Bezahlten Urlaub abschaffen

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pikant
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pikant » Fr 24. Jul 2015, 10:12

firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 08:42 hat geschrieben:Ja, und die Gewerkschaften laufen auch schon Sturm gegen die Idee den starren 8 Std Tag zu kippen.
Dass diese Betonköppe krampfhaft am 8 Std Tag festhalten ist ganz natürlich. Genauso, dasss die SPD da Ressentiments hat. Das Konzept Flexibilität ist für so kurzsichtige Leute einfach nicht (be-)greifbar...

Bei mir in der Firma wird das im Übrigen schon gelebt. Flexible Arbeitszeit, flexibler Arbeitsort u. wer der Meinung ist 50 Tag im Jahr Urlaub zu brauchen, na ja meine Güte, der muss halt die Projekte schneller abwickeln. Nur dafür muss man auch mal hinnehmen, dass wenn die betrieblichen Bedürfnisse keinen Urlaub zulassen in bestimmten Zeitabschnitten dann auch keiner genommen werden kann...


Urlaub muss sein und daran sollte man nicht ruetteln.
Flexibilitaet bei den Arbeitszeiten ist zu begruessen, wenn es dem Unternehmen und dem AN was bringt.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 10:15

firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 08:42 hat geschrieben:Ja, und die Gewerkschaften laufen auch schon Sturm gegen die Idee den starren 8 Std Tag zu kippen.
Dass diese Betonköppe krampfhaft am 8 Std Tag festhalten ist ganz natürlich. Genauso, dasss die SPD da Ressentiments hat. Das Konzept Flexibilität ist für so kurzsichtige Leute einfach nicht (be-)greifbar...

Bei mir in der Firma wird das im Übrigen schon gelebt. Flexible Arbeitszeit, flexibler Arbeitsort u. wer der Meinung ist 50 Tag im Jahr Urlaub zu brauchen, na ja meine Güte, der muss halt die Projekte schneller abwickeln. Nur dafür muss man auch mal hinnehmen, dass wenn die betrieblichen Bedürfnisse keinen Urlaub zulassen in bestimmten Zeitabschnitten dann auch keiner genommen werden kann...



Mit manchen Menschen lässt sich halt alles machen wie man sieht ! Ich halte es für eine ausgesprochene Binsenweisheit, dass der AG dabei die Interessen des AN im Visier hat, vielmehr geht es um eingene Pfründe, wer so flexibel ist, dass er für den AG praktisch jederzeit verfügbar ist, der ordnet den eigenen Willen und das eigene Leben natürlich auch den Erfordernissen seines AG unter. Und die sind immer Gewinn orientiert, nie dagegen am Menschen und Menschsein orientiert. Was jetzt eigentlich nur noch fehlt, ist ein (bezahlter) "Gutachter", der den Menschen weiss zu machen versucht, dass ihnen Urlaub eigentlich nur schadet...
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 11:43

pikant » Fr 24. Jul 2015, 09:12 hat geschrieben:Urlaub muss sein und daran sollte man nicht ruetteln.

Natürlich nicht. Jeder hat ein Kontingent an 30 Urlaubstagen pro Jahr, die genommen werden können u. müssen(!). Wer meint, dass er mehr braucht kann aber auch mehr nehmen solange er die Projekte ordnungsgemäß abwickelt. Nur wenn ein wichtiges Projekt läuft, und niemand da ist, der einen vertreten kann, kann man halt bis es durch ist NICHT urlauben (was übrigens recht selten der Fall ist, irgendwie lässt es sich immer deichseln).

...wer so flexibel ist, dass er für den AG praktisch jederzeit verfügbar ist, ...

Hier geht es aber gar nicht um ständige Verfügbarkeit. Mich klingelt niemand morgens um 1 ausm Bett... Aber ich kann an so heissen Tagen wie letztens den ganzen Tag gechillt am See verbringen, und stattdessen dann von 19-2 Uhr arbeiten - oder auch gar nicht - so lange die Arbeit letztendlich trotzdem getan wird...

Ich halte es für eine ausgesprochene Binsenweisheit, dass der AG dabei die Interessen des AN im Visier hat,...
... die sind immer Gewinn orientiert, nie dagegen am Menschen und Menschsein orientiert.

