Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

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jack000
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Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon jack000 » Mo 9. Mär 2015, 09:55

Die Problematik:
Seit meinen Großeltern bin ich die Erste, die einen Studienabschluss hat und die Erste in meiner Familie, die ihn in Deutschland gemacht hat. Meinen Master in Germanistik habe ich mit 1,6 abgeschlossen, mit 24 Jahren. Das war vor fast einem Jahr. Aber ich finde keine Festanstellung und bekomme seit Herbst Hartz IV.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.2365940

Die Ursache:
Schlimm, Jasna. Aber ich weiß nicht, ob Dir schon aufgefallen ist, dass sich zwischen diesen wenigen Sätzen die eigentliche Ursache Deines Dilemmas verbirgt. „Master“ und Abschlussnote 1,6 schön und gut, doch wenn du Dich mit dem Fach „Germanistik“ etwas eingehender auseinandergesetzt hättest, wärst Du vielleicht von ganz allein drauf gekommen, warum Du jetzt da stehst, wo Du stehst. Ich nenne Dir ein paar Zahlen: Im Wintersemester 2013/2014 waren 56.032 Frauen und 17.621 Männer, also insgesamt 73.653 Studenten in diesem Fach eingeschrieben. Allerdings musst Du noch berücksichtigen, dass mit den Dir zeitlich nahestehenden Semestern der Vergangenheit noch einmal so viele, wenn nicht sogar die doppelte Menge an Abschlüssen in Germanistik hinzukommen und in ein paar Jahren wieder so viele. Mit einem Wort, Jasna, Du bietest eine Ware an, die mindestens bereits eine halbe Million Menschen in diesem Land anbieten, wenn nicht noch mehr.
Erschwerend kommt hinzu, dass für diese Ware überwiegend der Staat Verwendung hat, da sie zu einem verschwindend kleinen Teil einen Mehrwert generiert (Lehrer), der Rest ist mehr oder weniger Liebhaberei. Der Staat schafft für Absolventen der Geschwätzwissenschaften bereits jetzt mit Milliardensummen Potemkinsche Arbeitsplätze in irgendwelchen überflüssigen Instituten und Vereinen, aber das reicht natürlich bei weitem nicht aus, um alle, die wertloses Zeug studiert haben, aufzufangen.

http://ef-magazin.de/2015/03/06/6524-gr ... ellt-wirst

Etwas radikal formuliert, aber im Prinzip hat der Autor doch recht. Wie kann man nur so dämlich sein beim Aufstieg von Hartz4 in die Studiertenklasse ein Fach zu wählen welches Kindern von Besserverdienern vorbehalten ist, weil man danach nicht davon leben kann?
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blickwinkel » Mo 9. Mär 2015, 09:58

Witchtig ist, dass er weiterhin das arme Opfer der gesellschaftlichen Entwicklung bleibt, nicht etwa, dass er sich vorher informieren hätte können. Zu meiner Schulzeit wurde das Thema Berufswahl mehrmals in den Unterricht eingebaut. Wer dann noch sagt, er hätte nicht gewusst, was ihn erwartet, der hat entweder nicht zugehört oder der hat es nicht kapiert. So oder so, selbst schuld!
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Mär 2015, 09:58

jack000 » Mo 9. Mär 2015, 09:55 hat geschrieben:Die Problematik:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.2365940

Die Ursache:

http://ef-magazin.de/2015/03/06/6524-gr ... ellt-wirst

Etwas radikal formuliert, aber im Prinzip hat der Autor doch recht. Wie kann man nur so dämlich sein beim Aufstieg von Hartz4 in die Studiertenklasse ein Fach zu wählen welches Kindern von Besserverdienern vorbehalten ist, weil man danach nicht davon leben kann?



tja, AUGEN auf bei der Berufswahl..... :x
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon zollagent » Mo 9. Mär 2015, 10:02

Irgendwie erinnert mich das an eine Abiturientin aus Köln, die zwar wußte, wie sie twittert, daß sie keine Ahnung von Mietzahlung und Ähnlichem hat, aber nicht in der Lage war, ihre Fragen dort zu stellen, wo sie Antworten erwarten konnte.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Mär 2015, 10:05

Lektorat wird leider schlecht bezahlt, und für eine Stelle als Lehrer bräuchte es Zusatzqualifikationen.

Vielleicht eine Stelle an der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft? Gibt auch nicht die Megakohle, eröffnet aber in vielen Fällen die Tür zum Doktorvater. Und als Doktor wird man häufig auch fachfremd eingekauft, McKinsey macht das zum Beispiel gerne.
Zuletzt geändert von Provokateur am Mo 9. Mär 2015, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blasphemist » Mo 9. Mär 2015, 10:06

jack000 » Mo 9. Mär 2015, 09:55 hat geschrieben:Die Problematik:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.2365940

Die Ursache:

http://ef-magazin.de/2015/03/06/6524-gr ... ellt-wirst

Etwas radikal formuliert, aber im Prinzip hat der Autor doch recht. Wie kann man nur so dämlich sein beim Aufstieg von Hartz4 in die Studiertenklasse ein Fach zu wählen welches Kindern von Besserverdienern vorbehalten ist, weil man danach nicht davon leben kann?

