Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon JJazzGold » Do 14. Nov 2019, 09:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:02)

Ja. Aber genau die polnischen Regionen, sprich Woiwodschaften (etwa Bundesländer), die "um die Ecke" liegen, Westpommern, Niederschlesien und besonders Lebus (direkt neben Berlin-Region) sind eher ländlich geprägt. Mit Ausnahme von Stettin. Diese Stadt hat aber ihre ganz eigenen Aufstiegsvorstellungen. Die großen polnischen Städte, Universitäten, Industriegebiete liegen alle weiter östlich. Von da also wird nix kommen.

Die Bewerber- und Studenten-Zahlen an den Berliner Hochschulen sind zwar wirklich exorbitant hoch (Oktober 2018: 195000 Studenten. Das ist gemessen an der Einwohnerzahl wirklich beträchtlich). Und in einer klassischen Autostadt und -Region wie Stuttgart gehen sie zurück. (WIntersemester 2018: 16 Prozent weniger an der Uni Stuttgart). Aber der Arbeitsmarkt für qualifizierte technische Berufe in Berlin wirkt dennoch wie leergefegt.



Vielleicht bringt er welche mit?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 09:13

unity in diversity hat geschrieben:(14 Nov 2019, 02:25)

Wenn die Bedingungen stimmen, Werkswohnungen..., wie seinerzeit Siemensstadt, wird es keinen Personalmangel geben. Musk muß mit den Herausforderungen im Land der Tarifverträge und der Mitbestimmung klarkommen.
Und kein schutzbedürftiger grüner Borkenkäfer darf während der Erschließungsarbeiten entdeckt werden.

"Werkswohnungen", "Siemensstadt"? Das klingt nach Vergangenheit. Musk ist bekanntlich bekenennder Berlin-Fan und der Name ist für ihn einfach eine "Marke", mit der er seinen Produkten Geltung verschaffen will. Nicht Werkswohnungen sondern 80-Stunden-Woche (und mehr) und ungezügelte Selbstausbeutung bestimmen das Betriebsklima bei Tesla. Dafür aber eben auch das Selbstbild, einer besonders hippen und angesagten Firma anzugehören. Da hat er schon Chancen in der Berlin-Region. Aber für etliche Tausend Arbeitsplätze ... ob das reicht? Berlin ist eben nicht Shanghai.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Nov 2019, 09:13

MoOderSo hat geschrieben:(13 Nov 2019, 00:53)

Musk möchte jetzt neben dem BER eine Gigafactory bauen.


In der Realität wir der BER wohl eher direkt neben der Gigafactory von Tesla gebaut ;)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Do 14. Nov 2019, 09:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:02)

Die Bewerber- und Studenten-Zahlen an den Berliner Hochschulen sind zwar wirklich exorbitant hoch (Oktober 2018: 195000 Studenten. Das ist gemessen an der Einwohnerzahl wirklich beträchtlich). Und in einer klassischen Autostadt und -Region wie Stuttgart gehen sie zurück. (WIntersemester 2018: 16 Prozent weniger an der Uni Stuttgart). Aber der Arbeitsmarkt für qualifizierte technische Berufe in Berlin wirkt dennoch wie leergefegt.


So exorbitant hoch ist die Anzahl der Studenten bezogen auf die Einwohnerzahl nun auch nicht.

https://www.uniturm.de/magazin/lifestyl ... lands-1305
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 09:25

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:13)

In der Realität wir der BER wohl eher direkt neben der Gigafactory von Tesla gebaut ;)

So wirklich ganz direkt nebeneinander liegen die Standorte übrigens nicht. Grünheide liegt noch einige Kilometer östlich von BER und Schönefeld. Es ist übrigens deutschlandweit die Gemeinde mit dem höchsten pro-Kopf-Anteil an Ökostrom ... (das hätte ich jetzt wirklich auch nicht vermutet). Und verkehrsmäßig liegt sie nicht nur an der A10 sondern an der Bahnstrecke Berlin-Frankfurt/Oder (die dann weiter nach Posen, Warschau, Moskau führt).
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Nov 2019, 09:29

Könnte er nicht den BER für 1 € kaufen und für seine Zwecke umbauen?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 09:30

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:14)

So exorbitant hoch ist die Anzahl der Studenten bezogen auf die Einwohnerzahl nun auch nicht.

https://www.uniturm.de/magazin/lifestyl ... lands-1305


Ja klar. Gemessen am pro-Kopf-Anteil liegen klassische Uni-Städte wie Jena oder Greifswald natürlich darüber. Es werden in den Gigafabriken aber erstens eher keine Germanisten oder Philosophen gebraucht sondern Ingenieure und dann auch nochmal ganz normale Ausgebildete.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Do 14. Nov 2019, 09:44

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:13)