Sicher hat er in erster Linie seine Profite im Kopf. Wär ja auch schön blöd wenn nicht. Nur gibt es immer mehr Betriebe die wie Unserer verstehen, dass die Produktivität des MA davon abhängt wie zufrieden er mit seinem Job/Arbeitsumfeld-, u. der Work-Life Balance ist. Ständig Leute ersetzen die nicht produktiv genug sind kann sich schon wegen des zusätzlichen Produktivitätsverlustes aufgrund von Einarbeitungszeiten keiner leisten.
Sicher geht so ein Modell wie bei uns in erster Linie bei Dienstleistungsbetrieben und bei Produktionsbetrieben eher nicht aber mit ein bißchen Umdenken könnte es auch dort klappen schätze ich. Solange aber diese Gewerkschaftsbetonköppe u. andere linke Socken, die hinter allem u. jedem nur die Böswilligkeit des AG vermuten, dagegen sturmlaufen kann sich da halt auch nichts ändern.
Und eins kannste wissen: Freiwillig auf Urlaubstage verzichten wie in Japan wird hier in D sicher nie jemand... :D
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pikant » Fr 24. Jul 2015, 11:55

ich bin ja ein Verfechter einer Gewinnbeteiligung des AN, denn dann steigt die Arbeitsmoral rapide und man will seinen Urlaub gar nicht mehr nehmen.
wenn ein Unternehmen gut verdient, dann soll auch der AN was davon haben.
pudding

Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pudding » Fr 24. Jul 2015, 12:12

Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 10:15 hat geschrieben:

Mit manchen Menschen lässt sich halt alles machen wie man sieht ! Ich halte es für eine ausgesprochene Binsenweisheit, dass der AG dabei die Interessen des AN im Visier hat, vielmehr geht es um eingene Pfründe, wer so flexibel ist, dass er für den AG praktisch jederzeit verfügbar ist, der ordnet den eigenen Willen und das eigene Leben natürlich auch den Erfordernissen seines AG unter. Und die sind immer Gewinn orientiert, nie dagegen am Menschen und Menschsein orientiert. Was jetzt eigentlich nur noch fehlt, ist ein (bezahlter) "Gutachter", der den Menschen weiss zu machen versucht, dass ihnen Urlaub eigentlich nur schadet...

Der Arbeitgeber weiss doch am besten ob der Arbeitnehmer Urlaub braucht oder nicht. :thumbup:
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 12:14

pikant » Fr 24. Jul 2015, 10:55 hat geschrieben:ich bin ja ein Verfechter einer Gewinnbeteiligung des AN, denn dann steigt die Arbeitsmoral rapide und man will seinen Urlaub gar nicht mehr nehmen.
wenn ein Unternehmen gut verdient, dann soll auch der AN was davon haben.

Gibts bei uns auch demnächst bzw. in gewissem Maße sogar jetzt schon. Wenn der Laden sein Umsatzziel erreicht gibts nen entsprechenden Bonus für jeden. Wird das Ziel nicht erreicht gibts nur nen prozentualen Anteil am Bonus. Wird das Ziel übertroffen gibts den Bonus + x.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 12:15

pudding » Fr 24. Jul 2015, 11:12 hat geschrieben:Der Arbeitgeber weiss doch am besten ob der Arbeitnehmer Urlaub braucht oder nicht. :thumbup:

Eure roten Verschwörungstheorien sind nicht mal mehr amüsant... :rolleyes:
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pudding » Fr 24. Jul 2015, 12:16

pikant » Fr 24. Jul 2015, 11:55 hat geschrieben:ich bin ja ein Verfechter einer Gewinnbeteiligung des AN, denn dann steigt die Arbeitsmoral rapide und man will seinen Urlaub gar nicht mehr nehmen.
wenn ein Unternehmen gut verdient, dann soll auch der AN was davon haben.

Ja ja, solche absoluten Ausnahmen soll es geben. Man stirbt dann halt etwas früher und etwas wohlhabender.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pikant » Fr 24. Jul 2015, 12:17

firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 11:14 hat geschrieben:Gibts bei uns auch demnächst bzw. in gewissem Maße sogar jetzt schon. Wenn der Laden sein Umsatzziel erreicht gibts nen entsprechenden Bonus für jeden. Wird das Ziel nicht erreicht gibts nur nen prozentualen Anteil am Bonus. Wird das Ziel übertroffen gibts den Bonus + x.


das sind gute Leistungsanzreize fuer den AN!
in der Automobilindustrie gibt es am Ende des Jahres diesen Bonus und der faellt in den letzten Jahren sehr gut aus.
5000 Euro plus - da kann man wirklich als AN nicht meckern :)
pudding

Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pudding » Fr 24. Jul 2015, 12:17

firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 12:15 hat geschrieben:Eure roten Verschwörungstheorien sind nicht mal mehr amüsant... :rolleyes:

Die Naivität der Kapitalismusfetischisten auch.
Wo hast du übrigens meinem Post eine Verschwörungstheorie entnehmen können?
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon pikant » Fr 24. Jul 2015, 12:19

pudding » Fr 24. Jul 2015, 11:16 hat geschrieben:Ja ja, solche absoluten Ausnahmen soll es geben. Man stirbt dann halt etwas früher und etwas wohlhabender.


ich habe es auch schon erlebt, dass sich AN ihren Urlaub in bar ausbezahlen lassen wollten.
das ist aber illegal und darauf sollte sich kein AG einlassen.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon BlueMonday » Fr 24. Jul 2015, 12:47

Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 09:15 hat geschrieben: Und die sind immer Gewinn orientiert, nie dagegen am Menschen und Menschsein orientiert.


Aha. Der Mensch an sich will nichts gewinnen, sondern lieber auf der Stelle treten oder gar verlieren?
Was für ein weltfremder Unsinn mal wieder.
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 13:18

und man will seinen Urlaub gar nicht mehr nehmen

Das führt dann u. U. schnell zu Burn-Out...

ich habe es auch schon erlebt, dass sich AN ihren Urlaub in bar ausbezahlen lassen wollten.
das ist aber illegal und darauf sollte sich kein AG einlassen.

Kei Ahnung wie das in LUX ist aber hier ist das in keinster Weise illegal. Nur dämlich weil nach Abzug von Steuer etc. fast nichts von übrig bleibt, und Freizeit in meinen Augen "unbezahlbar" ist.

Wo hast du übrigens meinem Post eine Verschwörungstheorie entnehmen können?

Nicht Deinem aber dem auf den Du geantwortet hast. "Was jetzt eigentlich nur noch fehlt, ist ein (bezahlter) "Gutachter", der den Menschen weiss zu machen versucht, dass ihnen Urlaub eigentlich nur schadet..."

Was ihr roten Socken einfach nicht begreifen wollt ist, dass Klassenkampfparolen von wegen "Der Feind des Arbeiters ist das System u. der Arbeitgeber." nicht nur überholt-, sondern gänzlich falsch sind.
Der Feind des Arbeiters ist er selbst. In diesem unseren Lande kann jeder werden was er will - egal ob Müllmann, Künstler oder Top-Manager. Und wem Mutter Natur nicht das Zeug in die Wiege gelegt hat um Top-Manager zu werden muss halt mit den ihm gegebenen Mitteln heraus holen was geht.
Das gilt auch für Verhandlungen über Arbeitsbedingungen. Klar ist es einfach Gewerkschaften für sich streietn zu lassen aber individuell bessere Konditionen rauszuholen bringt meist mehr.
Nur auf dem faulen Arsch zu sitzen, und die Gesellschaft bzw. das pöse System dafür zu verfluchen, dass man nicht alle hinten u. vorne rein gesteckt kriegt um ein Leben zu führen wie jemand der wesentlich mehr leistet ist einfach nur weltfremd.
Zuletzt geändert von firlefanz11 am Fr 24. Jul 2015, 13:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 14:26

firlefanz11 » Fr 24. Jul 2015, 11:15 hat geschrieben:Eure roten Verschwörungstheorien sind nicht mal mehr amüsant... :rolleyes:



Hat nichts mit Verschwörungstheorien, sondern mit rein gesundem Mißtrauen gegenüber einem Personenkreis zu tun, der ansonsten jegliche Gesetzeslücke nutzt, um Arbeitnehmerrechte einzuschränken und, wenn möglich, gar abzuschaffen. Noch immer gibt es Unternehmen, die Betriebsratswahlen erfolgreich verhindern, indem sie sich ganz bewusst gegen das Gesetz stellen und die, zugegeben, lächerlichen und oftmals nicht einmal stattfindenden Sanktionen der Justiz bewusst in Kauf nehmen. "Tüchtige" Anwälte und darauf spezialisierte Institutionen helfen ihnen gar dabei!
So konnten dann ausserdem Arbeitnehmerrechte nicht nur mit Füssen, sondern sogar mit Stiefeln getreten werden durch Mißbrauch von Leiharbeit (diente einst dazu, Engpässe zu überbrücken, z,B. bei plötzlicher Krankheit von AN, heute dagegen allgegenwärtig),
Mißbrauch von Praktika - Heere von Praktikanten wurden bis zur Einführung des Mindestlohns als unentgeltliche Arbeitskräfte mißbraucht.
Mißbrauch von Zeitverträgen (diente ursprünglich dazu, Vertretungen für Mutterschutz oder von MA mit längerer Krankheit zu überbrücken)
Werkverträge - Vorgaukelung von "Selbständigkeit", um Urlaub, Urlaubsgeld und Sozialabgaben nicht zahlen zu müssen.

Aber nenn Du es ruhig weiter "Verschwörungstheorien", auch Dich holt die Realität vielleicht irgendwann mal ein, bei manch einem geht das schneller, als es ihm lieb ist.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Fr 24. Jul 2015, 14:46

Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 13:26 hat geschrieben:

Hat nichts mit Verschwörungstheorien, sondern mit rein gesundem Mißtrauen gegenüber einem Personenkreis zu tun, der ansonsten jegliche Gesetzeslücke nutzt, um Arbeitnehmerrechte einzuschränken und, wenn möglich, gar abzuschaffen.


Es geht hier darum, dem Arbeitnehmer mehr Rechte und Freiheiten zu gewähren und ihn von veralteten Zwängen zu befreien.
Theorien, dass keiner mehr Urlaub will und alle lieber mehr Geld wollen, sind unsinnig. Da könnten sie auch bezahlte Überstunden beantragen und hätten sogar Zuschläge.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 17:00

SoleSurvivor » Fr 24. Jul 2015, 13:46 hat geschrieben:
Es geht hier darum, dem Arbeitnehmer mehr Rechte und Freiheiten zu gewähren und ihn von veralteten Zwängen zu befreien.
Theorien, dass keiner mehr Urlaub will und alle lieber mehr Geld wollen, sind unsinnig. Da könnten sie auch bezahlte Überstunden beantragen und hätten sogar Zuschläge.



Ich weiss, Arbeitgeber Organisationen wollen immer nur das Beste für die Beschäftigten. Allerdings gehen die Vorstellungen, was das Beste für die Arbeitnehmer ist, gelegentlich recht weit auseinander !
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Fr 24. Jul 2015, 17:06

Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 16:00 hat geschrieben:

Ich weiss, Arbeitgeber Organisationen wollen immer nur das Beste für die Beschäftigten. Allerdings gehen die Vorstellungen, was das Beste für die Arbeitnehmer ist, gelegentlich recht weit auseinander !

Arbeitgeber-Organisationen arbeiten für diese. Ich bin keine. Der Vorschlag, den bezahlten Urlaub kostenneutral abzuschaffen, ist unparteilich.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Dingo » Fr 24. Jul 2015, 17:10

SoleSurvivor » Fr 24. Jul 2015, 14:46 hat geschrieben:
Es geht hier darum, dem Arbeitnehmer mehr Rechte und Freiheiten zu gewähren und ihn von veralteten Zwängen zu befreien.
Theorien, dass keiner mehr Urlaub will und alle lieber mehr Geld wollen, sind unsinnig. Da könnten sie auch bezahlte Überstunden beantragen und hätten sogar Zuschläge.
Nicht alle Firmen bezahlen Überstunden, habe ich gehört (meine schon, habe in dieser Hinsicht Glück gehabt).
Ich bin ein Flüchtlingskind.

Sollten weiterführende Links auf Seiten, die ich verlinke, zu Inhalten führen, die als Gewaltaufruf verstanden werden könnten, so mache ich mir diese ausdrücklich nicht zu eigen.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 18:10

SoleSurvivor » Fr 24. Jul 2015, 16:06 hat geschrieben:Arbeitgeber-Organisationen arbeiten für diese. Ich bin keine. Der Vorschlag, den bezahlten Urlaub kostenneutral abzuschaffen, ist unparteilich.



Offen gesagt, ich halte das für keine gute Idee, Work Alcoholics, beispielsweise,muss man vor sich selber schützen, sonst verursachen sie unendliche Kosten für die Gesellschaft durch Krankheit und Siechtum. Und so ganz nebenbei, ich möchte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen, würden die AG exakt diese Menschen den anderen immer als Vorbild hinstellen, solange, bis diese "Vorbilder" dann irgendwann zusammen klappen.
Damit wäre weder dem Beschäftigten, dem Arbeitgeber, noch der Gesellschaft gedient.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Fr 24. Jul 2015, 19:18

Orwellhatterecht » Fr 24. Jul 2015, 17:10 hat geschrieben:

Offen gesagt, ich halte das für keine gute Idee, Work Alcoholics, beispielsweise,muss man vor sich selber schützen, sonst verursachen sie unendliche Kosten für die Gesellschaft durch Krankheit und Siechtum. Und so ganz nebenbei, ich möchte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen, würden die AG exakt diese Menschen den anderen immer als Vorbild hinstellen, solange, bis diese "Vorbilder" dann irgendwann zusammen klappen.
Damit wäre weder dem Beschäftigten, dem Arbeitgeber, noch der Gesellschaft gedient.

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