Bezahlten Urlaub abschaffen

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Umetarek
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 21:23

SoleSurvivor » Mo 20. Jul 2015, 20:21 hat geschrieben:Hier wird nicht einer versteckten Lohnsenkung zugesprochen. Wenn der Selbständige durch Ansparung oder Kredit einen Urlaub bezahlen kann, warum sollte der Angestellte dümmer sein? Das jetzige Modell stellt die Angestellten als leicht dümmlich dahin. Das ist sicher nicht richtig.

Ich meinte das anders, das Ticket will bezahlt werden, oder das Benzin, das Hotel, oder der Campinplatz usw
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Teeernte
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Teeernte » Mo 20. Jul 2015, 21:25

.....natürlich ist die Bestechung durch FREIES Klopapier auf Arbeitnehmertoiletten genau so abzuschaffen ???? :D :D :D


Öhmmmm als AN hat man einen "Manager/Coach" der einem ein Teil der Verträge schon mal aushandelt. Gewerk-schaft.

Je mehr da drinsteht - so weniger muss man nach verhandeln.

Wenn du als Selbständiger nicht auch "Homeoffice" drin hast .....und nicht nach Leistung sondern "Stunden" abrechnest -
....schwätzt du also - liegst auf der Pflaume - während "Andere" hart arbeiten. :D :D :D

Willst du vielleicht auch die Krankenkassenbeiträge des AG streichen....und den Steueranteil ???

Ist schon BLÖD - dass man als Selbständiger VOR Steuern schon 4000 € haben muss - um auf Hartz4 Niveau heranzukommen...
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Cat with a whip
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Cat with a whip » Mo 20. Jul 2015, 21:26

SoleSurvivor » Mo 20. Jul 2015, 20:13 hat geschrieben:Sind da auch keine Fehler in den Text geraten? Wie begründet sich deine Ansicht?


Ist doch logisch. Stehen sie wieder auf dem Schlauch? Freiwillig zahlen die Chefs doch nicht mehr.
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Umetarek
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 21:26

Teeernte » Mo 20. Jul 2015, 20:25 hat geschrieben:.....natürlich ist die Bestechung durch FREIES Klopapier auf Arbeitnehmertoiletten genau so abzuschaffen ???? :D :D :D


Öhmmmm als AN hat man einen "Manager/Coach" der einem ein Teil der Verträge schon mal aushandelt. Gewerk-schaft.

Je mehr da drinsteht - so weniger muss man nach verhandeln.

Wenn du als Selbständiger nicht auch "Homeoffice" drin hast .....und nicht nach Leistung sondern "Stunden" abrechnest -
....schwätzt du also - liegst auf der Pflaume - während "Andere" hart arbeiten. :D :D :D

Willst du vielleicht auch die Krankenkassenbeiträge des AG streichen....und den Steueranteil ???

Ist schon BLÖD - dass man als Selbständiger VOR Steuern schon 4000 € haben muss - um auf Hartz4 Niveau heranzukommen...

Nicht wirklich ;)
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Mo 20. Jul 2015, 21:28

Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 20:23 hat geschrieben:Ich meinte das anders, das Ticket will bezahlt werden, oder das Benzin, das Hotel, oder der Campinplatz usw

Das war bisher nicht anders. Durch die jetzige Regelung muss der Arbeitnehmer aber bei gleichem Jahreseinkommen länger ansparen vor dem Urlaub als der Freiberufler. Das ist nicht gerecht.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 21:32

SoleSurvivor » Mo 20. Jul 2015, 20:28 hat geschrieben:Das war bisher nicht anders. Durch die jetzige Regelung muss der Arbeitnehmer aber bei gleichem Jahreseinkommen länger ansparen vor dem Urlaub als der Freiberufler. Das ist nicht gerecht.

Jein, in einem gewissen Rahmen hast du recht, aber auch der Arbeitgeber muß, wie der Freiberufler, in einem gewissen Rahmen planen können, um seine Kunden halten zu können. Wenn dann alle seine Arbeitnehmer ein Jahr in Urlaub gehen, kann er einpacken und seine Arbeiter auch.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Fadamo » Mo 20. Jul 2015, 21:33

Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 20:22 hat geschrieben:War ein Scherz, ich muß als Selbstständige sowieso schaun wanns geht, da ist Geld eher sekundär, man will ja seine Kunden nicht vergraulen.



