Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 43434
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Di 31. Dez 2019, 14:57

Wähler hat geschrieben:(31 Dec 2019, 13:06)


. Es fehlen die Aspekte, staatlich geförderte private Altersvorsorge mittels eines Staatsfonds, Anrecht auf staatlich geförderte lebenslange Berufsweiterbildung und kontinuierliche Erhöhung des Mindestlohns entsprechend der volkswirtschaftlichen Produktivitätssteigerung.


Hm,

der Mindestlohn ist in den letzten Jahren doch stärker gestiegen als das BIP....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Wähler
Beiträge: 5308
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Di 31. Dez 2019, 15:01

Wähler hat geschrieben:(31 Dec 2019, 13:06)
SZ 30. Dezember 2019 Soziale Gerechtigkeit:Geschlossene Gesellschaft
https://www.sueddeutsche.de/karriere/so ... -1.4723608
"Ungleicher als die Einkommen sind die Vermögen verteilt. Wie sehr, das hat Miriam Rehm von der Universität Duisburg-Essen anfangs überrascht. "Das ist eine ganz andere Welt", sagt Rehm. Besonders hierzulande: Deutschland gehört in Europa zu den Ländern mit der höchsten Vermögensungleichheit. Der Unterschied zwischen Arm und Reich zeigt sich hier besonders bei Immobilien...Kaufen die Menschen in Deutschland seltener ein Haus fürs Alter, weil sie sich auf den Sozialstaat verlassen? Das wird in der Ökonomie diskutiert. Rehm hält diese These für plausibel, warnt aber vor dem Umkehrschluss: "Ein Abbau des Sozialstaates führt nicht automatisch zu mehr Vermögen bei den Armen." Rehms Forschung legt nahe, dass die Ungleichheit in Deutschland steigen wird. "Wenn es immer schwieriger wird, durch Arbeit Vermögen aufzubauen, könnte irgendwann unser liberales Gesellschaftssystem in Frage gestellt werden", sagt sie...Rehm wäre einer Wiedereinführung nicht abgeneigt, außerdem sieht sie als Volkswirtin einen zweiten Vorteil. Eine Vermögensteuer würde Forschern und Politik bessere Daten liefern. Denn wer wie viel besitzt, ist zur Zeit gar nicht leicht zu erfahren."
Die Analyse ist richtig, die Schlussfolgerung allerdings nicht ausreichend. Es fehlen die Aspekte, staatlich geförderte private Altersvorsorge mittels eines Staatsfonds, Anrecht auf staatlich geförderte lebenslange Berufsweiterbildung und kontinuierliche Erhöhung des Mindestlohns entsprechend der volkswirtschaftlichen Produktivitätssteigerung.

Realist2014 hat geschrieben:(31 Dec 2019, 14:57)
der Mindestlohn ist in den letzten Jahren doch stärker gestiegen als das BIP....

Bei Tarifverhandlungen werden für die unteren Lohngruppen auch oft überproportionale Steigerungen ausgehandelt. Der Staat kann allerdings den Gewerkschaften nicht ihre Aufgabe abnehmen, ohne Passivität zu erzeugen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Sybilla
Beiträge: 1041
Registriert: Di 3. Jun 2008, 21:56

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Sybilla » Fr 3. Jan 2020, 16:21

Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt aufgrund der tatsächlichen Rezession der Wirtschaft in D im Dezember wie schon im November auf jetzt 3.176.195 Personen an.
OK bis 2005 wurden diese Zahlen der Arbeitslosigkeit als „Massenarbeitslosigkeit“ definiert und nicht als „leer gefegter Arbeitsmarkt“ Alleine dieser widersinnige Satz zeigt ,dass die Statistik der Arbeitslosenzahlen detailliert zu betrachten ist.


Schon wieder ein neuer historischer - Rekord am Arbeitsmarkt in Deutschland? Nein im Dezember 2019 ist der Rekord ausgefallen. Ja auch innerhalb der Filterblase im Sinne des § 16 SGB III.