Und dann gibt ihr der Pirincci auch noch den Tipp sich einen langweiligen Facharbeiter zu suchen der ein geregeltes Gehalt hat. So was langweiliges auch.

Die gute Frau darf studieren was sie will aber sie sollte sich danach halt nicht beklagen. Diese Medientypen meinen sie wären meinungsbildend und wären die Speerspitze der aufgeklärten und urbanen supertoleranten Gesellschaft. Sie übersehen aber dabei, dass die Welt so nicht funktioniert und für die Mehrzahl der Bevölkerung das propagierte süße Medienleben mit Latte in der Hand nur ein schönes Märchen ist.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:07

Ja, echt dämlich, dass man etwas studiert, was einen auch interessiert und worin man gut ist. Man muss schließlich sein ganzes Leben an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichten, sich dann mies bezahlen lassen, weil der Wirtschaft ja Fachkräfte fehlen und man deshalb in Konkurrenz mit Billiglöhnern aus aller Herren Länder steht :dead: Brave new world. Die Sinisierung Deutschlands zum Wohle des Kapitals schreitet unaufhörlich weiter.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Skull » Mo 9. Mär 2015, 10:10

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:07 hat geschrieben:Ja, echt dämlich, dass man etwas studiert, was einen auch interessiert und worin man gut ist.
Nö. Ist nicht dämlich.

Aber die Gesellschaft ist auch nicht dafür verantwortlich, abgeschlossenen Studenten entsprechend Ihres Studiums
DAFÜR und danach einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

mfg
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon zollagent » Mo 9. Mär 2015, 10:11

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:07 hat geschrieben:Ja, echt dämlich, dass man etwas studiert, was einen auch interessiert und worin man gut ist. Man muss schließlich sein ganzes Leben an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichten, sich dann mies bezahlen lassen, weil der Wirtschaft ja Fachkräfte fehlen und man deshalb in Konkurrenz mit Billiglöhnern aus aller Herren Länder steht :dead: Brave new world. Die Sinisierung Deutschlands zum Wohle des Kapitals schreitet unaufhörlich weiter.

Die Kunst dabei besteht halt darin, etwas zu studieren, was sowohl einem selbst gefällt, als auch denen, die künftig dafür zahlen sollen. Selbstverwirklichung geht immer noch auf eigene Kosten.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blasphemist » Mo 9. Mär 2015, 10:12

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:07 hat geschrieben:Ja, echt dämlich, dass man etwas studiert, was einen auch interessiert und worin man gut ist. Man muss schließlich sein ganzes Leben an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichten, sich dann mies bezahlen lassen, weil der Wirtschaft ja Fachkräfte fehlen und man deshalb in Konkurrenz mit Billiglöhnern aus aller Herren Länder steht :dead: Brave new world. Die Sinisierung Deutschlands zum Wohle des Kapitals schreitet unaufhörlich weiter.

Eine Unverschämtheit, dass nicht jeder machen kann was er will und dafür auch noch ein ordentliches Gehalt bekommt. :x
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blickwinkel » Mo 9. Mär 2015, 10:13

Provokateur » Mo 9. Mär 2015, 11:05 hat geschrieben:Lektorat wird leider schlecht bezahlt, und für eine Stelle als Lehrer bräuchte es Zusatzqualifikationen.

Vielleicht eine Stelle an der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft? Gibt auch nicht die Megakohle, eröffnet aber in vielen Fällen die Tür zum Doktorvater. Und als Doktor wird man häufig auch fachfremd eingekauft, McKinsey macht das zum Beispiel gerne.


Jein, die machen das aber nicht unbedingt bei Germanistik-Doktoren. Für die sind eher die MINT-Fächer interessant.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:13

Goethe, Schiller und Co. wären im Deutschland heutzutage Spargelstecher :dead: Denk ich an Deutschland in der Nacht...
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blickwinkel » Mo 9. Mär 2015, 10:14

Skull » Mo 9. Mär 2015, 11:10 hat geschrieben:Nö. Ist nicht dämlich.

Aber die Gesellschaft ist auch nicht dafür verantwortlich, abgeschlossenen Studenten entsprechend Ihres Studiums
DAFÜR und danach einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

mfg


Ganz genau, deswegen ist auch das Gejammere über die fehlenden Arbeitsplätze für z.B. Germanisten lächerlich.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blickwinkel » Mo 9. Mär 2015, 10:16

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 11:13 hat geschrieben:Goethe, Schiller und Co. wären im Deutschland heutzutage Spargelstecher :dead: Denk ich an Deutschland in der Nacht...


