Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

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jack000
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Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 20:55

Eine Umfrage der IG Metall zufolge wünschen sich viele Arbeitnehmer in Deutschland eine 30-Stunden-Woche. Viele würden gern einen Tag weniger in der Woche arbeiten, sagte der Vize-Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, der Tageszeitung "Die Welt".

Der deutliche Wunsch nach leicht abgesenkten Arbeitszeiten sei "auffällig" gewesen, die Vereinbarkeit von Beruf und Leben werde immer wichtiger. "Wir brauchen eine neue Debatte über Arbeitszeit." An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge eine halbe Million Menschen - ein Drittel davon waren keine Mitglieder der Gewerkschaft.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/arb ... 85880.html

Ich habe eine 40-Stunden Woche und das ist aus meiner Sicht ein hartes Brot: 8 Std. pro Tag + 2*45 Min Anfahrt + 30 Min Pause sind 10 Stunden Abwesenheit jeden Werktag.
Aber ich bin die 40 Stunden ja nur anwesend, tatsächlich arbeiten tue ich weniger. Mit 30 Stunden/Woche könnte ich meinen Job locker auch erledigen. Allerdings würde ich dann ja auch nur 30 Stunden bezahlt bekommen.
=> Es wird keine Leistung bezahlt, sondern erstmal Anwesenheit!
Auch würde die 1/4 Gehaltskürzung ja nur 1/8 weniger Gehalt bedeuten, da 50% in andere Strukturen fließen.

Ich bin der 30-Stunden-Woche sehr aufgeschlossen, was ist eure Meinung zum Thema?
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Kibuka
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Kibuka » Mo 27. Jan 2014, 21:12

In unserem Unternehmen (IG Metall) arbeiten einige Personen 35 Stunden pro Woche. Der andere Teil arbeitet reguläre 40 Stunden. Natürlich bedeuten 40 Stunden auch mehr Geld.

Die Regelarbeitszeit in Deutschland liegt bei etwa 40 h die Woche, auch für Ingenieure.

40-Stunden-Woche wird in Zukunft für viele Ingenieure zur Regelarbeitszeit

VDI nachrichten, Dortmund, 20. 2. 04 -Nach nur kurzen Warnstreiks einigten sich in der vergangenen Woche die IG Metall und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall auf einen neuen Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie (M+E). Die 35-Stunden-Woche wurde zwar bestätigt, für Ingenieure ist allerdings bezahlte Mehrarbeit möglich.

http://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Re ... rbeitszeit


Es gibt Studien zu den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen langer Arbeitszeiten.

http://www.baua.de/de/Publikationen/Fac ... onFile&v=4

Die 35-Stunden-Woche gilt als optimal. Bei 35 bis 44 Stunden kommt es bereits zu Beeinträchtigungen. Alles darüber führt langfristig zu signifikant negativen Auswirkungen.

Zu berücksichtigen sind hier natürlich auch die Pausen- und Anfahrtszeiten.

30 Minuten Pausenzeit sind recht knapp bemessen. 1 Stunde Pause bei 8 Stunden halte ich für sinnvoller. Es sei denn man stopft sich täglich im Akkord die Nahrung rein. :p

Zudem kann die 40-Stunden-Woche durchaus auch angenehm sein, wenn man kommen und gehen kann, wann man will (Gleitzeit).
Zuletzt geändert von Kibuka am Mo 27. Jan 2014, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon palulu » Mo 27. Jan 2014, 21:35

Genau, 30-Stunden-Woche und dafür stellen die Unternehmen mehr Leute ein, nicht wahr? :?
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon freigeist » Mo 27. Jan 2014, 21:42

Im Iran gibt es eine 30h-Woche.
Ob so eine Einführung wirklich klug wäre, weiß ich nicht. Dementsprechend müsste man mit Gehaltseinbüßen rechnen.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 21:58

Kibuka » Mo 27. Jan 2014, 21:12 hat geschrieben:In unserem Unternehmen (IG Metall) arbeiten einige Personen 35 Stunden pro Woche. Der andere Teil arbeitet reguläre 40 Stunden. Natürlich bedeuten 40 Stunden auch mehr Geld.

