Zur Lage der deutschen Wirtschaft

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Sybilla
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 29. Nov 2018, 20:56

imp hat geschrieben:(29 Nov 2018, 18:13)

Der staatliche Zuschuss zur Rentenversicherung soll vor allem versicherungsfremde Leistungen gegenfinanzieren, Kindererziehungszeiten, Ersatzzeiten, Renten nach dem Fremdrentengesetz, Anrechnungszeiten, die Rente nach Mindesteinkommen, abschlagsfreie Renten vor Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters usw usw.
Also lauter Sachen, für die der Rentenbeitrag nicht hergenommem werden soll. Deshalb hat die Höhe auch wenig mit der Arbeitslosenquote zu tun.


Ja, aber wir haben in D doch nicht nur "Vollbeschäftigung" sondern "Rekordbeschäftigung" (Oktober 45.242.000 Personen) also hat die Rentenversicherung auch Rekordeinnahmen. Aufgrund dessen kann der exorbitant hohe Anstieg des Haushaltsplan des Bundesministerium für Arbeit und Soziales nicht mit steigenden Kosten in der Rentenversicherung begründet werden. Zudem sich die Zahl der Rentenbezieher in den letzten Jahre nicht evident erhöht hat, immerhin versterben viele Rentner innerhalb eines Jahres.

Nö die Steigerung des Haushaltsplan des Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist dann doch bei über 4.000.000 Empfänger von Grundsicherung zu suchen. In der Arbeitslosenversicherung dem Sozialgeld und der Altersgrundsicherung in der Summe mehr als 7 Millionen Leistungsempfänger.
Wir haben neben der Rekordbeschäftigung auch einen Rekord bei den berechtigten in "Tafelläden" Ich bin für Herz statt Hartz
Zuletzt geändert von Sybilla am Do 29. Nov 2018, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
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imp
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon imp » Do 29. Nov 2018, 22:14

Sybilla hat geschrieben:(29 Nov 2018, 20:56)

Ja, aber wir haben doch nicht nur "Vollbeschäftigung" sondern "Rekordbeschäftigung" (Oktober 45.242.000 Personen) also hat die Rentenversicherung auch Rekordeinnahmen. Aufgrund dessen kann der exorbitant hohe Anstieg des Haushaltsplan des Bundesministerium für Arbeit und Soziales nicht begründet werden. Zudem die Zahl der Rentenbezieher in den letzten Jahre nicht evident erhöht hat, immerhin versterben viele Rentner.

Nö die Steigerung des Haushaltsplan des Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist dann doch bei über 4.000.000 Empfänger von Grundsicherung zu suchen. In der Arbeitslosenversicherung und dem Sozialgeld und der Altersgrundsicherung in der Summe mehr als 7 Millionen Leistungsempfänger.
Wir haben neben der Rekordbeschäftigung auch einen Rekord bei den berechtigten in "Tafelläden"

Die hohe Beschäftigung hat mit den Zahlungen für versicherungsfremde Leistungen nichts zu tun. Die Beitragszahler sind keine Melkkühe für Verteilungsfantasien.
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Ammianus
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Ammianus » Mo 24. Dez 2018, 15:33

lili hat geschrieben:(24 Dec 2018, 14:49)

Anscheinend ist dieses System nicht so gut. Sonst hätten wir diese politischen Unruhen nicht. Von welchem Wohlstand wird hier gesprochen? Davon profitieren doch gar nicht so viele.


Wohl wahr. Abgesehen von den Meisten profitiert hier kaum jemand vom hiesigen Wohlstand.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 24. Dez 2018, 15:57

Ammianus hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:33)

Wohl wahr. Abgesehen von den Meisten profitiert hier kaum jemand vom hiesigen Wohlstand.



