Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

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Tom Bombadil
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 16:50

Realist2014 hat geschrieben:(07 Aug 2017, 16:26)

wir reden an diesem Beispiel von einem extrem komplexen Thema...

Was genau ist so schrecklich komplex?
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unity in diversity
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon unity in diversity » Mo 7. Aug 2017, 17:04

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 16:50)

Was genau ist so schrecklich komplex?

In Niedersachsen ist Wahlkampf.
Da wird öfter mal aus dem Leben und daneben gegriffen.
Die Schubladen sind voll davon.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Mo 7. Aug 2017, 17:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 16:50)

Was genau ist so schrecklich komplex?



Regulierung der "Finanzmärkte".....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 17:14

Realist2014 hat geschrieben:(07 Aug 2017, 17:06)

Regulierung der "Finanzmärkte".....

Das ist das Thema, jetzt erläutere, was daran so unglaublich komplex sein soll, dass Juristen und Wirtschaftswissenschaftler unter tätiger Mithilfe des WD nicht in der Lage wären, diesbezüglich ein Gesetz auf den Weg zu bringen.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Realist2014 » Mo 7. Aug 2017, 18:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 17:14)

Das ist das Thema, jetzt erläutere, was daran so unglaublich komplex sein soll, dass Juristen und Wirtschaftswissenschaftler unter tätiger Mithilfe des WD nicht in der Lage wären, diesbezüglich ein Gesetz auf den Weg zu bringen.


weil die Thematik eben komplexer ist, als du es dir vorstellen kannst...

Steuerrecht, Bilanzrecht( HGB, IFRS, US-GAAP....) , usw...
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 18:26

Realist2014 hat geschrieben:(07 Aug 2017, 18:11)

weil die Thematik eben komplexer ist, als du es dir vorstellen kannst...

Ich kann mir sehr viel vorstellen. Also: was genau soll so unglaublich komplex sein, dass Juristen und Wirtschaftswissenschaftler unter tätiger Mithilfe des WD nicht in der Lage wären, bezüglich der Finanzmarktregulierung ein Gesetz auf den Weg zu bringen? Ich bin mir auch sicher, du kannst die ausführliche und detaillierte Antwort in ganzen Sätzen formulieren, ein paar Stichpunkte und Abkürzungen sind kein Beweis für Komplexität.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon franktoast » Mo 7. Aug 2017, 19:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 13:05)
Selbstverständlich regiert das Kapital, endgültig klar wurde das, als sich die Bundesregierung das FMStG und das Gesetz zum ESM von Londoner Bankenlobbyisten hat schreiben lassen.

Das ist doch logisch. Warum sollte ein Politiker von dem so viel Ahnung haben wie Banker? Das wäre ja so, wie wenn Politiker die Gesetze zum Thema Klimaforschung selber schreiben würden ;)
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Helmuth_123 » Mo 7. Aug 2017, 20:22

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:37)

...
So sieht das der Spiegel, so sehe ich das auch, die CSU sieht das naturgemäß ganz anders. Wie sehr ihr das?

Änderung im Zitat: Von mir gekürzt

Vor der Regierung Weil, regierte eine CDU/FDP-Regierung. Wahrscheinlich hat da schon VW beschissen und es würde mich wundern, wenn die Regierung nichts davon gewusst hätte. Ich denke, die CDU und auch die FDP sollten lieber still sein. Hat Audi nicht auch die Abgaswerte gefälscht? Ingolstadt ist doch die Heimatstadt von Seehofer? Die CSU sollte also auch lieber still sein.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 20:31

@Toast: Freshfields ist eine Anwaltskanzlei, keine Bank. Juristen sitzen zuhauf im Bundestag. Welche Gesetze regulieren die Klimaforschung?
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Mo 7. Aug 2017, 21:24

franktoast hat geschrieben:(07 Aug 2017, 19:57)