Genau, und ab sofort wird in allen Betrieben statt der Entwicklung neuer Produkte auf die Lesung von Goethe und Schiller geachtet. So stoßen wir die USA vom Wirtschaftsthron. :)
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Wölfelspitz » Mo 9. Mär 2015, 10:18

Wie wäre es mit der Sanktionsbegründung: "Geisteswissenschaft/falsches Studienfach" zum Kürzen der Sozialleistung? :rolleyes:

Die gleichen Leute, die sich über "Geschwätzwissenschaften" wie Germanistik mokieren, tun wahrscheinlich ansonsten gerne besonders kulturbeflissen und lieben Opern oder gute Bücher, allerdings ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob der Autor nicht zumindest früher mal ein ordentlicher Bankkaufmann war.

Machen alle nur noch in Öl und Wirtschaft, sieht es also ebenfalls bald zappenduster aus. Mittelstandsbürger mit grundsolidem Bürojob oder ein Stoßstangeninspekteur bei Opel schreiben nun mal keine Dramen, Musik oder dicke Bücher. Sie konsumieren sie nur.
Zuletzt geändert von Wölfelspitz am Mo 9. Mär 2015, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Provokateur » Mo 9. Mär 2015, 10:20

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:13 hat geschrieben:Goethe, Schiller und Co. wären im Deutschland heutzutage Spargelstecher :dead: Denk ich an Deutschland in der Nacht...


Germanisten sind genau so wenig Schriftsteller wie Automechaniker ein Kfz konstruieren können.

Zerlegen und analysieren ist häufig eben kein kreativer Schöpfungsprozess. J.K. Rowling war vor Harry Potter was? Genau, Arbeitslose.

Warum so unkreativ? Sie könnte auch eine Eventkneipe aufmachen, so was kommt gerade in Studentenstädten häufig sehr gut an.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Blasphemist » Mo 9. Mär 2015, 10:20

Wölfelspitz » Mo 9. Mär 2015, 10:18 hat geschrieben:Wie wäre es mit der Sanktionsbegründung: "Geisteswissenschaft/falsches Studienfach" zum Kürzen der Sozialleistung? :rolleyes:

Die gleichen Leute, die sich über "Geschwätzwissenschaften" wie Germanistik mokieren, tun wahrscheinlich ansonsten gerne besonders kulturbeflissen und lieben Opern oder gute Bücher, allerdings ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob der Autor nicht zumindest früher mal ein ordentlicher Bankkaufmann war.

Machen alle nur noch in Öl und Wirtschaft, sieht es also ebenfalls bald zappenduster aus. Mittelstandsbürger mit grundsolidem Bürojob oder ein Stoßstangeninspekteur bei Opel schreiben nun mal keine Dramen, Musik oder dicke Bücher. Sie konsumieren sie nur.

Böse Welt....aber Nachfrage und Angebot müssen halt im Gleichgewicht sein. Wenn alle nur hinter dem Tresen stehen wollen und niemand das Bier und das Schnitzel essen will, dann darf der Wirt sich doch auch nicht beklagen.
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Mär 2015, 10:22

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:13 hat geschrieben:Goethe, Schiller und Co. wären im Deutschland heutzutage Spargelstecher :dead: Denk ich an Deutschland in der Nacht...



Goethe und Schiller haben damals Germanistik studiert?

was man hier nicht so alles lernt.... :x
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon zollagent » Mo 9. Mär 2015, 10:28

Tom Bombadil » Mo 9. Mär 2015, 10:13 hat geschrieben:Goethe, Schiller und Co. wären im Deutschland heutzutage Spargelstecher :dead: Denk ich an Deutschland in der Nacht...

Goethe und Schiller hatten ihr Publikum. Die Dame ganz offensichtlich eher nicht. Übrigens, Künstlerberufe wie Maler, Schriftsteller u.Ä. wimmeln von Hungerleidern. Und das durch die ganze Geschichte.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Master mit 1,6 - Leben mit Hartz IV

Beitragvon Wölfelspitz » Mo 9. Mär 2015, 10:30

Blasphemist » Mo 9. Mär 2015, 11:20 hat geschrieben:Böse Welt....aber Nachfrage und Angebot müssen halt im Gleichgewicht sein.


Die wahre Intention des Schreibers ist doch schon deutlich zur Geltung gekommen: Geschwätzwissenschaft. Soll heißen, er akzeptiert ohnehin nur MINT und Wirtschaft, schätz ich. Und wie ich solche Typen einschätze, habe ich ja nun schon beschrieben.

Blasphemist » Mo 9. Mär 2015, 11:20 hat geschrieben:Nachfrage und Angebot müssen halt im Gleichgewicht sein.


Soll jemand ernsthaft zum Beispiel nur noch dann Geschichte studieren dürfen, wenn absehbar ist, dass in fünf, sechs Jahren ein Markt nach Historikern besteht? Und darf sich jemand in einem künstlerisch nahen oder künstlerischen Fachgebiet nun niemals mehr beklagen ohne sich Häme und Vorwürfe anhören zu müssen?

Schöne neue Neolib-Welt :thumbup: :rolleyes:
Zuletzt geändert von Wölfelspitz am Mo 9. Mär 2015, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.

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