"Werkswohnungen", "Siemensstadt"? Das klingt nach Vergangenheit. Musk ist bekanntlich bekenennder Berlin-Fan und der Name ist für ihn einfach eine "Marke", mit der er seinen Produkten Geltung verschaffen will. Nicht Werkswohnungen sondern 80-Stunden-Woche (und mehr) und ungezügelte Selbstausbeutung bestimmen das Betriebsklima bei Tesla. Dafür aber eben auch das Selbstbild, einer besonders hippen und angesagten Firma anzugehören. Da hat er schon Chancen in der Berlin-Region.
Berlin und 80-Stunden-Woche sowie ungezügelte Selbstausbeutung? Da ist bei mir etwas unbemerkt geblieben. Hatte eher den Eindruck die sind beim Länderfinanzausgleich der große Empfänger.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 10:05

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:44)

Berlin und 80-Stunden-Woche sowie ungezügelte Selbstausbeutung? Da ist bei mir etwas unbemerkt geblieben. Hatte eher den Eindruck die sind beim Länderfinanzausgleich der große Empfänger.


"80-Stunden-Woche" und "ungezügelte Selbstausbeutung" steht zunächst mal definitiv für die Firmenkultur, die Elon Musk seinen Gigafabriken verordnet. Darüber gibt es gar keinen Zweifel. Musk selbst hat angeblich eine 120-Stunden-Woche. Das wird von den schon bestehenden Gigafactories (Reno, Buffalo, Shanghai) berichtet. Gleichzeitig ist bekannt, dass Musk Berlin-Fan ist. Glaub mir: Die ITler, die in Berlins Startup-Szene arbeiten, wissen von irgendeinem "Länderfinanzausgleich" nix. Da ist zu großen Teilen wirklich eine schon grenzwertige Bereitschaft zur Selbstausbeutung angesagt. Dennoch gibt es überall offene Stellen und vergebliches Warten auf Bewerber.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Do 14. Nov 2019, 10:13

In Berlin leben die meisten Hartz-4-Empfänger.

https://de.statista.com/statistik/daten ... oelkerung/
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Do 14. Nov 2019, 10:20

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:13)

In Berlin leben die meisten Hartz-4-Empfänger.
Vielleicht kommen ja durch Tesla noch ein paar Tausend Aufstocker dazu. Alleine das Privileg bei so einer geilen Firma 80 Stunden in der Woche arbeiten zu dürfen ist doch eigentlich schon Lohn genug.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Do 14. Nov 2019, 10:29

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:20)

Vielleicht kommen ja durch Tesla noch ein paar Tausend Aufstocker dazu. Alleine das Privileg bei so einer geilen Firma 80 Stunden in der Woche arbeiten zu dürfen ist doch eigentlich schon Lohn genug.


Grosse Firmen zahlen gut.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 10:31

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:13)

In Berlin leben die meisten Hartz-4-Empfänger.

https://de.statista.com/statistik/daten ... oelkerung/

Das ist glaub ich nicht irgendwie kausal mit der Standortwahl von Teslas neuer Gigafactory verknüpft. Lass dir mal von den Statistiken die Zahl mittelloser und ungebildeter Wanderearbeiter in der Region Shanghai ausspucken.

In Berlin gibt es halt diese IT-Startup-Szene. Und da gibts keine Gewerkschaften. Und da wird in großen Teilen nur noch Englisch gesprochen. Und da arbeiten andererseits wirklich gute kreative Leute.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Do 14. Nov 2019, 10:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:31)

Das ist glaub ich nicht irgendwie kausal mit der Standortwahl von Teslas neuer Gigafactory verknüpft. Lass dir mal von den Statistiken die Zahl mittelloser und ungebildeter Wanderearbeiter in der Region Shanghai ausspucken.

In Berlin gibt es halt diese IT-Startup-Szene. Und da gibts keine Gewerkschaften. Und da wird in großen Teilen nur noch Englisch gesprochen. Und da arbeiten andererseits wirklich gute kreative Leute.


Die Standortwahl ist jetzt nicht ganz so misslungen wie in Bezug auf die Glücksspielstadt Reno.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Do 14. Nov 2019, 10:38

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:13)

In Berlin leben die meisten Hartz-4-Empfänger.

https://de.statista.com/statistik/daten ... oelkerung/


Vielleicht wäre eine Studie angezeigt, warum das dort so ist. Reichen die angebotenen Qualifikationen nicht für die angebotene Beschäftigung, gibt es einen hohen Krankenstand, ist der Anteil der älteren Arbeitnehmer sehr hoch, z. B. aus der DDR-Abwicklung? Einfach eine Zahl zu nennen führt zu sehr harten Bewertungen dieser schlechten Lage der Stadt.

Durchaus auch möglich, daß das Konzept von Fördern und Fordern nicht gut entwickelt wurde. (Glaube ich aber nicht!)

Als Käufer von TESLAs werden diese Menschen sicher nicht auffallen. Aber da wohnen mit Speckgürtel 5 Millionen Menschen, von denen 500.000 als Kunden infrage kämen. Die Fabrik soll aber geplant für Europa angelegt werden. Da werden einige zig-Millionen Kunden angepeilt. Unsere alten Platzhirsche werden sich warm anziehen müssen. Das wollten sie aber ganz unbedingt herbeiführen, innovativ, wie sie nun einmal nicht sein wollten.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 10:44

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:29)

Grosse Firmen zahlen gut.