Eine Filterblase wird durch das ausfiltern von Information erreicht, es werden so viele „Filter“ über die Zahl der Arbeitslosen gelegt, bis das Rekordtief der Arbeitslosen in Deutschland Monat für Monat im Sinne des § 16 SGB III erreicht wird. Klasse Hartz IV wirkt sinkende Arbeitslosenzahlen in der Rezession das gab es noch nie. War das nicht wunderbar? Oder dann doch sonderbar?

Ein detaillierter Blick in die monatliche BA Statistik erweitert den Wahrnehmungshorizont.

Denn:

Herz statt Hartz, viele Personen Armut in Deutschland: Sackgasse Niedriglohnsektor müssen trotz oder wegen der Rekordbeschäftigung vor allem in Teilzeitbeschäftigung die jeden Morgen früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten müssen nebenbei Grundsicherungsleistungen zur Sicherung ihres Unterhalts und den Unterhalt Ihrer Familie beziehen (abrackern und stempeln) Anfrage der Linksfraktion Niedriglohn: Neun Millionen Beschäftigte betroffen 29.04.2019

Rackern und Stempeln;

Beispiel Einzelhandel eine Person arbeitet 6 Std Pro Tag 4 mal pro Woche in Teilzeit (24 Std/Woche oder 96 Std.pro Monat bei einem Mindestlohn von 9,19 €/Std. ergibt das, einen Bruttomonatslohn von 882,24 € entspricht Netto 705,13 €/Monat aufgrund der exorbitant hohen Mieten und Lebenshaltungskosten benötigt diese Person auch als Single ergänzende Grundsicherung. Wenn Kinder im Haushalt leben erhöht sich die Summe der Grundsicherung entsprechend.

Wie ist der Rekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse zu bewerten?

Nun:

Grundsätzlich sind alle abhängig beschäftigten Personen als sozialversicherungspflichtig anzusehen Das heißt auch Jobsharing-Teilzeitjob auf 60/80/100 Montanstunden sind sozialversicherungspflichtig. Arbeitnehmer, die in einem sogenannten Minijob (auch geringfügiges Arbeitsverhältnis) beschäftigt sind und dessen monatliches Entgelt einen Betrag von 450 € nicht übersteigt, müssen zwar selbst keine eigenen Beiträge zur Sozialversicherung leisten. Dennoch handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, da der Arbeitgeber pauschale Beiträge abzuführen hat.

Dieses ganze Gefassel von der Rekordbeschäftigung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ist nichts anderes als die Zuhörer „hinter die Fichte“ zu führen um eine Situation am Arbeitsmarkt zu suggerieren die tatsächlich nicht vorhanden ist (Beinahe Vollbeschäftigung) richtig ist das viele beschäftigt sind irgendwie vielleicht als Aufstocker,
Aufstocker?

Sind Arbeitnehmer die zur ihren Erwerbseinkommen (oft in Teilzeitbeschäftigung in Jobsharing) zusätzlich Grundsicherungsleistungen für sich und ihre Kinder beziehen müssen.

Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?

Nein, Ziel des sozialen ist, das jeder der arbeitet ohne ergänzende Sozialleistungen seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann. Der neoliberale Spruch aus der Kaderschule „Zwei Millionen Aufstocker sind besser als 2 Millionen Arbeitslose ist unsinnig, denn dann wäre es ja auch besser wenn alle 40 Millionen Arbeitnehmer aufstocken würden. Denn 40 Millionen Aufstocker sind besser als 40 Millionen Arbeitslose.

Ein Blick auf die Dezember Zahlen der BA unter Beachtung aller Kennzahlen des BA – Berichts verdeutlicht die Lage am Arbeitsmarkt.

