Zur Lage der deutschen Wirtschaft

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Tom Bombadil
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Tom Bombadil » So 8. Dez 2019, 13:02

Skull hat geschrieben:(08 Dec 2019, 12:58)

Das schreibt auch keiner. Auch nicht der SZ-Artikel.

Doch, Trump wird als der einzige Angreifer gegen den "freien Welthandel" genannt, gegen den man einen Pakt schmieden müsse.

Sollen wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht einigen können oder sollen wir das Thema jetzt noch über zig Seiten weiter tragen ohne eine Einigung zu erzielen?
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Skull » So 8. Dez 2019, 13:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Dec 2019, 13:02)

Doch, Trump wird als der einzige Angreifer gegen den "freien Welthandel" genannt,
gegen den man einen Pakt schmieden müsse.

Nö.

Linke Demokraten wie die Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren
denken in Handelsfragen nicht viel anders als der amtierende Präsident.


Sollen wir uns darauf einigen, dass wir uns nicht einigen können oder sollen wir das Thema jetzt noch über zig Seiten weiter tragen ohne eine Einigung zu erzielen?

Ja.

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Tom Bombadil
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Tom Bombadil » So 8. Dez 2019, 13:10

Dann belassen wir es dabei.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Adam Smith » So 8. Dez 2019, 13:18

Es geht in dem Artikel der süddeutschen.de erstens um die USA und zweitens um Schulden um die böse USA zu besänftigen.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Orbiter1 » So 8. Dez 2019, 16:10

Adam Smith hat geschrieben:(08 Dec 2019, 10:57)

Alle haben es gewusst sind aber folgender Ansicht.



https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4713048

Es gibt zwar zu viele Schulden, weitere Schulden können aber dafür sorgen, dass sich alles wieder normalisiert.

https://www.boerse-am-sonntag.de/spezia ... uropa.html

Mehr Schulden erhöhen immer nur noch die Schulden. Der Negativzins bleibt.
Wie man ihrem verlinkten Artikel entnehmen kann naht die Rettung bei der immer kleiner werdenden Staatsverschuldung in Deutschland. Die wird schon bald wieder größer.

"In fünf Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen, wird man sich wahrscheinlich wehmütig an die Zeiten des Hauhaltsüberschusses erinnern“

Und wie weiter oben ausgeführt gehen 83% der institutionellen Investoren davon aus dass es in den kommenden 5 Jahren auch wieder eine weltweite Finanzkrise geben wird. Die letzte Finanzkrise hat die deutsche Staatsverschuldung um mehrere 100 Mrd € steigen lassen. Die Anhänger der steigenden Staatsverschuldung sollten also schon sehr bald auf ihre Kosten kommen.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Adam Smith » So 8. Dez 2019, 16:49

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Dec 2019, 16:10)
Und wie weiter oben ausgeführt gehen 83% der institutionellen Investoren davon aus dass es in den kommenden 5 Jahren auch wieder eine weltweite Finanzkrise geben wird. Die letzte Finanzkrise hat die deutsche Staatsverschuldung um mehrere 100 Mrd € steigen lassen. Die Anhänger der steigenden Staatsverschuldung sollten also schon sehr bald auf ihre Kosten kommen.


Sollte es noch eine Finanzkrise geben, dann dürfte Deutschland davon wenig betroffen sein. Der Haushalt ist halt ausgeglichen. Auch dürfte die nächste Finanzkrise zu neuen Erkenntnissen führen. Ein weiter so mit den Schulden wird es dann meines Erachtens nicht mehr geben.
Das ist Kapitalismus:

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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Mo 9. Dez 2019, 07:44

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Dec 2019, 16:10)
"In fünf Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen, wird man sich wahrscheinlich wehmütig an die Zeiten des Hauhaltsüberschusses erinnern“

Es sollte jetzt in eine moderne Infrastruktur für die Industrie 4.0 auch von der öffentlichen Hand investiert werden. Wenn wir in Deutschland jetzt zu wenig investieren, werden wir schon in 5 Jahren die höheren Kosten oder geringeren Erträge für unsere Volkswirtschaft spüren. Das Problem mit den geburtenschwachen Jahrgängen lässt sich nur durch höhere Produktivität und bessere Berufsausbildung lösen.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Dez 2019, 10:39

Wähler hat geschrieben:(09 Dec 2019, 07:44)

Es sollte jetzt in eine moderne Infrastruktur für die Industrie 4.0 auch von der öffentlichen Hand investiert werden. Wenn wir in Deutschland jetzt zu wenig investieren n....


Wir sind doch schon an der Obergenze der möglichen , realen Investitionen.