Wenn deine kunden urlaub machen,dann kannste ja auch urlaub machen.
Kommen eh dann keine kunden. :D
So einfach ist das. :thumbup:
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Mo 20. Jul 2015, 21:34

Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 20:32 hat geschrieben:Jein, in einem gewissen Rahmen hast du recht, aber auch der Arbeitgeber muß, wie der Freiberufler, in einem gewissen Rahmen planen können, um seine Kunden halten zu können. Wenn dann alle seine Arbeitnehmer ein Jahr in Urlaub gehen, kann er einpacken und seine Arbeiter auch.

Ich lege Wert darauf, die betrieblich notwendigen Einschränkungen wie eingangs beschrieben mit zu bedenken! :)
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 20. Jul 2015, 21:34

Cat with a whip » Mo 20. Jul 2015, 21:26 hat geschrieben:
Ist doch logisch. Stehen sie wieder auf dem Schlauch? Freiwillig zahlen die Chefs doch nicht mehr.


Mehr als was?
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 21:35

Fadamo » Mo 20. Jul 2015, 20:33 hat geschrieben:

Wenn deine kunden urlaub machen,dann kannste ja auch urlaub machen.
Kommen eh dann keine kunden. :D
So einfach ist das. :thumbup:

Ich sehe, du hast den Dreh raus ;)
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Mo 20. Jul 2015, 21:36

3x schwarzer Kater » Mo 20. Jul 2015, 20:34 hat geschrieben:
Mehr als was?

Mehr als sie müssen. Umgekehrt arbeitet nur mancher mehr, als von ihm verlangt wird.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 21:37

SoleSurvivor » Mo 20. Jul 2015, 20:34 hat geschrieben:Ich lege Wert darauf, die betrieblich notwendigen Einschränkungen wie eingangs beschrieben mit zu bedenken! :)

Ok, aber wer entscheidet das dann? Zu wessen Gunsten, oder Ungunsten? Da sind gesetzliche Regelungen in einem gewissen Rahmen durchaus sinnvoll. Sonst schafft der Arbeitgeber Bedingungen, die überhaupt keinen Urlaub mehr zulassen.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Mo 20. Jul 2015, 21:44

Umetarek » Mo 20. Jul 2015, 20:37 hat geschrieben:Ok, aber wer entscheidet das dann? Zu wessen Gunsten, oder Ungunsten? Da sind gesetzliche Regelungen in einem gewissen Rahmen durchaus sinnvoll. Sonst schafft der Arbeitgeber Bedingungen, die überhaupt keinen Urlaub mehr zulassen.

Das wäre sicher ungesetzlich. Warum soll aber jemand, der ein gesetzliches Recht auf Urlaub hat, auf die Chance zur bezahlten Arbeit verzichten, wenn er gern arbeiten möchte und die Firma ihn auch brauchen kann? Diese Frage wird allein dadurch verstellt, dass der Urlaub bezahlt ist - faktisch durch Umlage des Lohnes aus der tatsächlichen Arbeitszeit.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Clematis » Di 21. Jul 2015, 20:58

"Denn der mündige Mensch muss selbst wählen können, wie lange und wofür er sich frei nimmt."

Die mündigen Menschen sind so unvernünftig, dass man sie zu ihrem Glück zwingen muss.
Sie würden aus verschiedenen Gründen auf Urlaub verzichten: halten sich für unersetzbar, Angst um Bestand des Arbeirsplatzes, Geldnot oder Geldgier, keine Einsicht in Erholungsbedürftigkeit von Körper und Geist.
Urlaub muss deshalb genauso reglementiert werden wie die tägliche und maximale Arbeitszeit und wie das Pausenregime.
Mein Vertrauen in das Umlegen des Urlaubsgeldes auf auf den Monatsverdienst ist auch nicht sehr ausgeprägt
- gerade bei neuen Jobs mit neuer Lohnkalkulation und insbesondere im Niedriglohnsektor, wo gern nur so viel bezahlt wird, wie für die Existenz und Reproduktion der Arbeitskraft unbedingt erforderlich.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Di 21. Jul 2015, 22:14

Clematis » Di 21. Jul 2015, 19:58 hat geschrieben: - gerade bei neuen Jobs mit neuer Lohnkalkulation und insbesondere im Niedriglohnsektor

gilt der Mindestlohn und die Gewerkschaft muss auch mal den Arsch hochkriegen und nicht immer Unternehmensberatung spielen.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Clematis » Di 21. Jul 2015, 22:22

SoleSurvivor » Di 21. Jul 2015, 22:14 hat geschrieben:gilt der Mindestlohn und die Gewerkschaft muss auch mal den Arsch hochkriegen und nicht immer Unternehmensberatung spielen.