Laut BA Monatsbericht für Dezember 2019 wird die Zahl der Leistungsberechtigten im Dezember 2019 im Leistungsbezug (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen) auf 6.088.408 Personen 6,9 % beziffert. Am Tag bevor die Reformagenda und Hartz IV in Kraft gesetzt wurden, waren es 4.321.000. Leistungsberechtigte. *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest.

Im Dezember 2019 schlüsseln sich die 6.088.408‬‬ Leistungsempfänger 6,9 % von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII aufgrund der offiziellen Zahlen des im BA Bericht für Dezember 2019 wie folgt auf: 772.656 Personen waren im Bezug von ALG I, des weiteren erhielten 3.760.277 Personen. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen ALG II (Hartz IV) und .1.555.475 Personen Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen (Sozialgeld)

Die (Kennzahl) der Arbeitslosen im Sinne des § 16 SGB III wird Dezember 2019 in der offiziellen Statistik der BA auf 2.227.159 Personen beziffert‬.
Gleichzeitig wurden laut BA Bericht Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in einer ersten Schätzung für Dezember auf 913.009 Personen geschätzt. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle (Mehrfachnenngen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) sinkt im Dezember 2019 im BA Bericht auf 686.551. Der BA-X wird im aktuellen Bericht für Dezember 2019 auf 223 beziffert.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht Dezember 2019 (PDF Seite 75)
Tabellenanhang zum Monatsbericht Dezembe 2019 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201912/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201912-pdf.pdf

Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung destatis - Pressemitteilung Nr. 130 vom 3. April 2019 - Im Dezember 2018 bezogen in Deutschland knapp 1*079*000 Personen ab 18*Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB*XII). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,9*% mehr Leistungsempfängerinnen und -empfänger als im Dezember*2017.

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ Wer ist wir ? Fast – Vollbeschäftigung bessere Statistiken vom Arbeitsmarkt, gab es nur im Arbeiter- und Bauernstaat (DDR) oder in Nordkorea....etc

“Es ist ein Skandal, dass es Einrichtungen wie die Tafel in so einem reichen Land geben muss”

Zu beachten ist die Zählweise der Arbeitslosen (es werden nicht alle Personen die arbeit suchend sind als arbeitslos gezählt. Zum Beispiel fehlen viele unter 25 Jährige sowie viele über 58 Jährige, auch Kranke, etc) so dass die Zahl der Unterbeschäftigten Arbeitslosen, weiterhin mehr 3 Millionen Personen beinhaltet. Ist das Fast- Vollbeschäftigung und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit ? Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2019 präsent ist. Alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung und durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine rund vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Vollbeschäftigung soll wie folgt erreicht werden:

§ 16i SGB II Teilhabe am Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel?

ARBEITSMARKT UND RENTENPOLITIK Die endlose Diskussion um den Fachkräftemangel - Wie groß ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland? - "Wir haben keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland", sagt der Arbeitsmarktexperte Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Gespräch mit der DW. - Lohnsteigerungen halten sich in Grenzen

Zum vielfach beschworenen Fachkräftemangel ist aus meiner vielfachen Erfahrung zu bedenken, dass damit vielfach von einer Allround- Fachkraft (Eierlegendeswollmilchschwein) der mittleren Qualifikationsebene gesprochen wird, die bereit ist möglichst auf Basis des Mindestlohn oder auch in Leih und Zeitarbeit die Arbeitsstelle anzutreten. (Handwerk, Pflege, Dienstleistung) Wer nicht in allen erwünschten Qualifikationen sehr gute Kenntnisse besitzt oder eine Entlohnung entsprechend seiner vielfachen Qualifikationen fordert, scheidet oft aus dem Auswahlverfahren aus. Ausnahmen sind selten verfügbare hoch qualifizierte Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung aber diese sind tatsächlich aufgrund des oft fehlenden Willen zur intensiven betrieblichen Qualifikation und beruflicher Förderung nur sehr vereinzelt auf dem Arbeitsmarkt verfügbar.