Die Regelarbeitszeit in Deutschland liegt bei etwa 40 h die Woche, auch für Ingenieure.



Es gibt Studien zu den gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen langer Arbeitszeiten.

http://www.baua.de/de/Publikationen/Fac ... onFile&v=4

Die 35-Stunden-Woche gilt als optimal. Bei 35 bis 44 Stunden kommt es bereits zu Beeinträchtigungen. Alles darüber führt langfristig zu signifikant negativen Auswirkungen.

Zu berücksichtigen sind hier natürlich auch die Pausen- und Anfahrtszeiten.

Die negativen Auswirkungen langer Arbeitszeiten sind m.E. auch in einer Ineffektivät zu beobachten (Lange Aufenthalte in Kantine & Co, sowie privates Gequatsche mit Kollegen).
Ursula von der Leyen erwähnte mal, dass z.B. Alleinerziehende deutlich effektiver arbeiten als andere, weil die auf strenge Termine angewiesen sind (z.B. das Kind kommt um 12:30 Uhr aus dem Kindergarten) und daher diese ihre Arbeit konkreter und genauer planen als jemand, der auch bis 20:00 Uhr im Betrieb bleiben kann.
Diese Aussage sahe ich erst skeptisch, wurde mir aber in einer Fortbildung zum Projektmanagement bestätigt und inzwischen bin ich genau der selben Ansicht.
Das krasse Gegenteil dürften japanische Arbeitnehmer sein, die nach ihrer Anwesenheit im Betrieb bewertet werden.

30 Minuten Pausenzeit sind recht knapp bemessen. 1 Stunde Pause bei 8 Stunden halte ich für sinnvoller. Es sei denn man stopft sich täglich im Akkord die Nahrung rein. :p

Ich hatte zu dem Thema auch mal einen Strang eröffnet. Ursprünglich bin ich immer mit Kollegen essen gegangen, aber das war immer ein langwieriger Prozess bis sich alle mal einig waren um welche Uhrzeit denn man mal losgeht, dann viel Geschwafel, dann lassen sich viele auch noch viel Zeit beim essen, dann gibt es danach noch einen Kaffee, etc...
=> Mir ging das alles so auf den Keks, dass ich nur noch alleine esse und das ist eine sehr angenehme Zeit für die ich 15-20 Minuten benötige, da ich nur am Anfang oder am Ende der Kantinenöffnungszeiten gehe wo es keine Schlangen gibt und alles frei ist.

Zudem kann die 40-Stunden-Woche durchaus auch angenehm sein, wenn man kommen und gehen kann, wann man will (Gleitzeit).

Ich kann auch kommen und gehen wann ich will, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich 50 Std. in der Woche von Mo-Fr. abwesend bin.
=> Ich bin der Idee der 30-Std. Woche sehr aufgeschlossen!
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 22:16

palulu » Mo 27. Jan 2014, 21:35 hat geschrieben:Genau, 30-Stunden-Woche und dafür stellen die Unternehmen mehr Leute ein, nicht wahr? :?

Beispiel Aldi: Die stellen (zumindest hier in Süddeutschland) nur 20-24h/Woche Arbeitnehmer ein. Da arbeiten bei Aldi eine Permanent-Beschäftigung ist würden also weniger Arbeitnehmer eingestellt werden wenn eine 40h/Woche angesagt wäre.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 22:29

freigeist » Mo 27. Jan 2014, 21:42 hat geschrieben:Im Iran gibt es eine 30h-Woche.

Es gibt immer unterschiedliche Modelle. So gibt es in der Türkei eine sehr hohe Wochenarbeitszeit, dafür aber eine frühere Verrentung.

Ob so eine Einführung wirklich klug wäre, weiß ich nicht. Dementsprechend müsste man mit Gehaltseinbüßen rechnen.

Wenn Arbeitslose dann eingestellt werden, in jedem Fall. Aber das wird nicht immer der Fall sein.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Herr Bert » Mo 27. Jan 2014, 22:41

palulu » Montag 27. Januar 2014, 21:35 hat geschrieben:Genau, 30-Stunden-Woche und dafür stellen die Unternehmen mehr Leute ein, nicht wahr? :?

Nö, weniger.
Aufgrund des Optimierungseffekts.
:D
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon ToughDaddy » Mo 27. Jan 2014, 23:05

Muss toll sein, wenn man nur 35h/Woche und weniger arbeitet und dafür immer noch mehr bekommt als viele andere.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Tantris » Mo 27. Jan 2014, 23:13

palulu » Mo 27. Jan 2014, 22:35 hat geschrieben:Genau, 30-Stunden-Woche und dafür stellen die Unternehmen mehr Leute ein, nicht wahr? :?


Das wäre ein weiterer vorteil.

Die wirtschaft würde auch mit 20 wochenstunden noch funktionieren.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Zweiundvierzig » Mo 27. Jan 2014, 23:29

jack000 » Mo 27. Jan 2014, 20:55 hat geschrieben:
Mit 30 Stunden/Woche könnte ich meinen Job locker auch erledigen. Allerdings würde ich dann ja auch nur 30 Stunden bezahlt bekommen.


Wenn Du das kannst, dann ist das schön für Dich. Andere Abteilungen können es u.U. nicht, weil ihre Aufgaben erst im Tagesverlauf anfallen. Für die ist es dann ausgesprochen ärgerlich, wenn Arbeitsprozesse zum Erliegen kommen, weil der werte Herr Kollege nicht mehr im Haus ist.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:34

ein_Bürger » Mo 27. Jan 2014, 23:29 hat geschrieben:
Wenn Du das kannst, dann ist das schön für Dich. Andere Abteilungen können es u.U. nicht, weil ihre Aufgaben erst im Tagesverlauf anfallen. Für die ist es dann ausgesprochen ärgerlich, wenn Arbeitsprozesse zum Erliegen kommen, weil der werte Herr Kollege nicht mehr im Haus ist.

In der Tat sehe ich auch das Problem darin, dass die Arbeitsprozesse unterschiedlich sind. Ein Pförtner muss permanent anwesend sein und nur ab und zu mal auf den Knopf drücken der die Schranke aufmacht. Eine Aldi-Kassiererin ist permanent am schuften ...
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon palulu » Mo 27. Jan 2014, 23:36

jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:29 hat geschrieben:Es gibt immer unterschiedliche Modelle. So gibt es in der Türkei eine sehr hohe Wochenarbeitszeit, dafür aber eine frühere Verrentung.


Gesetzliches Renteneintrittsalter für Männer in der Türkei:

1979: 44 Jahre
2014: 60 Jahre

Ähnlicher Vorschlag aus der Türkei: http://www.deutsch-tuerkische-nachricht ... eduzieren/

Ich finde es nicht angemessen, hier wird wieder den Unternehmen nur mehr Bürokratie aufgebürdet. Wer nicht 40 Stunden die Woche arbeiten will, soll das mit seinem Arbeitgeber aushandeln oder kündigen.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:39

palulu » Mo 27. Jan 2014, 23:36 hat geschrieben:
Gesetzliches Renteneintrittsalter für Männer in der Türkei:

1979: 44 Jahre
2014: 60 Jahre

Das hat sich dann aber erheblich erhöht :eek:

Ich finde es nicht angemessen, hier wird wieder den Unternehmen nur mehr Bürokratie aufgebürdet. Wer nicht 40 Stunden die Woche arbeiten will, soll das mit seinem Arbeitgeber aushandeln oder kündigen.

Sicherlich sind da Verhandlungen angebracht!
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Antisozialist » Mo 27. Jan 2014, 23:43

ToughDaddy » Mo 27. Jan 2014, 23:05 hat geschrieben:Muss toll sein, wenn man nur 35h/Woche und weniger arbeitet und dafür immer noch mehr bekommt als viele andere.