Macht Euch doch mal kundig und plappert nicht immer das offizielle Gesülze nach! Wir leben schließlich im "Informationszeitalter" :mad2:

Weit über 20% der Beschäftigten in Deutschland findet man bereits im Niedriglohnsektor, Tendenz stark steigend! Nur weil's Banken und Großkonzernen blendend geht, heißt das doch noch lange nicht, dass der Wohlstand wächst, das Gegenteil ist der Fall!
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 24. Dez 2018, 16:05

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:57)

Macht Euch doch mal kundig und plappert nicht immer das offizielle Gesülze nach! Wir leben schließlich im "Informationszeitalter" :mad2:

Weit über 20% der Beschäftigten in Deutschland findet man bereits im Niedriglohnsektor, Tendenz stark steigend! Nur weil's Banken und Großkonzernen blendend geht, heißt das doch noch lange nicht, dass der Wohlstand wächst, das Gegenteil ist der Fall!


:thumbup: Richtig, dennoch scheint es hier ja genug zugeben die denn getürkten Arbeitslosenzahlen bereitwillig und unkritisch glauben schenken wollen.

Hatte ein Gespräche mit EX Jobcenter Mitarbeiter der kennt die Methoden der Schönrechnerei, es kamen ja auch einige Berichte im TV drüber, aber die meisten lassen bzw. wollen sich nun mal für dumm verkaufen lassen .
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 24. Dez 2018, 16:16

Alpha Centauri hat geschrieben:(24 Dec 2018, 16:05)

:thumbup: Richtig, dennoch scheint es hier ja genug zugeben die denn getürkten Arbeitslosenzahlen bereitwillig und unkritisch glauben schenken wollen.

Hatte ein Gespräche mit EX Jobcenter Mitarbeiter der kennt die Methoden der Schönrechnerei, es kamen ja auch einige Berichte im TV drüber, aber die meisten lassen bzw. wollen sich nun mal für dumm verkaufen lassen .



Die Arbeitslosenzahlen sehen vergleichsweise gut aus, weil man die Zählweise reformierte und dadurch mehrere Millionen Menschen herausgerechnet werden können und weil deutlich mehr als 20% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor untergekommen sind, vor GerHartzens Zeiten waren prekäre Beschäftigungsverhältnisse nicht die Regel, sondern sie waren die Ausnahme.
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Re: BGE - bedingungsloses Grundeinkommen

Beitragvon Max Wein » Mo 24. Dez 2018, 17:24

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:57)

Macht Euch doch mal kundig und plappert nicht immer das offizielle Gesülze nach! Wir leben schließlich im "Informationszeitalter" :mad2:

Weit über 20% der Beschäftigten in Deutschland findet man bereits im Niedriglohnsektor, Tendenz stark steigend! Nur weil's Banken und Großkonzernen blendend geht, heißt das doch noch lange nicht, dass der Wohlstand wächst, das Gegenteil ist der Fall!


Die quelle will ich gerne haben wo das drinnen steht, das die niedriglohn beschäftigung steigt.

Vorallem warum muss man ein BGE einführen wenn es nur 20 prozent schlecht geht? Dann leiden ja die anderen 80 prozent darunter.
Es werden immer welche durchs raster fallen, das ist ganz normal.

Das Informationszeitalter ist kein argument für BGE den die Digitalisierung wird nicht nur jobs kosten sondern auch neue erschaffen und weiterentwickeln.
Sonst wären wir ja durch die industriealisierung schon längst arbeitslos, aber nein es kammen neue berufe und es haben sich viele berufe weiterentwickelt, das selbe wird bei der Digitalisierung passieren.
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Re:

Beitragvon lili » Mo 24. Dez 2018, 18:21

Mendoza hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:11)

Also in den letzten Jahren ist eine 7-stellige Zahl an Menschen eingewandert. Das liegt wohl kaum daran dass Deutschland bettelarm ist und die sozialen Bedingungen katastrophal sind.