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA für Dezember 2019 wurde unter Verwendung der Quellzahlen des BA Berichts für Dezember 2019 verfasst. Autorin ist Sybilla am 03.01.20 --- 16 Uhr alle Leser dürfen aus diesem Artikel unter Quellangabe zitieren.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 43434
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Fr 3. Jan 2020, 16:35

Sybilla hat geschrieben:(03 Jan 2020, 16:21)



Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?


Ja


Nein, Ziel des sozialen ist, das jeder der arbeitet ohne ergänzende Sozialleistungen seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann. D .


Nein, Ziel ist es, das jeder, der Vollzeit arbeitet , ohne ergänzende Sozialleistungen seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann.


Das es nach wie vor alleine rund vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung


Dieser Satz macht überhaupt keinen Sinn, da ALG II und Grundsicheurng ja Synonyme sind...



Es wurde dir hier auch schon mehrfach nachgewiesen, dass deine "Thesen" schlichtweg falsch sind.

Warum kopierst du dieses "linkspopulistische Lügenwerk" jeden Monat hier in dieses Diskussionsforum, wenn du an Diskussionen nicht interessiert bist und jegliche Fakten, die deine Darstellungen widersprechen, ignorierst?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Materialist
Beiträge: 24
Registriert: Mi 31. Jul 2019, 06:03

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Materialist » Fr 3. Jan 2020, 19:10

Subjektiv bin ich lieber arbeitslos, als als Aufstocker zu arbeiten.

Und ich finde 25-30 Stunden sollten genauso ausreichen seinen Lebensunterhalt, ohne ergänzende Sozialleistungen, zu bestreiten. Ist zwar utopisch, aber meine Meinung.
DieBananeGrillt
Beiträge: 493
Registriert: Di 1. Okt 2013, 20:29

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 3. Jan 2020, 19:47

Materialist hat geschrieben:(03 Jan 2020, 19:10)

Subjektiv bin ich lieber arbeitslos, als als Aufstocker zu arbeiten.

Und ich finde 25-30 Stunden sollten genauso ausreichen seinen Lebensunterhalt, ohne ergänzende Sozialleistungen, zu bestreiten. Ist zwar utopisch, aber meine Meinung.



In der Firma, wo ich arbeite, kann man sich aussuchen wieviel man arbeiten möchte.
Dies ohne jegliche Tarifbindung, ohne Zeitarbeit und ohne Betriebsrat.
Alles menschlich geregelt.
Und wenn jemand meint, das 30 Stunden reichen, so ist dies fortschrittlich, reicht für den Lebensunterhalt ohne jeglichen Schnickschnack.
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 18324
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 3. Jan 2020, 19:50

Materialist hat geschrieben:(03 Jan 2020, 19:10)

Subjektiv bin ich lieber arbeitslos, als als Aufstocker zu arbeiten.

Und ich finde 25-30 Stunden sollten genauso ausreichen seinen Lebensunterhalt, ohne ergänzende Sozialleistungen, zu bestreiten. Ist zwar utopisch, aber meine Meinung.


Warum sollte das nicht gehen? Hängt doch im Wesentlichen von den eigenen Ansprüchen an.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 12087
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badisch Sibirien

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Misterfritz » Fr 3. Jan 2020, 20:01

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(03 Jan 2020, 19:50)

Warum sollte das nicht gehen? Hängt doch im Wesentlichen von den eigenen Ansprüchen an.
Und von der Bezahlung.
Wenn man 25€ die Stunde verdient, kann man wahrscheinlich auch mit nur 25 - 30 Stunden Arbeit in der Woche zurecht kommen ;)
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 18324
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 3. Jan 2020, 20:07

Misterfritz hat geschrieben:(03 Jan 2020, 20:01)

Und von der Bezahlung.
Wenn man 25€ die Stunde verdient, kann man wahrscheinlich auch mit nur 25 - 30 Stunden Arbeit in der Woche zurecht kommen ;)


Und mit 50 € gings noch besser.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Misterfritz
Vorstand
Beiträge: 12087
Registriert: So 4. Sep 2016, 15:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badisch Sibirien

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Misterfritz » Fr 3. Jan 2020, 20:08

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(03 Jan 2020, 20:07)

Und mit 50 € gings noch besser.
Klar :D
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 43434
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 4. Jan 2020, 10:40

Materialist hat geschrieben:(03 Jan 2020, 19:10)

Subjektiv bin ich lieber arbeitslos, als als Aufstocker zu arbeiten.