Und was hält Sie davon ab, bei VW in Wolfsburg anzufangen?
Pudding: "Sollte ein Sklavenhalter versuchen bei uns in der Ferttigung Werbung für seine Sklavenhaltung zu machen würde er einen Unfall haben."
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Zweiundvierzig » Mo 27. Jan 2014, 23:44

jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:34 hat geschrieben:In der Tat sehe ich auch das Problem darin, dass die Arbeitsprozesse unterschiedlich sind. Ein Pförtner muss permanent anwesend sein und nur ab und zu mal auf den Knopf drücken der die Schranke aufmacht. Eine Aldi-Kassiererin ist permanent am schuften ...


Müller aus dem Einkauf hat sein Kennwort vergessen, ein Administrator muss her; Meyer aus der Personalabteilung will einen kurzfristigen Urlaubsantrag ablehnen, ist sich aber über die Rechtslage nicht sicher, der Unternehmensjurist muss her; Assistenz der GF Schulze muss ein Meeting für morgen verschieben - es wäre nicht schlecht, wenn die Assistenz der anderen Geschäftsführung oder der Geschäftsführer selbst erreichbar wäre.

Außerdem sind da noch Deine Kollegen, die eine ruhigere Arbeitsweise dem Abhetzen vorziehen. Die werden sich bei Dir bedanken, wenn die durch Deine Turboleistung gehetzt werden. Und so ein vergiftetes Betriebsklima ist das Letzte, was man sich als AN wünscht...
Zuletzt geändert von Zweiundvierzig am Mo 27. Jan 2014, 23:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:57

ein_Bürger » Mo 27. Jan 2014, 23:44 hat geschrieben:Außerdem sind da noch Deine Kollegen, die eine ruhigere Arbeitsweise dem Abhetzen vorziehen. Die werden sich bei Dir bedanken, wenn die durch Deine Turboleistung gehetzt werden. Und so ein vergiftetes Betriebsklima ist das Letzte, was man sich als AN wünscht...

Es wird sich da niemand beschweren, da ich mit zu vielen Menschen zu tun habe als das es überhaupt auffallen würde.
Ich arbeite gerne effektiv, da ich mir durch Technik gerne das Leben einfacher mache , aber von "turbo" kann keine Rede sein.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 28. Jan 2014, 00:11

jack000 » Mo 27. Jan 2014, 23:57 hat geschrieben:Es wird sich da niemand beschweren, da ich mit zu vielen Menschen zu tun habe als das es überhaupt auffallen würde.
Ich arbeite gerne effektiv, da ich mir durch Technik gerne das Leben einfacher mache , aber von "turbo" kann keine Rede sein.


Seine Produktivität kurzerhand um 25 % zu steigern, ist zumindest beachtlich. Dass man als Projektverantwortlicher (in spe?) über eine 30-h-Woche nachdenkt... hat zumindest einen etwas anrüchigen Beigeschmack. ;)
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon jack000 » Di 28. Jan 2014, 00:16

ein_Bürger » Di 28. Jan 2014, 00:11 hat geschrieben:
Seine Produktivität kurzerhand um 25 % zu steigern, ist zumindest beachtlich.

Das ist kein Problem. Ich hatte noch nie einen Arbeitsplatz bei dem ich ausgelastet war.

Dass man als Projektverantwortlicher (in spe?) über eine 30-h-Woche nachdenkt... hat zumindest einen etwas anrüchigen Beigeschmack. ;)

Warum denn das? Wer mehr arbeitet als ich arbeitet ineffektiv.
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Re: Viele Arbeitnehmer wünschen sich 30-Stunden-Woche

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 28. Jan 2014, 00:31

jack000 » Di 28. Jan 2014, 00:16 hat geschrieben:Das ist kein Problem. Ich hatte noch nie einen Arbeitsplatz bei dem ich ausgelastet war.


Warum denn das? Wer mehr arbeitet als ich arbeitet ineffektiv.


Bei gleichem Arbeitsvolumen, ja. Da spielen aber auch längerfristige Faktoren eine Rolle: Hohe Fluktuation aufgrund von Überlastung schadet einem Unternehmen, sofern die Krankheitskosten, Kosten der Personalbeschaffung etc. höher sind als der Produktivitätsgewinn.

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