Es werden auch falsche Versprechungen gemacht. Es gab ein Flüchtling der dachte er würde in Deutschland eine Villa bekommen.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re:

Beitragvon lili » Mo 24. Dez 2018, 18:22

Ammianus hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:33)

Wohl wahr. Abgesehen von den Meisten profitiert hier kaum jemand vom hiesigen Wohlstand.


Was meinst du mit Meisten?
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re:

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 24. Dez 2018, 18:37

Max Wein hat geschrieben:(24 Dec 2018, 17:24)

Die quelle will ich gerne haben wo das drinnen steht, das die niedriglohn beschäftigung steigt.

Vorallem warum muss man ein BGE einführen wenn es nur 20 prozent schlecht geht? Dann leiden ja die anderen 80 prozent darunter.
Es werden immer welche durchs raster fallen, das ist ganz normal.

Das Informationszeitalter ist kein argument für BGE den die Digitalisierung wird nicht nur jobs kosten sondern auch neue erschaffen und weiterentwickeln.
Sonst wären wir ja durch die industriealisierung schon längst arbeitslos, aber nein es kammen neue berufe und es haben sich viele berufe weiterentwickelt, das selbe wird bei der Digitalisierung passieren.



"...
Das höchste Risiko, nur mit einem Niedriglohn unter 9,30 € je Stunde vergütet zu werden, haben – nach Erhebungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen – mit 46,6 % Beschäftigte ohne Berufsabschluss (38,8 % der Männer, 53,4 % der Frauen). Abhängig Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung sind zu 24,3 % betroffen (17,2 % der Männer und 31,6 % der Frauen). Bei den beschäftigten Akademikern unterschreiten 8,6 % die genannte Niedriglohnschwelle.[6]

Niedriglöhne konzentrieren sich besonders auf

Kleinbetriebe
Bestimmte Wirtschaftszweige wie Handel- und Dienstleistungsbereich
..."

Wir sprechen also nicht von 20%, die Zahl ist veraltet, sondern wir sprechen von knapp 25%!!!
(Quelle: wikipedia)

Übrigens leiden die "anderen 75%" erst recht darunter, wenn die Steuern für Unternehmer gesenkt werden, das erwähnt aber niemand... :rolleyes:
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Ammianus » Mo 24. Dez 2018, 20:31

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 15:57)

Macht Euch doch mal kundig und plappert nicht immer das offizielle Gesülze nach! Wir leben schließlich im "Informationszeitalter" :mad2:

Weit über 20% der Beschäftigten in Deutschland findet man bereits im Niedriglohnsektor, Tendenz stark steigend! Nur weil's Banken und Großkonzernen blendend geht, heißt das doch noch lange nicht, dass der Wohlstand wächst, das Gegenteil ist der Fall!


Im Gegensatz zu dir bin ich kundig - und weit über die Fähigkeit des Setzens einer Grinsekugel hinaus. Auch du kannst dich kundig machen, denn wir leben im Informationszeitalter.

Trotzdem ist der Niedriglohnsektor durchaus ein Problem und Niedriglöhne nicht gerecht. Betrachtet man jedoch den Grad der gewerkschaftlichen Organisiertheit lohnabhängig Beschäftigter, dann findet man da auch einen der Gründe.

Allerdings geht es hier ja um die Gesamtlage. Und da gibt es wohl für die Meisten nicht allzuviel zu klagen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Ammianus » Mo 24. Dez 2018, 20:33

lili hat geschrieben:(24 Dec 2018, 18:22)

Was meinst du mit Meisten?


die Meisten ...

Beispiel:

Am Strand spielen 10 Kinder. 6 davon sind sturzbetrunken, da sie mehrere verbuddelte Schnapsflaschen gefunden und geleert haben.
Die Aussage wäre also: Die meisten Kinder dort am Strand sind sturzbetrunken.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Max Wein » Mo 24. Dez 2018, 21:01

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 18:37)

"...
Das höchste Risiko, nur mit einem Niedriglohn unter 9,30 € je Stunde vergütet zu werden, haben – nach Erhebungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen – mit 46,6 % Beschäftigte ohne Berufsabschluss (38,8 % der Männer, 53,4 % der Frauen). Abhängig Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung sind zu 24,3 % betroffen (17,2 % der Männer und 31,6 % der Frauen). Bei den beschäftigten Akademikern unterschreiten 8,6 % die genannte Niedriglohnschwelle.[6]

Niedriglöhne konzentrieren sich besonders auf

Kleinbetriebe
Bestimmte Wirtschaftszweige wie Handel- und Dienstleistungsbereich
..."