Das sehen die Jobcenter anders.


Und ich finde 25-30 Stunden sollten genauso ausreichen seinen Lebensunterhalt, ohne ergänzende Sozialleistungen, zu bestreiten. Ist zwar utopisch, aber meine Meinung.


Hängt ja vom Stundenlohn und der Warmmiete ab...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7918
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon firlefanz11 » Mo 6. Jan 2020, 11:06

DieBananeGrillt hat geschrieben:(03 Jan 2020, 19:47)

In der Firma, wo ich arbeite, kann man sich aussuchen wieviel man arbeiten möchte.
Dies ohne jegliche Tarifbindung, ohne Zeitarbeit und ohne Betriebsrat.
Alles menschlich geregelt.
Und wenn jemand meint, das 30 Stunden reichen, so ist dies fortschrittlich, reicht für den Lebensunterhalt ohne jeglichen Schnickschnack.

Same here. Nur ist das halt nicht im Sinne der betonköpfigen Gewerkschaften, die ja ihre Daseinsberechtigung behalten wollen... :rolleyes:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7918
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon firlefanz11 » Mi 15. Jan 2020, 10:58

Zum Strangthema:
Die deutsche Wirtschaft ist 2019 um 0,6 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in Berlin mitteilt. Das ist deutlich weniger als 2018 und 2017, als das Wirtschaftswachstum noch 1,5 beziehungsweise 2,5 Prozent betrug.

https://www.handelsblatt.com/politik/ko ... h9ACq4-ap4

Zitat:
Frankfurt: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2019 preisbereinigt nur um 0,6 Prozent gewachsen, nach 1,5 Prozent im Vorjahr und 2,5 Prozent im Jahr 2017. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in erster Schätzung mit. Die Zahl bestätigt die vorherrschenden Erwartungen von Ökonomen. Es ist das niedrigste Wachstum seit sechs Jahren.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Sybilla
Beiträge: 1041
Registriert: Di 3. Jun 2008, 21:56

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Sybilla » Fr 31. Jan 2020, 00:14

Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt aufgrund der tatsächlichen Rezession der Wirtschaft in D im Januar 2020 erneut auf jetzt 3.325.327 Personen an.
OK bis 2005 wurden diese Zahlen der Arbeitslosigkeit als „Massenarbeitslosigkeit“ definiert und nicht als „leer gefegter Arbeitsmarkt“ oder „beinahe Vollbeschäftigung“ Alleine diese widersinnige Darstellung zeigt ,dass die Statistik der Arbeitslosenzahlen detailliert zu betrachten ist.


Schon wieder ein neuer historischer - Rekord am Arbeitsmarkt in Deutschland? Nein auch im Januar 2020 ist der Rekord erneut ausgefallen. Ja auch innerhalb der Filterblase im Sinne des § 16 SGB III.

Eine Filterblase wird durch das ausfiltern von Information erreicht, es werden so viele „Filter“ über die Zahl der Arbeitslosen gelegt, bis das Rekordtief der Arbeitslosen in Deutschland Monat für Monat im Sinne des § 16 SGB III erreicht wird. Klasse Hartz IV wirkt sinkende Arbeitslosenzahlen in der Rezession das gab es noch nie. War das nicht wunderbar? Oder dann doch sonderbar?

Ein detaillierter Blick in die monatliche BA Statistik erweitert den Wahrnehmungshorizont.