Soll bei der regelmäßigen Anpassung des Mindestlohnes denn ein Urlaubsfaktor von ca. 1/12 eingerechnet werden?
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon HugoBettauer » Di 21. Jul 2015, 22:30

Clematis » Di 21. Jul 2015, 21:22 hat geschrieben:
Soll bei der regelmäßigen Anpassung des Mindestlohnes denn ein Urlaubsfaktor von ca. 1/12 eingerechnet werden?

Die einmalige Umstellung von Tarifverträgen ist simpel aufkommensneutral per Dreisatz zu errechnen. Bei allgemeinen Lohnuntergrenzen ist der bisherige gesetzliche Urlaubsanspruch anzusetzen. Wenn es dabei einmalig zu geringfügigen Verschiebungen kommt, kann man die stehenlassen oder politisch nachjustieren - der Mindestlohn ist schließlich politisch gesetzt und keine Naturkonstante. Nach der einmaligen Umstellung sind keine weiteren Rücksichten zu nehmen.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon Thomas Müller » Mi 22. Jul 2015, 18:39

SoleSurvivor » Mo 20. Jul 2015, 21:44 hat geschrieben: Warum soll aber jemand, der ein gesetzliches Recht auf Urlaub hat, auf die Chance zur bezahlten Arbeit verzichten, wenn er gern arbeiten möchte und die Firma ihn auch brauchen kann?


Ohne ein Recht auf bezahlten Urlaub und gleichzeitig auch die Pflicht, diesen auch innerhalb eines Jahres aufzubrauchen, entsteht innerhalb der Belegschaft ein Konkurrenzkampf. Arbeitnehmer, die auf Urlaub verzichten, sind aufs Jahr gesehen produktiver und haben somit bessere Chancen auf Beförderungen, Gehaltserhöhungen oder werden mit geringerer Wahrscheinlichkeit gekündigt.

Die Folge aus diesem Konkurrenzkampf wäre, dass Arbeitnehmer gar keinen oder nur wenige Tage Urlaub nehmen, aus Angst ihre Anstellung zu verlieren.

Da auch Unternehmen untereinander konkurrieren, würde der Markt sie zwingen diesen Konkurrenzkampf der AN zu forcieren.

Durch die aktuelle Rechtslage kostet der Urlaub die Arbeitgeber keinen Cent, da er als Bestandteil der Lohnkosten in dem Endprodukt eingepreist ist und kein Marktteilnehmer sich einen Vorteil gegenüber den anderen verschaffen kann.
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 22. Jul 2015, 18:47

Thomas Müller » Mi 22. Jul 2015, 18:39 hat geschrieben:
Ohne ein Recht auf bezahlten Urlaub und gleichzeitig auch die Pflicht, diesen auch innerhalb eines Jahres aufzubrauchen, entsteht innerhalb der Belegschaft ein Konkurrenzkampf. Arbeitnehmer, die auf Urlaub verzichten, sind aufs Jahr gesehen produktiver und haben somit bessere Chancen auf Beförderungen, Gehaltserhöhungen oder werden mit geringerer Wahrscheinlichkeit gekündigt.

Die Folge aus diesem Konkurrenzkampf wäre, dass Arbeitnehmer gar keinen oder nur wenige Tage Urlaub nehmen, aus Angst ihre Anstellung zu verlieren.

Da auch Unternehmen untereinander konkurrieren, würde der Markt sie zwingen diesen Konkurrenzkampf der AN zu forcieren.

Durch die aktuelle Rechtslage kostet der Urlaub die Arbeitgeber keinen Cent, da er als Bestandteil der Lohnkosten in dem Endprodukt eingepreist ist und kein Marktteilnehmer sich einen Vorteil gegenüber den anderen verschaffen kann.


Längere Anwesenheit bedeutet nicht unbedingt produktiver ;-)
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Re: Bezahlten Urlaub abschaffen

Beitragvon jack000 » Mi 22. Jul 2015, 19:05

3x schwarzer Kater » Mi 22. Jul 2015, 18:47 hat geschrieben:
Längere Anwesenheit bedeutet nicht unbedingt produktiver ;-)

So ist es. Es hat schlichtweg nichts miteinander zu tun. Die längere Anwesenheit muss irgendwann wieder abgebaut werden oder wird ggf. ausgezahlt.
=> Das sind Rahmendaten an denen sich nichts ändern lässt. Produktivität lässt sich z.B. in Leistung/Stunde berechnen.
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