teufel gesehen...

Heute haben wir andere Verhältnisse. Das internationale Kapital hat Marx gelesen und verstanden, dass der Staat die Schutzmacht des Kapitals bildet, wo doch Fußballhools als Ersatz für SA und SS kläglich versagen. Der Staat sorgt dafür, dass Ruhe herrscht auf den Straßen, mehr rechts und schlechts, aber immerhin, kein Vergleich zu den späten 20ern des vorigen Jahrhunderts. Der Bürger bekommt sein Brot, in Deutschland sogar mit Kerry Gold (Europa läßt grüßen!) und seine Spiele, paradoxerweise in Italien eher weniger, und läßt sich in aller Gemütlichkeit ausbeuten. Ja, er fühlt sich gut in seinem TDI, den er demnächst mit 5.000,00€ Zuschuss in einen TFSI einzutauschen gedenkt und macht sich nun intensiv Gedanken über die Ausstattung, Walnussholz poliert oder gebürstet. Was die Kirche dazu sagt interessiert niemand mehr. Der Kapitalismus läßt seine Schäfchen ganz gut leben. Er schert sie regelmäßig und schlachtet nur den wirklichen Bedarf. Kapitalakkumulation macht satt und träge und dämpft die Mordlust. Es gibt üblere Lebensumstände. Mal so gesehen...

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