Stand Januar 2019 verdient ein Tesla-Mitarbeiter im Schnitt 56200 US-Dollar. Und ebenfalls Stand Januar 2019 ist Tesla das aktiengesellschaftliche Unternehmen mit dem größten Lohngefälle weltweit. Der Chef verdient ungefähr 40 000 mal mehr als seine Durchschnittsangestellten.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 10:54

Adam Smith hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:36)

Die Standortwahl ist jetzt nicht ganz so misslungen wie in Bezug auf die Glücksspielstadt Reno.

Der Standort für die Factory (nicht das Designzentrum) ist ja gar nicht Berlin sondern Grünheide gleich daneben. BMW hat sich irgendwann mal gegen das dortige Gewerbegebiet entschieden. Pech für BMW.

Der Triebwerkhersteller Rolls Royce betreibt in Dahlewitz (auch gleich neben Grünheide und Schönefeld) einen Produktionsstandort mit mehreren tausend Angestellten. Dank privater Beziehungen kenne ich mich dort ein wenig aus. Wenn man in diesem Zusammenhang die Entwicklungen im Land des Mutterkonzerns in UK betrachtet und die daraus folgenden Umverlagerungen der Kapazitäten in die Region Berlin-Brandenburg, erkennt man auch langsam, warum und wie ungefähr unter anderem die Entscheidungen bei Tesla gefallen sind.

Aber auch Rolls Royce Dahlewitz zieht natürlich Ingenieure direkt aus der Region ab, die Tesla eigentlich bräuchte.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Do 14. Nov 2019, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Do 14. Nov 2019, 10:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:44)

Der Chef verdient ungefähr 40 000 mal mehr als seine Durchschnittsangestellten.
Das ist aber auch gerechtfertigt. Wenn es jemanden gelingt seit der Unternehmensgründung 16 Jahre in Folge rote Zahlen zu schreiben und der Wert des Unternehmens übertrifft so Buden wie BMW deutlich, dann darf er gerne soviel verdienen wie die restliche Belegschaft zusammen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon JJazzGold » Do 14. Nov 2019, 11:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Nov 2019, 09:13)

"Werkswohnungen", "Siemensstadt"? Das klingt nach Vergangenheit. Musk ist bekanntlich bekenennder Berlin-Fan und der Name ist für ihn einfach eine "Marke", mit der er seinen Produkten Geltung verschaffen will. Nicht Werkswohnungen sondern 80-Stunden-Woche (und mehr) und ungezügelte Selbstausbeutung bestimmen das Betriebsklima bei Tesla. Dafür aber eben auch das Selbstbild, einer besonders hippen und angesagten Firma anzugehören. Da hat er schon Chancen in der Berlin-Region. Aber für etliche Tausend Arbeitsplätze ... ob das reicht? Berlin ist eben nicht Shanghai.



So völlig out sind Firmenwohnungen nicht. Bei uns werden nächstes Jahr welche gebaut, um den benötigten AN kostengünstige Wohnungen zur Verfügung stellen zu können. Allerdings in kleinerem Maße, als Siemensstadt.
Wenn ich das richtig sehe, dann ist doch reichlich Platz in und um Grünheide.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Nov 2019, 11:06

H2O hat geschrieben:(14 Nov 2019, 10:38)

Vielleicht wäre eine Studie angezeigt, warum das dort so ist. Reichen die angebotenen Qualifikationen nicht für die angebotene Beschäftigung, gibt es einen hohen Krankenstand, ist der Anteil der älteren Arbeitnehmer sehr hoch, z. B. aus der DDR-Abwicklung? Einfach eine Zahl zu nennen führt zu sehr harten Bewertungen dieser schlechten Lage der Stadt.

Durchaus auch möglich, daß das Konzept von Fördern und Fordern nicht gut entwickelt wurde. (Glaube ich aber nicht!)

Als Käufer von TESLAs werden diese Menschen sicher nicht auffallen. Aber da wohnen mit Speckgürtel 5 Millionen Menschen, von denen 500.000 als Kunden infrage kämen. Die Fabrik soll aber geplant für Europa angelegt werden. Da werden einige zig-Millionen Kunden angepeilt. Unsere alten Platzhirsche werden sich warm anziehen müssen. Das wollten sie aber ganz unbedingt herbeiführen, innovativ, wie sie nun einmal nicht sein wollten.


Für die Auslieferung von Produkten ist doch einfach nur die geographische Lage, die Verkehrsanbindung und natürlich das Zollsystem entscheidend oder? UK fällt da demnächst als Produktionsstandort schon mal weg, oder? Und Berlin bzw. Deutschland liegt halt (ebenso wie etwa Tschechien) mittendrin in Europa.
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