Denn:

Herz statt Hartz, viele Personen Armut in Deutschland: Sackgasse Niedriglohnsektor müssen trotz oder wegen der Rekordbeschäftigung vor allem in Teilzeitbeschäftigung die jeden Morgen früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten müssen nebenbei Grundsicherungsleistungen zur Sicherung ihres Unterhalts und den Unterhalt Ihrer Familie beziehen (abrackern und stempeln) Anfrage der Linksfraktion Niedriglohn: Neun Millionen Beschäftigte betroffen 29.04.2019

Abrackern und Stempeln;

Millionen mit Nebenjobs - Neuer Rekord in Deutschland

Beispiel Einzelhandel eine Person arbeitet 6 Std Pro Tag 4 mal pro Woche in Teilzeit (24 Std/Woche oder 96 Std.pro Monat bei einem Mindestlohn von 9,19 €/Std. ergibt das, einen Bruttomonatslohn von 882,24 € entspricht Netto 705,13 €/Monat aufgrund der exorbitant hohen Mieten und Lebenshaltungskosten benötigt diese Person auch als Single ergänzende Grundsicherung. Wenn Kinder im Haushalt leben erhöht sich die Summe der Grundsicherung entsprechend.

Wie ist der Rekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse zu bewerten?

Nun:

Grundsätzlich sind alle abhängig beschäftigten Personen als sozialversicherungspflichtig anzusehen Das heißt auch Jobsharing-Teilzeitjob auf 60/80/100 Montanstunden sind sozialversicherungspflichtig. Arbeitnehmer, die in einem sogenannten Minijob (auch geringfügiges Arbeitsverhältnis) beschäftigt sind und dessen monatliches Entgelt einen Betrag von 450 € nicht übersteigt, müssen zwar selbst keine eigenen Beiträge zur Sozialversicherung leisten. Dennoch handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, da der Arbeitgeber pauschale Beiträge abzuführen hat.

Dieses ganze Gefassel von der Rekordbeschäftigung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ist nichts anderes als die Zuhörer „hinter die Fichte“ zu führen um eine Situation am Arbeitsmarkt zu suggerieren die tatsächlich nicht vorhanden ist (Beinahe Vollbeschäftigung) richtig ist das viele beschäftigt sind irgendwie vielleicht als Aufstocker,
Aufstocker?

Sind Arbeitnehmer die zur ihren Erwerbseinkommen (oft in Teilzeitbeschäftigung in Jobsharing) zusätzlich Grundsicherungsleistungen für sich und ihre Kinder beziehen müssen.

Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?

Nein, Ziel des sozialen ist, das jeder der arbeitet ohne ergänzende Sozialleistungen seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann. Der neoliberale Spruch aus der Kaderschule „Zwei Millionen Aufstocker sind besser als 2 Millionen Arbeitslose ist unsinnig, denn dann wäre es ja auch besser wenn alle 40 Millionen Arbeitnehmer aufstocken würden. Denn 40 Millionen Aufstocker sind besser als 40 Millionen Arbeitslose.

Ein Blick auf die Januar Zahlen der BA unter Beachtung aller Kennzahlen des BA – Berichts verdeutlicht die Lage am Arbeitsmarkt.

Laut BA Monatsbericht für Januar 2020 wird die Zahl der Leistungsberechtigten im Leistungsbezug (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen) auf 6.182.435 Personen 6,9 % beziffert. Am Tag bevor die Reformagenda und Hartz IV in Kraft gesetzt wurden, waren es 4.321.000. Leistungsberechtigte. *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest.