Es fehlt doch mittlerweile nicht "am Geld", sondern an Umsetzungskapazitäten ( inklusive Planung) für die Investitionen
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Mo 9. Dez 2019, 13:00

Wähler hat geschrieben:(09 Dec 2019, 07:44)
Es sollte jetzt in eine moderne Infrastruktur für die Industrie 4.0 auch von der öffentlichen Hand investiert werden. Wenn wir in Deutschland jetzt zu wenig investieren, werden wir schon in 5 Jahren die höheren Kosten oder geringeren Erträge für unsere Volkswirtschaft spüren. Das Problem mit den geburtenschwachen Jahrgängen lässt sich nur durch höhere Produktivität und bessere Berufsausbildung lösen.

Realist2014 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 10:39)
Wir sind doch schon an der Obergenze der möglichen , realen Investitionen.
Es fehlt doch mittlerweile nicht "am Geld", sondern an Umsetzungskapazitäten ( inklusive Planung) für die Investitionen

Armes Deutschland. ;)
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Dez 2019, 13:11

Wähler hat geschrieben:(09 Dec 2019, 13:00)

Armes Deutschland. ;)



Naja, auch du weißt, das Versäumnisse der letzt 30 Jahre nicht in "kurzer Zeit" kompensiert werden können.

Schau dir nur die Investitonsverschleppnisse in unserer Stadt an.

Ewig hat rot/grün die Tunnel verhindert und dann wollte Ude diese Tunnel auch noch als "sein" Werk verkaufen.... :p
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Mo 9. Dez 2019, 13:46

Realist2014 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 13:11)
Naja, auch du weißt, das Versäumnisse der letzt 30 Jahre nicht in "kurzer Zeit" kompensiert werden können.

Man sollte aber als Gesellschaft und Staat den Anspruch haben, es besser als in der Vergangenheit hinzubekommen. Die Deutsche Bahn AG als privates Unternehmen in staatlichem Besitz könnte Leute einstellen und ein Glasfasernetz entlang des Schienennetzes legen lassen. Das ist doch bei vorliegendem Bedarf der Sinn jeder privaten oder staatlichen Unternehmung.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Dez 2019, 13:52

Wähler hat geschrieben:(09 Dec 2019, 13:46)

Man sollte aber als Gesellschaft und Staat den Anspruch haben, es besser als in der Vergangenheit hinzubekommen. Die Deutsche Bahn AG als privates Unternehmen in staatlichem Besitz könnte Leute einstellen und ein Glasfasernetz entlang des Schienennetzes legen lassen. Das ist doch bei vorliegendem Bedarf der Sinn jeder privaten oder staatlichen Unternehmung.



Zweimal Zustimmung.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Atue001 » Di 10. Dez 2019, 01:22

Realist2014 hat geschrieben:(09 Dec 2019, 13:52)

Zweimal Zustimmung.



Womit dann vor allem in den Gegenden Glasfaser über die Bahn verfügbar wäre, die heute schon bevorzugt Glasfaser in der Anbindung haben.
Da die Bahn keine Haushalte anbindet, sondern nur Städte - wären genau die Städte zusätzlich mit Bahn-Glasfaser versorgt, die auch schon auf anderem Wege Glasfaser haben.

Unser Internetproblem wäre nicht gelöst!

Und: Unser Mobilitätsproblem auch nicht......

Ganz realistisch - nichts wäre wirklich besser.......
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Di 10. Dez 2019, 06:34

Atue001 hat geschrieben:(10 Dec 2019, 01:22)
Womit dann vor allem in den Gegenden Glasfaser über die Bahn verfügbar wäre, die heute schon bevorzugt Glasfaser in der Anbindung haben.
Da die Bahn keine Haushalte anbindet, sondern nur Städte - wären genau die Städte zusätzlich mit Bahn-Glasfaser versorgt, die auch schon auf anderem Wege Glasfaser haben.

Handelsblatt 2. August 2019 Der Plan zum Breitbandausbau mit dem Schienennetz
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... TWS4lg-ap1
"One Fiber will dazu die bestehenden Kabelschächte der Bahn entlang der Schienenwege nutzen und dort auf gut 28.000 Kilometern ein „Hochsicherheits-Glasfaser-Zubringernetz“ verlegen. An jedem Bahnhof gibt es Zugangspunkte. Das wären deutlich mehr als beim derzeit existierenden Glasfasernetz. One Fiber will auf dieser Basis dann jedem noch so kleinen Ort anbieten, ihn an das Netz anzuschließen – bestenfalls an zwei der Zugangspunkte, um die Sicherheit zu gewährleisten."
Es geht um die Anbindung von Dörfern über das Schienennetz der Bahn.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon H2O » Di 10. Dez 2019, 07:37

Wähler hat geschrieben:(10 Dec 2019, 06:34)

Handelsblatt 2. August 2019 Der Plan zum Breitbandausbau mit dem Schienennetz
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... TWS4lg-ap1
"One Fiber will dazu die bestehenden Kabelschächte der Bahn entlang der Schienenwege nutzen und dort auf gut 28.000 Kilometern ein „Hochsicherheits-Glasfaser-Zubringernetz“ verlegen. An jedem Bahnhof gibt es Zugangspunkte. Das wären deutlich mehr als beim derzeit existierenden Glasfasernetz. One Fiber will auf dieser Basis dann jedem noch so kleinen Ort anbieten, ihn an das Netz anzuschließen – bestenfalls an zwei der Zugangspunkte, um die Sicherheit zu gewährleisten."
Es geht um die Anbindung von Dörfern über das Schienennetz der Bahn.


Ist das wirklich nötig? Eine Eisenbahn ist doch ein Massenverkehrsmittel. Wie wollen Dörfer regelmäßig diese Massen aufbringen? Dazu fällt mir noch ein, daß auch unser Lastkraftverkehr dann auf die Schiene verlegt werden müßte. Also ein Verkehrssystem errichtet werden müßte, das es so noch nie gab. Hat man dazu einmal die Arbeitsstunden ausgerechnet und die Scharen von arbeitenden Menschen, die das innerhalb von 10 oder 15 Jahren erbauen müßten? Und: Fehlen uns nicht etwa Arbeitskräfte, holen wir die nicht schon aus vielen Gegenden Europas zu uns? Und Die Arbeitskräfte haben Familien, brauchen Unterkünfte, Infrastruktur... und werden zum größeren Teil bleiben, weil sie bei uns heimisch geworden sind. Ich bin überhaupt nicht gegen diesen Wandel eingestellt, bitte aber doch die politische und technische Machbarkeit zu prüfen.

Ich würde sofort einer Lösung zustimmen, die das Bahnnetz und seine Kabelschächte nutzt, um Glasfaserverbindungen über unser Land zu spannen. Man kann doch auch Glasfaser mit Stromtrassen und ähnlichen Netzen bis in die letzte öffentlich stromversorgte Hütte legen, ohne deshalb Bahnschienenanlagen dorthin bauen zu müssen. Das Prinzip: Schon geleistete Arbeit nutzen!
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Di 10. Dez 2019, 08:33

Wähler hat geschrieben:(10 Dec 2019, 06:34)
Handelsblatt 2. August 2019 Der Plan zum Breitbandausbau mit dem Schienennetz
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... TWS4lg-ap1
"One Fiber will dazu die bestehenden Kabelschächte der Bahn entlang der Schienenwege nutzen und dort auf gut 28.000 Kilometern ein „Hochsicherheits-Glasfaser-Zubringernetz“ verlegen. An jedem Bahnhof gibt es Zugangspunkte. Das wären deutlich mehr als beim derzeit existierenden Glasfasernetz. One Fiber will auf dieser Basis dann jedem noch so kleinen Ort anbieten, ihn an das Netz anzuschließen – bestenfalls an zwei der Zugangspunkte, um die Sicherheit zu gewährleisten."
Es geht um die Anbindung von Dörfern über das Schienennetz der Bahn.

H2O hat geschrieben:(10 Dec 2019, 07:37)
Ich würde sofort einer Lösung zustimmen, die das Bahnnetz und seine Kabelschächte nutzt, um Glasfaserverbindungen über unser Land zu spannen. Man kann doch auch Glasfaser mit Stromtrassen und ähnlichen Netzen bis in die letzte öffentlich stromversorgte Hütte legen, ohne deshalb Bahnschienenanlagen dorthin bauen zu müssen. Das Prinzip: Schon geleistete Arbeit nutzen!

Es geht bei dem Projekt um Kabelschächte entlang bestehender Schienenwege. Unabhängig davon überlegt die Bahn allerdings, stillgelegte Schienenwege zu reaktivieren. Von neu zu bauenden Bahnschienenanlagen ist nirgendwo die Rede.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon H2O » Di 10. Dez 2019, 08:57

Es geht um die Anbindung von Dörfern über das Schienennetz der Bahn.


Von neu zu bauenden Bahnschienenanlagen ist nirgendwo die Rede.


Dann verstehe ich den Ansatz zur Verlegung von Glasfasern in Kabelschächten der Bahn auch besser. Das heißt also: "Geleistete Arbeit neu nutzen!"

Dennoch bleibt natürlich die Frage nach einem duchgeplanten Konzept und nach den Kosten für die Aufarbeitung stillgelegter Strecken... und woher, bei brummender Wirtschaft, die benötigten zusätzlichen Arbeitskräfte kommen sollen.

Wenn also derzeit so viel von versäumten Investitionen und schwarzen Nullen die Rede ist... wer soll die denn Abarbeiten bei Vollbeschäftigung?
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Atue001 » Mi 11. Dez 2019, 01:42

Wähler hat geschrieben:(10 Dec 2019, 06:34)

Handelsblatt 2. August 2019 Der Plan zum Breitbandausbau mit dem Schienennetz
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"One Fiber will dazu die bestehenden Kabelschächte der Bahn entlang der Schienenwege nutzen und dort auf gut 28.000 Kilometern ein „Hochsicherheits-Glasfaser-Zubringernetz“ verlegen. An jedem Bahnhof gibt es Zugangspunkte. Das wären deutlich mehr als beim derzeit existierenden Glasfasernetz. One Fiber will auf dieser Basis dann jedem noch so kleinen Ort anbieten, ihn an das Netz anzuschließen – bestenfalls an zwei der Zugangspunkte, um die Sicherheit zu gewährleisten."
Es geht um die Anbindung von Dörfern über das Schienennetz der Bahn.


Ich habe nichts dagegen - weise allerdings darauf hin, dass ausreichend viele Dörfer schon lange nicht mehr von der Bahn angebunden werden........es bleibt dabei, dass in den Infrastrukturschwachen Gebieten auch mit diesem Ansatz nicht weiter geht.

Ich will diese Geschichte nicht abbremsen oder absagen - es geht mir mehr darum, dass das noch lange nicht reicht! Für eine ganzheitliche umfassende Internetanbindung habe ich die Forderung, dass auch nahezu das letzte Kaff noch geeignet so angebunden wird, dass man dort das Internet gut und flüssig nutzen kann!
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Do 26. Dez 2019, 10:01

Spiegel 26. Dezember 2019 Der Ostbeauftragte der Bundesregierung sagt den neuen Ländern einen starken Aufschwung voraus
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 02780.html
"Im Gegensatz zu vielen westdeutschen Zentren gebe es dort "bezahlbaren Wohnraum, ein großes Angebot an Kultur und fantastische Landschaften". Die Städte seien saniert, die Kinderbetreuung hervorragend. "Man kann im Osten gut leben. Die Abwanderung ist gestoppt", bilanzierte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.Mit Blick auf die Ansiedlung des amerikanischen E-Auto-Unternehmens Tesla in Brandenburg sagte Hirte: "Ich gehe davon aus, dass die Ansiedlung von großen Industrieunternehmen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vor allem im Osten stattfinden wird." Da gebe es nicht nur den Platz. Auch sei die Bereitschaft der Bevölkerung für industrielle Produktion und Infrastrukturbau stärker ausgeprägt als im Westen, sagte der in Thüringen geborene Jurist."
Es gibt nicht nur Schwarzseher.
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Re: Zur Lage der deutschen Wirtschaft

Beitragvon Wähler » Di 31. Dez 2019, 13:06

SZ 30. Dezember 2019 Soziale Gerechtigkeit:Geschlossene Gesellschaft
https://www.sueddeutsche.de/karriere/so ... -1.4723608
"Ungleicher als die Einkommen sind die Vermögen verteilt. Wie sehr, das hat Miriam Rehm von der Universität Duisburg-Essen anfangs überrascht. "Das ist eine ganz andere Welt", sagt Rehm. Besonders hierzulande: Deutschland gehört in Europa zu den Ländern mit der höchsten Vermögensungleichheit. Der Unterschied zwischen Arm und Reich zeigt sich hier besonders bei Immobilien...Kaufen die Menschen in Deutschland seltener ein Haus fürs Alter, weil sie sich auf den Sozialstaat verlassen? Das wird in der Ökonomie diskutiert. Rehm hält diese These für plausibel, warnt aber vor dem Umkehrschluss: "Ein Abbau des Sozialstaates führt nicht automatisch zu mehr Vermögen bei den Armen." Rehms Forschung legt nahe, dass die Ungleichheit in Deutschland steigen wird. "Wenn es immer schwieriger wird, durch Arbeit Vermögen aufzubauen, könnte irgendwann unser liberales Gesellschaftssystem in Frage gestellt werden", sagt sie...Rehm wäre einer Wiedereinführung nicht abgeneigt, außerdem sieht sie als Volkswirtin einen zweiten Vorteil. Eine Vermögensteuer würde Forschern und Politik bessere Daten liefern. Denn wer wie viel besitzt, ist zur Zeit gar nicht leicht zu erfahren."
Die Analyse ist richtig, die Schlussfolgerung allerdings nicht ausreichend. Es fehlen die Aspekte, staatlich geförderte private Altersvorsorge mittels eines Staatsfonds, Anrecht auf staatlich geförderte lebenslange Berufsweiterbildung und kontinuierliche Erhöhung des Mindestlohns entsprechend der volkswirtschaftlichen Produktivitätssteigerung.
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