Das ist doch logisch. Warum sollte ein Politiker von dem so viel Ahnung haben wie Banker? Das wäre ja so, wie wenn Politiker die Gesetze zum Thema Klimaforschung selber schreiben würden ;)

Man beachte hierbei, dass die Politiker ein Mandat des Souveräns haben, also einen offiziellen Regierungsauftrag von uns, dem Volk, die Juristen und Banker aber nicht. Sich einen kompetenten Rat zu holen ist das eine, sich aber Gesetzestexte diktieren zu lassen etwas ganz anderes.
Im beschrieben Fall dreht es sich ja nur um eine Rede und diese wurde weder diktiert noch wesentlich korrigiert. Also Entwarnung in diesem konkreten Fall, ist meine Auffassung.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon jorikke » Mo 7. Aug 2017, 22:13

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 21:24)

Man beachte hierbei, dass die Politiker ein Mandat des Souveräns haben, also einen offiziellen Regierungsauftrag von uns, dem Volk, die Juristen und Banker aber nicht. Sich einen kompetenten Rat zu holen ist das eine, sich aber Gesetzestexte diktieren zu lassen etwas ganz anderes.
Im beschrieben Fall dreht es sich ja nur um eine Rede und diese wurde weder diktiert noch wesentlich korrigiert. Also Entwarnung in diesem konkreten Fall, ist meine Auffassung.


Ich habe versucht die Sache kritisch zu sehen .
Nicht gelungen.
War ein normales Abstimmungsverhalten.
Mit einer Stimme zu sprechen kann per se nicht verkehrt sein.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Helmuth_123 » Mo 7. Aug 2017, 22:48

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 21:24)

Man beachte hierbei, dass die Politiker ein Mandat des Souveräns haben, also einen offiziellen Regierungsauftrag von uns, dem Volk, die Juristen und Banker aber nicht. Sich einen kompetenten Rat zu holen ist das eine, sich aber Gesetzestexte diktieren zu lassen etwas ganz anderes.
Im beschrieben Fall dreht es sich ja nur um eine Rede und diese wurde weder diktiert noch wesentlich korrigiert. Also Entwarnung in diesem konkreten Fall, ist meine Auffassung.


Apropos kompetenter Rat. Die notwendige Einbindung von Fachexperten in den Gesetzgebungsprozess muss öffentlich sein. Der Prozess der Einbindung von Fachexperten als Ratgeber muss nachvollzieh- und kritisierbar sein.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Di 8. Aug 2017, 01:21

Helmuth_123 hat geschrieben:(07 Aug 2017, 22:48)

Apropos kompetenter Rat. Die notwendige Einbindung von Fachexperten in den Gesetzgebungsprozess muss öffentlich sein. Der Prozess der Einbindung von Fachexperten als Ratgeber muss nachvollzieh- und kritisierbar sein.

Absolut.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 8. Aug 2017, 08:32

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 12:37)

Als Verfechter der Theorie, dass in Wirtschaftsfragen unsere Regierung und damit auch unsere ganze Gesellschaft von der deutschen, z.Tl. sogar von der ausländischen Industrie direkt und indirekt gesteuert wird muss ich hier der guten Ordnung halber auf einen Vorfall hinweisen, der diese Theorie trotz des ersten Augenscheins bei näherer Betrachtung NICHT stützt.

Es handelt sich um einen, natürlich von der CSU und ihrem Herrn Scheuer, aber auch von anderen Parteien zur "Affaire" stilisierten Vorgang in Niedersachsen. Die Landesregierung hatte eine Rede Ihres Ministerpräsidenten über den Dieselskandal von dem direkt betroffenen Unternehmen VW gegenlesen lassen und auf Vorschlag von VW auch einige Korrekturen vorgenommen. Das stinkt natürlich zum Himmel. Bei Würdigung aller Fakten jedoch fällt der wilde politische Tornado kraftlos in sich zusammen. Wichtig zu wissen sind drei Dinge:

Erstens wurde der Hauptvorwurf nicht angetastet:

Zweitens wurden alle Änderungswünsche von VW zwar dokumentiert aber nicht alle umgesetzt, zum Beispiel:

Drittens ist es ganz selbstverständlich, eine so heikle Rede, die zwei völlig unterschiedliche Rechtssysteme mit deutlich unterschiedlichen Rechtsauffassungen allen Betroffen zur Prüfung auf eventuelle Rechtsverstöße vorgelegt wird. VW hat dabei sogar einen kleinen Fehler im Satzbau korrigiert.

--> http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stephan-weil-diese-rede-passagen-liess-volkswagen-aendern-a-1161593.html

Wichtige Erkenntnis: Der zentrale Vorwurf an VW wurde durch die Korrekturen in keiner Weise reduziert oder relativiert oder gar geleugnet. Der MP hat als Aufsichtsrat von VW seine Pflichten sogar in besonderer Weise erfüllt.

So sieht das der Spiegel, so sehe ich das auch, die CSU sieht das naturgemäß ganz anders. Wie sehr ihr das?


Ich sehe das bei der Union die politische Kultur verloren geht. Man hat offensichtlich genau geguckt wie die AfD und die Leute um Trump ihre Gegner durch Diffamierungen zerstören. Dabei ist es wohl mittlerweile auch der CDU/CSU egal wie hoch der Wahrheitsgehalt ist. Man wirft mit Schmutzkübeln, gibt sich entrüstet und schaut was passiert.

Beim eigenen Minister Dobrindt dagegen wird die reale Kungelei des Ministeriums weggelächelt. Seltsam, seltsam.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 8. Aug 2017, 08:37

Anderus hat geschrieben:(07 Aug 2017, 14:46)

Da fällt einem doch glatt der Monokel in die Hemdtasche. Bin ich jetzt im falschen Film? Der Vorgang als solches, das ein Ministerpräsident, Vertretern aus der Wirtschaft, eine Rede als Erstes vorlegt, mit der Bitte eines Kommentares oder Änderungswünschen, ist sowas von absurd, das die SPD, in Niedersachsen, aus dem Stand, 25% weniger Wähler haben müsste. Da ist es auch völlig unerheblich, ob was geändert worden ist, bzw. in wichtigen Punkten, nichts geändert worden ist.

Jetzt wird völlig klar, was Herr Seehofer gemeint hat, als er sagte:



Beruhigend, das die lauteste Kritik aus Bayern kommt. Man darf gar nicht über die Sache nachdenken. Da geht also ein Konzern (mehrere) hin, und baut Schummelsoftware in die Autos, damit Kontrolltests überrumpelt werden können, und den Schadstoffausstoß "geschönt" darstellen. Damit wird ein Käufer mutmaßlich betrogen. Er wird einmal dadurch betrogen, das sein Fahrzeug nicht so umweltfreundlich ist, wie er es vielleicht besonders gewünscht hat, er wird auch noch dadurch betrogen, das er Steuern zahlt, die für solche Stinker viel zu niedrig sind. Und, er bekommt eine Fahrerlaubnis für Gebiete, die für solche Stinker verboten sind.

Ein Vorgang, worüber man gar nicht nachdenken darf. Die Sache nimmt ihren Lauf. Immer abenteuerlichere Ausreden und Vorgänge, die erfunden werden, um dem VW Konzern "über die Runden zu helfen". Das erreicht nun heute seinen vorläufigen Höhepunkt, als heraus kommt, das der Ministerpräsident, seine Reden, von VW, gegenlesen lässt. Man fragt sich reflexiv, "Deutschland, was bist Du tief gesunken?" Und ihr wollt mit dem Finger auf die AFD zeigen? schaut euch mal an, wo bie berühmten 3 Finger hinzeigen?


Als wenn es in Bayern und den Autokonzernen Süddeutschlands anders wäre.............. Bei den Franzosen ist es interessanterweise auch nicht anders. Wäre interessant zu erfahren ob die Absprachen beim Diesel europa oder gar weltweit gemacht wurden.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon franktoast » Di 8. Aug 2017, 08:56

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 21:24)

Man beachte hierbei, dass die Politiker ein Mandat des Souveräns haben, also einen offiziellen Regierungsauftrag von uns, dem Volk, die Juristen und Banker aber nicht. Sich einen kompetenten Rat zu holen ist das eine, sich aber Gesetzestexte diktieren zu lassen etwas ganz anderes.
Im beschrieben Fall dreht es sich ja nur um eine Rede und diese wurde weder diktiert noch wesentlich korrigiert. Also Entwarnung in diesem konkreten Fall, ist meine Auffassung.


Achso. Es war also so, dass die Banken die Gesetzestexte geschrieben haben, die Volksvertreter dagegen waren, aber nichts dagegen tun konnten? ("diktieren") Interessant. Hast du dafür Belege, dass die Politiker dagegen waren? Das wäre tatsächlich skandalös. Wenn die Politiker allerdings dafür waren, nicht mal ne Nachricht auf Seite 8 links unten wert.

Schieß los.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon BlueMonday » Di 8. Aug 2017, 11:34

Juristen und Banker sind nicht Teil des Volkes, des "Souveräns"? Was dann? Sind das Reptoloide vom Mars?
Der "Souverän" ist jedenfalls ein derart buntes Gedankengebräu, dass es ihn eigentlich gar nicht gibt, jedenfalls nicht als ein irgendwie gerichtetes Wesen mit einem Willen und Verstand, das Aufträge und Mandate vergibt.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Di 8. Aug 2017, 12:25

franktoast hat geschrieben:(08 Aug 2017, 08:56)

Achso. Es war also so, dass die Banken die Gesetzestexte geschrieben haben, die Volksvertreter dagegen waren, aber nichts dagegen tun konnten? ("diktieren") Interessant. Hast du dafür Belege, dass die Politiker dagegen waren? Das wäre tatsächlich skandalös. Wenn die Politiker allerdings dafür waren, nicht mal ne Nachricht auf Seite 8 links unten wert.

Schieß los.

Nö. Es ging um was ganz anderes. Nochmal lesen und dann wieder vorbeikommen, danke.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon Nathan » Di 8. Aug 2017, 12:28

BlueMonday hat geschrieben:(08 Aug 2017, 11:34)

Juristen und Banker sind nicht Teil des Volkes, des "Souveräns"? Was dann? Sind das Reptoloide vom Mars?
Der "Souverän" ist jedenfalls ein derart buntes Gedankengebräu, dass es ihn eigentlich gar nicht gibt, jedenfalls nicht als ein irgendwie gerichtetes Wesen mit einem Willen und Verstand, das Aufträge und Mandate vergibt.

Du hast wirklich recht. Es gibt keinen Mond, keine Sonne, kein Volk, keine Nazis. Nichts. Nur die Weltverschwörung der Bilderberger, ersatzweise der Freimaurer...
Das Volk wählt nicht, das Volk stimmt auch nicht ab, es gibt kein Volk, nur ein Gedankengebräu. Gedankengebräu gibt es, das steht fest.
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Re: Demokratische Regierungen - Nur ein Büttel des Kapitals?

Beitragvon franktoast » Di 8. Aug 2017, 12:36

Nathan hat geschrieben:(08 Aug 2017, 12:25)

Nö. Es ging um was ganz anderes. Nochmal lesen und dann wieder vorbeikommen, danke.

Wenn es anders war, dann war es kein "Diktieren der Banken". Wenn die Politiker darüber abgestimmt haben, wo ist das Problem?

Du kannst mir auch einen Zettel schreiben, auf dem steht, ich verkauf dir mein Haus für 1€. Wenn ich nicht unterschreibe, diktierst du mir schlichtweg nix und der Vertrag gilt nicht.
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