Im Januar 2020 schlüsseln sich die 6.182.435 Leistungsempfänger 6,9 % von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII aufgrund der offiziellen Zahlen des im BA Bericht für Januar wie folgt auf: 888.452 Personen waren im Bezug von ALG I, des weiteren erhielten 3.757.526 Personen. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen ALG II (Hartz IV) und 1.536.457 Personen Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen (Sozialgeld)

Die (Kennzahl) der Arbeitslosen im Sinne des § 16 SGB III wird im Januar 2020 in der offiziellen Statistik der BA auf 2.425.523 Personen beziffert‬. Gleichzeitig wurden laut BA Bericht Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in einer ersten Schätzung für Januar 2020 auf 875.843 Personen geschätzt. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle (Mehrfachnenngen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) sinkt im Januar 2020 im BA Bericht auf 668.063.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht Januar 2020 (PDF Seite 49)
Tabellenanhang zum Monatsbericht Januar 2020 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202001/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202001-pdf.pdf

Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung destatis - Pressemitteilung Nr. 130 vom 3. April 2019 - Im Dezember 2018 bezogen in Deutschland knapp 1.079.000 Personen ab 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB*XII). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,9*% mehr Leistungsempfängerinnen und -empfänger als im Dezember 2017.

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ Wer ist wir ? Fast – Vollbeschäftigung bessere Statistiken vom Arbeitsmarkt, gab es nur im Arbeiter- und Bauernstaat (DDR) oder in Nordkorea....etc

“Es ist ein Skandal, dass es Einrichtungen wie die Tafel in so einem reichen Land geben muss”

Zu beachten ist die Zählweise der Arbeitslosen (es werden nicht alle Personen die arbeit suchend sind als arbeitslos gezählt. Zum Beispiel fehlen viele unter 25 Jährige sowie viele über 58 Jährige, auch Kranke, etc) so dass die Zahl der Unterbeschäftigten Arbeitslosen, weiterhin mehr 3 Millionen Personen beinhaltet. Ist das Fast- Vollbeschäftigung und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit ? Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2019 präsent ist. Alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung und durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine rund vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Vollbeschäftigung soll wie folgt erreicht werden:

§ 16i SGB II Teilhabe am Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel?

ARBEITSMARKT UND RENTENPOLITIK Die endlose Diskussion um den Fachkräftemangel - Wie groß ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland? - "Wir haben keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland", sagt der Arbeitsmarktexperte Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Gespräch mit der DW. - Lohnsteigerungen halten sich in Grenzen

Zum vielfach beschworenen Fachkräftemangel ist aus meiner vielfachen Erfahrung zu bedenken, dass damit vielfach von einer Allround- Fachkraft (Eierlegendeswollmilchschwein) der mittleren Qualifikationsebene gesprochen wird, die bereit ist möglichst auf Basis des Mindestlohn oder auch in Leih und Zeitarbeit die Arbeitsstelle anzutreten. (Handwerk, Pflege, Dienstleistung) Wer nicht in allen erwünschten Qualifikationen sehr gute Kenntnisse besitzt oder eine Entlohnung entsprechend seiner vielfachen Qualifikationen fordert, scheidet oft aus dem Auswahlverfahren aus. Ausnahmen sind selten verfügbare hoch qualifizierte Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung aber diese sind tatsächlich aufgrund des oft fehlenden Willen zur intensiven betrieblichen Qualifikation und beruflicher Förderung nur sehr vereinzelt auf dem Arbeitsmarkt verfügbar.

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA für Januar 2020 wurde unter Verwendung der Quellzahlen des BA Berichts für Januar 2020 verfasst. Autorin ist Sybilla am 30.01.20 --- 12 Uhr alle Leser dürfen aus diesem Artikel unter Quellangabe zitieren.
Benutzeravatar
BenJohn
Beiträge: 2707
Registriert: Fr 13. Dez 2019, 07:58

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon BenJohn » Fr 31. Jan 2020, 00:23

Sybilla hat geschrieben:(31 Jan 2020, 00:14)
.