Wir sprechen also nicht von 20%, die Zahl ist veraltet, sondern wir sprechen von knapp 25%!!!
(Quelle: wikipedia)

Übrigens leiden die "anderen 75%" erst recht darunter, wenn die Steuern für Unternehmer gesenkt werden, das erwähnt aber niemand... :rolleyes:


Die zahlen rechtfertigen kein BGE.

Den 75 % geht es gut, da braucht man kein BGE nur weil 25 Prozent es nicht hinkriegen.
Es gibts viele ohne abschlüsse gut, aber warum macht man den dann nicht nach?
Warum macht man keine ausbildung oder sucht sich ein verwanten beruf?
Es ost eher ein luxusproblem, den es gibts gut bezahlte arbeit, nur will es keiner machen, wenn mehr leute zb. Verkäufer arbeiten wollen aber es wenig stellen dafür gibts, muss man sich nicht wundern wenn dementsprechend das gehalt niedrig ist, das selbe bei den Akademikern.
Also wenn man was lernt was nicht benötigt wird und dann keine Kompromisse eingehen will, darf man sich auch nicht auf niedrige bezahlung wundern.

Vorallem sind ja oft die kleinen und mittelständische betriebe die die harz4 menschen eine 2te chance geben als große konzerne.
Der staat macht auch was, damit die menschen eine ausbildung kriegen zb. Durch Berufsfachschulen, man muss auch mal etwas flexibel sein.

Es klingt vllt hart aber es ist halt so.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 24. Dez 2018, 21:12

Max Wein hat geschrieben:(24 Dec 2018, 21:01)

Die zahlen rechtfertigen kein BGE.

Den 75 % geht es gut, da braucht man kein BGE nur weil 25 Prozent es nicht hinkriegen.
Es gibts viele ohne abschlüsse gut, aber warum macht man den dann nicht nach?
Warum macht man keine ausbildung oder sucht sich ein verwanten beruf?
Es ost eher ein luxusproblem, den es gibts gut bezahlte arbeit, nur will es keiner machen, wenn mehr leute zb. Verkäufer arbeiten wollen aber es wenig stellen dafür gibts, muss man sich nicht wundern wenn dementsprechend das gehalt niedrig ist, das selbe bei den Akademikern.
Also wenn man was lernt was nicht benötigt wird und dann keine Kompromisse eingehen will, darf man sich auch nicht auf niedrige bezahlung wundern.

Vorallem sind ja oft die kleinen und mittelständische betriebe die die harz4 menschen eine 2te chance geben als große konzerne.
Der staat macht auch was, damit die menschen eine ausbildung kriegen zb. Durch Berufsfachschulen, man muss auch mal etwas flexibel sein.

Es klingt vllt hart aber es ist halt so.



Nein, es klingt nicht hart, es klingt überaus komisch, wenn man 25% der Bevölkerung einfach abschreiben will und zumindest implizit behauptet, dass die in den letzten Jahren plötzlich faul, unflexibel und dumm geworden sind... Ich würde fast sagen, dass das AfD-Niveau ist: Sündenböcke für Probleme suchen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Max Wein » Mo 24. Dez 2018, 21:41

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 21:12)

Nein, es klingt nicht hart, es klingt überaus komisch, wenn man 25% der Bevölkerung einfach abschreiben will und zumindest implizit behauptet, dass die in den letzten Jahren plötzlich faul, unflexibel und dumm geworden sind... Ich würde fast sagen, dass das AfD-Niveau ist: Sündenböcke für Probleme suchen.


Sie sagen ja selber das 46,6 ohne berufsabschluss drinnen sind, warum?
Bei den andeeem ist es ja gut das die eine ausbildung haben aber warum in ein bereich wo man direkt auf niedriglohnsektor rein kommt?
Watum kriegt ein heimwerker gutes geld aber ein verkäufer mindestlohn? Warum macht dann niemand handwerker?
Warum macht man nicht eine ausbildung?
Ich kanns bei dennen unter 25 voll verstehen wenn man beim versäumten termin sofort alles sanktioniert, denn wer nichts oder wenig eingezahlt hat sollte auch nicht davon lange geld beziehen.

Die harz4 Empfänger muss man mal härter anpacken, den warum soll man jemanden fürs nichts tuhen bezahlen?
Einer ohne abschluss kann man aaf schule schicken und den wärend der zeit harz4 zahlen ohne sanktionen, eine alleinerziehende hat sowieso sonderrecht aber wenn das kind in kindergarten kommt, dann muss die mutter auch mal was machen, ewerbseingeschränkte muss man sowieso fortbilden, je nach Alter, einen jungen kann man auf alle Lehrgänge schicken beinein älteren wird es schwer.
Man darf nicht vergessen gerade die harz4 beziehen sind sehr von der Gesellschaft abgeschottet und werden fürs nichts tuhen bezahlt.
Die afd ist auch nicht unbedingt meine Partei, aber unrecht haben die nicht in den bezug, besser ehrenamtliche arbeit(oder schule, fortbildung) für die mindestabsicherung als fürs nichts machen auf die kosten der allgemeinheit leben.

Für die 25 % muss man sagen es ist leider so, da hilft auch nicht wenn man den mindestlohn erhöht.
Es fallen immer welche durchs raster, es gibts gut bezahlte Arbeit, nur wenn man lieber in niedriglohnsektor arbeitet statt mehr zu tuhen, braucht man sich nicht wundern wenn man nicht weiter kommt.

Ich kenne einen der arbeitet auf mindestlohn, der macht auf eigenkosten sein Lkw-schein um dann mehrbzu verdienen, hat genau so keine ausbildung und ist halt älter aber er macht trotzdem was um da raus zu kommen.

Gerade die unattraktiven berufe sind oft die gut bezahlten berufe.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon lili » Mo 24. Dez 2018, 22:09

Ammianus hat geschrieben:(24 Dec 2018, 20:33)

die Meisten ...

Beispiel:

Am Strand spielen 10 Kinder. 6 davon sind sturzbetrunken, da sie mehrere verbuddelte Schnapsflaschen gefunden und geleert haben.
Die Aussage wäre also: Die meisten Kinder dort am Strand sind sturzbetrunken.


Ich bezweifele nur, dass es den meisten gut geht.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 24. Dez 2018, 22:14

Max Wein hat geschrieben:(24 Dec 2018, 21:41)

Sie sagen ja selber das 46,6 ohne berufsabschluss drinnen sind, warum?
Bei den andeeem ist es ja gut das die eine ausbildung haben aber warum in ein bereich wo man direkt auf niedriglohnsektor rein kommt?
Watum kriegt ein heimwerker gutes geld aber ein verkäufer mindestlohn? Warum macht dann niemand handwerker?
Warum macht man nicht eine ausbildung?
Ich kanns bei dennen unter 25 voll verstehen wenn man beim versäumten termin sofort alles sanktioniert, denn wer nichts oder wenig eingezahlt hat sollte auch nicht davon lange geld beziehen.

Die harz4 Empfänger muss man mal härter anpacken, den warum soll man jemanden fürs nichts tuhen bezahlen?
Einer ohne abschluss kann man aaf schule schicken und den wärend der zeit harz4 zahlen ohne sanktionen, eine alleinerziehende hat sowieso sonderrecht aber wenn das kind in kindergarten kommt, dann muss die mutter auch mal was machen, ewerbseingeschränkte muss man sowieso fortbilden, je nach Alter, einen jungen kann man auf alle Lehrgänge schicken beinein älteren wird es schwer.
Man darf nicht vergessen gerade die harz4 beziehen sind sehr von der Gesellschaft abgeschottet und werden fürs nichts tuhen bezahlt.
Die afd ist auch nicht unbedingt meine Partei, aber unrecht haben die nicht in den bezug, besser ehrenamtliche arbeit(oder schule, fortbildung) für die mindestabsicherung als fürs nichts machen auf die kosten der allgemeinheit leben.

Für die 25 % muss man sagen es ist leider so, da hilft auch nicht wenn man den mindestlohn erhöht.
Es fallen immer welche durchs raster, es gibts gut bezahlte Arbeit, nur wenn man lieber in niedriglohnsektor arbeitet statt mehr zu tuhen, braucht man sich nicht wundern wenn man nicht weiter kommt.

Ich kenne einen der arbeitet auf mindestlohn, der macht auf eigenkosten sein Lkw-schein um dann mehrbzu verdienen, hat genau so keine ausbildung und ist halt älter aber er macht trotzdem was um da raus zu kommen.

Gerade die unattraktiven berufe sind oft die gut bezahlten berufe.



Wenn in einem reichen Land, wo Armut ein Randproblem ist, nach 15 Jahren 25% der Menschen prekär leben, dann muss man wohl von einem beispiellosen Versagen der Politik sprechen. Es ist doch absurd zu behaupten, dass die Menschen plötzlich dumm, faul und unfkexibel geworden sind.

Aufgabe des Staates ist es u.a., dafür zu sorgen, dass alle Menschen in diesem Land halbwegs vernünftig leben können. Dazu ist es nicht nötig, ständig den Mittelstand zu entlasten, weil es diesem bereits bestens geht. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, den Unternehmen billigste und in Teilen ihrer Grundrechte beraubte (z.B. Vertragsfreiheit) Arbeitssklaven zu beschaffen. In einer Marktwirtschaft ist es übrigens so, dass nicht die Unternehmer herumheulen, dass die Arbeitskräfte ach so teuer sind, sondern sie zahlen so hohe Löhne und Gehälter, dass die Leute freiwillig dort arbeiten.

Aber ich weiß, den Unternehmern in Deutschland geht es so schlecht, dass sie sich ihre Arbeitskräfte z.T. noch vom Staat subventionieren lassen "müssen". In einer Marktwirtschaft wäre das übrigens gar nicht möglich, sie müssten Konkurs anmelden. Soetwas will natürlich niemand, wir wollen weiterhin Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. :thumbup:
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 24. Dez 2018, 23:13

Max Wein hat geschrieben:(24 Dec 2018, 21:01)

Die zahlen rechtfertigen kein BGE.

Den 75 % geht es gut, da braucht man kein BGE nur weil 25 Prozent es nicht hinkriegen.
Es gibts viele ohne abschlüsse gut, aber warum macht man den dann nicht nach?
Warum macht man keine ausbildung oder sucht sich ein verwanten beruf?
Es ost eher ein luxusproblem, den es gibts gut bezahlte arbeit, nur will es keiner machen, wenn mehr leute zb. Verkäufer arbeiten wollen aber es wenig stellen dafür gibts, muss man sich nicht wundern wenn dementsprechend das gehalt niedrig ist, das selbe bei den Akademikern.
Also wenn man was lernt was nicht benötigt wird und dann keine Kompromisse eingehen will, darf man sich auch nicht auf niedrige bezahlung wundern.

Vorallem sind ja oft die kleinen und mittelständische betriebe die die harz4 menschen eine 2te chance geben als große konzerne.
Der staat macht auch was, damit die menschen eine ausbildung kriegen zb. Durch Berufsfachschulen, man muss auch mal etwas flexibel sein.

Es klingt vllt hart aber es ist halt so.


Was heißt hier wann man was lernt was nicht benötigt wird? Nicht jeder hat Neigung zum.ITler oder so es gibt auch Menschen mit anderen Fähigkeiten und Interessen jenseits von MINT, ( künstlerisch oder sozialer Bereich soll man da einfach sagen tja Pech gehabt in Punkto Bezahlung ( gleichzeitig wird in den Klassiker Bereichen Gastro und Pflege oder Erzieher z.b. über "FACHKRÄFTEMANGEL" beklagt sollte bei der monetären Entlohnung nicht weiter verwundern warum die Berufe so unattraktiv sind) und dessen Individualität missachten? Die Wirtschaft ist für den Menschen.da nicht der Mensch für die Wirtschaft.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Mo 24. Dez 2018, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 24. Dez 2018, 23:16

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 22:14)

Wenn in einem reichen Land, wo Armut ein Randproblem ist, nach 15 Jahren 25% der Menschen prekär leben, dann muss man wohl von einem beispiellosen Versagen der Politik sprechen. Es ist doch absurd zu behaupten, dass die Menschen plötzlich dumm, faul und unfkexibel geworden sind.

Aufgabe des Staates ist es u.a., dafür zu sorgen, dass alle Menschen in diesem Land halbwegs vernünftig leben können. Dazu ist es nicht nötig, ständig den Mittelstand zu entlasten, weil es diesem bereits bestens geht. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, den Unternehmen billigste und in Teilen ihrer Grundrechte beraubte (z.B. Vertragsfreiheit) Arbeitssklaven zu beschaffen. In einer Marktwirtschaft ist es übrigens so, dass nicht die Unternehmer herumheulen, dass die Arbeitskräfte ach so teuer sind, sondern sie zahlen so hohe Löhne und Gehälter, dass die Leute freiwillig dort arbeiten.

Aber ich weiß, den Unternehmern in Deutschland geht es so schlecht, dass sie sich ihre Arbeitskräfte z.T. noch vom Staat subventionieren lassen "müssen". In einer Marktwirtschaft wäre das übrigens gar nicht möglich, sie müssten Konkurs anmelden. Soetwas will natürlich niemand, wir wollen weiterhin Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. :thumbup:


:thumbup: Wenn man sich dann immer nur mit Tonga statt Japan vergleicht kann man sich schließlich alles schön reden ,
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 24. Dez 2018, 23:24

Iwan der Liebe hat geschrieben:(24 Dec 2018, 22:14)

Wenn in einem reichen Land, wo Armut ein Randproblem ist, nach 15 Jahren 25% der Menschen prekär leben, dann muss man wohl von einem beispiellosen Versagen der Politik sprechen. Es ist doch absurd zu behaupten, dass die Menschen plötzlich dumm, faul und unfkexibel geworden sind.

Aufgabe des Staates ist es u.a., dafür zu sorgen, dass alle Menschen in diesem Land halbwegs vernünftig leben können. Dazu ist es nicht nötig, ständig den Mittelstand zu entlasten, weil es diesem bereits bestens geht. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, den Unternehmen billigste und in Teilen ihrer Grundrechte beraubte (z.B. Vertragsfreiheit) Arbeitssklaven zu beschaffen. In einer Marktwirtschaft ist es übrigens so, dass nicht die Unternehmer herumheulen, dass die Arbeitskräfte ach so teuer sind, sondern sie zahlen so hohe Löhne und Gehälter, dass die Leute freiwillig dort arbeiten.

Aber ich weiß, den Unternehmern in Deutschland geht es so schlecht, dass sie sich ihre Arbeitskräfte z.T. noch vom Staat subventionieren lassen "müssen". In einer Marktwirtschaft wäre das übrigens gar nicht möglich, sie müssten Konkurs anmelden. Soetwas will natürlich niemand, wir wollen weiterhin Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. :thumbup:



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