Was ist dein Fazit? Worauf möchtest du hinaus?
! Am Israel Chai !
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6641
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon jorikke » Fr 31. Jan 2020, 10:51

Misterfritz hat geschrieben:(03 Jan 2020, 20:01)

Und von der Bezahlung.
Wenn man 25€ die Stunde verdient, kann man wahrscheinlich auch mit nur 25 - 30 Stunden Arbeit in der Woche zurecht kommen ;)


Nein.
Wenn jemand 25 € oder mehr in der Stunde verdient, schmeißt er das übrige Geld am 1. nicht in die Tonne, sondern investiert es irgendwie. Baut sich ein Häuschen z.B.
Wenn er dann den Ratschlag von Misterfritz berücksichtigt und seine Arbeitszeit auf 30 h reduziert, ist er seine Hütte ganz schnell los.
Theoretische Ratschläge bleiben Theorie, wenn die Lebenswirklichkeit anderer Meinung ist. ;)
Sybilla
Beiträge: 1041
Registriert: Di 3. Jun 2008, 21:56

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Sybilla » Fr 31. Jan 2020, 10:54

BenJohn hat geschrieben:(31 Jan 2020, 00:23)

Was ist dein Fazit? Worauf möchtest du hinaus?


Das die Zahl der tatsächlich Arbeitslosen 3.325.327 Personen betrifft (Massenarbeitslosigkeit) trotz Jobsharing und gefühlten Beschäftigungsrekord.
Aufgrund dessen kann auch kein Arbeitskräftemangel bestehen, eher ein Mangel an Willen diese entsprechend zu qualifizieren.
Die Frage ist, warum die konzertierten Medien aufgrund der tatsächlichen Zahlen dies nicht so berichten sondern von Fachkräftemangel und nahezu Vollbeschäftigung fabulieren?
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44983
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon frems » Fr 31. Jan 2020, 10:58

jorikke hat geschrieben:(31 Jan 2020, 10:51)

Nein.
Wenn jemand 25 € oder mehr in der Stunde verdient, schmeißt er das übrige Geld am 1. nicht in die Tonne, sondern investiert es irgendwie. Baut sich ein Häuschen z.B.
Wenn er dann den Ratschlag von Misterfritz berücksichtigt und seine Arbeitszeit auf 30 h reduziert, ist er seine Hütte ganz schnell los.
Theoretische Ratschläge bleiben Theorie, wenn die Lebenswirklichkeit anderer Meinung ist. ;)

Ratschläge sind halt auch nur eine Form von Schlägen. Ich frag mich nur, was das für ein Leben sein soll, wenn man nur 25 Euro pro Stunde verdient. Mal unabhängig ob 30 oder 40 Stunden. :?:
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 43434
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Fr 31. Jan 2020, 11:42

Sybilla hat geschrieben:(31 Jan 2020, 10:54)

Das die Zahl der tatsächlich Arbeitslosen 3.325.327 Personen betrifft (Massenarbeitslosigkeit) trotz Jobsharing und gefühlten Beschäftigungsrekord.
Aufgrund dessen kann auch kein Arbeitskräftemangel bestehen, eher ein Mangel an Willen diese entsprechend zu qualifizieren.



Der Wille, sich zu qualifizieren, fehlt insbesondere bei den Arbeitslosen...

Die Frage ist, warum die konzertierten Medien aufgrund der tatsächlichen Zahlen dies nicht so berichten sondern von Fachkräftemangel und nahezu Vollbeschäftigung fabulieren?


Wir haben Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen.

Nur kann aus einem gelernten Bäcker kein Programmierer "umqualifiziert" werden.

Oder gar aus denen 100tausenden ALG II Empfängern ohne Schulabschluss ....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 43434
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Fr 31. Jan 2020, 11:44

frems hat geschrieben:(31 Jan 2020, 10:58)

Ratschläge sind halt auch nur eine Form von Schlägen. Ich frag mich nur, was das für ein Leben sein soll, wenn man nur 25 Euro pro Stunde verdient.



25 Euro auf Vollzeit bedeutet ca 4500 Brutto....

Das ist weit oberhalb des Medians

65% der AN in D haben ein Gehalt, was niedriger ist.


Was möchtest du also mit deiner Frage hinterfragen? :?:
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast